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"Tragrahmengestell für landwirtschaftliche Geräte, insbesondere Schleuderdüngerstreuer"
Die Erfindung betrifft ein Tragrahmengestell für landwirtschaftliche Geräte, insbesondere
Schleuderdüngerstreuer mit Vorratsbehälter und Streuvorrichtung.
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Bei der Ausbildung von Tragrahmengestellen für Schleuderdüngerstreuer
bestehen eine ganze Anzahl von Problemen, die sich aus der Verwendungsweise und
der Zweckbestimmung derartiger Schleuderdüngerstreuer ergeben.
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So wird) um eine ausrei hende Menge des zu verstreuenden Gutes mitnehmen
zu können, ein relativ großer Behälter benötigt, der auch während der Fahrt des
Zugfahrzeuges oder des Fahrzeuges an dem das Streugerät befestigt ist über unebenes
Gelände möglichst stabil und schwingungsfrei aufgehängt werden muß.
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Ferner muß dafür Sorge getragen werden, daß die eigentliche Streuvorrichtung
geschützt untergebracht ist, so daß das Gerät auch auf dem Boden abgesetzt werden
kann, ohne daß die Streuvorrichtung beschädigt wird.
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Ferner muß die relative Lage zwischen dem Vorratsbehälter und der
Dosiervorrichtung einerseits sowie der Streuvorrichtung andererseits aufrechterhalten
bleiben. Andererseits soll das Traggestell möglichst einfach herstellbar sein, damit
an Gewicht und Gestehungskosten gespart werden kann.
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Es sind bereits eine Reihe verschiedenartiger Tragrahmengestellw Ausbildungen
bekannt, von denen jeweils dem einen oder anderen Problem mehr Augenmerk geschenkt
wurde.
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Im allgemeinen wird dabei der Behälter in einer Querschnittsebene
allseitig vom Rahmengestell umgeben und durch dieses getragen.
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Es sind ferner Traggestell-Ausbildungen bekannt, bei denen zwei U-f5rmig
gebogene Rahmenteile den Behälter an beiden Längsseiten tragen, die untereinander
wieder mit Querstreben od.dergl. verbunden sind.
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Die Herstellung derartiger Tragrahmen ist Jedoch schwierig und langwierig.
Bei einem bekannten Traggestell besteht der Rahmen aus einem einzigen entsprechend
gebogenen Rohr. Das mehrfache Biegen eines derartigen Rohres in allen drei Dimensionen
erfordert aufwendige Biegevorrichtungen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Traggestellrahmen
für landwirtschaftliche Geräte, insbesondere Schleuderdüngerstreuer mit Vorratsbehälter
und Streuvorrichtung zu schaffen, der die statischen und dynamischen Belastungen
einwandfrei aufnimmt und in einfacher Weise herstellbar ist.
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Diese Aufgabe wird gemäB der Erfindung im wesentlichen dadurch gelöst,
daß ein V-förmig gebogenes, im wesentlichen horizontal angeordnetes Flacheisen vorgesehen
ist, sowie seitliche Flacheisen als Stütze für den Behälter, die an den Enden des
V-förmig gebogenen Flacheisens befestigt sind. Die seitlichen Flacheisen sind vorzugsweise
gegenüber dem V-förmigen Rahmenteil geneigt angeordnet und verlaufen zueinander
parallel.
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Ferner ist eine die seitlichen Flacheisen durchdringende Stange zur
Befestigung des Gestells an einer Aufhängevorrichtung eines Fahrzeuges vorgesehen,
sowie ein zwischen denseitlichen Flacheisen im oberen Bereich angeordnetes Profil.
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Durch die erfindungsgemäße Ausbildung wird die Herstellung des Traggestells
wesentlich vereinfacht, da lediglich Bieungen in einer Ebene und einfache Schweißungen
nötig werden.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist an dem Rohr eine an
dem Behälter anliegende Stütze mit einem Befestigungsmittel für die Aufhängevorrichtung
des Fahrzeuges befestigt.
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Besonders zweckmäßig ist es, wenn die Stütze U-förmig gebogen ist
und an der Befestigundstelle ein Auge aufweist.
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Zum sicheren Abstellen des Schleuderdüngerstreuers am Boden sind die
unteren Enden der seitlichen Flächen verlängert, so daß sie unter die Ebene des
V-förmigen Rahmenteils hinabragen.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung dienen als Stütze für die
Streuvorrichtung auf bzw. an dem V-förmigen Rahmenteil angeordnete Flach- oder Winkeleisen.
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Besonders vorteilhaft ist es, wenn nach einem weiteren Merkmal der
Erfindung am Behälter mindestens teilweise anliegende, im wesentlichen senkrecht
zur Behälterwand verlaufende und mit der Befestigungsstange verbundene, im wesentWichen
V-förmig angeordnete, Abstützschienen, z.B. aus Winkeleisen, vorgesehen sind.
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Da der Behälter durch die seitlichen Flacheisen nicht im Schwerpunkt
unterstützt wird, entsteht ein Drehmoment. Dieses Drehmoment wird durch die erfindungsgemäße
Abstützschiene abgefangen und in eine Zug- bzw. Druckkraft umgewandelt.
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Besonders zweckmäßig ist es, wenn an der Behälterwand im Angriffspunkt
der AbstUtzschiene ein Verstärkungsblech vorgesehen wird.
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Dadurch kann die Wandstärke des Behälters lediglich nach den für den
Behälterinhalt maßgeblichen Gesichtspunkten bemessen werden.
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Nach einem abgewandelten Ausführungsbeispiel sind vorteilhafterweise
anstelle der Querstange Bolzen zur Befestigung des Tragrahmens am Fahrzeug vorgesehen.
