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DE1907569A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Florgeweben - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Florgeweben

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Publication number
DE1907569A1
DE1907569A1 DE19691907569 DE1907569A DE1907569A1 DE 1907569 A1 DE1907569 A1 DE 1907569A1 DE 19691907569 DE19691907569 DE 19691907569 DE 1907569 A DE1907569 A DE 1907569A DE 1907569 A1 DE1907569 A1 DE 1907569A1
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DE
Germany
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pile
yarns
yarn
fabric
reed
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Application number
DE19691907569
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DE1907569B2 (de
DE1907569C3 (de
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Sumpter Jun Charles Byrd
Macisaac Jun John Thomas
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Fieldcrest Mills Inc
Original Assignee
Fieldcrest Mills Inc
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Publication date
Application filed by Fieldcrest Mills Inc filed Critical Fieldcrest Mills Inc
Publication of DE1907569A1 publication Critical patent/DE1907569A1/de
Publication of DE1907569B2 publication Critical patent/DE1907569B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1907569C3 publication Critical patent/DE1907569C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D39/00Pile-fabric looms
    • D03D39/02Axminster looms, i.e. wherein pile tufts are inserted during weaving
    • D03D39/08Gripper Axminster looms

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

DH. BRICH NBTTGBBAUSm ^ MÜNCHEN 26,POSTFACH 81 It. TLB. I 3UJ XWXIBnfiCKBNSTBABSa 10
-IA-2200
Beschreibung zu der Patentanmeldung
MILLS, INC., Eden, North Carolina, U.S.A.
betreffend , ';.-.... Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Florgeweben.
Die Erfindung bezieht sich auf verbesserte Verfahren und Vorrichtungen zum Weben von Florgeweben, und sie betrifft insbesondere eine Verbesserung der Konstruktion und der Zweckmäßigkeit von sogenannten Greiferwebmaschine^ die durch das Vorhandensein von Greifern gekennzeichnet sind, die nacheinander vorbestimmte Florgarne erfassen und Abschnitte der Florgarne nahe dem Warenrand des Gewebes anordnen, so daß sie durch das Rietblatt zusammen mit Schußgarnen angeschlagen werden können«»
Bekanntlich ist es mit Hilfe von Greiferwebmaschinen und Axminsterwebstühlen möglich, ähnliche Gewebe mit geschnittenem Flor oder Velourgewebe zu erzeugen* Allgemein gesprochen besteht ein Vorteil der Axfflinsterwebstühle gegenüber den Greiferwebmaschinen darin, daß ein Axminsterwebstuhl eine erhebliche größere Zahl von Florgarnen von verschiedener Farbe verarbeiten kann als eine Greiferwebmaschine«
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Da man jedoch bei einem Axminsterwebstuhl eine gesonderte Florgarnspule für jede in der Schußrichtung verlaufende Reihe von Florbüscheln, die nach einem bestimmten Muster hergestellt werden sollen, benötigt? bieten die G-reiferwebmaschinen gegenüber den Axminsterwebstühlen mehrere Vorteile. ■ ·
Bei einer Greiferwebmaschine kann man ZpB0 die Florgarne ortsfest"angeordneten Zuführungsvorrichtungen entnehmen, .-'■■ so daß es nicht erforderlich ist, unterschiedliche Kombinat;-, tionen von Farben und/oder Arten von Florgarnen auf eine . ;ν;Λ große Zahl von Spulen oder Rohren aufzuwickeln und- die Spillen bzw. Rohre aufzubewahren, wie es bei einem Axminsterwebstuhl"; erforderlich ist, wenn unterschiedliche Flormuster gewebt ^ werden sollen. Bei einer Greiferwebmaschine geht praktisch kein Florgarn verloren, wenn die Maschine nur während einer kurzen Zeit betrieben wird, obwohl beim Einrichten des Webstuhls mit einer langen Betriebszeit gerechnet wurde« Bei einem Axminsterwebstuhl würde das auf Reservespulen gewickelte und auf Lager gehaltene J<llorgarn verloren sein, wenn es ' notwendig ist, den Webstuhl während einer kürzeren Zeit in Betrieb zu halten, als es vor der Inbetriebsetzung zu erwarten war.
Ferner ist es im allgemeinen nicht erforderlich, die Art oder Größe von auf einer Greiferwebmaschine zu webenden Teppichen auf diejenige Art oder Größe zu beschränkenr die im Zeitpunkt des Einrichtens der Maschine /geplant war^ denn es ist möglicherweise nur erforderlich, die Anordnung der Florgarn-V/aülvorrichtung auf der Greiferwebmaschine zu ändern. Bei einem Axminsterwebstuhl ist es jedoch bei einer/ Änderung der Art oder Größe gewöhnlich erf order IiCh8 einen· ; völlig anderen Satz von Florgarnspulen zusammenzustellen / und ihn anstelle des auf dem Web&tuhl angeordneten Satzes zu verwenden,,
Es ist somit ersichtlich^ daß wichtige wirtschaftliche Gründe dafür bestehen, daß die Benutzung einer Greifer-
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webmaschine der Benutzung eines Axminsterwebstuhlö beim Weben von Teppichen und anderen Florgeweben vorgezogen wird· Trotzdem ziehen zahlreiche Textilfabriken die Benutzung von Axminsterwebstühlen vor, und zwar nicht etwa wegen der größeren Zahl der verwendbaren verschiedenfarbigen Jj'lorgarne, sondern wegen der mechanischen Schwierigkeiten!oder Störungen, die sich bis jetzt bei Greiferwebmaschinen ergeben. Genauer gesagt ist es bei allen bekannten Bauarten von Greiferwebmaschinen erforderlich, dafUr bü sorgen, daß sich die Flprgamgreiier längs einer kreisbogenförmigen Bahn von solcher Länge (gewöhnlich etwa 180°) hin- und herbewegen, s,;o daß die Garngreifer ziemlich weit von dem Rietblatt und dem- kettgarnfach entfernt sind, wenn sie die Plorgarne erfassen. Daher stoßen die Greifer auf ihrem Wege zu dem Rietblatt und dem Kettgarfach häufig gegen die Drähte oder !Platten des Rietblatts, statt in der richtigen v/eise in die Aussparungen des Rietblatts einzutreten, so daß eine Beschädigung des Rietblatts und/oder der Greifer eintritt,,und/ oder daß einander benachbarte Grundketten verwirrt werden oder brenhen, oder daß die Florbüschel falsch,angeordnet werden. .
Wegen der langen Bewegungsstrecke der Greifer werden ferner benachbarte Teile der bis jetzt bekannten Greiferwebmaschinen so stark beansprucht, daß die Geschwindigkeit, mit der die Webmaschine gefahrlos betrieben werden kann, erheblichen Beschränkungen unterliegt» Um eine ausreichende Produktionsleistung zu erzielen und so die Benutzung der : Greiferwebmaschine zu rechtfertigen, wobei die Geschwindigkeit der Greifer genügend niedrig gehalten wird, um erhebliehe Beschädigungen der Maschine zu vermeiden, die auf die Kräfte zurückzuführen sind, welche auf die Maschine durch die sich hin- und herbewegenden Greifer aufgebracht werden, ist es bis jetzt üblich, auf solchen Webmaschinen nur mehrschüssige Elorgewebe herzustellen; mit anderen Worten, es würden mindestens zwei Schußgarnschüsse für jede in der Schußrichtung verlaufende Reihe von Florgarnnoppen in dem
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■■.-■·,■ - - 4- -■■■■" . ■ "■■.-■■-■ . ; _·-.■"■;■ Gewebe vorhanden sein. Hierbei könnten durch die Webmaschine mindestens zwei Schußschläge ausgeführt-..werden-, während die Greifer ein einziges Arbeitsspiel bzw. eine Hin- und Herbewegung, durchlaufen. Die Arbeitsgeschwindigkeit-- der be-.- kannten Greiferwebmaschinen wird ferner dadurch begrenzt* .; daß die Greifer, nachdem sie die Florgärne nahe den Florgarn?- führern oder Wählern erfaßt haben, nur längs einer relativ^ kurzen Strecke von den !führungen oder T/ahlern Weg bewegt und dann zum Stillstand gebracht werden,- woraufhin sie so lange im Stillstand verbleiben müssen, bis dieFlorgarne nahe den Führungen oder Wählern durchtrennt worden sind, fc woraufhin die Bewegung der Greifer in Richtung auf das Biet-"blatt wieder einsetzt. : .-■;-"-;
Die Aufgabe der Erfindung "besteht nunmehr darin/' eine* verbesserte Webmaschine und ein verbessertes Verfahren ztan. Weben von i'lorgeweben zu schaffen, bei dem Florgarngreif er verwendet und so betätigt werden, daß viele der bei den bis '/ jetzt bekannten Greiferwebmaschinen auftretenden öcnwierig-keiten vermieden werden, und daß mit einer Proäuktionsge- J schwindigkeit gearbeitet werden kann, die erheblich höher.ist als die bei den bekannten Greiferwebmaschinen erreichbare.
ferner sieht die Erfindung eine verbesserte Greiferweb-maschine vor, deren Greifer teilv/eise ständig innerhalb der k Aussparungen des Rietblatts angeordnet sind, während'sie ; wiederholt Florgarne erfassen und sie von TrEgern oder Flor— garnwählerführungen abziehen, sie.auf der Torderseite des Rietblatts anordnen ixnd sie von der Außenfläche des Gewebes .; weg nach außen bewegen, wodurch sichergestellt wird, daß die Greifer stets in der richtigen Weise auf das Rietblätt und' das Grundkettenfach ausgerichtet sind, während: sich die > \ Maschine in Betrieb befindet» "_"-/■- / : ',:■ -'-_:
Weiterhin sieht die Erfindung eine der' genannten Art vor, bei der^ dieι den Webvorgäng^ bewirkten—' den ieile einschließlich des Rietblatts, der Yorrichtuiigeil··;'
zum Einlegen der Schußfäden, der Greifer und der Wählerführungen so angeordnet sind, daß sich das Gewebe von einem Punkt in der Nähe seines Warenrandes aus im wesentlichen · senkrecht nach unten erstreckt, so daß es für die Bedienungsperson auch dann leicht zugänglich ist, wenn das Rietblatt und die Florgarnwählerführungen in einem sehr- kleinen Abstand voneinander angeordnet sind.
Gemäß einem weiteren Merkmal sieht die Erfindung ein verbessertes Verfahren und eine verbesserte Vorrichtung zum Weben von Florgeweben vor, bei denen Florrtoppen gebildet werden, die gegenüber einer Flachseite des Grundgewebes ■ vorspringen, wobei Greifer benutzt werden, um gewählte Florgarne zu erfassen und sie von einer Florgarnquelle aus nach innen in Richtung auf die erwähnte Flachseite des Grundgewebes und in die Bahn einer Anschlagvorrichtung eines Rietblatts und auf dessen Förderseite zu bringen, woraufhin die Florgarne an einem ersten Punkt durchtrennt werden, der gegenüber den von den Greifern erfaßten vorderen Endabschnitten nach außen versetzt ist, während diese vorderen Endabschnitte in die Bahn des Rietblatts gebracht,werden, so daß sie Jj'lorgarnabschnitte von vorbestimmter länge mit freien hinteren Enden bilden. Danach wird ein Schußgarn an die Florgarnabschnitte und an den Warenrand des vorher erzeugten Gewebes angeschlagen, und die von den Greifern erfaßten vorderen Endabschnitte werden dann gegenüber dem entsprechenden Schußgarn und gegenüber dem Grundgewebe nach hinten oder außen und in Richtung auf den erwähnten ersten Punkt bewegt und dann an einem von dem ersten Punkt entfernten zweiten Punkt freigegeben, so daß sie eine in der Schußrichtung verlaufende Reihe von im wesentlichen TJ-förmigen Noppen von vorbestimmter Höhe bilden, die gegenüber dem Grundgewebe nach außen vorspringen© Das Ausmaß, in dem die von den Greifern erfaßten vorderen Endabschnitte nach hinten bewegt werden, bevor sie freigegeben werden, bestimmt die länge jedes Schenkels jeder U-förmigen Noppe? mit ande- - ren Worten, die beiden Schenkel können die gleiche Länge
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erhalten, oder ein Schenkel kann kürzer werden als der andere Schenkel· Hieraus ist ersichtlich, daß der Ausdruck "U-förmige Hoppe" auch die sogenannten J-föreigen Koppen umschließto
Die Erfindung und vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden an Hand'schematischer Zeichnungen an Ausfüiirungsbeispielen näner erläutert,.
Mg. T zeigt in einem senkrechten Teilschnitt die bevorzugte Anordnung der Florgarngreifer, des Rietblatts, der Florgarnwählerführungen und der ihnen benachbarten Teile fc einer erfindungsgeinäßen Greiferwebmaschine.
Fig. 2 ist ein vergrößerter Ausschnitt aus Pig» 1, der dem in Fig. 1 mit 2 bezeichneten Teil entspricht und insbesondere die Bahn eines Drahtes oder lioppenabvreisers zeigt, mittels dessen vorher erzeugte Noppen aus der Bahn der Flor« garnabschnitte entfernt werden, die in das Gewebe eingelegt werden»
Fig. 3, 4, 5 und 6 ähneln Fig. 1, zeigen jedoch aufeinander folgende Stadien des Betriebs des Rietblattsf der Florgarngreifer und der ihnen zugeordneten 'i'eile während eines Arbeitsspiels zum Erzeugen von !Toppen. - "
Fig. 7 ist eine perspektivische Teildarstellung eines " Florgewebes, das mit Hilfe der Y/ebmaschine nach, der Erfindung hergestellt werden kann.
Fig. 8 veranschaulicht in einer graphischen Darstellung die bevorzugte zeitliche Beziehung, gemäß welcher bestimmte Teile der Y/ebmaschine während eines Arbeitsspiels ■ zum Erzeugen von Noppen betätigt werden.
Fig. 9 zeigt die linke Seite einer erfindungsgemäßen Greiferwebmaschine.
Fig· 10 ist eine vergrößerte perspektivische Darstellung, die dem unteren mittleren Teil von Fig. 9 entspricht,,
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Pig. 11 ist eine vergrößerte "Vorderansicht der Webma-"-sohine, die teilweise als Schnitt längs der Linie 11-11 in Pig» 9 gezeichnet ist, bei der eine KusterbildungsVorrichtung schema tisch angedeutet· ist, und "bei der der mittlere Teil der Webmaschine weggebrochen ist.
Pig. 12 zeigt die Bückseite der Webmaschine- bei Betrachtung derselben in Richtung des Pfeils 12 in Pig, 9, wobei der mittlere Teil der Webmaschine weggebrochen ist.
Pig. 15 ist ein vergrößerter senkrechter Schnitt längs der Linie 13-13 in.Pig« 11, bei dem bestimmte Teile fortgelassen sind, und der insbesondere die Vorrichtungen zum Betätigen des Rietblatts und der Schaftlitzen zeigt»
.Pig. 14 ist eine perspektivische-Teildarstellung der Rietblatt-Betätigungsvorrichtung nach Pig. 13 und der im mittleren oberen Teil von Pig. 9 gezeigten Vorrichtung zum Aufwickeln der Ware und zum Verlagern des Warenrandes.
Pig. 15 zeigt in einer perspektivischen Teildarstellung eine Vorrichtung, mittels deren die Plorgarn-Schneidevorrichtung senkrecht in ihre Arbeitsstellung gebracht aus ihr entfernt wird«
Pig. 16 zeigt in einer perspektivischen Teildarstellung weitere Einzelheiten der Vorrichtung nach Pig. 9 und 14 zum Verlagern des Warenrandes.
Pigo 17 zeigt; perspektivisch eine Vorrichtung., mittels deren den Messern der Schneidevorrichtung'in Verbindung mit der Vorrichtung nach Pig. 15 eine Bewegung in der Schußrichtung erteilt werden kann. . .
Pig. 18 zeigt in einer perspektivischen leiMärstellung weitere Einzelheiten der im unteren mittleren Teil von Pig. 13 gezeigten Vorrichtung: zum Betätigen &&r Schaft-
litzen«, ; :. ' ■:.-. : ."■ ν ■-...
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Fig. 19 ist eine perspektivische Teildarstellung: der Vorrichtung zum Betätigen des .in Fig. 2 gezeigten Drahtes zum Abweisen der Flornoppen. - .
