DE19962485C2 - Schleifrolle - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schleifrolle mit einem im wesentli
chen zylindrischen Topfteil und einem im wesentlichen zylindri
schen Drehteil, wobei das Drehteil im Topfteil derart drehbar
ist, daß zwischen einer Außenumfangsfläche des Drehteils und
einer Innenumfangsfläche des Topfteils ein sich verengender
Spalt entsteht, und mit einem das Topfteil durchdringenden er
sten Radialschlitz zum Einschieben der Enden eines um eine Au
ßenoberfläche des Topfteils gewickelten Schleifpapierstreifens,
der nach dem Einführen der Enden und einem Verdrehen des Dreh
teils im Topfteil auf der Außenoberfläche gespannt wird.
Eine Schleifrolle der vorstehend genannten Art ist aus der DE 30 40 306 C2
bekannt.
Schleifrollen der im vorliegenden Zusammenhang interessierenden
Art werden auch als Schleifzylinder, Schleiftrommeln, Polier
trommeln usw. bezeichnet.
Ihnen ist gemein, daß ein Schleifpapierstreifen über die außen
zylindrische Oberfläche eines Trägerkörpers gespannt wird, wo
bei das Verspannen durch Anziehen der beiden Enden des Schleif
papierstreifens bewirkt wird und diese üblicherweise in ihrer
Endstellung verklemmt werden, so daß eine selbsthemmende Anord
nung entsteht, die ohne weitere Spannmittel dann eingesetzt
werden kann.
Bei der eingangs erwähnten bekannten Schleifrolle gemäß DE 30 40 306 C2
wird ein Topfteil in Gestalt eines Hohlzylinders ver
wendet. Das Topfteil ist mit einem entlang einer Mantellinie
durchgehenden Radialschlitz versehen. Der Schleifpapierstreifen
wird auf die Umfangsfläche des Topfteiles aufgelegt und die
freien Enden werden durch den Radialschlitz in den Innenraum
des hohlzylindrischen Topfteils hineingeführt, in den sie weit
hineinstehen. Im Inneren des hohlzylindrischen Topfteils dreht
sich ein weiterer Hohlzylinder, der exzentrisch gelagert ist.
Während des Einführens der beiden Enden des Schleifpapierstrei
fens wird der Exzenter in eine Lage gedreht, in der an der in
neren Ausmündung des Radialschlitzes ein möglichst großer Ab
stand zum Exzenter besteht, so daß die Enden des Schleifpapier
streifens ohne Probleme eingeführt werden können. Die Enden
werden dann in den Spalt zwischen der zylindrischen Innenum
fangsfläche des Topfteils und der Außenumfangsfläche des Exzen
ters geschoben. Wenn der Exzenter dann verdreht wird, gelangt
sein radial dickerer Umfangsabschnitt in den Bereich der freien
Enden des Schleifpapierstreifens und klemmt diese ein. Die
freien Enden werden dabei in Umfangsrichtung gezogen, so daß
der Schleifpapierstreifen auf dem Außenumfang des Topfteils ge
spannt wird. Die Anordnung ist dabei selbsthemmend, weil die
freien Enden des Schleifpapierstreifens zwischen Exzenter und
Topfteil eingezwängt werden.
Die bekannte Schleifrolle hat jedoch den Nachteil, daß die Mon
tage des Schleifpapiers umständlich ist, weil beide freien En
den des Schleifpapiers gleichzeitig durch den Radialschlitz
eingeführt werden müssen. Besonders bei ziemlich steifem
Schleifpapier ist dies nicht einfach zu bewerkstelligen. Das in
diesem Zustand noch lose Gebilde muß dann auch gehalten werden,
bis durch Verdrehen des Exzenters die gewünschte Spannung und
Arretierung erreicht ist.
Aus der US 2 046 122 ist eine, Polierwalze bekannt. Die Po
lierwalze hat einen metallischen, hohlzylinderförmigen Trommel
körper, auf den ein weicher Belag aufgeklebt ist. Der Trommel
körper und der Belag sind entlang einer Mantellinie des Zylin
ders mit einem Schlitz versehen. Ein Schleifmittelband kann um
die Mantelfläche der Walze herumgelegt werden, wobei die beiden
Enden des Schleifbandes in den Schlitz eingesteckt werden. Bei
de Enden des Schleifmittelbandes werden vorab mit verdickten
Metallklammern versehen. Das eine Ende des Schleifmittelbandes
wird zusammen mit der Metallklammer in eine axial verlaufende
Aufnahme des metallischen Körpers eingesteckt, die etwa unter
45° zu einer Radialebene der Walze verläuft. Die Metallklammer
wird dabei in einem entsprechend ausgebildeten axialen Kanal
des metallischen Körpers formschlüssig gehalten, so daß das
Schleifband gegen Herausziehen aus dem Schlitz gesichert ist.
Das andere Ende des Schleifbandes wird ebenfalls durch den
Schlitz hindurchgesteckt und mit seiner Metallklammer zwischen
zwei Spannzangen einer Spannstange aufgenommen, die in Radial
richtung der Walze verfahrbar ist. Die Spannstange kann über
zwei Seile radial nach innen gezogen werden, wobei die Seile
ihrerseits durch zwei Schraubenfedern gespannt werden. Zum Ein
setzen des Endes des Schleifbandes zwischen die Backen der
Spannstange können die beiden Schraubenfedern mittels einer He
belanordnung manuell überdrückt werden.
