DE19955195A1 - Vorrichtung zum Aufschäumen von Milch - Google Patents
Vorrichtung zum Aufschäumen von MilchInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Zubereitung und Ausgabe von kalter oder erwärmter und aufgeschäumter Milch mit einer Milchleitung, wobei der Transport der Milch über eine an die Milchleitung angeschlossene Pumpe erfolgt. Erfindungsgemäß ist an die Milchleitung eine Spülleitung angeschlossen; außerdem sind zumindest die von der Milch beaufschlagten Bereiche des Milch-Aufbewahrungsbehälters, der Pumpe und der Milchleitung im Abschnitt zwischen Aufbewahrungsbehälter und Spülleitungsanschluß kühlbar.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Zubereitung und Ausgabe von
kalter oder erwärmter oder erwärmter und aufgeschäumter Milch mit einer
Milchleitung, die zum Transport der Milch von einem Aufbewahrungsbe
hälter in eine Milchmischkammer dient, wobei der Transport der Milch über
eine an die Milchleitung angeschlossene Pumpe erfolgt und wobei an die
Vorrichtung eine Spülleitung angeschlossen ist.
Solche Vorrichtungen werden insbesondere dazu verwendet, um Cap
puccino oder ähnliche Milchmixgetränke herzustellen, wobei bezüglich des
Transportes der Milch in der Regel zwischen zwei Prinzipien unterschieden
wird, nämlich zwischen einer Beförderung über eine Milchpumpe und einer
Beförderung über eine Venturi-Düsenanordnung. Die auf dem Venturi-
Prinzip beruhenden Vorrichtungen weisen jedoch den Nachteil auf, daß mit
ihnen ein Arbeiten ohne Dampf nicht möglich ist und somit keine kalte
Milch ausgegeben werden kann. Und vor allem besitzt die Venturi-Düse
schon bei geringen Verunreinigungen einen veränderten Düsenquerschnitt
und damit veränderte Strömungsverhältnisse sowie ein unbeabsichtigt ver
ändertes Arbeitsverhalten, das das von der Vorrichtung ausgegebene Pro
dukt negativ beeinflußt.
Solche Verunreinigungen sind nicht nur im Bereich der Venturi-Düse, son
dern auch bei den pumpenbetriebenen Vorrichtungen häufig unvermeidbar,
da sich die Milch an den von ihr beaufschlagten Leitungsabschnitten abla
gert. Vor allem in Bereichen mit Temperaturen von über 75°C sind Ablage
rungen vorprogrammiert, da dann das in der Milch enthaltene Eiweiß (vor
allem Casein) gerinnt und sich insbesondere dort absetzt, wo es aufgrund
geringerer Strömungsgeschwindigkeit oder mangels Spülung nicht weg
transportiert wird. Neben den hierdurch veränderten geometrischen Ver
hältnissen im Bereich von Venturi-Düsen ziehen Milchablagerungen aber
noch weitere wesentliche Folgen nach sich: So führt die Milchsäure und
das von dieser verursachte Casein zu einer sensorischen Beeinträchtigung
der durch die Milchleitung geförderten Milch, das heißt Geruch und Ge
schmack werden stark von Milchsäure und Casein geprägt und leiden ent
sprechend darunter. Da die Milchsäure auch die Verdaulichkeit der Milch
wesentlich beeinflußt und da die ebenso verschlechterten hygienischen
Bedingungen zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können, ist
die von der Vorrichtung ausgegebene Milch nicht mehr genießbar und die
Vorrichtung bis zu einer grundlegenden Reinigung unbrauchbar.
Es wurde zur Vermeidung solcher Ablagerungen bereits vorgeschlagen, an
die Aufschäumvorrichtung eine Spülleitung anzuschließen, über die Spül
wasser der Pumpe sowie der Mischkammer zugeführt werden kann.
Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Vorrichtung der eingangs genannten Art hinsichtlich der hygienischen
Verhältnisse dahingehend weiter zu verbessern, daß Verunreinigungen
durch Milchablagerungen weiter reduziert werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Milchleitung
zumindest in einem sich an den Aufbewahrungsbehälter anschließenden
ersten Teilbereich kühlbar ist, und daß die Spülleitung in diesem ersten
kühlbaren Teilbereich an die Milchleitung angeschlossen ist, so daß der
bzw. die nachgeschaltete(n) insbesondere ungekühlte(n) zweite(n) Teilbe
reich(e) der Milchleitung über ein durch die Spülleitung zugeführtes Spül
medium spülbar ist (sind). Der Erfindung liegt somit die an sich bekannte
Erkenntnis zugrunde, daß die Entstehung von Milchsäure und von Casein
durch Kühlung unterbunden wird, so daß es sinnvoller ist, in weiten Teilen
der Milchleitung den Schwerpunkt nicht auf eine bessere Spülung, sondern
auf das Vermeiden der die Milch beeinträchtigenden Stoffe zu legen. Hier
durch ergibt sich der Vorteil, daß Ablagerungen von Milch in den gekühlten
Leitungsabschnitten praktisch ausgeschlossen werden. Und diejenigen von
der Milch beaufschlagten Bereiche, die nicht gekühlt sind, können durch
die erfindungsgemäße Position des Spülleitungsanschlusses vollständig
von einem über die Spülleitung zugeführten Spülmedium beaufschlagt und
gereinigt werden.
Somit durchläuft die Milch zwei Bereiche: Einen gekühlten Bereich, dessen
niedrige Temperaturen Milchablagerungen und Verunreinigungen aus
schließen, sowie einen ungekühlten Bereich, der ohne großen Aufwand
und komplett durch ein oder insbesondere mehrere Spülmedien vollständig
gereinigt werden kann. Es ist offensichtlich, daß hierdurch die beim Stand
der Technik bestehenden hygienischen und sensorischen Probleme ausge
schlossen werden können, so daß mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vor
richtung problemlos über eine längere Zeit gearbeitet werden kann, ohne
daß die Vorrichtung komplett auseinandergebaut und gereinigt werden
muß.
Zweckmäßigerweise sind auch die von der Milch beaufschlagten Bereiche
des Aufbewahrungsbehälters, der Pumpe und des Spülleitungsanschlusses
kühlbar und erfolgt die Kühlung der Milchleitung, des Aufbewahrungsbe
hälters, der Pumpe und des Spülleitungsanschlusses durch eine Kühlkam
mer, insbesondere einen Kühlschrank, der einen Spülleitungseinlaß und
einen Milchleitungsauslaß aufweisen muß.
Das Kühlen der erwähnten Komponenten kann neben einer gemeinsamen
Kühlvorrichtung natürlich auch dadurch erfolgen, daß die Einzelkompo
nenten gekühlt werden, beispielsweise durch doppelwandige Rohre, dis ei
nen äußeren ringförmigen Strömungsraum für ein Kühlmedium und einen
inneren Strömungsraum für die Milch aufweisen.
Zwar kann die Spülleitung strömungsaufwärts von der Pumpe angeordnet
werden, um auch die milchbeaufschlagten Pumpenbereiche zu reinigen; da
jedoch die Pumpe ebenfalls im gekühlten Bereich angeordnet ist, werden
Ablagerungen in der Pumpe ohnehin kaum auftreten, so daß der Anschluß
der Spülleitung an die Milchleitung im Bereich zwischen Pumpe und
Milchmischkammer erfolgen kann. Wesentlich ist in diesem Zusammen
hang lediglich, daß die Milchleitung den Spülleitungsanschluß zumindest
kurz vor Verlassen des gekühlten Bereiches aufweist, um tatsächlich schon
die kurz nach Verlassen des gekühlten Bereichs befindlichen Leitungsteile
durch das Spülmedium reinigen zu können.
Vorteilhafterweise erfolgt der Anschluß der Spülleitung an die Milchleitung
über ein Ventil, das insbesondere ein Rückschlagventil ist, welches den
Rückstrom von Milch beziehungsweise von Spülmedium in die Milchleitung
in Richtung der Pumpe und/oder in die Spülleitung verhindert. Dieses
Rückschlagventil ist hierzu am besten doppelwirkend ausgebildet und weist
ein Federelement sowie zwei von diesem Federelement beaufschlagte und
gegen den Milchleitungseinlaß und den Spülleitungseinlaß in das Ventil
vorgespannten Ventilkörper auf. Die sich bewegenden Ventilkörper sowie
das Federelement sorgen vorteilhafterweise dafür, daß sich auch hier kei
ne Milchablagerungen niederschlagen können, indem sie bei Öffnungs-
und Schließbewegungen an den Leitungsteilen innerhalb des Ventils ent
langstreifen und diese hierbei reinigen.
