DE1901771B - Allseitig bewegbares Kipplager für Tragwerke - Google Patents
Allseitig bewegbares Kipplager für TragwerkeInfo
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Description
Ausgehend von dem bekannten, allseitig bewegba- Kipplagers schematisch dargestellt sind. In der Zeichren
Kipplager für Tragwerke, insbesondere Brücken, nung zeigt
mit einem in einem Topf angeordneten, aus elastisch Fig. 1 ein Kipplager mit angeschrägten Kontakt-
und/oder plastisch verformbarem Werkstoff beste- flächen zwischen Deckplatte und Dichtring, entlang
henden Druckkissen, auf das sich die Auflast über 5 der Linie I-I in Fig. 2 geschnitten, in Seitenansicht,
eine mit Spiel in den Topf eingreifende Deckplatte F i g. 2 das gleiche Kipplager, entlang der Linie
abstützt, sowie einem den Spalt zwischen der Deck- H-II in F ig. 1 geschnitten, in Draufsicht,
platte und der Topfwandung abschließenden Dicht- F i g. 3 eine andere Ausführungsform des Kippla-
ring, der das dem Druckkissen zugewendete Ende der gers, dessen Deckplatte einen umlaufenden offenen
Deckplatte umgreift, wild die der Erfindung zu- io Falz besitzt, im Schnitt und
gründe liegende Aufgabe dadurch gelöst, daß der aus F i g. 4 eine weitere Ausführungsform des Kipplaeinem
korrosionsbeständigen und reibungsarmen gers, dessen Deckplatte stumpf auf den Dichtring aufWerkstoff,
wie Polytetrafluorethylen, gefertigte gesetzt ist, im Schnitt,
Dichtring hohlzylinderarüg ausgebildet ist und nach Das dargestellte Kipplager weist einen Topfboeinem
ersten Lösungsvorschlag sich auf dem Topfbo- 15 den 1 mit einer aufgeschweißten starren Seitenden
abstützt oder nach einem zweiten Lösungsvor- wand 2, eine Deckplatte 3 und ein eingesetztes
schlag mit seinem dem Topfboden zugewendeten Druckkissen 4 auf. Die Deckplatte 3 ist mit Spiel in
Ende in eine einen fließbaren Stoff enthaltende Ring- den von dem Topfboden 1 und der Seitenwand 2 genut
eingreift. bildeten Topf eingesetzt uud in diesem kolbenartig
Das erfindungsgemäß ausgebildet Kipplager hat 20 geführt. Während die Teile des Topfes in der Regel
in beiden Ausführungsformen den technischen Vor- aus Stahl hergestellt sind, besteht das Druckkissen 4
teil, daß das Druckkissen nur noch auf der Ober- und in der Regel aus Gummi.
Unterseite mit den durch Korrosion gefährdeten Flä- Bei dem in den F i g. 1 und 2 dargestellten Kipplachen
der Bodenplatte und der Deckplatte in Beruh- ger ist zwischen dem Druckkissen 4 und der Seitenrung
kommt, während der durch die Schwingungen as wand 2 ein hohlzylinderartiger Dichtring 5 angeord-
und Kippbewegungen der Deckplatte ständig in Be- net, der sich auf dem Topfboden 1 abstützt. Die
wegung befindliche Außenmantel des Druckkissens Deckplatte 3 und der Dichtring 5 besitzen angenur
noch auf der Innenseite des hohlzylinderartig schrägte Kontaktflächen 6, 7, mit denen sie bei BeIaausgebildeten
Dichtrings bewegt wird. Jeglichei Kon- stung des Druckkissens 4 im Preßsitz aufeinanderlietakt
des Druckkissens mit der Seitenwand des Topfes, 30 gen. Die Neigung der Kontaktflächen 6, 7 ist derart,
der seinen mechanischen Verschleiß bisher verur- daß die Deckplatte 3 kippen kann. Dadurch wird die
sacht hat. ist beseitigt. Die Fuge zwischen der Seiten- zwischen der Seitenwand 2 und der Deckplatte 3 umwand
des Topfes und der Deckplatte ist durch den laufende Fuge 8 zum Druckkissen 4 hin absolut dicht
Preßsitz zwischen Deckplatte und Dichtring bei BeIa- abgeschlossen. Bei zunehmender Belastung des Kippstung
des Kipplagers absolut dicht verschlossen. Ver- 35 lagers nimmt die Pressung und damit die Abdichtwirsuche
haben ergeben, daß der Dichtring nicht nur den kung zu, so daß auch bei höchsten öelastungen der
mechanischen Verschleiß des Druckkissens beseitigt, Gummi des Druckkissens 4 nicht durch die Fuge 8
sondern zugleich auch die Fuge so einwandfrei ab- nach außen fließen kann. Die maximale Belastbarkeit
dichtet, daß ein erfindungsgemäß ausgebildetes Kipp- des Kipplagers wird allein von der Druckfestigkeit
lager einen größeren Kippwinkel ermöglicht und 40 der Seitenwand 2 und der der Unterlage bestimmt,
auch eine höhere Belastung aushält. Bei extremen auf der das Kipplager aufgesetzt ist.
