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DE1903911B1 - Verfahren und Einrichtung zum Auffahren von Hohlraeumen fuer die Herstellung langgestreckter unterirdischer Bauwerke,insbesondere Tunnels,Stollen od.dgl. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Auffahren von Hohlraeumen fuer die Herstellung langgestreckter unterirdischer Bauwerke,insbesondere Tunnels,Stollen od.dgl.

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Publication number
DE1903911B1
DE1903911B1 DE19691903911 DE1903911A DE1903911B1 DE 1903911 B1 DE1903911 B1 DE 1903911B1 DE 19691903911 DE19691903911 DE 19691903911 DE 1903911 A DE1903911 A DE 1903911A DE 1903911 B1 DE1903911 B1 DE 1903911B1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
milling
straightening
tunnels
tunnel
cavities
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19691903911
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Arnold Eber
Dipl-Ing Johann Heilbrunner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Alfred Kunz and Co
Original Assignee
Alfred Kunz and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Alfred Kunz and Co filed Critical Alfred Kunz and Co
Priority to DE19691903911 priority Critical patent/DE1903911B1/de
Priority to AT825269A priority patent/AT300012B/de
Priority to CH1308169A priority patent/CH513293A/de
Priority to US859098A priority patent/US3616650A/en
Publication of DE1903911B1 publication Critical patent/DE1903911B1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D9/00Tunnels or galleries, with or without linings; Methods or apparatus for making thereof; Layout of tunnels or galleries
    • E21D9/10Making by using boring or cutting machines
    • E21D9/1053Making by using boring or cutting machines for making a slit along the perimeter of the tunnel profile, the remaining core being removed subsequently, e.g. by blasting
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D9/00Tunnels or galleries, with or without linings; Methods or apparatus for making thereof; Layout of tunnels or galleries
    • E21D9/10Making by using boring or cutting machines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Lining And Supports For Tunnels (AREA)

Description

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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Auf- spricht. Bei diesem bekannten Verfahren werden je-
fahren von Hohlräumen für die Herstellung langge- doch die Teilhohlräume je für sich in Form von die
streckter unterirdischer Bauwerke, insbesondere Richtstollen verbindenden Einzelstollen vorgetrie-
Tunnels, Stollen od. dgl. in Kernbauweise, bei dem ben, die nach ihrer Erstellung ausbetoniert werden,
innerhalb des herzustellenden Hohlraumprofiles 5 Dem aufgezeigten Stand der Technik gegenüber
Richtstollen vorgetrieben, dann zwischen diesen ein liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, langge-
Teilhohlraum oder mehrere Teilhohlräume zum Her- streckte unterirdische Bauwerke, insbesondere solche
stellen der Bauwerkswandungen in Form von den von großem Querschnitt, unter Verwendung von
Gebirgsdruck aufnehmenden Wand- und Decken- Richtstollen in erheblich einfacherer Weise und in
teilen aus Ortbeton mit oder ohne Bewehrung io kürzerer Zeit unter Belassung eines im Querschnitt
aufgefahren werden, deren radiale Weite im wesent- möglichst großen Erdkernes herzustellen, der dann
liehen der größten Dicke der Bauwerkswandungen mit Hilfe bekannter Abbaumaschinen, wie z.B.
entspricht, und schließlich der zwischen den Bau- Bagger, ohne Gefahr schnell weggenommen werden
werkswandungen verbliebene Erdkern entfernt wird. kann.
