DE19955435C1 - Entblendungselement für langgestreckte Leuchtkörper - Google Patents
Entblendungselement für langgestreckte LeuchtkörperInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Entblendungstransparent für langgestreckte Leuchtkörper (2), welches zur Entblendung des Leuchtkörpers (2) den Leuchtkörper (2) über dessen Länge überdeckt, wobei die Oberfläche des Transparentes durch parallel nebeneinander liegende Prismen (10) gebildet ist. DOLLAR A Eine völlig blendfreie und gleichmäßige Raumausleuchtung erfolgt mit einem erfindungsgemäßen Entblendungstransparent, bei dem die Prismen (10) im wesentlichen längs des Leuchtkörpers (2) ausgerichtet sind und relativ zum Leuchtkörper (2) derartig liegen, daß an mindestens einer der Prismenflächen (11, 12) eine Totalreflexion der auf diese Prismenfläche (11, 12) auftreffenden Lichtstrahlen (13) erfolgt.
Description
Die Erfindung betrifft ein Entblendungselement für langge
streckte Leuchtkörper, welches zur Entblendung eines Ab
strahlsektors des Leuchtkörpers den Leuchtkörper über des
sen Länge überdeckt, gemäß der im Oberbegriff des Anspruchs
1 angegebenen Gattung.
Bei Raumbeleuchtungen, insbesondere bei Bürobeleuchtungen
mit den üblicherweise geforderten hohen Leuchtdichten, ist
die Lichtquelle aus der Position eines Arbeitsplatzes so zu
entblenden, daß keine Störung beim Blick zur Arbeitsvorlage
im Gesichtsfeld des Arbeitenden durch Blendung eintritt. Um
eine behagliche Raumbeleuchtung zu erhalten, sind Maßnahmen
erforderlich, um die vom Arbeitenden wahrgenommenen, durch
die Lichtquelle entstehenden Leuchtdichten zu ändern. Ins
besondere sind bei Büroarbeitsplätzen, die mit Bildschirmen
ausgestattet sind, Direktblendungen und Reflexblendungen zu
vermeiden. Direktblendung tritt dabei auf, wenn beim Blick
zur Arbeitsfläche, beispielsweise Bildschirm oder Papier
vorlage, im Gesichtsfeld große Helligkeit erzeugt wird.
Grundsätzlich muß dabei ein direkter Blick auf den Leucht
körper ausgeschlossen werden. Bei langgestreckten Leucht
körpern sind Entblendungsmaßnahmen in Querrichtung, teil
weise auch in Längsrichtung des Leuchtkörpers bekannt, bei
denen der Abstrahlwinkel des Leuchtkörpers durch herabgezo
gene Gehäusewände eines den Leuchtkörper aufnehmenden Ge
häuses erreicht wird. Dabei sind diejenigen Arbeitsplätze
blendfrei, die außerhalb des Abstrahlsektors des Leuchtkör
pers liegen.
Zur Entblendung des Leuchtkörpers innerhalb des Abstrahl
sektors sind Entblendungselemente bekannt, welche aus
lichtdurchlässigem Material bestehen und den Leuchtkörper
über dessen Länge überdecken. Aus der DE 34 20 414 C2 ist
eine lichtdurchlässige Leuchtenabdeckung zur Entblendung
von Leuchten mit langgestreckten Lampen und einem oberhalb
der Lampe angeordneten Reflektor bekannt, welche die Re
flektoröffnung abschließt und auf der der Lampe abgewandten
Seite gestreckte Prismen aufweist, welche das durchtretende
Licht streuen sollen. Die gestreckten Prismen liegen etwa
parallel zueinander und verlaufen quer zur Lampenlängsach
se, wobei unter Berücksichtigung des Brechungsindexes des
Materials des Entblendungselementes der Abstrahlwinkel des
Leuchtkörpers längs der Lampenachse begrenzt werden soll.
Der Prismenquerschnitt hat dabei die Form eines gleich
schenkligen Dreiecks, wobei die Form des Prismenquer
schnitts so gewählt sein muß, daß eine Totalreflexion aus
geschlossen wird, um so die Lichtverteilung der Leuchte
quer zur Lampenachse möglichst wenig zu beeinflussen. Auf
diese Weise wird der Leuchtkörper auf der sichtbaren Ober
fläche des Entblendungselementes abgebildet, wobei das
überaus helle Abbild des Leuchtkörpers oft als störend emp
funden wird. Dabei treten wahrgenommene Leuchtdichten von
etwa 80% bis zu 100% der Leuchtdichte der Lichtquelle auf,
gemessen im Gesichtsfeld eines Betrachters, insbesondere in
sitzender Position. Eine Entblendung des Leuchtkörpers in
Querrichtung strebt die bekannte Anordnung nicht an.
Aus der DE 41 15 836 A1 ist eine Leuchte mit einer stabför
migen, horizontal angeordneten Lichtquelle bekannt, die zum
Zweck der Entblendung von einer Prismenfolie umgeben ist.