Fig. 20 zeigt perspektivisch in einer Teildarstel- ' lung die Vorrichtung, mittels deren die Florgarngreifer hin- und herbewegt werden« . ■
Figo 21 ist eine perspektivische Teildarstellung der Florgrangreifer, die dem mittleren Teil von Fig. 13 ähnelt ;-.-"·. und die Vorrichtung zum Offnen und Schließen der Greifer zeigt. "" ■■-■■'. /: ": . _■■■■■.:
Fig. 22 zeigt in einer perspektivischen Teiläarstel- : lung die Schneidevorrichtung· , ...._"
Gemäß Fig. 1 Ms 6 umfaßt die erfindungsgemäße Greiferwebmaschine zum Durchführen des Verfahrens nach der Erfindung im wesentlichen eine hin-und herbewegbare Anschlagvorrichtung "bzw. ein Rietblatt 24*.eine ortsfeste, mit"". """-.':" Zacken versehene Hasenstange 25» eine zum Einführen von . ' Schußfäden dienende Vorrichtung oder Nadel 26 und eine in Fig. .13 und 18 dargestellte Fachbildungsvorrichtung bzw. .""".-■·:'. Schaftlitzen 27, die auf eine im wesentlichen bekannte Wei- : se mit Hilfe, einer der Erfindung eigentümlichen Vorrichtung- ■ betätigt werden, um eine Basis oder Unterlage 30[für ein ; V insgesamt mit 31 bezeichnetes Florgewebe zu weben, wobei $e-doch das Rietblatt 24, die Stange 25, die Nadel 26 und die Schäftlitzen 27 so angeordnet, sind, daß sich das Gewebe von der Yfarenkante und der Nasenstange 25 aus allgemein in senk- V. rechter Richtung, und zwar im vorliegenden Fall nach oben ' _;.".' bewegt» Ferner sind das Rietblatt 24, die Nasenstange 25*, die Schußgarnnadel 26 und die Schaftlitzen 27 insbesondere so angeordnet, daß sie gemäß Fig. 1, 3 bis . 6, -13, 20 und 21* mit einer in der Schußrichtung.verlaufenden Reihe von eng nebeneinander angeordneten Florgarngreifern 35» einer In: der Schußrichtung verlaufenden Reihe von stehend angeordneten, durch einen Musterapparat gesteuerten I1IOfgarnwählern
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36, einer Vorrichtung 37 zum Zerschneiden oder Durchtrennen des Florgarns und einem Draht 38 zum Abweisen der Noppen zusammenarbeiten können; alle diese Teile arbeiten zusammen, um Florgarnabschnitte von vorbestimmter Länge aus den gewählten Florgarnen P zu erzeugen und diese, in Gestalt von im wesentlichen U-förmigen l'lorgarnnoppen T in das G-runägewebe 30 einzuführen. Die Greifer 35 belegen sich gemeinsam gegenüber den Wählern hin- und her bzw»" in Richtung auf eine Garngreif Stellung und von diester weg. Jeder Yorwärtshub der Greifer 35, der sich gemäß Fig. 1 und Fig. 3 bis 6 von links nach rechts abspielt, kann als "Hub zum Zurückziehen und Einführen des Florgarns" bezeichnet werden, während man jeden Hub in der entgegengesetzten Richtung als "Rückführungshub" bezeichnen kann.
Das Rietblatt 24, die Fasenstange 25, die Nadel 26 flür das Schußgarn, die Schaftlitzen 27, die Greifer 35 und die Wähler 36, die vorstehend beschrieben wurden, sind bekannt und können jeweils auf bekannte VJeise ausgebildet sein* Jedoch werden diese ^eile gemäß der Erfindung auf eine neuartige Weise angeordnet, gelagert und betätigt, so daß erstens die Greifer 35 während des betriebs der Webmaschine ständig teilweise in den Lücken des Rietblatts und in dem li-ettgarnfach angeordnet sind, daß zweitens der vordere Endabschnitt jedes Florgarns durch die Greifer 35 festgehalten und in der Bahn des sich nach vorn bzw. nach oben bewegenden Rietblatts 24 angeordnet wird, während das Abtrennen von Florgarnabschnitten von vorbestimmter Länge von den Florgarnen P stattfindet, daß drittens jeder Hub der Greifer nicht länger zu sein braucht als die Länge der zugeschnittenen Florgarnabschnitte, aus denen die Noppen gebildet werden sollen, und daß viertens die Greifer daher nur ziemlich kleine Bewegungen auszuführen &aben,' so daß die Yfebmaschine im Vergleich zu der bei bekannten Greiferwebmaschinen zulässigen Arbeitsgeschwindigkeit mit einer relativ hohen Geschwindigkeit betrieben werden kann·
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Es sei bemerkt, daß die Yf ebmas chine nur für die Zwecke der Beschreibung so beschrieben wird, als wenn die rechte Seite der Vfebmaschine in Fig. 9 das vordere Ende der Maschine bildete, wobei die Schußfäden G für das Grundgewebe in · das vordere Ende der Maschine eintreten, während die Florgarne P in das hintere Ende der Maschine eintreten.·χ Gem-ß _ Pig. 1, Mg. 3 bis 6 und Pig. 13 sind das Hietblatt 24 und ; die Greifer 35 z.3. vor den Wählern 36 und der Schneidevorrichtung 37 angeordnet» Soweit jedoch das Rietblatt 24 und die Nasenstange 25 in Betracht kommen, kann man jeden Anschlaghub des Rietblatts 24 als einen "Yorwärtsiiub" gegenüber der Nasenstange 25 und dem V/arenrand des Gewebes 31 P betrachten, obwohl sich gemäß den Zeichnungen das Rietblatt ■ 24 nach oben und hinten längs einer geneigten Bahn gegenüber dem Boden F des Maschinensaals bewegt, wenn es einen Anschlaghub ausführt.
Die bis jetzt beschriebenen Bauteile umfassen wesentliche Teile, die beim Weben des eriindungsgemäßen. Florgewebes eine Rolle spielen, doch werden die diesen, wesentlichen Teilen zugeordneten Betätigungsvorrichtungen zusammen mit einer Vorrichtung zum Verstellen der v/arenkante und anderen Konstruktionen weiter unten näher beschrieben«, ^aher soll nachstehend zunächst eine kurze BesChreibTang ^e^" Wirkungsweise der vorstehend erwähnten wichtigen !Seile gegeben werden, so daß die sich daran anschließende eingeiiendere 3e- * Schreibung leichter verständlich ist.
Im folgenden wird zunächst das Verfahren beschrieben, das mit Hilfe der erfindungsgemäßen Greiferwebmaschine durchgeführt wird. Am Beginn jedes 360° umfassenden Zyklus zum Erzeugen einer Flornoppe, d.h. gemäß Fig« 8 bei 0°, kann angenommen werden, daß der 7/arenrand des vorher gewebten Florgewebes 31 gemäß Fig. 6 gegenüber der Anschlaglinie B des Rietblatts 24 eine anomale vordere bzw. obere Lage einnimmt. Die Florgarnwähler 36 sind in einem solchen Abstand von der äußeren oder, hinteren FläcHe der gegenüber der Bahn des
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Riefblatts 24 allgemein weiter vorn und außen angeordnetj daß die vorderen Enden der gewählten Florgarne P in einer "bestimmten in der Schußrichtung verlaufenden Reihe dann un-.. ter einem Abstand nach außen gegenüber demnPünkt angeordnet sind, an dem die Anschlaglinie B die äußere fläche der Nasenstange 25 schneidet, wobei dieser Abstand etwa gleich der gewünschten Länge der Florgarnabschnitte oder etwas größer als die länge der Florgarnabschnitte ist, aus denen die Flornoppen T in dem (Jundgewebe 30 gebildet werden» Ferner kann angenommen werden, daß die gelenkig miteinander verbundenen Backen, d*h. die ortsfeste Backe 35a und die bewegliche Backe 35b der Greifer 35 eben dabei sind, ihre in Fig. 6 gezeigte geöffnete Stellung einzunehmen, um die. vorderen Enden der Noppen einer vorher gebildeten Reihe freizugeben, und daß sie ihre Rückwärtsbewegung bzw. den Rückwärt shub in Richtung auf die Wähler 36 beginnen.Die Reihenfolge der Arbeitsschritte kann dann im wesentlichen der folgenden Beschreibung entsprechen. .
1) Das Rietblatt 24 bewegt sich nach hinten bzw. unten von dem Warenrand des Gewebes 31 weg, wenn sich die,Greifer 35 öffnen und ihren Rückwärtshub fortsetzen, bis die freien Enden der Backen 35a. und 35b die vorderen Enden der zugehörigen Florgarne P übergreifen, wie es in Fig. 6 gezeigt ist. Der Haltedraht 38, der sich gemäß Fig. 2 längs einer nahezu rechteckigen Bahn bewegt, nißinrt im wesentlichen seine höchste Stellung gegenüber dem Riei"24 ein und bewegt sich aus dem Raum zwischen den benachbarten Schenkeln der vorher erzeugten beiden letzten Reihen von Noppen nach. außen heraus, während sich das Gewebe nach oben bewegt,
2) .. Etwa in dem Zeitpunkt, in welchem das Riet 24 seine hinterste bzw. tiefste Stellung erreicht, werden die Greifer 35 geschlossen, damit die .vorderen Endabschnitte der entsprechenden Florgarne zwischen den Backen 35a und 35b eingespannt werden. Während sich die Backen 35a μη& 35b schließen, um die Florgarne zu erfassen,'bewegt sich der Waren» rand des Gewebes 31 noch nach oben, und der Haltedraht 38
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; . . - 12 - . ■■■.'■"■-.".■-bewegt sich nach unten, bis er gegenüber der Hasenstange 25 gemäß Jig. 1 im wesentlichen seine unterste und äußerste Stellung erreicht hat^ wie es auch.im rechten unteren = Teil von Fig. 2 angedeutet ist« Hierbei biegt der Mältedraht''-■ die Flornoppen der zuletzt gebildeten Reihe um, und er bewegt sich an dieser Reihe vorbei nach uuten.
3) Nunmehr bewegen sich die Greifer 35 von den V/ahlern 36 weg, d.h. sie führen ihren Torwärtshub zum Einlegen der l· Flornoppen aus, und ziehen die entsprechenden Florgarne 3? durch die Wähler 36 hindurch, während sie die vorderen Endabschnitte der Florgarne nahe der Anschlaglinie B und in der. . Bahn des Riets 24 anordnen. \7ährend des zum Einführen der Flornoppen dienenden Hubes der Greifer 35 bewegt sich der Warenrand des Gewebes 31 nach unten in Richtung auf die An-\ schlaglinie B und etwas über diese hinaus, wie es in Figo 3 gezeigt ist, während sich der Haltedraht 38 ebenfalls nach innen gegen die äußere Fläche der ITasenstange 25 bewegt, so daß er die zuletzt gebildete Reihe von Foppen erfaßt und diese Noppen nach oben umbiegt, um zu gewährleisten, daß die. Noppen dieser zuletzt gebildeten Reihe nicht in die Bahn der Greifer 35 hineinragen und das einwandfreie Arbeiten der"' " Greifer stören; dann werden die Florgarnabschnitte durch die Yfähler 36 hindurch gezogen.
4) Me Grundkettgarne G, die sich durch die Schaft- · litzen 27 erstrecken, werden dann begonnen haben, sich;in die in Fig. 4 gezeigte Fachschließstellung zu bewegen, '; '" nachdem sie vorher gemäß Fig. 1 die Fachöffnungsstellung eingenommen haben, doch da das Fach immer noch im we sent-* ; liehen offen ist und die Greifer 35 außerhalb der Bahn des Sehußnadelstabes 26 angeordnet sind, kann sich der" Hadel- ,; stab .26 in das Grundkettfach hinein und dann wieder aus .ihm heraus bewegen und einen Schuß bzwν einen doppelten Schuß-; garnabschnitt W (Fig. 7) in das Fach unterhalb der .freien Enden der Greifer 35 und vor dem Riet '24 einführene
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5) ' Während des Einfahrens des Schußgarns in das Grundkettfach mit Hilfe der nadelstange 26, und während die vorderen Enden der i'lorgarne noch von den zugehörigen Greifern
35 festgehalten werden, wird die Schneidvorrichtung 37, die
in unmittelbarer Nähe der vorderen Stirnflächen der Wähler
36 oder in Anlage daran angeordnet ist, betätigt, um die Florgarne innerhalb der Reihe zu durchschneiden, die dann die gewählte Lage einnehmen, so daß Florgarnabschnitte von vorbestimmter länge erzeugt werden.
6) Dann bewegt sich gemäß Fig. 4 das Riet 24 nach oben, und hierbei bewegt sich auch die Ware nach oben, um die Warenkante etwa in dem Zeitpunkt, in dem das Riet seine Anschlagstellung erreicht, im wesentlichen an der normalen Anschlaglinie B anzuordnen. Während sich das Gewebe nach oben bewegt, bewegt sich auch der Haltedraht 38 nach oben, um weiterhin die Aufgabe zu erfüllen, die vorher gebildete Reihe von Flornoppen außerhalb der Bahn der nunmehr zu bildenden Reihe von Flornoppen zu halten. Wenn sich das Riet in seine Anschlagstellung bewegt, nehmen gemäß Fig. 4 die freien Enden der Greifer 35 eine Stellung ein, in der sie sich etwas außerhalb oder hinter der Ebene der Außenfläche der üasenstange 25 befinden. Somit nehmen die freien Enden oder Schnäbel der ü-reifer 35 eine Stellung zwischen benachbarten Grundkettfäden G ein, wenn das betreffende Schußgarn über die Enden der Greifer 35 hinweggleitet, während sich das Riet 24 in seine äußerste Anschlagstellung bewegt.
7) Gemäß Fig. 4 sind die freien Enden der Greifer 35 dann, wenn sie am Ende eines Hubes zum Einführen von Florgarnen vollständig zurückgezogen worden sind, eine Stellung in dnem vorbestimmten Abstand unterhalb der Anschlaglinie B des Riets 24 ein. Wenn das Schußgarn über die freien Enden der Greifer 35 gleitet, bewegt es sich in Berührung mit den abgeschnittenen I'lorgarnstücken, so daß es die freien hinteren Enden der abgeschnittenen Florgarnstttcke von den Wählern 36 weg bewegt, während es schließlich an die mittleren !'eile der Florgarnabschnitte angeschlagen wird, um die Flor-
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noppen im wesentlichen in das Grundgewebe einzubinden,, Gemäß Fig. 2 verhindertbeine lippe 25a am unteren 'J-'eil der Nasenstange 25, daß das Schui3garn von der Nasenstange abgleitet, während es über die Greifer 35 hinweg gleitet.
8) Das Kreuzen der" Grundkettfäden G- im ."Verlauf eines Fachwechsels wird im wesentlichen beendet, wenn das Riet 24 seine volle Anschlagstellung erreicht, woraufhin das Riet beginnt, sich nach hinten "bzw. nach unten zu bewegen, während die Greifer 35 beginnen, ihren Hilckwärtshub nach hinten auszuführen. Auch die Schneidevorrichtung 37 wird nach fe unten zurückgezogen und aus der Bewegungsbahn der freien Enden der Greifer 35 entfernt? der ϊ/arenrand des .".Gewebes31 kann kurzzeitig seine lage beibehalten.
9.) Während jedes Rückwärtshubes der Greifer 35 und etwa in dem Zeitpunkt, in dem ihre freien Enden eine Stellung erreichens bei der die beiden Schenlcel jeder Flornoppe in . der entsprechenden Reihe die gleiene länge haben, und während die unteren Schenkel der entstehenden Flornoppen nach at;ßen in Richtung auf die Wähler 36 bewegt werden, so daß die Uoppen eine im wesentlichen U-förmxge Gestalt erhalten, werden gemäß Fig. 5 die beweglichen Backen 35b von den feststehen- ■_. den oberen Backen 35a nach unten abgehoben, so daß die zugehörigen Florgarnabschnitte freigegeben werden, um die Bildung der betreffenden Keine von Flornoppen T zuendezufuhren. Ferner beginnt dann das. Gewebe 31, sich nach oben zu bewegen, um schließlich den V/ärenrand genügend weit nach oben zu verschieben, so daß Gewähr dafür besteht, daß die betreffende Flornoppenreihe von den Greifera frei ist, und um ferner sicherzustellen, daß die zuletzt gebildete Reihe von Noppen genügend weit nach oben bewegt worden ist, so daß sich der Haltedraht 38 nach unten bis unterhalb der unteren Schenkel der zuletzt gebildeten iloppen bewegt, wäh-L%- -■""■ rendi'das nächste Arbeitsspiel zum Erzeugen von Noppen durchgeführt wird.
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Es sei bemerkt, daß während des vorstehend in dem Absatz 9) beschriebenen Arbeitsschritt der Zeitpunkt,. in dem die G-reifer die Florgarnabschnitte während jedes Rückwärts- r hubes der Greifer freigeben, die Höhe^ der !Toppen T oberhalb des Grundgewebes 30 und damit auch die Form der !Toppen bestimmt. Wenn die Florgarnabschnitte z.B. etwa in der Mitte eines Rückwärtshubes der G-reifer freigegeben werden, erhalten beide Schenkel jeder Hoppe etwa die gleiche SDänge, und die Höhe des Flors ist dann etwas geringer als die halbe Länge jedes Florgarnabschnitts, wenn man die Stärke des verwendeten Schußgarns berücksichtigt. Wenn die Florgarnabschnitte dagegen vor oder hinter dem Mittelpunkt der Hubstrecke der Greifer freigegeben werden, liegt es auf der Hand, daß der eine Schenkel jeder Hoppe eine größere Länge erhält als der andere Schenkel, und daß die Höhe des Flors wegen der größeren Länge eines Schenkels jeder IToppe ent- -~ sprechend größer wird. Obwohl ein kleiner Teil jedes Florgarnabschnitts praktisch während des Anschlagens um das '. Schußgarn herumgelegt wird, wird die tatsächliche Länge jedes der beiden Schenkel jeder Noppe durch die Strecke bestimmt, längs deren sich die Greifer in der Rückwärtsrichtung bewegen, bevor sie die Enden der Florgarne freigeben.,
Hiermit ist die Folge von Arbeitssehritten der verschiedenen Teile abgeschlossen, die bei der Bildung einer in der Schußrichtung verlaufenden Noppenreihe .des Gewebes 31 zur Wirkung kommen. Bei der Herstellung ei'nes einschüssigen FSorgewebes nach Fig. 7 liegt es.auf der Hand, daß die vorstehend beschriebenen Sätze von Arbeitsschritten in unrmittelbarar Fmlge wiederholt werden. Die Schußgarne können mit Hilfe eines Schützen oder das Schüßgarn tragender geschoßähnlicher Körper oder beliebiger anderer geeigneter Vorrichtungen eingetragen werden. Da der hier beschriebene erfindungsgemäße Webstuhl jedoch mit einer hin- und herbewegbaren Nadelstange zum Eintragen der Schußgärne ausgerüstet ist, umfaßt jeder Schußgarnschlag gemäß Fig. 7 äswei Schußgarnstränge.