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Ferner können nach einer Abwandlung der Erfindung die Abstützschienen
durch ein einteiliges Abstützblech ersetzt werden.
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Dabei istes vorteilhaft, wenn das Abstützblech zur Verstärkung und/oder
Versteifung Rippen, Sicken od.dergl. aufweist.
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Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung werden anhand der Zeichnung
näher erläutert, die schematisch ein Ausführungsbeispiel darstellt. Dabei zeigt:
Fig.1 eine Seitenansicht eines Ausführungsbeispieles eines er--findungsgemSßen Tragrahmengestells,
Fig.2 den Tragrahmen von hinten gesehen, Fig.3 eine Teilansicht des Tragrahmens
von- oben,-und Fig.4 eine Teilansicht eines weiteren Ausführungsbeispieles in Draufsicht.
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Das erfindungsgemäße Tragrahmengestell nach dem AusfUhrungsbeispiel
der Fig.1 bis 3 wird von einem V-förmig gebogenen Flacheisen 1 sowie zwei daran
angeschweißte, zur Ebene des V-fdrmigen Flacheisens geneigte, zueinander parallel
verlauFende seitliche Flacheisen 2,3 gebildet.
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&uf bzw. an dem V-förmigen Gestellteil 1 ist ein Flacheisen 13
bzw. ein Winkeleisen 14 befestigt, welche als Stütze für die Streuvorrichung, beispiel5weise
ein Schleuderteller sowie ein zugehdriges Umlenkgetriebo od.dergl. dienen.
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Die seitlichen Flacheisen 2 und 3 ragen mit ihren Enden 11 und 12
unter die Ebene des V-förmigen Gestellteiles 1.
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Die Enden 11 und 12 dienen-daher zum Abstellen des Gerätes.
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Eine Stange 4 durchdringt die beiden Flacheisen 2-und 3 und weist
an ihren Enden Befestigungstellen 5 und 6 für die Verbindungsmittel zum ziehenden
oder tragenden Fahrzeug auf.
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Im oberen Bereich ist zwischenden seitlichen Flacheisen 2 und3 ein
Profil 8, z.B. ein Rohr, angeordnet.
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An dem Profil 8 ist eine Stütze 9 vorgesehen, die sich an die Wand
des
Behälters 7 anlegt und an ihrem oberen Ende eine Befestigungsstelle lo für den dritten
Befestigungspunkt des Tragrahmens am Fahrzeug aufweist.
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Die Stütze 9 ist zweckmäßig in Form eines U gebogen und weist ein'
!Auge 20 als Befestigungspunkt 10 auf.
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Die seitlichen Flacheisen 2 und 3 sind an ihren oberen Enden 17 und
18 verschränkt, so daß diese Enden flach am Behälter 7 anliegen. Die Befestigung
erfolgt dabei vorzugsweise mittels entsprechender, nicht dargestellter, Schrauben
od.dergl.
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Zur Stütze des Behälters gegen Schwingungen oder Kippungen sind Abstützschienen
15 vorgesehen, die einerseits an der Stange 4 angreifen und andererseits mit dem
abgebogenen Ende 16 am Behälter 7.
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Die Ausbildung ist dabei derart getroffen, daß die Schienen 15 im
wesentlichen senkrecht zur Behälterwand angreifen und zueinander V-artig verlaufen.
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Zweckmäßigerweise wird der Behälter im Bereich des abgewinkelten Endes
16 durch ein Verstärtungsblech 19 versteift.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig.4 sind anstelle der Stange 4
zwei an die seitlichen Flacheisen 2,) angeschweißte Bolzen 24 als Befestigungsmittel
vorgesehen.
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Zur Abstützung des Behälters dient ein einteiliges Abstützblech 22,
welches zur Verstärkung und/oder Versteifung mit Rippen 23, Sicken od.dergl. versehen
ist.
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Als Prallblech für von der Streuvorrichtung in Fahrtrichtung abgeschleudertes
Material dient ein, vorzugsweise U-förmig ausgebildetes, Blech 21.
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Bei der Ausführung nach Fig.4 dient das Abstützblech 22 mit einem
abgekanteten Rand 25 zugleich als Prallblech.
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Der Behälter selbst kann kegelförmig, aber auch pyramidenformig ausgebildet
sein.
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Die Ausbildung der Streuvorrichtung und der Dosiervorrichtung ist
an sich beliebig.
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Die erfindungsgemäße Tragrahmengestell-Ausbildung ergibt ein einfach
aufgebautes aber robustes Traggestell, welches den Behälter und die Streuvorrichtung
stabil trägt und dabei die Lage der beiden Einzelteile zueinander sicherstellt.
Ferner wird der Streuvorgang durch die Gestellausbildung in keiner Weise behindert.
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Die Erfindung istnicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt. Sie umfaßt auch alle Teil- und Unterkombinationen der beschriebenen
und/oder dargestellten Merkmale Obgleich die Beschreibung der Ausführungsbeispiele
anhand eines Schleuderdüngerstreuers erfolgte, ist ersichtlich, daß das erfindungsgemäße
Tragrahmengestell auch für andere landwirtschaftliche Geräte vorteilhaft verwendbar
ist, welche an ein Fahrzeug aufgehängt werden. Selbstverständlich kann der erfindungsgemäße
Tragrahmen auch gezogen werden. Es ist dazu lediglich nötig, am bzw.
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unterhalb des V-förmig gebogenen Rahmengestells 1 eine Achse sowie
Laufräder anzubringen.
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- Ansprüche -