DE19954699A1 - Vorrichtung zum mechanischen Fügen von flächig aufeinanderliegenden Blechen unter Einsatz von Hilsfügeteilen - Google Patents
Vorrichtung zum mechanischen Fügen von flächig aufeinanderliegenden Blechen unter Einsatz von HilsfügeteilenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum mechanischen Fügen von flächig aufeinanderliegenden Blechen mit einem Werkzeugsatz aus mindestens einem Stempel und einer Matrize, der Stempel an einem axial verfahrbaren Werkzeugträger angeordnet ist und an seinem Arbeitsende von einem benachbart zum Stempel mitgeführten Niederhalter umgeben ist, wobei der Niederhalter für ein rückstellbares Verschieben gegenüber dem Stempel in Vorschubrichtung axial federnd ausgebildet ist, und der Stempel durch Setzen von Hilfsfügeteilen fügt, wobei der Niederhalter einen gegenüber dem Arbeitsende des Stempels axial vorstehenden Niederhalterkopfabschnitt aufweist, an dem ein mitlaufender, in einen Vorschubweg des Stempels ragender und unter einer Vorschubkraft des Stempels aus dem Vorschubweg schwenkbarer, als Kippelement ausgebildeter Hilfsfügeteil-Vorleger angeordnet ist, der in einer Ausgangsstellung des Niederhalters gegenüber dem Stempel mit einem zum Vorlegen eines Hilfsfügeteils hinreichenden Abstand zum Arbeitsende des Stempels positioniert ist, und dieser Abstand einen Hilfsfügeteil-Zuführraum definiert, der mit einem Hilfsfügeteil-Zuführkanal verbindbar ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum mechanischen Fügen von flächig
aufeinanderliegenden Blechen unter Einsatz von Hilfsfügeteilen nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Eine derartige Vorrichtung zum Stanznieten ist aus der DE 196 30 488 A1 bekannt. Der
dort beschriebene Werkzeugsatz besteht stempelseitig aus einer Stempelaufnahme mit
Stempel und einem Niederhalter, wobei der Niederhalter über ein Federsystem an der
Stempelaufnahme befestigt ist. Matrizenseitig ist eine Matrizenaufnahme mit
eingesetzter Matrize und einem weiteren Niederhalter mit Federsystem vorgesehen. Als
nachteilig erwiesen hat sich hierbei jedoch, daß das Zuführen der Hilfsfügeteile,
insbesondere der Stanznieten, in die Setzposition bzw. eine Bereitschaftsposition
Probleme aufwirft. Gerade die für das Setzen von Nieten gewünschte
Positioniergenauigkeit konnte nicht eingehalten werden, wenn das Hilfsfügeteil durch
Schwerkraft in die Setzposition gelangt.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zum mechanischen Fügen von
flächig aufeinanderliegenden Blechen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zu
schaffen, die ein schnelles und positioniergenaues Zuführen der Hilfsfügeteile an eine
Fügestelle erlaubt.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1
gelöst.
Hierdurch wird eine Vorrichtung zum mechanischen Fügen von flächig
aufeinanderliegenden Blechen unter Einsatz von Hilfsfügeteilen mit einem
Werkzeugsatz aus mindestens einem Stempel und einer Matrize geschaffen, bei der
das einzelne Hilfsfügeteil unter dem Arbeitsende des Stempel aufgenommen wird, der
über seinen Vorschub das Hilfsfügeteil jeweils in die Setzposition transportiert und dort
setzt. Der Stempel wird also als Positionierelement genutzt. Die Zuführung des
Hilfsfügeteils erfolgt hier außerhalb der Setzposition, wodurch im Setzbereich kein
zusätzlicher Platz für Hilfsfügeteil-Zuführeinrichtungen benötigt wird. Der Platzbedarf
beschränkt sich auf den Durchmesser des Niederhalters. Ein Direkteinschießen ohne
Vormagazinierung ist möglich und es besteht keine Beschränkung bezüglich der
Zuführrichtung um die Stempellängsachse.
Das Halten der Hilfsfügeteile durch den Hilfsfügeteil-Vorleger erlaubt, daß das
Hilfsfügeteil über lange Schließwege führbar ist, wodurch eine besonders gute
Bauteilzugänglichkeit sichergestellt wird.
