DE19958559A1 - Verfahren zur Initialisierung und/oder Personalisierung von Chipkarten sowie eine entsprechende Einrichtung - Google Patents
Verfahren zur Initialisierung und/oder Personalisierung von Chipkarten sowie eine entsprechende EinrichtungInfo
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Abstract
Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zur Initialisierung und/oder Personalisierung von Chipkarten (4) sowie von einer entsprechenden Einrichtung zu deren Initialisierung und/oder Personalisierung. DOLLAR A Zur Erhöhung des Durchsatzes bekannter Initialisierungs- und/oder Personalisierungseinrichtungen wird vorgeschlagen, die Initialisierungsdaten (9b) nicht Karte für Karte wiederholt von einem Host-Computer (2) in ein Initialisierungs- und/oder Personalisierungssystem(3) zu übertragen, sondern die Initialisierungsdaten (9b) in einem Speicher (9) des Initialisierungs- und/oder Personalisierungssystems (3) zumindest für die Dauer der Initialisierung gleicher Karten einer Kartenmenge (10) zu speichern.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Initialisierung
und/oder Personalisierung von Chipkarten sowie eine
entsprechende Einrichtung zu deren Initialisierung und/oder
Personalisierung.
Chipkarten mit Mikroprozessoren werden insbesondere dort
eingesetzt, wo hohe Sicherheitsanforderungen an das
betreffende Chipkartensystem gestellt werden. Bei solchen
Systemen handelt es sich insbesondere um Mobilfunksysteme,
Zahlungssysteme mit Bankkarten, Pay-TV-Systeme,
Zugangskontrollsysteme und dergleichen. Chipkarten für solche
Anwendungen zeichnen sich insbesondere dadurch aus, daß der in
der Chipkarte vorhandene Chip in ihm gespeicherte Daten, wie
Schlüssel und Algorithmen, eine persönliche
Identifizierungsnummer (PIN) und dem späteren Benutzer der
Chipkarte zugeordnete Daten, wie etwa eine Mobilfunkrufnummer,
eine Kontonummer oder dgl., aufweist.
Ferner sind typischerweise in solchen Chipkarten Daten
gespeichert, anhand derer festgestellt werden kann, ob das mit
der betreffenden Chipkarte kommunizierende System zum Zugriff
auf die in der Chipkarte abgelegten Daten und/oder Programme
und/oder Routinen berechtigt ist (Authentisierungsprüfung).
Prozessorkarten, wie sie beispielsweise zum Betrieb von
Mobilfunkendgeräten in Mobilfunknetzen verwendet werden, sind
personenbezogene Chipkarten mit einem sogenannten "Subscriber-
Identity-Module" (SIM-Karte). Eine solche SIM-Karte ist mit
einer Central Processing Unit (CPU) und einem ROM (Read Only
Memory) versehen, wobei die in dem ROM das Betriebssystem bzw.
die Ablaufsteuerung für die CPU gespeichert ist. Ferner weist
die Prozessorkarte einen nichtflüchtigen, überschreibbaren
(programmierbaren) Speicher (EEPROM, Electrical Erasable
Programmable Read Only Memory) sowie einen flüchtigen
Arbeitsspeicher, einen sogenannten RAM-Speicher (Random-
Access-Memory) auf.
Nach der Implementierung eines Mikroprozessorchips in einen
Kartenkörper, wird die Karte in der Regel vor der Auslieferung
an den der Karte zugeordneten, späteren Benutzer einem am Ort
der Karte befindlichen System einer Initialisierungs- und/oder
Personalisierungseinrichtung zugeführt, die die Chipkarte
initialisiert und personalisiert. Zur Initialisierung und
Personalisierung wird die Chipkarte vom System mittels einer
Kontaktiereinheit kontaktiert, so daß ein Datenaustausch
zwischen dem Initialisierungs- und/oder
Personalisierungssystem über die Kontakte 5 der Chipkarte mit
dem Chip der Karte erfolgen kann. Im Rahmen der
Initialisierung wird jede Karte mit derselben Funktionalität,
z. B. eine Chipkarte für einen bestimmten Diensteanbieter
und/oder für ein bestimmtes Mobilfunknetz, überwiegend mit
denselben Initialisierungsdaten versehen.
