DE19956643A1 - Vorrichtung zum Raumlage-Stabilisieren von Sensoren in Fahrzeugen - Google Patents
Vorrichtung zum Raumlage-Stabilisieren von Sensoren in FahrzeugenInfo
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Abstract
Aus der Praxis sind raumlagestabilisierte Vorrichtungen bekannt, bei denen Raumlagesensoren die Raumlage einer Sensorplattform und eines Fahrzeuges ermitteln und Stellantriebe in einem Regelprozeß eventuelle Abweichungen der Ist-Raumlage von der Soll-Raumlage der Sensorplattform unverzüglich korrigieren. Die neue Vorrichtung soll einfacher aufgebaut sein und wirtschaftlicher arbeiten. DOLLAR A Erfindungsgemäß ist die Sensorplattform (4) schwerpunktnah als Schwerependel derart gelagert, daß sie sich in einem schwach stabilen, nahezu indifferenten Gleichgewicht befindet, wobei der allen drei rotatorischen Achsen (A, B, C) gemeinsame Angriffspunkt (5) der Drehlagerung (6) an der Sensorplattform (4) um ein geringes Maß (7) außerhalb, vorzugsweise oberhalb oder unterhalb des Schwerpunktes (8) der Sensorplattform (4) liegt. DOLLAR A Vorrichtung zum passiv-intertial Stabilisieren von Sensorplattformen in Fahrzeugen (3), vorzugsweise Fluggeräten.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Raumlage-Stabilisieren von Sensoren,
insbesondere abbildenden Sensoren, in Fahrzeugen nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
Eine derartige Vorrichtung ist aus der Praxis bekannt und wird vor allem in der Fahrzeugtechnik
vielfältig eingesetzt. Die Vorrichtung kann einerseits als Träger von am geodätischen Referenz
system orientierten Ortungssensoren, wie zum Beispiel Kreisel, Beschleunigungsmesser,
dienen. Andererseits ermöglicht sie das Tragen von Sensoren als Nutzlast. Derartige Sensoren
können beispielsweise Luftbildkameras sein. Das Fahrzeug kann in Form eines Luft-, Land-,
See- oder Raumfahrzeugs ausgebildet sein. Vorzugsweise ist das Fahrzeug ein Fluggerät.
Damit die Sensoren ihre Aufgabe erfüllen können, sind sie in ihrer Raumlage unabhängig von
der Bewegung des Fahrzeugs ausgerichtet, so daß sie beispielsweise in Form einer Luftbildka
mera ungeachtet der Bahnbewegungen des Fluggerätes am Boden befindliche Objekte im Blick
behalten können. Ferner können derartige Sensoren kontrolliert über am Boden befindliche Ob
jekte geschwenkt werden.
Bei der aus der Praxis bekannten Vorrichtung ist die Sensorplattfonn in ihrem Schwerpunkt
dreiachsig frei drehbar am Fluggerät aufgehängt. Raumlagesensoren ermitteln ständig die jewei
lige Lage der Sensorplattform und des Fahrzeugs; Stellantriebe korrigieren in einem schnell
durchgeführten Regelprozess Abweichungen der Ist-Lage von der Soll-Lage. Eine derartige
Vorrichtung hat den Nachteil eines hohen Kosten- und Gewichtsaufwandes. Es ist erforderlich,
die tragenden Kardanrahmen und -lager verbindungssteif auszuführen, die Meßfehler der
Raumlagesensoren kleiner als die angestrebten Raumlagetoleranzen auszubilden und die Stell
antriebe mit hoher Präzision zu fertigen und derart auszubilden, daß deren Grenz-Stellfrequen
zen über das praktisch auftretende Störfrequenzspektrum hinausreichen.
