DE19960302A1 - Steuerventilanordnung für einen hydraulischen Zylinder - Google Patents
Steuerventilanordnung für einen hydraulischen ZylinderInfo
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Abstract
Es wird eine Steuerventilanordnung für den Hubzylinder (13) einer hydraulischen Kippeinrichtung vorgeschlagen. Die Steuerventilanordnung (1) hat eine Versorgungsleitung (9) für die Zufuhr eines Druckfluids zu dem hydraulischen Zylinder (13), eine von der Versorgungsleitung (9) abgezweigte Umlaufleitung (21) zur Ableitung von Druckfluid zum Behälter (7) und ein Steuerventil (19) in der Umlaufleitung (21), welches mittels einer Ventilbetätigungseinrichtung (17) zwischen den Betriebszuständen: "Sperrung der Umlaufleitung" und "Freigabe der Umlaufleitung" umschaltbar ist. Die Steuerventilanordnung (1) ist dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerventil (19) in dem Betriebszustand "Sperrung der Umlaufleitung" als zum Behälter hin zu öffnendes Druckbegrenzungsventil wirksam werden kann, wenn der Druck des Druckfluids in der Versorgungsleitung (21) einen Grenzdruckwert überschreitet.
Description
Die Erfindung betrifft eine Steuerventilanordnung für einen hydraulischen
Zylinder, insbesondere für einen Hubzylinder einer hydraulischen Kipp
einrichtung eines Kipperfahrzeugs, wobei die Steuerventilanordnung eine
Versorgungsleitung für die Zufuhr eines hydraulischen Druckfluids von
einer das Druckfluid aus einem Behälter fördernden Pumpe zu dem
hydraulischen Zylinder, einer von der Versorgungsleitung abgezweigte
Umlaufleitung zur Ableitung von Druckfluid zum Behälter und ein Steuer
ventil in der Umlaufleitung umfasst, welches mittels einer steuerbaren
Ventilbetätigungseinrichtung zwischen den Betriebszuständen:
"Sperrung der Umlaufleitung" und
"Freigabe der Umlaufleitung für die Ableitung von Druckfluid zum Behäl ter"
umschaltbar ist.
"Sperrung der Umlaufleitung" und
"Freigabe der Umlaufleitung für die Ableitung von Druckfluid zum Behäl ter"
umschaltbar ist.
Eine Steuerventilanordnung der vorstehend genannten Art ist beispiels
weise aus der DE 197 19 745 A1 bekannt. Die bekannte Steuerventil
anordnung dient zur hydraulischen Steuerung des Hubzylinders einer
Kippbrücke eines Kipperfahrzeugs. Zum Ausfahren des Hubzylinders wird
diesem über die Versorgungsleitung und über ein Rückschlagventil in der
Versorgungsleitung Druckfluid zugeführt. Der Ventilkörper des Steuerven
tils in der Umlaufleitung ist an der Kolbenstange einer doppelt wirkenden
pneumatischen Kolben/Zylinder-Anordnung fest angeordnet. Je nach
Beaufschlagung der pneumatischen Kolben/Zylinder-Anordnung wird der
Ventilkörper gegen seinen Sitz gezogen, um die Umlaufleitung zu sperren,
oder von seinem Sitz weggedrückt, um die Umlaufleitung freizugeben
und über einen Stößel gleichzeitig das Rückschlagventil zu entsperren, so
dass zum Einfahren des Hubzylinders Druckfluid vom Hubzylinder zurück
durch das entsperrte Rückschlagventil und das geöffnete Steuerventil
hindurch zum Behälter zurückfließen kann. In einer das Steuerventil
umgehenden Bypassleitung weist die Steuerventilanordnung nach der DE 197 19 745 A1
ein Druckbegrenzungsventil auf, welches bei Überschrei
tung eines Grenzdrucks in der Versorgungsleitung zum Behälter hin
öffnet.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Steuerventilanordnung der eingangs
genannten Art konstruktiv zu vereinfachen.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, das Steuerventil derart
zu gestalten und einzurichten, dass es in dem Betriebszustand "Sperrung
der Umlaufleitung" als zum Behälter hin zu öffnendes Druckbegrenzungs
ventil wirksam werden kann, wenn der Druck des Druckfluids in der
Versorgungsleitung einen Grenzdruckwert überschreitet.
Das Steuerventil erfüllt somit mehrere Funktionen, nämlich die Funktion
des gesteuerten Zu- und Abschaltens der Druckbeaufschlagung des
angeschlossenen Hubzylinders durch Sperren bzw. Freigeben der Um
laufleitung und die Funktion eines Druckbegrenzungsventils im Betriebs
zustand "Sperrung der Umlaufleitung". Das aus dem oben genannten
Dokument zum Stand der Technik bekannte, gesonderte Druckbegren
zungsventil und die zugehörige Bypassleitung können somit entfallen,
was unter dem Gesichtspunkt der Vereinfachung der Konstruktion der
Steuerventilanordnung und unter dem Gesichtspunkt der Verringerung
der Anzahl der Hydroventil-Einzelteile wesentliche Vorteile mit sich
bringt.
