DE1907349C - Vorrichtung zum Verstellen einer Exzenteranordnung - Google Patents
Vorrichtung zum Verstellen einer ExzenteranordnungInfo
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Description
ι 2
Die Erfindung bezieht sich nuf eine Vorriclitung trieb befesliglen Lagers ragt. Die durch Ändern der
zum Verstellen des Hubes einer drehend ungetriebe- Drehrichtung hervorgerufene unterschiedliche Un-
nen, mit einem imzutrcibendcn Gerlit gekuppelten wucht der Vorrichtung lUßt sich in an sich bekannter
Exzenteranordnung mit zwei gegeneinuncler zwischen Weise dadurch vermeiden oder zumindest stark ver-
zwei Anschlägen um parallel zur Antriebsachse lie- 5 mindern, daß den Exzentern am Antrieb und Ab-
gende Achsen drehbaren Exzentern. trieb je eine gesonderte Ausgleichsmasse zugeordnet
Bei einer bekannten Anordnung der obengenann- ist. Gesonderte Teile für die Anschlüge werden entten
Art (deutsche Patentschrift 34 763) ist zum Ver- behrlich, wenn die Ausgleichsmasse des Ablriebes als
stellen des Hubes eine gesonderte Verstellvorrichtung Gegcnanschlag für die beiden Anschlüge an der Ausvorgesehen,
die aus einer Stellscheibe besteht, die mit io gleichsmasse des Antriebes dient. Werden die Anciner
Feder in eine sclmuibengangförmige Nut der schlüge mit einer Auflage aus elastischem Material
Welle eingreift und von Führiingsstangen durch- versehen, so ist eine gröfJcre Laufruhe des Antriebes
clrungcn wird. Diese Führiingsstangen bewirken die zu erreichen.
eigentliche Verstellung der beide.i Exzenter, bei einer An Hand der Zeichnung wird ein Ausführungs-
VOi) außen durchgeführten Verstellung der Stell- 15 beispiel gemäß der Erfindung beschrieben und die
scheibe. Wirkungsweise näher erläutert.
Zur Verstellung dieser bekannten Vorrichtung sind Fig. I zeigt ein Schnittbild durch die erfindungs-
somit eine große Anzahl von Teilen erforderlich, was gemäße Exzenteranordnung und
die Herstellung nicht unwesentlich verteuert, Fig, 2 a und 2 b die Stellung des Exzenters bei
Für die Kurbelwelle von Lokomotiven ist es wei- so verschiedenen Drehrichtungen des Antriebsmotors;
teihin bekannt (schweizerische Patentschrift 363 855) Fig. 3 zeigt ein Schnittbild durch ein weiteres
einen von der Gegenkraft des Abtriebes abhängig Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Exzen-
verdrehbaren Torsionsstab vorzusehen, der entspre- teranordnung für ein Massagegerät;
chend seiner Verwindung einen Exzenterhub ver- Fig. 4 stellt eine Draufsicht auf die Exzenter bei
stellt. Auch diese Anordnung ist somit im Aufbau 25 abgenommener Schwingplatte und entferntem Lager
relativ aufwendig, was die Vorrichtung für die Ver- dar.
