DE1902665C3 - Einrichtung zum Kuppeln und Entkuppeln von Gelenkwellen für Walzwerksantriebe - Google Patents
Einrichtung zum Kuppeln und Entkuppeln von Gelenkwellen für WalzwerksantriebeInfo
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Description
durch einen Ringverschluß mit wenigstens einem io förmigen Zentrierungen bzw. mit langgezogenen
Schraubbolzen zusammengehalten werden und Schrägen ausgebildet sind.
wobei im Inneren der beiden Flansche eine.Zcn- Teleskopartig ineinanderschiebbare Rohre hydrautrierung
mit das Drehmoment übertragenden lisch zu verschieben ist aus der USA.-Patentschrift
Querkeilen vorgesehen ist, dadurch ge- 3 073 134 bekannt Hierbei wird jedoch ein einfach
kennzeichnet, daß dem teleskopartigen 15 wirkender Hydraulikzylinder verwendet.
Längenausgleich der Gelenkwellen teile (1,2) die- Aus der USA.-Patentschrift 763 127 ist ein
nende im Innern oder an der Oberfläche der Ge- Klemmringverschluß zu entnehmen, bei dem im Gelenkwellenteile
(1,2) angesetzte Hyaraulikzylin- gensatz zu dem erfindungsgemäßen Klemmringverder
(3) vorgesehen sind und daß der abtriebssei- Schluß mit an den Sehen abgeschrägten Nuten komtige
Kuppelflansch (4) mit dem Gelenkwellen- 20 pliziert geformte hohlkugelförmige Elemente vorgeflansch
(15) durch einen geteilten Klemmringver- sehen sind.
Schluß (11) mit an den Seiten abgeschrägten Das weitere Merkmal der erfindungsgemäßen Lo-
Ringnuten (19) durch zwei Kopfschrauben (16) sung, nämlich Querkeile zur Drehmomentenübertra-
und Muttern (17) verbunden ist und daß der gung mit kegelstumpfförmigen Zentrierungen im In-
Kuppelflansch (4) und der Gelenkwcllenflansch 25 nern des Gelenkwellen- bzw. Kuppelflansches, ist im
(15) bzw. die im Zentrum liegenden Querkeile wesentlichen aus der österreichischen Patentschrift
(7) mit kegelstumpfförmigen Zentrierungen (8,9) 221 460 bekannt.
bzw. mit langgezogenen Schrägen ausgebildet Hier wird bei ein- und auskuppelbaren Gelenkwel-
sind. , Jen eine mit Abflachungen versehene Zentrierung in
30 Form des als Zentrierbolzen ausgebildeten Walzen-
Zapfenendes verwendet, die mit entsprechenden Gegenprofilen
der Kupplungsmuffe zusammenwirkt.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Kup- Die Vereinigung aller dieser für sich bekannten
pein und Entkuppeln von Gelenkwellen für Walz- Merkmale in einer Einrichtung der eingangs genannwerksantriebe
mit teleskopartigem Längenausgleich 35 ten Art erlaubt es jedoch erst, die Aufgabe so zu löimd
mit Flanschverbindungen zwischen Antrieb und sen, daß das Kuppeln und Entkuppeln der Gelenk-Abtrieb,
wobei unter den abtriebsseitigen Flanschen welle und damit der Walzenwechsel so vereinfacht
über Druckzylinder höhenveränderliche und feststell- werden kann, daß nicht nur eine erhebliche Zeiteinbare
Stützschalen vorgesehen sind und die Flansche sparung eintritt, sondern daß auch ohne Zuhilfedurch
einen Ringverschluß mit wenigstens einem 40 nähme eines Werkstattkranes ein Walzenwechsel
Schraubbolzen zusammengehalten werden und wobei ohne großen Arbeitsaufwand möglich wird,
im Inneren der beiden Flansche eine Zentrierung mit Ausführungsbeispiele der Erfindung sollen nachdas
Drehmoment übertragenden Querkeilen vorgese- folgend an Hand der Zeichnungen näher erläutert
hen ist. werden. Daher zeigt
Eine derartige Einrichtung ist aus der »VDI-Zeit- 45 F i g. 1 einen Längsschnitt durch die Gelenkwellen
schrift« (1960, Nr. 31, I.November, S. 1463, Bild 22) mit Kuppelflanschen bei geöffneter Flanschverbin-
bekannt. dung und innenliegendem Hydraulikzylinder,
Bekanntlich erreichen Gelenkwellen für Walz- F i g. 2 die Stützschale und deren Bewegungseinwerke
mit hoher Leistung Eigengewichte bis zu 201, richtung,
so daß zum Kuppeln und Entkuppeln ein bcachtli- 50 F i g. 3 einen Längsschnitt durch Gelenkwelle und
eher Aufwand an Stütz- und Längsverschiebeeinrich- Kuppelflanschc in Arbeitsstellung mit abgeklappter
tungen der Gelenkwellen und manueller Arbeit not- Stülzschale,
wendig ist, der sich in einem beträchtlichen Zeitauf- F i g. 4 einen Querschnitt durch den Klemmringwand
äußert. Verschluß,
Das Hantieren mit schweren Teilen bringt außer- 55 Fig.5 einen Gelenkwellen-Längsschnitt mit ar
dem eine Erhöhung der Unfallgefahr mit sich und er- der Oberfläche der Gelenkwelle angesetztem Hy-
fordert zusätzlich einen Werkstattkran, der dann wie- draulikzylinder und
derum für die übrige Werkstatt ausfällt. F i g. 6 den Längsschnitt nach F i g. 5 mit abge
Uur.li die aus der obigen Literaturstelle bekann- nommenemHydraulikzylinder.
