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DE19963669A1 - Kontrollsystem - Google Patents

Kontrollsystem

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DE19963669A1
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Detektion von Munition, Drogen, Sprengstoff, Handgranaten, Minen und atomaren Substanzen mittels mindestens eines Hochfrequenz-Senders und -Empfängers, eines Speichers und eines Prozessors oder programmierbaren Bausteins, wobei DOLLAR A a. die Probe einer möglichst monochromatischen Strahlung ausgesetzt wird, die mit der Zeit ihre Frequenz ändert und so einen Frequenzbereich überstreicht, DOLLAR A b. dabei die Strahlung sukzessive gemessen wird, die von der Probe und den umliegenden Materialien absorbiert wird, wobei Absorptionsresonanzeffekte für charakteristische Spektren einer Probe sorgen, DOLLAR A c. das gemessene Spektrum mittels einer Korrelation oder einer Abstandsbestimmung mit einer zuvor ermittelten molekularspezifischen Tabelle verglichen wird, die für jedes zu detektierende Material (Drogen, Munition usw.) im Speicher abgelegt sein muß, DOLLAR A d. überschreitet die Korrelation einen festgelegten Schwellwert oder unterschreitet der Abstand eine zuvor definierte Schwelle, so handelt es sich bei der Probe um das Material, dessen Daten in der Tabelle abgelegt sind.

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur De­ tektion von Substanzen, Gemischen in verschiedenen Aggre­ gatzuständen.
Es sind bereits Vorrichtungen zur Detektion verschiedener atomarer Substanzen bzw. Moleküle bekannt (WO 98 36 265). So gibt es beispielsweise eine Vorrichtung, die auf der Basis von Polymeren die Moleküle erkennen kann, mit denen die Polymere in Kontakt gekommen sind. Verschiedene Poly­ mere, die mit einer leitfähigen Substanz versehen sind ändern bei Aufnahme des Moleküls ihr Volumen und damit ihren Widerstand. Der wiederum kann gemessen werden und läßt Rückschlüsse auf das Molekül zu.
Es gibt Vorrichtungen zur Laserspektroskopie, die auch auf Distanz Gasgemische auf ihre Zusammensetzung untersu­ chen können. Dazu darf jedoch kein für dieses Licht un­ durchsichtiges Material im Wege stehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auf Entfernung, berührungslos Substanzen wie Drogen, Sprengstoff, und/oder atomare Substanzen zu detektieren.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch folgende Merkmale gelöst:
  • a) mittels mindestens eines Hochfrequenz-Senders
  • b) eines Hochfrequenz-Empfängers
  • c) eines Prozessors oder programmierbaren Bausteins
  • d) und eines Speichers,
wobei die von dem Hochfrequenzsender ausgehenden Strah­ len auf die Substanz oder das Gemisch auftreffen und zu­ mindest ein Molekül anregen und dann die zurückgehende Strahlung messen und die daraus resultierende Informa­ tion in einem Vektor zusammenfassen.
Hierbei ist von besonderer Bedeutung, daß das HF-Anre­ gungsfeld (HF = Hochfrequenz) nicht, wie in vielen Ver­ suchsanordnungen üblich, homogen ist, sondern radial ab­ gestrahlt wird, da keine Rückschlüsse auf die Struktur des Materials gemacht werden müssen. und keine Streuungs­ daten ermittelt werden, sondern das Material nur anhand seines Energieniveaus "wiedererkannt" werden soll.
Ein wesentlicher Schritt wird dadurch erreicht, daß die Schwierigkeit, spektrale Anteile der Absorption von Probe und Umgebung zu trennen, durch die Korrelation mit den tabellarisch festgelegten Werten weitgehend gelöst wird. Überschreitet die Korrelation einen festgelegten Schwell­ wert oder unterschreitet der Abstand eine zuvor defi­ nierte Schwelle, so handelt es sich bei der Probe um das Material, dessen Daten in der Tabelle abgelegt worden sind.
Genauso bietet die Methode der Abstandsbestimmung (z. B. euklidisch) zwischen einem gemessenen Absorptionsvektor und den tabellarisch gespeicherten Musterabsorptionsvek­ toren, die zu dem zu detektierenden Material gehören, eine Möglichkeit, die Spektren anderer Materialien von dem zu detektierenden Material zu unterscheiden.
