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Die
Erfindung betrifft ein Flaschenregal, insbesondere für Weinflaschen,
zur Lagerung von Flaschen in einer im wesentlichen horizontalen
Lage, mit drei Anordnungen von jeweils parallelen, beabstandet nebeneinander
und hintereinander angeordneten Stützen, wobei die Stützenanordnungen
in unterschiedlichen Winkellagen so angeordnet und miteinander verbunden
sind, daß Regalfächer mit
dreieckförmigem
Querschnitt gebildet werden.
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Bei
einem derartigen, aus der
DE
197 19 666 A1 bekannten Flaschenregal werden aus Stützenelementen
der drei Stützenanordnungen
regelmäßige, dreiseitige
Prismenelemente gebildet, die jeweils ein Regalfach darstellen.
Diese einzelnen Regalfächer sind
unabhängige
Bauelemente und können
je nach der gewünschten
Gestalt des Flaschenregals entsprechend so aneinandergeschraubt
werden, daß jeweils
zwei Seitenflächen
der Prismen aneinanderliegen.
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Der
Nachteil der bekannten Anordnung besteht darin, daß zum einen
die Herstellung der jeweils selbsttragenden Regalfächer relativ
aufwendig und teuer ist, daß die Regaltiefe
unvariabel ist und daß für die seitlichen
Ränder
bzw. Begrenzungen des Flaschenregals gesonderte Elemente hergestellt
werden müssen.
Hierdurch wird auch die Variabilität beim Aufbau unterschiedlicher
Flaschenregale stark eingeschränkt,
oder die Gesamtanordnung verteuert sich, wenn mehrere unterschiedliche
Randelemente hergestellt werden müssen.
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein variabel aufbaubares
Flaschenregal zu schaffen, das in kostengünstiger Weise aus einfachen,
einheitlichen Grundelementen schnell und unkompliziert aufgebaut
werden kann.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
daß sich
die Stützen
jeweils durchgehend und einstückig
von einem Regalrand zum anderen erstrecken, wobei die Überschneidungsstellen von
Stützen
die Ecken von aneinandergrenzenden Regalfächern bilden, und daß an jeder Überschneidungsstelle
von Stützen
aller drei Stützenanordnungen
diese Stützen
hintereinander angeordnet und durch ein Verbindungsmittel miteinander
verbunden sind.
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Der
Vorteil des erfindungsgemäßen Flaschenregals
besteht insbesondere darin, daß keine vorgefertigten
komplizierten Bauteile erforderlich sind, sondern daß der Aufbau
aus einfachen Stützen bzw.
Stäben
variabel erfolgen kann. Dabei wird eine hohe Stabilität und Festigkeit
erreicht, da jede Überschneidungsstelle
durch das jeweilige Verbindungsmittel zur Gesamtstabilität beiträgt. Durch
entsprechendes Ablängen
von Stützen
können
in einfacher Weise sehr variable Flaschenregalformen realisiert werden,
zum Beispiel an die Gestalt von Gewölbekellern angepaßte Flaschenregale,
Flaschenregale mit Durchbrüchen
und/oder Durchgängen
und dergleichen. Durch mehr oder weniger hintereinander angeordnete
Lagen von Stützen
kann die Tiefe des Flaschenregals beliebig gewählt werden. Auch die Größe der einzelnen
Regalfächer
kann in einfacher Weise dadurch gewählt werden, daß die Abstände zwischen
den Überschneidungsstellen
bzw. Verbindungsstellen variiert werden. Der dreieckförmige Querschnitt
der Regalfächer
kann gleichmäßig oder ungleichmäßig gewählt werden,
wobei auch die Winkellagen der Stützen praktisch beliebig wählbar sind.
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Durch
die in den Unteransprüchen
aufgeführten
Maßnahmen
sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im Anspruch
1 angegebenen Flaschenregals möglich.
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In
einer besonders kostengünstigen
Ausführung
werden die Stützen
durch Latten, insbesondere Holzlatten, gebildet, die in einfacher
Weise beliebig ablängbar
sind. Dabei besitzen die Stützen
jeder Stützenanordnung
jeweils äquidistante
Haltelöcher für die Verbindungsmittel,
wobei die Abstände
der Haltelöcher
jeweils die Schenkel der die Regalfächer bildenden Dreiecke vorgeben,
die dadurch variiert werden können.