Unter dem Begriff Initialisierungsdaten sollen nicht nur
Daten, sondern insbesondere auch Befehle, Routinen,
Prüfprogramme, Anwendungsprogramme und dergleichen verstanden
werden, die zur Initialisierung der betreffenden Chipkarte
bzw. zur Initialisierung von Chipkarten für die Herstellung
von Chipkarten mit derselben Funktionalität dienen.
Bei herkömmlichen Verfahren zur Initialisierung und
Personalisierung wird im Host-Computer der Initialisierungs-
und Personalisierungseinrichtung ein Datensatz für jede zu
initialisierende und zu personalisierende Chipkarte angelegt,
der Initialisierungs- und Personalisierungsdaten aufweist.
Nachdem die zu initialisierende und zu personalisierende
Chipkarte mit einer Kontaktiereinheit des Initialisierungs-
und Personalisierungssystems in einer elektrischen Verbindung
steht, werden die der betreffenden Karte zugedachten
Initialisierungs- und Personalisierungsdaten vom Host-Computer
über ein Computernetzwerk bzw. bidirektionale
Datenverbindungen zum Initialisierungs- und/oder
Personalisierungssystem übermittelt, dessen Funktion im
Hinblick auf die übertragenen Daten lediglich in der
Durchleitung der vom Host-Computer empfangenen Daten über eine
Kontaktiereinheit an den Chip der Chipkarte besteht.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht insbesondere
darin, ein Verfahren zur Initialisierung und/oder
Personalisierung von tragbaren Datenträgern, wie insbesondere
von Chipkarten und hierbei insbesondere von solchen mit einem
Prozessorchip sowie eine entsprechende Einrichtung anzugeben,
die eine schnelle Initialisierung und/oder Personalisierung
gestattet.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird durch die in den
unabhängigen Patentansprüchen angegebenen Maßnahmen gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens
bzw. der erfindungsgemäßen Einrichtung sind in den
betreffenden abhängigen Patentansprüchen aufgeführt.
Ein wesentlicher Aspekt der Erfindung besteht darin, ein
bekanntes Initialisierungs- und/oder Personalisierungssystem
mit einem Speicher zu versehen, in dem die
Initialisierungsdaten zur Herstellung von mehreren Chipkarten
mit derselben Funktionalität gespeichert werden.
Zur Erhöhung des Durchsatzes bekannter Initialisierungs-
und/oder Personalisierungseinrichtungen wird vorgeschlagen,
die Initialisierungsdaten nicht Karte für Karte wiederholt von
einem Host-Computer in das Initialisierungs- und/oder
Personalisierungssystem zu übertragen, sondern die
Initialisierungsdaten in dem Speicher (9) des
Initialisierungs- und/oder Personalisierungssystems zumindest
für die Dauer der Initialisierung gleicher Karten einer
Kartenmenge zu speichern.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Erfindung besteht darin, in
dem Host-Computer der Initialisierungs- und/oder
Personalisierungseinrichtung nicht für jeden zu
initialisierenden und/oder zu personalisierenden tragbaren
Datenträger, wie insbesondere eine SIM-Karte, jeweils einen
Datensatz anzulegen. Erfindungsgemäß wird für eine Kartenmenge
bevorzugt ein einziger Datensatz im Host-Computer angelegt,
der Initialisierungsdaten für sämtliche zu initialisierende
Datenträger, denen dieselbe Funktionalität zugedacht ist, und
Personalisierungsdaten für sämtliche zu personalisierende
Datenträger aufweist.
Üblicherweise werden die Datenträger bzw. Chipkarten, denen
dieselbe Funktionalität zugedacht ist, in dasselbe Magazin
eingelegt, dem Initialisierungs- und/oder
Personalisierungssystem zugeführt und der Reihe nach
initialisiert und personalisiert. Wird nun nachfolgend dem
Initialisierungs- und/oder Personalisierungssystem ein
weiteres Kartenmagazin mit einer zweiten Kartenmenge
zugeführt, wobei den Karten der zweiten Kartenmenge eine
andere Funktionalität zugedacht ist, so werden bei einer
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung die für jede Karte
der zweiten Kartenmenge im zweiten Magazin geeigneten
Initialisierungsdaten sowie die Personalisierungsdaten vom
Host-Computer in den Speicher des Initialisierungs- und/oder
Personalisierungssystems übertragen und in dem
Initialisierungs- und/oder Personalisierungssystem
gespeichert. Dies geschieht vorzugsweise wiederum für
sämtliche Chipkarten der zweiten Kartenmenge.
