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Maschine zum Aufstellen von Schachteln Zum Verpacken und Lagern von
Gegenständen verschiedenster Art bestimmte Schachteln bzw. Kartons werden üblicherweise
im vollständig zusammengelegten Zustand angeliefert und gelagert, wobei von den
oberen und unteren, in Verlängerung ihrer vier Seitenflächen liegenden Klappen Jeweils
zwei auf den anderen beiden aufliegen.
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Vor dem Einbringen der Gegenstände in die Schachteln muß vor allem
der Zuschnitt aufgestellt bzw. in die Form einer parallelepipedonfbraigen Hülle
überführt werden, deren obere und untere Seiten anschließend von den Klappen gebildet
werden.
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Durch die Erfindung soll eine verbessern Maschine zum Aufstellen von
im fertigen Zustand im wesentlichen parallelepipedonförmigen Schachteln geschaffen
werden, welche eine rotierende Trommel mit einer periodisch an eine Unterdruckquelle
angeschlossenen Saugvorrichtung mit mindestens einem Saugnapf aufweist, welche d@n
zusammengefalteten Zuschnitt von einer Zuführstation in eine Aufrichtestation fördert,
in der er seine Form @rhält und g@öffnet wird, während er eine krei@bogenförmige
B@hn beschreibt, auf der er mit einer f@sten Führung in Berührung kommt.
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Bei einer aus der schweizerischen Patent@@hrift 299 892 bekannten
Ausführungsform einer derartigen Maschine hört die Saugwir@ung des Saugn@pfes a@f,
wonn der gefaltete Zuschnitt zwischen die Tr@@@el und die Führung gelangt ist, da
der Zuschnitt dann zum Ausgang seiner von der Trommel und der Führung gebildeten
Führungsbahn durch einen vorspringenden Finger der Trommel nach einer ihn erfassenden
Fördervorrichtung bewegt wird. Der bereits in Form einer Hülle vorliegende Zuschnitt
gelangt dabei mit einer seiner Seitenflächen an der Fördervorrichtung zur Anlage.
Diese Maschine ist aber im Unterschied zu der erfindungsgemäßen Maschine nicht zum
Aufstellen von mit Klappen verehenen Schachteln geeignete Aus der USA Patentschrift
3 907 325 ist ferner eine Maschine bekannt, die zum Aufstellen von mit Klappen versehenen
Schachteln dient. Bei dieser Naschine ist es zur Bildung des Schachtelbodens erforderlich,
daß die geöffneten Zuschnitte mittels eines besonderen9 sich senkrecht nach unten
bewegenden Mechanismus auf eine waagerechte Konsole abgesetzt werden. Diese
Maschine
ist also von komplizierter Bauart, da sie zwei unabhängige Vorrichtungen aufweist,
.nämlich eine mit dem Saugnapf versehene, sich parallel zur Konsole bewegende, die
Zuschnitte von dem Zuschnittvorrat nach einer über der Konsole liegenden Stelle
bewegende erste Torrichtung und eine zweite Vorrichtung, die einen die Zuschnitte
senkrecht auf die Konsole absenkend.en Kolben hat.
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Durch die ErfindWag soll eine Maschine dieser Bauart dadurch vereinfacht
werden, daß die feste Führung kurvenförmig ausgebildet und in Bezug auf die von
der Saugvorrichtung beschriebene Bewegungsbahn verschoben ist, so daß sie mit einer
der von der 5augvornchtung ergriffenen Schachtelseite benachbarten Schachtelseite
in Berührung gelangt und aufgrund dieser Bertihrung sich der Zuschnitt fortschreitend
öffnet; und daß die Saugvorrichtung mit einer festen Nockenscheibe zusammenarbeitet,
deren Nockenfläche so profiliert ist, daß die Bewegungsbahn der aufgerichteten Schachtel
bei Annäherung an die Schachtelabführungastelle geradlinig verläuft.
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Aus der französischen Patentschrift 1 506 369 ist eine drehbare Trommel
bekannt, deren Saugnäpfen eine feste Nockenscheibe zugeordnet ist, um Kartonblätter
einem Magazin zu entnehmen und diese Blätter auf zu verpackenden Gegenständen anzubringen,
die von einem Förderer bewegt werden. Die den Saugnäpfen von der Nockenscheibe aufgezwungene
Bewegungsbahn und der ganze Aufbau dieser bekannten Naschine sind aber völlig anders
als bei der erfindungsgemäßen Maschine.