Die Prismen sind dabei parallel nebeneinander liegend ange
ordnet und verlaufen parallel zur Gehäuselängsachse. Auf
der konzentrisch zur Stablichtquelle angeordneten Folie
sind die Prismen in Form eines gleichschenkligen Dreiecks
ausgebildet und symmetrisch angeordnet, wobei um den zylin
drischen Prismenkörper ein transparentes Schutzrohr gelegt
ist. Die radial von der Stableuchte abgestrahlten Licht
strahlen und die unmittelbaren Nachbarstrahlen treten dabei
etwa senkrecht durch die Prismenbasis in das jeweilige
Prisma ein und werden von den Prismenflächen, die den
Schenkeln des rechtwinkligen Prismenquerschnittes reflek
tiert. Auf diese Weise werden die Radialstrahlen, die von
allen abgestrahlten Lichtstrahlen am intensivsten sind, in
die Leuchtquelle zurückgeworfen und dort absorbiert, so daß
mit dieser bekannten Anordnung eine Entblendung nur mit
enormen Lichtverlusten erreichbar ist.
Aus der DE 197 45 844 A1 kennt man die Verwendung von Pris
menfolien vor der Lichtaustrittsöffnung eines Reflektors.
Dabei umgeben Reflektor und Prismenfolie den Leuchtkörper.
Die Prismenkontur ist dabei im wesentlichen eine planare
Fläche, an deren einer Seite die Rippen der eigentlichen
Prismenstruktur angeordnet ist. Die Längsachse der Prismen
ist dabei senkrecht zur Lampenachse angebracht. Um eine
breitstrahlende (Fahrzeuginnenleuchte) oder eine gerichtete
(Fahrzeugsignalleuchte) Lichtverteilung zu erhalten, ist
der Reflektor so zu dimensionieren, daß der Reflektor und
die Prismenfolie eine integrale Einheit bilden.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das
gattungsgemäße Entblendungselement derart weiterzubilden,
daß eine völlig blendfreie und für den Raumeindruck gleich
mäßige Raumausleuchtung mit möglichst hoher Leuchtintensi
tät erfolgt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst.
Erfindungsgemäß wird eine gleichmäßige Lichtabstrahlung vom
Entblendungselement erreicht durch eine derartige Anordnung
der Prismen relativ zum Leuchtkörper, daß an mindestens ei
ner der Prismenflächen, die auf diese Prismenfläche auf
treffenden Lichtstrahlen total reflektiert werden. Das Ent
blendungselement wird dabei von einem Teil der in die Pris
men eintretenden Lichtstrahlen durchdrungen, während der
andere Teil der eingetretenen Strahlenbündel durch Totalre
flexion zurückgeworfen wird. So wird das von der Leucht
quelle radial auf die Prismen abgestrahlte Lichtbündel ge
streut. Mit der Ausrichtung der Prismen längs des Leucht
körpers wird insbesondere auch in den seitlichen Bereichen
des Leuchtkörpers eine vollständige Entblendung erreicht
und der Raum gleichmäßig ausgeleuchtet. Die Prismen sind
dabei entsprechend ihrer Querschnittsform und dem Bre
chungsindex des Materials relativ zum Leuchtkörper so anzu
ordnen, daß durch Totalreflexion an einer Prismenfläche
Teilbündel der auftreffenden Lichtstrahlen vom direkten
Durchtritt des Transparentes abgehalten werden.
Zweckmäßig ist die dem Leuchtkörper zugewandt liegende
Seite des Entblendungselementes aus im wesentlichen ebenen
Basisflächen der Prismen gebildet, wobei die Totalreflexion
an einer der Prismenflächen auf der jenseits des Leuchtkör
pers liegenden Seite des Entblendungselementes erfolgt. Die
total reflektierten Lichtbündel werden vom Austritt aus den
Prismen jenseits des Leuchtkörpers abgehalten. In vorteil
hafter Ausgestaltung der Erfindung besteht das Entblen
dungselement aus einer Prismenfolie mit einseitig prismati
scher Oberfläche, welche abdeckend vor dem Leuchtkörper an
geordnet wird. Entsprechend der Querschnittsform der Pris
men, das heißt der Breite der Basisflächen und der winkli
gen Ausrichtung der hervorstehenden Prismenflächen auf der
prismatischen Oberfläche ist die Prismenfolie in einem sol
chen Abstand zum Leuchtkörper anzubringen, daß die angestrebte
Totalreflexion an den Prismenflächen entsteht.
Durch geeignete Wölbung der Prismenfolie um den Leuchtkör
per können die Prismen auf einfache Weise in die vorgese
hene Lage gebracht werden. Vorteilhaft weisen die Prismen
einen dreieckigen Querschnitt auf, wobei die Basisfläche
der Prismen der Grundseite des Dreiecksquerschnitts ent
spricht und dem Leuchtkörper zugewandt liegt. Dabei wird
von dem durch die Basisfläche eintretenden Lichtbündel der
Teil, der auf eine der Schenkelflächen des Prismas auf
trifft, total reflektiert, während das auf die andere
Schenkelfläche des Dreiecksprismas auftreffende Lichtbündel
unter Ablenkung das Entblendungselement durchstrahlt. Die
Schenkelflächen entsprechen den Dreieckseiten des Prismen
querschnitts, welche abgewinkelt zur Grundseite liegen.