Bei der erfindungsgemäßen Vorgehensweise ist es dem
erfindungsgemäßen Initialisierungs- und/oder
Personalisierungssystem und damit der Initialisierungs-
und/oder Personalisierungseinrichtung möglich, sämtliche
Chipkarten der Kartenmenge bzw. des Magazins zu initialisieren
und oder zu personalisieren, ohne daß es eines Datentransfers
zwischen dem Host-Computer und dem Initialisierungs- und/oder
Personalisierungssystem zwischen der Bearbeitung
aufeinanderfolgender Chipkarten mit derselben Funktionalität
bedarf.
Insbesondere, wenn eine Vielzahl von Initialisierungs-
und/oder Personalisierungsystemen in der Initialisierungs-
und/oder Personalisierungseinrichtung vorgesehen ist, läßt
sich der zur Initialisierung und/oder Personalisierung
notwendige Datenaustausch mit dem Host-Computer drastisch
verringern und Wartezeiten des jeweiligen Initialisierungs-
und/oder Personalisierungssystems infolge eines sukzessiven
Datentransfers die Karte werden vermieden. Stattdessen erfolgt
der Transfer von Daten in einem "Paket", das vorzugsweise
sämtliche in dem betreffenden Magazin vorhandene Chipkarten
initialisiert und/oder personalisiert.
Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung besteht darin,
neben den Initialisierungsdaten, die vorzugsweise für
sämtliche Chipkarten der Kartenmenge bzw. der Chipkarten in
demselben Magazin wiederholt verwendet werden können, auch
vorzugsweise sämtliche Personalisierungsdaten für die
Chipkarten der Kartenmenge bzw. des Magazins zusammen mit den
Initialisierungsdaten vom Host-Computer in das betreffende
Initialisierungs- und/oder Personalisierungssystem zu
transferieren und dort in einem Speicher zu speichern.
Bevorzugt wird also in dem Host-Computer ein Datensatz für
jedes Magazin bzw. für jede Kartenmenge erzeugt, der die zur
Initialisierung und/oder Personalisierung einer Kartenmenge
aus Chipkarten mit derselben Funktionalität notwendigen
Initialisierungs- und/oder Personalisierungsdaten aufweist.
Die Initialisierungsdaten müssen also nicht in bekannter Weise
immer wieder neu für jede zu initialisierende Chipkarte von
dem Host-Computer in das Initialisierungs- und/oder
Personalisierungssystem übertragen werden.
Dies ist insbesondere von Bedeutung, weil die Chipkarten immer
komplexer werden und ihre Speicherkapazität zunimmt, was dazu
führt, daß immer größere Datenmengen zur Programmierung ihrer
Funktion bzw. ihrer Funktionen und deren Prüfung vom Host-
Computer übertragen werden müssen.
Insbesondere bei toolkitfähigen Chipkarten ist es wichtig,
Verfahren und Initialisierungs- und/oder
Personalisierungseinrichtungen zur Verfügung zu haben, die
einen hohen Durchsatz initialisierter und/oder
personalisierter Chipkarten ermöglichen. Toolkitfähige
Chipkarten mit hoher Speicherkapazität sind im späteren
Betrieb beispielsweise in der Lage, Daten über
Mobilfunkendgeräte bidirektional auszutauschen bzw. sogar
Anwendungsprogramme von einem Diensteanbieter, einem
Mobilfunknetz oder einem sonstigen Datennetz
"herunterzuladen".
Es versteht sich, daß die Lösungen der Erfindung nicht nur auf
die Initialisierung und/oder Personalisierung von
Mikroprozessorkarten beschränkt sind, sondern mit Erfolg auch
für die Initialisierung und/oder Personalisierung anderer
tragbarer Datenträger aufgegriffen werden können. Dies gilt
insbesondere, wenn der Durchsatz aufgrund eines zu langsamen
Datenaustauschs des betreffenden Initialisierungs- und/oder
Personalisierungssystems mit dem betreffenden Host-Computer
unbefriedigend ist. Bei den tragbaren Datenträgern kann es
sich neben Prozessorkarten auch um andere Chipkarten, wie
beispielsweise Speicherkarten und dergleichen, oder auch um
Magnetstreifenkarten handeln. Beispiele für Speicherkarten
sind Telefonkarten und Krankenversicherungskarten.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen näher
erläutert, wobei gleiche oder gleichwirkende Teile mit
denselben Bezugszeichen versehen sind. Es zeigen:
Fig. 1 eine bekannte Initialisierungs- und/oder
Personalisierungseinrichtung;
Fig. 2 das Initialisierungs- und/oder
Personalisierungssystem der Fig. 1 in
detaillierterer Darstellung, soweit das für das
Verständnis der Erfindung sinnvoll ist;
Fig. 3 das erfindungsgemäße Initialisierungs- und/oder
Personalisierungssystem, soweit das für das
Verständnis der Erfindung sinnvoll ist.