Vorzugsweise weist das Steuerventil einen Ventilkörper auf, der in dem
Betriebszustand "Sperrung der Umlaufleitung" in Sperrstellung federnd
vorgespannt ist und in Richtung seiner Öffnungsstellung gegen die
Vorspannung ausweichen kann, wenn der Fluiddruck in der Versorgungs
leitung den Grenzdruckwert überschreitet. Der Ventilkörper kann somit im
Falle eines unzulässig hohen Drucks in Richtung Öffnungsstellung aus
weichen, um die gewünschte Druckbegrenzung in der Versorgungsleitung
herbeizuführen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist es vor
gesehen, dass die Ventilbetätigungseinrichtung ein zwischen einer
Ventilbeaufschlagungsstellung und einer Ventilfreigabestellung gesteuert
bewegbares Betätigungselement aufweist, welches in der mit dem
Betriebszustand "Sperrung der Umlaufleitung" korrespondierenden
Ventilbeaufschlagungsstellung den Ventilkörper beaufschlagt, um ihn
federnd in die Sperrstellung vorzuspannen und so die Umlaufleitung unter
Aufrechterhaltung der Druckbegrenzungsfunktion zu sperren, und wel
ches in der mit dem Betriebszustand "Freigabe der Umlaufleitung für die
Ableitung von Druckfluid zum Behälter" korrespondierenden Ventilfreiga
bestellung den Ventilkörper zur Bewegung in die Öffnungsstellung
freigibt.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist das Betätigungselement
pneumatisch steuerbar, wobei es beispielsweise als Kolbenstange bzw.
Kolbenstößel einer vorzugsweise einfach wirkenden pneumatischen
Kolben/Zylinder-Anordnung ausgeführt sein kann. Denkbar ist jedoch
auch eine elektromotorische, magnetische, hydraulische oder mecha
nische Steuerung des Betätigungselementes, welches in vorteilhafter
Ausgestaltung einen zwischen der Ventilbeaufschlagungsstellung und der
Ventilfreigabestellung axial bewegbaren Stößel aufweist.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist das Betäti
gungselement wenigstens eine Feder zur federnd vorspannenden Beauf
schlagung des Ventilkörpers in dem Betriebszustand "Sperrung der
Umleitung" auf.
Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Versorgungsleitung ein in Rich
tung zum hydraulischen Zylinder zu öffnendes Rückschlagventil aufweist
und dass die Umlaufleitung zwischen dem Rückschlagventil und der
Pumpe bzw. dem Pumpenanschluss der Versorgungsleitung von der
Versorgungsleitung abgezweigt ist, wobei das Rückschlagventil mittels
der Ventilbetätigungseinrichtung entsperrbar ist, so dass bei entsperrtem
Rückschlagventil und in den Betriebszustand "Freigabe der Umlaufleitung
für die Ableitung von Druckfluid zum Behälter" geschaltetem Steuerventil
ein Fluidströmungsweg für Druckfluid vom hydraulischen Zylinder durch
die Umlaufleitung hindurch zu dem Behälter freigegeben ist, um den
zuvor ausgefahrenen Zylinder wieder einzufahren.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist
die Steuerventilanordnung eine Abstelleinrichtung auf, die dazu eingerich
tet ist, auf ein Abstellsignal hin die Ventilbetätigungseinrichtung zu
übersteuern, dergestalt, dass die Abstelleinrichtung das von der Ventilbe
tätigungseinrichtung in den Betriebszustand "Sperrung der Umlauflei
tung" geschaltete Steuerventil zwangsweise öffnet bzw. zur Öffnung
freigibt. Die Abstelleinrichtung kann beispielsweise dazu dienen, die
weitere Druckfluidversorgung des hydraulischen Zylinders zu unterbin
den, wenn letzterer eine Endstellung erreicht hat, die nicht überschritten
werden soll. Im Falle des Betriebs einer Kippeinrichtung kann dies eine
maximal zulässige Kippstellung einer vom Hubzylinder angehobenen
Kippbrücke sein. Dabei kann die Kippeinrichtung insgesamt so beschaffen
sein, dass sie ein Kippen der Kippbrücke um verschiedene Kippachsen
ermöglicht und dass dem Kippen um eine Kippachse eine andere Endlage
zugeordnet ist als dem Kippen um die andere Kippachse, wobei eine
betreffende Sensoranordnung in Abhängigkeit vom jeweiligen Kippvor
gang das Abstellsignal auslöst, wenn die betreffende Endlage der Kipp
brücke erreicht wird. Der vorstehend genannte Aspekt hat beispielsweise
Bedeutung bei sogenannten Zwei-Seiten-Kippern oder Drei-Seiten-Kip
pern, womit Kipperfahrzeuge gemeint sind, die wahlweise um eine
heckseitige Kippachse oder um eine betreffende lateralseitige Kippachse
des Kipperfahrzeugs kippbar sind.
Die Komponenten der Steuerventilanordnung nach der Erfindung sind
vorzugsweise in einem kompakten Ventilblock zusammengefasst.
Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Figuren näher
erläutert.
Fig. 1 zeigt ein schematisches Blockschaltbild einer Steuerventil
anordnung nach der Erfindung.
Fig. 2 zeigt eine werkstattzeichnungsmäßige Schnittdarstellung
einer zu einem kompakten Ventilblock vereinigten Steuer
ventilanordnung nach der Erfindung.
In dem Hydraulikschaltplan gemäß Fig. 1 ist eine Steuerventilanordnung
nach der Erfindung mit einer Strichpunkt-Umrahmung bei 1 dargestellt.
Die Steuerventilanordnung weist einen Pumpenanschluss 3 auf, an dem
eine Pumpe 5 angeschlossen ist. Die Pumpe 5 dient dazu, Hydrauliköl
aus dem Behälter 7 in die Versorgungsleitung 9 zu pumpen. Die Ver
sorgungsleitung 9 führt zu einem Verbraucheranschluss 11 der Steuer
ventilanordnung 1, an welchem gemäß Fig. 1 ein hydraulischer Hub
zylinder 13 einer hydraulischen Kippeinrichtung eines Kipperfahrzeugs
angeschlossen ist. Der Hubzylinder 13 dient in üblicher Weise zum Heben
und Senken einer Kippbrücke des Kipperfahrzeugs.
Die Versorgungsleitung 9 enthält ein Rückschlagventil 15, welches in der
in Fig. 1 gezeigten Normalstellung die Zuführung von Hydrauliköl zum
Hubzylinder 13 über die Versorgungsleitung 9 ermöglicht, jedoch den
Rücklauf von Öl vom Hubzylinder 13 in Richtung zur Pumpe 5 verhindert.
