DE19961986A1 - Lineare Transportvorrichtung für Objekte - Google Patents
Lineare Transportvorrichtung für ObjekteInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Transportvorrichtung für flächige Objekte mit einem umlaufenden Transportband, das Durchbrüche aufweist und das auf parallel zur Laufrichtung des Transportbandes angeordnete Trägerschienen beweglich gelagert ist. Die Trägerschienen sind voneinander durch Längsschlitze beabstandet, an denen Unterdruck anliegt. Die Durchbrüche sind in Reihen parallel zur Laufrichtung des Transportbandes angeordnet und weisen einen maximalen Durchmesser von 30 mm auf.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Transportvorrichtung mit einem linearen Transport
band, die zur Förderung von Objekten, wie Folien aus Kunststoff oder Papier, geeignet ist,
ohne daß diese von einem Luftzug heruntergeblasen werden können.
Die Objekte, die mit der erfindungsgemäßen Transportvorrichtung befördert werden können,
sind insbesondere flächenförmige Materialien wie Kunststoffolien oder Papiere und auch Be
standteile von Verpackungsmaterialien, die zum Beispiel aus geprägten oder in eine dreidi
mensionale Form gepreßten Kunststoffolien mit einer gewissen Strukturstabilität bestehen.
Als Beispiele für solche Verpackungsmaterialien gelten Einlagen für Keksverpackungen und
Verpackungsmaterialien, die aus Kunststoff oder Papierfolien geformt sind und zum Schutz
des verpackten Gutes eines gewisse Stabilität aufweisen. Den Objekten, die mit der erfin
dungsgemäßen Transportvorrichtung transportiert werden, ist gemeinsam, daß sie gemeinsam
in einem Windsichter als eine Fraktion abgetrennt werden, wenn wiederverwertbare Materia
lien, wie sie beispielsweise vom "Grünen Punkt" gesammelt werden, nach Materialeigen
schafte aufgetrennt werden. Folglich werden diese Objekte eher durch ihre Formgebung als
großflächiges und verhältnismäßig leichtes Teil mit ähnlichen Flugeigenschaften in Wind
sichtern gekennzeichnet, als durch ihr Material und können daher auch Verbundstoffe oder
dünne Metallfolien umfassen.
Die EP 0 465 666 offenbart ein Förderband zum Transport nebeneinander liegender Objekte.
Hier werden die Objekte durch Unterdruck auf durchlässigen Bereichen des Förderbandes
festgehalten, wobei sich die durchlässigen Bereiche als Streifen in Längsrichtung zum För
derband erstrecken und von strömungsdichten Bereichen, die ebenfalls in Längsrichtung des
Förderbandes verlaufen, getrennt werden. Diese durchlässigen Bereiche werden von einem
Gitternetz gebildet, das sich als stabilisierendes Element über die gesamte Fläche des Förder
bandes erstreckt. Die strömungsdichten Bereiche werden gebildet, indem elastisches Material
wie beispielsweise Kunststoff in längs des Bandes verlaufenden Bereichen um das Gitternetz
herum geformt ist. Der Unterdruck kann durch Öffnungen, die sich in der Außenwand eines
Unterdruckbehälters befinden, auf dem das Förderband anliegt, durch die durchlässigen Be
reiche des Förderbandes auf die zu transportierenden Objekte einwirken.
Die DE-OS 23 27 122 offenbart ein Transportband, mit dem flächige Gegenstände, wie bei
spielsweise Furnierblätter, hängend beim Transport durch Saugluft festgehalten werden. Zur
Einstellung der Saugwirkung und Haltekraft auf die transportierten Gegenstände werden
klappenförmige Schließelemente auf der Seite des Transportbandes angebracht, die gegenüber
der Seite liegt, auf der die Gegenstände festgehalten und transportiert werden.
Die EP 0 827 920 offenbart ein Transportband zum hängenden Transport von Blechen, mit
dem ferromagnetische Materialien mit Magnetkraft festgehalten werden und
nicht-ferromagnetische Materialien durch eine zusätzlich vorhandene Unterdruckeinrichtung fest
gehalten werden können. Zum Festhalten nicht-magnetischer Gegenstände wird ein Unter
druckgebläse zur Erzeugung eines Soges in Unterdruckvertiefungen des Förderbandes ver
wendet, der die nicht-magnetischen Bleche gegen eine Dichtschicht des Förderbandes zieht.
Als besondere Ausführungsform wird eine Venturidüse zur Erzeugung des Unterdruckes ver
wendet, was den Aufbau eines Unterdruckes innerhalb sehr kurzer Zeit ermöglicht.