Besonders vorteilhaft wiesen die Prismen die Form eines
gleichschenkligen Dreiecks auf, wobei durch Wölbung der
Prismenfolie die Abstrahlwinkel des Entblendungselementes
bedarfsweise einstellbar sind. Dabei wird es als voreilhaft
gesehen, wenn die total reflektierten Lichtbündel neben die
Achse des Leuchtkörpers zurückgeworfen werden. Die Prismen
mit der Querschnittsform eines gleichschenkligen Dreiecks
können durch geeignete Wölbung einfach in die vorgesehene
Lage gebracht werden, in der sich an einer der Kathetenflä
chen eine Totalreflexion ergibt, wenn die Basisflächen der
einzelnen Prismen jeweils in einem von 90° abweichenden
Winkel zu den auf das jeweilige Prisma auftreffenden Licht
strahlen liegen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachstehend anhand
der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht einer Leuchte mit einem erfindungsge
mäßen Entblendungselement,
Fig. 2 einen Querschnitt einer Leuchte mit einem erfin
dungsgemäßen Entblendungselement,
Fig. 3-Fig. 6
Strahlengänge an einem einzelnen Prisma in unter
schiedlichen Winkellagen des Prismenquerschnittes
zum Leuchtkörper,
Fig. 7 eine Darstellung der Winkelbeziehungen der Strah
lengänge,
Fig. 8 eine Darstellung der Strahlengänge bei zwei benach
barten Prismenstrahlengängen,
Fig. 9
u. 10 schematische Darstellungen zur Bildung der Entblen
dungselementgeometrie bei einer gewölbten Folie,
Fig. 11
u. 12 Querschnitte durch den Leuchtkörper und die
Strahlengänge der auf die Prismenfolie auftreffen
den Lichtstrahlen.
Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Leuchte 7,
welche zur Raumausleuchtung vorzugsweise an der Raumdecke
befestigt wird. Die Leuchte 7 umfaßt ein Gehäuse 3, in dem
ein langgestreckter Leuchtkörper 2 angeordnet ist. Auf der
dem zu beleuchtenden Raum zugewandten, offenen Seite des
Gehäuses 3 ist eine Prismenfolie 1a, 1b, 1c angeordnet,
welche den Leuchtkörper 2 über deren gesamte Länge abdeckt.
Die Prismenfolie besteht aus lichtdurchlässigem Material
und weist auf der sichtbaren, das heißt der den Leuchtkör
per 2 abgewandt liegenden Seite eine prismatische Oberflä
che auf. Die prismatische Oberfläche ist durch etwa par
allel zur Längsrichtung des Leuchtkörpers 2 nebeneinander
liegende, durchgehende Prismen gebildet, welche das auf der
innen liegenden Seite der Folie eintretende Lichtbündel
streuen. Die Entblendungswirkung der Prisenfolie ist be
stimmt durch die relative Lage der jeweiligen Prismenquer
schnitte, welche durch den Wölbungsradius der Prismenfolie
1a, 1b, 1c variierbar ist. Insbesondere bei Prismenfolien
mit symmetrischen Prismenquerschnitten, wie im vorliegenden
Fall Dreiecksquerschnitte mit gleichschenkligen Dreiecken,
kann durch den Wölbungsradius um den Leuchtkörper 2 der ge
wünschte Entblendungseffekt individuell den räumlichen Ge
gebenheiten des zu beleuchtenden Raumes angepaßt werden.
Die optische Wirkungsweise der Prismenfolie zur Entblendung
des Leuchtkörpers 2 wird weiter unten näher erläutert. In
der Fig. 1 sind verschiedene Wölbungsradien 1a, 1b und 1c
beispielhaft dargestellt, wobei zweckmäßig die Wölbung der
Prismenfolie über die gesamte Länge des Leuchtkörpers 2
gleich bleibt. Die Prismenfolie liegt auf einem gewölbten
Rand 5 der Stirnwände 4 des Leuchtengehäuses 3 auf, wobei
die Kontur des gewölbten Randes 5 den vorgesehenen Wöl
bungsradius der Folie bestimmt. Die Prismenfolie kann auch
bündig oder versenkt auf bzw. in die jeweilige Stirnwand 4
geführt sein. Die mit 1a bezeichnete flache Wölbung weist
eine flache Lichtverteilungskurve auf, welche etwa zwischen
60° und 80° zur Vertikalen des Leuchtkörpers geringe
Leuchtstärke aufweist. Eine mediale Wölbung der Prismenfolie
1b führt zu einer Lichtverteilungskurve, die etwa zwi
schen 60° und 90° zur Vertikalen kein Licht aussendet. Bei
der aufgestülpten Außengeometrie der Prismenfolie 1c ist
die Leuchtdichte in der Lichtverteilungskurve im Winkelbe
reich zwischen etwa 75° und 90° zur Vertikalen minimal.