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Bezüglich der Herstellung zweisehüssiger und drei— '■". schüssiger Florgewebe wird in diesem Zusammenhang auf die U.S.A.-Patentschriften 2 578 175 und 2 457 578 verwiesene ■derartige mehrschüssige Gewebe können ebenfalls auf dem erfindungsgemäßen Wenstuhl gewebt werden, wenn'dieser auf- ~:~-_ einfache, weiter unten erläuterte Yieise abgeändert wird. ;;;. "-..·"
Wenn ein mehrschüssiges Florgewebe gewebt wird, liegt _ es auf der Hand, daß die Greifer 55 in ihrer mittleren Stellung nach Fig. 5 im Stillstand verbleiben können, oder daß sie in ihre in Fig. 5 gezeigte hintere Stellung zurückge- "■_-'■_ führt werden können, und zwar während der Intervalle der Betätigung des Webstuhls, während welcher irgendwelche' Schußgarnschüsse in das Fach eingetragen undndurch das Riet 24\ \-- angeschlagen werden sollen, ohne daß gleichzeitig ilornoppen gebildet werden. Während des Anschlagens ;jedes Schußgarn— Schusses, bei dessen Eintragung keine !Toppen gebildet wer- / den sollen, kann der Warenrand des Gewebes 51 gegebenenfalls verlagert werden, und die Schneidevorrichtung 57 und der Haltedraht 58 können gegebenenfalls in der beschriebenen γ/eise betätigt werden, da die Verlagerung des Y/arenrandes ; und die Betätigung der Schneidevorrichtung 57 und des Haltedrahtes 58 den Webvorgang weder unterstützt noch behindert,,/ wenn keine Flornoppen .erzeugt werden. Die Schaftlitzen 27 werden auf bekannte Weise anders gesteuert, wenn Gewebe von anderer Art hergestellt werden sollen,, : '_■/'■
Nachstehend wird eine eingehendere Beschreibung der : Vorrichtungen 2um Betätigen der wesentlichen Teile des Webstuhls zur Durchführung des beschriebenen Arbeitsspiels " ' -y-_ gegeben, und es werden weitere Baugruppen des Webstuhls be- ν schrieben. * - ~ \_'_'■'" ... '
In Fig. 9 bis 15 ist das Gestell des Webstuhls, insge,- \-% samt mit 47 bezeichnet·,· es umfaßt in einem Abstand vpnein-,; -^ a.nder angeordnete seitliche Gestellteile oder Wände 45 und 46, in deren hinteren unteren Teilen eine Hauptäntriebsweile.50- und eine Häuptnocken- bzw. Hauptexzenterwelle 51 drehbar ^ ' ri:-
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gelagert sind· Die Hauptantriebswelle 50 kann so angetrieben werdenf daß sie während jedes Schußschlages des Webstuhls eine vollständige Umdrehung ausführt j zu diesem Zweck kann man einen Elektromotor oder eine andere geeignete Antriebsvorrichtung vorsehen, wie sie im unteren linken Teil von Pig. 12 bei 52 schematisch angedeutet ist. Die Antriebswelle 50 kann mit einer geeigneten, nicht dargestellten Vorrichtung verbunden sein, mittels deren der Nadelstab 26 in zeitlicher Abstimmung auf die hin- und hergehende Bewegung des Riets 24 hin- und herbewegt wirdo Die Vorrichtung zum Hin- und Herbewegen des Kadelstabes kann z.B. so ausgebildet sein, daß sie wie in dem TJ.S„A.-Patent 3 .890 725 beschrieben ist«
Ein auf der Antriebswelle 50 sitzendes Zahnrad 53 kämmt mit einem mit der Exzenterwelle 51 drehfest verbundenen größeren Zahnrad 54 derart, daß die Exzenterwelle 51 bei jedem Schußschlag und somit bei jeder Umdrehung der Hauptantriebswelle 50 eine halbe Umdrehung ausführt» Damit das Riet 24 während jedes Schußschlages des Webstuhls eine Hin- und Herbewegung ausführt, ist gemäß Pig. 12, 13 und 14 auf der Antriebswelle 50 ein Rietbetätigungsnocken oder Exzenter bzw«, eine Kurvenscheibe 56 angeordnet, mit der ein Polgeglied 57 zusammenarbeitet, das auf dem unteren Ende eines Hebels 60 angeordnet ist. Der nebel 60 ist zwischen seinen Enden bei 61 auf der Seitenwand 45 des (Je s/t eil s drehbar gelagert, -^aa obere Ende des Hebels 60 ist durch ein Gestängeglied 62 mit einem Ende eines Kurbelteils 63 verbunden. Das Kurbelteil 63 erstreckt sich nach unten und ist drehfeet mit einer Rietschwenkwelle 64 verbunden, an der zwei durch einen Abstand getrennte Rietarme 65befestigt sind, die sich, gegenüber dem Kurbelteil nach unten und hinten erstrecken. Eine lade- bzw. ein Träger 66 ist gemäß Pig«, 1,13 und 14 an den Armen 65 angebracht, und das Riet 24 ist an dem Träger 66 befestigt.
Die soeben beschriebene Rietbetätigungsvorrichtung ist so ausgebildet, daß sich die Arbeitsfläche des Riets 24 vorzugsweise unter einem Winkel von etwa 50° bis 60° gegenüber
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der Waagerechten erstrecken kann, um die aufrecht angeordneten Greifer 35 aufzunehmen, und damit sich das Gewebe 51 von der Hasenstange 25 aus im wesentlichen senkrecht nach oben bewegen kann. Die Außenfläche, der ivasenstange 25 kann im wesentlichen rechtv/inlig zur Oberseite des Riets 24 verlaufen. Gemäß Mg, 3 bis 5 erstreckt sich die hintere oder äußere Fläche der Nasenstange 25 nach oben und hinten unter' einem Winkel von etwa 60° gegenüber der V/aagerechten. Der obere Teil der ilasenstange 25 ist gemäß Fig. 1, Pig« 3 bis 6 sowie Pig. 13 und 16 an einer Tragstange oder einem Brustträger 70 befestigt, der sich über die ganze Breite des Web- Stuhls erstreckt, der von den Seitenwänden 45 und 46 getragen wird und dessen den Wählern 36 zugewandte hintere Fläche in einer im wesentlichen senkrechten Ebene liegt.
nachstehend werden die Florgarnwähler beschrieben» Wie schon erwähnt, sind die Florgarnwähler 36 in einem Abstand von der Rückseite der Uasenstange 25 angeordnet, und zwar entsprechend der Länge der zur Erzeugung der Poppen T dienenden Florgarnabschnitte· Aus Fig. 1 und Fig. 3 bis 6 ist ersichtlich, daß die vorderen Flächen der Plorgarnwähler 36 in einem Abstand von der senkrechten hinteren Fläche des Brustträgers 70 angeordnet sind, wobei dieser Abstand etwa gleich der Dicke des Florgewebes 31 einschließlich desBasis-. gewebes 30 und der Foppen T oder etwas größer ist« -
Zwar nehmen die Wähler 36 während des normalen Betriebs des Webstuhls ständig ihre aus Fig. 1 und 3 bis 6 ersichtliche, im wesentlichen senkrechte Stellung ein, doch sind sie zur Ermöglichung der Musterbildung einzeln senkrecht verschiebbar in einem aus Fig. 11 bis 13 ersichtlichen schwenkbaren Rahmen 73 gelagert, dessen oberer Teil an zwei gleichachsig angeordneten querliegenden Achsen 74 drehbar aufgehängt ist} die Achsen 74 werden von den Seitenwänden 45 und 46 des Webstuhlgestells getragen, auf denen sie verstellbar gelagert sind. Somit ist es möglich, die Wähler 36 genau in dem gewünschten Abstand von der ITasenstange 25 und entsprechend der gewümscliten Länge der Florgarnabschnitte anzu-
ordnen, die zur Bildung der Noppen T verwendet werden, und die Wähler können erforderlichenfalls durch eine Bedienungsperson zur Seite geschwenkt werden0
Zu diesem Zweck sind die voneinander abgewandten Enden der Achsen 74 gemäß Mg» 11 bis 13 jeweils in einen Klotz 75 eingebaut, der in einem zugehörigen Führungsteil 76 senkrecht verschiebbar gelagert ist« Jedes Führungsteil ist mit einer oberen Stellschraube 77 und einer unteren Stellschraube 78 versehen, deren einander zugewandte Enden mit dem zugehörigen Klotz 75 zusammenarbeiten, um die Achsen 74 in der gewählten Höhenlage zu halten. Jedes der Führungsteile 76 ist ferner durch eine Schwalbenschwanzführung mit einem waagerecht angeordneten Führungsteil 81 verbunden, so daß die Führungsteile 76 nach vorn und hinten verstellt werden können, um die Yfähler 36 entsprechend einzustellen«, Gemäß Fig. 13 sind die Jü'ührungs teile 81 an den G-esteilwänden 45 und 46 befestigt, und die Führungsteile 76 werden in der gewählten Stellung jeweils mit Hilfe von zwei Klemmschrauben 82 festgelegte .
Die Vorrichtung 37 zum Durchschneiden der Florgarne nimmt normalerweise eine untere Ruhestellung- unterhalb der freien Enden der Greifer 35 ein, doch ist sie' senkrecht beweglich, so daß sie die Florgarne P nahe den Wählern 36 durchschneiden kann, wenn sich die Greifer.35 gegenüber den Wählern 36 in ihrer vorderen oder.zurückgezogenen Stellung befinden. Die Schneidevorrichtung 37 umfaßt ein ortsfestes Bauteil 85 und ein bewegliches Bauteil. 86, das gegenüber dem Bauteil 85 in der Schußrichtung bewegbar ist. Da die Florgarne möglichst in unmittelbarer Uäherder Vorderseite der Wähler 36 durchschnitten werden müssen, können sich untere mittlere Teile der vorderen Flächen derjfifahler 36 gleitend -. an der hinteren Fläche des ortsfesten Bauteils 85 abstützen, ". und gemäß Fig. .13 werden die Wähler 36. gegenüber dem,ortsfesten Bauteil 85 durch geeignete Böcke 87 in ihrer "Lage : gehalten, die ihrerseits verstellbar mit Platten 88: verbunden
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sind, welche gegenüber den Seitenwänden 45 und 46 des Gestells nach innen ragen. ■
Jeder Wähler 36 hat die Form eines dünnen Schlittens oder Schiebers, der mit mehreren in senkrechten Abständen . verteilten Garnführungsöffnungen 92 versehen.ist, durch die die zugehörigen Florgarne P hindurchragen. Jedes Florgarn . bewegt sich hierbei auf bekannte Weise unterhalb einer-'seine Bewegung regelnden Feder 93 hindurch (Fig. 6). Gemäß den Zeichnungen ist jeder Wähler 36 so ausgebildet,'€äß er zwölf Florgarne P aufnehmen kann, die gemäß Fig. 9 und 13 von "einer geeigneten Vorrichtung, z.Bo einem schematisch angedeu-P teten Spulengatter 94 abgezogen werden können. Me durch die' verschiedenen Wähler 36 geführten Florgarne P können sich . bezüglich der Garnart und/oder ihrer Farbe unterscheiden,; ■ und durch jeden einzelnen Wähler können sich Flor garne in.--. _.-/. einer beliebigen gewünschten Anzahl (bis zu 20 öder mehr) erstrecken. Im vorliegenden Fall laufen zwölf Florgarne durch jeden Wähler 36. ; .; ;
Die verschiedenen Florgarnöffnungen 92 jedes Wählers · . 36 können wahlweise in ihre Arbeitsstellung gegenüber den .. Greifern 35 gebracht werden} zu diesem Zweck ist gemäß Figo 11 und 13 ein Musterapparat 95 und vorzugsweise ein solcher der Jacquardbauart oberhalb der Seitenwände 45 und 46. des .' Webstuhls angeordnete Getrennte Schnüre 95a erstrecken: sich ' von dem Musterapparat 95 aus nach unten und äienen dazu,-die zugehörigen Yfähler oder Schieber 36 zu heben bzw.. zu senken» Der Musterapparat 95 kann von der Hauptwelle 50 aus über eine geeignete "Verbindung angetrieben werden. Gemäß Fig. 11 und 12 sind eine Antriebskette 96 und.Kettenräder.: 97 und 98 vorgesehen, um den Mus ter apparat 95 mit der An--, triebswelle 50 zu verbinden,, . ;-·:·
Da die Wähler 36 auf bekannte Weise ausgebildet sein;--;;;-*."tw
und einzeln durch einen Müsterapparat bekannter Art, z.B»**;. "* .einen solchen der Jacquardbauart gesteuert werden können^ y : >Γ"" dürfte sich eine nähere Erläuterung erübrigene Zwar bewegt ^, ·'■
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sich der Wählerrahmen 73 während des .Betriebs des Webstuhls nicht, doch ist er gemäß Pig. 13 so aufgehängt, daß er nach dem lösen der den Böcken 87 zugeordneten'Schrauben zusammen mit den Wählern 36 als Ganzes nach hinten und oben geschwenkt werden kann, um die dem Riet 24 benachbarten Teile des Webstuhls leicht zugänglich zu machen, Nach der Beseitigung einer Störung oder dergleichen kann man den Rahmen 74 mit den Wählern 36 in seine normale Betriebsstellung zurückschvrenken und ihn wieder an den Böcken 87 befestigen.
Nachstehend werden die Vorrichtungen zum Betätigen der Schaftlitzen, für den Kettablaß und zum Aufwickeln des Gewebes beschrieben. Die Grundkettfäden G können dem: Webstuhl von einer beliebigen geeigneten Quelle aus zugeführt v/erden. Gemäß Fig. 9 werden die.Grundkettfäden G von zwei Kettbäumen 100 und 101 abgezogen, die mit Spannvorrichtungen 102 und 103 bekannter oder anderer Art ausgerüstet sind. Da solche Kettenspannvorrichtungen bekannt sind, dürfte sich eine nähere Erläuterung erübrigen. Die Kettbäume 100 und 101 sind auf senkrecht angeordneten Unterstützungen 105 gelagert, die in einem Abstand vor den Seitenwänden 45 und 46 des Web— stuhlgestells angeordnet sind«, Eine Plattform 107 für die Bedienungsperson, die in einer erheblichen Höhe über dem Boden F angeordnet ist, kann zwischen den Seitenwänden 45» 46 und den Unterstützungen 105 für die Kettbäume vorgesehen .seine
Die beiden aus den Grundkettfäden G bestehenden Scherbänder können sich von den Kettbäumen 100 und 101 aus nach hinten unter der Plattform 107 hindurch erstrecken, wo sie mit Spannrollen 110 und 111 zusammenarbeiten, von denen aus sie nach oben geführt werden* Gemäß Figo 13 sind die Spannrollen 110 und 111, die sich nicht unbedingt zu drehen brauchen, auf Armen 112 bzw· 113 gelagert, die sich nach vorn erstrecken und mit zugehörigen Sohwenkwellen 114 und 115 verbunden sind, welche ihrerseits gemäß Fig. 9 bis 11 und Fig. 13 auf den Seitenwänden 45 und 46 hin- und herdreh-; bar gelagert sind«,
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Die von den Spannrollen 110 und 111 aus nach oben verlaufenden Grundkettgarne G- werden zu einem einzigen Scherband aus Grundkettfäden vereinigt und laufen über eine zum Verstellen der Kettgarne oder der Warenkante dienende Führungsrolle 120, die auf den Seitenwänden 45 und 46 um eine feste Achse hin- und herdrehbar gelagert ist.. Ferner sind ' -Arme 121 vorgesehen, die von der Führungsrolle 120 aus nach unten ragen und mit ihren unteren Enden mit einer Stange zum Verschieben der Kettgarne bzw. der Warenkante verbunden sind, welche sich an den Grundkettfäden an einem Punkt zwischen der oberen Spannroll« 110 und der Führungsrolle 120 \ abstützt.
Yonder Führungsrolle 120 q.us laufen die Grundkettfäden G nach oben und hinten unter einem Winkel,, und die beiden Scherbänder erstrecken sich vorzugsweise durch ge- ; \: trennte Schaftlitzen 27, so daß Kettgarnfächer gebildet werden können, jenseits deren die Kettgarne zu der Warenkante des Gewebes 31 verlaufen. Die Schaftlitzen 27 können durch eine beliebige geeignete oder bekannte Vorrichtung betätigt werden, obwohl sie unter einem Winkel von etwa 50° bis etwa 60° gegenüber der Waagerechten angeordnet sind, so daß sieh
Grundkettgarne im wesentlichen rechtwinklig zur Anschlag-, fläche des Riets 24 erstrecken, und zwar etwa in dem Zeitpunkt, in dem sich die. Grundkettgarne während jedes Fachwechsels kreuzen.