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Unabhängig von dem Aufrichten oder Öffnen der ZuschnItte kann gemaß
einem weiteren Merkmal der Erfindung
die neue Maschine die beiden
unteren quer verlaufenden Schachtelklappen in ihre normale geschlossene Stellung
bringen. Dies wird erfindungsgemäß dadurch bewirkt, daß an der Abführungsstelle
zwei Finger, die sich um in einer im wesentlichen lotrecht zur Zuführungsebene parallel
zueinander verlaufende Achsen entgegengesetzt drehen, so angeordnet sind, daß sie
beim Aufsetzen der Schachteln auf das sie abfffhrende Fördersystem zwei sich gegenüberliegende
Klappen der Schachtel zur Bildung des Schachtelbodens in Richtung aufeinander umfalten.
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Entsprechend der Form, der Anordnung und der Abmessung der Schachtel
können die beiden unteren Klappen so bemessen sein, daß sie nach dem Umfalten den
ganzen Schachtelboden bilden0 Dies ist aber nicht immer der Fall. In gewissen Fällen
ist es aber notwendig, daß zur Bildung des Bodens zusätzlich zu den beiden unteren
Klappen ein Ergänzungsblatt benotigt wird.
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Für diesen Fall ist gemäß einem weiteren Merlanal der Erfindung seine
Anordnung zum automatischen Einführen eines solchen Ergänzugsblatts vorgesehen.
Bei dieser Anordnung weist erfindungsgemäß das abführende Fördersystem einen unterhalb
von den die aufgesetzten Schachteln abstützenden Schienen angeordneten endlosen
Förderer mit an den Schachteln angreifenden Mitnehmern auf, und es ist ferner in
einer Brücke der Schienen ein den endlosen Förderer durchlassender, in senkrechter
Richtung beweglicher Bauteil mit einer normalerweise unterhalb der Oberfläche der
Schienen liegenden waagerechten Oberfläche vorgesehen, der mit einer Zuführvorrichtung
für ein den Schachtelboden ergänzende3 Blatt so zusanenarbeitet, daß er, wenn
sich
eine vom Fördersystem heran'eführte Schachtel über ihm befindet, angehoben wird
und ein ihm zugeführtes Blatt an den Schachtelboden anlegt.
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Eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Maschine, die zum Aufrichten
von Schachteln, insbesondere von zur Verpackung von Flaschen bestimmten Schachteln
dient, wird im folgenden Teil der Beschreibung anhand der Zeichnungen beschrieben.
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In den Zeichnungen ist: Fig. 1 ein Längsschnitt durch die Maschine;
Fig. 2 ein Querschnitt gemäß der Linie 2-2 der Fig. 1; Fig. 3 eine Ansicht der Trommel
in Richtung des Pfeils A der Fig. 2 gesehen; und Fig. 4 eine im wesentlichen gemäß
der Linie 4-4 der Fig. 1 verlaufende Schnittansicht.
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Der in Figur 1 gezeigte endlose Kettenförderer 2 läuft in Richtung
des Pfeils 4 über Kettenräder 3.
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An dem Förderer sind in regelmäßigen Abständen Mitnehmer 5 befestigt,
die in Richtung auf eine Art von festen Abstütstisch bildende Gleitschienen 6 abfallen,
auf denen sich die von den Mitnehmern erfaßten Sehaehteln 7 entlangbewegen.
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Der erste Teil des Offnungs- oder Aufrichtevorganges wird an den Schachteln
in der oberhalb des Förderers 2 liegenden Zone durch die in Fig. 2 gezeigte Vorrichtung
bewirkt. Diese Vorrichtung wird mit umgetalteten Kartonzuschnitten beschickt, wie
aus dem linken Teil der Figur 2 ersichtlich ist. Diese umgefalteten Zuschnitte werden
der Aufrichtevorrichtung einzeln zugeführt, was bei der gezeigten AusffEhrungsform
durch
eine Zuführvorrichtung erreicht wird, die in der belgischen
Patentschrift 711 826 beschrieben ist, die eine "Vorrichtung zum gleichmäßigen Zuführen
von gestapelten Kartonzuschnitten" betrifft. Diese Zuführvorrichtung besteht im
wesentlichen aus einer Kette 8 in Form eines Plattenbands, auf der ein Stapel 9
von gefalteten Schachteln liegt. Die Kette weist in regelmäßigen einstellbaren Abständen
stegförmige Mitnehmer 10 auf. Bei der dargestellten An ordnung werden die umgefalteten
Zuschnitte am stromabwärtigen Ende B der Kette 8 von dieser durch die Aufrichtevorrichtung
abgenommen.