Vorteilhaft ist ferner, daß die Zuführung der Hilfsfügeteile unabhängig ist vom Werkstoff
und der Art des Hilfsfügeteiles, auch nichtmagnetische Hilfsfügeteile können in gleicher
Weise wie magnetische Hilfsfügeteile oder Hilfsfügeteile mit Gewindeansatz zugeführt
werden. Die Zuführung ist schließlich auch nietlängenunabhängig. Aufgrund einer
Zwangsführung der Hilfsfügeteile durch den Hilfsfügteil-Vorleger und den Stempel zur
Setzposition kann zudem auf einen Beitrag der Schwerkraft verzichtet werden.
Für ein sicheres und feststehendes Haften der Hilfsfügeteile im Hilfsfügeteil-Zuführraum
kann vorgesehen sein, daß der Hilfsfügeteil-Vorleger die zugeführten Hilfsfügeteile über
eine Federkraft jeweils kraftschlüssig am Arbeitsende des Stempels hält. Bei einer
translatorischen Zustellbewegung treten dann keine Relativbewegungen zwischen
Stempel und Niederhalter auf. Die Vorschubbewegung des Stempels kann überlagert
werden von einer Rotationsbewegung, der das Hilfsfügeteil folgt, was insbesondere für
Hilfsfügeteile mit Gewindeansatz zum Einschrauben von Interesse ist.
Der Hilfsfügeteil-Vorleger ist mechanisch einfach ausbildbar, beispielsweise als federnd
wegschwenkbare Wippe, und damit verschleißarm, so daß die Standzeiten des
Werkzeugsatzes durch die Integration der Hilfsfügeteil-Zuführung nicht verringert
werden.
Weiterhin kann eine genaue Justierung der Hilfsfügeteile unter dem Arbeitsende des
Stempels durch Druckluftimpulse erreicht werden, die über einen einmündenden
Blaskanal aufgebbar sind.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung und den
Unteransprüchen zu entnehmen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der in den beigefügten Abbildungen
dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Fig. 1 zeigt teilweise im Schnitt ein erstes Ausführungsbeispiel eines Stempels
einer Vorrichtung zum mechanischen Fügen,
Fig. 2 zeigt in vergrößerter Darstellung den Ausschnitt A von Fig. 1,
Fig. 3 zeigt den Stempel gemäß Fig. 1 bei einem Fügevorgang, wenn ein
Niederhalter auf eine Bauteiloberfläche trifft,
Fig. 4 zeigt den Stempel gemäß Fig. 1 bei einem Fügevorgang, wenn ein
Arbeitsende des Stempels ein Hilfsfügeteil unter Wegschwenken eines Hilfsfügeteil-
Vorlegers auf die Bauteiloberfläche zubewegt hat,
Fig. 5 zeigt den Stempel gemäß Fig. 1 bei einem Fügevorgang, wenn das
Hilfsfügeteil gesetzt worden ist,
Fig. 6 zeigt im Schnitt den Ausschnitt A von Fig. 1 für ein zweites
Ausführungsbeispiel eines Stempels einer Vorrichtung zum mechanischen Fügen,
Fig. 7 zeigt im Schnitt den Ausschnitt A von Fig. 1 für ein drittes
Ausführungsbeispiel eines Stempels einer Vorrichtung zum mechanischen Fügen,
Fig. 8 zeigt im Schnitt den Ausschnitt A von Fig. 1 für ein viertes
Ausführungsbeispiel eines Stempels einer Vorrichtung zum mechanischen Fügen.
Fig. 1 und 2 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel eines Stempels 1 einer Vorrichtung
zum mechanischen Fügen von flächig aufeinanderliegenden Blechen mit einem
Werkzeugsatz aus mindestens einem Stempel 1 und einer Matrize. Die Matrize ist in
bekannter Weise mit einer Amboßarbeitsfläche in einem Durchsetzfügehöhlraum
ausgebildet, wie beispielsweise in Fig. 3 der DE 196 30 488 A1 dargestellt, und ist daher
nicht weiter gezeigt.
Der Stempel 1 ist an einem axial verfahrbaren Werkzeugträger 2 angeordnet, wobei der
Werkzeugträger 2 vorzugsweise einen Festanschlag 3 aufweist und mittels eines eine
Linearbewegung erzeugenden Antriebs 4 in einer Vorschubrichtung X in bezug auf eine
Bauteiloberfläche 20 der zu verbinden Bleche mit wählbaren Preßkräften verfahrbar ist.