Gemäß Fig. 11, 13 und 18 sind die Schaftlitzen 27 in im wesentlichen rechteckige Schaftlitzenrahmen 125 und 126 eingebaut, die geradlinig verschiebbar in zwei durch einen Abstand getrennten U-Profilen 127 geführt sind, welche gemäß Fig. 11 und 13 durch die Seitenwände 45 und 46 unterstützt werden und von diesen aus nach innen ragen. Zwar zeigen die Zeichnungen nur zwei Schaftlitzenrahmen oder Gruppen von Schaftlitzen, doch sei bemerkt, daß man auan zusätzliche Sohaftlitzenrahmen oder Gruppen von Schaftlitzen verwenden kann, wie es bei der Herstellung von mehrschüssig gewebten Florgeweben erforderlich ist· Gestängeglieder 130
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und 131 verbinden die unteren Enden der Schaftlitzenrahmen 125 und 126 mit den ihnen gegenüber liegenden Enden der zugehörigen Schwenkhebel 132 (Fig. 10, 12 und 16)j gemäß Fig. 11 und 12 sind zwei solche Schwenkhebel 132 vorgesehen,,
¥ie am besten aus dem unteren Teil von Fig. 12 ersichtlich, sind die Schwenkhebel 132 drehfest mit einer Schaftlitzen-Schwenkwelle 133 "verbunden, die in am Boden F befestigten lagern 134 gelagert ist. Gemäß Fig. 9, 10 und 18 ragt ein Ende der Schwenkwelle 133 durch die Seitenwand 46 des Gestells nach außen und trägt eine mit ihm drehfest verbundene Kurbel 135o Gemäß Fig» 18 erstreckt.sich von der Kurbel 135 aus ein Gestängeglied 136 nach oben, und dieses Gestängeglied verbindet den Kurbelarm 135 mit einem Ende eines Folgehebels 137, dessen anderes Ende auf einer Welle T40"; gelagert ist, die ihrerseits in der Seitenwand 46 und eiäem Säulenteil 141 gelagert ist„Gemäß Fig» 18 trägt der mittlere Teil des Hebels 137 ein Folgeglied 137a, das mit einem Geschirr- oder Schaftlitzennocken 142 zusammenarbeitet,der mit der Nockenwelle 51 drehfest verbunden ist. Da die Nockenwelle 51 bei je zwei Schußschlägen des Y/ebstuhls- eine Umdrehung ausführt, ist es ersichtlich, daß die Schwenkwelle 133 bei ;jedem zweiten Schußschlag des Y/ebstuhls in der; einen Richtung gedreht wird, -und daß sie bei den dazwischen liegenden Schußschlägen in der entgegengesetzten Richtung gedreht wird, so daß die Schaftlitzen 27 so bewegt werden, daß ein Fachwechsel während jedes Schußschlages oder bei bestimmten Schußschlägen des Webstuhls bewirkt wird»
Gemäß Fig. 13 erstreckt sich das Florgewebe 31 von dem· Brustträger 70 aus im wesentlichen senkrecht nach oben und läuft teilweise über eine durch Reibung zur Y/irkung kommende Aufwickelwalze 150, die vorzugsweise als mit Dornen bestückte Walze ausgebildet ist„ Yon der Aufwickelwalze 150 aus läuft das Gewebe 31 unter einer ersten Führungsrolle 151 hindurch, dann über geeignete Unterstützungen 152, 153, hierauf unter einer weiteren Unterstützung154 hindurch und Schließlich über eine weitere Umlenkrolle 155, wie es in ilg* 9
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gezeigt ist. Die Aufwickelwalze 150 ist in den oberen Teilen der Seitenwände 45 und 46 des Gestells gelagert, während die Umlenkrollen 151 und 155 auf-zwei erhöht angeordneten Gestell;teilen 156 gelagert sind» die mit den Seitenwänden 45 und 46 verbunden sind und sich von deren oberen vorderen
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Ecken aus nach vorn erstrecken· Die Unterstützungen oder Tragstangen 152, 153 und 154erstrecken sich zwischen den erhöht angeordneten Gestellteilen 156, an denen sie befestigt sindo Die vorderen Enden der Gestellteile 156 werden von Ständern 157 getragen, die sich am Boden F abstützen können, und in denen die Enden einer das Gewebe aufnehmenden Rolle 160 drehbar gelagert sindo
Das Gewebe lauft von der Umlenkrolle 155 aus nach Unten und kann mit der Hand oder durch eine nicht dargestellte Vorrichtung, die die Rolle 160 mit einem angetriebenen Teil des Webstuhls verbindet, zu einer Rolle 160 aufgewickelt werden. Man kann s„B, eine durch eine Ratsche betätigten Reibungsantrieb mit der Geweberolle 160 verbinden, so daß die Holle immer dann um einen Schritt gedreht wird> wenn das Gewebe einen ausreichenden Durchhang aufweist! wenn das Gewebe jedoch gespannt ist, dreht sich der durch die Ratsche betätigte Reibungsantrieb einfach gegenüber der Geweberolle 160» Eine solche durch eine Ratsche oder Klinke au betäti- > gende Reibungsantriebsvorrichtung könnte mit einer beliebi« gen angetriebenen Welle des Webstuhls verbunden seinj da solche Reibungsantriebe bekannt sind, dürfte sich eine weitere Erläuterung erübrigen·
Die Aufwickelrolle 150 wird gemäß Pig* 9, 11» 12, 14 und 16 durch eine Hauptaufwickelvorrichtung 165 und eine Hilfsvorrichtung bzw« eine vorherrschend zur Wirkung kommende Torrichtung 166 zum Verschieben dee Gewebes angetrieben; diese beiden Vorrichtungen sind jeweils in Form eines Klinkengesperres ausgebildet. Die Hauptauf wickelvorrichtung 165 dient dazu, das Gewebe während jeder Ansehlagbewegung des Riets 24, d.h. bei jedem Schußschlag des Webstuhls, entsprechend der Breite eines Garnschusses nach oben zu bewegen,
während die Hilfsaufwickelvorrichtung 166 in Verbindung mit .der Hauptaufwickelvorrichtung 165 dazu dient, das Gewebe31 kurzzeitig um bis zu etwa 12,5 mm oder mehr tyber die!-Aufwickelrolle 150 hinweg zu bewegen und die Rolle 150 dann freizugeben, so daß die in Fig. 10,, 11, 13 und 16 gezeigte Stange 122 zum Verschieben der.Kettgarne die Grundkettgarne G gemäß Fig. 13 nach unten ziehen kann, damit der Warenrand des Gewebes eine Stellung an der Anschlaglinie B (Figo 1 und 3 bis 6) des Riets 24 oder etwas unterhalb der Anschlaglinie einnehmen kann, wie es weiter oben beschrieben ist«.
Da die Rietschwenkwelle 64 bei jedem Schußschlag des Webstuhls eine Hin- und Herbewegung ausführtf wird gemäß Fig» 14 das Hauptklinkengesperre 165,von der Schwenfcwelle aus angetrieben. Gemäß Fig. 14 sitzt das Sperrad16? des Hauptantriebs 165 fest auf einer Zwischenwelle 170, die im oberen Teil der Seitenwand 46 gelagert ist und ein Ritzel 171 trägt, das mit einem Hauptaufwickelzahnrad 172 zusammenarbeitet, welches lose auf einem einen kleineren Durchmesser aufweisenden Endabschnitt der Aufwickelrolle 150 angeordnet isto Mit dem Sperrad 167 arbeiten eine unter Federspannung stehende Halteklinke 174 und eine unter Federspannu ng stehende Antriebsklinke 175 zusammen, die auf einem Arm 176 drehbar gelagert sind9 welcher auf der Welle 170 drehbar gelagert ist· Sin insgesamt mit 177 bezeichnetes Gestänge verbindet gemäß Fig. 11 und 14 den Klinkentragarm 176 mit einem Kurbelarm 180? der drehfest mit dem entsprechenden Ende der Schaftlitzen-Schwenkwell© 64 verbunden ist„ Man erkennt somit 9 daß das Aufwickelzahnrad 172 gemäß Fig9 14 während jedes Anschlaghubes des Riets 24 im Uhrzeigersinne um einen Schritt gedreht wird,
> Die Hilfsklinkenvorriohtung 166 umfaßt ebenfalls ein t Sperrad 1858 das drehfest mit dem zugehörigen, einen kleineren Durchmesser aufweisenden Endabschnitt der Aufwiokelwalze 150 verbunden ist, und mit dem gemäß Fig. 9 und .16 eine oder mehrere unter Federspannung stehende Sperrklinken 184 zusammenarbeiten! gemäß Fig. 16 sind drei Klinken 184
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vorgesehen» Diese Klinken sind auf einem Arm185 .gelagert, der nahe dem Sperrad 183 auf der Walze 150 drehbar gelagert istj und mit dem gemäß Figo 9 und 16 das obere Ende eines Gestängegliedes 186 gelenkig verbunden ist.
Gemäß S1Ig. 10 und 16 ist das untere Ende des Gestängegliedes 186 mit dem vorderen Ende eines Kurbelarms 190-verbunden, dessen hinteres Ende drehfest mit einer relativ kurzen Welle 191 verbunden ist, welche in an einem Auslegerteil des Gestells 47 befestigten lagern 192 gelagert isto Mit der Welle 191 ist ferner der mittlere Teil eines Folgearms 193 drehfest verbunden^ und das hintere Ende des BOZge*» , arms 193 trägt ein Polgeglied 194-, das mit einem fest mit der Nockenwelle 51 verbundenen drehbaren Kurvenstück oder Exzenter 195 zusammenarbeitet? mittels dessen die ¥arenkante bewegt werden kann. Gemäß Figo 16 hat das Kurvenstück .195 zum Bewegen der Warenkante eine symmetrische Porms denn die Nockenwelle 51 führt während jedes Schußschlages des Yiebstuhls eine halbe Umdrehung aus s und der Warsnrand des Gewebes 31 v/ird während jedes Schußschlages bzw0 während jedes Arbeitsspiels sum Erzeugen einer Noppenreihe auf die Anschlaglinie B des Mets 24 zu und von dieser weg bewegt«,
Da das Sperrad 183 fortschreitend in normalen Schritten gedreht werden muß, damit das Gewebe 31 während jedes Schußschlages des Webstuhls um einen normalen Schritt bewegt wirdy und zwar auch dann9 wenn das Hilfsgesperre-1.66 das Gewebe mindestens während jedes Arbeitsspiels zur Erzeugung von Noppen längs einer erheblichen Strecke bewegt, ist gemäß Pig. 14 das Aufwickelzahnrad 172 lose auf dem einen kleineren Durchmesser aufweisenden Ende der Aufwickelwalze 150 ange- ; ordnet, doch ist dieses Sahnrad mit einem kreisbogenförmig gekrümmten Schlitz 196 versehen3 · dsr in einem radialen Ab= stand von der Achse des Zahnrades 172 und konzentrisch mit diesem angeordnet ist« In den Schlitz 196 greift mit .lockerem Sitz ein Achsstummel bzw» eine Stange 197 ©±Bj die fest in das Sperrad 183 eingebaut ist und sich von diesem aus parallel zur Achse der Aufwickelwalze 150 erstreckto
Jedesmal dann, wenn gemäß Pig. 10 und 16 eine der beiden einander diametral gegenüber liegenden, auf einem größeren Radius angeordneten flächen-, des Warenrand-Versteil« Kurvenstücks 195 mit dem Polgeglied 194 zusammenarbeitet, wird somit das Gestängeglied 186 zusammen mit dem Arm 185 und den Klinken 184 nach oben bewegt, um eine Winkelbewegung des Sperrades 183 und der Aufwickelwalze 150 im Uhrzeigersinne herbeizuführen, so daß das Gewebe in der Aufwickelrichtung bewegt wird. Da sich jedoch die Stange 197 dann gemäß Pig. 14 längs des Schlitzes 196 und gegenüber dem Aufwickelzahnrad 172 im Uhrzeigersinne bewegen kann, erteilt das Sperrad 183 dann während des entsprechenden Schußschlagea des Webstuhls auch dann keine Bewegung im Uhrzeigersinne, wenn es die Walze 150 auf eine nicht normale Weise dreht« Jedoch bewirkt das Hauptg-esperre 165, daß das Aufwickelzahnrad 172 während der nicht normalen Drehung der Aufwickelwalze 150, die bei jedem Schußschlag des Webstuhls auftritt, um einen normalen Schritt gedreht wird» Wenn danach die Walze 150 und das Sperrad 183 in der entgegengesetzten Richtung gedreht werden, bewirkt aas hintere Ende des Schiitaes 196, daß die Walze 150 in einer anderen Stellung zur Ruhe ig* kommt, als in derjenigen, die sie einnahm» bevor das Sperrad ψ 185 zum letzten Mal in der Yorwärtsrichtung angetrieben wurde ο
Die Grundkettgarne G werden während jeder nicht normalen Drehung der AufwiekelwaXse 150 in der Torwarts- und der Rückwärtsrichtung mit Hilfe des"Riete 24 und der Schaftlitzen 127 nach oben und unten "bewegt, Gemäß fig. 10 und 16 ist eine an der Stange 120 eis Kurbelarm SOO befestigt,der mit dem vorderen Ende des Polgearms 193 durch ein Gestängeglied 201 verbunden ist, so. daß sich dann, wenn sich die Klinken 184 wirkungslos nach uaten bewegen, die Stange 122 zum Verlagern der Kettgarne bzw. des Warenrandes nach vorn gegen die Grundkettgarne G bewegt» um diese nach vorn zu verlagern und so die Grundkettg&r&e und das florgewebe 31 zurückzuziehen» .
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Hierbei wird der Aufwickelwalze 150 und dem Sperrad 183 eine Drehbewegung entgegen dem Uhrzeigersinne erteilt, bis die Stange 197 wieder am hinteren Ende des Schlitzes des Aufwickelzahnrades 172 anliegt. Gleichzeitig führt die ·. ■Verlagerung der ü-rundkettgarne gegenüber ihrer normalen Bahn durch die Stange 122 dazu, daß das Bestreben besteht», die. Spannrollen 110 und 111 nach oben zu bewegen· Jedoch sind den Spannrollen 110 und 111 Gewichte 214 (Fig. 11) zugeordnet, die nur eine sehr begrenzte Aufwärtsbewegung der Spannrollen zulassen und gewährleisten, daß die Grundkettgarne G und das Gewebe 31 um den gewünschten -Betrag in der Rückwärts« richtung bewegt werden« Wenn die Grundkettgarne G durch die Spannvorrichtungen 102 und 103 der gewünschten Spannung ausgesetzt werden, bewegen sich, die Spannrollen 110 und 111 nur wenig oder Überhaupt nicht, während die nicht normale Vorwärts- bzw. Aufwärtsbewegung und die Rückzug- oder Rück·- wärtsbewegung der Grundkettgarne G und des Gewebes 31 herbeigeführt wird«
Gemäß Fig. 9 und 10 sind die Gewichte 214 an umgekehrt angeordneten, im wesentlichen 3j-f örmigen Kurbelteilen 205 und 206 aufgehängt, die drehfest mit den zugehörigen Enden der Schwenkwellen 114 und 115 verbunden sind» Wenn gemäß Fig* 9, 10 und 16 das Kurvenstück 195 zum Bewegen des Warenrandes beginnt die Stange 122 zum Bewegen des Warenrandee nach hinten bsw. von rechts nach links zu bewegens liegt es auf der Hand, daß sich hierbei die Spannrollen 110 und 111 nach unten bewegen können, so daß sie zur Anlage an den entsprechenden Scherbändern der Grundkettgarne G kommen, während das normale Aufwickeln des Gewebes 31 und der Grundkettgarne G durch die Aufwickelwalze 150 in der vorstehend beschriebenen Weise bewirkt wird·
Wenn sieh gemäß Fig. 10 die Stange 122 nach hinten bewegt und die Aufwickelwalze 150 in der nicht normalen Richtung gedreht wird, veranlassen die Gewichte 214 immer noch, daß die Spannrollen 110 und 111 die ^rundkettgarne G unter Spannung in Anlage an der siöh nach hißten bewegenden Stange
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122 halten· Wönn die Grundkettgarne G zwischen den Spannrollen 110, 111 und dem Warenrand nicht genügend lang sind, um die länge des Gewebestücks auszugleichen, das in der nicht normalen Weise durch die Aufwickelwalze 150/bewegt wird, können sich die Spannrollen 110 und 111 infolge der Spannung der Grundkettgarne G nach oben bewegen, so daß die Spannvorrichtungen 102 und 103 dann fortfahren, die G-rundkettgarne unter der normalen Spannung zu halten»
Im folgenden wird die Wirkungsweise des schon erwähnten Haltedrahtes 38 näher erläuterte Wie schon erwähnt, bewegt sich der Haltedraht 38 gemäß Fig. 2 längs einer annähernd rechteckigen Bahn, während ein Arbeitsspiel zur Bildung einer Reihe von Noppen durchgeführt wird, und er dient dazu, die zuletzt gebildete Reihe von Noppen T außerhalb der Bahn der Greifer oder Schnäbel und der zugehörigen Florgarne zu halten, während eine in der Schußrichtung verlaufende Noppenreihe erzeugt wird. Gemäß Pig« 9, 10, 12 und 19 ist eine Vorrichtung vorgesehen, mittelsderen der Haltedraht 38 nach vorn und hinten sowie nach oben und unten bewegt werden kann· Diese Vorrichtung zum Betätigen des Haltedrahtes umfaßt zwei fest auf der Hauptantriebswelle 50 siiaende Exzenter oder Nocken 220 und 221, die auf der Außenseite der Gestellwand 46 und in einem. Abstand von dieser angeordnet sind (Figo .10).. Die Nocken 220 und 221 arbeiten mit Folgegliedern 222 bzw. 223 auf Bewegungsabnahmearmen bzw. 225 zusammen, daren hintere Enden gemäß Fig» 10 und 12 ebenfalls auf der Achse 140 drehbar gelagert sind«,
Nach oben ragende Gestängeglieder 226 und 227 verbinden gemäß Fig* 11, 12 und 19 die vorderen Enden der Bewegungsabnahmearm© 224 und 225 mit den hinteren Enden von ihnen zugeordneten Kurbelarmen 23Q und 23t. Der Kurbelajra 230 sitzt fest auf einer in der Seitenwand 46 gelagerten und durch sie hindurchragenda» Hohlwell® 232. Dia Kurbel ist an einer in der Hohlwelle 232 gelagerten ,und sich durch diese, erstreckenden Welle 233 befestigt-. Mit den inneren
Enden der Wellen 232 und 233 sind nach vorn ragende Kurbelarme 234· und 235 verbunden, an denen gemäß FIg0 19 die oberen Enden von ihnen zugeordneten Gestängegliedern 236 und 237 angelenkt sind» ·
Gemäß Pig. 19 verbindet ein Kurbelarm 240 das untere Ende des Gestängegliedes 236 mit einer Halt8draht-Schwe.nk°= welle 241 ? die in den Seitenwänden 46 und 47 des Y/ebstuhlgestells gelagert ist« Man erkennt-, daß äe-r Focken 220 während ;jedes Schußschlages des Webstuhls die Haltedraht-Schwenkwelle 241 einen vollständigen Hin- und Hergang aus= führen läßt. Die Schwenkwelle 241 trägt zwei durch einen Eängsabstand getrenntes nach unten ragende und mit ihr drehfest verbundene Kurbelarme 242 9 mit deren unteren Enden die vorderen Enden von zwei Haltedraht-Tragarmen 243 gelenkig verbunden sind« Die hinteren Enden der Arme 243 ragen schräg nach ob©ns und an ihren freien Enden ist der Haltedraht 38 befestigte
Die Atme 243 sind zur Erhöhung ihrer Starrheit durch: ■ eine Stange 244 miteinander verbunden«, Das unter© Ende des Gestängegldedes 237 ist an einem mittleren Seil. eines "de-r Arme 243 angelenkt. "Man erkennt somit? daß der Nocken 221 . '. eine senkrechte Aufwärts- und Abwärtsbewegung dar Arm© 243 zusammen mit dem Haltedraht 38 herbeiführt9 während der Nocken 220 bewirkt, daß sich die Arme 245 zusammen mit dsm Haltedraht 38 nach vorn und hinten bewegen^ da die Schwenk·= welle 241 hin- und hergedreht wird»-.
