DE19953680A1 - Ballspielset - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Ballspielset, bestehend aus einem Ball und einem Schläger mit einem Schaft, an dessen einem Ende ein Griff und an dessem anderen Ende ein Schlägerkopf befestigt ist. Zur Schonung der Rasenfläche ist vorgesehen, daß der Schlägerkopf mit einer Schlagfläche ausgerüstet ist und an seiner griffabgewandten Seite ein als Bürste ausgebildetes Polster aufweist. Der Ball weist einen Kern und eine elastische äußere Schaumstoffhülle auf, wobei der Kern schwerer als die Hülle ist und die Hülle außen geschlossenporig ausgebildet ist. Der Schläger ist für Rechtshänder und Linkshänder einstellbar und die Schlagfläche in ihrem Winkel ebenfalls.
Description
Die Erfindung betrifft ein Ballspielset bestehend aus einem Ball und einem Schläger
mit einem Schaft, an dessen einem Ende ein Griff und an dessem anderen Ende ein
Schlägerkopf befestigt ist.
Ein derartiges Ballspielset ist beispielsweise aus der US 5,269,517 bekannt. Der aus
dieser Schrift bekannte Golfschläger ist für Kinder gedacht, wobei der Schlägerkopf
aus Kunststoffmaterial geformt ist, so daß der Schläger leichter ist und deshalb ein
geringeres Verletzungspotential bietet. Er soll für das Spielen in Parks und Schulen
oder sonstigen Erholungseinrichtungen dienen, wobei aufgrund seines geringeren
Gewichtes auch kürzere Schläge ermöglicht werden. Der Schläger ist besonders für
Kinder geeignet, die mit diesem Schläger das Golfspiel erlernen können.
Nachteilig an dem bekannten Schläger ist, daß beim Gebrauch durch ungeübte
Personen zwar kürzere Abschläge erzielt werden und damit die Verletzungsgefahr
verringert ist, aber infolge der mangelnden Praxis und der ungeübten
Schlägerführung kommt es zur Verletzung der Spielfläche. Werden infolge des
ungeübten Spiels Schläge in die Grasnarbe geführt, so reicht die Energie aus, um
unschöne Löcher im Rasen zu hinterlassen, insbesondere beim Spiel im eigenen
Garten wird dies als sehr nachteilig empfunden.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, ein Ballspielset anzugeben, das eine grössere
Schonung der Grasnarbe ermöglicht.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Schlägerkopf mit einer Schlagfläche
ausgerüstet ist und an seiner griffabgewandten Seite ein Polster, vorzugsweise ein
als Bürste oder als Schaumstoffkissen ausgebildetes Polster aufweist. Durch das
vorgesehene Polster oder die Bürste wird der Schläger selbsttätig über die
Spielfläche geführt. Es erfolgt also eine selbsttätige Einstellung des Abstandes des
Schlägerkopfes von der Spielfläche. Ein Teil der Energie wird aufgezehrt, so daß die
Grasnarbe geschont wird und keine Löcher mehr in den Rasen geschlagen werden.
Die einzelnen Borsten der Bürste können elastisch ausweichen.
Im Gegensatz zum bekannten Ballspielset weist der Schläger eine größere
Schlagfläche auf. Außerdem wird mit einem größeren Ball gespielt. Das Treffen und
Spielen des Balles wird in vorteilhafter Weise erleichtert.
In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Ball einen Kern
und eine elastische äussere Hülle aufweist, wobei der Kern schwerer als die Hülle ist
und die Hülle aussen geschlossenporig ausgebildet ist. Durch die weiche elastische
und leichte Hülle wird das Verletzungsrisiko durch den fliegenden Ball vorteilhaft
reduziert. Das höhere zentrische Kerngewicht ermöglicht trotzdem eine
angemessene Flugweite, die sich zum Bespielen auch kleinerer Grundstücksgrössen
eignet. Auch wird die Windanfälligkeit des Balles beim Flug reduziert. Durch das
höhere zentrische Gewicht kann der Ball nach dem Auftreffen besser ausrollen und
auch besser eingelocht werden. Die elastische Hülle verringert das Nachspringen
des Balls bei der Landung und der schwerere Kern macht die Flugbahn
unabhängiger von Seitenwind. Es werden so maximale Flugweiten von ca. 20 bis 25
Meter erreicht. Auch bei nasser Spielfläche oder infolge von Regen verändert der
Ball sein Gewicht unwesentlich, da die Hülle aussen geschlossenporig ist. Die
äussere Schaumstoffhülle kann sich nicht mit Wasser vollsaugen.
Die Spieleigenschaften des Balles werden vorteilhaft verbessert, wenn die äussere
Oberfläche des Balles verteilte Vertiefungen aufweist. Die Oberfläche ähnelt der
eines üblichen Golfballes. Sie ermöglicht auch Schläge mit Backspin oder Seitenspin.