Für kleine Fahrzeuge, wie zum Beispiel unbemannte Fluggeräte, ist die bekannte Vorrichtung
nicht geeignet. Diese überwiegend aus Kunststoff gefertigten Leichtfahrzeuge haben eine Fahr
zeugzelle, welche in einem Umfang deformierbar ist, der über die angestrebten Raumlage
toleranzen hinausreicht. Die Annahme "Fahrzeugzelle kann als starrer Körper angenommen
werden" trifft also bei derart deformierbaren Fahrzeugzellen nicht zu. Dadurch erhöht sich der
Meß- und Regelaufwand für die aktive Lagerregelung der Sensorplattform erheblich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art zu
schaffen, welche mit geringerem Aufwand und damit wirtschaftlicher handhabbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Patent
anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Erfindungsgemäß ist die Sensorplattform schwerpunktnah als Schwerependel derart gelagert,
daß sie sich in einem schwach stabilen, nahezu indifferenten Gleichgewicht befindet. Dadurch
schwingt die Sensorplattform relativ langsam und träge, wobei die Frequenzen deutlich unter 1
Hz liegen. Das erfindungsgemäße System ist daher relativ träge und befindet sich im Ruhezu
stand in einer definierten Lage zur Vertikalen. Die erfindungsgemäße Lagerung verhindert, daß
sich Rotationen und Translationen des Fahrzeugs auf die Lage der Sensorplattform und damit
auf diejenige des wenigstens einen Sensors auswirken. Die erfindungsgemäße Lagerung verhin
dert die Übertragung von Rotationsbewegungen des Fahrzeugs, wie zum Beispiel des Flugge
räts, auf die Sensorplattform. Translationsbewegungen, wie zum Beispiel Beschleunigungen des
Fahrzeuges, wirken sich nur in vernachlässigbarem Umfang auf die Sensorplattform aus, da
durch die schwerpunktnahe Lagerung Trägheitskräfte infolge Fahrzeugbeschleunigung nur mit
einem sehr kleinen Hebelarm auf die Sensorplattform wirken, so daß ein wirksames Drehmo
ment zum Verstellen der Lage der Sensorplattform nicht zustande kommt.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung liegt der allen drei rotatorischen Achsen gemeinsame
Angriffspunkt der Drehlagerung an der Sensorplattform um ein geringes Maß außerhalb, vor
zugsweise oberhalb oder unterhalb, des Schwerpunktes der Sensorplattform, wodurch sicher
gestellt ist, daß sich die erfindungsgemäße Vorrichtung als physikalisches Pendel verhält.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die dreiachsige Drehlagerung der
Sensorplattform als Innenrahmensystem in Form eines zentralen Gelenks, vorzugsweise eines
Kardan- oder Kugelgelenks, oder als Außenrahmensystem in Form einer außen um die Sensor
plattform herum angeordneten Kardanaufhängung ausgebildet. Letztere hat den konstruktiven
Vorteil, daß das Bauvolumen um den Schwerpunkt des Systems uneingeschränkt für die Unter
bringung der Sensorplattform nutzbar ist. Daraus ergibt sich eine kompakte Bauform der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung hat die Sensorplattform eine rotierende, rotations
symmetrische Schwungmasse, deren Rotationsachse eine konstante Lage in bezug auf die Sen
sorplattform aufweist. Durch die rotierende Schwungmasse ist das Trägheitsmoment der Sen
sorplattform gewissermaßen künstlich erhöht. Diese Erhöhung des Trägheitsmomentes bewirkt
eine höhere Steifigkeit der Sensorplattform bei gleicher Masse. Dadurch ist die Raumlagedrift
der Sensorplattform infolge der Rest-Störmomente vermindert.
Gemäß einer anderen Weiterbildung der Erfindung sind zum Herbeiführen oder Kompensieren
von Drehbewegungen der Sensorplattform um eine oder mehrere der drei Achsen Momentenge
ber vorgesehen, die im Ruhezustand keine Drehmomente auf die Sensorplattform ausüben. Im
Vergleich zu den bei der herkömmlichen Vorrichtung verwendeten Stellantrieben können die
bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung verwendeten Momentengeber relativ einfach
ausgebildet und damit kostengünstig herstellbar sein. Dies ist auch darauf zurückzuführen, daß
die letztgenannten Momentengeber anders als die Stellantriebe bei einer herkömmlichen
Vorrichtung relativ langsam ansprechend ausgebildet sein können.
Vorteilhafterweise sind zur Messung der Relativlage der Sensorplattform gegenüber dem Fahr
zeug Winkelsensoren vorgesehen, wobei vorzugsweise Momentengeber und Winkelsensoren
berührungsfrei, insbesondere elektrodynamisch, arbeitend ausgebildet sind. Dadurch ist sicher
gestellt, daß Momentengeber und Winkelsensoren nicht ihrerseits Störmomente auf die Sensor
plattform einbringen.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung sind die Momentengeber jeweils als elektromagneti
sches System, vorzugsweise mit am Fahrzeug befestigter, etwa kreisringsegmentförmiger Elek
tromagnetreihe und dieser gegenüberliegendem, an der Sensorplattform befestigtem, weichma
gnetischem Material, ausgebildet, wobei vorzugsweise die Momentengeber über die Messung
der elektromagnetischen Induktivitäten im zeitlichen Wechsel auch als elektromagnetische
Winkelsensoren einsetzbar sind. Das weichmagnetische Material gewährleistet im stromlosen
Zustand der Elektromagnete einen stellmomentfreien Zustand des Momentengebers. Ein
derartiger Momentengeber ist also im Sinne einer Doppelwirkung sowohl zum Aufbringen
eines Momentes auf die Sensorplattform als auch zum Bestimmen der jeweiligen Lage der
Sensorplattform relativ zum Fahrzeug einsetzbar. Die Nähe des ferromagnetischen Materials
erhöht nämlich die Induktivität des nächstbenachbarten Elektromagneten bzw. der
nächstbenachbarten Elektromagnetspule, so daß durch die Induktivitätsmessung der einzelnen
Elektromagneten die relative Raumlage der Sensorplattform relativ zum Fahrzeug ermittelt
werden kann.