Im folgenden wird die Vorrichtung sum Unterstützen und Betätigen der Greifer beschriebene Die Greifer-35 sind auf bekannte Weise ausgebildet und werden auch auf bekannte Weise geöffnet und -geschlossen^.. Jedoch besteht im Vergleich zu den bekannten Greifera ein wichtiger Unterschied darinj daß gemäß der Erfindung während des Betriebs des Webstuhlsdie freien Enden der Backen 35a und 35b stets.den Florgarn=» Wählern 36 zugewandt sindp daß- die Greifer stets teilweise " in den Lücken des Riets 24 und zwischen "benachbarten Grund-
kettgarnen G in dem Fach angeordnet sind, und daß die Greifer nur kurze Hübe ausführen, deren länge, wie schon erwähnt, etwa gleich der Länge ;)edes Florgarnabschnitts ist, der zu einer Noppe verarbeitet werden soll©
Gemäß den Figuren 1, 3 bis 6, 13, 20 und 21 sind die ortsfesten Backen 35a aller Greifer 35 an einer gemeinsamen Greifertragschiene 250 befestigt, von der aus diese Backen nach, oben ragen, wobei die Enden der !Tragschiene jeweils in einem erheblichen Abstand von den Seitenwänden 45 und 46 angeordnet sind. Die Tragschiene 250 ist an mehreren in Abständen verteilten Haltearmen 251 befestigt, in denen eine a.llen Greifern gemeinsam zugeordnete Greiferbetätigungswelle 252 drehbar gelagert ist, deren Enden ebenfalls in einem Abstand von den Innenflächen der Seitenwände 45 und 46 angeordnet sind» Die Halteärme 251 sind an einer unterhalb der Betätigungswelle 252 angeordneten Greiferschwenkwelle
253 befestigt, deren Enden in den Seitenwänden 45 und 46 gelagert sind«.
Damit die Greifer 35 abwechselnd auf die Wähler 36 zu «feig
und von ihnen weg bewegt werden können, wobei sich die x? Greifer längs eines Kreisbogens mit einer Länge von nicht mehr als etwa 10° bis 15° bewegen, ist gemäß Hg. 9, 10 und 20 an einem Ende der Greiferschwenkwelle 253 ein Kurbelarm
254 befestigt, mit dem das obere Ende einer Stange 255 gelenkig ü&d verstellbar verbunden ist« Gemäß Fig. 10 ist der Kurbelarm 254 auf der Außenseite der Seitenwand 46 angeordnet, und das untere Ende der Stange 255 ist mit einem Ende eines Folgeliebels 256 gelenkig und verstellbar verbunden* Ei# mittlerer Teil des Folgehebels 256 ist bei 257 auf der Seitenwand 46 drehbar gelagert, und das hintere Ende des Folgehebels trägt ein Folgegiied 260, das mit einem fest auf der Hauptantriebswell^ 5Q sitzenden "-Kurvenstück bzw» Exzenter 261 zum Schwenken der Greifer zusammenarbeitete Ge-^ maß Fig. 1 und 3 bis 6 tragt die Greiferbetätigungswelle 252 eine radial nach oben ragend«! Sippe 263, die in die gegabelten unteren Enden der1 beweglichen Backen 351b eingreift*
Wenn die Greiferbetätigungswelle 252 gemäß den Figuren - 1, 3 bis 6, 13, 20 und 21 gedreht wird, werden die beweglichen Backen 35b aller Greifer 35 gegenüber den festen Backen 35a in ihre Öffnungsstellung gebracht» Wird die Greiferbetätigungswelle 252 dagegen entgegen dem Uhrzeigersinne gedreht, werden die beweglichen Backen aller Greifer gegenüber den festen Backen in ihre Schließstellung gebracht. Die Greifer-. baugruppen sind auf bekannte Y/eise mit einer Kniehebeloder Verriegelungsvorrichtung versehen, mittels, cferen die Greifer in ihrer geöffneten bzw. geschlossenen Stellung verriegelt werden, wenn sie in die betreffende Stellung gebracht P werden. An Hand von Figo 21 wird nur die Vorrichtung beschrieben, mittels deren die beweglichen Backen 35b zwischen der Öffnungsstellung und der Schließstellung bewegt werden, und da die Vorrichtungen, mittels deren die beweglichen Backen jeweils in der Stellung festgehalten werden, in die sie zuletzt gebracht worden sind, von bekannter Konstruktion sind, dürfte sich eine Beschreibung dieser Vorrichtungen erübrigen«.
Gemäß Pig. 12 und 21 sitzen auf der Welle 50 zwei drehbare Exzenter oder Uockenscheiben 264 und 264a, von denen jede einen Vorsprung 265 bzw. 266 aufweist} diese Vorsprünge sind ziemlich-kurz und haben steil verlaufende Nockenflachen» mit denen nacheinander Polgeglieder 267 zusammenarbeiten, die auf ihnen zugeordneten Winkelhebeln 270 * und 271 angeordnet sind. Die unteren !Eeile der Winkelhebel 271 und 270 sind z«B. mit Hilfe einer Achse 272 auf der Seitenwand 47 des Gestells drehbar"" gelagert ο Die oberen ieile der beiden Winkelhebel werden normalerweise von den Greifern 35 weg nach hinten durch Federn 273 und 274vorgespannt, und an diesen oberen Teilen sind die benachbarteii Enden von Stoßstangen 275 und 276 angelenkt, deren andere Enden in Fluchtung mit radial nach außen ragenden Vorsprüngen 277 und 278 eines auf der Greoferwelle 253 lose gelagerten ITabenteils 281 angeordnet sindo Das Hab enteil 281 is"fe ■ mit der Greiferbetätigungswelle 252 durch bekannte, nicht dargestellte Mittel betriebsmäßig verbunden, so daj3 die
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Greiferbetätigungswelle 252 gemäß Pig. 21 im Uhrzeigersinne gedreht wird, wenn die Stoßstange 275 kurzzeitig von links nach rechts "bewegt wird und hierbei gegen den Vorsprung 277 stößt, so daß das Uabenteil 281 entgegen dem Uhrzeigersinne gedreht wird, um die Greifer 35 zu öffnen. Wird dagegen die Stoßstange 276 kurzzeitig von links nach rechts bewegt^ da der Nockenvorspruhg 266 zur Wirkung kommt, stößt die Stoßstange 276 gegen den Vorsprung 278, der hierbei im Uhrzeigersinne gedreht wird, so daß das ITabenteil 281 die öreiferbetätigungswelie 252 entgegen dem Uhrzeigersinne dreht, um die Greifer zu schließen. Gemäß Fig. 2t ist zwischen den Nockenvorsprüngen 265 und 266 nur ein kleiner Winkelabstand vorgesehen, so daß die Greifer während ihrer gemäß Pig. 1, 3> 4, 5 und 6 von links nach rechts erfolgenden Rückwärtsbewegung im gewünschten Augenblick geöffnet werden,, d.h«, wenn ihre freien Enden einen Punkt erreicht haben, der gemäß Pig. 5"etwa in der Mitte zwischen der Nasenstange und den Y/ählern 36 liegt. Sobald die Greifer gemäß Pig. 6 die Wähler 36 erreichen und in sie eintreten, werden sie gemäß Pig· 1 geschlossen, so daß sie die Plorgarne P erfassen, und sie bleiben während der folgenden neun Zehntel ihrer Schwenkbewegung geschlossen, wie es in Fig· 3 und 4 gezeigt ist»
Nachstehend wird die schon erwähnte Schneidevorrichtung näher beschrieben· 7/ie schon erwähnt, umfaßt die Schneidevorrichtung 37 gemäß Pig, 1 und 3 bis 6 relativ zueinander bewegliche Bauteile 85 und 86, die sich während jedes Arbeitsspiels zum Erzeugen von Noppen gemeinsam nach oben und unten, bewegen· Während die Bauteile 85 und 86 ihre höchste Stellung bzw. die Arbeitsstellung nach Pig. 3 einnehmen, bewegt sich das bewegliche Bauteil 86 gegenüber dem festen Bauteil 85 in der Schußrichtung, um die Plorgarne unmittelbar an der Vorderseite der Wähler 36 zu durchschneiden, nachdem die Greifer 35 jeweils einen nach vorn gerichteten Arbeitshub ausgeführt haben· Das ortsfeste Bauteil 85 der Schneidevorrichtung 37 hat die Form einer langgestreckten Platte, deren Oberkante gezackt ist und Säge-
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sahnen ähnelnde Vorspränge 300 aufweist, deren Lücken die , Florgarne P aufnehmen können? wenn diese G-arne in der Schußrichtung angeordnet sind und eine Reihe bilden, nachdem das ortsfeste Bauteil 85 nach oben in seine Arbeitsstellung·gebracht wird» Die Zacken oder Zähne 300 halten die Plorgarne P in der richtigen Lage, während sie mit Hilfe von mehreren in Abständen verteilten Messern 301 durchschnitten werden^ die gemäß Fig. 15 und 22 auf dem beweglichen Bauteil 36 L gelagert sind und von diesem aus nach oben ragen«
Es sei bemerkt, daß gemäß Fig. 15 mehrere Messer 301 in Abständen in der üchußrichtung längs des beweglichen Bauteils 86 verteilt sind, so. daß das bewegliche Bauteil nur einen relativ kurzen Hub auszuführen braucht s um alle Florgarne in der gewählten Reihe zu durchschneiden5 hierdurch wird eine weitere Erhöhung der Arbeitsgeschwindigkeit des Webstuhls ermöglichte
Die Enden des ortsfesten Bauteils 85 der Schneidevorrichtung 37 sind gemäß Fig. 15 mit nach hinten ragenden Fortsätzen 305 versehen, in denen die unteren Teile von aufrecht angeordneten Führungsstangen 306 gleitend gelagert sind, die in einem Abstand von den Längskanten des zu erzeugenden Gewebes 31 angeordnet sind« Die oberen Teile der Führungsstangen 306 sind fest in Führungsklötze 307 eingebaut die mit Böcken 308 so verbunden Bind, daß sis nach vorn und ■ hinten verstellt werden können» Die Böcke 308 ragen nach vorn und sind an den Seitenwänden 45 und 46 ßes Webstuhlgestells, befestigt.
Damit die Schneidevorrichtung 37 zwischen ihrer Arbeitsstellung und ihrer Ruhestellung sowie gegenüber den Greifern 35 und den Wählern 36 nach oben und unten bewegt werden kann, sind gemäß Fig. 15 mit den Fortsätzen 305 an den Enden des ortsfesten Bauteils 85 die oberen Snden von Stangen 310 gelenkig verbunden» Die unteren Enden der Stangen 310 sind an Kurbelarmen 311 angelenkte die nach vorn, ragen und gemäß Fig. 11 und 15 drehfest mit einer Welle 312
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verbunden sind, die ihrerseits in Lagern 313 gelagert ist, welche von den Seitenwänden 45 und 46 aus und in einem Ab-.stand von diesen unterstützt sind»
Ein Kurbelarm 314 ist an der Y/elle 312 befestigt und ragt von dieser aus nach' vorn«, Das vordere Ende des Kurbel« arms 314 ist durch ein Gestängeglied 315 mit dem vorderen Ende eines darunter angeordneten Folgearms.316 gelenkig verbunden. Der Folgearm 316 ist gemäß Pig. 15 bei 317 auf einen am Boden F befestigten Säulenteil 320 gelagerte Der Folgearm 316 erstreckt sich von seiner Lagerung 317 aus nach hinten und trägt gemäß Fig. 15 ein Folgeglied 321y das mit einer auf der Hauptantriebswelle 50 befestigten Kurvenscheibe zusammenarbeitet. Y/enn der einen kleineren Radius aufweisende Teil des Kurvenschlitzes gemäß Fig. 15 mit dem Folgeglied 321 zusammenarbeitet» bewegt sich der Folgearm 316 im Uhr— zeigersinne j um die Kurbelarme 311 und 314 zusammen mit der Welle 312 entsprechend zu drehen, so da0 die Schneidevorrichtung 37 aus ihrer unteren Stellung nach Fig. 1, 4, 5 und 6 in ihre obere Stellung bzw« die Arbeitsstellung nach-Fig* gebracht wird«
Während sich die Schneidevorrichtung 37 in ihrer Arbeitsstellung befindet, wird das bewegliche Bauteil 86 in der Schußrichtung hin- und herbewegt! diese Bewegung wird gemäß Fig. 9, 10, 12 und 17 durch Verbindungen zwischen dem beweglichen Bauteil 86 und einem mit dem äußeren Ende der Nockenwelle 51 drehfest verbundenen Kurvenstück 325 hervorgerufen* Da die Nockenwelle".5-1 und das Kurvenstück 325 während jedes Schußschlages des Webstuhls eine halbe Umdrehung ausführt, ist das Kurvenstück 325 gemäß Fig. 10 symmetrisch ausgebildete Die Verbindung zwischen dem Kurvenstück 325 und dem beweglichen Bauteil 86, der Schneidevorrichtung ■ 3. 7 umfaßt ein mit dem Kurvenstück zusammenarbeitendes Folgeglied 326, das auf einem Hebel 327 gelagert ist« Das eine Ende des ^ebels 327 ist gemäß Fig. 10 bei 330 auf einem ortsfesten Teil des Webstuhlgestells gelagert* Das vordere Ende des ^ebels 327 ist mit dem unteren Ende einer Stange
gelenkig verbunden. Das obere Ende der Stange 351 ist an einem Arm eines Winkelhebels 332 (Fig.' 17) angelenkt, der bei 333 auf der Außenseite der Seitenwand 46 drehbar gelagerir ist. An dem anderen Arm des Yvinkelhebels 332 ißt ein Ende einer Stange 334 angelenkt, die sich durch die Seitenwand 46 nach innen erstreckt und an ihrem anderen Ende mit dem unteren Teil des beweglichen Bauteils 85 der Schneidevörrichtung 37 verbunden ist (I1Ig0 12 und 22) o
Man erkennt, daß jede der einen größeren Radius aufweisenden Flächen des Kurvenstücks 325 so angeordnet ist,." P daß sie mit dem Folgeglied 326 zusammenarbeitet, um dem beweglichen Bauteil 85 nacheinander eine wirksame und eine wirkungslose Hubbewegung zu erteilen, und daß die Messer jedesmal dann betätigt werden, wenn die Greifer 35 gemäß Fig. 3 ihre vorderste bzw* zurückgezogene Stellung erreichen, wobei sie die Florgarne aus den Wählern, herausziehen. Vorzugsweise wird der liadelstab 26 ebenfalls im gleichen Zeitpunkt zum Einführen von Schußgarn in das Grundkettfach betätigt, in welchem dem beweglichen Bauteil 85 eine Arbeitshubbewegung und dann eine wirkungslose Hubbewegung erteilt wird, damit die Messer 301 die Jj'lorgarne P durchtrennen., ,
Ferner kann man eine bekannte Vorrichtung vorsehen,
. die in Verbindung mit dem Hadelstab 26 zur Wirkung gebracht .. wird, um gemäß Fig. 7 aus dem Schußgarn an den Längskanten des Gewebes 31 auf bekannte Weise Schlingen L zu ,erzeugen»../"
Aus der vorstehenden Beschreibung ist ersichtlich, daß der erfindungsgemäße Webstuhl mit Vorrichtungen versehen ist, die es ermöglichen, die zum Weben dienenden Bauteile, doh. das Riet 24, den Nadelstab 26 und die Schaftlitzen 27, sowie die Greifer 35, d:i-e Florgärnwähler 36» die Schneidevorrichtung 37 und den Haltedraht 38 so zu betä- \ . tigen, wie es weiter oben an Hand von Fig· 1 bis 8 aus,» führlich beschrieben ist«. I>aher dürfte sich eine weitere ■,.;;■ und noch eingehendere Beschreibung der Wirkungsweise dieser Vorrichtungen erübrigen. . .