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Die Aufrichtevorrichtung ist eine um eine parallel zum Kettenförderer
2 angeordnete Achse 12 drehbare Trommel 13 auf, an der bei 14 drei Platten 15 angelenkt
sind, von denen Jede mit vier Saugnäpfen 16 versehen ist. Diese Platten sind unter
Winkeln von 120° versetzt am Umfang der Trommel 13 angeordnet.
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Um die Platten 15 bezüglich der Aufnahme eines umgefalteten Kartonzuschnitts,
dessen Weiterbeförderung und zur Übergabe der aufgerichteten Schachtel an den Kettenförderer
2 in die hierfür am besten geeigneten Stellungen zu bringen, werden die Platten
mittels Mitnehmerrollen 17 in Anlage an einer Nockenscheibe 18 gehalten, die eine
Vertiefung 18a und zwei vorstehende Nocken 18b und 18c hat.
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Die Saugnäpfe sind an eine Unterdruckquelle über Schläuche oder Rohre
19 angeschlossen, in denen Ventile 20 vorgesehen sind, die von Hebeln 22 gesteuert
werden. Die Hebel stützen sich mittels Rollen an einem festen Nocken 23 ab, der
eine Vertiefung 23a aufweist.
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Die Trorn;nel 13 arbeitet mit einer festen Führung 24 zusammen, die
kurvenförmig abgekrümmt ist und sich über einen Teil des Trommelumfangs erstreckt.
(Fig. 3) Die RJirkungswesse der Aufrichtevorrichtung ist wie folgt: Der umgefaltete
Zuschnitt 9a wird am stromabwärtigen Ende B der Kette 8 von den Saugnäpfen 16 der
Platte 15 erfaßt. Die sich drehende Trommel bringt den Zuschnitt in Anlage an die
feste Frhrung 24. Hierdurch öffnet sich der umgefaltete Zuschnitt allmählich und
wird zunächst in den halbgeöffneten Zustand gb und schließlich in den voll geöffneten
Zustand 9c überführt (Fig. 2). Während des Aufrichtens der Schachtel führen die
die Saugnäpfe 16 abstützenden Platten 15 Jedoch den Schachtelzuschnitt derart, daß
er in Bezug auf die Trommel seine Stellung ändert, und zwar in Abhängigkeit vom
Profil der Nockenscheibe 18. So suchen beispielsweise die Saugnäpfe im Augenblick
des Aufnehmens des Zuschnitts diesen an die Kette 8 anzudrücken, um ihn so besser
erfassen zu können. Diese Wirkung wird durch die Vertiefung 18a der Nockenscheibe
18 erzielt. Danach wird bei dem Aufrichten der Schachtel die Platte 15 noch einmal
gezwungen, sich relativ zur Trommel zu verstellen, damit sie sich senkrecht in Richtung
auf den Förderer 2 bewegen kann. Diese Verstellung der Platte 15 wird durch den
Nocken 18b der Nockenscheibe 18 bewirkt.
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Wenn die aufgerichtete Schachtel auf diese Weise auf den Förderer
2 aufgesetzt ist, werden die Saugnäpfe 16 abgeschaltet. Das Abschalten erfolgt,
wenn der das Ventil 23 steuernde Hebel 22 die Vertiefung 23a des Nockens 23 erreicht.
Die aufgerichtete Schachtel
wird dadurch vo der Aufrichtevorrichtung
freigegeben, und die Platte 15 wird anschließend relativ zur Trommel 13 durch den
Nocken 18c der Nockenscheibe 18 verstellt. Das Arbeitsspiel beginnt dann von neuem.
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Diese .trt einer Aufrichtevorrichtung gestattet es also, die Schachtel
zu öffnen, ihr die Form einer parallelepipedonartigen Hülle zu geben und sie auf
das aus dem Förderer 2 und den Gleitschienen 6 bestehende Fördersystem abzusetzen.