wendung bei kleinen Geräten, vorzugsweise bei der Gleiche Teile sind in allen Figuren mit gleichen
Schwingplatte eines Massagegerätes, praktisch aus- Bezugszeichen versehen,
schließt. In der Zeichnung sind von der Vorrichtung zum
Durch die Erfindung soll jedoch eine Vorrichtung 30 Verstellen einer drehend angetriebenen Exzenterzum
Verstellen des Hubes einer Exzenleranordnung anordnung lediglich die zwei gegeneinander verdrehgeschaffen
werden, die ohne Eingriff in das Gerät baren Exzenter 1, 2 dargestellt. Der Antriebsmotor
praktisch von außen her verstellbar ist. Darüber hin- wird durch die Antriebswelle 3 angedeutet. Der Zapaus
soll die Vorrichtung einfach in der Herstellung fen 4 steht mit dem anzutreibenden Gerät, beispiels-
und betriebssicher aufgebaut sein. Dies wird 'uei einer 35 weise der Schwingplatte eines Massagegerätes, in Ver-Vorrichtung
der obengenannten Art auf einfache bindung. Die Antriebswelle 3 ist in eine Bohrung 5
Weise dadurch erreicht, daß zur Verstellung der Ex- im Exzenter 2 eingeführt. Der Exzenter 2 besteht aus
zenteranordnung zwischen den Anschlägen ein in einem scheibenförmigen Teil 6 und einem zapfenseiner
Drehrichtung umkehrbarer Antrieb vorgesehen förmigen Ansatz7. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist die
ist. Der hier vorgesehene Antrieb, beispielsweise ein 40 Mittelachse des zapfenförmi^en Teiles gegenüber der
Elektromotor, ist im Verhältnis zu bekannten An- Achse der Welle 3 in der Zeichnung nach rechts vertriebsmotoren,
z. B. für Massagegeräte, wesentlich setzt. Der zapfenförmige Teil des Exzenters 2 ragt in
einfacher, denn für derartige Geräte wurden bisher eine buchsenförmige Aussparung 8 des Exzenters 1,
überwiegend polumschaltbar Elektromotoren oder der ebenfalls mit einem scheibenförmigen Teil 9 ver-Elektromotorcn
mit Spezialwicklungen angewandt. 45 sehen ist. Der mit dem anzutreibenden Gerät in Ver-
Durch die Verstellung des Exzenters bei einem bindung stehende Zapfen 4 ist wiederum gegenüber
Massagegerät wird die Schwingungsweite der der Mittelachse der zylinderförmigen, buchsenförmi-Schwingplattc
geändert. Die Anwendung der erfin- gen Aussparung 8 versetzt, und zwar nach F i g. 1
dungsgemäßen Vorrichtung bei Massagegeräten ist wiederum nach rechts. Mit dem scheibenförmigen
somit besonders vorteilhaft. Eine weitere Anwen- 5o Teil 6 ist ein Bolzen 10 verbunden, der in eine
dungsniöglichkeit wäre bei den sogenannten Schwing- schlitzförmige Aussparung 11 im scheibenförmigen
schieifern oder auch bei Rasierapparaten ohne wei- Teil 9 des Exzenters 1 hineinragt. Der Zapfen 7 ist
tcres möglich. Eine günstige Aufbauform der erfin- in der buchsenförmigen Aussparung 8 drehbar gedungsgemäßen
Verstellvorrichtung ergibt sich, wenn lagert, so daß je nach Drehrichtung des Antriebseiner der scheibenförmigen Exzenter einen Ansatz am 55 motors bzw. der Antriebswelle 3 der Bolzen 10 am
anderen Exzenter glockenförmig übergreift. Hierbei ■ Ende 12 bzw. 13 des Schlitzes 11 anliegt. Hierdurch
ist es vorteilhaft, wenn die Anschläge von den Enden ergibt sich, wie Fig. 2 zeigt, ein veränderter Abeines
kreisbogenförmig in einem Exzenter verlaufen- stand der Mittelachse des Zapfens 4 von der mit 14
den Schlitzes und einem am anderen Exzenter be- bezeichneten Mittelachse der Welle 3. Der Schlitz Il
festigten, in den Schlitz hineinragenden Bolzen ge- 6° ist kreisbogenförmig ausgebildet, so daß der Bolzen
bildet sind. Um die Exzentcrausschläge den entspre- 10 bei Änderung der Drehrichtung der Antriebschenden
Bedürfnissen gesondert anpassen zu können, welle 3 in dem Schlitz 11 cntlanggleiten kann und
ist es vorteilhaft, wenn die Länge des Schlitzes ver- beispielsweise vom Anschlag 12 auf den Anschlag 13
'.teilbar ist. übergeht. Jc nach Länge des Schlitzes kann ein ver-
Um beide Exzenter in einer Ebene anordnen zu 65 schieden großer Ausschlag des Exzenters bei Ände-
können, ist es vorteilhaft, wenn die Antriebswelle mit rung der Drehrichtung erreicht werden. Um diese