Üblicherweise sind Vorrichtungen zum Aufschäumen von Milch mit einer
Dampfzufuhr verbunden, die zur Erwärmung der Milch dient. Bei der vor
liegenden Erfindung kann die Dampfzufuhr vorteilhafterweise auch an die
Spülleitung angeschlossen sein, so daß der Dampf als Spülmedium fun
giert und hierbei die dem Spülleitungsanschluß nachgeschalteten gekühl
ten und ungekühlten Leitungsbereiche ausbläst.
Anstelle bzw. zweckmäßigerweise auch zusätzlich zum Dampf kann eine
Wasserleitung an die Spülleitung angeschlossen sein, so daß auch Wasser
als Spülmedium fungiert. Außerdem kann diese Wasserleitung auch direkt
mit der Milchmischkammer verbunden sein. Und schließlich ist in vorteil
hafter Weise an die Milchmischkammer eine Luftleitung angeschlossen, die
der Milchmischkammer die beim Aufschäumen der Milch erforderliche Um
gebungsluft zuführt und daneben auch zum Entlüften der Vorrichtung dient.
Neben der geschilderten erfindungsgemäßen Vorrichtung wird durch die
vorliegende Erfindung auch ein Verfahren zur Spülung der Vorrichtung
unter Schutz gestellt, das aus den folgenden Verfahrensschritten besteht:
Spülen der Milchmischkammer und der Milchleitung im Bereich zwischen Spülleitungsanschluß und Milchmischkammer mit Wasser und Ausblasen der Milchmischkammer und der Milchleitung im Bereich zwischen Spüllei tungsanschluß und Milchmischkammer mit Dampf. Darüber hinaus kann als weiterer Verfahrensschritt noch vorgesehen werden, daß die Milchleitung zwischen Aufbewahrungsbehälter und Milchmischkammer, der Spüllei tungsanschluß sowie die Pumpe mit Milchreiniger gespült und somit desin fiziert werden, wobei dieser Milchreiniger zweckmäßigerweise dem Aufbe wahrungsbehälter unter Beimischung von Wasser zugeführt wird.
Spülen der Milchmischkammer und der Milchleitung im Bereich zwischen Spülleitungsanschluß und Milchmischkammer mit Wasser und Ausblasen der Milchmischkammer und der Milchleitung im Bereich zwischen Spüllei tungsanschluß und Milchmischkammer mit Dampf. Darüber hinaus kann als weiterer Verfahrensschritt noch vorgesehen werden, daß die Milchleitung zwischen Aufbewahrungsbehälter und Milchmischkammer, der Spüllei tungsanschluß sowie die Pumpe mit Milchreiniger gespült und somit desin fiziert werden, wobei dieser Milchreiniger zweckmäßigerweise dem Aufbe wahrungsbehälter unter Beimischung von Wasser zugeführt wird.
Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand
der Zeichnung, die eine Kaffeemaschine mit erfindungsgemäßer Milchauf
schäumvorrichtung zeigt.
Es ist in der Zeichnung rechts ein großer gestrichelt umrandeter Bereich
dargestellt, der eine Kaffeemaschine 1 andeutet, die auf ihrer rechten un
teren Seite eine Brühgruppe 2 mit Kaffeezufuhr 3 und Heißwasserzufuhr 4
aufweist, von der ausgehend der aufgebrühte Kaffee über eine Kaffeelei
tung 5 in einen Auslauf 6 transportiert und von dort in eine unter dem
Auslauf positionierte Kaffeetasse 7 gegeben wird.
Ein wesentlicher Bestandteil der Kaffeemaschine besteht jedoch in der er
findungsgemäßen Vorrichtung zur Zubereitung und Ausgabe von Milch, bei
der die in einem Aufbewahrungsbehälter 10 gelagerte Milch über eine
Milchleitung 11 von einer Pumpe 12 in eine Milchmischkammer 13 trans
portiert wird, die ebenfalls im Bereich des Auslaufs der Kaffeemaschine
oberhalb der Kaffeetasse 7 vorgesehen ist. Die Milchleitung gliedert sich
im wesentlichen in vier Abschnitte, nämlich in den Abschnitt 11a zwischen
dem Aufbewahrungsbehälter 10 und der Pumpe 12, in den Bereich 11b
zwischen der Pumpe 12 und einem nachfolgend näher beschriebenen
Spülleitungsanschluß 14, in den Abschnitt 11c zwischen dem Spülleitungs
anschluß und einer ebenfalls nachfolgend näher beschriebenen Kühlungs
grenze sowie in den Abschnitt 11d zwischen der Kühlungsgrenze und der
Milchmischkammer 13.