In der dargestellten Normalposition des Rückschlagventils 15 kann der
Hydraulikzylinder 13 somit durch Zufuhr von Drucköl über die Versor
gungsleitung 9 ausgefahren werden, was dem Betriebszustand "Kipp
brücke heben" des Kipperfahrzeugs entspricht.
Mittels einer ersten Komponente 17a einer steuerbaren Ventilbetätigungs
einrichtung 17 ist das Rückschlagventil 15 entsperrbar, so dass es einen
Rückfluss von Öl vom Hubzylinder 13 in Richtung zum Tank 7 durch die
Versorgungsleitung 9 und eine Umlaufleitung 21 hindurch ermöglicht. Bei
der im Beispielsfall pneumatischen Komponente 17a der Ventilbetäti
gungseinrichtung kann es sich alternativ um eine elektrisch, magnetisch,
hydraulisch oder mechanisch steuerbare bzw. antreibbare Komponente
handeln. Vorzugsweise ist das Rückschlagventil 15 durch Federkraft zur
Normalstellung gemäß Fig. 1 hin vorgespannt.
Die Steuerventilanordnung 1 nach der Erfindung weist ferner ein Mehr
fach-Funktions-Steuerventil 19 auf, welches in der Umlaufleitung 21
vorgesehen ist, die an einer Stelle 24 zwischen dem Pumpenanschluss 3
und dem Rückschlagventil 15 von der Versorgungsleitung 9 abgezweigt
ist und zum Behälter 7 führt. In der in Fig. 1 gezeigten Normalstellung
des Steuerventils 19 ist die Umlaufleitung 21 zur Ableitung von Öl zum
Behälter hin freigegeben. Mittels einer Komponente 17b der Ventilbetäti
gungseinrichtung ist das Steuerventil 19 in den Betriebszustand "Sper
rung der Umlaufleitung" umschaltbar, so dass das von der Pumpe 5
geförderte Druckfluid durch das Rückschlagventil 15 hindurch zum
Hubzylinder 13 strömt, um diesen auszufahren.
Bei der Komponente 17b der Ventilbetätigungseinrichtung handelt es sich
vorzugsweise um eine pneumatisch steuerbare bzw. betätigbare Kom
ponente. In alternativen Ausführungsformen kann es sich dabei um eine
elektrische, magnetische, hydraulische oder mechanische Komponente
handeln.
Im Beispielsfall handelt es sich bei den Komponenten 17a und 17b um
Elemente der pneumatischen Ventilbetätigungseinrichtung 17, die eine
automatische Abstimmung der Aktivierungszustände der Komponenten
17a und 17b nach Maßgabe des von einer Bedienungsperson an einem
Bedienhebel 18 oder dgl. jeweils eingestellten Soll-Betriebszustands des
Hubzylinders 13 bzw. der Kippbrücke herbeiführt.
Wird an dem Bedienhebel beispielsweise der Betriebszustand "Kippbrücke
heben" eingestellt, so sorgt die pneumatische Ventilbetätigungsein
richtung dafür, dass die Komponente 17b aktiviert wird, um das Steuer
ventil 19 in den Zustand "Sperrung der Umlaufleitung" zu schalten,
wohingegen die Komponente 17a inaktiv und damit das Rückschlagventil
15 in der in Fig. 1 gezeigten Normalstellung verbleibt. Die Pumpe 5 kann
dann Öl aus dem Behälter 7 zu dem Hubzylinder 13 fördern, um ihn
auszufahren und somit die Kippbrücke zu heben. Es kann vorgesehen
sein, dass der Übergang zwischen den Ventil-Betriebszuständen "Sper
rung der Umlaufleitung" und "Freigabe der Umlaufleitung für die Ablei
tung von Druckfluid zum Behälter" in kontinuierlicher Weise durch kon
tinuierliche Änderung des Durchflussquerschnitts des Steuerventils 19
nach Maßgabe der Bedienungshebelstellung erfolgt. Auf diese Weise ist
eine kontinuierliche Einstellung der Hubgeschwindigkeit des Zylinders 13
möglich.
Soll die Kippbrücke in einem bestimmten Hebezustand (Kippzustand)
gehalten werden, so kann der betreffende Betriebszustand "Halten der
Kippbrücke" an dem Bedienhebel 18 der Ventilbetätigungseinrichtung
eingestellt werden, woraufhin die Ventilbetätigungskomponente 17b das
Steuerventil 19 in den Zustand "Freigabe der Umlaufleitung für die
Ableitung von Druckfluid zum Behälter" übergehen lässt. Die Ventilbetäti
gungskomponente 17a bleibt inaktiv. Von der Pumpe 5 gefördertes Öl
kann nunmehr durch die Umlaufleitung 21 und durch das Steuerventil 19
hindurch zum Behälter 7 strömen, so dass der Hubzylinder 13 aufgrund
der geänderten Druckverhältnisse keine weitere Ölzufuhr erfährt. Das
Rückschlagventil 15 verhindert, dass Öl von dem Hubzylinder 13 zurück
fließt. Der Hubzylinder 13 bleibt somit in der aktuellen Hubstellung, so
dass er die Kippbrücke in ihrem Kippzustand hält.
Wird an dem Bedienhebel 18 der pneumatischen Ventilbetätigungsein
richtung 17 der Betriebszustand "Kippbrücke senken" eingestellt, so
schaltet die Ventilbetätigungskomponente 17a das Rückschlagventil 15
in den entsperrten Zustand um, wohingegen die Ventilbetätigungskom
ponente 17b das Steuerventil 19 in dem Zustand "Freigabe der Um
laufleitung für die Ableitung von Druckfluid zum Behälter" belässt.