Die DE-OS 31 04 724 offenbart ein Förderband zum Transport von Platten, Bänder, Bögen
oder Folien, wobei die Lauffläche aus in Längsrichtung parallel liegenden Bandabschnitten
gebildet wird und die zu fördernden Gegenstände durch einen von der Gegenseite her anlie
genden Unterdruck auf dem Förderband festgehalten werden. Der Unterdruck wird über eine
unterhalb des Förderbandes angebrachte Unterdruckkammer vermittelt, deren Wand auf der
Seite, auf der das Förderband anliegt, zur Laufrichtung parallele Längsschlitze aufweist.
Durch diese Längsschlitze kann der Unterdruck durch die in Bandrichtung verlaufenden Zwi
schenräume zwischen einzelnen Bandabschnitten hindurch auf die zu transportierenden Ge
genstände einwirken.
Die bekannten Förderbänder sind geeignet, Gegenstände zu transportieren, die eine ausrei
chende Strukturstabilität aufweisen, um nicht vom anliegenden Unterdruck in die im Trans
portband gebildeten Öffnungen hineingezogen zu werden. Des weiteren geht aus den zuvor
angeführten Offenbarungen hervor, daß das Ansaugen der zu transportierenden Gegenstände
durch Regelung der Unterdruckkraft so gesteuert wird, daß Gegenstände im hängenden
Transport ortsgenau aufgenommen bzw. abgelegt werden. Bekannte Fördereinrichtungen, die
Gegenstände oberhalb des Bandes transportieren, werden üblicherweise zum Transport sol
cher Gegenstände eingesetzt, die in ihrer Größe eine gewisse Homogenität aufweisen, so daß
sich die Ansaugkraft auf das Förderband durch eine entsprechende Abmessung der durchgän
gigen Bereiche des Förderbandes einstellen läßt.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Aufgabe, eine Transportvorrichtung mit einem Förder
band bereitzustellen, bei der mittels Unterdruck Objekte auf der Transportfläche festgehalten
und transportiert werden können, selbst wenn diese Elemente unterschiedliche Abmessungen
und eine unterschiedliche Strukturstabilität aufweisen.
Die vorliegende Erfindung löst diese Aufgabe, indem sie ein in linearer Richtung umlaufen
des Transportband verwendet, das Durchbrüche, beispielsweise Bohrungen aufweist, die
senkrecht durch die Oberfläche des Förderbandes verlaufen, auf der die zu transportierenden
Elemente anliegen. Elemente, die auf dem Transportband liegen, werden durch Unterdruck,
der durch die Durchbrüche im Transportband wirkt, auf diesen Oberflächen festgehalten.
Es hat sich herausgestellt, daß Objekte im Sinne der vorliegenden Erfindung dann auf dem
Transportband festgehalten werden können, wenn die Durchbrüche einen maximalen Durch
messer von 30 mm, bevorzugt von 10 mm aufweisen. Größere Durchbrüche in dem Trans
portband führen dazu, daß die transportieren Folien, insbesondere solche mit nur geringer
Strukturstabilität, in den Querschnitt des Transportbandes hineingezogen werden. In der Folge
können die Objekte dann die Bewegung des Transportbandes auf seine Unterlage behindern
oder sich nicht einfach durch Minderung des anliegenden Saugdruckes von dem Transport
band trennen lassen. Durchbrüche mit geringerem Durchmesser sind nicht geeignet, eine aus
reichend hohe Saugkraft auf die zu transportierenden Objekte zu übertragen.
Diese Durchbrüche dienen dazu, die Saugkraft, die von einem unterhalb des Förderbandes
liegenden Unterdruckbehälter bereitgestellt wird, auf die zu transportierenden Objekte ein
wirken zu lassen. Der Unterdruckbehälter liegt im wesentlichen parallel zu dem Transport
band, das auf einer seiner Oberflächen entlangläuft und weist Längsschlitze in dieser Oberflä
che auf, die unterhalb der Durchbrechungen des Transportbandes angeordnet sind, so daß Luft
durch offene Durchbrechungen des Transportbandes durch diese Längsöffnungen des Unter
druckbehälters angesaugt werden kann. Das Transportband wird von zwischen den Längs
schlitzen verlaufenden Bereichen der Unterdruckbehälteroberfläche, den Trägerschienen, ge
stützt. Der Unterdruck in dem Unterdruckbehälter kann durch übliche Maschinen, die Unter
druck liefern, wie beispielsweise Pumpen oder Gebläse, die mit ihrer Eintrittsseite ange
schlossen werden, erzeugt werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Transportband Durchbrüche auf, die in vier
bis sechs Längsreihen liegen, die parallel zur Laufrichtung des Bandes verlaufen. Weiterhin
ist bevorzugt, daß die Löcher einen Durchmesser von etwa 10, 15, 20 oder 30 mm haben und
kreisförmig sind.