Die in Fig. 1 vereinfacht dargestellte Initialisierungs-
und/oder Personalisierungseinrichtung 1 weist einen Host-
Computer 2, ein Initialisierungs- und/oder
Personalisierungssystem 3 sowie zu initialisierende und
personalisierende Chipkarten auf, wovon in Fig. 1 lediglich
eine einzige Chipkarte 4 dargestellt ist.
Bei der in Fig. 1 dargestellten herkömmlichen Initialisierung
und Personalisierung der Chipkarte 4 bzw. der konkreten
Chipkarte A, überträgt der Host-Computer 2 über eine
bidirektionale Datenverbindung 6 zunächst
Initialisierungsdaten an das Initialisierungs- und/oder
Personalisierungssystem 3. Die Initialisierungsdaten werden
unverändert über eine Kontaktiereinheit (nicht dargestellt),
die eine Datenverbindung mit dem Chip (nicht dargestellt) der
Chipkarte 4 über die Kontaktflächen der Chipkarte 4 herstellt,
von dem Initialisierungs- und/oder Personalisierungssystem 3
unverändert an den Chip der Chipkarte A zur Initialisierung
des Chips bzw. der Chipkarte weitergeleitet. Dies ist in Fig.
2 durch die bidirektionale Datenverbindung 8 angedeutet.
Die von dem Host-Computer 2 übermittelten
Initialisierungsdaten werden von dem bekannten
Initialisierungs- und/oder Personalisierungssystem 3 also
lediglich unverändert durchgeleitet; man spricht von einer
sogenannten transparenten Datenverbindung. Während der
Initialisierung und/oder nach der Initialisierung sendet der
Chip Daten über die bidirektionalen Datenverbindungen 7, 8 und
6 zurück an den Host-Computer 2, um diesem anzuzeigen, ob die
Initialisierung und/oder Prüfung des Chips und/oder die
Programmierung des Chips erfolgreich war.
Nach erfolgreichem Abschluß der Initialisierung des Chips der
Chipkarte 4, überträgt der Host-Computer 2 über die
bidirektionale Datenverbindung 6, die bidirektionale
Datenverbindung 8 und die bidirektionale Datenverbindung 7 die
der Chipkarte A zugedachten Personalisierungsdaten an die
Chipkarte A. Anhand der vom Host-Computer 2 an die Chipkarte A
übermittelten Personalisierungsdaten wird der Chip der
Chipkarte A personalisiert. Während und/oder nach der
Personalisierung überträgt der Chip der Chipkarte A in
umgekehrter Richtung Daten über die bidirektionale
Datenverbindung 7, die bidirektionale Datenverbindung 8 und
die bidirektionale Datenverbindung 6 an den Host-Computer 2,
um diesem mitzuteilen, ob die Personalisierung des Chips der
Chipkarte A erfolgreich verlaufen ist.
Auch bei der Personalisierung des Chips der Chipkarte A
erfolgt ein transparenter Datenaustausch über das
Initialisierungs- und/oder Personalisierungssystem 3. Die vom
Host-Computer 2 an die Chipkarte A und umgekehrt von der
Chipkarte A an den Host-Computer 2 bei der Initialisierung und
Personalisierung übermittelten Daten werden also von der
bidirektionalen Datenverbindung 8 bzw. dem Initialisierungs-
und/oder Personalisierungssystem 3 lediglich ohne Veränderung
der Daten bzw. durchgeleitet.