Vorzugsweise besitzen die Haltelöcher
der Stützen
aller Stützenanordnungen
gleiche Abstände,
so daß ein
gleichseitig dreieckförmiger Querschnitt
für die
Regalfächer
gebildet wird.
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Eine
besonders gute Aufnahme der Traglast durch die Flaschen wird dadurch
erreicht, daß die Stützen einer
Stützenanordnung
vertikal verlaufen und wenigstens teilweise als Tragestützen ausgebildet
sind, während
die Stützen
der beiden anderen Stützenanordnungen
jeweils zur Horizontalen gegensinnig geneigt sind.
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Als
Verbindungsmittel eignen sich vor allem Bolzen, insbesondere Gewindebolzen
oder Schrauben mit entsprechenden Muttern, die durch die Haltelöcher steckbar
sind und die aneinanderliegenden Stützen aneinander fixieren. Hierzu
erstrecken sich die als Bolzen ausgebildeten Verbindungsmittel an den Überschneidungsstellen
vorzugsweise durch alle hintereinander angeordneten Stützen aller
Stützenanordnungen,
so daß jeweils
durch einen Bolzen eine Vielzahl von Stützen aneinander fixierbar ist. Dies
führt zu
einer sehr einfachen und kostengünstigen
Art der Verbindung, insbesondere bei einer Vielzahl von hintereinander
angeordneten Stützen,
das heißt
bei relativ tiefen Flaschenregalen.
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Ein
besonders gleichmäßiger und
harmonischer Aufbau wird dadurch erreicht, daß an den Überschneidungsstellen hintereinander
drei Stützen der
drei Stützenanordnungen
und sich mehrfach wiederholend jeweils weitere solcher Anordnungen
von Stützen
aneinanderliegen und mittels der Verbindungsmittel aneinander fixiert
sind. Die Reihenfolge der Stützen
der drei Stützenanordnungen
wiederholt sich dabei regelmäßig.
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Die
Regalfächer
sind zweckmäßigerweise zur
Aufnahme mehrerer Flaschen dimensioniert, wobei die Grundfläche dieser
Regalfächer
vorzugsweise geneigt ist, um eine sichere Lage der Flaschen auch
dann zu gewährleisten,
wenn die Regalfächer nur
teilweise gefüllt
sind.
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Das
erfindungsgemäße Flaschenregal
kann vorzugsweise auch als Bausatz vorliegen, der lediglich in kostengünstiger
Weise aus Stützen
und Verbindungsmitteln besteht, wobei im einfachsten Falle alle
Stützen
identisch ausgebildet und entsprechend der Gestalt des gewünschten
Flaschenregals abgelängt
werden können.
Als Verbindungsmittel können einheitliche
Bolzen vorliegen. Hierdurch können
unterschiedlich große
Flaschenregale durch den Erwerb eines oder mehrerer Bausätze realisiert
werden. Dabei ist es selbstverständlich
auch möglich, daß die Stützen im
Bausatz bereits abgelängt
sind, sofern die endgültige
Gestalt eines Flaschenregals vorgegeben ist.
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Ein
Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung
näher erläutert. Es
zeigen:
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1 eine
Frontansicht eines Ausführungsbeispiels
eines Flaschenregals, das in einen Gewölbekeller eingepaßt ist und
einen Durchgang besitzt, und
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2 eine
Horizontalschnittdarstellung des in 1 dargestellten
Flaschenregals.
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Das
in den 1 und 2 als Ausführungsbeispiel der Erfindung
dargestellte Flaschenregal ist an die Gestalt eines Gewölbekellers 10 angepaßt. Anpassungen
an andere Raumformen oder auch rechteckige Ausführungen von Flaschenregalen
sind entsprechend möglich.
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Die
Frontseite des Flaschenregals gemäß 1 weist
sieben vertikale Stützen 11–17 auf,
die parallel in gleichen Abständen
voneinander angeordnet sind. Die Abstände betragen beispielsweise
48 cm. Die Stützen 11–13 sowie 15–17 stehen
auf dem Boden des Gewölbekellers 10 auf,
und ihre Länge
ist der jeweiligen Höhe
des Rundbogens des Gewölbekellers 10 angepaßt. Dabei
sind die äußeren Stützen 11 und 17 identisch,
was ebenfalls für
die weiter innen liegenden Stützen 12 und 16 und
die noch weiter innen liegenden Stützen 13 und 15 entsprechend
zutrifft.