Weiterhin ist es vorteilhaft, den Transportwiderstand des Transportbandes auf den Träger
schienen des Unterdruckbehälters dadurch herabzusetzen, daß diese Oberfläche der Trans
portschienen mit einer reibungsvermindernden Beschichtung oder mechanischen Vorrichtun
gen versehen ist. Als reibungsvermindernde Beschichtung eignet sich ein Polyfluorpolymer,
wie beispielsweise Teflon. Als reibungsverminderndes mechanisches Bauteil eignen sich
Rollen oder Walzen, die auf der Oberfläche der Trägerschienen drehbar gelagert sind, die dem
Transportband gegenüberliegt.
Die Erfindung wird nun anhand der Figuren näher beschrieben.
Fig. 1 zeigt eine Schnittansicht senkrecht zur Laufrichtung des Transportbandes durch
ein Transportband, das zur Verwendung in der erfindungsgemäßen Transport
vorrichtung geeignet ist.
Fig. 2 zeigt eine Aufsicht auf einen Bereich eines Transportbandes, das in der erfin
dungsgemäßen Transportvorrichtung eingesetzt werden kann.
Fig. 3 zeigt eine perspektivische Seitenansicht auf den Unterdruckbehälter, der in der
erfindungsgemäßen Transportvorrichtung eingesetzt werden kann.
Fig. 4 zeigt eine Querschnittsansicht des Unterdruckbehälters gemäß Fig. 3.
Fig. 5 zeigt eine Querschnittsansicht einer weiteren Ausführungsform eines Unter
druckbehälters, der in der erfindungsgemäßen Transportvorrichtung eingesetzt
werden kann.
In Fig. 1 ist die Laufrichtung des Transportbandes 10 oberhalb des Unterdruckbehälters 20
der besseren Übersichtlichkeit halber beispielhaft angegeben. Das Transportband 10 besteht
aus elastischem Material, beispielsweise Synthesegummi, das den undurchlässigen Bereich 11
bildet, der von Durchbrüche 12, beispielsweise Löchern, unterbrochen wird. Unterhalb des
Transportbandes 10 liegt der Unterdruckbehälter 20, dessen Außenfläche, die dem Transport
band 10 gegenüberliegt, aus streifenartigen Bereichen, den Trägerschienen 21, besteht, die
von streifenartigen Unterbrechungen, den Längsschlitzen, (nicht dargestellt) getrennt sind,
wobei die Längsschlitze und die dazwischen liegenden Trägerschienen 21 parallel zur Trans
portrichtung des Transportbandes 10 angeordnet sind.
Die Trägerschienen 21 dienen dazu, das Transportband 10 zu stützen und können eine rei
bungsvermindernde Beschichtung oder darin angebrachte Rollen oder Walzen aufweisen, um
den Transportwiderstand des Transportbandes 10 zu vermindern. Der Unterdruck wird von
einem Verdichter (nicht dargestellt) in den Unterdruckbereich 23 des Unterdruckbehälters 20
eingebracht. Die untere Wand 24 schließt den Unterdruckbehälter 20 in einer Richtung ab.
Fig. 2 zeigt eine beispielhafte Anordnung von Durchbrüche 12 durch das undurchlässige
Material 11 des Transportbandes 10. Die Durchbrüche 12 sind hier als Bohrungen ausgeführt,
die in Reihen parallel zur Transportrichtung des Transportbandes 10 angeordnet sind. Die
Durchbrüche 12 können regelmäßig oder unregelmäßig auf Lücke in den Reihen angeordnet
werden.
Fig. 3 zeigt den Unterdruckbehälter 20 mit Trägerschienen 21, die zusammen mit den par
allel dazu verlaufenden Längsschlitzen 22 die Oberfläche des Unterdruckbehälters 20 bilden,
die dem Transportband 10 gegenüber liegt. Die Seitenwände 25 und 25' sind vorzugsweise
senkrecht zu der Ebene ausgerichtet, die von den Trägerschienen 21 gebildet wird. Die untere
Wand 24 ist dicht mit den Seitenwänden 25 und 25' verbunden.