Hierbei wird also in vorteilhafter Weise ein berührungs­ freies Meßverfahren eingesetzt, wobei mittels HF-Strahlen die Moleküle zu Schwingungen und Vibrationen angeregt werden. Dabei werden die zurückkommenden Strahlen weiter­ verarbeitet und ausgewertet. Hierdurch läßt sich das Mo­ lekül bestimmen.
Hierdurch besteht auch die Möglichkeit, daß für die Spek­ troskopie eine relativ kleine Energie im Bereich von 10 mW genutzt werden kann, so daß keine wesentlichen Stö­ rungen der Umgebung bei der Messung stattfinden, z. B. im allgemeinen keine Schädigung bzw. keine Störsignale für elektronische oder andere Geräte stattfinden.
Von Vorteil ist auch ein direkt in der Empfangs- bzw. Sendeapparatur integrierter Prozessor, der einen Teil der Vorverarbeitung der Daten übernimmt, da so der Prozessor des Hauptrechners entlastet wird und die Datenübertragung zum Hauptrechner mit geringer Übertragungsrate vollzogen werden kann.
Es ist von besonderer Bedeutung, daß die Vorrichtung hochfrequente Radiowellen zur Detektion benutzt, da so die Substanzen auch durch Wände, Glas und andere undurch­ sichtige Materialien hindurch "erkannt" werden können.
Von besonderem Vorteil ist, daß an einen Hauptrechner mehrere HF-Meßapparaturen angeschlossen werden können, da so eine zentrale Überwachung mehrerer Stationen möglich ist.
Hierdurch ist es vorteilhaft, daß die Probe einer von dem Hochfrequenzsender ausgehenden Strahlung ausgesetzt wird, die in etwa monochromatisch ist, wobei sie mit der Zeit ihre Frequenz ändert und so einen Frequenzbereich überstreicht, und dabei wird sukzessive die Strahlung ge­ messen, die von der Probe und den umliegenden Materialien absorbiert wird, wobei Absorptionsresonanzeffekte für charakteristische Spektren einer Probe sorgen, wobei das gemessene Spektrum mittels einer Korrelation oder einer Abstandsbestimmung mit einer zuvor ermittelten molekular­ spezifischen Tabelle verglichen wird, und dabei die Kor­ relation oder der Abstand mit einem zuvor definiertem Schwellwert verglichen wird.
Ferner ist es vorteilhaft, daß die HF-Sendestation auf die Probe ein HF-Signal zwischen 3 104 Hz und 3 109 Hz aussendet und die Frequenz mit der Zeit ändert, um einen Frequenzbereich abzutasten. In diesem Bereich werden die Moleküle leicht zu Schwingungen und Vibrationen angeregt. Um die bestimmten Anregungsfrequenzen zu treffen, wird der Frequenzbereich abgetastet.
Vorteilhaft ist es außerdem, daß die HF-Empfangsstation die von der Probe zurückkommende Strahlung in seine spektralen Komponenten zerlegt. Dadurch ist es möglich, das für das Molekül charakteristische Spektrum zu ermit­ teln.
Vorteilhaft ist es ferner, daß das Spektrum gefiltert wird. Hierdurch kann die Güte der Detektion erhöht wer­ den.
Außerdem ist es vorteilhaft, daß die spektralen Kompo­ nenten normiert und in einen Vektor zusammengefaßt wer­ den. Hierdurch wird erreicht, daß die für die Weiterver­ arbeitung notwendige Information wegen der Normierung un­ abhängig von der Gesamtintesität der Strahlung, also un­ abhängig von der Entfernung des Senders und Empfängers zur Probe ist und vektoriell weiterverarbeitet werden kann.
Außerdem ist es vorteilhaft, daß jedes zu detektierende Material auch einem normierten Vergleichsvektor zu­ geordnet wird, der in einer Tabelle abgelegt ist. Die zu detektierenden Materialien sind auch jeweils einem Vektor zugeordnet, die in einer molekularspezifischen Tabelle abgelegt werden, und können dann bei der Messung zum Ver­ gleich herangezogen werden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist es vorteil­ haft, daß die Korrelation jedes Vektors der Tabelle mit dem Vektor der Probe errechnet wird. Durch Bilden der Korrelation wird ein Wert ermittelt, der ein Maß für die Ähnlichkeit der Probe zu dem Molekül aus der molekular­ spezifischen Tabelle ist. Der größte aller ermittelten Korrelationswerte wird gesucht. Hierdurch kann das Mate­ rial gefunden werden, dessen Spektrum der Probe am ähn­ lichsten ist.