Kippwinkeln können zur weiteren Schonung des Bei der in F i g. 3 dargestellten Ausführungsform Druckkissens auch noch die diesem zugewendeten des Kipplagers besitzt die Deckplatte 3 an ihrer UnFlächen der Deckplatte und der Bodenplatte in be- terseite einen zum Druckkissen 4 hin offenen, umlaukannter Weise mit Polytetrafluorethylen überzogen 45 fenden Falz 9, in den der Dichtring 5 bei Belastung werden. des Druckkissens 4 eingreift. In dieser Ausführungs-
Kippwinkeln können zur weiteren Schonung des Bei der in F i g. 3 dargestellten Ausführungsform Druckkissens auch noch die diesem zugewendeten des Kipplagers besitzt die Deckplatte 3 an ihrer UnFlächen der Deckplatte und der Bodenplatte in be- terseite einen zum Druckkissen 4 hin offenen, umlaukannter Weise mit Polytetrafluorethylen überzogen 45 fenden Falz 9, in den der Dichtring 5 bei Belastung werden. des Druckkissens 4 eingreift. In dieser Ausführungs-
In bevorzugter Ausführungsform kann der Dicht- form ist das Kipplager nur für normale Kippwinkel
ring aus reinem, glasfaserverstärktem oder gemisch- geeignet,
tem Polytetrafluorethylen bestehen. Bei dem in F i g. 4 dargestellten Kipplager ist die
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der ersten so Deckplatte 3 stumpf auf den hohlzylinderartig ausge-
Lösung können die Kontaktflächen an der Deckplatte bildeten Dichtring 5 aufgesetzt, der am unteren Ende
und an dem Dichtring kugelzonenförmig ausgebildet in eine umlaufende Ringnut 10 des Topfbodens 1
sein. hineinragt. Die Ringnut 10 ist mit einem fließbaren
Bei der zweiten Lösung können zweckmäßig in der Stoff ausgefüllt, damit der Dichtring 5 bei wechseln-
Außenwand des Dichtrings Schmiertaschen angeord- 55 der Kipp'age der Deckplatte 3 deren Aufwärtshewe-
net sein. gungen folgen kann. Nur so ist gewährleistet, daß die
Bei beiden erfindungsgemäßen Lösungen kann der Fuge 8 zum Druckkissen 4 hin immer einwandfrei ab-
Dichtring selbst aus einem endlichen Band bestehen, gedichtet ist. Da bei dieser Ausführungsform des
welches in den Topf eingelegt wird und sich an den Kipplagers Relativbewegungen zwischen dem Dicht-Enden
mit gegenläufig angeschrägten Stoßkanten 60 ring S und der Seitenwand 2 auftreten, sind in der
überlappt. Außenseite des Pichtringes 5 Schmiertaschen 11 vor-
Weitere Vorteile des in den Patentansprüchen 1 bis gesehen.