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Wenn Flornoppen von größerer oder kleinerer länge erzeugt werden sollen, kann man die florgarnwähler 36 gemäß Pig. 13 mit Hilfe der Böcke 87 auf die Fasenstange 25 zu oder von ihr weg verstellen, wie es weiter oben beschrieben ist; die Schneidevorrichtung kann gemäß Fig. 15 entsprechend mit Hilfe der Führungsklötze 307 auf die Brustschiene 70 zu odervon dieser weg verstellt werden, und die Hublänge der Greifer 35 kann gemäß Pig. 20 auf entsprechende Weise geändert werden, indem man die Form des Kurvenstücks 261 (Pig. 20) entsprechend ändert. Ein Verstellen der Vorsprünge 265 und 266 der Hockenscheiben 264 und 264a kann ebenfalls erwünscht sein, wenn die beiden Schenkel jeder Flornoppe-nicht die gleiche Länge erhalten sollen.
Wie bereits einleitend erwähnt, sind die den Webvorgang durchführenden ^eile und die ihnen zugeordneten Teile zum Erzeugen der Flornoppen so angeordnet, daß aich das Gewebe von der Warenkante und der Nasenst&nge 25 aus allgemein in einer senkrechten Richtung bewegte Dies ist erwünscht, damit sich die Wähler 36 mit ihren Längsachsen-in--einer im wesentlichen senkrechten Ebene erstrecken können, so daß die das Vfeben bewirkenden Teile für die Bedienungsperson aowohl von der Vorderseite als auch von der Rückseite der Nasenstange 25 aug leicht zugänglich sind und man die Wähler 36 ohne weiteres zur Seite schwenken kanns wenn der Webstuhl eingerichtet wird, oder wenn Korrekturen vorgenommen werden sollen, wie es von Zeit zu ^eit erforderlich werden kann·
Ferner ist es gemäß der Erfindung möglich, die Anordnung des Riet 24» der ETasenstange 25» der Schaftlitzen der Greifer 35» der Schneidevorrichtung 37 und des Haltedrahtes 38 (Fig. 1) in senkrechter Richtung umzukehren, so daß sioh das Gewebe 31 dann von der Nasenstange 25 aus nicht mehr nach oben, sondern nach unten bewegt? auch bei dieser Anordnung bleiben die erwähnten Vorteile bezüglich der Zugänglichkeit der das Weben bewirkenden Teile für die Bedienungsperson erhalten. Bei dieser Anordnung müßte sich natürlich das Riet 24 während jedes Anschlaghubes nach unten
und hinten "bewegen, die Greiferwellen 252 und 253 würden oberhalb der Greifer 35 anzuordnen» sein, die JTasenstange würde unter den G-reifern liegen» und die Schneidevorrichtung 37 würde in einem Abstand oberhalb der Nasenstange 25 anzuordnen sein»
Aus Flg. 1 ist ferner ersichtlich:, daß man die dort gezeigten Teile so anordnen kann, daß die lade" 66 und die Greifer 35 oberhalb oder unterhalb der Wähler 36 liegen, und daß sich der Stoff 31 dann von der Nasenstänge 25 aus in einer allgemein waagerechten Richtung bewegen_ würde«. Jedoch würden sich bei dieser letzteren Anordnung erhebliche. Schwierigkeiten bezüglich der Zugänglichkeit derjenigen Teile des Webstuhls ergeben, die dann unterhalb der Waren- · kante des Gewebes angeordnet sein wurden.
Es sei bemerkt, daß man an dem beschriebenen Webstuhl bestimmte Abänderungen vorsehen muß, wenn gemäß der Erfindung mehrschüssige Florgewebe hergestellt werden seilen« Beispielsweise kann es erforderlich sein, die Profilform und/oder die Bewegung des Kurvenstücks 261 zum Schwenken-, der Greifer (Fig. 9, 10 und 20) zu ändern, ferner den Hocken 142 (Fig. 10 und 18) zum Betätigen der Schaftlitzen abzuändern oder einen anderen Musterapparat zur Betätigung der Schaftlitzen 27 vorzusehen«, Da diesa Abänderungen zur An= passung des Webstuhls an di© Herstellung mshrsehüssigsr Florgewebe jedem Fachmann geläufig sind, dürfte sich eine;, nähere Erläuterung erübrigen,,
Alle in den Unterlagen offenbarten Angaben und Merkmale, insbesondere die räumliche Ausgestaltung^ werden* soweit'sie gegenüber dem Stand der Technik einzeln oder in Kombination neu sind, als erfindungswesentiieh beansprucht.
Patentansprüche %
9-0.9843/10'9*

Claims (1)

  1. DH. BRICH NBTTöBBAOTa
    PATENTANWALT
    MÜNCHEN 26, POSTFACH W-
    14 FEB. 1969
    PATEIIAISPEÜCHE (amerikanische Form)
    1. Webstuhl zum Weben von Florgeweben aus Grundkettgarnen, Schußgarnen-und Florgarnen, wobei der Webstuhl ein hin- und herbewegbares Riet umfaßt, ferner den G-rundkettgarnen zugeordnete l'achbildungsvorrichtungen sowie eine Vorrichtung zum Einführen von Schußgarnen in das Each, dadurch ge kenn ζ e i c h η e t , daß eine Vorrichtung vorgesehen ist, mittels deren in dem Gewebe (31) in der Schußrichtung verlaufende Reihen von im wesentlichen U-förmigen J?lornoppen (!) erzeugt werden können, wobei diese Vorrichtung Florgarnführungsvorrichtungen (36) umfaßt, mittels deren Florgarne von einer Quelle aus in Richtung auf das Riet (24) zugeführt werden können, ferner eine sich in der Schußrichtung erstreckende Reihe von schwenkbaren Florgarngreifern (35), die gegenüber den Flcrgarnführungsvorrichtungen ge-, meinsam in Richtung auf eine G-arnerfassungsstellung und aus dieser Stellung heraus bewegt und so betätigt werden können, daß nur die vorderen Endabschnitte der von den Greifern erfaßten 3?lorgarne (P) in die Anschlagbahn des Riets gebracht werden, sowie eine den Greifern betriebsmäßig zugeordnete Sohneidevorrichtung (37)* die zwischen den Florgarnführungsvorrichtungen und dem Riet betätigt werden kann, um die Florgarne an einem Punkt zu durchschneiden, der in einem vorbestimmten Abstand von der Bahn des Riets angeordnet ist, so daß von den i'lorgarnen llorgarnabschnitte abgetrennt werden, während die vorderen Endabschnitte der Florgarne die erwähnte Lage in der Anschlagbahn des Riets einnehmen,
    2. Webstuhl nach Anspruch 1, dadurch g e k e η η - ζ e ic h η e t ? daß die (greifer während ihrer Bewegung in Richtung auf ihre Garnerfassungsstellung und von dieser weg
    9Ö8843/1Q9J
    ständig teilweise in den Lücken des Riets angeordnet-sind« .
    3. Webstuhl nach Anspruch 2, dadurch g e k e η η zeichnet, daß eine Greiferbetätigungsvorrichtung (253? 251? 252, 250) vorgesehen ist, um die Greifer in Richtung auf ihre Garnerfassungsstellung und aus dieser heraus zu bewegen, sowie eine Vorrichtung (252, 263), durch die die Greifer während ihrer Bewegung in Richtung auf ihre Garnerfassungsstellung geöffnet werden, so daß sie die vorderen Enden der vorher abgetrennten Florgarnabschnitte freigeben, und daß die zuletzt erwähnte Torrichtung betätigt werden kann, um die Greifer zu schließen, so daß sie die vorderen Enden der aus der Zuführungsquelle herausragenden:Florgärne erfassen, wenn die Greifer in ihre Garerfassungsstellung gebracht werden.
    4. Webstuhl nach Anspruch 2, dadurch g eü e n n zeichnet , daß die Schneidevorrichtung (3?) gegenüber dem Riet so angeordnet ist, daß der Abstand zwischen dem Warenrand des Gewebes beim Anschlagen des Riets und dem Punkt, ah dem die Florgarne durch die Schneidevorrichtung durchschnitten werden, etwa gleich der Gesamtlänge der Florgarnabschnitte ist, die zur Erzeugung der U-förmigen Foppen verwendet werden»
    5. Webstuhl nach Anspruch 4, dadurch ge k e η η zeichnet , daß eine Vorrichtung vorgesehen ist? mittels deren die Greifer in zeitlicher Abstimmung auf den Hin- und Hergang des Riets geöffnet und geschlossen werden, daß diese Voxrichtung betätigt werden kann» um die Greifer zum Freigeben der vorderen Endabschnitte der Florgarne in ;» einem vorbestimmten Zeitpunkt während der Bewegung Jedes Greifers in Richtung auf die Garnerfassungsstellung zu'-öftnen, so daß die Greifer eine vorbestimmte Länge aufweisende Florgarnabschnitte um das entsprechende Schußgarn herumziehen und hierdurch die Länge jedes Schenkels der U-förmigen Noppen bestimmen, die hierbei gebildet werden, und daß die zuletzt erwähnte Vorrichtung ferner betätigt werdöh kann,
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    " um die Greifer im Bereich der Schneidevorrichtung zu schließen, so daß sie die Florgarne erfassen,
    6. Webstuhl nach Anspruch 1, dadurch g e k e η η — zeichnet , daß die FlorgarnführungsvorriGhtungen eine sich in der Schußrichtung erstreckende Reihe von Wählern (36) umfassen, daß jeder Wähler eine Reihe von durchgehenden Öffnungen ^32) zum Hindurchleiten von 'Florgarη aufweist, daß sich jeder Wähler im wesentlichen in der Kettrichtung des zu erzeugenden Gewebes erstreckt, daß die sich in der Schußrichtung erstreckende Reihe von Wählern in unmittelbarer Nähe der Schneidevorrichtung auf deren von dem Riet ab-.: gewandten Außenseite angeordnet ist, und daß mit den, Wäh- "". lern ein Musterapparat (95) verbunden ist, mittels deren die Wähler so bewegt werden können, daß sie gewählte Öffnungen zum Hindurchführen der gewählten Florgarne in ihre Arbeitsstellung in Fluchtung-mit der Bewegungsbahn der zugehörigen Greifer bringen.
    7β Webstuhl nach Anspruch 6, dadurch g e k en η ζ ei c h η e t 3 daß sich die Wähler in einer im wesentlichen senkrechte» Richtung erstrecken, daß sich die Schnei-; . devorriehtung in der Schußrichtung erstreckt, daß sie in unmittelbarer Nähe derjenigen flächen der Wähler angeordnet ist, welche dem Riet am nächsten benachbart ist, daß die Schneidevorrichtung ein ortsfestes Bauteil (85) und min- ' destens ein bewegliches Bauteil (86) umfaßt, die normalerweise in einem Abstand unterhalb derjenigen, Öffnungen für die gewählten Florgarne angeordnet sind, welche sich, in ihrer Arbeitsstellung befinden, daß eine Forrichtung zum Betätigen der Schneidevorrichtung vorgesehen ist, die ihrerseits eine Vorrichtung umfaßt, mittels deren die genannten Bauteile kurzzeitig nach oben in ihre Arbeitsstellung in der Nähe der Öffnungen für die Florgarne bewegt werden können, wobei die entsprechenden Florgarne jeder Bewegung der Greifer aus deren Garnerfassungsstellung heraus folgen, und daß eine Vorrichtung (334) vorgesehen ist, mittels deren das beWegliche Bauteil (8.6) gegenüber dem ortsfesten Bauteil (85) in der
    Schußrichtung bewegt werden kann, während sich. dieι beiden -.-V' Bauteile in ihrer Arbeitsstellung befinden, so daß die betreffenden Florgarne durchschnitten werden,. ·■ : : ; - -
    8. Webstuhl nach Anspruch 1, dadurch g el e η η — zeichnet , daß sich das Riet im wesentlichen senk~ recht nach oben und unten bewegtf und daß eine Vorrichtung -" -■".. (79) vorgesehen ist, mittels deren &s U-ewebe von dem Riet ; aus in einer im wesentlichen senkrechten Richtung abgeführt -.; wird, -■" ; """■""," :-":'.'■ ;
    9» Webstuhl"nach Anspruch 1, g e k e η ή ζ ei c h —' P net durch eine zum Verlagern der flornoppen dienende Vorrichtung (38), die so bewegbar ist, daß sie unmittelbar ; nach der Erzeugung jeder der aufeinander folgenden Reihen, von Flornoppen zur Anlage an den betreffenden Jlornoppen ,ge>= bracht werden kann, und die so betätigt werden kann, daß . ς V sie die Flornoppen außerhalb der Bahn der sicK'^iin^iünd"" herzbewegenden Greifer hält (Fig. 3), während sich die Srei'fer ; aus ihrer Garnerfassungsstellung heraus bev/egen'und die vorderen Bndabschnitte der Elorgarne in der Anschlagbahn ndes Riets anordnen. :'..- :
    10. Webstuhl nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum Verlagern der I Florhoppen einen Haltedraht (3B) umfaßt, der sich nahe=der ' Plorflache und dem Warenrand des entstehenden G-ewebes int ν der Schußrichtung erstreckt, sowie eine mit dem Haltedraht verbundene Vorrichtung, mittels deren der Haltedraht während; jedes Hin- und Hergangs der Greifer längs einer im wesent-~ , liehen rechteckigen Bahn (Fig. 2), so bewegt wird, daß sieh . der Haltedraht allgemein in Richtung auf die Florfläche des Gewebes und in der Nähe des Warenrandes, dann von der An- / schlaglinie des Rieds weg in der Richtung, in der sicli das Gewebe von der Anschlaglinie weg bewegt, hierauf nach außen .von dem Gewebe weg und im Vergleich zu der zuerst erwähnten ■ Richtung im wesentlichen in einer entgegengesetzten Richtung bewegt, während die Greifer jeweils einen Hin- und : Hergang ausführen. ". : " --. . ; .;-. :-"- /C-J;:;: V:
    P ζ ORIGINAL INSPECTED
    11. Y/ebstuhl nach Anspruch 1, dadurch g e k e η η zeichnet, daß eine Vorrichtung zum Bewegen des Viarenrandes vorgesehen ist, die mit den Grundkettgarnen G und dem Gewebe (31) zusammenarbeitet und den Grundkettgarnen und dem Gewebe abwechselnd eine nicht normale Vorwärts- bzwe Rückwärtsbewegung erteilt, um den Vfarenrand während jedes Hin- und Hergangs des Riets, bei dem eine in der Schußrichtung verlaufende Reihe von Flornoppen erzeugt werden soll, auf eine nicht normale Yfeise von der Anschlaglinie des Riets weg und wieder auf diese zu zu bewegen, und daß die Torrichtung zum Verlagern des Y/arenrandes so betätigt werden kann, daß der Warenrand von der Anschlaglinie (B) entfernt wird, während sich die Greifer aus ihrer Florgarnerfassungsstellung heraus bewegen, und daß der Y/arenrand mindestens bis zu der Anschlaglinie wieder zurückgezogen wird, bevor der nächstfolgende Anschlaghub des Riets beendet ist, so daß das Gewebe das Arbeiten der Greifer nicht behindert»
    12. Webstuhl nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß eine Aufwickelvorrichtung (150) vorgesehen ist, die in Verbindung mit der Vorrichtung zum Verlagern des Warenrandes, jedoch unabhängig von letzterer betätigt werden kann, um das Gewebe während jedes Min- und Hergangs des Riets um einen relativ kleinen Schritt weiterzubewegen.