ten, während des Walzenwechsels wirkenden Stütz- 60 Bei dem in den F i g. 1 bis 3 dargestellten Ausfüh
lager allein läßt sich der Zeitaufwand jedoch nicht rungsbeispiel besteht die Einrichtung im wesentli
maßgeblich verringern. chen aus den beiden Gelenkwellenteilen I und 2 de
Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, Gelenkwelle mit Längenausgleich, in der ein Hydrau
eine Einrichtung der eingangs genannten Art so aus- Iikzylinder3 angeordnet ist, aus dem Kuppelflansch'
zubilden, daß wesentliche Arbeits- und Zeiteinspa- 65 der anzutreibenden Walzenwelle und der über einei
rungen beim Walzenwechsel möglich sind. hydraulischen Druckzylinder heb-, senk- und fest
Gelöst ist diese Aufgabe erfindungsgemäß da- stellbaren Stützschale 5, die sich um den Punkt 5
durch, daß dem teleskopartigen Längenausgleich der verschwenken läßt.
V.
Der vorzunehmende Walzenwechsel erfolgt bei zu- eine Leitungsbruch 12 ersetzt, die einen freien
rückgeschobenem Gelenkwellenflansch IS, wobei Druckmittelfluß zwischen den beiden Hubräumen
sich der Gelenkwellenteil 2 mit Gelenkwellenflansch gleichen Querschnitts des Hydraulikzylinders 3 ge-
15 auf der Stützschale S abstützt, und die Quer- stattet und somit eine freie Längsverschiebung der
keile 7 und Nuten 10 werden so eingestellt, daß sie in 5 Gelenkwellenteile 1 und 2 längs der Vielkeilwelle 20
etwa fluchten. Danach wird der Hydraulikzylinder 3 ermöglicht.
über Steckverbindungen 6 und Schlauchleitungen in Ein zweites Anwendungsbeispiel der Erfindung ist
Pfeilrichtung mit Druckmittel beaufschlagt, so daß in den Fig. 5 und 6 dargestellt. Hier ist der Hydrausich
Gelenkwellenteil 2 und zugeßöriger Gelenkwel- Iikzylinder3 an der Außenseite der Gelenkwellenlenflansch
15 um die Strecke 18 nach rechts bewegen. io teile 1,2 angebracht und greift mit seinen beiden Ga-
Nach Zusammenführen des Kuppelflansches 4 und bein 13 in die umlaufenden Nuten 14 ein, die in
des Gelenkwellenflansches 15, wobei die Zentrierung F i g. 6 zu erkennen sind. Nach erfolgter Verschiemit
Hilfe der langgezogenen Schrägen an den Quer- bung und Anlegen des Klemmringverschlusses nach
keilen 7 und den kegelstumpfförmigcn Zentrierun- F i g. 6 wird der Hydraulikzylinder 3 mit Hilfe des
gen 8,9 erfolgt, läßt sich die Stützschale 5 absenken, 15 Werkstattkranes entfernt und bei erneut notwendig
ohne daß ein Abkippen des mit dem Gelenkwellen- werdender Verschiebung wieder angelegt, wobei bei
flansch 15 versehenen Gelenkwellenteiles zu befürch- beiden Hydraulikzylinder-Anordnungen bei der Deten
ist. Darauf wird der geteilte Klemmringverschluß montage der Kuppel- und der Gelenkwellenflansch
11 angelegt und vermittels der Kopf schrauben 16 mit Druck beaufschlagt werden, so daß sich der
und Muttern 17 miteinander verschraubt, wobei die 20 Klemmringverschluß leicht abheben läßt,
an beiden Seiten abgeschrägte Ringnut 19 des Die letztgenannte Anordnung des Hydraulikzylin-Klemmringverschlusses 11 sich an die mit entspre- ders hat den besonderen Vorteil, den Flüssigkeitschenden Abschrägungen versehenen Außenseiten des widerstand während der Teleskopbewegungen der Kuppelflansches 4 und des Gelenkwellenflansches 15 Gelenkwelle durch die Abnahme des Hydraulikzylinanlegen und diese gleichmäßig zusammenpressen, 25 ders ausgeschaltet zu haben, so daß eine besonders während Querkeil 7 der Drehmomentübertragung leichte Verschiebbarkeit auf der Vielkeilwelle 20 gedient, geben ist.