Gemäß einer anderen Weiterbildung der Erfindung sind die Momentengeber als Kombination
aus Stellungsgebern und elastischen Kopplungselementen ausgebildet. Die Stellungsgeber
können beispielsweise als Positionsservomotoren, sogenannte Positionsservos, auf einfache
Weise ausgebildet sein. Auch die Kopplungselemente lassen sich beispielsweise über Stellhebel
und elastische Züge preiswert und zuverlässig herstellen. Derartige elastische
Kopplungselemente können somit auf einfache Weise den Momentenwert Null ausüben.
Angesichts der sehr niedrigen Eigenfrequenzen der Pendelbewegungen der Sensorplattform
sind an den Frequenzgang derartiger Regelkreise keine besonderen Ansprüche zu stellen, so
daß, wie zuvor erwähnt, auch einfache Positionsservos zum Einsatz kommen können.
Vorteilhafterweise sind an der Sensorplattform Raumlage- und
Winkelgeschwindigkeitssensoren befestigt. Diese dienen als Istwert-Meßgeber für die
Raumlage bzw. die Winkelgeschwindigkeit. Diese Ausbildung hat den Vorteil, daß
Meßfehlerbeiträge der Winkelstellungsabgriffe sowie der Messung der Raumlage der
Sensorplattform infolge einer möglichen Durchbiegung des Fahrzeugs nicht auftreten können.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist die Kardanaufhängung mehrere
Kardanrahmen und ein Drehlager auf, mit dessen Hilfe die Kardanrahmen am Fahrzeug befe
stigt sind, wobei vorzugsweise die Kardanaufhängung als zusätzliches Schwerependel ausgebil
det ist und der Aufhängungspunkt des zusätzlichen Schwerependels über ein dreiachsiges
Dämpfungselement mit dem Fahrzeug verbunden ist. Dadurch pendelt der gemeinsame
Schwerpunkt von Sensorplattform und Kardanaufhängung um die Richtung des wirksamen
Schwerevektors unter dem Aufhängungspunkt am Fahrzeug. In Ruhe oder in geradlinig
gleichförmiger Bewegung des Fahrzeuges weist dieser Vektor parallel zur Vertikalen. Bei
beschleunigter Bewegung des Fahrzeuges, so zum Beispiel beim Kurvenflug eines Fluggerätes,
weist der Vektor in Richtung der Resultierenden aus Erdbeschleunigung,
Zentrifugalbeschleunigung und einer eventuell antriebsbedingten Bahnbeschleunigung oder
-verzögerung. Da die Raumrichtung des Schwerevektors also aus der Bahnbewegung des
Fahrzeuges bekannt ist, kann sie unmittelbar als Raumlagereferenz für die Vertikale dienen.
Vorteilhaft ist dabei, daß eine Abhängigkeit der Raumlagereferenz von einer möglichen
Verbiegung des Fahrzeuges bzw. der Fahrzeugzelle eliminiert ist. Letztlich wird durch das
zusätzliche Schwerependel eine kreiselfreie Lagereferenz gewonnen. Das Dämpfungselement
ermöglicht einerseits ein Dämpfen von Pendelschwingungen der Kardanaufhängung relativ zur
Sensorplattform, andererseits ein Abdämpfen von Vibrationen von dem Fahrzeug auf die
Kardanaufhängung und damit auf die Sensorplattform.
Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes werden nachfolgend an Hand der Zeichnung
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische, teilweise perspektivische Ansicht einer Vorrichtung zum Raumlage
stabilisieren von Sensoren in Fahrzeugen gemäß einer ersten, als Innenrahmen
system ausgebildeten Ausführungsform;
Fig. 2 eine schematische, perspektivische Ansicht eines elektromagnetischen Systems zum
Messen der Winkelstellung der Sensorplattform und zum Erzeugen von Stellmomenten;
und
Fig. 3 eine schematische, perspektivische Ansicht einer Vorrichtung zum Raumlage-Stabili
sieren von Sensoren in Fahrzeugen gemäß einer zweiten, als Außenrahmensystem
ausgebildeten Ausführungsform.
Eine Vorrichtung 1 zum Raumlage-Stabilisieren von Sensoren 2, insbesondere abbildenden
Sensoren, in Fahrzeugen 3 ist schematisch in einer perspektivischen Ansicht in Fig. 1 gemäß
einer ersten, als Innenrahmensystem ausgebildeten Ausfühnmgsform der Erfindung dargestellt.