    13o Webstuhl zum Weben von Florgeweben aus Grundkettgarnen, Schußgarnen und Florgarnen, der ein hin- und herbewegbares Riet, eine den Grundkettgarnen zugeordnete Fachbildungsvorrichtung und eine Vorrichtung zum Eintragen von Schußgarnen in das Fach umfaßt-, dadurch g e k e h η zeichnet , daß eine 'Vorrichtung zum Erzeugen von sich in der Schußrichtung erstreckenden Reihen von im wesentlichen TJ-förmigen Flornoppen in dem Gewebe vorgesehen ist, daß diese Vorrichtung Vorrichtungen zum Zuführen von Florgarnen von einer Quelle aus in Richtung auf das Riet umfaßt, daß eine sich in der Schußrichtung erstreckende Reihe von hin- und herschwenkbaren Florgarngreifern vorgesehen ist,
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    if.
    die sich gemeinsam längs einer kreisbogenförmigen Bahn innerhalb eines Winkelbereichs von nicht mehr als etwa 10° bis .:, 15° in Richtung auf eine Garnerfassungsstellung gegenüber/ den Fiihrungsvorrichtungen und von diesen weg bewegen können, und die so betätigt werden können, daß sie Abschnitte der von ihnen erfaßten Florgarne in der Anschlagbahn des Riete anordnen, und daß den Greifern eine Schneidevorrichtung betriebsmäßig zugeordnet ist, mittels deren die von den Greifern erfaßten Florgarne so durchtrennt werden können, daß, ; Florgarnabschnitte von vorbestimmter Länge entstehen»
    14. Webstuhl zum Weben von Florgeweben aus Grundkettb garnen, Schußgarnen und ü'lorgarnen," wobei der Webstuhl ein hin-und herbewegbares Riet umfaßt, ferner den Grundkettgarnen zugeordnete Fachbildungsmittel, eine Vorrichtung zum Eintragen von Schußgarnen in das Fach sowie eine sich in der Schußrichtung erstreckende Reihe von hin- und herschwenkbaren Florgarngreifern, die sich gemeinsam in Richtung auf eine Garnerfassungsstellung und aus dieser heraus bewegen können, um Florgarne in der Anschlagbahn des Riets anzuprdnen, dadurch gekennzeichnet , daß eine Schneidevorrichtung (37) vorgesehen ist, die während der Betäti-. gung der Vorrichtung zum Eintragen von Schußgarnen betätigt werden kann, um die von den Greifern erfaßten Florgarne während des Eintragens der Öchußgarne so zu durchschneiden* daß Florgarnabschnitte von vorbestimmter Länge entstehen, · " wodurch der Betrieb des Webstuhls mit einer höheren Arbeitsgeschwindigkeit erleichtert wird· .-.".'."
    15. Webstuhl zum Weben von Florgeweben aus" Grundkettgarnen, Schußgarnen und Florgarnen mit einem hin- und herbewegbaren Riet, einer den Grundkettgarnen zugeordneten Fachbildungsvorrichtung und einer Vorrichtung zum Eintragen von Schußgarnen in das Fach, dadurch g e k e η η ζ e ich - ; η e" t f daß eine Vorrichtung vorgesehen ist, mittels deren in dem Gewebe sich in der Schußrichtung erstreckende Reihen •von im wesentlichen U-förmigen Flornoppen erzeugt werden
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    können, daß Florgarnführungsvorrichtungen vorgesehen sind, mittels deren Florgarne von einer Quelle aus in Richtung auf das Riet zugeführt werden, daß eine sich in der Schußrichtung erstreckende Reihe von hin-* und herschwenkbaren Florgarngreifern vorgesehen ist, die gemeinsam gegenüber den Führungsvorrichtungen in Richtung auf eine Garnerfassungsstellung und aus dieser heraus bewegbar sind und so betätigt werden können, daß sie Abschnitte der von ihnen erfaßten jj'lorgarne in der Anschlagbahn des Riets anordnen, daß diese Greifer; während ihrer Betätigung ständig teilweise in den Lücken des Riets angeordnet sind, und daß den Greifern eine Schneidevorrichtung betriebsmäßig zugeordnet ist, mittels deren die von den Greifern erfaßten i'lorgarne so durch*- schnitten werden können, daß l'lorgarnabschnitte von vorbe— stimmter Länge entstehen·
    16» Webstuhl zum Weben von Florgeweben aus Grundkettgarnen, Schußgarnen und tflorgarnen mit einem hin- und herbewegbaren Riet, einer den Grundkettgarnen zugeordneten Fachbildungsvorrichtung und einer Vorrichtung zum Eintragen von bchußgarnen in das Fach, dadurch g e k en η ζ e i c h η e t, , daß eine Vorrichtung zum Erzeugen von sich in dem Gewebe in der Schußrichtung erstreckenden Reihen von im wesentlichen U-förmigen Flornoppen vorgesehen ist, die Florgarnführungsvorrichtungen umfaßt, mittels deren Florgarne von einer Quelle aus in Richtung auf das Riet zugeführt werden, daß eine sich in der Sqhußrichtung erstreckende Reihe von hin- und herschwenkbaren Florgarngreifern vorgesehen ist, die gemeinsam bewegt werden können, so daß sie einen Hub von vorbestimmter Länge in Richtung auf eine Garnerfassungsstellung gegenüber den Führungsvorrichtungen und von diesen weg ausführen können, wobei die Greifer so betätigt werden können, daß Abschnitte der von ihnen erfaßten Florgarne in der Anschlagbahn des .Riets angeordnet werden, daß den Greifern eine Schneidevorrichtung betriebsmäßig zugeordnet ist, mittels deren die Florgarne durchschnitten werden können, so daß Florgarnabschnitte entstehen, und daß die Länge jedes Hubes der Greifer aus ihrer Garnerfassungs-
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    stellung "bis in die Anschlagbahn des Riets nicht größer ist. als die länge der erzeugten Florgarnabschnitte.
    17· Webstuhl nach Anspruch 16, dadurch g e k e η η zeichnet , daß die Hublänge jedes Greifers im wesentlichen gleich der länge der zugeschnittenen Florgarnabschnitte iste ;
    18. Webstuhl nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß alle Hubbewegungen der.Greifer ohne Unterbrechung ausgeführt werden, um den Betrieb des Webstuhls"""; mit einer hohen Geschwindigkeit zu erleichtern.
    19· Webstuhl zum Weben von Florgeweben aus Grundkettgarnen, Schußgarnen und Florgarnen mit einem hin- und herbewegbaren Riet, einer den Grundkettgarnen zugeordneten Fachbildungsvorrichtung und einer Vorrichtung zum Eintragen von Schußgarnen in die Grundkettgarnfächer, dadurch gekennzeichnet , daß eine Vorrichtung zum Erzeugen von im wesentlichen U-förmigen Flornoppen in dem Gewebe vorgesehen ist, ferner Florgarnführungsvorrichtungen zum Zuführen von Florgarnen von einer Quelle aus, eine sich in der Schußrichtung erstreckende Reihe von hin- und\hersehwenkbaren Florgarngreifern, die gemeinsam gegenüber den Führungsvorrichtungen in Richtung auf eine Garnerfassungsstellung und aus dieser heraus bewegbar sind und betätigt werden können, um Florgarne äua den Führungsvorrichtungen herauszuziehen und Abschnitte der erfaßten Florgarne in der Anschlagbahh des Riets anzuordnen, eine Vorrichtung, mittels deren die von den Greifern erfaßten Florgarne so durchschnitten werden können, daß Florgarnabschnitte von vorbestimmter länge entstehen, sowie eine Vorrichtung, durch die das entstehende Gewebe so geführt wird, daß dem Warenrand benachbarte Teile des Florgewebes so angeordnet sind, daß ihre Flornoppen allgemein den Fiorgarnführungsvorrichtungen zugewandt sind.
    20. Webstuhl nach Anspruch 19, dadurch g e k e η η ze i ohne t , daß die Beziehung zwischen den Florgarn-
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    führungsvorrichtungen und der Vorrichtung zum Führen des entstehenden Gewebes derart ist, daß die erwähnten Teile des Florgewebes in unmittelbarer Nähe der FlorgärnfUhrungsvorrichtungen angeordnet sind, so daß die Greifer während des -Betriebs des Webstuhls nur relativ kurze Hübe auszuführen brauchen, um den Betrieb des Yfebstuhls mit einer höheren Geschwindigkeit zu erleichtern.
    21· Webstuhl zum Y/eben von Florgeweben aus Grundkettgarnen, Kettgarnen und Florgarnen mit einem hin- und herbewegbaren Riet, einer den Grundkettgarnen zugeordneten Fachbildungsvorrichtung und einer Vorrichtung zum Eintragen von Schußgarnen in das JPach, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung zum Erzeugen von sich in der Schußrichtung erstreckenden Reihen von Im.-wesentlichen-. U-fönnigen Elornoppen in dem Gewebe vorgesehen ist, die mehrere durch einen Musterappafat (95) steuerbare, einzeln bewegbare Elorgarnwähler, (56) umfaßt,, welche allgemein in einem Abstand vor dem Riet und außerhalb desselben angeordnet sind und dazu dienen« Florgarne von einer Quelle aus in Richtung auf das Riet zuzuführen, daß eine sich in der Schußrichtung erstreckende Reihe von hin- und herschwenkbaren Florgarngreifern vorgesehen ist, die gemeinsam längs einer kreisbogenförmigen Bahn bewegbar sind, die sich über einen Winkelbereich von nicht mehr als etwa 10° bis 15° erstreckt, wobei die Greifer innerhalb dieses Y/inkelbereichs gegenüber den Florgarnwählern in eine Garnerfassungsstellung und aus dieser heraus geschwenkt und so betätigt werden können, daß sie die vorderen Endabschnitte der von ihnen erfaßten Florgarne in der Anschlagbahn des Riets anordnen, daß die Greifer während ihres Betriebs ständig teilweise in den Lücken des Riets angeordnet sind, daß den Greifern eine Schneidevorrichtung betriebsmäßig zugeordnet ist, die in unmittelbarer Nähe der Florgarnwähler sowie zwischen letzteren und dem Riet angeordnet ist und dazu dient, die Florgarne zur Erzeugung von Florgarnabschnitten jeweils an einem Punkt zu durchschneiden, der in einem vorbestimmten Abstand von der Bahn des Riets angeordnet ist, während die vorderen Endab-
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    schnitte der Florgarne die erwähnte Lage einnehmen, und daß: die Hublänge der Greifer in jeder Richtung, d.h. auf die Garnerfassungsstellung zu und aus dieser heraus, gleich der Länge der erzeugten Florgarnabschnitte ist„ \;
    22„ Verfahren zum Weben eines Plorgewebes. auf einem-Webstuhl mit einer hin- und herbewegbaren Anschlagvorrichtung, dadurch gekennzeichnet , daß ein Grundgewebe aus Kett- und Schußgarnen gewebt wird, und daß gleichzeitig damit i'lorgarne in das Grundgewebe dadurch eingewebt werden, daß vordere Endabschnitte mehrerer Plorgarne, die sich von einer Quelle aus erstrecken, in der Bahn der hin- und her- ; bewegbaren Anschlagvorrichtung und vor dieser Vorrichtung angeordnet werden, daß ein Schußgarn in das durch die Kettgarne gebildete Fach vor der Anschlagvorrichtung eingetragen wird, daß alle Schußgarne an einem Punkt durchschnitten werden, der in !Richtung auf die Florgarnquelle in einem vorbestimmten Abstand von der Anschlagvorrichtung angeordnet ist, während die vorderen Endabschnitte die erwähnte Lage in der Bahn der Anschlagvorrichtung einnehmen, so daß Flor— garnabschnitte von vorbestimmter Länge erzeugt werden, daß das in das Fach eingetragene Schußgarn gegen sämtliche Flor-' garnabschnitte und gegen den Warenrand des vorher erzeugten Gewebes in einem Zeitpunkt nach dem Durchschneiden der Plorgarne angeschlagen wird, und daß dann die vorderen Enden der Plorgarnabschnitte allgemein In Richtung auf die Florgarnquelle bewegt werden, so daß die Plorgarnabschnitte die Gestalt von im wesentlichen ü-förmigen Flornoppen annehmen»
    23 ο Verfahren nach Anspruch 22, dadurch g e k e h η - \ zeichnet , daß die Arbeitsschritte zum Eintrage» von Schußgarn und zum Durchschneiden aller Plorgarne gleichzeitig durchgeführt werden«,
    24. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch g e k e η η zeichnet, daß der Vorgang zum Anordnen der vorderen .Endabschnitte der Florgarnfe in der Bahn der Anschlagvorrichtung Maßnahmen umfaßt, um die vorderen Endabschnitte der
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    Florgarne zu erfassen und sie einer Zugkraft auszusetzen, damit sie von den Florgarnquellen abgezogen werden, während die so erfaßten vorderen Endabschnitte in der -"ahn der Anschlagvorrichtung angeordnet werden, und daß der Arbeitsschritt zum Durchtrennen der Florgarne ebenfalls durchgeführt wird, währen d die vorderen Endabschnitte der Florgarne noch von den Greifern erfaßt sind»
    25. Verfahren nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet , daß der Arbeitsschritt zum Anschlagen des eingetragenen Schußgarns Maßnahmen umfaßt, um das bchußgarn an den Warenrand an einer Anschlaglinie anzuschlagen, die jenseits des Punktes verläuft, an d'em die vorderen Endabschnitte der Florgarne von den Greifern erfaßt werden, so daß das Schußgarn während des Anschlagens des Kettgarns über einen Teil jedes Florgarnabschnitts gleitet und hierdurch die durchtrennten hinteren Enden der Florgarnabschnitte von dem Punkt weg zieht, an dem die i'lorgarnabschnitte von den zugeführten Florgarnen abgetrennt wurden»
    26. Verfahren zum Weben eines Florgewebes auf einem Webstuhl mit einem »hin- und herbewegbaren Riet und einer sich in der Schußrichtung erstreckenden Reihe von Florgarngreifern, dadurch gekennzeichnet , daß ein Grundgewebe aus Kett- und Schußgarnen gewebt wird, und daß gleichzeitig damit Florgarne in das Basisgewebe dadurch eingewebt werden, daß mit Hilfe der Greifer die vorderen Endabschnitte mehrerer Florgarne erfaßt werden, die sich von einer Zuführungsquelle aus erstrecken, und daß die vorderen Endabschnitte der Flbrgarne, während die Greifer teilweise innerhalb der lücken des Riets angeordnet sind, in die Bahn des hin- und herbewegbaren Riets gebracht und auf dessen Vorderseite angeordnet werden, indem die Greifer bewegt werden, während sie in den Lücken des Riets gehalten werden, und daß ein Schußgarn in ein aus den Kettgarnen gebildetes Fach vor dem Riet eingetragen wird, während, alle Florgarne an einem Punkt, der gegenüber der Bahn des Riets in Richtung auf die Florgarnquelle um eine vorbestimmte "Strecke versetzt
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    ist, durchtrennt werden, so daß von den Florgarnen Florgarnabschnitte mit einer vorbestimmten Länge abgetrennt werden. _....
    27· Verfahren zum Weben eines i'lorgewebes aus Grundkett— garnen, Schußgarnen und Florgarnen auf einem -YTebstuhl mit einem hin- und'herbewegbaren Riet und einer sich in der Schußrichtung erstreckenden Keine von gemeinsam hin- und herschwenkbaren Greifern, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Gewebe im wesentlichen ü-förmige Flornoppen dadurch erzeugt werden, daß mit Hilfe der Greifer vordere Endabschnitte mehrerer sich von einer Quelle aus erstreckender Florgarne erfaßt werden, daß die Greifer von der jj'lorgarnquelle weg in Richtung auf den Warenrand des Gewebes und bis in dessen Ilähe bewegt werden, wobei das ganze Ausmaß dieser Bewegung die Länge der- die U-förmigen i'lornoppen bildenden Florgarnabschnitte nicht überschreitet, wobei diese Bewegung bewirkt, daß die Florgarne von der Quelle abgezogen werden, und daß die von den Greifern erfaßten vorderen Endabschnitte der Florgarne in der Anschlägbahn des Riets angeordnet werden, und daß ein Schußgarn in ein durch die Kettgarne gebildetes Fach eingetragen · und angeschlagen wird, um die Florgarne fest in das Gewebe einzubinden«
    28. Verfahren nach Anspruch 27, dadurch ge k e η η -■ zeichnet, daß die Bewegungsstrecke der Greifer im wesentlichen gleich der Länge der die U-förmigen .Flornoppen bildenden i'lorgarnabschnitte ist.
    29. Verfahren nach Anspruch 27» dadurch ge k e η η — zeichnet , daß die erwähnte Bewegung der Greifer ohne Unterbrechung durchgeführt wird, um den Betrieb des Web-Stuhls mit einer höheren Arbeitsgeschwindigkeit zu erleichtern.
    30. Verfahren zum Weben eines Florgewebes aus Grundkettgarnen, Schußgarnen und Florgarnen auf einem Greiferwebstuhl, dadurch ge kennzeichnet , daß die Arbeits-
    zum Erzeugen aufgeschnittener" Flornoppen in dem Gewebe Maßnahmen umfassen, um mit Hilfe von hin- und herschwenkbaren Greifern die vorderen'Endabschnitte mehrerer Florgarne zu erfassen, die sich von einer Quelle aus durch Florgarnführungen erstrecken, um die Greifer von den Florgarnführungen weg zu bewegen, während die erfaßten Florgarne durch die Führungen hindurchgezogen und in der Bewegungsbahn des Riets angeordnet werden, um ein Schußgarn in ein durch die Kettgarne gebildetes Fach einzutragen und anzuschlagen, damit die Florgärne in das Gewebe eingebunden werden, um ferner die beschriebenen Maßnahmen zu wiederholen, während gleichzeitig die Florgarne nahe den Florgarnführungen durchschnitten werden, und während Teile des Florgewebes nahe dem Warenrand längs einer solchen Bewegungsbahn geführt werden, daß die Flornoppen des Gewebes so angeordnet sind, daß sie sich allgemein in Richtung auf die Florgarnführungen erstrecken^
    31 ο Verfahren nach Anspruch 30» dadurch g e k e η η zeichnet , daß der Arbeitsschritt, mittels dessen die erwähnten Teile des Florgewebes nahe dem Warenrand zu fähren, Maßnahmen umfaßt, um das Gewebe in unmittelbarer Eiähe der Florgarnführungen zu bewegen, so daß die Greifer bei ihrer Hin- und Herbewegung nur relativ kurze. Hübe auszuführen brauchen, wodurch der Betrieb des Webstuhls mit einer höheren Arbeitsgeschv/indigkeit erleichtert wird.