Nunmehr kann Öl aus dem Hubzylinder 13 durch die Versorgungsleitung
9 und durch die Umlaufleitung 21 hindurch zum Behälter 7 zurückfließen,
was mit dem Einfahren des Hubzylinders 13 bzw. dem Absenken der
Kippbrücke einhergeht. Die "Entsperrung" des Rückschlagventils kann
ggf. kontinuierlich steuerbar erfolgen, so dass die Senkgeschwindigkeit
des Zylinders 13 durch entsprechende Betätigung des Bedienhebels 18
modulierbar ist.
Eine erfindungsgemäße Besonderheit liegt darin, dass das Steuerventil 19
im Betriebszustand "Sperrung der Umlaufleitung" die Funktion eines
Druckbegrenzungsventils oder Überdruckventils ausüben kann. Sollte der
Druck in der Versorgungsleitung 9 einen zulässigen Maximaldruckwert
oder Grenzdruckwert überschreiten, so öffnet das Steuerventil 19 zum
Behälter 7 hin automatisch, um Öl zum Behälter 7 hin abzulassen und
somit den Druck in der Versorgungsleitung 9 zu reduzieren. Das im
Betriebszustand "Sperrung der Umlaufleitung" als Druckbegrenzungs
ventil wirksame Steuerventil 19 gewährleistet somit eine Überlastsiche
rungsfunktion.
Die Steuerventilanordnung 1 weist bei 25 einen Abstell-Vorsteueran
schluss auf, an dem eine hydraulische Abstellleitung 23 angeschlossen
ist, mittels welcher ein Steuerdruck an das Steuerventil 19 anlegbar ist,
um das in Sperrstellung befindliche Steuerventil 19 zwangsweise in die in
Fig. 1 gezeigte Öffnungsstellung zu überführen (oder in einer alternativen
Ausführungsform zum Übergang in die Öffnungsstellung freizugeben).
Die Funktion der Ventilbetätigungskomponente 17b kann auf diese Weise
übersteuert werden.
Im Beispielsfall ist die Abstellleitung 23 an der Stelle 27 zwischen dem
Rückschlagventil 15 und dem Hubzylinder 13 an der Versorgungsleitung
9 angeschlossen. Die Abstellleitung 23 enthält ein Vorsteuerventil 29,
welches nachstehend als Abstellventil bezeichnet wird. Das Abstellventil
29 befindet sich normalerweise in der in Fig. 1 gezeigten, in Richtung
zum Abstell-Vorsteueranschluss 25 hin sperrenden Stellung. Auf ein
Abstellsignal einer Sensoranordnung 31 hin wird das Abstellventil 29 von
einer betreffenden Betätigungseinrichtung 33 umgeschaltet, so dass es in
Richtung zum Abstell-Vorsteueranschluss 25 und somit zum Vorsteuer
element 90 des Steuerventils 19 hin durchlässig wird, um den bei 27 in
der Versorgungsleitung 9 herrschenden Druck zur Vorsteuerung im Sinne
einer zwangsweisen Öffnung des Steuerventils 19 zu nutzen. In Fig. 1
sind die Sensoranordnung 31 und die Betätigungseinrichtung 33 sym
bolisch als Sensor/Aktuator-Hebelanordnung skizziert, welche das Ab
stellsignal zum Umschalten des Abstellventils 29 abgibt, wenn der
Hubzylinder 13 im Betriebszustand "Heben" in die Endlage kommt, über
die hinaus der Hubzylinder 13 nicht ausgefahren werden soll. Diese
Endlage des Hubzylinders 13 korrespondiert mit der steilsten Kippstel
lung, die bei der betreffenden Kippbrücke nicht überschritten werden soll.
Bei einer Kippeinrichtung, die das Verkippen der betreffenden Kippbrücke
um wahlweise verschiedene Kippachsen ermöglicht und als Kippantrieb
für alle Kipprichtungen ein und denselben Hubzylinder 13 verwendet,
kann es vorgesehen sein, dass die Endlagensensoranordnung 31 für jede
Kippart eine gesonderte Endlage detektiert, um bei Erreichen dieser
Endlage das Abstellsignal zum Umschalten des Abstellventils 29 bereitzu
stellen und somit eine weitere Zufuhr von Drucköl zum Hubzylinder 13 zu
unterbinden. Im Falle eines Drei-Seiten-Kippers könnte somit die zu
detektierende Endlage beim seitlichen Kippen der Kippbrücke eine andere
sein als beim Rückwärtskippen.
In Fig. 1 ist das Abstellventil 29 außerhalb der Steuerventilanordnung 1
dargestellt. In einer alternativen Ausführungsform kann das Abstellventil
29 in der Steuerventilanordnung 1 integriert sein.
Fig. 2 zeigt in einer Schnittdarstellung ein bevorzugtes Ausführungs
beispiel einer Steuerventilanordnung 1 nach der Erfindung, wobei die
Komponenten der Steuerventilanordnung 1 in einem zusammenhängen
den Steuerventilblock zusammengefasst sind.
Elemente in Fig. 2, die Elementen in Fig. 1 entsprechen, sind mit den
jeweils korrespondierenden Bezugszeichen gekennzeichnet.
Demgemäß ist an dem Anschluss 3 eine Pumpe anzuschließen, die das
hydraulische Druckfluid (normalerweise Öl) in die Versorgungsleitung 9
pumpt. Der Rücklaufanschluss (Behälter) ist mit 4 bezeichnet. Als weitere
hydraulische Anschlüsse sind der Versorgungsanschluss 11 und der
Abstell-Vorsteueranschluss 25 zu erkennen. Der zu steuernde Hubzylin
der ist hydraulisch mit dem Versorgungsanschluss 11 zu verbinden. An
den Abstell-Vorsteueranschluss 25 ist ein betreffendes Abstellventil (vgl.