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt eines Leuchtengehäuses 3 mit
einer Prismenfolie 1 zur Entblendung des langgestreckten
Leuchtkörpers 2. Die Prismenfolie 1 überdeckt dabei den Ab
strahlsektor des Leuchtkörpers 2 in den zu beleuchtenden
Raum über etwa 180°. Die Prismenfolie 1 ist in der vorlie
genden Ausführung der erfindungsgemäßen Leuchte 7 von einem
Gehäuseboden 18 umgeben, welcher hochtransparent oder
strukturiert ausgebildet sein kann, um optische Beleuch
tungseffekte zu erreichen. Die parallel zur Längsachse des
Leuchtkörpers 2 liegenden Seitenränder der Prismenfolie 1
und des Gehäusebodens 18 sind in einem Gehäuseträger 22
eingefaßt. Der Gehäuseträger 22 umfaßt zwei Profilschienen,
welche etwa parallel zu einander beiderseits des Leuchtkör
pers 2 verlaufen und die Ränder der Prismenfolie 1 aufneh
men. Die Prismenfolie 1 wird mit einer derartigen Breite in
den Gehäuseträgern 22 fixiert, daß sich ein gewölbter Ver
lauf der Prismen um den Leuchtkörper 2 ergibt. Die entblen
dende Wirkung der Wölbung der Prismenfolie 1 wird weiter
unter näher erläutert. Zweckmäßig ist die Prismenfolie wie
im vorliegenden Beispiel dargestellt etwa spiegelsymme
trisch zu einer Durchmesserachse des Leuchtkörpers 2 ange
ordnet, welche senkrecht zu der Querachse zwischen den Ge
häuseträgern 22 liegt.
Die Gehäuseträger 22 sind auf der oben, d. h. gegenüber der
Prismenfolie 1 liegenden Seite mit Distanzelementen 20 ver
sehen, welche ein Gehäusedach 17 tragen. Das Gehäusedach 17
ist transparent ausgebildet. Das Gehäusedach 17, die Gehäuseträger
22 und der Gehäuseboden 18 mit der darin befindli
chen Prismenfolie 1 sind derart zueinander angeordnet, daß
zwischen dem Gehäusedach 17 und dem Gehäuseboden 18 ein
Luftspalt 19 gebildet ist. Durch den Luftspalt 19 erfolgt
ein Luftaustausch zwischen dem Gehäuseinnenraum und der Um
gebung der Leuchte 7, wobei die Luft zirkulieren kann, ohne
daß Partikel von oben in den Gehäusespalt 19 fallen können.
Über die Länge der Leuchte 7 sind mehrere Distanzelemente
20 vorgesehen, an denen das Gehäusedach 17 jeweils mit
Spannschellen 21 oder ähnlichem befestigt sind. Die rechte
Seite der Zeichnungsfigur zeigt einen Schnitt auf Höhe ei
nes Distanzelementes 20, während auf der linken Hälfte ein
Schnitt auf einer zwischen zwei Distanzelementen 20 liegen
den Querebene der Leuchte 7 gezeigt ist, wobei der Luft
spalt 19 deutlich wird.
Die Fig. 3 bis 6 zeigen die Brechungsverhältnisse der
Lichtstrahlen an den Prismen am Beispiel eines einzeln dar
gestellten Prismas. Die Prismenfolie wird derartig angeord
net, daß die Basisfläche 8 entsprechend der Grundseite des
Dreiecksquerschnittes des Leuchtkörpers 2 zugewandt liegt.
Im vorliegenden Fall liegen die Schenkelflächen 11, 12 des
gleichschenkligen Dreiecksquerschnittes des Prismas in ei
nem Winkel von 45° zur Basisfläche 8, wobei unter Berück
sichtigung des Abstandes des Prismas 10 zum Leuchtkörper 2
in einem bestimmten Bereich des Anstellwinkels der Basis
fläche 8 zu den Radialen des Leuchtkörpers 2 die angestreb
te Totalreflexion an einer der Schenkelflächen 11, 12 ein
tritt. Jedes Prisma der Prismenfolie liegt in einer derar
tigen Winkellage zum Leuchtkörper 2, daß die Lichtstrahlen
13 im Abstrahlsektor Δε des Leuchtkörpers 2 in einem von
90° abweichenden Winkel durch die Basisfläche 8 in das
Prisma 10 eintreten. Bei einem flachen Winkel der Basisflä
che 8 zum abgestrahlten Lichtbündel 13 im Abstrahlsektor Δε
gemäß Fig. 3 wird das auf die obere Schenkelfläche 12 auf
treffende Lichtbündel 16 an der Schenkelfläche 12 beim Aus
treten aus dem Prisma gebrochen und in den zu beleuchtenden
Raum abgestrahlt. Der auf die untere Schenkelfläche 11 auf
treffende Anteil der radial von dem Leuchtkörper 2 abge
strahlten Lichtstrahlen 13 wird beim Auftreffen auf die
Schenkelfläche 11 total reflektiert, wobei unter Brechung
an der zweiten Schenkelfläche 12 das reflektierte Lichtbün
del 14 in etwa orthogonale Richtungen zum Abstrahlsektor Δε
austritt. Der Anstellwinkel des Prismas 10 bzw. dessen Ba
sisfläche 8 zum Leuchtkörper 2 beträgt im vorliegenden Fall
etwa 15°. Es wird augenscheinlich, daß die Erfindung, das
im Prisma befindliche Lichtbündel teilweise unter Beugung
austreten zu lassen und teilweise durch Totalreflexion an
einer Prismenfläche zurückzuwerfen, auch mit anderen Pris
menquerschnitten als den des gleichschenkeligen Dreiecks
möglich ist. Beispielsweise könnte ein Dreiecksquerschnitt
mit unterschiedlichen Schenkelwinkeln gewählt werden, wobei
auch eine exakt orthogonale Ausrichtung der Basisfläche zum
Leuchtkörper 2 möglich wäre. Auch sind weitere Prismenquer
schnitte denkbar, wie etwa Trapezquerschnitte o. Ä., wobei
an einer Prismenfläche aufgrund der Prismenstruktur und -
lage Totalreflexion auftritt.
