DE19963469A1 - Rotierbare Saugwalze - Google Patents
Rotierbare SaugwalzeInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine rotierbare Saugwalze, bestehend aus einem perforierten Walzenmantel (1) mit zumindest einer Saugzone (2), die von einer mit einer Unterdruckquelle (3) verbundenen Saugkammer (4) innerhalb des Walzenmantels (1) gebildet wird, wobei zumindest je ein zwischen der Saugkammer (4) und der inneren Oberfläche des Walzenmantels (1) angeordnetes Dichtelement (5) die Saugzone (2) wenigstens in Umfangsrichtung (6) begrenzt, die Perforation aus Kanälen (8) besteht und die Kanalmündungen (7) einer äußeren Oberfläche des Walzenmantels (1) möglichst gleichmäßig verteilt und zumindest überwiegend in Umfangsreihen äquidistant angeordnet sind. DOLLAR A Dabei soll die Lärmentwicklung dadurch reduziert werden, dass die Kanäle (8) zumindest einer äquidistanten Umfangsreihe der äußeren Oberfläche des Walzenmantels (1) in Kanalmündungen (9, 9', 9'') an der inneren Oberfläche des Walzenmantels (1) enden, die in Umfangsrichtung nicht äquidistant angeordnet sind.
Description
Die Erfindung betrifft eine rotierbare Saugwalze bestehend aus einem perforierten
Walzenmantel mit zumindest einer Saugzone, die von einer, mit einer
Unterdruckquelle verbundenen Saugkammer innerhalb des Walzenmantels gebildet
wird, wobei zumindest je ein, zwischen der Saugkammer und der inneren Oberfläche
des Walzenmantels angeordnetes Dichtelement die Saugzone wenigstens in
Umfangsrichtung begrenzt, die Perforation aus Kanälen besteht und die
Kanalmündungen der äußeren Oberfläche des Walzenmantels möglichst gleichmäßig
verteilt und zumindest überwiegend in Umfangsreihen äquidistant angeordnet sind.
Derartige Saugwalzen sind seit langem bekannt und werden u. a. in Maschinen zur
Herstellung und/oder Veredelung von Faserstoffbahnen, insbesondere Papier-,
Karton- oder Tissuebahnen eingesetzt.
Um dabei die Wirkung der Saugzone auf ein umschlingendes Band oder vor allem auf
die noch feuchte Faserstoffbahn gleichmäßig zu gestalten, wird eine möglichst
gleichmäßige Anordnung von möglichst vielen äußeren Kanalmündungen angestrebt.
Dies erfolgt im allgemeinen über eine Vielzahl von Bohrungen des Walzenmantels, die
in Umfangsreihen und axialen Reihen angeordnet sind und radial ins Innere der
Saugwalze verlaufen.
Diese Saugwalzen erzeugen viel Lärm, was sich insbesondere bei hohen
Bahngeschwindigkeiten und/oder höheren Vakua noch verstärkt.
Aus diesem Grund wurde beispielsweise eine Lösung gemäß DE 295 07 596
entwickelt, bei der der Saugkammer in Bahnlaufrichtung eine
Geräuschdämpfungskammer folgt. Außerdem weisen die Perforationen mindestens
eine Stufung auf.
Neben dem erhöhten Aufwand kann dabei außerdem das Ergebnis der
Lärmminderung noch nicht befriedigen.
Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine einfach aufgebaute Saugwalze mit
möglichst geringer Lärmentwicklung zu schaffen.
Erfindungsgemäß wurde die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Kanäle zumindest
einer äquidistanten Umfangsreihe von Kanalmündungen der äußeren Oberfläche des
Walzenmantels in Kanalmündungen an der inneren Oberfläche des Walzenmantels
enden, die in Umfangsrichtung nicht äquidistant angeordnet sind. Dabei sollten sich
die Abstände zwischen den Kanalmündungen einer Umfangsreihe an der inneren
Oberfläche des Walzenmantels möglichst unregelmäßig ändern.
Diese Lösung basiert auf der Erkenntnis, dass sich der Luftfluss in den Kanälen beim
Überstreichen der Dichtelemente ändert, da sich in und entgegen der
Umfangsrichtung an eine Saugkammer entweder eine weitere Saugkammer mit meist
anderem Unterdruckpegel oder eine Kammer mit Normaldruck oder Überdruck
anschließt. In jedem Fall verändert sich dabei der Luftstrom in den Kanälen beim
Überstreichen eines Dichtelementes von jeweils einer Reihe von axial nebeneinander
angeordneten Kanalmündungen der inneren Oberfläche des Walzenmantels. Dies
führt zu einer erheblichen Schallemission nach dem Prinzip der Lochsirene. Die
Grundfrequenz dieser Schallwellen wird dabei vom Abstand der Kanalmündungen in
Umfangsrichtung und der Rotationsgeschwindigkeit der Saugwalze bestimmt. Der sich
ergebende Lärm hat im wesentlichen diese Grundfrequenz und ganzzahlige Vielfache
davon.