Während des Absetzens der im Zustand 9c befindlichen Schachtel auf das Fördersystem
vollzieht .sich gleichzeitig das automatische Umfalten der unten liegenden, quer
verlaufenden Klappen.
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Diese Faltung wird von zwei Fingern 24a (Fig. 1) bewirkt, die sich
entgegengesetzt zueinander in Richtung der Pfeile 25a und 25b drehen. Während der
senkrechten Bewegung der im Zustand 9c befindlichen Schachtel falten die Finger
24a die quer verlaufenden Klappen 26 allmählich m, wie dies in Fig. 1 gezeigt ist.
Wenn die aufgerichtete Schachtel endgültig von der Trommel freigegeben ist und aufgrund
ihres Eigengewichts auf den Schienen 6 oberhalb der Kette 2 aufliegt, nehmen die
quer verlaufenden Klappen ihre normale Stellung ein, wohingegen die längsverlaufenden
Klappen 27 an beiden Seiten des Fördersystems liegen und die Fig der Schachtel gewährleisten.
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Wie bereits erwähnt, wird die so aufgerichtete Schachtel'zwangsläufig
von einem der Mitnehmer 5 der Kette 2 erfaßt.
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Da die quer verlaufenden Klappen 26 nicht genügend lang sind, um den
ganzen Boden der Schachtel abzudekken, ist es zweckmäßig, an ihnen ein zusätzliches
Kartonblatt
anzubringen, das durch die in Fig. 4 gezeigte Einrichtung automatisch angelegt wird.
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Diese Einrichtung weist einerseits eine Vorrichtung zum einzelnen
Zuführen der Blätter 28 und andererseits eine Vorrichtung zum automatischen .ulbrlngen
eines Blatts an jsder Schachtel auf.
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Die Zuführvorrichtung für die-einzelnen Blätter ist in der gleichen
Weise ausgebildet wie die Zufuhrvorrichtung für die umgefalteten Zuschnitte zur
Aufrichtevorrichtung. Sie besteht im wesentlichen aus einer Kette 29 in Form eines
Plattenbands, auf der der Stapel der Blätter 28 aufruht. Die Kette 29 ist mit schmalen
Mitnehmerstegen 31 versehen.
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Mittels dieser Zufuhrvorrichtung wird Jedes Blatt einer weiteren Zuführeinrichtung
zugeführt, die zwei das Blatt weiterfördernde Rollen 32, 33 aufweist, von denen
die Rolle 32 angetrieben ist.
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Die Schienen 6 des Fördersystems weisen einen ununterbrochenen Bereich
auf, in dem ein Bauteil 34 mit waagerechter Oberfläche angeordnet ist, der in senkrechter
Richtung verstellbar ist und einen Durchlaß für die Kette 2 aufweist. Die senkrechte
Verstellung des Bauteils-34 wird durch einen Hubzylinder 35 bewirkt.
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In seiner normalen Stellung befindet sich die Oberfläche des-Bauteils
34 unterhalb der Oberfläche der Schienen 6, so daß die Rollen 32 - 33 oberhalb des
Fördersystems ein Blatt 28 einführen können, das nicht über die Schienen 6 vorsteht.
Die aufgerichtete Schachtel bewegt sich über den Bauteil 34 hinweg. In dem Augenblick,
in den die Schachtel ihre oberhalb des
Bauteils liegende Stellung
erreicht, bewirkt der Zylinder 35 ein Anheben des Bauteils 34. Durch diesen Anhebevorgang
wird das Blatt 28 in eine über die Schienen 6 vorstehende Stellung gebracht und
wird dabei zwangsläufig von der hinteren Klappe 26 der Schachtel mitgenommen.
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Nach diesem Vorgang wird also von dem Fördersystem eine Schachtel
weiterbewegt, deren Boden aus den beiden quer verlaufenden Klappen 26 und dem zwischen
diesen liegenden Blatt 28 besteht.
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Von diesem Augenblick an können die verschiedensten Arten von Gegenständen
in die Schachtel eingebracht werden. Insbesondere können dann Flaschen automatisch
in die Schachtel eingeführt werden.
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Es ist ersichtlich, daß die Erfindung nicht allein auf die gezeigte
Ausführungsform einer Schachtelaufstellmaschine für aus Karton bestehende Schachteln
beschränkt ist, sondern innerhalb des Erfindungsgedankens vielfach abgewandelt werden
kann.