29 in Fig. 1) anschließbar, welches den erforderlichen Vorsteuerdruck an
dem Anschluss 25 bereitstellt, wenn der Zylinder beim Ausfahren in eine
bestimmte Lage, z. B. Endlage kommt. Bevorzugter Verwendungszweck
der in Fig. 2 gezeigten Steuerventilanordnung ist die Steuerung eines
Hubzylinders einer Kippeinrichtung.
In Fig. 2 sind alle Ventile und Ventilbetätigungskomponenten in ihrem
inaktiven Normalzustand dargestellt, nämlich das Rückschlagventil 15,
das Steuerventil 19 und die im Folgenden noch zu beschreibenden
pneumatischen Ventilbetätigungskomponenten 17a und 17b.
Die Ventilbetätigungskomponente 17a umfasst einen einfach wirkenden
Pneumatikzylinder 30 mit zugehörigem Kolben 32, der bei pneumatischer
Druckbeaufschlagung durch den Anschluss 34 hindurch aus der in Fig. 2
gezeigten inaktiven Stellung in Richtung nach links verschiebbar ist, um
das Rückschlagventil 15 zu entsperren, so dass Rückfluss von Hydraulik
öl von dem bei 11 anzuschließenden Zylinder durch das Rückschlagventil
15 hindurch in Richtung zu der Umlaufleitung 21 ermöglicht wird. Dabei
drückt die mit dem Kolben 32 verbundene und in dem Gehäuse des
Ventilblocks axial bewegbar geführte Stößelanordnung 36 die Ventilkör
perbaugruppe 38 des Rückschlagventils 15 in die Öffnungsstellung.
In der in Fig. 2 gezeigten inaktiven Stellung der Ventilbetätigungskom
ponente 17a ist die Ventilkörperbaugruppe 38 unbeeinflusst von der
Kolbenstößelanordnung 36, so dass das Rückschlagventil 15 in Richtung
zum Verbraucheranschluss 11 durchlässig sein kann, jedoch in umge
kehrter Richtung sperrt.
Die Ventilbetätigungskomponente 17b weist einen einfach wirkenden
Pneumatikzylinder 40 auf, der im Wesentlichen dem Pneumatikzylinder
30 entspricht. Der Kolben 42 kann bei pneumatischer Druckbeaufschla
gung über den Anschluss 44 aus der gezeigten inaktiven Stellung in
Richtung nach links in eine aktive Stellung verschoben werden, in der er
mit seinem axial bewegbar geführten Kolbenstößel 46 auf den Ventilkör
per 50 des Steuerventils 19 drückt, um letzteres somit in den Betriebs
zustand "Sperrung der Umlaufleitung 21" zu überführen bzw. zu schal
ten. Der dann an seiner in Fig. 2 rechts liegenden Stirnseite 52 beauf
schlagte Ventilkörper 50 ist dabei gegen seinen Sitz 54 gepresst, um eine
Ableitung von Drucköl durch die Umlaufleitung 21 hindurch zum Behälter
anschluss 4 zu verhindern. Der Sperrzustand des Steuerventils 19 ist
jedoch zu überwinden, wenn der pumpenanschlussseitig auf das Steuer
ventil 19 wirkende Druck in der Umlaufleitung 21 einen Bezugswert
überschreitet, der einem maximal zulässigen Grenzdruck entspricht. In
diesem Fall kann der mit einem bestimmten Druck beaufschlagte Kolben
42 pneumatisch federnd zurückweichen, wobei der pneumatische Druck
an dem Kolben 42 so gewählt ist, dass dieses Zurückweichen erst dann
einsetzt, wenn der pumpenanschlussseitige Druck am Ventil 19 den
Grenzdruck überschreitet. Das Steuerventil 19 kann somit im Betriebs
zustand "Sperrung der Umlaufleitung" die Funktion eines Druckbegren
zungsventils erfüllen und somit einen Überlastungsschutz gewährleisten.
Eine alternative Ausgestaltung der Ventilbetätigungskomponente 17b
weist noch die in Fig. 2 gestrichelt angedeuteten Elemente 60, 62 und
64 auf. Bei dem Element 60 handelt es sich um eine Anschlagfläche, auf
die die gegenüberliegende Stufenfläche 66 des pneumatischen Kolbens
42 bei dessen Druckbeaufschlagung auftrifft. Dadurch wird verhindert,
dass der (ggf. endseitig verkürzte) Kolbenstößel 46 auf die benachbarte
Stirnfläche 52 des Steuerventilkörpers 19 auftrifft. Der Kolbenstößel 46
trägt jedoch an seinem dem Steuerventil 19 gegenüberliegenden axialen
Ende einen Federteller oder Federdorn 62, auf dem eine Schraubenfeder
64 aufsitzt. An dem vom Federteller 62 entfernten Ende der Schrauben
feder 64 ist diese an dem Federdornabschnitt 68 des Ventilkörpers 50
des Steuerventils 19 radial zentriert.
Wird der pneumatische Kolben 42 der Ventilbetätigungskomponente 17b
von dem Druckanschluss 44 her pneumatisch mit Druck beaufschlagt, so
wird er in Fig. 2 nach links verschoben, bis die Stufenflächen 66 auf die
Anschlagfläche 60 trifft. Die dabei auf Druck gespannte Feder 64 spannt
dann den Ventilkörper 50 zum Verbleib in der Sperrstellung vor, so dass
das Ventil 19 in den Betriebszustand "Sperrung der Umlaufleitung"
übergeht. Gegen die Kraft der Feder 64 kann der Ventilkörper 50 bei
entsprechendem pumpenanschlussseitigen Überdruck ausweichen, so
dass die Funktion eines Druckbegrenzungsventils gewährleistet ist. Ein
Vorteil der Variante der Ventilbetätigungskomponente 17b mit Feder 64
besteht darin, dass der Grenzdruck, ab dem das Steuerventil 19 in seiner
Eigenschaft als Druckbegrenzungsventil öffnen soll, besser definierbar ist.