Der oder die Sensoren 2 sind beispielsweise als Luftbildkamera ausgebildet. Das Fahrzeug 3,
das in Fig. 1 lediglich teilweise angedeutet ist, kann als Fluggerät oder auch als Land- oder
Seefahrzeug ausgebildet sein.
Die Vorrichtung 1 weist eine als starrer Körper ausgebildete Sensorplattform 4 auf, welche den
Sensor 2 trägt und frei um alle drei, jeweils einen Winkel von 90° einschließenden,
rotatorischen Achsen A, B und C drehbar gelagert ist. Diese Lagerung wird nachfolgend
dreiachsige Drehlagerung genannt.
In Fig. 1 ist ein typischer Anwendungsfall der erfindungsgemäßen Vorrichtung gezeigt, bei dem
die Sensorplattform 4 in etwa horizontaler Lage stabilisiert und um die genannten drei rotatori
schen Achsen A, B, C schwenkbar ist, um mit dem Sensor 2 in Form einer Luflbildkamera im
Überflug Bodenbereiche abzutasten.
Die Sensorplattform 4 ist gemäß Fig. 1 in der Art eines länglichen Trägers ausgebildet und
schwerpunktnah als Schwerependel derart gelagert, daß sie sich in einem schwach stabilen, na
hezu indifferenten Gleichgewicht befindet. Dies ist darauf zurückzuführen, daß der allen drei ro
tatorischen Achsen A, B und C gemeinsame Angriffspunkt 5 der Drehlagerung 6 an der Sensor
plattform 4 um ein geringes Maß 7 außerhalb des Schwerpunktes 8 der Sensorplattform 4 liegt.
In Fig. 1 ist der gemeinsame Angriffspunkt 5 oberhalb des Schwerpunktes 8 vorgesehen.
Die dreiachsige Drehlagerung 6 der Sensorplattform 4 ist gemäß Fig. 1 als Innenrahmensystem
in Form eines zentralen Gelenks 10 ausgebildet. Dieses Gelenk ist beispielsweise ein Kardan-
oder Kugelgelenk, das über einen Trägerholm 11 fest mit dem Fahrzeug 3 verbunden ist.
An der Sensorplattform 4 ist neben dem Sensor 2, wie zum Beispiel eine oder mehrere Luftbild
kameras, eine rotierende, rotationssymmetrische Schwungmasse 12, wie zum Beispiel ein
Kreisel, befestigt. Die Rotationsachse 13 der Schwungmasse 12 weist in bezug auf die
Sensorplattform 4 eine konstante Lage auf. Die Schwungmasse rotiert mit Hilfe eines nicht
näher gezeigten Drehantriebs. Gemäß Fig. 1 befindet sich der wenigstens eine Sensor 2 auf der
rechten, die Schwungmasse 12 hingeben auf der gegenüberliegenden, linken Seite der
Sensorplattform 4.
Ferner ist auf der Oberseite der Sensorplattform 4 ein Datensender und -empfänger 14 zur be
rührungslosen optischen Übermittlung oder Funkübermittlung 15 von analogen oder digitalen
Signalen bzw. Daten zwischen Sensorplattform 4 und Fahrzeug 3 montiert. Es ist klar, daß am
Fahrzeug ebenfalls ein Datenempfänger und -sender vorgesehen ist (nicht gezeigt), der mit dem
Datensender und -empfänger 14 kommuniziert.
Ferner ist an der Sensorplattform 4 über Halterungen 16 ferromagnetisches Material 17 in Form
eines die Sensorplattform 4 umgebenden Kreisrings 20 und in Form eines in Fig. 1 auf der
linken Seite angeordneten Kreisringsegmentes 21 vorgesehen.
Wie zuvor erwähnt, ist das Gelenk 10 derart positioniert, daß sein Angriffspunkt 5 um das
geringe Maß 7, welches auf nicht näher gezeigte Weise einstellbar ist, oberhalb des
Schwerpunktes 8 der Sensorplattform 4 liegt. Die Sensorplattform bildet daher ein
physikalisches Pendel mit schwacher Gewichtsstabilität, wobei eine geringfügige Absenkung
des Angriffspunktes 5 des zentralen Gelenkes 10 zu einem indifferenten Gleichgewicht führen
würde. Auf Grund der erfindungsgemäßen Ausbildung der Drehlagerung 6 können weder
rotatorische, noch translatorische Bewegungen des Fahrzeuges 3 und damit des Trägerholmes
11 nennenswerte Drehmomente auf die Sensorplattform 4 ausüben, wodurch die
Sensorplattform und damit der Sensor 2 passiv-inertial stabilisiert ist.
