DE1901633A1 - Einrichtung zum Durchlassen einer Einspritznadel - Google Patents
Einrichtung zum Durchlassen einer EinspritznadelInfo
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Description
PAT Ξ Ν Γ A N WA LT E
21 HAMBURG 9O a MÖNCHEN 8O
WILSTOItFER STR. 33 - TEL. 10411) 77OS61 LUCILE CRAHN-STR 22 - TEL. (OBII) 44 08 46
München, 10. Januar Li/D
Anmelders UNILEVER N.V., Ffuseumpark 1, Rotterdam,
Niederlande
Einrichtung zum Durchlassen einer Eineprita-
nadel
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Durchlassen
einer Einspritsnadel zum Zu» oder Abführen einer Flüssigkeiten
und/oder Gasmenge in einen oder aus einem abgeechlos*
senen Raum, in welchen die Einspritznadel über eine ein»
stellbare Einlaßkappe und eine Membran aus elastischem Material eindringt.
Einrichtungen dieser Art werden beispielsweise häufig an»
gewendet beim Zu- oder Abführen von Flüssigkeiten in/oder
aus einer Apparatur ohne Vermischen dieser Flüssigkeiten mit der umgebenden Atmosphäre. Dies tritt z.B. beim Ziehen
von Flüseigkeits und/oder Gasproben aus einem geschlossenen System oder beim Analysleren einer Stoff mischung in
einem Gascbronatographen auf. Im letzteren Fall wird die
zu analysierende Mischung als Flüssigkeit zusammen mit
eine« sogenannten Trägergas über eine Einspritzeinrichtung
in eine Kolonne eingeführt, weiche mit einem bestimmten Abnorptionsmaterial,
z.B. mit Silicagel, gefüllt ist. Die verschiedenes Komponenten der zu analysierenden Mischung durch«
laufen die Kolonne mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten,
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und folglich, verlassen sie die Kolonne zu aufeinanderfolgenden Zeitpunkten. Somit dient in dieses Fall das Trägergas,
welches meist Stickstoff oder Helium ist, als ein Fördermittel.
Um Trägergas und zu analysierende Flüasigkeitsmischung in
die Chromatographie die Kolonne ohne Vermischung sit Korn*»
ponenten aus der den Apparat umgebenden Atmosphäre einzuführen,
wird die au analysierende Flüssigkeit in die Einspritzeinrichtung
salt einer Elnspritanadel eingebracht*
und das Trägergas über eine getrennte Einspeiseöffnung in die Einrichtung eingeführt« Bsi dieser Arbeitsweise
| durchstößt die Einspritsnadel eine Membran aus elastischem Material, welche als ein im wesentlichen flüssigkeitsdichter und/oder gasdichter Durchlaß der Binspritznadel
wirkt. Ee ist verständlich, daß auf diese ¥eisβ solch eine
Membran nur1 einige wenige Male verwendet werden kann, nach
welchen eine neue Membran einzubauen ist» Beim Ersetzen der alten Membran durch eine neue kommt die Chromatograph! =
sehe Kolonne in offene Verbindung mit der umgebenden Atmos=*
phäre, wodurch das Trägergassiediura in der Kolonne gestört
wird, welches dann zu ersetzen ist. Dies ist mit großen
Zeitverlusten insbesondere ±m Falle von langen chromatographischen Kolonnen verbunden, da zur gleichen Zeit die Be«
stimmungsapparatur, welche hinter der Kolonne angeordnet ist,
f in störender Weine durch das verunreinigte Trägergas beeinflußt wird.
Bei Verwendung der erfiisdungsgeraäßen Apparatur werden diese
Schwierigkeiten in einem beträchtlichen Ausmaß beseitigt«
Anstatt der üblichen Membran, welche üblicherweise als eine Scheibe aus elastischem Material, das von
der Einspritznadol durchstochen werden kann, zwischen dem
abgeschlossenen Raum und einer einstellbaren Einlaßkappe alt einem Durchlaß für die Ein sprit znadel vorhanden ist:,
schafft die Erfindung eine Membran, welche während s±& unter
dem Druck da:r Elnlatfkappo steht, durch Verschieben 'erneu erbar ist,
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Die Erfindung betrifft folglich, eine Einrichtung zum Durchla es en. einer Einspritznadel zum Zu- oder Abführen einer
Flüssigkeiten- und/oder Gasmenge in einen oder aus einem abgeschlossenen Raum, in welchen die Einepritsinadel über
eine einstellbare EinlaSkapp» und eine Membran aus elastischem Material eindringt. Diese Einrichtung ist dadurch ge«
kennzeichnet« daß die Membran, durch welche die Injektionsnadel hindurchgesteckt wird und welche unter Druck der Einlaßkappe steht, durch Verschieben erneuerbar ist.
Die Erfindung wird vorteilhafterweise mit einer Membran , mit einer Oberfläche von optimaler Glätte ausgeführt.