Zur Herbeiführung des Betriebszustands "Sperrung der Umlaufleitung"
wird der pneumatische Kolben 42 in die Anschlagstellung (Fläche 66 auf
Fläche 60) mit ausreichender Kraftreserve gedrückt, so dass die Feder 64
jedesmal in determinierter und gleichbleibender Weise axial auf den
Ventilkörper 50 drückt und somit den Grenzdruck bestimmt, ab dem das
Steuerventil 19 in seiner Eigenschaft als Druckbegrenzungsventil öffnen
soll.
Wird der Kolben 42 der Ventilbetätigungskomponente 17b pneumatisch
entlastet, so kann sich die Feder 64 unter Zurückweichen des Kolbens 42
in Richtung der in Fig. 2 gezeigten passiven Stellung quasi vollständig
entspannen, so dass rücklaufseitig in der Umlaufleitung 21 keine nen
nenswerte Gegenkraft mehr auf den Ventilkörper 50 wirkt, die letzteren
in der Sperrstellung halten könnte.
Auch bei der Variante ohne Feder 64 kommt es in entsprechender Weise
zur Freigabe des Ventilkörpers 50 bei pneumatischer Druckentlastung des
Kolbens 42.
Es sei noch betont, dass der bei 70 axial bewegbar geführte Ventilkörper
50 in seiner Sperrstellung an den einander axial gegenüberliegenden
Ringflächen 72 und 74 von dem pumpenanschlussseitigen hydraulischen
Druck beaufschlagt wird. Der Querschnitt des Ventilsitzes 54 ist so
gewählt, dass die beaufschlagte Fläche 72 bzw. deren Projektion in
axialer Richtung des Ventilkörpers 50 um einen bestimmten Flächen
betrag größer ist als die beaufschlagte Fläche 74. Daraus resultiert bei
Druckbeaufschlagung eine den Ventilkörper 50 in Richtung zur Öffnungs
stellung hin belastende Kraftkomponente. Bei dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 2 ist die Differenz der Flächen 72 und 74 so gewählt, dass die
resultierende Öffnungskraft bei Erreichen eines Grenzdrucks von z. B.
300 bar so groß wird, dass die erforderliche Gegenkraft pneumatisch
ohne weiteres durch Beaufschlagung des Kolbens 42 mit einem Druck
von z. B. 6 bar zu erzeugen ist.
Bei pneumatischer Entlastung des Kolbens 42 reicht entsprechend ein
geringer hydraulischer Druck pumpenanschlussseitig in der Umlaufleitung
21 aus, um den Ventilkörper 50 in Öffnungsstellung zu bringen.
Der Ventilkörper 50 reicht mit seinem von der Ventilbetätigungskom
ponente 17b abgewandten Ende in einen Vorsteuerzylinder 90 hinein, in
dem ein Vorsteuerkolben 92 axial verschiebbar geführt ist. Wird der
Vorsteuerkolben 92 über den Abstell-Vorsteueranschluss 25 hydraulisch
beaufschlagt, so drückt er den Ventilkörper 50 des Steuerventils 19
zwangsweise in Öffnungsstellung.
Für die folgende Funktionsbeschreibung sei angenommen, dass an dem
Verbraucheranschluss 11 ein Hubzylinder angeschlossen ist, der durch
Zufuhr von Hydraulikfluid ausfahrbar ist, um eine Kippbrücke einer
Kippeinrichtung zu heben. Ferner sei angenommen, dass eine an dem
Abstell-Vorsteueranschluss 25 angeschlossene Endlagen-Detektionsein
richtung dafür sorgt, dass der Vorsteuerkolben 92 hydraulisch beauf
schlagt wird, wenn der Zylinder eine maximale Endlage erreicht hat. An
dem Pumpenanschluss 3 sei die Pumpe und an dem Rücklaufanschluss 4
der Rücklaufbehälter angeschlossen. Die Anschlüsse 34 und 44 der
Ventilbetätigungskomponenten 17a und 17b seien mit einer pneumati
schen Steuereinrichtung verbunden, welche einen Bedienhebel zur
wahlweisen Einstellung der Betriebszustände "Kippbrücke heben",
"Kippbrücke senken" und "Kippbrücke in Kippstellung halten" aufweist.
In der Einstellung "Kippbrücke heben" sorgt die pneumatische Steuerung
automatisch dafür, dass die Ventilbetätigungskomponente 17b über den
Anschluss 44 mit vorzugsweise Druckluft versorgt wird, um den Kolben
42 pneumatisch zu beaufschlagen, wohingegen die Ventilbetätigungs
komponente 17a keine Druckluftzufuhr erfährt und somit inaktiv bleibt.
Somit ist das Steuerventil 19 in den Zustand "Sperrung der Umlauflei
tung" versetzt. Bei laufender Pumpe baut sich rasch der zur Öffnung des
Rückschlagventils 15 erforderliche (relativ geringe) Öffnungsdruck auf, so
dass nun Öl vom Pumpenanschluss 3 zum Verbraucheranschluss 11 und
von dort zum Hubzylinder gefördert wird, um letzteren auszufahren.
Soll der Hubzylinder in einer aktuellen Kippstellung verharren, so kann die
betreffende Bedienungsperson den Bedienhebel der pneumatischen
Steuerung in den Betriebszustand "Kippbrücke in Kippstellung halten"
umschalten, woraufhin die Ventilbetätigungskomponente 17b pneuma
tisch entlastet wird, so dass das Steuerventil 19 in den Betriebszustand
"Freigabe der Umlaufleitung für die Ableitung von Druckfluid zum Behäl
ter" versetzt wird. Das von der Pumpe zugeführt Öl kann nunmehr durch
die Umlaufleitung 21 hindurch zum Behälter zurückströmen. Der Druck
abfall pumpenanschlussseitig des Rückschlagventils 15 hat zur Folge,
dass das Rückschlagventil 15 sperrt, so dass von dem bei 11 ange
schlossenen Hubzylinder kein Öl zurückströmen kann. Der Hubzylinder
verbleibt somit in der momentanen Hubstellung und die von ihm angetrie
bene Kippbrücke in der korrespondierenden Kippstellung.