6 gekennzeichne ven Gegenstands der Erfindung erge- Bei allen drei Ausführurtgsformen wird der Dichtben
sich aus der nachfolgenden Besehreibung der ring S als endliches Band mit gegenläufig angeschräg-Zeichnung,
in der verschiedene bevorzugte Ausfüh- 65 ten Stoßkanten 12 in den aus dem Topfboden 1 und
rungsformen eines erfindungsgemäß ausgebildeten der Seitenwand 2 gebildeten Topf eingelegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Allseitig bewegbares Kipplager für Trag- eingesetzten und in diesem geführten Kopfplatte auf
werke, insbesondere Brücken, mit einem in einem 5 das Druckkissen aus Gummi od. dgl. übertragen. Da-Topf
angeordneten, aus elastisch und/oder pla- mit das Druckkissen unter dem Druck der Auflast
stisch verformbarem Werkstoff bestehenden nicht aus der Fuge zwischen der Seitenwand des Top-Druckkissen,
auf das sich die Auflast über eine fes und der Deckplatte herausgequetscht wird, sind
mit Spiel in den Topf eingreifende Deckplatte ab- zur Abdichtung dieser Fuge verschiedene Dichtungsstützt,
sowie einem den Spalt zwischen der Deck- io anordnungen bekannt.
platte und der Topfwandung abschließenden, das Bei den bekannten Kipplagern liegt das eingedem
Druckkissen zugewendete Ende der Deck- schlossene Druckkissen an der Seitenwand des Topplatte
umgreifenden Dichtring, dadurch ge- fes, die in der Regel aus einem auf die Bodenplatte
kennzeichnet, daß der aus einem korro- aufgeschweißten Stahlring besteht, unmittelbar an.
sionsbeständigen und reibungsarmen Werkstoff, 15 Nach dem Einbau des Kipplagers werden die in der
wie Polytftrafluoräthylen, gefertigte Dichtring (5) Brücke auftretenden Schwingungen und Lageveränhohlzylinderartig
ausgebildet ist und sich auf dem derungen auf das Druckkissen übertragen, so daß
Topfboden (1) abstützt. dieses ständig in Bewegung ist. Ein Nachteil der be-
2. Allseitig bewegbares Kipplager für Trag- kannten Kipplager besteht darin, daß die ständige
werke, insbesondere Brücken, mit einem in einem 20 Reibung zwischen dem Druckkissen und der Seiten-Topf
angeordneten, aus elastisch und/oder pla- wand des Topfes im Lauf der Jahre zu mechanischen
stisch verformbarem Werkstoff bestehenden Verschleißerscheinungen führt. Diese Verschleißer-Druckkissen,
auf das sich die Auflast über eine scheinungen werden durch die von außen an der Seimit
Spiel in den Topf eingreifende Deckplatte ab- tenwand in den Topf hineinkriechende Korrosion
stützt, sowie einem den Spalt zwischen der Deck- 25 beschleunigt.
platte und der Topfwandung abschließenden, an Bekannte Dichtungsanordnungen zur Abdichtung
dem dem Druckkissen zugewendeten Ende der der Fuge zwischen der Seitenwand des Topfes und
Deckplatte anliegenden Dichtring, dadurch ge- der Deckplatte, wobei die Deckplatte je nach Einbaukennzeichnet,
daß der aus einem korrosionsbe- lage des Kipplagers über oder unter dem Druckkissen
ständigen und reibungsurme" Werkstoff, wie Po- 30 angeordnet sein kann, bestehen aus einem in dem
Iytetrafluoräthylen, gefertigte Dichtring (S) hohl- Druckkissen oder in der Kopfplatte versenkt anzylinderariig
ausgebildet ist und mit seinem dem geordneten, der Seitenwand des Topfes kolbenringar-Topfboden
(1) zugewendeten Ende in eine einen tie anliegenden Ring aus formbeständigem, insbesonfh'eßbaren
Stoff enthaltende Ringnut (10) eingreift. dere metallenem Werkstoff, wie Stahl. Diese bekann-
3. Kipplager nach Anspruch 1 oder 2, dadurch 35 ten Dichtungsanordnungen shid nicht geeignet, die
gekennzeichnet, daß der Dichtring (5) aus reinem, vorstehend angeführten Verschleißerscheinungen am
glasfaserverstärktem oder gemischtem Polytetra- Druckkissen zu beseitigen. Erfahrungsgemäß führen
fluoräthylen besteht. diese bekannten Dichtungsanordnungen vielmehr zu
4. Kipplager nach Anspruch 1, dadurch ge- einem beschleunigten Verschleiß des Druckkissens,
kennzeichnet, daß die Kontaktflächen (6, 7) an 40 so daß schließlich sogar die ordnungsgemäße Funkder
Deckplatte (3) und an dem Dichtring (5) ku- tion des Kipplagers nicht mehr gewährleistet ist.