Es ist im Tunnelbau bekannt, zur Herstellung eines 15 Die Lösung dieser Aufgabe besteht gemäß der Erz. B. für einen U-Bahnhof vergrößerten Hohlraum- findung bei einem Verfahren der eingangs genannten profiles zunächst im Bereich der herzustellenden Art darin, daß zum Auffahren des oder der Teilhohl-Wände oder Wandteile Richtstollen vorzutreiben, räume eine zum Ausfräsen des Erdreiches dienende innerhalb derselben die Wände oder Wandteile in Fräsvorrichtung mit mindestens einem Fräswerkzeug Längsabschnitten zu betonieren, dann den über der 20 auf einem entsprechend dem Profil der zu betonieren-Oberkante der Wände verbleibenden, meist kalotten- den Bauwerkswandungen geformten Führungsgestell förmigen oberen Teil des Hohlraumprofiles als quer zur Längsrichtung des Bauwerkes von einem Ganzes im bergmännischen Vortrieb, im Messer- zum anderen Richtstollen hin- und herbewegt wird, vortrieb od. dgl. herzustellen, in diesem Teil die wobei das Führungsgestell unter Längsführung seiner Decke mit Anschluß an die Wände zu betonieren und 25 Enden in den Richtstollen in axialer Richtung des schließlich den noch belassenen Erdkern wegzu- Bauwerkes mit der Fräsvorrichtung in dem oder den nehmen. Dieses Vorgehen ist umständlich, da der beim Ausfräsen des Erdreiches entstehenden Teil-Ausbruch für den oberen Profilteil viel Zeit er- hohlräumen vorwärts bewegt wird und anschließend fordert und außerdem aufwendig ist. Auch weist der die Teilhohlräume, gegebenenfalls unter Einbringen belassene Erdkern nur eine im Verhältnis zur Quer- 30 einer Bewehrung, im Bauwerksquerschnitt gesehen schnittsfläche der Bauwerkswände sowie der Decke von mindestens einem der Richtstollen aus durch- und gegebenenfalls Sohle geringe Querschnittsfläche gehend von Richtstollen zu Richtstollen ausbetoniert auf, da die Richtstollen und der zum Herstellen der und hierbei auch die Bauwerksteile im Bereich der Decke notwendige obere Ausbruch einen großen Teil Richtstollen mitbetoniert werden,
des Erdkernes vorwegnehmen. 35 Die Herstellung der Wände und Decke bzw. Bau-
Das Gleiche ist der Fall, wenn in ebenfalls an sich werkswandungen eines langgestreckten unterirdibekannter Weise z.B. außer zwei seitlichen, im sehen Bauwerkes in dieser Weise bietet gegenüber Bereich der Wandsockel verlaufenden Richtstollen den bekannten Verfahren verschiedene Vorteile. So noch ein den mittleren Bereich der Decke erfassender kann zunächst die Fräsvorrichtung zur Herstellung Firststollen vorgetrieben, dann das Erdreich zwischen 40 von Teilhohlräumen jeder Profilform verwendet werdem Firststollen und den beiden unteren seitlichen den, wobei es nur notwendig ist, daß im Falle einer Stollen zur Bildung von Teilhohlräumen weg- Profilform, die zwischen den Richtstollen Ecken aufgenommen und in diesen die Wand- und Deckenteile weist, diese Ecken wegen der Führung der Fräsvordes Bauwerkes in Form von Halbschalen betoniert richtung ausgerundet werden. Zur Bildung von Teilwerden. Denn hierzu müssen nach den bisher be- 45 hohlräumen verschiedener Profilform braucht daher kannten Verfahren die Teilhohlräume von Hand her- nur das Führungsgestell der jeweiligen Profilform gestellt und gegebenenfalls abgestützt werden, wobei angepaßt oder ausgewechselt zu werden, während die sie jedoch zwangläufig eine erheblich größere radiale Fräsvorrichtung zum Ausfräsen des Erdreiches bei Höhe erhalten, als es zur Herstellung der Wand- und jeder Profilform verwendbar ist. Die Bauwerkswan-Deckenteile in der erforderlichen Dicke notwendig ist. 50 düngen können daher ebenfalls jede gewünschte Dies hat zur Folge, daß zum Betonieren der Wand- Querschnittsform erhalten, so daß das Bauwerk z. B. und