Die Schnittansicht der Fig. 4 zeigt die Trägerschienen 21 des Unterdruckbehälters 20 mit
den dazwischen liegenden Längsschlitzen 22. Die Seitenwände 25, 25' umschließen zusam
men mit der unteren Fläche 24 den Unterdruckbehälter 20. Ein Verdichter zum Anlegen des
Unterdruckes kann mittels eines Schlauches oder Rohres an einer Stelle oder an mehreren
Stellen mit dem Unterdruckbehälter 20 in Verbindung stehen.
In Fig. 5 ist eine weitere Ausführungsform des Unterdruckbehälters 20 gezeigt, bei dem die
Trägerschienen 21 von parallel zur Laufrichtung des Transportbandes 10 verlaufenden Längs
schlitzen 22 getrennt werden. Bei dieser Ausführungsform ist der Unterdruckbereich in ver
schiedene einzelne Unterdruckbereiche 23' aufgeteilt, die jeweils von den Wänden 24' abge
schlossen werden. Hier kann der Unterdruck gleichmäßig oder in unterschiedlich starkem
Maße an die einzelnen Unterdruckbereiche 23' angelegt werden. Das Profil der undurchlässi
gen Begrenzungen 24' der Unterdruckbereiche 23' kann auch andere geometrisch einfache
Formen annehmen, wie beispielsweise ein Viereck oder Sechseck, solange der Querschnitt
ausreicht, einen ausreichenden Unterdruck zu leiten.
Die erfindungsgemäße Transportvorrichtung eignet sich insbesondere zum Transport flächi
ger Objekte, wie beispielsweise Kunststoffolien, Papier und Pappe, da diese Objekte an ein
zelnen Punkten, d. h. den Durchbrüchen 12 des Transportbandes 10 durch den anliegenden
Unterdruck festgehalten werden. So können die Objekte mittels eines Förderbandes transpor
tiert werden, ohne von Luftbewegung heruntergeweht zu werden, wobei die Oberfläche des
Transportbandes 10, auf der die Objekte aufliegen, nur solche Durchbrüche 12 aufweist, die
eine ausreichende Saugwirkung vermitteln können, jedoch die Objekte nicht weiter in sich
hineinziehen können. Die erfindungsgemäße Transportvorrichtung ermöglicht so den Trans
port der Objekte ohne Relativbewegung der Objekte auf dem Transportband 10, so daß die
Position der transportierten Objekte von der Laufgeschwindigkeit und -richtung des Trans
portbandes 10 abhängt. Damit eignet sich die erfindungsgemäße Transportvorrichtung dazu,
flächige Objekte, wie beispielsweise Kunststoffolien, an einem Meßsystem zu deren Identifi
zierung vorbeizuführen und die Objekte später, d. h. nach Bewegung an einer anderen Stelle
des Transportbandes 10, aufzunehmen, um beispielsweise eine Sortierung der Objekte in Ab
hängigkeit von ihrer Identifizierung vorzunehmen.
Claims (8)
1. Transportvorrichtung für Objekte mit einem in linearer Richtung umlaufenden Trans
portband (10), das Durchbrüche (12) aufweist und das auf parallel zur Laufrichtung des
Transportbandes (10) angeordneten Trägerschienen (21) beweglich gelagert ist, wobei die
Trägerschienen (21) voneinander durch Längsschlitze (22) beabstandet sind, an denen Unter
druck anliegt, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchbrüche (12) in Reihen parallel zur Lauf
richtung des Transportbandes (10) angeordnet sind und einen maximalen Durchmesser von
30 mm aufweisen.
2. Transportvorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Durchbrüche (12) kreisförmige
Bohrungen sind.
3. Transportvorrichtung nach Anspruch 2, bei der die Bohrungen einen Durchmesser von
20 mm aufweisen.
4. Transportvorrichtung nach Anspruch 2, bei der die Bohrungen einen Durchmesser von
15 mm aufweisen.
5. Transportvorrichtung nach Anspruch 2, bei der die Bohrungen einen Durchmesser von
10 mm aufweisen.
6. Transportvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei der die Durch
brüche in wenigstens vier Reihen parallel zur Laufrichtung des Transportbandes (10) ange
ordnet sind.
7. Transportvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei der die Durch
brüche in höchstens sieben Reihen parallel zur Laufrichtung des Transportbandes (10) ange
ordnet sind.
8. Verwendung einer Transportvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß flächige Objekte oberhalb des Transportbandes befördert wer
den und dabei von einem Unterdruck, der an den Durchbrüchen anliegt, festgehalten werden.
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