    32» Verfahren nach Anspruch 30, dadurch ge k e ή η zeichnet, da.? die erwähnten Teile des Gewebes nahe dem Yiarenrand längs einer allgemein senkrechten Bahn geführt werden, wobei die Rückseite des Gewebes für eine den Webstuhl überwachende Bedienungsperson im wesentlichen ohne Behinderung sichtbar ist.
    ORIGINAL 90984 3/10Θ3
    DK. ERICH NEUGEBAUEK,
    PATE NTANWAI-T
    β MÜNCHEN 26 - POSTFACH 81 ZWEIBRÜCKENBTBASSE 10
    (HBII DXK DIOTiCHEIf PATIHTAMT)
    8 MÜNCHEN TXIiEFON (OSU) 29 30 βΐ/βί TEiEGKAMMADBESSEl . BAVARIAPATENT MÜNCHEN TELEX
    Ί A--2-200
    Ansprüche (deutsche Form)
    'AJ Verfahren zum Weben eines Florgewebes, wobei ein Grundgewebe aus Kett- und Schußgarnen gewebt wird und gleichzeitig Florgarne einer Florgarnquelle entnommen und in das Grundgewebe eingewebt werden, dadurch g e -. kennzeichnet , daß man die vorderen Endab-" schnitte mehrerer sich von der Florgarnquelle erstreckender Florgarne in der Bahn einer hin- und herbewegbaren Anschlagvorrichtung und vor dieser anordnet, ein Schußgarn in das durch die Kettgarne gebildete Fach vor der Anschlagvorrichtung einträgt, alle Florgarne an einem Punkt durchschneidet, der einen vorbestimmten Abstand'von der Anschlagvorrichtung in Richtung zur Florgarnquelle aufweist, während die vorderen Endabschhitte die erwähnte' Lage in der Bahn der Anschlagvorrichtung einnehmen, so daß Florgarnabschnitte von vorbestimmter Länge erzeugt werden, daß man das in das Fach eingetragene Schußgarn gegen sämtliche Florgarnabschnitte und gegen den Warenrand des vorher erzeugten Gewebes in einem Zeitpunkt nach dem Durchschneiden der Florgarne anschlägt und dann die vorderen Enden der Florgarnabschnitte allgemein in Richtung auf die Florgarnquelle bewegt, so daß die Florgarnabschnitte die Gestalt von im wesentlichen U-förmig" en... Flornoppen annehmen.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet., daß die Arbeitsschritte zum Eintragen von Schußgarn und zum Durchschneiden aller Florgarne gleichzeitig durchgeführt werden.
    3* Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e kennzeichnet , daß das Anordnen der vorderen Endabschnitte der Florgarne in der Bahn der Anschlagvorrichtung durch Erfassen der vorderen Endabschnitte der Plorgarne und Abziehen der Florgarnfäden von der Florgarnquelle bewerkstelligt wird, und daß das Abtrennen der Plorgarne durchgeführt wird, während ihre vorderen Endabschnitte erfaßt sind.
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet , daß der Arbeitsschritt zum Anschlagen des eingetragenen Schußgarns Maßnahmen umfasst, um das Schußgarn an den Warenrand an einer Anschlaglinie anzuschlagen, die im Abstand oberhalb des Punktes verläuft, an dem die vorderen Endabachnitte der Plorgarne erfasst sind', so da.ß das> Schußgarn während des Anschlagens des Kettgarns über einen Teil jedes Florgarnabschnitts gleitet und hierdurch die durchtrennten hinteren Enden der Florgarnabschnitte von dem Punkt weg zieht, an dem die Florgarnabschnitte von den zugeführten Florgarnen abgetrennt werden.
    5. Verfahren, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 4, zum Weben eines Florgewebes auf einem Webstuhl mit einem hin- und herbewegbaren Riet und einer sich in der Schußrichtung erstreckenden Reihe von Florgarngreifern, dadurch gekennze i c h η e t , daß mittels sich teilweise innerhalb der Lücken des Riets erstreckender Greifer die vorderen Endabschnitte mehrerer Florgarne erfaßt werden und in die Bahn des hin-und herbewegbaren Riets auf dessen Vorderseite gebracht werden durch Bewegen der Greifer, während dieselben in den lücken des Riets verbleiben.
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    6. Verfahren, insbesondere nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet , daß das ganze Ausmaß der Greiferbewegung kleiner oder etwa gleicher Länge der im wesentlichen U-förmige Flornoppen bildenden Florgarnabschnitte ist, und daß die Greiferbewegung vorzugsweise ohne Unterbrechung durchgeführt wird.
    7. Verfahren zum Weben eines Florgewebes aus Grundkettgarnen, Schußgarnen und Florgarnen auf einem Greiferwebstuhl, insbesondere nach Anspruch 5 oder 6, dadurch g e kennzeichnet, daß mit Hilfe von. hin- und herschwenkbaren Greifern die vorderen Endabschnitte mehrerer sich durch Führungen erstreckender Florgarne erfasst und in der Bewegungsbahn des Riets gezogen werden, und daß Schußgarn in ein durch die Kettgarne gebildetes Fach eingetragen und angeschlagen wird, 'damit die Florgarne in das" Gewebe eingebunden werden, und daß diese Schritte sich wiederholen, während gleichzeitig die Florgarne nahe den Florgarnführungen durchschnitten werden, während dem Warenrand benachbarte Teile des Florgewebes längs einer solchen Bewegungsbahn geführt werden, daß die Flornoppen ~~ des Gewebes so angeordnet sind, daß sie sich allgemein in Richtung auf die Florgarnführungen erstrecken.
    8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet , daß das Gewebe in unmittelbarer Nähe der Florgarnführungen bewegt wird.
    9· Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Warenrand "benachbarten Teile des Gewebes längs einer allgemein senkrechten Bahn geführt werden, wobei die Rückseite des Gewebes für eine den Webstuhl überwachende Bedienungsperson im wesentlichen ohne Behinderung sichtbar ist.
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    "is
    10. Webstuhl zum Weben von Florgeweben aus Grundkettgarnen, Schußgarnen und Florgaraen mit einem hin- und herbewegbaren Riet, den Grundkettgarnen zugeordnete Fachbildungsvorrichtungen, einer Vorrichtung zum Eintragen von Schußgarnen in das Fach, sowie einer Vorrichtung, mittels der in dem Gewebe in Schußrichtung verlaufende Reihen von im wesentlichen U-förmigen Flornoppen erzeugt werden können, wobei diese Vorrichtung eine sich in Schußrichtung erstreckende Reihe von schwenkbaren Florgarngreifern umfaßt, die die vorderen Enden von in einer Florgarnquelle angeordneten Florgarnen erfassen und aus der Florgarnquelle ein Stück herausziehen, und wobei den Greifern eine Schneidevorrichtung zum Abschneiden von Florgarnabschnitten betriebsmäßig zugeordnet ist, insbesondere zum Durchführen des Verfahrens gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet , daß die Greifer (55) so angeordnet und ausgebildet sind, daß sie die erfassten vorderen Endabschnitte der Florgarne (P) in die Anschlagbahn des Riets (24) bringen und daß Florgarnführungsvorrichtungen (36) vorgesehen sind, mittels derer die Florgarne (P) bei ihrer Bewegung von der Florgarnquelle in Richtung · auf das Riet (24) geführt werden, und daß die Schneidevorrichtung (37) zwischen den Florgarnführungsvorrichtungen (36) und dem Riet (24) so angeordnet und betätigbar ist, daß die Florgarne (P) an einem in einem vorbestimmten Abstand von der Bewegungsbahn des Riets (24) angeordneten Punkt abgetrennt werden, während sich ihre vorderen Endabschnitte in der Anschlagbahn des Riets (24) befinden.
    11. Webstuhl nach Anspruch 10, dadurch g e k e η η zeichnet-, daß die Greifer (35) während ihrer Bewegung in Richtung auf ihre Garnerfassungsstellung und von dieser weg ständig teilweise in den -Lücken des Riets (24) angeordnet sind.
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    12. Webstuhl nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß eine Greiferbetätigungsvorrichtung (253, 251, 252, 250) vorgesehen ist, um die Greifer (35) in Richtung auf ihre Garnerfassungsstellung ' und aus dieser heraus zu "bewegen, sowie eine Vorrichtung (252, 263), durch die die Greifer (35) während ihrer Bewegung in Richtung auf ihre Garnerfassungsstellung geöffnet und, wenn sie die Garnerfassungsstellung einnehmen, geschlossen werden.
    13· Webstuhl nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch ge k e η η ze i c hnet, daß die Schneide- ^ vorrichtung (37) gegenüber dem Riet (24) so angeordnet ist, daß der Abstand zwischen dem Warenrand des Gewebes beim Anschlagen des Riete (24) und dem Punkt, an dem die Plorgarne (P) durch die Schneidevorrichtung (37) durchschnitten werden, etwa gleich der Gesamtlänge der Florgarnabschnitte ist, die zur Erzeugung der TJ-förmigen Noppen verwendet werden.
    14. Webstuhl nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifer (35) in einem solchen vorbestimmten Zeitpunkt während-ihrer Bewegung in Richtung auf die Garnerfassungsstellung geöffnet werden, daß die Greifer (35) die eine vorbestimmte Länge aufweisende Florgarnabschnitte um das entsprechende Schußgarn herumziehen und hierdurch die Länge jedes _ Schenkels der IT-förmigen Noppen bestimmen, die hierbei gebildet werden. ; .
    15· Webstuhl nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet , daß die Florgarnführungsvorrichtungen (36) eine sich in der Schußrichtung erstreckende Reihe von Wählern umfassen, daß jeder Wähler eine Reihe von durchgehenden Öffnungen (92) zum Hindurchleiten von Florgarn aufweist, daß sich jeder Wähler im
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    wesentlichen in der Kettrichtung des zu erzeugenden Gewebes erstreckt, daß die sich in der Schußrichtung erstreckende Reihe von Wählern in unmittelbarer Nähe der Schneidevorrichtung auf deren von dem Riet angewandten Außenseite angeordnet ist, und daß mit den Wählern ein ' Musterapparat (95) verbunden ist, mittels deren die Wähler so bewegt werden können, daß sie gewählte öffnungen zum Hindurchführen der gewählten Florgarne in ihre Arbeitsstellung in Fluchtung.mit der Bewegungsbahnder zugehörigen Greifer (35) bringen.
    16» Webstuhl nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet , daß sich die Wähler (36) in einer im wesentlichen senkrechten Richtung erstrecken, daß sich die Schneidevorrichtung (37) in der Schußrichtung erstreckt, daß sie in unmittelbarer Nähe derjenigen Flächen der Wähler angeordnet ist, welche dem Riet (24) am nächsten benachbart ist, daß die Schneidevorrichtung (37) ein ortsfestes Bauteil (85) und mindestens ein bewegliches Bauteil (86) umfaßt, die normalerweise in einem Abstand unterhalb derjenigen öffnungen für die gewählten Florgarne angeordnet sind, welche sich in ihrer Arbeitsstellung befinden, daß eine Vorrichtung zum Betätigen der Schneidevorrichtung vorgesehen ist, die ihrerseits eine Vorrichtung umfaßt, mittels der die Bauteile (85, 86) der Schneidevorrichtung (37) kurzzeitig nach oben in ihre Arbeitsstellung in der Nähe der öffnungen für die Florgarne bewegt werden können, wobei die entsprechenden Florgarne jeder Bewegung der Greifer (35) aus deren Garnerfassungsstellung heraus folgen, und daß eine Vorrichtung (334) vorgesehen ist.,, mittels der das bewegliche Bauteil (86) gegenüber dem ortsfesten Bauteil (85) in der Schußrichtung bewegt werden kann, während sich die beiden Bauteile (85, 86) in ihrer Arbeitsstellung befinden, so daß die betreffenden Florgarne durchschnitten werden.
    909941/100}
    17. Webstuhl nach einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet , daß sich das Riet (24) im wesentlichen senkrecht nach oben und unten bewegt, und daß eine Vorrichtung (70) vorgesehen ist, mittels der das Gewebe von dem Riet (24) aus in-einer im wesentlichen senkrechten Richtung abgeführt wird.
    18. Webstuhl nach einem der Ansprüche 10 bis 17, g e kennz ei chne t durch eine zum Verlagern der Flornoppen dienende Vorrichtung (38), die so bewegbar ist, daß sie unmittelbar nach der Erzeugung jeder der aufeinander folgenden Reihen von Flornoppen zur Anlage an den betreffenden Flornoppen gebracht werden kann, und die so betätigt werden kann, daß sie die Flornoppen außerhalb der Bahn der sich hin- und herbewegenden Greifer (35) hält (Fig. 3).
    19. Webstuhl nach Anspruch 18, dadurch g e k en η zeichnet, daß die Vorrichtung zum Verlagern der Flornoppen einen Haltedraht (38) umfaßt, der sich nahe der Florfläche und dem Warenrand des entstehenden Gewebes in der Schußrichtung erstreckt, sowie eine mit dem Haltedraht (38) verbundene Vorrichtung, mittels der der Haltedraht während jedes Hin- und Hergangs der Greifer (35) längs einer im wesentlichen rechteckigen Bahn (Fig.2) so bewegt wird, daß sich der Haltedraht allgemein in Richtung auf die Florfläche des Gewebes und in der Nähe des Warenrandes, dann von der Anschlaglinie des Riets (24) weg in der Richtung, in der sich das Gewebe von der Anschlagslinie weg bewegt, hierauf nach außen von dem Gewebe weg und im Vergleich zu der zuerst erwähnten Richtung im wesentlichen in einer entgegengesetzten Richtung bewegt, während die Greifer jeweils einen Hin- und Hergang ausführen.
    20. Webstuhl nach einem der Ansprüche 10 bis 19, dadurch gekennzeichnet , daß eine Vorrichtung (166) zum Bewegen des Warenrandes vorgesehen ist, die mit den Grundkettgarnen (G) und dem Gewebe (31) zusammenarbeitet und den Grundkettgarnen und dem Gewebe abwechselnd eine nicht normale Vorwärts« bzw. Rückwärtsbewegung erteilt, um den Warenrand während jedes Hin- und Hergangs des Riets (24), bei dem eine in der Schußrichtung verlaufende Reihe von Flornoppen erzeugt werden soll, auf eine nicht normale Weise von der Anschlaglinie des Riets (24) weg und. wieder auf diese zu zu bewegen, und daß die Vorrichtung (166) zum Verlagern des Warenrandes so betätigt werden kann, daß der Warenrand von der Anschlaglinie (B) entfernt wird, während sich die Greifer (35) aus ihrer Plorgarnerfassungsstellung heraus bewegen, und daß der Warenrand mindestens bis zu der Anschlaglinie wieder zurückgezogen wird, bevor der nächstfolgende Anschlaghub des Riets (24) beendet ist, so daß das Gewebe das Arbeiten der Greifer nicht behindert.
    21. Webstuhl nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet , daß eine Aufwickelvorrichtung (150) vorgesehen ist, die in Verbindung mit der Vorrichtung (166) zum Verlagern des Warenrandes, jedoch unabhängig von letzterer betätigt werden kann, um das Gewebe während jedes Hin- und Hergangs des Riets um einen relativ kleinen Schritt weiterzubewegen.
    22. Webstuhl, insbesondere nach einem der Ansprüche 10 bis 21, dadurch gekennzeichnet , daß eine sich in der Schußrichtung erstreckende Reihe von hin- und herschwenkbaren Florgarngreifern vorgesehen ist, die sich gemeinsam längs einer 'kreisbogenförmigen Bahn innerhalb eines Winkelbereichs von nicht mehr als etwa 10° bis 15 in Richtung auf eine Garnerfassungsstellung gegenüber den Führungsvorrichtungen (36) und von diesen weg bewegen können.
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    23. Webstuhl, insbesondere nach einem der Ansprüche 10 bis 22, dadurch gekennz e i ohne t , daß die Schneidevorrichtung (37) während der Betätigung der Torrichtung (26) zum Eintragen von Schußgarh betätigbar ist.
    24. Webstuhl nach einem der Ansprüche 10 bis 23V da- durch gekennzeichn e t , daß die Länge der Bewegungsbahn der Greifer (35) von ihrer Garnerfassungsstellung bis in die Anschlagbahn des Riets nicht größer als vorzugsweise etwa gleich der Länge der erzeugten Florgar nab schnitte ist. . .
    25. Webstuhl nach Anspruch 24, dadurch g e k e η η ζ e i ohne t, daß alle Hubbewegungen der Greifer (35) ohne Unterbrechung ausgeführt werden.
    26. Webstuhl nach einem der Ansprüche 10 bis 25» g e kenn ζ e i c h η e t durch eine Führungsvorrichtung für das entstehende Gewebe (T), mittels der die dem Warenrand benachbarten Teile des Florgewebes so angeordnet sind, daß ihre Flornoppen allgemein den Florgarnführungsvorrichtungen (36) zugewandt sind.
    27. Webstuhl nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet , daß die dem Warenrand benachbarten Teile des Florgewebes in unmittelbarer Nähe der Florgarnführungsvorrichtungen (36) angeordnet sind.
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    Leer seife
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