Weitere Schleifrollen, bei denen ebenfalls beide Enden des
Schleifpapierstreifens durch einen Radialschlitz geführt werden
müssen, sind in der DE 86 32 275 U1, der DE 82 19 546 U1, der DE 76 05 557 U1
und der DE 44 00 553 A1 beschrieben.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, eine
Schleifrolle der eingangs genannten Art dahingehend weiterzu
bilden, daß die vorstehend genannten Nachteile vermieden wer
den. Insbesondere soll es möglich sein, bei einfacher Handha
bung das Schleifpapier in einfacher Weise zu spannen, und zwar
sowohl sehr dünne wie auch sehr dicke Schleifpapiere.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Schleifrolle der
eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß das Topfteil mit
einem in einer zylindrischen Wand des Topfteils ausgebildeten
Umfangsschlitz versehen ist, in den das eine Ende des Schleif
papierstreifens in einer ersten Umfangsrichtung eingesteckt
wird, und daß das ändere Ende des Schleifpapierstreifens in
einer der ersten Umfangsrichtung entgegengesetzten, zweiten Um
fangsrichtung in den Spalt eingeführt ist.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird auf diese Wei
se vollkommen gelöst.
Man kann nämlich bei der erfindungsgemäßen Schleifrolle den
Schleifpapierstreifen zunächst nur mit seinem einen Ende in
einer Umfangsrichtung im Topfteil fixieren und dann um den
Außenumfang der Schleifrolle herum führen, während das eine En
de bereits gehalten ist. Dabei ergibt sich der Vorteil, daß das
erste Ende des Schleifpapierstreifens einfach seitlich einge
steckt werden kann und dann von alleine hält, weil es aus dem
Umfangsschlitz um etwa 180° umgefaltet wird, um dann auf dem
Außenumfang der Schleifrolle aufgebracht zu werden. Das erste
Ende kann sich infolge dessen nicht mehr von alleine lösen.
Dies erleichtert zum einen die Handhabung, zum anderen kann man
aber auch das Schleifpapier genauer ablängen, nämlich gerade
auf eine Länge, die man für eine spezielle Schleifrolle benö
tigt. Wenn das zweite Ende dann in den Radialschlitz einge
steckt ist, braucht dieses nur noch mit geringem Druck festge
halten zu werden, während gleichzeitig mit der anderen Hand das
Drehteil im Topfteil verdreht wird, um das Schleifpapier in der
entgegengesetzten Umfangsrichtung zu spannen und zu fixieren.
Besonders bevorzugt ist, wenn der Umfangsschlitz seitlich vom
ersten Radialschlitz abgeht.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß der schlußendlich verblei
bende Schlitz entlang einer Mantellinie der Schleifrolle so eng
wie möglich bleibt und daher den Schleifvorgang so wenig wie
möglich stört.
Bei einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist das Drehteil
mit einem parallelen zum ersten Radialschlitz verlaufenden
zweiten Radialschlitz versehen, wobei der zweite Radialschlitz
beim Verdrehen des Drehteils in Flucht mit dem ersten Radial
schlitz bringbar ist, und das zweite Ende durch den ersten Ra
dialschlitz in den zweiten Radialschlitz einführbar ist, der
das zweite Ende bei weiterer Drehung des Drehteils mitnimmt.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß auch das zweite Ende durch
relativ weites Einführen schon weitgehend gesichert ist, mit
der Folge, daß sich der Benutzer nur noch auf das Verdrehen des
Drehteils im Topfteil konzentrieren muß. Darüber hinaus hat die
kontrollierte Mitnahme des zweiten Endes des Schleifpapier
streifens durch den zweiten Radialschlitz im Drehteil den Vor
teil, daß das zweite Ende definiert geführt wird.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausbildung der Erfindung ist das
Drehteil koaxial zum Topfteil drehbar, wobei die Verengung des
Spalts durch einen in einer Radialebene spiralig verlaufenden
Abschnitt der Außenumfangsfläche des Drehteils verursacht wird.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß eine aufwendige Exzenterla
gerung nicht erforderlich ist, weil die Verengung des Spalts
durch eine entsprechende Ausbildung der Außenumfangsfläche er
reicht wird. Dies eröffnet die Möglichkeit, den Drehkörper noch
für weitere Aufgaben heranzuziehen, wie noch gezeigt werden
wird.
Bei einer Weiterbildung dieser Variante überspannt der spiralig
verlaufende Abschnitt einen Umfangswinkel des Drehteils, der
zwischen 90° und 180°, vorzugsweise bei 160° liegt.
Weiterhin ist bevorzugt, wenn die Außenumfangsfläche des Dreh
teils einen zylindrischen Abschnitt umfaßt, der vorzugsweise
einen Umfangswinkel des Drehteils überspannt, der zwischen 190°
und 270°, vorzugsweise bei 180° liegt.
Insgesamt ergibt sich daraus ein bevorzugtes Ausführungsbei
spiel der Erfindung, bei dem sich der zweite Radialschlitz im
Übergang vom spiraligen Abschnitt zum zylindrischen Abschnitt
befindet.
Diese Maßnahmen haben den Vorteil, daß ein besonders einfacher
und betriebssicherer Aufbau der Schleifrolle entsteht.
Bei einer Weiterbildung dieser Variante ist ferner vorgesehen,
daß der Übergang vom zweiten Radialschlitz zum spiraligen Ab
schnitt durch eine abgerundete Ecke gebildet wird.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß die Führung und Mitnahme
des zweiten Endes des Schleifpapierstreifens in besonderer Wei
se gewährleistet ist.
Bei Ausführungsbeispielen der Erfindung ist ferner bevorzugt,
wenn das Drehteil eine innere zylindrische Wand und eine äußere
Wand aufweist, deren Außenseite die Außenumfangsfläche bildet.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß die innere zylindrische
Wand noch für weitere Aufgaben herangezogen werden kann.