Deckenteile ebenso wie bei dem zuerst als auch mit hufeisenförmigem Profil hergestellt werden bekannt erwähnten Verfahren mindestens eine kann. Weiterhin können die Fräsvorrichtung und ihr Innenschalung angeordnet werden muß. Außerdem Antrieb verhältnismäßig einfach ausgebildet sein, da ist auch hierbei der verbleibende Erdkern im Quer- 55 das oder die Fräswerkzeuge zum Ausfräsen des Erdschnitt verhältnismäßig klein, so daß das bei der reiches nur in der Querrichtung bewegt werden und Kernbauweise angestrebte Ziel, im Schutz der ihr Vorschub in vorhandenen, durch die Richtstollen bereits betonierten Bauwerkswände und -decke einen gebildeten Hohlräumen erfolgt. Zur Bildung des oder möglichst großen Erdkern unter Verwendung ratio- der Teilhohlräume braucht ferner das Erdreich nur neller Abbaumaschinen wegnehmen zu können, 60 mit einer radialen Weite weggenommen zu werden, ebenfalls nur unvollkommen erreicht wird. die der zur Aufnahme des Gebirgsdruckes notwen-
Es ist weiterhin ein Verfahren zur Errichtung weit- digen größten Dicke der Bauwerkswandungen entgespannter unterirdischer Räume, z. B. von Tunneln spricht. Hierbei bilden sowohl die äußere Umfangs- oder Bunkern in Kernbauweise bekannt, bei dem begrenzung als auch die innere Umfangsbegrenzung ebenfalls von Richtstollen aus Teilhohlräume zum 65 der Teilhohlräume zugleich die entsprechende Be-Herstellen der Bauwerkswandungen gebildet werden grenzung der herzustellenden Bauwerkswandung, ge- und bei dem die Weite dieser Teilhohlräume im gebenenfalls auch einer äußeren Dichtung und/oder wesentlichen der Dicke der Bauwerkswandungen ent- sonstigen Isolierung, so daß zum Herstellen der Bau-
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werkswandungen mit Ausnahme ihrer im Quer- Fig. 2 den zugehörigen Längsschnitt im Bereich
schnittsbereich der Richtstollen liegenden Teile kei- des Firststollens und
nerlei Schalung benötigt wird. Zur Bildung einer F i g. 3 das Führungsgestell in axialem Schnitt mit
Dichtung und/oder sonstigen Isolierung kann dabei einer Fräsvorrichtung in Seitenansicht,
an der äußeren Umfangsbegrenzung der Teilhohl- 5 Gemäß F i g. 1 ist ein langgestrecktes unterirdisches räume eine Dichtungs- und/oder Isolierfolie angeord- Bauwerk mit einem etwa hufeisenförmigen Quernet werden. Gegebenenfalls kann zur Herstellung schnitt herzustellen, dessen Bauwerkswandung die einer geschlossenen Innenfläche der zu betonierenden Wände und Decke umfaßt und eine entsprechende Bauwerkswandungen das Erdreich auch an der inne- hufeisenförmige Profilform aufweist. Zur Herstellung ren Umfangsbegrenzung der Teilhohlräume durch io des Bauwerkes werden zunächst in an sich bekannter eine Kunststoff-Folie abgedeckt werden. Da in den Weise drei Richtstollen 1, 2 und 3, z. B. im Messermeisten Fällen die Teilhohlräume, wie bereits er- vortrieb oder unter Anwendung von ein kreisrundes wähnt, im Querschnitt genau der Profilform und Hohlprofil bildenden Fräsmaschinen vorgetrieben und größten Dicke der Bauwerkswandung entsprechend erforderlichenfalls mit einer nicht dargestellten abausgefräst werden können, weist somit auch der ver- 15 stützenden Auskleidung versehen. Von diesen Richtbleibende Erdkern die größtmöglichen Querschnitts- stollen aus werden, wie insbesondere aus der rechten abmessungen auf. Dieser Erdkern kann in kurzem Hälfte der Fig. 1 ersichtlich ist, zwei Teilhohl-Abstand dem Betonieren der Bauwerkswandungen räume 5 hergestellt und in diesen die Bauwerkswanfolgend weggenommen und die Bauwerkssohle in dung in Form von zwei Halbschalen 6 aus Beton oder Längsabschnitten nachbetoniert werden. 20 Stahlbeton hergestellt (vgl. F i g. 1 linke Hälfte).