In der Praxis haben sich Bälle besonders bewährt, die einen Durchmesser von 50 bis
70 mm und ein Gewicht von 12 bis 25 g aufweisen.
In weiterer Ausgestaltung ist vorgesehen, daß der Schläger für Rechtshänder und
Linkshänder einstellbar ist. Dadurch können sich mehrere Spieler einen Schläger
teilen, selbst wenn sie Rechts- und Linkshänder sind.
Die Anzahl notwendiger Schläger wird weiter dadurch reduziert, daß die Schlagfläche
einen Winkel zum Schaft aufweist, der einstellbar ist. Der Schläger kann somit
sowohl für den Abschlag als auch für das kurze Spiel zur Annäherung an das Ziel
verwendet werden. Das Set wird somit vorteilhaft geringere Investitionskosten
erfordern.
Demselben Ziel dient die Maßnahme, daß der Kopf zwei Schlagflächen aufweist.
Dabei wird die gegenüber dem Schaft angewinkelte Schlagfläche beispielsweise für
den Abschlag und für die Annäherung ans Ziel benutzt, und die zweite Schlagfläche,
die vorzugsweise keinen Winkel aufweist, zum Einlochen des Balles ins Ziel genutzt.
In der Praxis kann dies dadurch erreicht werden, daß der Kopf des Schlägers
gedreht, wobei die Rückseite dann zum Einlochen benutzt wird. Der Schaft wird
dabei dann so umgestellt, daß er zum Bespielen der Schlägerkopfrückseite geeignet
ist. Dies wird durch die vorbeschriebene Möglichkeit der Einstellung von Links- auf
Rechtshänder ermöglicht.
Besonders vorteilhaft ist, wenn die Bürste oder das Polster abnehmbar ausgebildet
ist. Diese Ausgestaltung wird insbesondere beim Einlochen benutzt, da beim
Einlochen die Gefahr der Verletzung der Grasnarbe geringer ist als beim
Abschlagen.
Alternativ kann auch vorgesehen werden, daß die Bürste oder das Polster mittels
einer Kappe abdeckbar ausgebildet ist.
Das Abspielen des Balles wird erleichtert, wenn das Set als Abschlaghilfe eine
Ballstütze, vorzugsweise eine als Bürste ausgebildete Ballstütze, aufweist. Der Ball
kann auf der Bürste besonders bequem für den Abschlag in Position gebracht
werden. Durch die elastisch ausweichenden Borsten der Bürste ist ein Unterspielen
des Balles und eine optimale Trefferlage, auch auf höherem Rasen, möglich.
Mit Vorteil ist vorgesehen, daß das Set ein Einspielziel aufweist, das als Lochscheibe
ausgebildet ist. Eine solche Lochscheibe vermeidet die Notwendigkeit, in die
Spielfläche als Ziel ein Loch einzubringen. Die Spielfläche, beispielsweise ein
kurzgemähter Rasen, kann somit geschont werden.
Das Betreten des Ziels, welches größer als beim Golf ausgebildet ist und gegenüber
dem Rasen erhöht ist, kann vermieden werden, wenn das Einspielziel einen
Ballrückführtunnel aufweist. Zu diesem Zweck weist der Boden des Loches, das als
Ziel dient, eine Neigung auf, die den Ball in den geneigten Ballrückführtunnel führt.
Der Ball wird dann aus dem Ziel seitlich herausgeführt und kann dort wieder
aufgenommen werden.
Für besonders ungeübte Spieler kann es von Vorteil sein, wenn der Schaft eine
tennisschlägerartige Schlagfläche aufweist. Kinder, die Schwierigkeiten beim
Abschlag haben, können dann mit der tennisschlägerartig ausgebildeten
Schlagfläche abschlagen und in etwa dieselben Abschlagweiten erzielen, wie ein
geübter Spieler mit dem Schlägerkopf. Dadurch, daß der Schaft tennisschlägerartig
ausgebildet ist, wird kein zusätzlicher Schläger benötigt, so daß der Schläger
vorteilhaft universell einsetzbar ist. Es ist aber auch mit Vorteil denkbar, den
Schlägeraufsatz austaschbar auszubilden. Es kann so mit Aufsätzen verschiedener
Länge und Größe für Kinder oder Erwachsene gespielt werden.
Als weitere alternative Abschlaghilfe kann vorgesehen werden, daß der Griff eine
gabelförmige mit elastischem Band verbundene Abschußhilfe für den Bali aufweist.
Ungeübte Spieler können mit einem derartig katapultförmigen Schläger dieselben
Abschlagweiten erreichen.
Eine weitere vorteilhafte Alternative für den Abschlag kann dadurch geboten werden,
wenn das Setz eine rohrartige Abschußvorrichtung aufweist.