Fig. 4 zeigt ein Prisma 10 gleicher Geometrie wie in Fig. 3
in einer Lage mit größerem Anstellwinkel zum Leuchtkörper
2, im vorliegenden Fall etwa 30°. Dabei wird deutlich, daß
die Lichtstrahlen 16, welche an der oberen Schenkelfläche
12 gebrochen werden und die Schenkelfläche 12 durchstoßen,
in etwa gleicher Richtung wie bei der geringeren Winkellage
des Prismas 10 gemäß Fig. 3 abgestrahlt werden. Über die
Winkellage des Prismas 10 zum Leuchtkörper 2 kann demnach
bei gegebener Länge der Prismenbasis 8 unter Berücksichti
gung des Abstandes des Prismas zum Leuchtkörper 2 die Abstrahlrichtung
der total reflektierten Lichtstrahlen 14,
welche auf die untere Schenkelfläche 11 im Prisma 10 auf
treffen, beeinflußt werden. Durch Drehung des Prismas in
einem Winkelbereich, in dem an der Schenkelfläche 11 Total
reflexion eintritt, kann also die Abstrahlrichtung der to
tal reflektierten Lichtstrahlen 14 in einem größeren Win
kelbereich variiert werden, als dem Beugungsbereich der le
diglich gebrochenen Lichtstrahlen 16 beim Durchtritt der
oberen Schenkelfläche 12. Eine Vergrößerung des Anstellwin
kels der Prismenbasis 8 führt bis zu einem Grenzwinkel zu
einer anteilig größeren Beeinflussung des Winkelbereichs
der Totalreflexion als dem der Brechung.
Fig. 5 zeigt die Strahlengänge an einem Prisma mit Drei
ecksquerschnitt, welches gegenüber der Lage des Prismas in
Fig. 4 gegenüber der horizontalen Bezugsachse 23 um die
Leuchtquelle 2 verdreht ist. Der Abstrahlwinkel Δε des auf
die Basisfläche auftreffenden Lichtbündels entspricht der
Prismenanordnung nach Fig. 4. Durch den Versatz gegenüber
der horizontalen Achse 23 liegt jedoch ein größerer mittle
rer Einfallswinkel ε0 des Strahlenbündels auf das Prisma 10
vor. Die Neigung der Basisfläche 8 zur Vertikalen ent
spricht so dem Prisma nach Fig. 4 und beträgt etwa 30°. Da
durch werden die an der Basisfläche 8 gebrochenen Licht
strahlen an der unteren Schenkelfläche 11 gebrochen und
beim Austreten aus dem Prisma 10 abgelenkt. Der Teil des
Strahlenbündels, welcher auf die obere Schenkelfläche 12
auftrifft, wird total reflektiert und trifft anschließend
auf die andere Schenkelfläche 11. Abhängig von dem Auf
treffwinkel erfolgt entweder eine Brechung und ein Austre
ten dieser Lichtstrahlen 14a aus dem Prisma 10 oder eine
weitere Totalreflexion, wobei diese Lichtstrahlen 14b durch
die Basisfläche 8 aus dem Prisma 10 austreten. Die Wölbung
der Prismenfolie um den Leuchtkörper 2 bestimmt dabei die
Lage der einzelnen Prismen relativ zum Leuchtkörper 2, wo
bei, wie die Strahlengänge der Prismen gleichen Quer
schnitts nach Fig. 4 und 5 zeigen, durch die Relativlage
der Prismen die gewünschten Entblendungswirkungen erzielt
werden können.
Der Einfluß des Neigungswinkels der zur Totalreflexion auf
treffender Lichtstrahlen vorgesehenen Schenkelfläche gegen
über der Basisfläche wird nachfolgend anhand der Fig. 6 nä
her erläutert. Der Winkel der Schenkelfläche 11 gegenüber
der Basisfläche 8 ist mit α bezeichnet, wobei die Winkel α
1, α2, α3, α4, α5 unterschiedlichen Prismenwinkel zwi
schen Schenkel und Basis entsprechen. Wenn die Basisfläche
8 in einem Neigungswinkel ε zur Leuchtquelle angeordnet
ist, erfolgt eine Totalreflexion an der Primsenfläche 11,
wenn die nachfolgende Ungleichung erfüllt ist:
ε ≦ εtg : = arccos[sin(α)√n²- 1 + cos(α)]
In dem bevorzugten Winkelbereich der Prismenquerschnitte
15° ≦ α ≦ 75° gilt die daraus abgeleitete Gleichung:
Mit den Bezeichnungen:
α: Prismawinkel zwischen (linkem) Prismaschenkel und Ba sis
ε: Einfallswinkel des Lichtes bezogen auf die Basisnei gung
= δq - δb, wobei
δq: die Neigung des einfallenden Strahls zur Horizon talen
δb: die Neigung der Basis zur Horizontalen
n: Brechungsindex des Prismas
αtg: Brechungswinkel, genügt der Gleichung:
α: Prismawinkel zwischen (linkem) Prismaschenkel und Ba sis
ε: Einfallswinkel des Lichtes bezogen auf die Basisnei gung
= δq - δb, wobei
δq: die Neigung des einfallenden Strahls zur Horizon talen
δb: die Neigung der Basis zur Horizontalen
n: Brechungsindex des Prismas
αtg: Brechungswinkel, genügt der Gleichung:
n sin(αtg) = 1.