Das Ausbetonieren der Teilhohlräume kann ge- Zur Bildung der Teilhohlräume 5 und der Bau-
mäß einem weiteren Merkmal der Erfindung bei werkswandung wird an einer den Bauwerkanfang ereinigermaßen standfestem Gebirge unmittelbar dem schließenden Einsatzstelle, z. B. in einem Erschlie-Ausfräsen des Erdreiches folgend in Längsabschnit- ßungsschacht oder an einer senkrechten Stirnwand ten durchgeführt werden, deren Länge insbesondere 25 an einem Böschungsfuß, ein entsprechend der entsprechend den Gebirgsverhältnissen bemessen Profilform der Bauwerkswandung gebogenes Fühwird. Wenn das Gebirge nicht genügend standfest ist, rungsgestell 4 aufgestellt, das von dem unteren Richtso kann es an der äußeren Umfangsbegrenzung der stollen 1 über den Firststollen 3 bis in den Bereich Teilhohlräume, insbesondere im überhängenden Be- des anderen unteren Richtstollens 2 reicht und innerreich, durch eine sich hinter dem Führungsgestell der 30 halb des Profils der herzustellenden Bauwerkswan-Fräsvorrichtung vorwärts bewegende, wandernde dung verläuft. Auf dem Führungsgestell 4 ist quer Stützvorrichtung vorübergehend abgestützt werden. zur Längsrichtung des herzustellenden Bauwerkes Die zu betonierenden Längsabschnitte können am eine Fräsvorrichtung bewegbar, die mindestens ein vorderen Ende jeweils durch einen aufblasbaren Fräswerkzeug 7 aufweist. Das Fräswerkzeug 7, das Schlauch als Stirnschalung begrenzt werden. 35 als Fräsrad ausgebildet und um eine parallel zur
Vorzugsweise wird das Verfahren nach der Erfin- Längsachse des Bauwerkes verlaufende Drehachse 8 dung so durchgeführt, daß zwei Teilhohlräume, wie drehbar ist, weist einen Durchmesser auf, der der an sich bekannt, von zwei unteren seitlichen Rieht- radialen Höhe 9 der Bauwerkswandung entspricht, stollen und einem mittleren Firststollen aus herge- und ist an seiner Umfangsfläche mit Fräsgliedern 10 stellt werden und daß der Ortbeton für die Bau- 40 besetzt. Bei der dargestellten Ausführungsform ist bei werkswandungen als Pumpbeton von dem Firststol- Verwendung von nur einem Fräswerkzeug 7 dieses len aus eingebracht wird. Auf diese Weise ergibt sich von dem einen im unteren Richtstollen 1 liegenden ein besonders schonender Abbau des Erdreiches. Ende des Führungsgestelles 4 über den Firststollen 3 Auch wird die Abführung des beim Ausfräsen der hinweg bis zum anderen Ende des Führungsgestelles Teilhohlräume anfallenden Erdreiches sowie die Zu- 45 bewegbar, das im Querschnittsbereich des anderen führung des Betons in die Teilhohlräume erleichtert. unteren Richtstollens 2 liegt. Beide unteren Richt-
Zur Durchführung des Verfahrens dient Vorzugs- stollen 1 und 2 sind in Höhe der Wandsockel 11 des weise eine Einrichtung, die ein entsprechend der Bauwerkes angelegt und enthalten Führungsbahnen Profilform der Bauwerkswandung gestaltetes, quer 12, auf denen das Führungsgestell 4 in der durch den zur Längsachse des Bauwerks aufstellbaresFührungs- 5° Pfeil 13 in Fig. 2 angedeuteten Längsrichtung des gestell sowie eine auf diesem quer zur Längsrichtung herzustellenden Bauwerkes vorwärts bewegbar ist.
des Bauwerkes von einem bis zum anderen Ende des Die Welle 14 des Fräswerkzeuges 7 ist gemäß
Führungsgestelles bewegbare Fräsvorrichtung mit Fig. 3 durch einen ein nicht gezeigtes Drehlager mindestens einem Fräswerkzeug aufweist. Hierbei enthaltenden Getriebekasten 15 oder ein sonstiges kann die Ausbildung derart sein, daß das bzw. jedes 55 Gehäuse hindurchgeführt und bei der dargestellten Fräswerkzeug durch ein an seinem Umfang mit Fräs- Ausführungsform mit einem an das Fräswerkzeug gliedern besetztes Fräsrad oder durch eine entspre- angebauten Antriebsmotor 16 verbunden. Der Gechende Frässcheibe mit im wesentlichen in Längs- triebekasten 15 bzw. das Gehäuse ist seinerseits an richtung des Bauwerks verlaufender Drehachse ge- der Innenseite mit Laufrädern 17 und auf der Außenbildet ist. Die Fräsvorrichtung kann durch einen 60 seite mit einer Laufrolle 18 versehen und mit den Zahntrieb oder durch einen Seil- bzw. Kettenzug in Laufrädern 17 zur hin- und hergehenden Querbeweeiner Führung des Führungsgestelles hin- und her- gung des durch den Motor 16 angetriebenen, um bewegbar sein. seine Achse 8 rotierenden Fräswerkzeuges 7 im Sinne
Nachstehend ist die Erfindung an Hand der in der des Doppelpfeiles in F i g. 1 entsprechend der Profil-Zeichnung als Beispiel dargestellten Ausführungs- 65 form der Bauwerkswandung auf dem Führungsform beschrieben. Es zeigt gestell 4 von dem einen Ende bis zu dem anderen
F i g. 1 das herzustellende Bauwerk bzw. die hier- Ende desselben geführt. Die Laufrolle 8 läuft dabei für zu bildenden Teilhohlräume im Querschnitt, auf der äußeren Begrenzung des Teilhohlraumes 5.