Dies gilt bspw. dann, wenn die innere zylindrische Wand und die
äußere Wand über radiale Stege miteinander verbunden sind.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß die Stege als Angriffspunk
te für ein Werkzeug genutzt werden können, mit dem das Drehteil
im Topfteil verdreht wird.
Weiterhin ergibt sich dadurch ein bevorzugtes Ausführungsbei
spiel, bei dem der zweite Radialschlitz durch zwei radiale Ste
ge gebildet wird.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß das zweite Ende des
Schleifpapierstreifens in einfacher Weise zwischen den von den
beiden radialen Stegen gebildeten zweiten Radialschlitz gelangt
und nicht in unerwünschter Weise abknicken oder sich sonstwie
verbiegen kann.
Bei weiteren Ausführungsbeispielen der Erfindung ist bevorzugt,
wenn der erste Radialschlitz von Stirnseiten des Topfteils her
zugänglich ist.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, ein Lösen des Schleifpapier
streifens auch dann zu ermöglichen, wenn dies sich im Langzeit
gebrauch festgesetzt hat und durch einfaches Zurückdrehen des
Drehteils nicht entfernt werden kann.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung darge
stellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher er
läutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematisierte Seitenansicht einer Spannvor
richtung für ein Elektrowerkzeug;
Fig. 2 in verkleinertem Maßstab eine Draufsicht auf einen
Arm, wie er bei der Spannvorrichtung gemäß Fig. 1
verwendet wird;
Fig. 3 eine weitere schematisierte Seitenansicht einer an
deren Spannvorrichtung für ein Elektrowerkzeug;
Fig. 4 eine Draufsicht auf ein Detail aus Fig. 1, darstel
lend eine Absaugvorrichtung für im Betrieb des Elek
trowerkzeuges anfallende Späne;
Fig. 5A, 5B und 5C
drei Ansichten eines Saugteils, wie es bevorzugt in
Verbindung mit der Absaugeinrichtung gemäß Fig. 4
verwendet wird;
Fig. 6 eine weitere schematisierte Seitenansicht einer
Spannvorrichtung für eine von einem Elektrowerkzeug
angetriebene Schleifrolle, in Verbindung mit einer
zugehörigen Absaugeinrichtung für anfallende Späne;
Fig. 7 als Detail einen Querschnitt durch ein Unrundprofil,
wie es bei der Anordnung gemäß Fig. 6 verwendet
wird;
Fig. 8A und 8B
in vergrößertem Maßstab die Schleifrolle aus Fig. 6,
einmal in Seitenansicht, einmal im Längsschnitt;
Fig. 9A, 9B und 9C
Radialschnitte durch die Schleifrolle gemäß Fig. 8A
und 8B in drei verschiedenen Betriebszuständen.
In Fig. 1 bezeichnet 10 einen nur ausschnittsweise angedeuteten
Werktisch, wie er in Werkstätten verwendet wird. Unter
"Werkstatt" ist dabei sowohl die Werkstatt eines professionel
len Handwerkers zu verstehen wie auch eine Hobbywerkstatt. Der
Werktisch 10 ist von üblicher Bauart. Er umfaßt eine Tischplat
te 12, auf deren Oberseite 13 ein Werkstück 14, im dargestell
ten Beispielsfall eine Holzleiste, zu erkennen ist. Das Werk
stück 14 wird in Richtung eines Pfeils 16 auf der Oberseite 13
der Tischplatte 12 vorgeschoben, um an seinem vorderen freien
Ende geschliffen zu werden, wie noch im einzelnen beschrieben
werden wird.
Gegen eine Unterseite 18 der Tischplatte 12 ist ein vertikal
nach unten abstehendes Profil 20, im dargestellten Beispiels
fall ein Rundprofil, geschraubt. Hierzu ist das Profil 20 mit
einem Flansch 21 versehen, der mittels geeigneter Schrauben 22
an die Unterseite 18 der Tischplatte 12 geschraubt werden kann.
Das Profil 20 ist durch einen ersten Arm 24 hindurchgesteckt.
Hierzu weist der erste Arm 24, wie sich aus der verkleinerten
Draufsicht gemäß Fig. 2 ergibt, eine erste Aufnahmeöffnung 25
auf. Die erste Aufnahmeöffnung 25 ist in ihrer Formgebung (z. B.
kreisförmig) an den Außenumfang des Profils 20 (Rundprofil) an
gepaßt. Mittels eines seitlichen Schlitzes 26 im ersten Arm 24
und einer durch den Schlitz 26 geführten Schraube 27 kann das
Profil 20 in der ersten Aufnahmeöffnung 25 reibschlüssig fi
xiert werden. Mit der dargestellten Anordnung ist es daher mög
lich, den ersten Arm 24 in seiner Höhe am Profil 20 zu ver
schieben (Pfeil 28) oder um das Profil 20 zu drehen (Pfeil 29),
um ihn dann am Profil 20 in der beschriebenen Weise in der ge
wünschten Stellung zu fixieren.