Nach der Initialisierung und Personalisierung der Chipkarte A
wird die nächste zu initialisierende und zu personalisierende
Chipkarte (siehe die mit "B" in Fig. 3 bezeichnete Chipkarte)
der Kontaktiereinheit der bekannten Initialisierungs- und/oder
Personalisierungseinrichtung 1 zugeführt und in gleicher
Weise, jedoch mit unterschiedlichen Personalisierungsdaten,
initialisiert und personalisiert. D. h. der Host-Computer 2
überträgt wiederum sukzessive dieselben Initialisierungsdaten
wie bei der Initialisierung der Chipkarte A; er übermittelt
jedoch andere Personalisierungsdaten, über das
Initialisierungs- und/oder Personalisierungssystem 3 und
dessen bidirektionale Datenverbindung 8, über die
Kontaktiereinheit und die bidirektionale Datenverbindung 7 in
den Chip der Chipkarte B. Nach Abschluß der Initialisierung
und Personalisierung der Chipkarten A und B erhält man
Chipkarten, die dieselbe Funktionalität bzw. dieselbe
Funktion, jedoch unterschiedliche Personalisierungsdaten,
aufweisen.
Insbesondere dann, wenn der Host-Computer mit einer Vielzahl
von Initialisierungs- und/oder Personalisierungssystemen
(nicht dargestellt) kommuniziert und die zur Initialisierung
und Personalisierung notwendigen Daten transferieren muß,
entstehen bei einer Überlastung des Host-Computers 2
Wartezeiten bei der Initialisierung und/oder Personalisierung.
Um Wartezeiten zu vermeiden oder zumindest zu verringern und
damit den Durchsatz der bekannten Initialisierungs- und/oder
Personalisierungseinrichtung 1 zu erhöhen, ist, wie in Fig. 3
dargestellt, erfindungsgemäß ein Initialisierungs- und/oder
Personalisierungssystem 3 vorgesehen, das einen Datenspeicher
9 bzw. einen Datenpuffer aufweist. Bei dem Datenspeicher 9
handelt es sich bevorzugt um einen flüchtigen,
programmierbaren Datenspeicher, wie insbesondere um einen RAM-
Speicher und/oder um einen magnetischen Datenspeicher (nicht
dargestellt), wie eine Festplatte (nicht dargestellt) und/oder
um einen optischen Datenspeicher (nicht dargestellt) und/oder
um einen magnetooptischen Datenspeicher (nicht dargestellt).
Im Unterschied zur Vorgehensweise bei der bekannten
Initialisierungs- und/oder Personalisierungseinrichtung 1 ist
vorgesehen, im Host-Computer Datensätze anzulegen, die jeweils
alle zur Initialisierung und/oder Personalisierung einer
Kartenmenge 10 aus Chipkarten 4, die in Fig. 3 mit A, B, . . ., X
bezeichnet sind, anzulegen. Ein solcher Datensatz weist
bevorzugt lediglich ein einziges Mal Initialisierungsdaten
auf, anhand derer alle Chipkarten 4 der Kartenmenge 10 in
gleicher Weise initialisiert werden. Es versteht sich, daß
dann alle Chipkarten 4 der Kartenmenge 10 nach deren
Initialisierung dieselbe Funktionalität aufweisen.
Ferner ist bevorzugt vorgesehen, daß dieser Datensatz zur
Initialisierung und Personalisierung der Kartenmenge 10 auch
alle zur Personalisierung der Chipkarten 4 der Kartenmenge 10
notwendigen, unterschiedlichen Personalisierungsdaten
aufweist.
Wird ein Magazin (nicht dargestellt) mit Chipkarten 4 einer
Kartenmenge 10 der Kontaktiereinheit (nicht dargestellt)
zugeführt, wie in Fig. 3 angedeutet, so übermittelt der Host-
Computer 2 über die bidirektionale Datenverbindung 6 den
Datensatz für die zu initialisierenden und zu
personalisierenden Chipkarten 4 des Magazins (vollständig oder
in Teilen der Reihe nach) an das in Fig. 3 dargestellte
Initialisierungs- und/oder Personalisierungssystem 3.