Fig. 6 zeigt die grundsätzlichen Winkelbeziehungen der ein
fallenden Lichtstrahlen im Prisma und der Ablenkwinkel an
einem Prisma mit gleichschenkligem und rechtwinkligem Drei
ecksquerschnitt, wobei die Neigung der Prismenbasis zum
Leuchtkörper 2 etwa 15° beträgt. Bei einem Verhältnis des
Abstandes zwischen Leuchtkörper 2 und Prismenbasis 8 und
der Länge der Prismenbasis 8 von etwa 1 ergibt sich für das
dargestellte Prisma ein mittlerer Einfallswinkel von ε0 =
45°. Der von diesem Prisma abgedeckte Abstrahlsektor Δε be
trägt etwa 40° zwischen den jeweils an den Basisflächen
spitzen einfallenden Grenzlichtstrahlen gemäß den Grenzein
fallswinkeln ε1 und ε2. Die an der rechten Schenkelfläche
11 des Prismas auftreffenden Lichtstrahlen werden zur di
rekten Raumausleuchtung zur sichtbaren Außenseite der Pris
men hin gebrochen. Die Lichtablenkung erfolgt dabei in dem
Winkelbereich zwischen εg1 und εg2 von etwa 30°. Die auf
der linken Schenkelfläche 12 auftreffenden Strahlen werden
total reflektiert und darauf folgend an der rechten Schen
kelfläche 11 zusätzlich gebrochen, wobei die Brechung zur
Basisfläche 8 hin, also zum Leuchtkörper 2 hin erfolgt. Bei
einer weiteren Verlängerung des Abstandes des Prismas des
Leuchtkörpers 2 kann auch unter Berücksichtigung der Pris
mengeometrie eine zweite Totalreflexion der bereits an der
ersten Schenkelfläche reflektierten Lichtstrahlen eintre
ten. Durch die doppelte Totalreflexion wird der gesamte
Winkelbereich des auf die zur Totalreflexion vorgesehene
erste Schenkelfläche in Richtung auf den Leuchtkörper 2 zu
rückgeworfen.
In der Darstellung der Fig. 7 sind die Prismenwinkel α1 bis
α5 gegenüber der Basisfläche 8 angegeben. Die Basisfläche 8
liegt hier zur besseren Übersicht etwa horiontal. Die Nei
gung der Schenkelflächen 11 ist in Neigungswinkeln Δlip1
bis Δlip5 von der Vertikalen her angetragen. Die Grenzwin
kel, ab denen Totalreflexionen bei Prismen mit den entspre
chenden Prismenwinkeln α entsteht, sind mit εtg1 bis εtg5
bezeichnet. Sobald der Einfallswinkel e des Lichtes den
Grenzwinkel εtgi mit i = 1 bis 5 überschreitet, also in dem
in Pfeilrichtung 24 liegenden Bereich, tritt eine Totalre
flexion an der Schenkelfläche 11 auf.
In der Prismenfolie zur Entblendung der Leuchte wird die
Wölbung der Folie derart gewählt, daß die einzelnen Prismen
jeweils derartig zum Leuchtkörper geneigt angeordnet sind,
daß durch Totalreflexion die gewünschte Entblendung bzw.
die gewünschte Lichtverteilungskurve der Leuchtkörper er
reicht wird. Die Neigungen der einzelnen Prismen können da
bei unterschiedlich sein, wobei jedoch jeweils unter Be
rücksichtigung der Prismenlänge und des jeweiligen Abstan
des zum Leuchtkörper die Einfallswinkel auf die Schenkel
flächen innerhalb der Prismen im Winkelbereich der Totalre
flexion liegen. Der Neigungswinkel der Prismen sind in Um
fangsrichtung der Prismenfolie um den Leuchtkörper jeweils
gegenüber dem vorausgehenden Prisma erhöht. Die Zunahme des
Neigungswinkels zwischen den Prismen kann dabei etwa im
Winkelbereich von 1° bis 2° liegen.
Fig. 8 zeigt einen Ausschnitt einer Prismenfolie mit zwei
dargestellten, benachbarten Prismen 8, welche um etwa 15°
zueinander geneigt liegen. Dabei betragen die Neigungswin
kel der Neigungsflächen 8 im oberen Prisma etwa Δb1 = 15°
und beim unteren Prisma Δb2 = 30°. Die durch die Prismen in
der Summe durchtretenden Lichtstrahlen 16, die jeweils an
der linken Schenkelfläche 12 der beiden Prismen gebrochen
werden, treten in dem Grenzwinkelbereich zwischen εg1 = 15°
und εg2 = 30° aus. Die zunächst an der rechten Schenkelflä
che 11, dann an der linken Schenkelfläche 12 total reflek
tierten Lichtstrahlen 14 werden von dem Leuchtkörper 2 ab
gewandt in den zu beleuchtenden Raum gelenkt.