Zur Ausführung dieser Querbewegung kann an dem Fräswerkzeug ein angetriebenes Zahnrad 19 angeordnet sein, das auf einer entsprechend dem Führungsgestell 4 gebogenen und ebenfalls von einem zum anderen Ende des Führungsgestelles reichenden Verzahnung 20 abrollt. Statt eines solchen Zahntriebes kann zur Querbewegung des Fräsrades auch ein Seiloder Kettenzug angeordnet sein.
Wenn die Fräsvorrichtung in Betrieb gesetzt wird, so werden durch das Fräswerkzeug 7 in dem anstehenden Erdreich bzw. Gebirge die am Außenumfang des für das Bauwerk herzustellenden Gesamthohlraumes entlang verlaufenden Teilhohlräume 5 ausgefräst, deren radiale Höhe 9 im wesentlichen nur der Dicke der herzustellenden Bauwerkswandung entspricht. Zur späteren Herstellung des Gesamthohlraumes verbleibt daher ein Erdkern 22 von größtmöglichen Querschnittsabmessungen. In den Teilhohlräumen 5, die jeweils von Richtstollen zu Richtstollen reichen, wird das Führungsgestell 4 entsprechend dem Fräsfortschritt in axialer Richtung des herzustellenden Bauwerkes schrittweise vorwärtsbewegt und dabei auf den Führungsbahnen 12 der Richtstollen längsgeführt.
Statt mit nur einem Fräswerkzeug 7 kann die Einrichtung z. B. auch mit zwei solchen Fräswerkzeugen versehen sein, von denen jedes zur Herstellung eines der beiden Teilhohlräume 5 dient, die jeweils der Form und Größe der zu betonierenden Halbschale 6 der Bauwerkswandung entsprechen. In diesem Falle können die beiden Fräswerkzeuge auf den beiden Halbbogen des Führungsgestelles 4 derart querbewegt werden, daß sich ihre Arbeitsbahnen im Bereich des Firststollens 3 etwas überschneiden. Auch können die beiden Halbbogen des Führungsgestelles 4 in kurzem Längsabstand hintereinander aufgestellt sein und sich mit ihren oberen Enden im Bereich des Firststollens 3 etwas überschneiden.
Gemäß der Erfindung werden der oder die Teilhohlräume 5 der Vorwärtsbewegung des Führungsgestelies 4 mit der Fräsvorrichtung folgend, gegebenenfalls nach Einbringen einer Bewehrung, zur Bildung der Halbschalen 6 bzw. der aus ihnen bestehenden Bauwerkswandung, im Querschnitt gesehen, von .Richtstollen zu Richtstollen durchgehend ausbetoniert. Da die Dicke der Halbschalen 6 der radialen Weite 9 der Teilhohlräume 5 entspricht, ist zum Betonieren der Halbschalen im Bereich der Teilhohlräume keinerlei Schalung notwendig. Gegebenenfalls kann zur Bildung einer Dichtungs- und/oder Isolierungshaut an der Außenfläche der Bauwerkswandung an die äußere Umfangsbegrenzung des oder der Teilhohlräume 5 eine nicht gezeigte Dichtungs- und/oder Isolierfolie angelegt werden. Auch kann zur Bildung einer geschlossenen Innenfläche der Beton- bzw. Stahlbetonwandung das Erdreich an der inneren Umfangsbegrenzung des oder der Teilhohlräume 5 durch eine Kunststoff-Folie abgedeckt werden. Eine Schalung ist lediglich im Querschnittsbereich der Richtstollen 1, 2 und 3 notwendig und kann in Form der in der linken Hälfte der F i g. 1 dargestellten, wandernden Schalungsabschnitte 23 und 24 ausgebildet werden. Das Betonieren erfolgt bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel durch Einbringen des Betons vom Firststollen 3 aus vorzugsweise mittels nicht gezeigter Betonpumpen in der Weise, daß die Halbschalen 6 jeweils von unten aufsteigend betoniert werden. Die Halbschalen 6 bzw. die Bauwerkswandung werden hierbei, wie aus F i g. 2 ersichtlich, in Längsabschnitten 25 betoniert, deren Länge entsprechend den Gebirgsverhältnissen bemessen wird und die an ihrem vorderen Ende jeweils durch einen aufblasbaren Schlauch 26 zur Bildung einer Stirnschalung abgeschlossen werden können.