Wird der Bedienhebel der pneumatischen Steuerung wieder auf "Kipp
brücke heben" eingestellt, so veranlasst der Kolben 42 der Ventilbetäti
gungskomponente 17b wieder das Schließen des Steuerventils 19. Es
kann dann wieder Öl vom Pumpenanschluss 3 zum Verbraucheranschluss
11 strömen, um den Hubzylinder weiter auszufahren. Erreicht dieser dann
seine Endstellung, so erfolgt die hydraulische Beaufschlagung des Vor
steuerzylinderkolbens 92 über den Abstell-Vorsteueranschluss 25. Der
Vorsteuerkolben 92 drückt dann den Ventilkörper 50 zwangsweise in
Öffnungsstellung, was zur Folge hat, dass das von der Pumpe über den
Pumpenanschluss 3 zugeführte Öl durch die Umlaufleitung hindurch zum
Behälter zurückströmt, ohne den Zylinder noch weiter zu beaufschlagen.
Wie bereits angedeutet, wirkt das Steuerventil 19 im Betriebszustand
"Umlaufleitung sperren", der mit dem Betriebszustand "Kippbrücke
heben" korrespondiert, als Druckbegrenzungsventil. Steigt der Druck
pumpenanschlussseitig in der Umlaufleitung 21 über den maximal zulässi
gen Grenzdruck, so geht der Ventilkörper 50 gegen die Rückstellkraft der
Ventilbetätigungskomponente 17b in Öffnungsstellung, um Druckentlas
tung herbeizuführen.
Soll die in Kippstellung befindliche Kippbrücke wieder abgesenkt werden,
so kann die Bedienungsperson dies dadurch einleiten, dass sie den
Bedienhebel der pneumatischen Steuerung auf "Kippbrücke senken"
einstellt. Die pneumatische Steuerung sorgt dann dafür, dass die Ventil
betätigungskomponente 17b pneumatisch entlastet und der Kolben 32
der Ventilbetätigungskomponente 17a über den Anschluss 34 pneuma
tisch vorzugsweise mit Druckluft beaufschlagt wird. Dabei bewegt sich
der Kolben 32 gemäß Fig. 2 nach links, um mit dem kolbenfernen Ende
der Kolbenstößelanordnung 36 das Rückschlagventil 15 zu entsperren, so
dass Hydrauliköl von dem Hubzylinder zurück durch das Rückschlagventil
15 hindurch zur Umlaufleitung 21 strömen kann. Da das Steuerventil 19
in den Betriebszustand "Freigabe der Umlaufleitung zur Ableitung von
Hydraulikfluid zum Behälter" geschaltet ist, kann das Öl nun durch die
Umlaufleitung 21 hindurch zum Behälter strömen. Der von dem Gewicht
der Kippbrücke belastete Hubzylinder wird dabei eingefahren und die
Kippbrücke abgesenkt.
Das Entsperren des Rückschlagventils 15 erfolgt im Beispielsfall zweistu
fig. Zunächst öffnet die Stößelanordnung 36 das kleine Sitzventil 78 im
Sperrkörper 80. Dadurch kommt es zu einer Druckannäherung vor und
hinter dem Sperrkörper 80, der dann mit einem geringeren Kraftaufwand
gegen die Kraft seiner Schließfeder in die Öffnungsstellung gedrückt
werden kann, wenn die Stufenfläche 82 des Kolbenstößels 36 auf die
Stirnfläche 84 des Sperrkörpers 80 auftrifft, um das Rückschlagventil
vollständig zu entsperren.
Es sei noch auf einige Details des Ausführungsbeispiels nach Fig. 2
hingewiesen. So kann es vorgesehen sein, dass die Ventilbetätigungs
komponenten 17a und/oder 17b bei 100 bzw. 102 axial mit dem Ventil
block verschraubt sind. Durch mehr oder weniger weites Einschrauben
der betreffenden Komponente 17a bzw. 17b kann somit die für eine
optimale Funktion gewünschte axiale Lage der Ventilbetätigungskom
ponente 17a bzw. 17b eingestellt werden.
Die in Fig. 2 gezeigten pneumatischen Kolben/Zylinder-Anordnungen zum
Antrieb der Stößel 36 bzw. 46 können ggf. durch einen elektromotori
schen, magnetischen, hydraulischen oder mechanischen Antrieb ersetzt
werden.
Claims (10)
1. Steuerventilanordnung für wenigstens einen hydraulischen Zylinder
(13), insbesondere für einen Hubzylinder einer hydraulischen
Kippeinrichtung eines Kipperfahrzeugs,
wobei die Steuerventilanordnung
"Sperrung der Umlaufleitung" und
"Freigabe der Umlaufleitung für die Ableitung von Druckfluid zum Behälter"
umschaltbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerventil (19) derart gestaltet ist, dass es in dem Betriebszustand "Sperrung der Umlaufleitung" als zum Behälter (7) hin zu öffnendes Druckbegrenzungsventil wirksam werden kann, wenn der Druck des Druckfluids in der Versorgungsleitung (9) einen Grenzdruckwert überschreitet.
wobei die Steuerventilanordnung
- - eine Versorgungsleitung (9) für die Zufuhr eines hydrauli schen Druckfluids von einer das Druckfluid aus einem Behäl ter (7) fördernden Pumpe (5) zu dem hydraulischen Zylinder (13),
- - eine von der Versorgungsleitung (9) abgezweigte Umlauflei tung (21) zur Ableitung von Druckfluid zum Behälter (7) und
- - ein Steuerventil (19) in der Umlaufleitung (21)
"Sperrung der Umlaufleitung" und
"Freigabe der Umlaufleitung für die Ableitung von Druckfluid zum Behälter"
umschaltbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerventil (19) derart gestaltet ist, dass es in dem Betriebszustand "Sperrung der Umlaufleitung" als zum Behälter (7) hin zu öffnendes Druckbegrenzungsventil wirksam werden kann, wenn der Druck des Druckfluids in der Versorgungsleitung (9) einen Grenzdruckwert überschreitet.
2. Steuerventilanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass das Steuerventil (19) einen in dem Betriebszustand "Sperrung
der Umlaufleitung" in Sperrstellung federnd vorgespannten, die
Umlaufleitung sperrenden Ventilkörper (50) aufweist, der in Rich
tung seiner Öffnungsstellung gegen die Vorspannung ausweichen
kann, wenn der Fluiddruck in der Versorgungsleitung (9) den
Grenzdruckwert überschreitet.
3. Steuerventilanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Ventilbetätigungseinrichtung (17) ein zwischen einer
Ventilbeaufschlagungsstellung und einer Ventilfreigabestellung
gesteuert bewegbares Betätigungselement (42, 46) aufweist,
welches in der mit dem Betriebszustand "Sperrung der Umlauflei
tung" korrespondierenden Ventilbeaufschlagungsstellung den
Ventilkörper (50) beaufschlagt, um ihn federnd in die Sperrstellung
vorzuspannen und so die Umlaufleitung (21) unter Aufrechterhal
tung der Druckbegrenzungsfunktion zu sperren, und welches in der
mit dem Betriebszustand "Freigabe der Umlaufleitung für die
Ableitung von Druckfluid zum Behälter" korrespondierenden Ventil
freigabestellung den Ventilkörper (50) zur Bewegung in die
Öffnungsstellung freigibt.
4. Steuerventilanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass das Betätigungselement (42, 46) pneumatisch, elektromoto
risch, magnetisch, hydraulisch oder mechanisch steuerbar ist.
5. Steuerventilanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass das Betätigungselement (42, 46) einen zwischen der Ventil
beaufschlagungsstellung und der Ventilfreigabestellung axial
bewegbaren Stößel (46) aufweist.
6. Steuerventilanordnung nach einem der Ansprüche 3-5, dadurch
gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (42, 46) wenigstens
eine Feder (64) zur federnd vorspannenden Beaufschlagung des
Ventilkörpers (50) in dem Betriebszustand "Sperrung der Umlauflei
tung" aufweist.
7. Steuerventilanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Versorgungsleitung (21) ein in
Richtung zum hydraulischen Zylinder (13) zu öffnendes Rück
schlagventil (15) aufweist, dass die Umlaufleitung (21) zwischen
dem Rückschlagventil (15) und der Pumpe (5) bzw. dem Pumpen
anschluss (3) der Versorgungsleitung (9) von der Versorgungs
leitung (9) abgezweigt ist und dass das Rückschlagventil (15)
mittels der Ventilbetätigungseinrichtung (17) entsperrbar ist, so
dass bei entsperrtem Rückschlagventil (15) und in den Betriebs
zustand "Freigabe der Umlaufleitung für die Ableitung von Druck
fluid zum Behälter" geschaltetem Steuerventil (19) ein Fluidströ
mungsweg für Druckfluid vom hydraulischen Zylinder (13) durch
die Umlaufleitung (21) hindurch zu dem Behälter (7) freigegeben
ist.
8. Steuerventilanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine Abstelleinrichtung (90), die dazu einge
richtet ist, auf ein Abstellsignal hin die Ventilbetätigungseinrich
tung (17) zu übersteuern, dergestalt, dass die Abstelleinrichtung
(90) das von der Ventilbetätigungseinrichtung (17) in den Betriebs
zustand "Sperrung der Umlaufleitung" geschaltete Steuerventil
(19) öffnet bzw. zur Öffnung freigibt.
9. Steuerventilanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
dass das Abstellsignal von einem den hydraulischen Zylinder (13)
überwachenden Sensor (31) ausgelöst wird, wenn der hydrau
lische Zylinder (13) einen durch Zufuhr von Druckfluid herbeizufüh
renden Soll-Betriebszustand erreicht hat.
10. Steuerventilanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass sie in einem kompakten Ventilblock
(1) zusammengefasst ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999160302 DE19960302A1 (de) | 1999-12-14 | 1999-12-14 | Steuerventilanordnung für einen hydraulischen Zylinder |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999160302 DE19960302A1 (de) | 1999-12-14 | 1999-12-14 | Steuerventilanordnung für einen hydraulischen Zylinder |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19960302A1 true DE19960302A1 (de) | 2001-06-21 |
Family
ID=7932637
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999160302 Withdrawn DE19960302A1 (de) | 1999-12-14 | 1999-12-14 | Steuerventilanordnung für einen hydraulischen Zylinder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19960302A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1645463A1 (de) * | 2004-10-08 | 2006-04-12 | Carrozzeria Pezzaioli S.r.l. | Hydraulikkreis zum Heben und Senken von Ladeflächen in Lastfahrzeugen |
| US7992490B2 (en) | 2006-05-19 | 2011-08-09 | Stork Townsend Inc. | Automatic by-pass control system for meat injection machine and method of using same |
| CN107472114A (zh) * | 2017-08-17 | 2017-12-15 | 中国煤炭科工集团太原研究院有限公司 | 具有电液协调吸污控制功能的煤矿用吸污车 |
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1999
- 1999-12-14 DE DE1999160302 patent/DE19960302A1/de not_active Withdrawn
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| CN107472114B (zh) * | 2017-08-17 | 2023-10-17 | 中国煤炭科工集团太原研究院有限公司 | 具有电液协调吸污控制功能的煤矿用吸污车 |
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