Vorteilhaft ist es ferner, daß der größte zuvor er­ rechnete Korrelationswert ermittelt wird, um ihn mit ei­ nem Schwellwert zu vergleichen und bei Überschreitung des Schwellwerts, der Probe die Eigenschaft des Materials zu­ zuweisen, welches zum zugehörigen Tabelleneintrag gehört. Der Vergleich des größten Korrelationswertes mit einer zuvor festgelegten Schwelle entscheidet, ob es sich bei der Probe um das in der Tabelle abgelegte Material han­ delt.
Vorteilhaft ist es ferner, daß der Abstand zwischen jedem Vektor in der Tabelle zu dem Probenvektor errechnet wird. Der ermittelte Abstand ist ein Maß für die Ähnlichkeit der Probe zu dem Molekül aus der molekularspezifischen Tabelle.
Vorteilhaft ist es ferner nach einem anderen Ausführungs­ beispiel, daß der Tabelleneintrag mit dem kürzesten Abstand ermittelt wird, um diesen mit einem anderen Schwellwert zu vergleichen und bei Unterschreitung des Schwellwertes die Detektion des zum Tabelleneintrag gehö­ renden Materials zu bestätigen. Der Vergleich des klein­ sten Abstandswertes mit einer anderen zuvor festgelegten Schwelle entscheidet, ob es sich bei der Probe um das in der Tabelle abgelegte Material handelt.
Außerdem ist es vorteilhaft, daß von der HF-Sende­ station eine Strahlung emittiert wird, die zur gleichen Zeit alle Frequenzanteile aussendet. Durch gleichzeitiges Senden vieler Frequenzen ist es nicht mehr notwendig, die Frequenzen zeitlich hintereinander zu durchlaufen.
Vorteilhaft ist es auch, daß die HF-Empfangsstation die zurückkommende Strahlung zeitlich sehr hochaufgelöst er­ faßt und durch eine Fourier-Transformation in seine spek­ tralen Komponenten zerlegt. Mit alternativen Messungen mittels der Fouriertransformation kann wieder eine spek­ trale Zerlegung gemäß den Merkmalen des Anspruchs 4 er­ reicht werden.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann also ein kom­ plexer Impuls ausgesendet und dann die zurückgenommene Strahlung in sehr kurzer Zeitauflösung erfaßt werden. Dann läßt sich mit Hilfe einer Fouriertransformation das Spektrum des zurückgenommenen Impulses ermitteln.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sind in den Patentansprüchen und in der Beschreibung erläutert und in den Figuren dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 Vorrichtung und die zugehörige Meßanordnung,
Fig. 2 typisches Absorptionsspektrum einer Probe (Vektor),
Fig. 3a, b Umsetzung der Absorptionsenergie in molekül­ spezifische Schwingungen und Rotationen ei­ nes Moleküls,
Fig. 4 Kräfte, die in einem elektrischen Feld auf einen Dipol wirken,
Fig. 5 die schematische Anordnung der Meßanordnung.
In Fig. 1 und 5 ist eine Vorrichtung zur Detektion von Substanzen und Gemischen in verschiedenen Aggregatzustän­ den, nachstehend als Proben bezeichnet, dargestellt. In Fig. 5 ist ein über eine Funkstrecke 13 mit einem Funk­ modem 12 in Verbindung stehender Computer 3 dargestellt. Der Computer 3 wird über ein Handgerät 14 konfiguriert bzw. eingestellt, z. B. auf Dauermessung. Hierdurch soll alles überprüft werden. Ferner kann der Computer 3 so eingestellt werden, daß nur ganz bestimmte Substanzen de­ tektiert werden können. Ferner ist am Rechner 3 gemäß Fig. 1 eine HF-Sendestation 1. Vom Rechner 3 wird die HF- Sendestation dazugebracht, Signal 9 auszusenden und dies auf die Probe 8 zu leiten. In der Probe werden, wie nach­ stehend erläutert, die Merkmale (Fig. 3a, b) angeregt.