einem exzentrischen Teil in eine exzentrische Bob- Verstellung den gewünschten Erfordernissen anpas-
rung im Innenring eines mit dem Außenring im Ab- sen zu können, kann es vorteilhaft sein, die Länge des
Schlitzes 11 verstellbar auszuführen, was beispielsweise
durch eine auf den scheibenförmigen Teil 9 ebenfalls mit cinom .Schlitz versehene aufschraubbarc
Platte durchführbar ist,
Im AusfUhrungsbeispiel nach F i g. 3 ist der Exzcnler
2, der mit der Antriebswelle 3 verbunden ist, durch einen Zapfen 15 gebildet, dessen Mittelachse
gegenüber der Achse 14 der Antriebswelle 3 versetzt ist. Der Zapfen 15 ist in einer exzentrischen Bohrung
16 drehbar gelagert, Die Bohrung 16 liegt exzentrisch zur Mittelachse des Innenlaufringes des Laufringes
17 in einem Teil 19, das mit einer der Exzentrizität
angepaßten Ausgleichsmasse 20 ausgestattet ist. Die Ausgleichsmasse20 ist, wie aus Fig. 4 zu ersehen
ist, kreissekiorförmig ausgebildet. Auf dem Außenring
des Lagers 17 ist die Schwingplatte 21 eines Massagegerätes aufgebracht, die über elastisch verformbare
Stützer 22 an einer Drehung verhindert wird. Der Zapfen 15 ist im Ausführungsbeispiel mit
dem Ende 23 in eine zentrisch sitzende Bohrung 24 ao eingeschoben, so daß die Motorwelle 3 nicht als Sonderausführung
hergestellt werden muß. Auf dem Ende der Welle 3 ist eine weitere Ausgleichsmasse 25 befestigt,
die auf die Exzentrizität des Zapfens 15 abgestimmt ist. Die Lagerung der Welle 3 des Motors erfolgt
über ein Kugellager 26.
Wie F i g. 4 zeigt, wirken die Stirnseiten der Ausgleichsmasse 20 als Gegenanschläge zu den Anschlägen
27, 28, die auf der Ausgleichsmasse 25 vorgesehen sind. Bei wechselnder Drehrichtung des Motors
werden entweder der Anschlag 27 oder der Anschlag 28 mit einer Stirnfläche der Ausgleichsmasse
20 in Berührung kommen.
Di3 Wirkungsweise der Exzenteranordnung nach F i g. 3 und 4 ist die gleiche wie beim Ausführungsbeispiel
nach F i g. 1 und 2. Die Ausführungsform nach F i g. 3 und 4 kommt im Gegensatz zum ersteren
Ausführungsbeispiel mit einer kürzeren Baulänge aus und vermeidet unerwünschte zusätzliche Beanspruchungen,
insbesondere der Lager durch die vorgesehenen Exzenter.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Verstellen des Hubes einer drehend angetriebenen, mit einem anzutreibenden
Gerät gekuppelten Exzenteranordnung mit zwei gegeneinander zwischen zwei Anschlügen um
parallel zur Antriebsachse liegende Achsen drehbaren Exzentern, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verstellung der Exzenterunordnung
(1, 2) zwischen den Anschlügen (10,12,13) ein in
seiner Drehrichtung umkehrbarer Antrieb (3) vorgesehen ist. 1 1 1 1 .
2. Vorrichtung nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet,
daß einer (1) der scheibenförmigen Exzenter (1, 2) einen Ansatz (7) am anderen Lxzenter
(2) glockenförmig übergreift (Fig. I).
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge von den Enden
(12, 13) eines kreisbogenförmig in einem Exzenter (1) verlaufenden Schlitzes (11) und einem am
anderen Exzenter (2) befestigten, in den Schlitz (11) hineinragenden Bolzen (10) gebildet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Schlitzes (II)
verstellbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebswelle mit einem
exzentrischen Teil (15) in eine exzentrische Bohrung (16) im Innenring eines mit dem Außenring
im Abtrieb befestigten Lagers (17) ragt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß den Exzentern am
Antrieb und Abtrieb je eine gesonderte Ausgleichsmasse (20) zugeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgleichsmasse (20) des
Abtriebes als Gegenanschlag für die beiden Anschläge (27, 28) an der Ausgleichsmasse des Antriebes
dient.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge (27, 28) mit einer
Auflage aus elastischem Material versehen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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