Der Stempel 1 ist an seinem Arbeitsende 5 von einem Niederhalter 6 umgeben. Der
Niederhalter 6 ist über ein Federelement 7 an dem Werkzeugträger 2 befestigt und wird
dadurch benachbart zum Stempel 1 mitgeführt, d. h. der Niederhalter 6 folgt dem
Stempel 1 in der Vorschubrichtung X. Die Vorspannung des Federelementes 7 ist
einstellbar. Durch das Federelement 7 ist der Niederhalter 6 axial federnd und damit
rückstellbar verschiebbar gegenüber dem Stempel 1 in Vorschubrichtung X, wenn der
Niederhalter 6 auf die Bauteiloberfläche 20 trifft und dort festgehalten wird, während der
Stempel 1 zur Ausführung eines Fügevorganges sich gegenüber dem Niederhalter 6
axial vorschiebt (vgl. Fig. 4 und 5).
Der Niederhalter 6 umgibt das Arbeitsende 5 des Stempels 1 hülsenartig und weist
einen gegenüber dem Arbeitsende 5 des Stempels 1 axial vorstehenden (in
Vorschubrichtung X) Niederhalterkopfabschnitt 8 auf, der einen Vorschubweg Y in einer
axialen Durchgangsöffnung des Niederhalterkopfabschnittes definiert.
Wie insbesondere Fig. 2 zeigt, ist an dem Niederhalterkopfabschnitt 8 ein mitlaufender,
in den Vorschubweg Y des Stempels 1 ragender und unter einer Vorschubkraft des
Stempels 1 aus dem Vorschubweg Y schwenkbarer, als Kippelement ausgebildeter
Hilfsfügeteil-Vorleger 10 angeordnet, der in einer in den Fig. 1 und 2 dargestellten
Ausgangsstellung des Niederhalters 6 gegenüber dem Stempel 1 mit einem zum
Vorlegen eines Hilfsfügeteils 11 hinreichenden Abstand zum Arbeitsende 5 des
Stempels 1 positioniert ist, und dieser Abstand einen Hilfsfügeteil-Zuführraum 12
definiert, der mit einem Hilfsfügeteil-Zuführkanal 9 verbindbar ist.
Der Hilfsfügeteil-Vorleger 10 ist als ein federnd wegschwenkbares, in eine
Ausgangslage zurückschwenkbares, federnd vorgespanntes mechanisches
Kippelement ausgebildet, das hier von einem zweiarmigen Hebel gebildet wird. Eine
Zugfeder 14 greift an dem dem Vorschubweg Y abgewandten Arm 15 des Hebels an,
während der andere Arm 16 einen Vorlageteller für die Aufnahme von jeweils einem
Hilfsfügeteil 11 bildet. Die Federkraft der Zugfeder 14 kann so eingestellt werden, daß
der Vorlageteller 15 in der Ausgangslage waagerecht, d. h. senkrecht zur
Vorschubrichtung X, liegt und dann der Abstand zu dem Arbeitsende 5 des Stempels 1
größer gleich der Länge der verwendeten Hilfsfügeteile 11 ist, die über den Zuführkanal
9 und eine dem Hilfsfügeteil-Zuführaum 12 zugeordnete Eintrittsöffnung 17 im
Niederhalter 6 zugeführt und von dem Hilfsfügeteil-Vorleger 10 aufgenommen werden
können.
Vorzugsweise ist die Zugfeder 14 derart eingestellt, daß der Arm 16 des Hilfsfügeteil-
Vorlegers 10 zumindest geringfügig in Richtung Arbeitsende 5 des Stempels 1 gezogen
wird und zwar derart, daß der verbleibende Abstand kleiner ist als die Länge der
aufzunehmenden Hilfsfügeteile 11. Werden dann Hilfsfügeteile 11 von einem solchen
Hilfsfügeteil-Vorleger aufgenommen, so werden diese mit einer Federkraft gegen das
Arbeitsende 5 des Stempels von dem Hilfsfügeteil-Vorleger 10 gedrückt und somit
sicher und feststehend aufgenommen. Das Zuführen der Hilfsfügeteile in den
Hilfsfügeteil-Zuführaum 12 kann unter Druckluft oder mit einer solchen Zuführkraft
erfolgen, deren Kraft ausreicht, der auf den Arm 16 wirkenden Federkraft des
Hilfsfügeteil-Vorlegers 10 soweit entgegenzuwirken, daß die Hilfsfügeteile 11 vom
Hilfsfügeteil-Vorleger 10 aufnehmbar sind. Diese Haltefunktion ist bei dem
Stempelvorschub aufrechthaltbar bis die Hilfsfügeteile 11 jeweils die Bauteiloberfläche
20 berühren (vgl. Fig. 4).