Bei bestimmten Frequenzen werden die in den Fig. 3a, b dargestellten Moleküle um die Achse 15 gedreht, das heißt, in Rotation und Vibration versetzt, so daß die Energie bei einer bestimmten Frequenz von der Probe ab­ sorbiert wird. Die eingebende Strahlungsenergie wird in Rotationsenergie, Vibrationsenergie umgewandelt, das heißt die Probe 8 versendet bestimmte Frequenzen, und das hat zur Folge, daß die zurückkommende Strahlung 10 an die HF-Empfangsstation 2 eingegeben und gemessen wird. Auf diese Weise bestimmt man für bestimmte Frequenzen, die gesendet werden - z. B. in 15 KHz-Schritten -.
In Fig. 2 ist dargestellt, daß bei bestimmten Frequenzen negative Piks bzw. Einbuchtungen 2 bis 18 gebildet wer­ den, die Probe 8 die Frequenzen besonders stark absor­ biert (Absorptionsenergie bei Resonanzabsorption 4). So­ mit können alle Substanzen, die ein Dipol-Moment haben, mit dieser Vorrichtung detektiert werden, das heißt die Absorptionswerte 2-18 sind charakteristisch für die Er­ kennung des Stoffes.
Die zu detektierenden Substanzen sind mit ihren Spektren im Rechner hinterlegt und werden als Vergleichsspektrum herangezogen und mit dem Spektrum der detektierten Sub­ stanz verglichen, wie nachstehend noch näher erläutert wird.
Die Moleküle 11 der zu erfassenden Probe befinden sich bei der HF-Spektroskopie in bestimmten quantenmechani­ schen Zuständen. Die in Fig. 3a, 3b können durch äußere Anregung, z. B. durch elektromagnetische Strahlung gemäß Fig. 1, oder durch Stöße mit anderen Elementarteilchen in einen Zustand höherer Energie gebracht werden. Der Un­ terschied zur Atomspektroskopie liegt darin, daß die Energie des Moleküls sich nicht nur durch elektronische Übergänge ändern kann, sondern auch durch Übergänge zwi­ schen seinen Rotations- und seinen Schwingungszuständen.
Ein mehratomiges Molekül (vergl. Fig. 3b) ist nicht wie ein einzelnes Atom nur auf Energieübergänge seiner Elek­ tronen beschränkt, sondern kann auch durch Rotation und Schwingung angeregt werden. Dabei kann man ein Molekül 11a bzw. 11b in erster Näherung als starren Körper be­ trachten, dessen Gestalt durch die Gleichgewichtslage der Kerne bestimmt ist. In Fig. 3 und Fig. 3a sieht man, daß unterschiedliche Moleküle eine unterschiedliche Anzahl von Freiheitsgraden haben können. So hat Molekül 11a nur zwei, das Molekül 11b hingegen drei Rotationsfreiheits­ grade.
In Fig. 3a sind die Rotationsachsen 15', 15" 15" für ein 2-atomiges Molekül angegeben, die um die Winkel α und β rotieren. In Fig. 3b ist ein drelatomiges Molekül dar­ gestellt, das um die Achsen 15', 15", 15''' rotiert.
Der Drehimpuls L ist gequantelt, das heißt diskret und nicht kontinuierlich und abhängig von den soeben be­ schriebenen Freiheitsgraden. Da die Energie proportional zum Drehimpuls ist, ist auch die Energie gequantelt, so daß sich das Molekül nur mit bestimmten Energien anregen läßt, die gleich der Energiedifferenz zweier Drehimpuls- Energieniveaus ist. Auch die Vibrationsenergieniveaus so­ wie die Energieniveaus der Elektronenzustände sind ge­ quantelt, so daß auch hier nur bestimmte Energien zu ei­ ner Anregung führen. Ein angeregtes Molekül wiederum kann spontan den Energiezustand von einem höheren Niveau zu einem niedrigeren Niveau wechseln und dabei ein Photon (bzw. eine elektromagnetische Welle) aussenden, dessen Frequenz proportional zu dieser Energieniveaudifferenz ist. So sind diese Energieniveaudifferenzen und damit die Frequenz der emittierten oder absorbierten Strahlen cha­ rakteristisch für den Aufbau und die Zusammensetzung des Moleküls und lassen sich in einem Spektrum darstellen.