Im Unterschied zum bekannten Verfahren werden die von dem
Host-Computer 2 an das erfindungsgemäße Initialisierungs-
und/oder Personalisierungssystem 3 zu übertragenden Daten
nicht Karte für Karte, sondern als "Paket" Magazin für Magazin
bzw. Kartenmenge für Kartenmenge übertragen. In Abhängigkeit
von den konkreten Gegebenheiten, kann es sich auch um ein
Datenpaket für eine Teilmenge handeln kann. Die übertragenen
Daten werden von dem erfindungsgemäß in dem bekannten
Initialisierungs- und/oder Personalisierungssystem
vorgesehenen Datenspeicher 9 in Speicherbereichen 9a, 9b und
9c gespeichert. Nach der Übertragung des "Datenpakets" bzw.
eines Teils der Daten zur Initialisierung und Personalisierung
sämtlicher Chipkarten der Kartenmenge 10 in dem betreffenden
Magazin, überläßt der Host-Computer dem erfindungsgemäßen
Initialisierungs- und/oder Personalisierungssystem 3 die
Initialisierung und/oder Personalisierung der Chipkarten der
Kartenmenge 10.
Es versteht sich, daß mit dem erfindungsgemäßen Verfahren eine
drastische Verminderung der Auslastung des Host-Computers 2
bzw. der bidirektionalen Datenverbindungen und damit des
Computer-Netzwerks der bekannten Initialisierungs- und/oder
Personalisierungseinrichtung in vorteilhafter Weise
einhergeht. Durch die erfindungsgemäßen Lösungen läßt sich
also der Durchsatz einer herkömmlichen Initialisierungs-
und/oder Personalisierungseinrichtung wirksam erhöhen.
In Abhängigkeit vom Initialisierungs- und/oder
Personalisierungsverfahren des konkret zu personalisierenden
Chipkartentyps bzw. der zu personalisierenden Chipkartentypen,
kann es notwendig und/oder sinnvoll sein, einen Teil oder
sämtliche der ggf. von dem Host-Computer 2 wahrgenommenen
Steuer- und/oder Kontrollfunktionen durch eine entsprechende
Steuer- und/oder Kontrolleinrichtung in dem erfindungsgemäßen
Initialisierungs- und/oder Personalisierungssystem bzw. in den
erfindungsgemäßen Initialisierungs- und/oder
Personalisierungssystemen vorzusehen. Damit läßt sich der
Host-Computer weiter entlasten und der Kartendurchsatz einer
erfindungsgemäßen Initialisierungs- und/oder
Personalisierungseinrichtung nochmals erhöhen.
1
Initialisierungs- und/oder Personalisierungseinrichtung
2
Host-Computer
3
Initialisierungs- und/oder Personalisierungssystem
4
Chipkarte
5
Kontakte der Chipkarte
6
bidirektionale Datenverbindung
7
bidirektionale Datenverbindung
8
bidirektionale Datenverbindung
9
Speichereinrichtung, z. B. Halbleiterspeicher und/oder
Festplatte
9
a Speicherbereich
9
b Speicherbereich
9
c Speicherbereich
10
Kartenmenge
Claims (13)
1. Verfahren zur Initialisierung und/oder Personalisierung
von Chipkarten mit folgenden Verfahrensschritten:
- - Übertragung (6) von ersten Initialisierungsdaten und/oder ersten Personalisierungsdaten für eine erste Chipkarte (A) mit einer ersten Funktionalität einer ersten Kartenmenge (10) von einem Host-Computer (2) in den Speicher eines Initialisierungs- und/oder Personalisierungssystems (3) gekennzeichnet durch
- - eine Speicherung der ersten Initialisierungsdaten (9b) in dem Speicher (9) zur Initialisierung einer zweiten Chipkarte (B) mit der ersten Funktionalität, und
- - eine Initialisierung der zweiten Chipkarte (B) mit den ersten Initialisierungsdaten.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
die Übertragung (6) von weiteren Personalisierungsdaten
(9a) für weitere Chipkarten (B, . . ., X) mit der ersten
Funktionalität und deren Speicherung im Speicher (9a) des
Initialisierungs- und/oder Personalisierungssystems (3)
zusätzlich zu den ersten Initialisierungs- und/oder
ersten Personalisierungsdaten (9a, 9b).