Die Federkraft der Zugfeder 14 bestimmt ferner einen Ausschwenkwiderstand des
Hilfsfügeteil-Vorlegers 10, der in Vorschubrichtung X aus dem Vorschubweg Y
wegschwenkbar ist, um diesen für das jeweilige Hilfsfügeteil 11 freizugeben. Der
zweiarmige Hebel gemäß Fig. 1 und 2 ist um eine Achse senkrecht zur Schnittebene
schwenkbar, wobei die Schwenkachse 21 außerhalb des Vorschubweges Y liegt und
der Niederhalter 6 eine seitliche Ausnehmung aufweist, in die der Hilfsfügeteil-Vorleger
10 hineinschwenken kann. Die Zugfeder 14 stellt den Hilfsfügeteil-Vorleger wieder in die
Ausgangslage, sobald der Stempel 1 sich aus dem Vorschubweg Y zurückgezogen.
Der Stempel 1 und der Niederhalter 6 sind von Gehäusen 18, 19 umgebbar, die mittels
einer Verdrehsicherung 22 gegenüber dem Stempel 1 fixierbar sind, insbesondere für
die Arretierung einer Zuleitung des Zuführkanals 9.
Die Ausgangsstellung des Niederhalter 6 gegenüber dem Stempel 1 ist insbesondere
dann gegeben, wenn das Federelement 7 die vorbestimmte Vorspannung besitzt und
keine Fügevorgang bedingte zusätzliche Vorspannung beim Auftreffen auf die
Bauteiloberfläche vorliegt.
Ein mechanisches Fügen mittels Hilfsfügeteilen unter Verwendung der vorstehend
beschriebenen Vorrichtung wird nachfolgend anhand der Fig. 1 bis 5 erläutert.
Über den Zuführkanal 9, der von einem Schlauch gebildet werden kann, wird zunächst
ein Hilfsfügeteil 11 unter das Arbeitsende 5 des Stempels 1 befördert. Das im
Niederhalter 6 befindliche federnde mechanische Kippelement 10 fixiert das Hilfsfügeteil
11 in dieser Position (vgl. Fig. 1 und 2).
Durch den Antrieb 4 bewegt sich danach der Stempel 1 einschließlich dem Niederhalter
6 mit dem Hilfsfügeteil 11 und dem federnden mechanischen Kippelement 10 in
Vorschubrichtung X auf die Bauteiloberfläche 20 zu (vgl. Fig. 3).
Sobald der Niederhalter 6 auf der Bauteiloberfläche 20 auftrifft, wird das Hilfsfügeteil 11
durch den Vorschub des Arbeitsendes 5 des Stempels 1 gegen den Widerstand des
federnden mechanischen Kippelementes 10 und unter Wegschwenken desselben von
dem Stempel 1 entlang dem Vorschubweg Y im Niederhalter 6 in Richtung
Bauteiloberfläche 20 gedrückt (vgl. Fig. 4).
Das Hilfsfügeteil 11 wird nun gesetzt, indem das Arbeitsende 5 des Stempels 1 mit einer
vorgegebenen Preßkraft das Hilfsfügeteil 11 durch einen Vorschub bis zur
Bauteiloberfläche 20 setzt (vgl. Fig. 5). Bei dem Hilfsfügeteil 11 handelt es sich
vorzugsweise um einen Stanzniet, das beim Setzen das stempelseitige Blech stanzt und
unter Verformung des matrizenseitigen Bleches sich spreizt.
Nach dem Setzen eines Hilfsfügeteils 11 setzt der Rückhub des Stempels 1 ein und der
Ablauf zum Setzen eines Hilfsfügeteils 11 kann erneut beginnen.
Fig. 6 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines Stempels 1 einer Vorrichtung zum
mechanischen Fügen mittels Hilfsfügeteil 11, das sich von dem zuvor beschriebenen
dadurch unterscheidet, daß ein mit Druckluft beaufschlagbarer Zusatzkanal 23
vorgesehen ist, der in den Zuführkanal 9 mündet und zur genaueren Positionierung der
Hilfsfügeteile 11 in dem Hilfsfügeteil-Zuführraum 12 dient. Der Zusatzkanal 23 ist
vorzugsweise ein Blaskanal der Blasimpulse aussenden kann. Über den Zuführkanal 9
braucht das Hilfsfügeteil 11 mittels dem federnden mechanischen Kippelement 10 unter
dem Arbeitsende 5 des Stempels 1 nur grob vorpositioniert zu werden. Mittels eines
zeitlich versetzten Blasimpulses, welcher über den Zusatzkanal 23 zugeführt wird,
gelangt das Hilfsfügeteil 11 in die exakte Position unter dem Arbeitsende 5. Im übrigen
gelten die vorstehenden Ausführungen zum ersten Ausführungsbeispiel entsprechend.