Die Stromzuführung vom Fahrzeug 3 zur Sensorplattform 4 erfolgt gemäß Fig. 1 über das zen
trale Gelenk 10, beispielsweise mittels nicht näher gezeigter, dünner, hochflexibler Leitungen
oder über Schleifringe oder in einer Kombination der beiden letztgenannten Techniken. Es ist
auch eine berührungsfreie, induktive Leistungsübertragung möglich.
Zum Herbeiführen oder Kompensieren von Drehbewegungen der Sensorplattform 4 sind um
eine oder mehrere der drei rotatorischen Achsen A, B und C, auch Nick-, Roll- und Gierachsen
genannt, Momentengeber 22-24 vorgesehen, die im Ruhezustand keine Drehmomente auf die
Sensorplattform 4 ausüben. Diese Momentengeber sind gebildet durch elektromagnetische
Systeme, welche jeweils eine etwa kreisringsegmentförmige Elektromagnetenreihe 25, 26, 27
mit dem gegenüberliegenden, weichmagnetischen Material 17 in Form des Kreisrings 20 bzw.
des Kreissegmentes 21 aufweisen. Damit steht jede Reihe 25-27 von Elektromagneten in
ihrem Magnetfeldbereich einem mit einer Drehbewegung an der Reihe entlang beweglichen,
schmalen Stück aus ferromagnetischem Material gegenüber. Im einzelnen sind dies für die
Nickbewegung (Drehung um die Achse A) die Elektromagnetenreihe 27 und der Kreisring 20
aus ferromagnetischem Material 17, für die Rollbewegung (Drehung um die Achse B) die
Elektromagnetenreihe 26 und der Magnetring 20 aus ferromagnetischem Material 17 und für
die Gierbewegung (Drehung um die vertikale Achse C) die Elektromagnetenreihe 25 und das
Kreisringsegment 21 aus ferromagnetischem Material 17.
Eine derartige Anordnung ist beispielhaft in Fig. 2 in einer vergrößerten Darstellung gezeigt,
wobei die Schwenk- oder Drehbewegung des Kreisrings 20 bzw. des Kreisringsegmentes 21
aus ferromagnetischem Material 17 entlang der Pfeile D und E angedeutet ist.
Bei einem Stromfluß durch einen der Elektromagnete der Elektromagnetenreihe 25-27, welche
Elektromagneten sich in einem ausreichend geringen Abstand zu dem elektromagnetischen
Material 17 befinden, wirkt durch den oder die als Spule arbeitenden Elektromagneten auf das
ferromagnetische Material 17 eine Zugkraft zu dem betreffenden Elektromagneten hin, die als
Drehmoment an der Sensorplattform 4 angreift.
Durch fortlaufende Messung der Induktivitätswerte aller Elektromagneten in den genannten
Elektromagnetenreihen 25-27 ist es möglich, die Stellung des Kreisrings 20 aus ferromagneti
schem Material 17 und damit die Lage der Sensorplattform 4 zu ermitteln. Dies ist darauf zu
rückzuführen, daß die unmittelbar dem Kreisring bzw. dem Kreisringsegment gegenüberliegen
den Elektromagneten durch die Nähe des ferromagnetischen Materials 17 eine erhöhte
Induktivität aufweisen. Damit sind die Momentengeber 22-24 über die Messung der
elektromagnetischen Induktivitäten im zeitlichen Wechsel auch als elektromagnetische
Winkelsensoren einsetzbar. Es ist aber auch möglich, zur Messung der Relativlage der
Sensorplattform 4 gegenüber dem Fahrzeug 3 separate Winkelsensoren (nicht näher gezeigt)
vorzusehen.
Generell können die Momentengeber 22-24 elektromagnetisch, elektrodynamisch oder pneu
matisch arbeitend ausgebildet sein. Winkelsensoren können elektromagnetisch oder optisch ar
beitend ausgebildet sein. Es ist klar, daß die Stromzuführungsverbindungen sowie die Daten-
oder Signalverbindungen zwischen dem Fahrzeug und der Sensorplattform weitestgehend
kräfte- und momentenfrei ausgebildet sind. Momentengeber 22-24 und, sofern vorhanden,
Winkelsensoren sind daher berührungsfrei, vorzugsfrei elektrodynamisch arbeitend ausgebildet.
In Fig. 3 ist die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 als Außenrahmensystem in Form einer außen
um die Sensorplattform 4 herum angeordneten Kardanaufhängung 30 ausgebildet. Gemäß die
sem Ausführungsbeispiel weist die Kardanaufhängung 30 zwei Kardanrahmen 31, 32 und ein
Drehlager 33 auf, mit dessen Hilfe die Kardanrahmen 31 und 32 über einen Trägerholm 34 am
Fahrzeug 3 befestigt sind.
