DE1910103U - Steuerschalter mit stromabhaengiger aufschalthemmung. - Google Patents
Steuerschalter mit stromabhaengiger aufschalthemmung.Info
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Description
Steuerschalter mit stromabhängiger Aufschalthemmung
Für das Anlassen der elektrischen Triebmotoren von gleislosen Batteriefahrzeugen und Förderanlagen werden bei Steuerung
der Triebmotoren mittels Schützensteuerung Steuerschalter für die Betätigung der Schütze verwendet. Um unzulässige Stromstöße
zu vermeiden, welche die Triebmotoren, die Übersetzungsgetriebe und dergleichen unzulässig beanspruchen, wird das Aufschalten
des Steuerschalters indirekt durchgeführt und die Einschaltfolge der Schaltglieder verzögert.
Für die Steuerung von gleislosen Batteriefahrzeugen ist eine rein mechanisch wirkende Aufschaltverzögerung der Steuerschalter
für Schützensteuerungen bekannt geworden. Bei diesen mechanisch wirkenden Terzögerungsgliedern kann die Verzögerungszeit
nur für mittlere Betriebsverhältnisse eingestellt werden. Hierbei ist die Ausnutzung der maximal zulässigen Motorbeanspruchung
nur in wenigen Betriebsfällen möglieh.
Für die Steuerung von Oberleitungsomnibussen und Straßenbahnen wurden bereits motorstromabhängige Verzögerungseinrichtungen
bekannt. In der Kombination mit Freilaufkupplungen, freilaufend bei der Zurücknahme des Steuerschalters von einer Fahrstufe auf
die IuIl-Stellung, wurden elektromagnetische Kupplungen und
elektromagnetische Federbrems-Systeme verwendet. In der Verbindung
mit Klinkensystemen wurden Wirbelstrombremsen bekannt.
Die bekannt gewordenen Steuerschalter mit in der Aufschaltgeschwindigkeit
vom Motorenstrom beeinflußten Wirbelstrombremsen sind in ihrer Konstruktion und in ihrem Aufbau für
die Verwendung in gleislosen Batteriefahrzeugen sowie in Förderanlagen zu aufY\rendig. Die !Teuerung hat zum Ziel, für diese Bedarfsfälle
einen billigen und volumenmäßig kleinen Steuerschalter mit vom Motorstrom beeinflußter, in der Aufschaltrichtung wirksamer
Wirbelstrombremse zu erhalten. Die !feuerung betrifft einen Steuerschalter mit stromabhängiger Aufschalthemmung mittels
einer vom Motorenstrom erregten Wirbelstrombremse, insbesondere für Schützensteuerungen von gleislosen Batteriefahrzeugen und
für Schützensteuerungen von Förderanlagen. Gemäß der Neuerung besteht der Wirbelstromanker aus magnetisch und elektrisch lei-
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tendem Material und ist in einem vom Motorenstrom erregten
Magnetfeld um eine senkrecht zu den magnetischen Kraftlinien
angeordnete Achse drehbar.
Die Wirbelstrombremse gemäß der Neuerung hat gegenüber den bekannten Yfirbelstrombremsen mit einer zwischen Magnetpolen
umlaufenden Kupfer- oder Aluminiumscheibe den wesentlichen Vorteil, daß der magnetische Widerstand zwischen dem Magnetpol
durch den Anker aus magnetischem Material wesentlicher herabgesetzt wird, besonders wenn der Luftspalt zwischen den
Magnetpolen und dem magnetischen Anker sehr klein gehalten ist. Dabei bleibt der für die Y/irbelstrombildung maigebende
elektrische Widerstand des Ankers infolge seines großen Querschnittes genügend klein, um eine starke Bremswirkung herbeizuführen.
Vorteilhaft wird zwischen der die Schaltglieder beeinflußenden Betätigungswelle und der ¥/irbelstroinbremse eine Freilaufkupplung
eingesetzt, die bei der Zurücknahme des Betätigungsorganes von einer Schaltstufe auf die lull- oder Ausgangsstellung des Steuerschalters,
die Betätigungswelle freilaufend, d.h. verzögerungsfrei zurückführen läßt.
Da zwischen Betätigungswelle und Wirbelstrombremse zur Erhöhung der Drehzahl des Wirbelstromankers ein Übersetzungsgetriebe angeordnet
werden muß, wird zweckmäßigerweise zur Verkleinerung des SchaltervolumeB der Freilaufkranz als Zahnkranz und somit zu
einem Teil des Übersetzungsgetriebes ausgebildet.
Anhand einer Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel eines Steuerschalters beschrieben und die Wirkungsweise erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Steuerschalter mit Y/irbelstrombr erase im
Schnitt,
Fig. 2 die Ansicht auf die Stromspulen der Hemmeinrichtung
Fig. 2 die Ansicht auf die Stromspulen der Hemmeinrichtung
in der in Fig. 1 eingetragenen Pfeilrichtung. Fig. 3 einen Schnitt A-A der Fig. 1
Fig. 4 einen Schnitt B-B der Fig. 1
Fig. 4 einen Schnitt B-B der Fig. 1
Die fest mit dem Antrieb 1 in Verbindung stehende Betätigungswelle
2 ist in Seitenplatten 3 und 4 in Lagern 5 gelagert. Die Betätigungswelle 2 trägt einerseits den fest mit dieser
verbundenen Mitnehmer 6 und andererseits die frei auf dieser beweglich und nur über Torsionsfeder 7 mit dem Mitnehmer 6
gekuppelte Neckenwelle 8, die auf der Betätigungswelle 2 mittels Nadellager 9 frei beweglich gelagert ist. Auf der
Nockenwelle 8 sitzt ein Federlager 10, das die Torsionsfeder
7 fixiert und als 2. Angriffspunkt für die Torsionsfeder 7
wirkt.