Falls das Gebirge keine genügende Standfestigkeit aufweist, so kann es an der äußeren Umfangsbegrenzung des oder der Teilhohlräume 5 mittels einer sich hinter dem Führungsgestell 4 der Fräsvorrichtung vorwärts bewegenden, wandernden Stützvorrichtung an sich bekannter Art abgestützt werden, deren Schreitbewegungen von einem der Richtstollen aus gesteuert werden können.

Claims (9)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Auffahren von Hohlräumen für die Herstellung langgestreckter unterirdischer Bauwerke, insbesondere Tunnel, Stollen od. dgl. in Kernbauweise, bei dem innerhalb des herzustellenden Hohlraumprofiles Richtstollen vorgetrieben, dann zwischen diesen ein Teilhohlraum oder mehrere Teilhohlräume zum Herstellen der Bauwerkswandungen in Form von den Gebirgsdruck aufnehmenden Wand- und Deckenteilen aus Ortbeton mit oder ohne Bewehrung aufgefahren werden, deren radiale Weite im wesentlichen der größten Dicke der Bauwerkswandungen entspricht, und schließlich der zwischen den Bauwerkswandungen verbliebene Erdkern entfernt wird, dadurch gekennzeichnet, daß zum Auffahren des oder der Teilhohlräume eine zum Ausfräsen des Erdreiches dienende Fräsvorrichtung mit mindestens einem Fräswerkzeug auf einem entsprechend dem Profil der zu betonierenden Bauwerkswandungen geformten Führungsgestell quer zur Längsrichtung des Bauwerkes von einem zum anderen Richtstollen hin- und herbewegt wird, wobei das Führungsgestell unter Längsführung seiner Enden in den Richtstollen in axialer Richtung des Bauwerkes mit der Fräsvorrichtung in dem oder den beim Ausfräsen des Erdreiches entstehenden Teilhohlräumen vorwärts bewegt wird und anschließend die Teilhohlräume, gegebenenfalls unter Einbringen einer Bewehrung, im Bauwerksquerschnitt gesehen von mindestens einem der Richtstollen aus durchgehend von Richtstollen zu Richtstollen ausbetoniert und hierbei auch die Bauwerksteile im Bereich der Richtstollen mitbetoniert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausbetonieren des oder der Teilhohlräume unmittelbar dem Ausfräsen des Erdreiches folgend in Längsabschnitten durchgeführt wird, deren Länge insbesondere entsprechend den Gebirgsverhältnissen bemessen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Teilhohlräume, wie an sich bekannt, von zwei unteren seitlichen Richtstollen und einem mittleren Firststollen aus hergestellt werden und daß der Ortbeton für die Bauwerkswandungen als Pumpbeton von dem Firststollen aus eingebracht wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei nicht standfestem Gebirge die äußere Begrenzung
des oder der Teilhohlräume, insbesondere im überhängenden Bereich, durch eine sich hinter dem Führungsgestell der Fräsvorrichtung vorwärts bewegende, wandernde Stützvorrichtung vorübergehend abgestützt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsabschnitte beim Ausbetonieren des oder der Teilhohlräume an ihrem vorderen Ende jeweils durch einen aufblasbaren Schlauch als Stirnschalung be- ίο grenzt werden.
6. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein entsprechend der Profilform der Bauwerkswandungen gestaltetes, quer zur Längsachse des Bauwerkes aufstellbares Führungsgestell (4) sowie eine auf diesem quer zur Längsrichtung des Bauwerkes von einem bis zum anderen Ende des Führungsgestelles beweg-
bare Fräsvorrichtung mit mindestens einem Fräs werkzeug (7).
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, daß das oder jedes Fräswerkzeu durch ein an seinem Umfang mit Fräsglieden (10) besetztes Fräsrad oder durch eine entspre chende Frässcheibe mit im wesentlichen in Längs richtung des Bauwerkes verlaufender Drehachsi (8) gebildet ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 6 oder 7, da durch gekennzeichnet, daß die Fräsvorrichtung durch einen Zahntrieb (19, 20) oder durch einer Seil- oder Kettenzug in einer Führung des Führungsgestelles hin- und herbewegbar ist.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das oder jedes Fräswerkzeug zu seinem Drehantrieb mit einem unmittelbar an das Fräswerkzeug angebauten Antriebsmotor (16) versehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 009 525/146
DE19691903911 1969-01-27 1969-01-27 Verfahren und Einrichtung zum Auffahren von Hohlraeumen fuer die Herstellung langgestreckter unterirdischer Bauwerke,insbesondere Tunnels,Stollen od.dgl. Pending DE1903911B1 (de)

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