Dies stellt sicher, daß der Widerstand, welcher beim Verschieben der Membran unter einem gewissen Druck der Einlaß»
kappe auftritt so niedrig wie möglich ist.
Die Membran kann in verschiedenen Formen verwendet werden π
Bevorzugt wird die Fora einer Scheibe, eines Streifens,
eines Drahtes oder dgl.«
Xn der bevorzugton Ausführungsform der Erfindung sind in
der Wandung der Einrichtung unterhalb der einstellbaren Einlaßkappe ein oder mehrere Schlitze vorgesehen, durch
welche das elastische Material in einer Richtung senkrecht zur Bewegungsrichtung der Eiaspritznadel verschoben werden
kann.
Einrichtung wird die Breite oder bsv. der Durchmesser des
Streifens, des Drahtes oder dgl. so gewählt, daß sie oder
er mehr als zweimal den Durchmesser des Durchlasses für die Elnepritznadel in dar Einlafikpppe beträgt.
Die Schlitze in der Wandung der Einrichtung, durch welche
das elaetische Kßterlal unter der Einl&ßkappe verschoben
werden kann, s^iriti vorzugsweise so in der Einrichtung angeordnet, daß zum Schließen ςίβε Durchlasses für die Einspritz-
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nadel in der Einlaßkappe nicht mehr als eine Hälfte der
Breite des Streifens verwendet wird· In diesem Fall kann
der Streifen, nachdem er über seine ganze Länge aber nur { über seine halbe Breite verwendet worden ist» durch einfaches Umdrehen noch einmal über seine ganze Länge; aber jetzt
über die andere Hälfte seiner Breite benutzt werden»
Entsprechend einer anderen bevorzugten Ausführungeform 1st die Einrichtung mit Schlitzen versehen, deren Achsen mit
der Achse des Durchlasses für die Einspritznadel zusammentreffen und diese Achse schneiden.
Die Membran, welche durch Verschieben erneuerbar ist, kann aus verschiedenen elastischen Materialien hergestellt werden, z.B. aus natürlichem Gummi, synthetischem Gummi, Silicongummi und dgl·· Selbstverständlich ist die Temperatur,
welcher das Einspritzetück ausgesetzt werden wird, bei der
Auswahl des Materials für die Membran ein wichtiger Faktor λ Beim Arbeiten unter hohen Temperaturen, z.B. von 150 - 200°C
ist insbesondere Silicongummi ausgezeichnet geeignet.
Der «ron der Einlaßkappe auf die Membran ausgeübte Druck
kann sich in Abhängigkeit von dem Membranmaterial und dem Gasdruck in dem abgeschlossenen Raum hinter der Membran
über «inen weiten Bereich ändern. Während des Erneu ems der
Membran durch Verschieben muß der von der Einlaßkappe ausgeübte Druck natürlich nicht so hoch sein, daß Verschieben
unmöglich gemacht oder die Membran »«retort wird. Andererseits sollte während des Verschiebenβ der Membran der von
der Einlaßkappe auf sie ausgeübte Druck mindestens so hoch sein, daß das Eindringen von atmosphärischer Luft in den .
abgeschlossenen Raum verhindert wird. Während des Einspritzens kann der maximale Druck, welcher von der Einlaßkappe
auf die Membran ausgeübt wird, meist höher als der maximal zulässige Druck während des Verschiebens der Membran sein.
Bei Verwendung der erfindungsgemäßen Einrichtung kann der Druck in dem abgeschlossenen Raum, in welchen Flüssigkeit
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eingespritzt wird, ebenfalls über einen sehr weiten Bereich,
z.B. von 1 - 15 ate., schwanken, obwohl üblicherweise Drucke
von beispielsweise 1-5 atm» angewandt werden·
Das Trägergas wird der Einspritzvorrichtung Über ein Zufuhr«·
rohr mit einem vorzugsweise kleinen Außendurchmeaser von
z.B. 2 mm zugeführt, welches soweit es den letzten Abschnitt an der Seite der Einspritzeinrichtung anbelangt,
als eine Spirale ausgeführt sein kann, welche rund um einen Abschnitt der beispielsweise aus Messing gefertigten Einspritzeinrichtung gewunden ist. Dieser Abschnitt kann dann
gewünschtenfalls zusammen mit der Spirale mit Hilfe von
Heizelementen erhitzt werden.
Ein» beispielhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung wird noch anhand der Zeichnungen beschrieben. Es stellen dar:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Einspritzeinrichtung,
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Einspritzeinrichtung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf diese Einrichtung, Fig. 3 eine ähnliche Draufsicht wie Fig, 2, in welcher
die erneuerbare Membran eine drehbare Scheibe ist, Fig. k eine perspektivische Ansicht der Einrichtung nach
Fig. 1 und 2.