Fig. 2 zeigt ein Absorptionsspektrum eines zweiatomigen Moleküls. Die Absorptionskanten 4 zeigen, bei welchen Frequenzen proportional zum Kehrwert der Wellenlängen 5 die Energie absorbiert und in Rotation und Vibration um­ gesetzt wird.
Dieser Energieniveauwechsel wird mit einem Dipolmoment des Moleküls erklärt.
Fig. 4 zeigt einen solchen Dipol, wobei man sich die La­ dungen Q+ und Q- als Ladungsverschiebungen am Mole­ kül 11a, 11b vorstellen kann, auf die innerhalb eines elektrischen Feldes eine Kraft wirkt und damit ein Mo­ ment. Wird die Probe 8, die die Moleküle 11a oder 11b enthält, vom HF-Sender 1 bestrahlt, so entsteht in der Probe 8 ein Feld. Dieses Innenfeld, dessen Verlauf von den Probeneigenschaften und der Geometrie sowie der räum­ lichen Struktur des Außenfeldes abhängt, regt die La­ dungsträger und Kerne des Moleküls über seine elektrische oder magnetische HF-Komponente (Strahlung 9) an, was eine elektrische oder magnetische HF-Polarisierung bzw. HF- Ströme im Material der Probe 8 hervorruft. Diese modifi­ zieren in bestimmter Weise das Außenfeld des Mole­ küls 11a, was mit der Meßvorrichtung, und zwar dem HF- Empfänger 2 und dem Computer 3, nachgewiesen wird. Dabei wird die Dämpfung bzw. die Frequenzverschiebung eines HF- Resonanzkreises durch die im HF-Feld befindliche Probe 8 ausgenutzt.
Die Eichung der Meßvorrichtung muß zuerst erfolgen. Hierzu werden die Eichdaten im Programm in Form einer mo­ lekularen Frequenztabelle verankert bzw. abgelegt. Zu­ nächst können die Frequenzen der Photonen, die die Probe bei Anregung aussendet, durch herkömmliche Meßvorrichtun­ gen wie Proportionalitätszählrohr, Ionisationskammer, Halbleiterzähler, Szintillationszähler und Cherenkovzäh­ ler nachgemessen werden. All diese Meßvorrichtungen beru­ hen auf dem Prinzip der Ionisation, wobei der dabei ent­ stehende elektrische Impuls, der durch die Ladungstren­ nung bei der Ionisation entsteht, geeignet verstärkt und registriert wird. Aus der gemessenen Energie W der Photo­ nen läßt sich dann einfach die Frequenz f ermitteln: W = h f (h = Plancksches Wirkungsquantum konst.). Diese Energie ist gleich der Differenzenergie zwischen dem an­ geregten und dem relaxierten Zustand der Atome bzw. Mole­ küle der Probe.
Nach der vorliegenden Erfindung werden Anregungsfrequen­ zen bzw. die Radiosignale 8 kontinuierlich ausgesandt. Der HF-Sender 1 besteht aus einer durch einen program­ mierbaren Oszillator angeregten Sendediode, die im Be­ reich zwischen 3 104 Hz bis 3 109 Hz Radiowellen aussenden kann.
Es wird nun im HF-Empfangsteil 2 gleichzeitig zur Anre­ gung die Frequenz der eingehenden Signale 10 gemessen, die einen Pegel bestimmter Signalintensität überschrei­ ten. Hierfür werden die Signale 10 vorverstärkt.
Die Meßwerte werden dann mit den zuvor ermittelten Meß­ werten der Vergleichsproben, Substanzen wie Morphine zum C17, H12, ONM. Morphinsulfat 5H20 oder Schwarzpulver KNO3 oder andere Substanden, Vergleichsproben korreliert.
Überschreitet die Korrelation eine zuvor festgelegte Schwelle, so kann daraus auf das Material der Probe und dessen Eigenschaften geschlossen werden.
Wahlweise kann statt der Korrelation auch eine Abstands­ funktion (z. B. euklidischer Abstand) definiert werden und der Abstand zwischen dem gemessenen Zustandsvektor der Probe und dem Zustandsvektor der Vergleichsprobe be­ stimmt werden. Ist dieser Abstand kleiner als eine zuvor festgelegte Schwelle (andere Schwelle als bei der Korre­ lation), so kann die gemessene Probe der Vergleichsprobe zugeordnet werden.