Am gegenüberliegenden Ende des ersten Armes 24 befindet sich
eine zweite Aufnahmeöffnung 31. Durch die zweite Aufnahmeöff
nung 31 ist ein Elektrowerkzeughalter 32, bspw. ein üblicher
Handgriff einer Bohrmaschine oder dgl. gesteckt. Zur Fixierung
des Elektrowerkzeughalters 32 in der zweiten Aufnahmeöffnung 31
ist der erste Arm 24 auch dort mit einem zur zweiten Aufnahme
öffnung 31 durchgehenden Schlitz 33 versehen und es ist wieder
um eine Schraube 34 durch den Schlitz 33 geführt. Somit ist
auch hier eine Einstellbarkeit des Elektrowerkzeughalters 32
relativ zum ersten Arm 24 in der Höhe (Pfeil 35) sowie in Dreh
richtung (Pfeil 36) gegeben. Die zweite Aufnahmeöffnung 31 ist
von einem Kragen 37 umgeben, der vom ersten Arm 24 absteht
(Fig. 1). Am Kragen 37 kann im Bedarfsfall ein Zubehör, z. B.
eine Absaugeinrichtung, befestigt werden.
Der Elektrowerkzeughalter 32 ist an seinem oberen Ende mit ei
nem horizontalachsigen Gelenk 38 versehen. Dort ist an den
Elektrowerkzeughalter 32 ein zweiter Arm 39 angelenkt und somit
um die Achse des Gelenks 38 verschwenkbar, wie mit einem Pfeil
40 angedeutet.
Der zweite Arm 39 weist eine dritte Aufnahmeöffnung (nicht dar
gestellt) auf, um mittels einer Schraube 42 ein Objekt zu fi
xieren. Die dritte Aufnahmeöffnung ist, ähnlich wie die zweite
Aufnahmeöffnung 31, mit einem vom zweiten Arm 39 abstehenden
Kragen 43 versehen. Der Kragen 43 dient zum Befestigen eines
Zubehörs, im dargestellten Ausführungsbeispiel einer Späneab
saugeinrichtung, wie noch geschildert werden wird. Im darge
stellten Fall wird ein Hals 44 eines Elektrowerkzeugs 45 einge
spannt. Das Elektrowerkzeug 45 ist im dargestellten Beispiels
fall eine Bohrmaschine, kann aber auch eine Kreissäge, Stichsä
ge, ein Winkelschleifer, ein Dreieckschleifer oder ein anderes
Elektrowerkzeug sein.
Das Zubehör kann mittels einer geeigneten Spannvorrichtung,
ähnlich den Elementen 25/26/27 bzw. 31/33/34/37, am Kragen 43
reibschlüssig befestigt werden. Es verbleibt dann am zweiten
Arm 39 auch dann, wenn das Elektrowerkzeug 45 durch Lösen der
Schraube 42 ausgespannt wird.
Das Elektrowerkzeug 45 ist mit einem Spannfutter 46 versehen,
in das eine kreisförmige Schleifscheibe 47 eingespannt ist, wie
man in Fig. 1 in der Seitenansicht erkennt. Die Schleifscheibe
47 ist um ihre Achse 48 drehbar (Pfeil 49), die mit der Achse
des Spannfutters 46 und des Elektrowerkzeugs 45 zusammenfällt.
Eine Oberfläche der Schleifscheibe 47 ist mit 50 bezeichnet.
Wie eingangs bereits angemerkt wurde, wird bei der Darstellung
in Fig. 1 ein Werkstück 14 auf der Oberseite 13 der Tischplatte
12 nach links verschoben, so daß das vordere freie Ende des
Werkstücks 14, also bspw. einer Holzleiste, in Eingriff mit der
Oberfläche 50 der Schleifscheibe 47 gelangt. Dabei fallen
Schleifspäne 51 an.
Durch die diversen beschriebenen Verstellmechanismen kann das
Elektrowerkzeug 45 und damit auch die Schleifscheibe 47 oder
ein anderes entsprechendes Werkzeug in nahezu beliebiger Posi
tion relativ zur Tischplatte 12 des Werktisches 10 ausgerichtet
werden. Im dargestellten Beispielsfall ist die Schleifscheibe
47 mit ihrer Oberfläche 50 um einen Winkel α zur Oberseite 13
der Tischplatte 12 geneigt, so daß das Werkstück 14 vorne um
den Winkel α schräg angeschliffen werden kann.
Zum Entsorgen der Schleifspäne 51 dient eine bei 60 angedeutete
Absaugeinrichtung, deren Einzelheiten noch geschildert werden.
In der Absaugeinrichtung 60 herrscht ein Unterdruck, so daß die
Schleifspäne 51 in Richtung eines Pfeils 61 angesaugt und abge
fördert werden.
Die Absaugeinrichtung 60 ist ebenfalls in ihrer Lage und Aus
richtung einstellbar. Mittels einer Schraube 62 ist sie auf ei
nem dritten Arm 63 befestigt, der wiederum über eine Schraube
64 mit einem vierten Arm 65 verbunden ist. Der vierte Arm 65
ist mit einer Schraube 66 am Hals 44 des Elektrowerkzeugs 45
fixiert.
Mittels der Schrauben 62 und 64 kann daher die Absaugeinrich
tung 60 z. B. parallel zur Oberfläche 50 der Schleifscheibe 47
verschoben werden (Pfeil 67) oder auch senkrecht dazu, d. h. in
Richtung der Schleifscheibenachse 48 (Pfeil 68).
Die Absaugeinrichtung 60 kann damit so positioniert und ausge
richtet werden, daß sie einen möglichst großen Anteil der an
fallenden Schleifspäne 51 erfaßt und absaugt.
Bei der in Fig. 3 dargestellten vereinfachten Variante einer
Spanneinrichtung für ein Elektrowerkzeug ist der erste Arm 24
in der bereits beschriebenen Weise an dem Profil 20 befestigt,
das gegen die Unterseite 18 der Tischplatte 12 des Werktischs
10 geschraubt ist.