gelzonenförmig ausgebildet sind. Eine andere bekannte Dichtungsanordnung besteht
gelzonenförmig ausgebildet sind. Eine andere bekannte Dichtungsanordnung besteht
5. Kipplager nach Anspruch ?. dadurch ge- aus einer Kombination von zwei Dichtungsringen aus
kennzeichnet, daß in der Außenwand des Dicht- Polytetrafluoräihylen (PTFE), von denen einer im
rings (5) Schmiertaschen (11) angeordnet sind. 45 Druckkissen versenkt unterhalb der Fuge und der an-
6. Kipplager nach einem der Ansprüche 1 bis dere als Führungsring in der Fuge zwischen der Sei-5.
dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtring (5) tenwand des Topfes und der Kopfplatte angeordnet
aus einem endlichen Band besteht und gegenläu- ist. Diese bekannte Dichtungsanordnung ist ebenfalls
fig angeschrägle Stoßkanten (12) besitzt. nicht geeignet, den Verschleiß des Druckkissens
50 durch mechanische Reibung an der Seitenwand des Topfes zu verhindern. Diese bekannte Dichtungsan-
Ordnung ist allenfalls geeignet, das Vorkriechen der
Korrosion in den Topf hinein eine zeitlang aufzuhalten. Spätestens nach einigen Jahren wird die Korro-
Die Erfindung betrifft ein allseitig bewegbares 55 sion aber auch bei dieser Dichtungsanordnung in den
Kipplager für Tragwerke, insbesondere Brücken, mit Topf gelangen.
einem in einem Topf angeordneten, aus elastisch Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das ein«
und/oder plastisch verformbarem Werkstoff beste- gangs beschriebene allseitig bewegbare Kipplager für
henden Druckkissen, auf das sich die Auflast über Tragwerke mit dem Ziel zu verbessern, daß das
eine mit Spiel in den Topf eingreifende Deckplatte 60 Druckkissen außer der notwendigerweise in Kauf zu
abstützt, sowie einem den Spalt zwischen der Deck- nehmenden Druckbeanspruchung und elastischen
platte und der Topfwandung abschließenden Dicht- bzw. plastischen Verformung einem weiteren meeha-
ring, der in einer Ausführungsform das dem Druck- nischen Verschleiß nicht unterliegt. Dabei soll das
kissen zugewendete Ende der Deckplatte umgreift Kipplager so ausgebildet sein, daß das Druckkissen
oder in einer anderen nebengeordneten Ausführungs- 65 auch infolge der nach mehreren Jahren in den Topf
form an dem dem Druckkissen zugewendeten Ende hineingelangenden Korrosion der Stahlteile, insbe-
der Deckplatte anliegt. sondere der Seitenwand, nicht in Mitleidenschaft ge-
Kipplager der vorstehend beschriebenen Gattung zogen wird.
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10242994A1 (de) * | 2002-09-17 | 2004-03-18 | Khd Humboldt Wedag Ag | Gleitschuhlagerung für Drehtrommeln wie z. B. für eine Rohrmühle |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10242994A1 (de) * | 2002-09-17 | 2004-03-18 | Khd Humboldt Wedag Ag | Gleitschuhlagerung für Drehtrommeln wie z. B. für eine Rohrmühle |
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