Der äußere Kardanrahmen 31 ist gemäß Fig. 3 U-förmig mit nach unten weisender Öffimng
ausgebildet. Der Kardanrahmen hat zwei Seitenschenkel 35, 36, an deren freien Enden der
innere, zweite Kardanrahmen 32, welcher in Form eines Rechtecks gestaltet ist, um die
rotatorische Achse B drehbar gelagert ist. Innerhalb des inneren Kardanrahmens 32 befindet
sich die Sensorplattform 4, welche am Kardanrahmen 32 um die rotatorische Achse A drehbar
gelagert ist. Bei dieser Ausführungsform wird das Bauvolumen um den Schwerpunkt 8 des
Systems uneingeschränkt für die Unterbringung der Sensorplattform 4 genutzt. Auch in diesem
Fall ist die Sensorplattform 4 als Schwerependel ausgebildet, wobei sie sich in einem schwach
stabilen, nahezu indifferenten Gleichgewicht befindet. Dies ist darauf zurückzuführen, daß der
Angriffspunkt 5 der Drehlagerung 6 um ein geringes Maß 7 oberhalb des Schwerpunktes 8 der
Sensorpalttform 4 angeordnet ist.
Damit ist die Sensorplattform 4 im Kardanrahmen 32 um die horizontale Achse A neigbar, und
dieser Kardanrahmen 32 ist wiederum im Kardanrahmen 31 um die dazu senkrechte,
horizontale Achse B neigbar. Der Kardanrahmen 31 ist an seiner Oberseite mittels des
Drehlagers 33 um die vertikale, rotatorische Achse C drehbar gelagert. Insgesamt gesehen, ist
also die Sensorplattform 4 entlang der Doppelpfeile F, G und H dreh- bzw. schwenkbar, so daß
das Suchfeld 37 des beispielsweise als Luftbildkamera ausgebildeten Sensors 2 entlang der
Pfeile I, K führbar ist.
Der feste Wellenteil 40 des Drehlagers 33 ist um den Aufhängungspunkt 41 zweiachsig neigbar,
so daß die gesamte Kardanaufhängung 30 mit der Sensorplattform 4 ein zusätzliches physikali
sches Schwerependel bildet, das am Aufhängungspunkt 41 aufgehängt ist und um die jeweilige
Lot- bzw. Scheinlotrichtung gemäß den Bewegungsfreiheitsgraden in Richtung der Pfeile I, K
schwingen kann. Der Aufhängungspunkt 41 liegt auf der Drehachse des Drehlagers 33 und
damit auf der rotatorischen Achse C.
Somit ist die Vorrichtung 1 gemäß Fig. 3 in zweifacher Hinsicht als Schwerependel ausgebildet,
nämlich einmal in bezug auf die Sensorplattform 4 und die Kardanaufhängung 30 und zum
zweiten hinsichtlich der gesamten Einheit Sensorplattform 4/Kardanaufhängung 30 in bezug auf
den Trägerholm 34 des Fahrzeugs 3. Wie erwähnt, liegt der Angriffspunkt 5 in dem
Schnittpunkt der drei rotatorischen Achsen A, B und C, der Schwerpunkt 8 der Sensorplattform
jedoch um ein geringes Maß 7 unterhalb des Angriffspunktes 5.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist der Aufhängungspunkt 41 des zu
sätzlichen Schwerependels über ein dreiachsiges Dämpfungselement 42 mit dem Fahrzeug 3
verbunden. Dieses Dämpfungselement 42 ist beispielsweise aus einem elastischen
Volumenmaterial, wie zum Beispiel Schaumstoff gefertigt. Diese Ausgestaltung der Erfindung
nutzt den Umstand, daß vielfach in Fahrzeugen hinsichtlich der Bewegungen starke
Unterschiede in den Drehungen um die horizontalen Achsen A, B (Nick- und Rollbewegungen)
und der Drehung um die vertikale Achse C (Azimutbewegung) dahingehend bestehen, daß die
Nick- und Rollbewegungen höhere Frequenzanteile enthalten als die Azimutbewegungen. Für
die damit ruhigeren Azimutbewegungen (Bewegungen um die vertikale Achse C) kann deshalb
in vielen Anwendungsfällen der passiv inertial stabilisierten Sensorplattform auf die
mechanisch aufwendige Anordnung einer momentenfreien Aufhängung um die vertikale Achse
C verzichtet und stattdessen eine konventionelle Drehlagerung, beispielsweise mit
konventionellem Stellantrieb, eingesetzt werden.
Dabei läßt sich durch geeignete Auslegung der Drehlagerung 33 sowohl eine winkelbeschränkte
als auch eine unbeschränkte, d. h. beliebig viele Umdrehungen in jeder Drehrichtung gestattende
Bewegungsfreiheit der Sensorplattform um die verikale Achse C des Fahrzeugs 3 realisieren.