Im Gegensatz zur Spannvorrichtung gemäß Fig. 1 befindet sich
jedoch bei der Spannvorrichtung gemäß Fig. 3 der Hals 66 des
Elektrowerkzeugs 45 in der zweiten Aufnahmeöffnung 31, so daß
das Spannfutter 46 nach oben weist. Auch mit dieser vereinfach
ten Ausführung einer Spannvorrichtung ist damit ein Arbeiten
von oben her möglich, ähnlich wie dies weiter oben zu Fig. 1
beschrieben wurde.
Da man den ersten Arm 24 um die Achse des Profils 20 in einer
Horizontalebene verdrehen kann (Pfeil 29), kann man den Arm 24
auch in die in Fig. 3 strichpunktiert gezeigte Position 24'
verschwenken, in der sich der Arm 24' unterhalb der Tischplatte
12 befindet. Wenn nun die Tischplatte 12 im Bereich des Spann
futters 46 mit einer entsprechenden Öffnung 70 versehen wird,
kann man gefahrlos von oben arbeiten und sich dabei z. B. auf
der Oberseite 13 der Tischplatte 12 abstützen. Das für die je
weilige Bearbeitungsaufgabe verwendete Werkzeug, also z. B. die
weiter unten noch im einzelnen geschilderte Schleifrolle oder
eine Schleifscheibe oder ein Fräser oder eine Stichsäge oder
dgl. ragt dabei durch die Öffnung 70. Ein Bearbeitungsvorgang
kann dann in einfacher Weise dadurch vorgenommen werden, daß
das Werkstück wiederum auf der Oberseite 13 der Tischplatte 12
gegen das durch die Öffnung 70 ragende Werkzeug geführt wird.
In den Fig. 4 und 5 sind weitere Einzelheiten der bereits er
wähnten Absaugeinrichtung 60 dargestellt, und zwar zunächst an
hand eines Beispiels, bei dem in der in Fig. 1 angedeuteten
Weise die Absaugeinrichtung 60 mit der Schleifscheibe 47 zusam
menarbeitet. Fig. 4 stellt insoweit eine Draufsicht auf die
Schleifscheibe 47 dar.
Wie man erkennt, wird die Absaugeinrichtung 60 an ihrem vorde
ren Ende durch eine Saugdüse 74 gebildet. Die Saugdüse 74 ist
näherungsweise kreisbogenförmig ausgebildet und umgibt den Um
fang der Schleifscheibe 47 über einen Umfangswinkel β, der z. B.
im Bereich zwischen 80° und 120° liegen kann. Die Saugdüse 74
ist an ihrer der Schleifscheibe 47 zu weisenden Vorderseite mit
einer über den Umfangswinkel β durchgehenden Öffnung 75 verse
hen, während sie nach hinten durch eine entsprechende Wandung
76 abgeschlossen ist.
An der Rückseite der Saugdüse 74 befindet sich ein Stutzen 78,
an dem ein Unterdruck anlegbar ist, wie mit einem Pfeil 79 an
gedeutet.
Wenn nun in der bereits in Fig. 1 dargestellten Weise das Werk
stück 14, z. B. die Holzleiste, gegen die Oberfläche 50 der
Schleifscheibe 47 gedruckt wird, die sich dabei um ihre Achse
48 dreht (Pfeil 49), so werden die bereits erwähnten Schleifspäne
51 erzeugt. Die Schleifspäne 51 werden bei der in Fig. 4
dargestellten Drehung der Schleifscheibe 47 im Gegenuhrzeiger
sinn in etwa tangential nach rechts geschleudert, also gerade
dorthin, wo sich die Saugdüse 74 befindet. Die rotierende
Schleifscheibe 47 erzeugt zusätzlich an ihrer rauhen Oberfläche
50 eine Luftströmung in Umfangsrichtung. Diese Luftströmung
verleiht einigen der Schleifspäne eine Bewegungskomponente in
Drehrichtung, so daß diese in der Darstellung gemäß Fig. 4
teilweise nach oben mitgenommen werden, wie mit 51' angedeutet.
Dies ist der Grund, warum die Saugdüse 74 über einen relativ
großen Umfangswinkel β am Umfang der Schleifscheibe 47 angeord
net ist.
Die Saugdüse 74 kann einen (nicht dargestellten) Arm aufweisen,
dessen freies Ende in der Achse 48 der Schleifscheibe 47 dreh
bar gelagert ist. In diesem Falle ist die Saugdüse 74 in ihrer
Lage relativ zur Schleifscheibe 47 fixiert und zwar unabhängig
davon, ob das Elektrowerkzeug seinerseits raumfest eingespannt
oder von Hand geführt wird. Diese Variante wird weiter unten zu
Fig. 6 anhand eines Ausführungsbeispieles mit einer Schleifrol
le noch im einzelnen erläutert werden.
Um den gewünschten Unterdruck in der Saugdüse 74 einzustellen,
sind verschiedene Vorgehensweisen möglich.
Am einfachsten ist es, auf den Stutzen 78 einen entsprechenden
Schlauch eines Staubsaugers aufzustecken und den Staubsauger
einzuschalten.
Um die gewünschte Verstellbarkeit der Saugdüse 74 herzustellen,
die bereits anhand der Spannvorrichtung gemäß Fig. 1 geschildert
wurde, ist jedoch eine Anordnung bevorzugt, die in Fig. 5A
bis 5C in drei Ansichten dargestellt ist.
Man erkennt dort ein insgesamt mit 82 bezeichnetes Saugteil,
das in Richtung des Pfeiles 67 auf dem dritten Arm 63 ver
schiebbar angeordnet ist.