Die z.B. aus Messing angefertigte Einspritzeinrichtung 1
besteht aus einem Körper 2 mit einer axialen Bohrung 3· An einer Seite geht diese Bohrung in eine Erweiterung k
mit einem Innengewinde über, welches mit einer nicht dar» ,
gestellten chromatographischen Kolonne verbunden ist.
Die Befestigung des Einspritzstückes erfolgt mit einem Flansch 5» der Schr&ubanlucher 6 aufweist.
Auf der anderen Seite geht die axiale Bohrung 3 ebenfalls in eine Erweiterung 7 über, weiche mit einem Innengewinde ,
versehen ist.
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~ 6
Durch zwei gegenüberliegende Schlitze 8t welche in der
Wandung des innerlich erweiterten Abschnittes 7 des Körpers 2 vorgesehen sind, ist eine Meaibran 9 ζ·Β· in der Form
eines Streifens aus durchscheinendes Silicongummi geschoben worden, welche die Öffnung der axialen Bohrung 3 zu der Erweiterung 7 hin verschließt. Bin veränderlicher Druck kann
auf die Membran ausgeübt werden durch. Anziehen.der einstellbaren Einlaßkappe 10 von Hand, welche ein Außengewinde hat,
das in das Innengewinde der Erweiterung 7 paßt. Die>
EinlajB-kappe ist mit einer. Bohrung 11 versehen, deren Achse mit
der Achse der Bohrung 3 zusaramenfällt.
welche die Leitung I3 zur Zuführung von TrÖ&ergaa angoschlos*
sen ist. Gewünschtenffills kann die Leitung 13 y als eine
Spirale um den Körper Z gewunden sein (in der Zeichnung nicht dargestellt).
In Figur 3 ist die Membran als eine Scheibe 14 ausgeführt,,
welche um einen Drehpunkt 15 bewegbar ist. Die zwei Schilt»
ze 8 der Figur k sind durch einen größeren Schlitz er«
setzt worden, welcher das Anordnen eines Teiles der Scheibe unter der Einlaßkappe 10 ermöglicht«
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Claims (6)
1. Einrichtung zum Durchlassen einer Einspritznadel zum
2?u- oder Abführen einer Flüssigkeiten und/oder Gasmenge
einen
in/oder aus einem abgeschlossenen Raum, in welchen die
Einspritznadel über eine einstellbare Einlaßkappe und
eine Membran aus elastischem Material eindringt, dadurch gekennzeichnet» daß die Membran (9· i4), durch
welche die Einspritznadel hindurchgesteckt wird und welche unter dem Druck der Einlaßkappe (1O) steht,
durch Verschieben erneuerbar ist«
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Membran (9,14) mit einer Oberfläche von opti
iler Glätte verwendet wird.
3· Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet» daß die Membran (14) die Form einer Scheibe hat,
4. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet« daß die Membran (9) die Form eines Streifens, eines
Drahtes oder dgl· hat.
5« Einrichtung nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie Mit einem oder mehreren
Schlitzen (3) versehen ist, durch welche das elastische Material unter der Einlaßkappe (io) in einer
Richtung senkrecht zur Bewegungsrichtung der Einspritznadel verschoben werden kann.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1,2,4 oder 5· dadurch gekennzeichnet, daß die Breite oder bzw. der
Durchmesser des Streifens (9) bzw. des Drahtes oder dgl. mehr als zweimal den Durchmesser des Durchlasses
für die Einspritznadel in der Einlaßkappe (IO) betragt.
7, Einrichtung nach einem der Ansprüche 1, 2, 4, 5 oder 6,
909836/0899 „ 8 -
dadurch gekennseichneti da£ die Schlitze (8), durch welch· hindurch das elastische Material unter der Einlaßkappe (io) verschoben werde» kamt, In der Einrichtung so
angeordnet sind, daß warn SchXiefien des Durchla··«« der
Eiliapritznadel in der Eisilafikappe (10) nicht eehr al*.
eine Hälfte der Breite de* Streifen* (9) verwendet wird.
8· Xisrichttmg nach eine« der Aneprüohe 1, 2, 4, 5 oder 6,
dadurch gekennseichoet« daß sie alt Schlltxen (8) ver-•ehen ist, deren Achse» «it ^lw Achse de* Durchlässe*
für die Einsprit «nadel tu »alwnj t r elf en und diese Achse
achneiden.
9« Vorrichtung nach einesi der Torgehenden Ansprüche, da
dureh gekennseiohnet» dmfi die Meabran (9, tk) au* synthetische« Gtiwi oder SlliconguaeU. besteht«
1Ov Verfahre« svus Analysieren einer Mischung aus Verbindungen mi t/einer chroatatograpbischen Kolonne, bei welche*
die Mischung in flüssiger For» der Kolotme «it einer
Xissprltsnadel fiber #*?*« B^napriteeinrichtenff m^mtWtxcif,,,
wird, dadurch gekennseieimee, dafi eise »ineprittcltj- .
richtung in thbereinst T iinig ait einesi der Ansprüche I -■verenet wird· ... .
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