Für den Einsatz der Sensorplattform 4 als Träger des als Luftbildkamera ausgebildeten Sensors
2 in als Fluggerät ausgebildetem Fahrzeug 3 kann durch die unbeschränkte Bewegungsfreiheit
und entsprechende motorische Nachführung eine vom Fluggerätekurs unabhängige Luftbild
orientierung, z. B. eine stets in Nordrichtung weisende Orientierung, realisiert werden.
Gemäß der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform der Erfindung sind die Momentengeber 22, 23
als Kombination aus Stellungsgebern 43, 44 und elastischen Kopplungselementen 45, 46 aus
gebildet. Damit erfolgt die Schwenkbewegung der Sensorplattform um die beiden horizontalen
Achsen A, B durch elastisch gekoppelte Momentengeber, welche in dem gezeigten Ausfüh
rungsbeispiel durch sogenannte drehende Positionsservos mit Stellhebeln über elastische Züge
auf Stellhebel um die Achsen A, B wirken und dadurch Momente entsprechend der Winkelstel
lungsdifferenz der Stellhebel ausüben. Ein Verstellen der Stellungsgeber 43, 44 mittels der Mo
mentengeber 22, 23 bewirkt also über die elastischen Kopplungselemente 45, 46 ein Verstellen
der Stellhebel 47, 48 und damit eine Schwenkbewegung der Sensorplattform 4 um eine oder um
beide Achsen A, B. Winkelstellungsgeber 50, 51, welche um die rotatorischen Achsen A, B an
den Kardanrahmen 32 und 31 angeordnet sind, ermitteln die Winkelstellungen der Kardanauf
hängung 30.
Die Ansteuerung der vorgenannten Momentengeber 22, 23 erfolgt über ein elektronisches
Steuerwerk 52, das in Fig. 3 auf der rechten äußeren, vertikalen Mantelfläche 53 der
Sensorplattform 4 befestigt ist. Das Steuerwerk 52 verarbeitet die Signale von auf der
Sensorplattform fest montierten Raumlage- und Winkelgeschwindigkeitsensoren 54 sowie der
Winkelstellungsgeber 50, 51 zu Stellbefehlen für die Momentengeber 22 und 23, welche, wie
zuvor erwähnt, beispielsweise als sogenannte Positionsservos ausgebildet sind. Dabei handelt es
sich um eine aperiodische Nachfolge der Raumlage der Sensorplattform 4, beispielsweise nach
extern vorgegebenen Sollwertverläufen. Gemäß Fig. 3 sind die Raumlage- und
Winkelgeschwindigkeitssensoren 54 auf der Oberseite 55 der Sensorplattform befestigt.
Bei drifibehafteten Raumlagesensoren 54, wie zum Beispiel bei Lagekreiseln oder
integrierenden Drehsensoren, ist die Pendellage des Gesamtsystems aus Sensorplattform 4 und
Kardanaufhängung 30 als Raumlagereferenz nutzbar, da sich diese Pendellage stets am
momentanen Scheinlot orientiert, dessen Raumlage aus der Bahnbewegung des Fahrzeuges 3
berechnet werden kann. Auf Grund der ausbalancierten, schwerpunktnahen Aufhängung der
Sensorplattform 4 verändert sich diese Pendellage nicht oder nahezu nicht infolge von
Schwenkbewegungen der Sensorplattform 4 um die rotatorischen Achsen A und B.
Es wird darauf hingewiesen, daß das Drehlager 33 eine beispielsweise elektrisch betätigbare
Drehvorrichtung enthalten kann.
In der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform wird das Trägheitsmoment des kompakt und zentral
angeordneten Sensors 2, beispielsweise der Luftbildkamera, als inertial stabilisierende Masse
der Sensorplattform 4 mitgenutzt.
Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 ist deshalb ein besonders wirtschaftliches Be
treiben der Sensorplattform möglich.