Das Saugteil 82 umfaßt einen in Fig. 5A oberen Abschnitt 86,
der im wesentlichen durch ein durchgehendes Rohr 87 gebildet
wird. Das Rohr 87, in das an seinem in Fig. 5A linken Ende z. B.
der Stutzen 78 der Saugdüse 74 dicht eingeschoben werden kann,
ist an seinem in Fig. 5A rechten Ende mit einem weiteren Stut
zen 88 versehen. Auf diesen Stutzen 88 läßt sich ein Schlauch
89 eines Staubsaugers aufschieben. Die Zwischenschaltung des
Saugteils 82 hat dabei den Vorteil, die Saugdüse 74 einerseits
im Betrieb zu fixieren und andererseits auch in ihrer Position
und Ausrichtung einstellbar zu machen.
Eine in Fig. 5A unterer Abschnitt 90 des Saugteils 82 ist im
Bodenbereich mit einem durchgehenden Längsschlitz 91 versehen.
Oberhalb des Längsschlitzes 91 liegt eine Mehrkantmutter 92,
die dort unverdrehbar zwischen zwei Stegen gehalten ist. Durch
die Mutter 92 ist eine Schraube 93 geführt, die in die Mutter
92 eindrehbar ist (bei 94), so daß insgesamt das Saugteil 82
mit dem dritten Arm 63 durch Verschieben entlang des Längs
schlitzes 91 einstellbar und durch Anziehen der Schraube 93 fi
xierbar ist.
Es wurde bereits erwähnt, daß der dritte Arm 63 wiederum auf
einem anderen Arm (vierter Arm 65 in Fig. 1) verstellbar befestigt
sein kann, um weitere Freiheitsgrade der Verstellbarkeit
zu erhalten.
Bei der in Fig. 6 dargestellten weiteren Absaugvorrichtung ist
das Saugteil 82 gegenüber der Position in Fig. 5A mit der Un
terseite nach oben angeordnet und der Stutzen 88 des Saugteils
82 befindet sich nunmehr auf der linken Seite. Der dritte Arm
63 erstreckt sich weit über das Saugteil 82 nach rechts. An
seinem freien Ende ist eine dritte Aufnahmeöffnung 99 vorgese
hen, durch die hindurch sich ein angeflachtes Rundprofil 100
erstreckt. Dessen ebene Vorderseite ist mit 101 bezeichnet. Das
Rundprofil 100 ist in axialer Richtung in der dritten Aufnahme
öffnung 99 verschiebbar (Pfeil 103). Um das Rundprofil 100 in
einer bestimmten Stellung fixieren zu können, ist eine Schraube
102 in die Stirnseite des dritten Armes 63 eingeschraubt. Wenn
das freie Ende der Schraube 102 gegen die ebene Vorderseite 101
des Rundprofils 100 geschraubt wird, ist das Profil 100 im
dritten Arm 63 fixiert.
An seinem unteren Ende läuft das Rundprofil 100 in einen zen
trischen Zapfen 104 aus. Der Zapfen 104 ist mit dem Rundprofil
100 starr verbunden. Der Zapfen 104 wird von einem oder mehre
ren Kugellagern 106 umgeben, um eine Hülse 108 auf dem Zapfen
104 drehbar anzuordnen. Die Hülse 108 ist mittels nicht darge
stellter Mittel gegenüber dem Zapfen 104 axial fixiert.
Die drehbare Hülse 108 taucht reibschlüssig in eine Aufnahme
110 einer Schleifrolle 112 ein, so daß diese mit einer gewissen
Haltekraft von ihr gehalten wird und gleichzeitig um ihre
Längsachse drehbar ist, die mit der Längsachse des Rundprofils
100 zusammenfällt.
Die Schleifrolle 112 ist mit einem in dieser Lage nach unten
weisenden Dorn 114 versehen. Wenn der Dorn 114 in das Spannfut
ter 46 des Elektrowerkzeugs 45 eingespannt wird, das sich sei
nerseits in einer Spannvorrichtung, bspw. gemäß Fig. 1 oder
Fig. 3, befindet, kann die Schleifrolle 112 um die Achse 48 ge
dreht werden (Pfeil 49).
Wenn das Werkstück 14 nun z. B. auf der Oberseite 13 der Tisch
platte 12 mit seinem vorderen Ende gegen die rotierende
Schleifrolle 112 geführt wird, werden wiederum Schleifspäne 51
erzeugt. Diese fliegen in tangentialer Richtung von der
Schleifrolle 112 weg. In dem in Fig. 6 dargestellten Beispiels
fall ist nun das Saugteil 12 so relativ zur Schleifrolle 112
positioniert (Pfeile 67 und 103), daß die erzeugten Späne 51
unmittelbar in den Fangbereich des durchgehenden Rohrs 87 ge
langen und folglich angesaugt werden (Pfeil 61).
Einzelheiten der Schleifrolle 112 sind in den Fig. 8A, 8B und
9A, 9B und 9C in vergrößertem Maßstab dargestellt.
Die Schleifrolle 112 hat einen im wesentlichen zylindrischen
Umfang 116. Um den Umfang 116 ist ein Schleifpapierstreifen 118
gewickelt und fixiert, wie noch beschrieben werden wird.
Wie man besonders gut aus dem Längsschnitt gemäß Fig. 8B er
kennt, umfaßt die Schleifrolle 112 ein äußeres Topfteil 120 mit
einer zylindrischen Wand 121 und einem unteren Boden 122. In
den Boden 122 ist der Dorn 114 axial eingespritzt, so daß eine
Längsachse 115 der Schleifrolle 112 definiert ist.