an beiden Seiten abgeschrägte Ringnut 19 des Die letztgenannte Anordnung des Hydraulikzylin-Klemmringverschlusses 11 sich an die mit entspre- ders hat den besonderen Vorteil, den Flüssigkeitschenden Abschrägungen versehenen Außenseiten des widerstand während der Teleskopbewegungen der Kuppelflansches 4 und des Gelenkwellenflansches 15 Gelenkwelle durch die Abnahme des Hydraulikzylinanlegen und diese gleichmäßig zusammenpressen, 25 ders ausgeschaltet zu haben, so daß eine besonders während Querkeil 7 der Drehmomentübertragung leichte Verschiebbarkeit auf der Vielkeilwelle 20 gedient, geben ist.
Der geteilte Klemmringverschluß 11 mit nur zwei Abgesehen davon gestatten beide Beispiele eine
Kopfschrauben hat die Wirkung eines Schnellvert schnelle und sichere Verschiebung der Gelenkwelle,
Schlusses. Nach erfolgtem Schließen des Klemmring- 30 die nicht nur Zeit, sondern auch Arbeit einspart, so
Verschlusses und Absperren des Druckmittelzuflusses daß beim Walzenwechsel die Produktionsunterwerden
die Steckverbindungen 6 gemäß F i g. 3 durch brechung wesentlich verkürzt wird.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patente nsDruch· Gelenkwellenteile dienende im Innern oder an derH ' Oberfläche der Gelenkwellenteile angesetzte Hydrau-Einrichtung zum Kuppeln und Entkuppeln von Hkzylinder vorgesehen sind und daß der abrriebssei-Gelenkwellen für Walzwerksantriebe mit teleskop- tige Kuppelflansch mit dem Gelenkwellenflansch artigem Längenausgleich und mit Flanschver- 5 durch einen geteilten Klemmringverschluß mit anbindungen zwischen Antrieb und Abtrieb, wobei den Seiten abgeschrägten Ringnuten durch zweiunter den abtriebsseitigen Flanschen über Druck- Kopfschrauben und Muttern verbunden ist und daßzylinder höhenveränderliche und feststellbare der Kuppelflansch und der Gelenkwellenflansch bzw.Stützschalen vorgesehen sind und die Flansche die im Zentrum liegenden Querkeile mit kegelstumpf-
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691902665 DE1902665C3 (de) | 1969-01-15 | 1969-01-15 | Einrichtung zum Kuppeln und Entkuppeln von Gelenkwellen für Walzwerksantriebe |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19691902665 DE1902665C3 (de) | 1969-01-15 | 1969-01-15 | Einrichtung zum Kuppeln und Entkuppeln von Gelenkwellen für Walzwerksantriebe |
Publications (3)
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|---|---|
| DE1902665A1 DE1902665A1 (de) | 1970-08-27 |
| DE1902665B2 DE1902665B2 (de) | 1974-01-03 |
| DE1902665C3 true DE1902665C3 (de) | 1975-08-21 |
Family
ID=5722875
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19691902665 Expired DE1902665C3 (de) | 1969-01-15 | 1969-01-15 | Einrichtung zum Kuppeln und Entkuppeln von Gelenkwellen für Walzwerksantriebe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1902665C3 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29909271U1 (de) | 1999-05-27 | 1999-08-26 | Voith Sulzer Papiertechnik Patent GmbH, 89522 Heidenheim | Gelenkwelle |
Families Citing this family (6)
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|---|---|---|---|---|
| DE4332893C1 (de) * | 1993-09-22 | 1994-08-18 | Mannesmann Ag | Ausrückbare Gelenkwelle für Walzwerksantriebe |
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| DE10001858A1 (de) | 2000-01-18 | 2001-07-19 | Voith Paper Patent Gmbh | Einrichtung zum Verbinden einer Gelenkwelle mit einem Antriebszapfen einer anzutreibenden Walze |
| LU91128B1 (de) * | 2005-01-05 | 2006-07-06 | Karl Hugo S A Maschf | Vorrichtung zum Ankuppeln eines Lagerzapfens an einen Antrieb |
| AT505149B1 (de) | 2005-10-03 | 2008-11-15 | Voest Alpine Ind Anlagen | Walzgerüst mit verschiebevorrichtung |
| DE102013205539A1 (de) * | 2013-03-28 | 2014-10-02 | Zf Friedrichshafen Ag | Gelenkwellenanordnung eines Kraftfahrzeuges |
-
1969
- 1969-01-15 DE DE19691902665 patent/DE1902665C3/de not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29909271U1 (de) | 1999-05-27 | 1999-08-26 | Voith Sulzer Papiertechnik Patent GmbH, 89522 Heidenheim | Gelenkwelle |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1902665B2 (de) | 1974-01-03 |
| DE1902665A1 (de) | 1970-08-27 |
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