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Eine
zweite Stützenanordnung
besteht aus parallelen, schräg
verlaufenden Stützen 18–25,
die ebenfalls entsprechend voneinander beabstandet sind und zu den
ersten Stützen 11–17 einen
Winkel von 60° bilden.
Eine dritte Stützenanordnung
von parallelen, schräg
verlaufenden Stützen 26–33 weist ebenfalls
entsprechende Abstände
der Stützen
untereinander auf, wobei hier die Stützen einen Winkel von 60 in
der umgekehrten Richtung zur Vertikalen bilden.
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Die
Stützen 11–33 besitzen äquidistante
Haltelöcher,
die beispielsweise einen Abstand von jeweils 44 cm aufweisen. An
einer Vielzahl von Überschneidungsstellen 34 liegen
jeweils drei Stützen
der drei unterschiedlichen Stützenanordnungen
so unmittelbar hintereinander, daß drei Haltelöcher miteinander
fluchten. Die Verbindung untereinander erfolgt an den Überschneidungsstellen 34 mittels
Gewindebolzen 35.
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Die
Stützen 11–33 erstrecken
sich im wesentlichen jeweils von einem Regalrand zum anderen. Die
Regalränder
werden dabei zum einen durch die Kontur des Gewölbekellers 10 und
zum anderen durch einen zentralen Durchgang 36 im Flaschenregal
gebildet. Dabei bilden die beiden vertikalen Stützen 13 und 15 sowie
die beiden schrägen
Stützen 19–27 die
Begrenzungslinie des Durchgangs 36. Auf Grund des Durchgangs
erstreckt sich die mittlere vertikale Stütze 14 lediglich vom
höchsten
Punkt des Gewölbekellers 10 aus
bis zum obersten Punkt des Durchgangs 36.
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Die
drei vertikalen Stützen 11–13 sowie
die drei vertikalen Stützen 15–17 sind
an ihren unteren Enden jeweils über
horizontale Stützen 37, 38 miteinander
verbunden. Hierdurch entstehen zusätzliche Regalfächer 39,
jedoch weisen diese horizontalen Stützen 37, 38 einen
anderen Lochabstand auf, wobei in die vertikalen Stützen 11–13 sowie 15–17 ebenfalls
zusätzliche
Haltelöcher
gebohrt werden müssen.
Falls dies nicht erwünscht
ist, können
diese horizontalen Stützen 37, 38 auch
entfallen.
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Dasselbe
gilt für
Verbindungsstützen 40–43, durch
die die äußeren Enden
der Stützen 11, 30 und 28 einerseits
und 17, 23 und 21 andererseits miteinander
verbunden sind. Auch diese Verbindungsstützen 40–43 müssen in
ihrer Länge
dem Abstand dieser freien Enden angepaßt werden, wobei entsprechende
Haltelöcher
in diesen Verbindungsstützen 40–43 sowie
in den freien Enden der Stützen 11, 30, 28, 17, 23, 21 vorgesehen
werden müssen.
Auch diese Verbindungsstützen 40–43 können bei
einer einfacheren Ausführung auch
entfallen.
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Aus
der Horizontalschnittdarstellung gemäß 2 geht hervor,
daß das
Flaschenregal nicht nur aus den aus 1 ersichtlichen
frontseitigen Stützen besteht,
sondern daß eine
Vielzahl gleichartiger Stützen
hintereinander angeordnet ist. In 2 tragen gleiche,
hintereinander angeordnete Stützen
dieselben Bezugszeichen. Durch die Zahl der hintereinander angeordneten
Stützen
kann die Tiefe des Flaschenregals festgelegt werden. Sie entspricht
beispielsweise der ungefähren
Länge einer
Flasche oder der ungefähren
Länge von
zwei Flaschen, sofern das Flaschenregal von beiden Seiten her beladen
werden soll.
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Aus 2 ist
ersichtlich, daß zwischen
hintereinander angeordneten vertikalen Stützen 11–17 jeweils
zwei schräge
Stützen
der schrägen
Stützenanordnungen
in wechselnder Reihenfolge angeordnet sind, so daß der Abstand
der hintereinander angeordneten vertikalen Stützen 11–17 jeweils
der doppelten Dicke von zwei schrägen Stützen 18–33 entspricht.