Der erwähnte Spülleitungsanschluß 14 verbindet die Milchleitung 11 mit
einer Spülleitung 15, die an eine Kaltwasserzufuhr 16 und an eine Dampf
zufuhr 17 angeschlossen ist, so daß Kaltwasser bzw. Dampf als Spülmedi
um dienen. Der Spülleitungsanschluß 14 ist als doppelt wirkendes Rück
schlagventil ausgebildet mit zwei kugelförmigen Ventilkörpern 14a, 14b
und einer beide Ventilkörper gegen die Einlässe der angeschlossenen
Milch- bzw. Spülleitung vorspannenden Feder 14c.
Wird die Milchpumpe betätigt, wird der die Milchzuleitung abdichtende
Ventilkörper 14a entgegen der Federkraft weggedrückt und gibt die
Milchleitung frei, so daß die Milch über die Abschnitte 11c und 11d in die
Milchmischkammer fließen kann. In ähnlicher Weise führt ein Öffnen der
Kaltwasser- bzw. Dampfzufuhr dazu, daß ein weiteres Rückschlagventil 18
den Weg des Wassers bzw. des Dampfs in die Spülleitung 15 freigibt, daß
der den Eintritt der Spülleitung in den Spülleitungsanschluß 14 versperren
de Ventilkörper 14b entgegen der Federkraft des Federelements 14c nach
innen gedrückt wird und daß das Spülmedium über die Abschnitte 11c und
11d der Milchleitung 11 in die Milchmischkammer strömen und diese spü
len kann.
Der wesentliche Aspekt der vorliegenden Erfindung ist durch das gestri
chelte linke Rechteck 19 angedeutet, das einen gekühlten Bereich; insbe
sondere eines Kühlschranks darstellt und den Milchaufbewahrungsbehälter
10, den Leitungsabschnitt 11a, die Pumpe 12, den Leitungsabschnitt 11b,
den Spülleitungsanschluß 14 und den Leitungsabschnitt 11c umgibt und
kühlt. Die Leitungsabschnitte 11a, 11b und 11c stellen somit insgesamt ei
nen gekühlten Teilbereich 111 der Milchleitung 11 dar. Hierdurch wird die
Milch in diesen gekühlten Bereichen auf einer solch niedrigen Temperatur
gehalten, daß die Entstehung von Milchsäure bzw. Casein unterbunden
wird. Folglich müssen die gekühlten und von der Milch beaufschlagten Be
reiche auch kaum gereinigt werden, so daß eine periodische Spülung mit
Hilfe eines in den Milchaufbewahrungsbehälter gegebenen Milchreinigers
ausreicht. Die dem Spülleitungsanschluß nachgeschalteten von der Milch
beaufschlagten gekühlten und ungekühlten Bereiche, also der gekühlte
Abschnitt 11c und der nach der Kühlungsgrenze liegende ungekühlte Teil
bereich 112 der Milchleitung, der durch den Abschnitt 11d gebildet wird,
können über den Dampf beziehungsweise das Kaltwasser gespült werden
und dies problemlos in sehr kurzen Intervallen. Hierdurch läßt sich insge
samt eine nahtlose Reinigung aller von der Milch beaufschlagten Bereich
gewährleisten, so daß eine hygienisch absolut unbedenkliche Ausgabevor
richtung für Milch zur Verfügung gestellt wird, die Milch ohne hygienische
bzw. sensorische Beeinträchtigung aufbewahrt und ausgibt.
Somit kann in den Auslauf zum einen kalte Milch gefördert werden; ebenso
kann jedoch auch die kalte Milch im Bereich der Milchmischkammer mit
Dampf versetzt und erwärmt und als heiße Milch ausgegeben werden;
schließlich kann die Milch im Bereich der Milchmischkammer nicht nur er
wärmt, sondern auch aufgeschäumt und als Milchschaum ausgegeben
werden.
Der Vollständigkeit halber sei hier noch auf die an die Milchmischkammer
angeschlossene Luftleitung 20 verwiesen, die die zur Aufschäumung der
Milch erforderliche Umgebungsluft liefert und daneben auch zur Entlüftung
des Systems dient. Außerdem ist noch zu erwähnen, daß das Kaltwasser
bzw. der Dampf vom Rückschlagventil 18 aus direkt über eine Wasser-
IDampfleitung 21 in die Milchmischkammer geführt und somit zur direkten
Reinigung der Milchmischkammer, aber auch zur Beaufschlagung der Milch
bei deren Zubereitung verwendet werden kann.