Claims (14)
1. Vorrichtung zum Raumlage-Stabilisieren von Sensoren (2), insbesondere abbildenden
Sensoren, in Fahrzeugen (3),
mit einer wenigstens einen Sensor (2) aufweisenden Sensorplattform (4), welche frei um
alle drei, jeweils einen Winkel von 90° einschließenden, rotatorischen Achsen (A., B, C)
drehbar gelagert ist (dreiachsige Drehlagerung 6),
dadurch gekennzeichnet, daß
die Sensorplattform (4) schwerpunktnah als Schwerependel derart gelagert ist, daß sie sich
in einem schwach stabilen, nahezu indifferenten Gleichgewicht befindet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der allen drei
rotatorischen Achsen (A, B, C) gemeinsame Angriffspunkt (5) der Drehlagerung (6) an der
Sensorplattform (4) um ein geringes Maß (7) außerhalb, vorzugsweise oberhalb oder
unterhalb, des Schwerpunktes (8) der Sensorplattform (4) liegt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die dreiachsige
Drehlagerung (6) der Sensorplattform (4) als Innenrahmensystem in Form eines zentralen
Gelenks (10), vorzugsweise eines Kardan- oder Kugelgelenks, oder als Außenrahmen
system in Form einer außen um die Sensorplattform (4) herum angeordneten
Kardanaufhängung (30) ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Sensorplattform (4) eine rotierende, rotationssymmetrische Schwungmasse (12) hat,
deren Rotationsachse (13) eine konstante Lage in bezug auf die Sensorplattform (4)
aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
zum Herbeiführen oder Kompensieren von Drehbewegungen der Sensorplattform (4) um
eine oder mehrere der drei Achsen (A, B, C) Momentengeber (22, 23, 24) vorgesehen sind,
die im Ruhezustand keine Drehmomente auf die Sensorplattform (4) ausüben.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Messung der Relativlage der Sensorplattform (4) gegenüber dem Fahrzeug (3)
Winkelsensoren vorgesehen sind.
7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß
Momentengeber (22, 23, 24) und Winkelsensoren berührungsfrei, vorzugsweise
elektrodynamisch arbeitend ausgebildet sind.
8. Vorrichtung zumindest nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Momentengeber (22, 23, 24) jeweils als elektromagnetisches System, vorzugsweise mit am
Fahrzeug (3) befestigter, etwa kreisringsegmentförmiger Elektromagnetenreihe (25, 26, 27)
und dieser gegenüberliegendem, an der Sensorplattform (4) befestigtem, weich
magnetischem Material (17), ausgebildet sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Momentengeber (22,
23, 24) über die Messung der elektromagnetischen Induktivitäten im zeitlichen Wechsel
auch als elektromagnetische Winkelsensoren einsetzbar sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Momentengeber (22, 23) als Kombination aus Stellungsgebern (43, 44) und elastischen
Kopplungselementen (45, 46) ausgebildet sind.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß an der Sensorplattform (4) Raumlage- und Winkelgeschwindigkeitssensoren (54)
befestigt sind.
12. Vorrichtung zumindest nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kardanaufhängung (30) mehrere Kardanrahmen (31, 32) und ein Drehlager (33) aufweist,
mit dessen Hilfe die Kardanrahmen (31, 32) am Fahrzeug (3) befestigt sind.
13. Vorrichtung zumindest nach Anspruch 3 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kardanaufhängung (30) als zusätzliches Schwerependel ausgebildet ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufhängungspunkt
(41) des zusätzlichen Schwerependels über ein dreiachsiges Dämpfungselement (42) mit
dem Fahrzeug (3) verbunden ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19956643A DE19956643A1 (de) | 1999-06-18 | 1999-11-25 | Vorrichtung zum Raumlage-Stabilisieren von Sensoren in Fahrzeugen |
| EP00110709A EP1061338A1 (de) | 1999-06-18 | 2000-05-19 | Vorrichtung zum Raumlage-Stabilisieren von Sensoren in Fahrzeugen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19927932 | 1999-06-18 | ||
| DE19956643A DE19956643A1 (de) | 1999-06-18 | 1999-11-25 | Vorrichtung zum Raumlage-Stabilisieren von Sensoren in Fahrzeugen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19956643A1 true DE19956643A1 (de) | 2001-01-04 |
Family
ID=7911734
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19956643A Withdrawn DE19956643A1 (de) | 1999-06-18 | 1999-11-25 | Vorrichtung zum Raumlage-Stabilisieren von Sensoren in Fahrzeugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19956643A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2021133755A1 (en) * | 2019-12-23 | 2021-07-01 | Cnh Industrial America Llc | Reel assembly with retractable sensor arm for an agricultural header |
| WO2021133756A1 (en) * | 2019-12-23 | 2021-07-01 | Cnh Industrial America Llc | Reel assembly with retractable sensor arm for an agricultural header |
-
1999
- 1999-11-25 DE DE19956643A patent/DE19956643A1/de not_active Withdrawn
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2021133755A1 (en) * | 2019-12-23 | 2021-07-01 | Cnh Industrial America Llc | Reel assembly with retractable sensor arm for an agricultural header |
| WO2021133756A1 (en) * | 2019-12-23 | 2021-07-01 | Cnh Industrial America Llc | Reel assembly with retractable sensor arm for an agricultural header |
| US12520764B2 (en) | 2019-12-23 | 2026-01-13 | Cnh Industrial America Llc | Reel assembly with retractable sensor arm for an agricultural header |
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