Der Zusatzkanal 23 kann natürlich auch direkt in den Hilfsfügeteil-Zuführraum 12
münden.
Fig. 7 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel eines Stempels 1 einer Vorrichtung zum
mechanischen Fügen mittels Hilfsfügeteil 11, das sich von dem ersten
Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 5 dadurch unterscheidet, daß der Hilfsfügeteil-
Vorleger 10 als Greifer ausgebildet ist. Im übrigen gelten die vorstehenden
Ausführungen zum ersten Ausführungsbeispiel entsprechend.
Fig. 8 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel eines Stempels 1 einer Vorrichtung zum
mechanischen Fügen mittels Hilfsfügeteil 11, das sich von dem dritten
Ausführungsbeispiel der Fig. 7 dadurch unterscheidet, daß in den Vorschubweg Y ein
federndes Druckstück 24 endseitig des Niederhalterkopfabschnittes 8 ragt, das ein
Hilfsfügeteil 11 während des Stempelvorschubs vor dem Aufsetzen auf die
Bauteiloberfläche 20 in seiner Lage fixiert. Im übrigen gelten die vorstehenden
Ausführungen zum ersten Ausführungsbeispiel entsprechend.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum mechanischen Fügen von flächig aufeinanderliegenden Blechen mit
einem Werkzeugsatz aus mindestens einem Stempel und einer Matrize, der Stempel
an einem axial verfahrbaren Werkzeugträger angeordnet ist und an seinem
Arbeitsende von einem benachbart zum Stempel mitgeführten Niederhalter umgeben
ist, wobei der Niederhalter für ein rückstellbares Verschieben gegenüber dem
Stempel in Vorschubrichtung axial federnd ausgebildet ist, und der Stempel durch
Setzen von Hilfsfügeteilen fügt, dadurch gekennzeichnet, daß der Niederhalter (6)
einen gegenüber dem Arbeitsende (5) des Stempels (1) axial vorstehenden
Niederhalterkopfabschnitt (8) aufweist, an dem ein mitlaufender, in einen
Vorschubweg (Y) des Stempels (1) ragender und unter einer Vorschubkraft des
Stempels (1) aus dem Vorschubweg (Y) schwenkbarer, als Kippelement
ausgebildeter Hilfsfügeteil-Vorleger (10) angeordnet ist, der in einer
Ausgangsstellung des Niederhalters (6) gegenüber dem Stempel (1) mit einem zum
Vorlegen eines Hilfsfügeteils (11) hinreichenden Abstand zum Arbeitsende (5) des
Stempels (1) positioniert ist, und dieser Abstand einen Hilfsfügeteil-Zuführraum (12)
definiert, der mit einem Hilfsfügeteil-Zuführkanal (9) verbindbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsfügeteil-
Vorleger (10) als zweiseitiger Hebel ausgebildet ist, an dessen dem Hilfsfügeteil-
Zuführraum (12) abgewandten Arm (15) eine Feder (14) angreift, deren Federkraft
einen Ausschwenkwiderstand des Hilfsfügeteil-Vorlegers (10) bestimmt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (14) als eine
Zugfeder ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Hilfsfügeteil-Vorleger (10) als Teller oder Greifer zum Halten jeweils eines
Hilfsfügeteils (11) unterhalb dem Arbeitsende (5) des Stempels (1) ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in den
Hilfsfügeteil-Zuführkanal (9) ein Druckluft beaufschlagbarer Zusatzkanal (23)
mündet.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Niederhalter (6) eine von dem Hilfsfügeteil-Zuführkanal (9) trennbare Hilfsfügeteil-
Durchtrittsöffnung aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
Niederhalter (6) endseitig des Niederhalterkopfabschnittes (8) ein federndes
Druckstück (24) zur Lagesicherung der von dem weggeschwenkten Hilfsfügeteil-
Vorleger (10) im Niederhalterkopfabschnitt (8) freigegebenen Hilfsfügeteile (11).
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der
Hilfsfügeteil-Vorleger (10) derart federvorgespannt angeordnet ist, daß mit diesem
Kippelement ein zugeführtes Hilfsfügeteil (11) axial gegen das Arbeitsende (5) des
Stempels (1) drückbar ist.
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