Bezugszeichenliste
1
Hochfrequenz Sender
2
Hochfrequenz Empfänger
3
Computer
4
Absorptionswerte 2 bis 18, Absorbtionsenergie bei Resonanzabsorption
5
Reziproke Wellenlängenachse (proportional zur Fre­ quenz)
6
Lineares Molekül um zwei Achsen
15
drehbar
7
Nichtlineares Molekül um drei. Achsen drehbar
8
Probe
9
Strahlung, BF Signale, die auf die Probe auftreffen
10
Strahlung, HF Signale, die von der Probe zurückkom­ men
11
a Ein Molekül mit zwei Rotationsfreiheitsgraden
11
b Ein Molekül mit drei Rotationsfreiheitsgraden
12
Funkmodem
13
Funkstrecke
14
Handgerät
15
Achse
15
' Achse
16
E-Feld

Claims (13)

1. Vorrichtung zur Detektion von Substanzen, Gemischen in verschiedenen Aggregatzuständen mit folgenden Merkmalen:
  • a) mittels mindestens eines Hochfrequenz-Senders (1)
  • b) eines Hochfrequenz-Empfängers (2)
  • c) eines Prozessors oder programmierbaren Bausteins (3)
  • d) und eines Speichers (3'),
wobei die von dem Hochfrequenzsender (1) ausgehenden Strahlen (9) auf die Substanz (Probe 8) oder das Gemisch auftreffen und zumindest ein Molekül (11) anregen und dann die zurückgehende Strahlung (10) messen und die dar­ aus resultierende Information in einem Vektor zusammen­ fassen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Probe einer von dem Hochfrequenzsender ausgehen­ den Strahlung ausgesetzt wird, die in etwa monochroma­ tisch ist, wobei sie mit der Zeit ihre Frequenz ändert und so einen Frequenzbereich überstreicht, und dabei wird sukzessive die Strahlung gemessen, die von der Probe und den umliegenden Materialien absorbiert wird, wobei Ab­ sorptionsresonanzeffekte für charakteristische Spektren einer Probe sorgen, wobei das gemessene Spektrum mittels einer Korrelation oder einer Abstandsbestimmung mit einer zuvor ermittelten molekularspezifischen Tabelle vergli­ chen wird, und dabei überschreitet die Korrelation einen festgelegten Schwellwert oder unterschreitet der Abstand eine zuvor definierte Schwelle.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die HF-Sendestation (1) auf die Probe ein HF-Signal (9) zwischen 3 104 Hz und 3 109 Hz aussendet und die Frequenz mit der Zeit ändert, um einen Frequenzbereich abzutasten.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die HF-Empfangsstation (2) die von der Probe zurückkommende Strahlung in seine spek­ tralen Komponenten zerlegt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Spektrum gefiltert wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die spektralen Komponenten normiert werden und in einen Vektor zusammengefaßt wer­ den.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes zu detektierende Mate­ rial auch einem normierten Vergleichsvektor zugeordnet wird, der in einer Tabelle abgelegt ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Korrelation jedes Vektors der Tabelle mit dem Vektor der Probe errechnet wird.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der größte zuvor errechnete Korrelationswert ermittelt wird, um ihn mit einem Schwellwert zu vergleichen und bei Überschreitung des Schwellwerts, der Probe die Eigenschaft des Materials zu­ zuweisen, welches zum zugehörigen Tabelleneintrag gehört.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen jedem Vektor in der Tabelle zu dem Probenvektor errechnet wird.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Tabelleneintrag mit dem kürzesten Abstand ermittelt wird, um diesen mit einem an­ deren Schwellwert zu vergleichen und bei Unterschreitung des Schwellwertes die Detektion des zum Tabelleneintrag gehörenden Materials zu bestätigen.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß von der HF-Sendestation (1) eine Strahlung (9) emittiert wird, die zur gleichen Zeit alle Frequenzanteile aussendet.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die HF-Empfangsstation (2) die zurückkommende Strahlung zeitlich sehr hochaufgelöst erfaßt und durch eine Fourier-Transformation in seine spektralen Komponenten zerlegt.
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