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
gekennzeichnet durch
die Übertragung mindestens eines ersten Prüfprogramms
(9c) von dem Host-Computer (2) in den Speicher (9) des
Initialisierungs- und/oder Personalisierungssystems (3)
und/oder die Speicherung des ersten Prüfprogramms in dem
Speicher.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
gekennzeichnet durch
eine Prüfung der Funktion der ersten Chipkarte (A) und
der weiteren Chipkarten (B, . . ., X) der ersten
Kartenmenge (10) anhand des ersten Prüfprogramms (9c)
und/oder eines weiteren Prüfprogramms vor und/oder nach
deren Initialisierung und/oder Personalisierung.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
gekennzeichnet durch
das Überschreiben der im Speicher (9) gespeicherten
ersten Initialisierungs- und/oder ersten
Personalisierungsdaten und/oder der weiteren
Personalisierungsdaten und/oder des Prüfprogramms oder
der Prüfprogramme nach Abschluß der Initialisierung-
und/oder Personalisierung der letzten Chipkarte (X) der
ersten Kartenmenge (10) durch zweite Initialisierungs-
und/oder zweite Personalisierungsdaten zur
Initialisierung und/oder Personalisierung von Chipkarten
mit einer zweiten Funktionalität.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Speicherung der Initialisierungs- und/oder
Personalisierungsdaten (9a, 9b) und/oder des
Prüfprogramms (9c) oder der Prüfprogramme in einem
Halbleiterspeicher (9) und/oder auf einer Festplatte des
Initialisierungs- und/oder Personalisierungssystems (3)
erfolgt.
7. Initialisierungs- und/oder Personalisierungseinrichtung
(1) mit einem Host-Computer (2), in dem Initialisierungs-
und/oder Personalisierungsdaten gespeichert sind, und
einem Initialisierungs- und/oder Personalisierungssystem
(3) zur Initialisierung und/oder Personalisierung von
Chipkarten,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Initialisierungs- und/oder
Personalisierungssystem (3) ein Speicher (9) zur
Speicherung von ersten Initialisierungsdaten (9b) für die
aufeinanderfolgende Initialisierung von mindestens zwei
Chipkarten (A, B, . . ., X), die jeweils eine erste
Funktionalität bzw. dieselbe Funktionalität aufweisen,
vorgesehen ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Speicher (9) die Personalisierungsdaten (9a)
von mindestens zwei Chipkarten (A, B, . . ., X) mit der
ersten Funktionalität gespeichert sind.
9. Einrichtung nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Speicher (9) mindestens ein Prüfprogramm (9c)
zur Prüfung der Funktion der mindestens zwei Chipkarten
(A, B, . . ., X), die jeweils eine erste Funktionalität
aufweisen, gespeichert ist.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
gekennzeichnet durch
eine Überschreibeinrichtung zum Überschreiben der ersten
Initialisierungs- und/oder ersten Personalisierungsdaten
(9a, 9b) und/oder der weiteren Personalisierungsdaten
und/oder des Prüfprogramms (9c) oder der Prüfprogramme
nach Abschluß der Initialisierung- und Personalisierung
der letzten Chipkarte (X) der ersten Kartenmenge (10)
durch zweite Initialisierungs- und/oder zweite
Personalisierungsdaten zur Initialisierung und/oder
Personalisierung von Chipkarten mit einer zweiten
Funktionalität.
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
gekennzeichnet durch
einen Halbleiterspeicher (9) und/oder eine Festplatte zur
Speicherung der Initialisierungs- und/oder
Personalisierungsdaten (9a, 9b) und/oder des
Prüfprogramms (9c) oder der Prüfprogramme.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Chipkarte eine Prozessorkarte ist.
13. Einrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Prozessorkarte eine SIM-Karte, eine UMTS-Karte
und/oder eine toolkitfähige Chipkarte ist.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19958559A DE19958559A1 (de) | 1999-12-04 | 1999-12-04 | Verfahren zur Initialisierung und/oder Personalisierung von Chipkarten sowie eine entsprechende Einrichtung |
| AU77714/00A AU7771400A (en) | 1999-12-04 | 2000-09-14 | Method for initialising and/or personalising chip cards and a corresponding device |
| PCT/DE2000/003189 WO2001041087A1 (de) | 1999-12-04 | 2000-09-14 | Verfahren zur initialisierung und/oder personalisierung von chipkarten sowie eine entsprechende einrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19958559A DE19958559A1 (de) | 1999-12-04 | 1999-12-04 | Verfahren zur Initialisierung und/oder Personalisierung von Chipkarten sowie eine entsprechende Einrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19958559A1 true DE19958559A1 (de) | 2001-06-07 |
Family
ID=7931465
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19958559A Withdrawn DE19958559A1 (de) | 1999-12-04 | 1999-12-04 | Verfahren zur Initialisierung und/oder Personalisierung von Chipkarten sowie eine entsprechende Einrichtung |
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|---|---|
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