Eine vorteilhafte Wölbungskontur der Prismenfolie, in der
der Brechungsbereich der Prismen optimal ist, ist in Fig. 9
dargestellt. Die Prismenfolie 1 ist dabei in Umfangsrich
tung um den Leuchtkörper 2 aus Kreissegmenten 9 mit mehre
ren Prismen zusammengesetzt, wobei die Wölbungsradien der
Kreissektoren jeweils zu einer optimalen Ausweitung des
Strahlbereiches führen, in der das einfallende Licht gebro
chen wird. Der Verlauf der Prismenfoliengeometrie ist durch
Aneinandersetzung der Kreissegmente 9 gebildet, wobei ein
darauffolgendes Kreissegment 9 an das vorhergehende Kreis
segment durch derartige Drehung um die Achse des Leuchtkör
pers 2 erfolgt, daß der äußere Grenzstrahl der angestückten
Kreissegmentkontur mit dem inneren Grenzstrahl der vorher
gehenden Kreissegmentkontur möglichst deckungsgleich ist.
Auf diese Weise erhält man nebeneinander liegende Kreisseg
mente, welche am gemeinsamen Schnittpunkt eine gemeinsame
Tangente aufweisen. Im jeweiligen Kreissegment ist unter
Berücksichtigung der Prismengeometrie und des Abstandes
entsprechend dem optimalen Wölbungsradius eine Lichtbre
chung gegeben, welche zu der optimalen Lichtverteilungskur
ve und Lichtstreuung zur Entblendung der Leuchte 2 führen.
Fig. 10 zeigt die gewölbte Anordnung der Prismenfolie 1 re
lativ zur Leuchtkörper 2, bei der die Wölbung der Prismen
folie 1 durch eine wie oben zu Fig. 9 beschriebene Aneinan
dersetzung von Kreissegmenten gebildet ist. Das Verhältnis
des Abstandes a der Leuchtkörper 2 von der Prismenfolie 1
zum jeweiligen Wölbungsradius W ist dabei in jedem Bereich
der Prismenfolie 1 gleich. Eine optimale Entblendung des
Leuchtkörpers 2 durch Ausblendung einzelner Strahlbündel
auf dem Wege der Totalreflexion an jeweils einer Schenkel
fläche der Prismen erfolgt bei einer derartigen Wölbung der
Prismenfolie 1, daß in jedem Bereich der Prismenfolie 1 der
Abstand a des Leuchtkörpers 2 geringer ist als der Wöl
bungsradius W der Prismenfolie 1.
Die Strahlengänge bei einer ähnlich Fig. 10 gebildeten Wöl
bungskontur ist in Fig. 11 dargestellt. Die Prismenfolie 1
deckt im dargestellten Ausschnitt einen Abstrahlsektor des
Leuchtkörpers 2 einen Einfallswinkel der radial abgestrahl
ten Lichtstrahlen 13 von etwa ε2 = 60° ab. Der Winkelbe
reich der gebrochenen Lichtstrahlen, welche unter Beugung
auf der prismatischen Oberfläche der Folie 1 gegenüberlie
gend des Leuchtkörpers 2 in den zu beleuchtenden Raum ab
gestrahlt werden, liegen in einem etwa betragsgleichen
Winkelbereich wie der Einfallswinkel ε2, wobei jedoch die
Abstrahlung der gebrochenen Lichtstrahlen im Abstrahlbe
reich εg1 + εg2 gegenüber der Horizontalen verschoben ist.
Die gebrochenen Strahlen im Abstrahlbereich des Leuchtkör
pers 2 von ε1 bis ε2 werden in die Winkelbereiche der
Grenzwinkel εg1 und εg2 gelenkt, jeweils bezogen auf die
Horizontale. Dabei gilt im vorliegenden Ausführungsbeispiel
εg1 = 30° und εg2 = -30° und daher |Δε| = |εg1 - εg2| = 60° =
ε2. Der Abstrahlbereich des Leuchtkörpers 2 von ± 60° wird
in einem Winkelbereich von ±30° umgelenkt.
Durch die beschriebene Wölbung der Prismenfolie 1 werden
die total reflektierten Lichtstrahlen 14 in einem abseits
des Leuchtkörpers 2 liegenden Raumabschnitt hinter der Fo
lie 1 zurückgeworfen, wodurch eine weitere Entblendung der
Leuchte 2 erfolgt. Desweiteren können Teilstrahlen der total
reflektierten Lichtbündel 14 auf dem Wege der Brechung
an dem jeweils anderen Schenkelfläche der Prismen in einem
Winkelbereich εtrg1 als Streulicht auf der jenseits des
Leuchtkörpers 2 liegenden Seite der Prismenfolie 1 in den
zu beleuchtenden Raum abgestrahlt werden. In den beleuchte
ten Raum werden daher mit günstiger Streuwirkung Licht
strahlen mit unterschiedlichsten Ausrichtungen abgestrahlt.
Eine solche Anordnung der Prismen kann vorteilhaft durch
eine spiegelsymmetrische Wölbung der Prismenfolie wie in
Fig. 2 gezeigt, erreicht werden.