Die wechselnde Reihenfolge der schrägen Stützen 18–25 einerseits
und 26–33 andererseits dreht
sich in der Mitte um, das heißt,
dort liegen in einem Falle Stützen 18–25 der
zweiten Stützenanordnung
neben vertikalen Stützen,
um eine symmetrische Ausbildung des gesamten Flaschenregals zu erreichen.
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Durch
diese Anordnung werden Regalfächer 44 in
Gestalt von regelmäßigen, dreiseitigen
Prismen gebildet, die einen Querschnitt in Gestalt eines gleichseitigen
Dreiecks besitzen, dessen Seitenlänge dem Lochabstand in den
Stützen
entspricht. Diese Regalfächer 44 besitzen
im Gegensatz zu den Regalfächern 39 eine
untere Schrägfläche, so
daß auch einzelne
Flaschen in ihrer Position fixiert sind.
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Die
Gewindebolzen 35 besitzen eine Länge, die geringfügig größer als
die Tiefe des Flaschenregals ist, so daß sie an den Überschneidungsstellen 34 durch
sämtliche
hintereinander aneinanderliegenden Stützen gesteckt werden können, wobei
zur Fixierung beispielsweise eine oder zwei nicht dargestellte Muttern
jeweils dienen. Andere Arten von Schraubfixierungen sind selbstverständlich ebenfalls möglich.
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Die
Anordnung von vertikalen Stützen
ist prinzipiell nicht zwingend. So ist auch ein Aufbau möglich, der
beispielsweise aus einer Vielzahl von horizontalen, beabstandet übereinanderliegenden Stützen besteht,
die über
Schrägstützen in
entsprechender Weise miteinander verbunden sind. Auch andere Winkelanordnungen
sind möglich,
beispielsweise wenn der Boden des jeweiligen Raumes schräg oder gestuft
verläuft.
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Die
Stützen 11–33 sind
beispielsweise als Latten, wie Holzlatten, mit einem Querschnitt
von beispielsweise 36 × 20
mm ausgebildet. Als Gewindebolzen 35 eignen sich beispielsweise
Stahlbolzen mit einem Durchmesser von 6 mm, wobei auch andere, insbesondere
nichtrostende Metalle verwendet werden können. Auch die Stützen können prinzipiell
aus Metall oder Kunststoff bestehen.
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In
Abwandlung des dargestellten Ausführungsbeispiels kann selbstverständlich der
zentrale Durchgang 36 auch entfallen. In diesem Falle werden beispielsweise
die Stützen 20 und 21 durch
durchgehende Stützen
ersetzt, die sich von der vertikalen Stütze 11 bis zur Verbindungsstütze 42 erstrecken. Für die anderen,
durch den zentralen Durchgang 36 unterbrochenen Stützen gilt
dies entsprechend.
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Ein
derartiges Flaschenregal kann beispielsweise auch in Form eines
Bausatzes vorliegen bzw. angeboten werden. Ein solcher Bausatz besteht dann
lediglich aus Stützen
und Gewindebolzen. Ist bereits eine bestimmte Flaschenregalgestalt
vorgesehen, so können
die Stützen
bereits die jeweils erforderliche Länge aufweisen. Andererseits
kann der Bausatz auch gleichlange Stützen aufweisen, die entsprechend
der gewünschten
Gestalt des Flaschenregals individuell nach Bedarf abgelängt werden.
In jedem Falle besitzen die Stützen
bereits die erforderlichen Haltelöcher, die bei allen Stützen denselben
Abstand aufweisen, wenn Regalfächer 44 mit einem
Querschnitt eines gleichseitigen Dreiecks erwünscht sind. Andernfalls können beispielsweise
die für
die vertikalen Stützen 11–17 vorgesehenen
Stützen
einen anderen Lochabstand aufweisen.
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Wie
in 1 dargestellt, können die freien Enden der Stützen 11–33 abgerundet
sein, was bei den vertikalen Stützen 11–17 nur
an den oberen Enden zutrifft. Bei einem vorgefertigten Bausatz können diese
Rundungen bereits vorhanden sein, während sie im anderen Falle,
also im Falle von noch abzulängenden
Stützen,
nachträglich
durch Bearbeitung realisiert werden können, also beispielsweise durch
Fräsen
oder Sägen.