Die vorgeschlagene Lösung zielt darauf ab, diesen Lochsireneneffekt durch die
Schaffung von Unregelmäßigkeiten zu begrenzen oder ganz auszuschalten. Dies
kann durch die unterschiedlich verlaufenden Kanäle einer Umfangsreihe erfolgen.
Dabei geht es darum, dass nicht alle Kanalmündungen einer Umfangsreihe an der
inneren Oberfläche des Walzenmantels in gleichen Abständen in/aus dem Bereich der
Dichtfläche treten.
Bezüglich der Kanalgestaltung ist es von Vorteil, wenn die Kanalmündungen
zumindest einer axial verlaufenden Reihe der äußeren Oberfläche des Walzenmantels
mit in Umfangsrichtung versetzt dazu angeordneten Kanalmündungen an der inneren
Oberfläche über entsprechende Kanäle verbunden sind. Außerdem ist es in diesem
Zusammenhang von Vorteil, wenn axial benachbarte Kanalmündungen an der
äußeren Oberfläche des Walzenmantels in Umfangsrichtung geringfügig zueinander
versetzt angeordnet sind.
Zwecks Vereinfachung der Herstellung sollten die Kanäle der Perforation die Form
von Bohrungen haben. Des weiteren können insbesondere bei gebohrten Kanälen die
Kanalmündungen an der inneren Oberfläche, in Umfangsrichtung betrachtet,
bezüglich der Kanäle nicht identisch angeordnet sein und/oder verschiedene
Querschnittsformen aufweisen. Zur Schaffung der erwähnten Unregelmäßigkeiten ist
es dabei vorteilhaft, wenn jede vierte, dritte oder zweite Bohrung einer axialen Reihe
der äußeren Oberfläche des Walzenmantels in ihrer Richtung von der, der anderen
vorzugsweise radial verlaufenden Bohrungen abweicht.
Um die Wirkung der Saugzone außen zu vergleichmäßigen, sollten die Bohrungen an
der äußeren Oberfläche in Umfangsrillen des Walzenmantels münden, oder
angesenkt sein.
Zur Abdichtung der Saugkammer in Umfangsrichtung werden vorzugsweise axial
verlaufende Dichtleisten eingesetzt.
Eingesetzt wird die rotierbare Saugwalze vorzugsweise im Zusammenhang mit
endlosen Bändern in Maschinen zur Herstellung und/oder Veredelung von
Faserstoffbahnen, insbesondere Karton-, Papier- oder Tissuebahnen. Dabei ist die
Saugwalze zumindest im Bereich der Saugzone von diesem Band umschlungen.
Neben der Führung des Bandes kann dabei gleichzeitig auch Feuchtigkeit vom Band
abgesaugt werden. Falls das Band beispielsweise in Form eines Siebes oder Filzes
luftdurchlässig ausgeführt ist, kann an der Außenseite des Bandes wenigstens im
Bereich der Saugzone eine Materialbahn, insbesondere eine Faserstoffbahn
gemeinsam mit dem Band laufen. Dabei unterstützt die Saugzone die Haftung der
Materialbahn am Band.
Nachfolgend soll die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
In der beigefügten Zeichnung zeigt die Figur eine Lösung mit versetzten Kanälen 8.
In Fig. 1 ist schematisch ein Teilquerschnitt durch eine rotierbare, zylindrische
Saugwalze dargestellt. Die Saugwalze besteht aus einem perforierten Walzenmantel
1 mit einer Saugzone 2, die von einer mit einer Unterdruckquelle 3 verbundenen
Saugkammer 4 innerhalb des Walzenmantels 1 gebildet wird. Die Saugkammer 4 ist
gegen den Walzenmantel 1 hin abgedichtet, was hier in Umfangsrichtung 6 über axial
verlaufende Dichtelemente 5 in Form von Dichtleisten erfolgt.
Die Perforation des Walzenmantels 1 wird durch Kanäle 8 in Form von Bohrungen
gebildet, die die Verbindung zwischen der Saugkammer 4 und dem Äußeren der
Saugwalze zur Bildung einer Saugzone 2 herstellen. Zur Erzeugung einer möglichst
gleichmäßigen Saugzone 2 sind die Kanalmündungen 7 an der äußeren Oberfläche
des Walzenmantels 1 gleichmäßig verteilt und in Umfangsreihen und in axial
verlaufenden, zueinander versetzten Reihen angeordnet.
Damit nicht alle Kanäle 8 einer axialen Reihe der äußeren Oberfläche des
Walzenmantels 1 in Kanalmündungen 9 einer axial verlaufenden Reihe an der inneren
Oberfläche des Walzenmantels 1 münden, sind die Bohrungen ausgehend von den
äußeren Kanalmündungen 7 einer axialen Reihe abwechselnd verschieden
ausgerichtet, so dass bis zu drei Reihen von Kanalmündungen 9,9',9" an der inneren
Oberfläche des Walzenmantels 1 entstehen. Dabei ist im allgemeinen der größte Teil
der Bohrungen radial ausgerichtet, wobei jedoch alle Umfangsreihen von
Kanalmündungen 9, 9', 9" an der inneren Oberfläche des Walzenmantels 1 nicht
äquidistant angeordnet sind.