Die Leuchtstärke der Prismenfolie ist über die gesamte Fo
lienoberfläche homogen, wobei aus sämtlichen Blickwinkeln
auf die Prismenfolie ähnliche Leuchtdichten einsehbar sind.
Das gestreute Licht ist dabei sichtbar, ruft jedoch keine
Blendung hervor.
Fig. 12 zeigt die Anordnung einer Prismenfolie mit der be
reits in Fig. 7 dargestellten Wölbungskontur. Dabei wird
rechtwinkligen, gleichschenkligen Prismen und einem Ver
hältnis des Abstandes zwischen Leuchtkörper 2 und Prismen
folie und dem Wölbungsradius W von etwa 0,33 die ange
strebte Lichtverteilung erreicht. Dieses Verhältnis ist
zweckmäßig kleiner als drei, wobei sich Abstand/Wölbungs
verhältnisse, die kleiner als 1 sind, als besonders vor
teilhaft herausgestellt haben. Wie in der Vergrößerung des
strichliert umrandeten Bereiches der Prismenfolie erkennbar
ist, wird ein Großteil der total reflektierten Lichtstrah
len 14 auf die des Leuchtkörpers 2 zugewandte Seite der
Prismenfolie zurückgeworfen, wobei jedoch vereinzelte
Lichtstrahlen an den Schenkelflächen der einzelnen Prismen
10 derart austreten, daß sie auf die Schenkelflächen des
anliegenden Prismas auftreffen. Diese Querstrahlen treten
nach mehrfacher Brechung an mehreren Prismen als Streulicht
15 aus, wobei weitere Strahlrichtungen des von der Pris
menfolie 1 abgestrahlten Lichtes gebildet sind. Die Licht
streuung mit einer Vielzahl von Strahlrichtungen ergibt ei
ne gleichmäßige und angenehm zu betrachtende Helligkeit,
wodurch ein erhöhtes Behaglichkeitsgefühl der im beleuch
teten Raum befindlichen Personen gegeben ist.
Claims (12)
1. Entblendungselement für langgestreckte Leuchtkörper,
welches zur Entblendung eines Abstrahlsektors (α) des
Leuchtkörpers (2) den Leuchtkörper (2) über dessen
Länge überdeckt, wobei die Oberfläche des Entblendungselementes
durch gestreckte, etwa parallel nebeneinander liegende
Prismen (10) gebildet ist, welche längs des Leuchtkör
pers (2) ausgerichtet sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die Prismen (10) relativ
zum Leuchtkörper (2) derartig liegen, daß an mindestens
einer der Prismenflächen (11, 12) ein Lichtaustritt
durch eine Totalreflexion der in das jeweilige Prisma
(10) eingetretenen Lichtstrahlen (13) erfolgt, welche
auf diese Prismenfläche (11, 12) auftreffen.
2. Entblendungselement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die dem Leuchtkörper (2)
zugewandt liegende Seite des Entblendungselementes (1)
aus ebenen Basisflächen (8) der Prismen (10) gebildet
ist.
3. Entblendungselement nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das Entblendungselement aus einer
Prismenfolie (1) mit einseitig prismatischer Oberfläche
besteht.
4. Entblendungselement nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Prismenfolie (1) um den
Leuchtkörper (2) gewölbt angeordnet ist.
5. Entblendungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
gekennzeichnet durch einen dreieckigen Querschnitt der
Prismen (10), wobei die Grundseite des Dreiecksquer
schnittes der Basisfläche (8) des Prismas (10) ent
spricht.
6. Entblendungselement nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der Prismen
(10) die Form eines gleichschenkligen Dreiecks auf
weist.
7. Entblendungselement nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Prismenfolie (1) derar
tig angeordnet ist, daß an jeweils einer der Schenkel
flächen (11, 12) der Prismen (10) eine Totalreflexion
erfolgt.
8. Entblendungselement nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Basisflächen (8) der
Prismen (10) in einem von 90° abweichenden Winkel zu
den auf das jeweilige Prisma (10) auftreffenden Licht
strahlen (13) liegen.
9. Entblendungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
gekennzeichnet durch einen derartigen Strahlengang im
Prisma (10), daß die total reflektierten Lichtstrahlen
zumindest teilweise mit Abstand an dem Leuchtkörper (2)
vorbeigelenkt werden.
10. Entblendungselement nach einem der Ansprüche 4 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Prismenfolie (1) der
artig gewölbt angeordnet ist, daß in jedem Bereich der
Prismenfolie (1) der Abstand (a) des Leuchtkörpers (2)
von der Prismenfolie (1) geringer ist als der Wölbungs
radius (W) der Prismenfolie (1).
11. Entblendungselement nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis des Abstan
des (a) des Leuchtkörpers (2) von der Prismenfolie (1)
zum jeweiligen Wölbungsradius (W) in jedem Bereich der
Prismenfolie (1) im wesentlichen gleich ist.
12. Entblendungselement nach einem der Ansprüche 4 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß der Leuchtkörper (2) in ei
nem Gehäuse (3) aufgenommen ist, an dessen in Längs
richtung des Gehäuses (3) gegenüber liegenden Stirnwän
den (4) ein gewölbter Rand (5) ausgebildet ist, dessen
Kontur der vorgesehenen Wölbung der Prismenfolie (1)
entspricht und auf dem die Prismenfolie (1) aufliegt.
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