Zusammenfassend bietet die vorliegende Erfindung den Vorteil, daß unter
hygienisch einwandfreien Verhältnissen eine sensorisch unbeeinträchtigte
Milch ausgegeben werden kann, so daß die wartungsfreie Arbeitsdauer der
Milchaufschäumvorrichtung beziehungsweise der zugehörigen Kaffeema
schine wesentlich verlängert werden kann und ein Kaffeeautomat mit
Milch- bzw. Cappuccinofunktion zur Verfügung gestellt wird, der auch den
strengen Anforderungen des Lebensmittelkontrolldienstes genügt, also
auch im professionellen Bereich ohne übermäßige Wartungs- und Reini
gungsarbeiten einsetzbar ist.
Claims (13)
1. Vorrichtung zur Zubereitung und Ausgabe von Milch, insbesondere von
kalter oder erwärmter oder erwärmter und aufgeschäumter Milch, mit einer
Milchleitung (11), die zum Transport der Milch von einem Aufbewahrungs
behälter (10) in eine Milchmischkammer (13) dient, wobei der Transport
der Milch über eine an die Milchleitung angeschlossene Pumpe (12) erfolgt
und wobei an die Vorrichtung eine Spülleitung (15) angeschlossen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Milchleitung zumindest in einem sich an den Aufbewahrungsbe
hälter anschließenden ersten Teilbereich (111) kühlbar ist, und daß die
Spülleitung in diesem kühlbaren ersten Teilbereich an die Milchleitung an
geschlossen ist, so daß der nachgeschaltete insbesondere ungekühlte
zweite Teilbereich (112) der Milchleitung (11) über die Spülleitung spülbar
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch,
dadurch gekennzeichnet,
daß auch die von der Milch beaufschlagten Bereiche des Aufbewahrungs
behälters (10), der Pumpe (12) und des Spülleitungsanschlusses (14)
kühlbar sind.
3. Vorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kühlung von Milchleitung (11, 11a, 11b, 11c), Aufbewahrungsbe
hälter (10), Pumpe (12) und Spülleitungsanschluß (14) durch eine Kühl
kammer (19) erfolgt, in der diese Komponenten angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschluß der Spülleitung (15) an die Milchleitung (11) im gekühl
ten Teilbereich (111) zwischen Pumpe (12) und Milchmischkammer (13)
vorgesehen ist und über ein Ventil (14) erfolgt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ventil (14) ein Rückschlagventil ist, welches den Rückstrom von
Milch und Spülmedium in die Milchleitung (11b) in Richtung der Pumpe
(12) und/oder in die Spülleitung (15) verhindert.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Rückschlagventil (14) doppeltwirkend ausgebildet ist und ein Fe
derelement (14c) sowie zwei von diesem Federelement beaufschlagte und
gegen Milchleitungseinlaß und Spülleitungseinlaß in das Ventil vorge
spannte Ventilkörper (14a, 14b) aufweist.
7. Vorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß alle ungekühlten Teilbereiche (112) der Milchleitung (11) von dem
über die Spülleitung (15) zugeführten Spülmedium beaufschlagbar sind.
8. Vorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine zum Aufschäumen/Erwärmen der Milch an die Milchkammer (13)
angeschlossene Dampfzufuhr (17) auch an die Spülleitung (15) ange
schlossen ist, und daß Dampf als Spülmedium fungiert.
9. Vorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Wasserleitung (16) an die Spülleitung (15) angeschlossen ist, und
daß Wasser als Spülmedium fungiert.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wasserleitung (16) auch direkt an die Milchmischkammer (13) an
geschlossen ist.
11. Vorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß an die Milchmischkammer (13) eine Luftleitung (20) zum Aufschäumen
der Milch und zum Entlüften der Vorrichtung angeschlossen ist.
12. Verfahren zur Spülung der Vorrichtung nach Anspruch 1,
bestehend aus den Verfahrensschritten:
- - Spülen der Milchmischkammer (13) und der Milchleitung (11c, 11d) im Bereich zwischen Spülleitungsanschluß (14) und Milchmischkammer (13) mit Wasser und
- - Ausblasen der Milchmischkammer (13) und der Milchleitung (11c) im Be reich zwischen Spülleitungsanschluß (14) und Milchmischkammer (13) mit Dampf.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
bestehend aus dem zusätzlichen Verfahrensschritt:
- - Spülen der Milchleitung (11a, 11b, 11c, 11d) des Aufbewahrungsbehäl ters (10), des Spülleitungsanschlusses (14) sowie der Pumpe (12) mit Milchreiniger.
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