Das Topfteil 120 ist in seiner Unterseite an seinem Umfang mit
einem sektorförmigen Ausschnitt 123 versehen, der auch in Fig.
9A zu erkennen ist und der das noch zu erläuternde Einfädeln
bzw. Entfernen des Schleifpapierstreifens 118 erleichtert.
Die zylindrische Wand 121 geht nicht um den gesamten Umfang 116
durch. An einer Umfangsposition (in Fig. 9A bis 9C unten) be
findet sich nämlich ein Radialschlitz 124. In diesen Radial
schlitz 124 mündet ein Umfangsschlitz 125, der sich in der zy
lindrischen Wand 121 in der Darstellung gemäß Fig. 9A links vom
Radialschlitz 124 weg erstreckt, bspw. 10 mm in die zylindri
sche Wand 121 hinein. Die Schlitze 124 und 125 gehen über die
gesamte Mantellänge des Topfteils 120 durch.
Die zylindrische Wand 121 definiert eine zylindrische In
nenoberfläche 128. In dem so gebildeten zylindrischen Innenraum
befindet sich ein gegenüber dem Topfteil 120 um die Achse 115
drehbares Drehteil 130.
Das Drehteil 130 umfaßt eine innere zylindrische Wand 132, die
über einen radialen Zwischenboden 134 mit einer äußeren Wand
136 des Drehteils 130 verbunden ist. Außerdem sind die innere
zylindrische Wand 132 und die äußere Wand 136 noch über drei
radiale Stege 138, 139 und 140 miteinander verbunden. Die Stege
138, 139 befinden sich auf diametral gegenüberliegenden Posi
tionen. Der Steg 140 hingegen befindet sich in der Nähe des
Steges 139 und ist bspw. gegenüber diesem um 20° Umfangswinkel
versetzt. Der Steg 140 ist auch kürzer als die gleichlangen
Stege 138 und 139. Von diesem kürzeren Steg 140 führt eine ab
gerundete Ecke 142 außen zur äußeren Wand 136.
Der Verlauf der äußeren Wand 136 ist nun so gewählt, daß sie in
einem Abschnitt 143 zwischen den gleichlangen Stegen 138 und
139 zylindrisch verläuft, während sie entlang eines Abschnitts
144 zwischen dem längeren Steg 138 und dem kürzeren Steg 140
entlang einer Spiralbahn verläuft. Der vom zylindrischen Ab
schnitt 143 überspannte Umfangswinkel γ beträgt vorzugsweise
180°, während der vom spiraligen Abschnitt 44 überspannte Um
fangswinkel δ bspw. 160° beträgt. Es versteht sich jedoch, daß
von diesen Werten auch Abweichungen möglich sind.
Der zylindrische Abschnitt 143 ist an die innere zylindrische
Wand 132 angepaßt, so daß sich das Drehteil 130 im wesentlichen
koaxial zur Achse 125 dreht. Ein geringer seitlicher Versatz
ist jedoch möglich, weil der spiralige Abschnitt 144 einen vom
längeren Steg 138 zum kürzeren Steg 140 zunehmenden Abstand von
der zylindrischen Innenoberfläche 128 einhält.
Um nun den rechteckförmigen Schleifpapierstreifen 118 am Körper
der Schleifrolle 112 zu befestigen, wird wie folgt vorgegangen:
Zunächst wird ein erstes Ende 150, d. h. eine erste Seitenkante des Schleifpapierstreifens 118 in den Radialschlitz 124 der zy lindrischen Wand 121 eingeführt und von dort gleich nach links in den Umfangsschlitz 125 gesteckt.
Zunächst wird ein erstes Ende 150, d. h. eine erste Seitenkante des Schleifpapierstreifens 118 in den Radialschlitz 124 der zy lindrischen Wand 121 eingeführt und von dort gleich nach links in den Umfangsschlitz 125 gesteckt.
Der Schleifpapierstreifen 118 wird nun um den zylindrischen Um
fang 116 des Topfteils 120 herum gewunden (Fig. 9B).
Sofern dies nicht bereits der Fall ist, wird nun das Drehteil
130 solange verdreht, bis der Radialschlitz 141 zwischen den
Stegen 139 und 140 im Drehteller 130 mit dem Radialschlitz 124
in der zylindrischen Wand 121 des Topfteils 120 fluchtet (dies
ist die bereits in Fig. 9A und auch in 9B gezeigte Stellung).
Das andere, zweite Ende 152 des Schleifpapierstreifens 118 wird
nun zunächst durch den äußeren Radialschlitz 124 und dann in
den dahinterliegenden Radialschlitz 141 eingesteckt, wie dies
deutlich in Fig. 9B zu erkennen ist.
Aus dieser Position heraus wird nun das Drehteil 130 im Ge
genuhrzeigersinn (Pfeil 153 in Fig. 9C) verdreht. Dies bewirkt,
daß das zweite Ende 152 aus dem sich nunmehr entfernenden Ra
dialschlitz 141 wieder herausrutscht, über die abgerundete Ecke
142 gleitet und sich an die zylindrische Innenoberfläche 128
anlegt. Dafür ist zunächst noch Raum, weil anfänglich der spi
ralige Abschnitt 144 in radialer Richtung einen beträchtlichen
Abstand zur zylindrischen Innenoberfläche 128 einhält. Der
Spalt 154 zwischen Abschnitt 144 und Innenoberfläche 128 ver
jüngt sich jedoch mit zunehmender Drehung des Drehteils 130,
mit der Folge, daß das zweite Ende 152 zwischen dem Abschnitt
144 und der Innenoberfläche 128 eingezwängt, dabei in Drehrich
tung des Drehteils 130 (Pfeil 153) gezogen und schließlich fi
xiert wird.