Im Ergebnis gelangen nicht alle Kanäle 8 einer Umfangsreihe von Kanalmündungen 7
der äußeren Oberfläche des Walzenmantels 1 in gleichen Zeitintervallen in und aus
dem Wirkungsbereich der Dichtelemente 5, so dass es zu keiner starken Ausbildung
von Lärm infolge des Lochsireneneffektes kommen kann. Der umfangsmäßig
betrachtet unregelmäßige bzw. nicht in gleichen Zeitintervallen ablaufende Ein- und
Austritt in/aus den Dichtungsbereich verringert die Amplituden der erwähnten
Grundfrequenzen sowie deren Vielfache. Außerdem entstehen noch weitere
Frequenzen, so dass es zur gegenseitigen Verringerung oder Auslöschung kommen
kann.
Im Bereich der Saugzone 2 ist die Saugwalze von einem luftdurchlässigen Band 12 in
Form eines Filzes oder Siebes sowie einer außen liegenden Materialbahn 13 in Form
einer Faserstoffbahn umschlungen. In der Saugzone 2 wird nicht nur Wasser aus dem
Band 12 und der Faserstoffbahn abgeführt, sondern auch die Materialbahn 13 am
Band 12 gehalten.
An gebohrten Walzenmänteln 1 kann die Erfindung durch Anfräsen oder Ansenken
entsprechend geformter Kanalmündungen 9, 9', 9" bestehender Kanäle 8 an der
inneren Oberfläche des Walzenmantels 1 realisiert werden. Die Kanalmündungen 9,
9', 9" können hierzu, wie in der Figur angedeutet, verschiedenartig, beispielsweise
kreisförmig oder elliptisch ausgebildet und/oder unterschiedlich, beispielsweise
zentrisch oder nicht-zentrisch zur Bohrung angeordnet sein.
Claims (9)
1. Rotierbare Saugwalze bestehend aus einem perforierten Walzenmantel (1) mit
zumindest einer Saugzone (2), die von einer, mit einer Unterdruckquelle (3)
verbundenen Saugkammer (4) innerhalb des Walzenmantels (1) gebildet wird,
wobei zumindest je ein, zwischen der Saugkammer (4) und der inneren
Oberfläche des Walzenmantels (1) angeordnetes Dichtelement (5) die Saugzone
(2) wenigstens in Umfangsrichtung (6) begrenzt, die Perforation aus Kanälen (8)
besteht und die Kanalmündungen (7) der äußeren Oberfläche des
Walzenmantels (1) möglichst gleichmäßig verteilt und zumindest überwiegend in
Umfangsreihen äquidistant angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass
die Kanäle (8) zumindest einer, äquidistanten Umfangsreihe von
Kanalmündungen (7) der äußeren Oberfläche des Walzenmantels (1) in
Kanalmündungen (9, 9', 9") an der inneren Oberfläche des Walzenmantels (1)
enden, die in Umfangsrichtung nicht äquidistant angeordnet sind.
2. Rotierbare Saugwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
sich die Abstände zwischen den Kanalmündungen (9, 9', 9") einer Umfangsreihe
an der inneren Oberfläche des Walzenmantels (1) möglichst unregelmäßig
ändern.
3. Rotierbare Saugwalze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Kanalmündungen (7) zumindest einer axial verlaufenden Reihe der äußeren
Oberfläche des Walzenmantels (1) mit in Umfangsrichtung (6) versetzt dazu
angeordneten Kanalmündungen (9, 9', 9") an der inneren Oberfläche über
entsprechende Kanäle (8) verbunden sind.
4. Rotierbare Saugwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass
die Kanäle (8) der Perforation die Form von Bohrungen haben.
5. Rotierbare Saugwalze nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass
jede vierte, dritte oder zweite Bohrung - einer axialen Reihe der äußeren
Oberfläche des Walzenmantels (1) in ihrer Richtung von der, der anderen
vorzugsweise radial verlaufenden Bohrungen abweicht.
6. Rotierbare Saugwalze nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass
die Bohrungen an der äußeren Oberfläche in Umfangsrillen des Walzenmantels
(1) münden.
7. Rotierbare Saugwalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass
insbesondere bei gebohrten Kanälen (8) die Kanalmündungen (9, 9', 9") an der
inneren Oberfläche, zumindest in Umfangsrichtung (6) betrachtet, bezüglich der
Kanäle (8) nicht identisch angeordnet sind und/oder verschiedene
Querschnittsformen aufweisen.
8. Rotierbare Saugwalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass
axial benachbarte Kanalmündungen (7) an der äußeren Oberfläche des
Walzenmantels (1) in Umfangsrichtung (6) geringfügig zueinander versetzt
angeordnet sind.
9. Rotierbare Saugwalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass
die Dichtelemente (5) die Form von axial verlaufenden Dichtleisten haben.
Priority Applications (2)
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE (1) | DE19963469A1 (de) |
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