Die Betätigungswelle 2 liegt über Mitnehmer % im Anschlag
mit Stift 24 j der die Bewegung der Betätigungswelle 2 bei der Abschaltung begrenzt (Fig. 3). Bei der Drehung der Betätigungswelle 2 entgegen dem Uhrzeigersinn entsprechend Pig. 4 (diese
Drehbewegung ist im gezeigten Beispiel gleich der Aufschaltrichtung) wird der Schenkel 7a der Torsionsfeder 7 durch Mitnehmer
6 mitgenommen und die Torsionsfeder gespannt und damit ein Drehmoment auf die Nockenwelle 8 ausgeübt. Die Nockenwelle
folgt der Betätigungswelle 2 nach, wobei über einen Freilauf, bestehend aus Freilaufstern 13a, Rollen 13 b und der Zahnkranz
in Bewegung versetzt wird.
Der äußere Ring 14 des Freilaufes ist als Zahnkranz ausgebildet und übersetzt über Zahnrad 15, 16 und 17 die Drehzahl der Nockenwelle
8 auf Wirbelstromanker 18. Der Wirbelstromanker 18 besteht
aus magnetisch leitendem Material und ist in Kugellager 19 gelagert und räumlich zwischen den beiden Polschenkeln 20 so
angeordnet, daß zwischen Polschenkeln 20 und Wirbelstromanker
Luftspalte entstehen. Auf den beiden Polschenkeln sitzen die vom Fahrmotorenstrom durchflossenen Erregerspulen 21. Bei Stromfluß
in den beiden Erregerspulen bildet sich ein magnetischer Fluß in der in Figur 2 einstrichlierten Linie aus. Bei Drehen des
Ankers 18 erzeugt der magnetische Fluß, dessen Kraftlinien radial in den Wirbelstromanker eintreten, im Wirbelstromanker
Wirbelströme, die hemmend auf den Auflauf der Betätigungswelle wirken. Die Größe der Verzögerungszeit ist grob einstellbar mittels
Serienparallelschaltung der beiden Erregerspulen 21 und fein einstellbar durch Verstellen des magnetischen Nebenschlusses
22.
Der magnetische Nebenschluß wird mittels eines Gewindestiftes
23 verschoben und schließt einen Teil des magnetischen Flusses kurz.
Bei der Aufwärtsbewegung der nockenwelle 8 werden die Schaltglieder
12 im gezeigten Beispiel als Schnappschaltelemente dargestellt dirch Nockenseiben 11 gesteuert.
Wird die Betätigungswelle 2 in Abschaltrichtung bewegt, kommt der Mitnehmer 6 in Eingriff mit der Mitnehmernase 25
des Federlagers 10 und nimmt die Nockenwelle 8 in die Nulloder
Ausgangsstellung mit. Hierbei wird die Kraftschlüssigkeit
zwischen Nockenwelle 8 und Wirbelstromnaker 18 durch das Entkuppeln des Freilaufes gelöst, wodurch das Zurückschalten
verzögerungsfrei erfolgen kann.
Claims (4)
1.) Steuerschalter mit motorstromabhängiger Aufschalthemmung,
insbesondere für Schützensteuanmgen von gleislosen
Batteriefahrzeugen und für Schützensteuerungen von Krananlagen,
bei welchen die Betätigung der Schaltglieder während der Aufschaltung stromabhängig durch eine vom Motorstrom
erregte Wirbelstrombremse gehemmt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Wirbelstromanker aus magnetisch und elektrisch
leitendem Material besteht und in dem vom Motorstrom erregten Magnetfeld um eine senkrecht zu den magnetischen Kraftlinien
angeordnete Achse drehbar ist.
2.) Steuerschalter nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Betätigungsorgan der Schaltglieder und dem
Wirbelstromanker eine Freilaufkupplung angeordnet ist, dessen Kupplungskranz als Zahnkranz und als Teil der Übersetzung
zwischen Betätigungsorgan und Wirbelstromanker ausgebildet ist.
3.) Steuerschalter nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, daß für die Erregung der Wirbelstrombremse zwei Wicklungen
angeordnet werden, die zur Einstellung der durch die Wirbelstrombremse gegebenen Hemmwirkung serien-parallelgeschaltet
werden können.
4.) Steuerschalter nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, daß zur Einstellung der Hemmwirkung der Wirbelstrombremse
ein magnetischer Nebenschluß angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1961SC029073 DE1910103U (de) | 1961-03-17 | 1961-03-17 | Steuerschalter mit stromabhaengiger aufschalthemmung. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1961SC029073 DE1910103U (de) | 1961-03-17 | 1961-03-17 | Steuerschalter mit stromabhaengiger aufschalthemmung. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1910103U true DE1910103U (de) | 1965-02-18 |
Family
ID=33372098
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1961SC029073 Expired DE1910103U (de) | 1961-03-17 | 1961-03-17 | Steuerschalter mit stromabhaengiger aufschalthemmung. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1910103U (de) |
-
1961
- 1961-03-17 DE DE1961SC029073 patent/DE1910103U/de not_active Expired
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