Auf diese Weise ergibt sich eine beträchtliche Spannung des
Schleifpapierstreifens 118 über den zylindrischen Umfang 116,
wie in Fig. 9C mit einem Doppelpfeil 156 angedeutet ist.
Da sich der Spalt 154 unter einem sehr kleinen Winkel verengt
und darüber hinaus der Schleifpapierstreifen 118 an seiner am
Abschnitt 144 anliegenden Oberfläche mit Schleifmaterial verse
hen ist, tritt bei genügender Drehung des Drehteils 130
Selbsthemmung ein. Die Schleifrolle 112 kann daher in diesem
Zustand genommen und für Bearbeitungsaufgaben (vgl. Fig. 6)
eingesetzt werden.
Um den Schleifpapierstreifen 118 zu einem späteren Zeitpunkt
wieder zu entfernen, ist es lediglich erforderlich, das Dreh
teil 130 im Uhrzeigersinn zu verdrehen, wodurch sich der Sitz
des zweiten Endes 152 des Schleifpapierstreifens 118 lockert
und dieser herausgezogen werden kann. Um in diesem Falle einen
Zugriff von beiden Stirnseiten der Schleifrolle 112 zu ermögli
chen, ist der bereits erwähnte Ausschnitt 123 am unteren Ende
des Topfteils 120 vorgesehen.
Claims (13)
1. Schleifrolle mit einem im wesentlichen zylindrischen
Topfteil (120) und einem im wesentlichen zylindrischen
Drehteil (130), wobei das Drehteil (130) im Topfteil
(120) derart drehbar ist, daß zwischen einer Außen
umfangsfläche (143, 144) des Drehteils (130) und einer
Innenumfangsfläche (128) des Topfteils (120) ein sich
verengender Spalt (154) entsteht, und mit einem das Topf
teil (120) durchdringenden, ersten Radialschlitz (124)
zum Einschieben der Enden (150, 152) eines um eine Außen
oberfläche (116) des Topfteils (120) gewickelten Schleif
papierstreifens (118), der nach dem Einführen der Enden
(150, 152) und einem Verdrehen des Drehteils (130) im
Topfteil (120) auf der Außenoberfläche (116) gespannt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Topfteil (120) mit
einem in einer zylindrischen Wand (121) des Topfteils
(120) ausgebildeten Umfangsschlitz (125) versehen ist, in
den das eine Ende (150) des Schleifpapierstreifens (118)
in einer ersten Umfangsrichtung eingesteckt wird, und daß
das andere Ende (152) des Schleifpapierstreifens (118) in
einer der ersten Umfangsrichtung entgegengesetzten, zwei
ten Umfangsrichtung in den Spalt (154) eingeführt ist.
2. Schleifrolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Umfangsschlitz (125) seitlich vom ersten Radial
schlitz (124) abgeht.
3. Schleifrolle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß das Drehteil (130) mit einem parallel zum ersten
Radialschlitz (124) verlaufenden zweiten Radialschlitz
(141) versehen ist, daß der zweite Radialschlitz (141)
beim Verdrehen des Drehteils (130) in Flucht mit dem er
sten Radialschlitz (124) bringbar ist, und daß das zweite
Ende (152) durch den ersten Radialschlitz (124) in den
zweiten Radialschlitz (141) einführbar ist, der das zwei
te Ende (152) bei weiterer Drehung des Drehteils (130)
mitnimmt.
4. Schleifrolle nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß das Drehteil (130) koaxial
zum Topfteil (120) drehbar ist, und daß die Verengung des
Spalts (154) durch einen in einer Radialebene spiralig
verlaufenden Abschnitt (144) der Außenumfangsfläche (143,
144) des Drehteils (130) verursacht wird.
5. Schleifrolle nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der spiralig verlaufende Abschnitt (144) einen Umfangs
winkel (δ) des Drehteils (130) überspannt, der zwischen
90° und 180°, vorzugsweise bei 160° liegt.
6. Schleifrolle nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenumfangsfläche
(143, 144) des Drehteils (130) einen zylindrischen Ab
schnitt (143) umfaßt.
7. Schleifrolle nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
der zylindrische Abschnitt (143) einen Umfangswinkel (γ)
des Drehteils (130) überspannt, der zwischen 190° und
270°, vorzugsweise bei 180° liegt.
8. Schleifrolle nach Anspruch 3, 4 und 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß sich der zweite Radialschlitz (141) im
Übergang vom spiraligen Abschnitt (144) zum zylindrischen
Abschnitt (143) befindet.
9. Schleifrolle nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
der Übergang vom zweiten Radialschlitz (141) zum spirali
gen Abschnitt (144) durch eine abgerundete Ecke (142) ge
bildet wird.
10. Schleifrolle nach einem der Ansprüche 1 bis
9, dadurch gekennzeichnet, daß das Drehteil (130) eine
innere zylindrische Wand (132) und eine äußere Wand (136)
aufweist, deren Außenseite die Außenumfangsfläche (143,
144) bildet.
11. Schleifrolle nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die innere zylindrische Wand (132) und die äußere
Wand (136) über radiale Stege (138, 139, 140) miteinander
verbunden sind.
12. Schleifrolle nach Anspruch 8 oder 11, dadurch gekennzeich
net, daß der zweite Radialschlitz (141) durch zwei radia
le Stege (139, 140) gebildet wird.
13. Schleifrolle nach einem der Ansprüche 1 bis
12, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Radialschlitz
(124) von Stirnseiten des Topfteils (120) her zugänglich
(123) ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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Country Status (2)
| Country | Link |
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