Unterschiedliche Körpergrößen der Spieler können ausgeglichen werden, wenn die
Schaftlänge verstellbar ausgebildet ist. Mit demselben Schläger können also sowohl
Kinder wie auch Erwachsene spielen.
Die Erfindung wird anhand von Figuren einer Zeichnung beschrieben, die mehrere
Ausführungsbeispiele darstellt. Die Figuren der Zeichnungen, in denen
funktionsgleiche Teile mit gleichen Bezugsziffern bezeichnet sind, zeigen im
einzelnen:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch einen Teil des Schaftes mit daran befestigtem,
drehbaren Schlägerkopf,
Fig. 2 eine Seitenansicht des Schlägerkopfes gemäß Fig. 1,
Fig. 1a eine perspektivische Ansicht eines keilförmigen, drehbaren Schlägerkopfes,
Fig. 3 eine Ansicht eines Schlägerkopfes mit Schaft in einer alternativen
Ausführungsform,
Fig. 4 eine Seitenansicht des Schlägerkopfes gemäß Fig. 3,
Fig. 5 eine Ansicht einer weiteren alternativen Ausführungsform eines
Schlägerkopfes,
Fig. 6 eine Seitenansicht des Schlägerkopfes gemäß Fig. 5,
Fig. 6a eine perspektivische Ansicht eines gewinkelten, drehbaren Schlägerkopfes,
Fig. 7 einen Teilschnitt durch eine Ausführungsform des Balles,
Fig. 8 einen Vertikalschnitt durch eine bürstenförmige Ballstütze,
Fig. 9 eine Aufsicht auf die Ballstütze gemäß Fig. 8,
Fig. 10 einen Vertikalschnitt durch ein flaches Einspielziel,
Fig. 11 eine Aufsicht auf das Einspielziel gemäß Fig. 10,
Fig. 12 einen Vertikalschnitt durch alternative Ausführungsformen erhöhter
Einspielziele,
Fig. 13 einen Schaft mit tennisschlägerartig ausgebildeter Schlagfläche und
Aufsatzstück für Einspiel in einer Ansicht,
Fig. 14 eine Ansicht eines Schlägers mit einer als Katapult ausgebildeten
Ausgestaltung des Griffes,
Fig. 15 einen Schnitt durch eine rohrförmig ausgebildete Abschlaghilfe, und
Fig. 16 einen Axialschnitt durch den Griffbereich eines Schlägers mit verstellbarer
Schaftlänge.
Fig. 1 zeigt das untere Ende des Schaftes 1, an dem ein Schlagkopf 2 befestigt ist.
Bodenseitig ist am Schlagkopf 2 eine Bürste 3 befestigt, die vorzugsweise
abnehmbar ausgebildet ist, beispielsweise durch Einschieben in eine Nut mit
geeigneter Feststellvorrichtung.
Der Schlagkopf 2 wird von einem Stab 4 durchsetzt, an dessen äusserem Ende ein
Gewinde 5 vorgesehen ist, auf das eine Flügelmutter 6 aufgeschraubt ist. Der
Schlagkopf 2 ist zwischen der Flügelmutter und einer am Schaft vorgesehenen
Anlagefläche 7 eingespannt. Der Stab 4 ist fest mit dem Schaft 1 verbunden. Der
Winkel zwischen Stab 4 und Schaft 1 beträgt etwa 130°. In dieser Ansicht beträgt die
Breite des Schlagkopfes 2 etwa 9 bis 10 cm und seine Höhe beträgt zwischen 5 und
7 cm. Er kann aus verschiedenen Materialien gefertigt sein, wie Eisen, Kunststoff
oder Holz. Die Länge der Borsten der Bürste 3 wird vorzugsweise zu etwa 2 cm
gewählt.
Fig. 1a zeigt eine perspektivische Ansicht eines keilförmigen, drehbaren
Schlägerkopfes, bei dem am unteren Ende des Schaftes 1, ein Schlagkopf 2
befestigt ist. Die vordere Seite ist abgeschrägt, um einen besseren Abschlagwinkel
zu erzielen. Bodenseitig ist am Schlagkopf 2 eine Bürste 3 befestigt, die
vorzugsweise abnehmbar ausgebildet ist, beispielsweise durch Einschieben in eine
Nut mit geeigneter Feststellvorrichtung.
Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht des Schlagkopfes gemäß Fig. 1. In Fig. 2 ist
erkennbar, daß die zum Boden gerichtete Fläche 8 angeschrägt ist. Als Schlagfläche
zum Abschlag dient die Fläche 9. Die gegenüberliegende Fläche 10 dient als
Schlagfläche beim Einlochen. Die an der unteren Fläche 8 angeordnete Bürste 3
weist an ihrer vorderen zur Fläche 9 gerichteten Kante längere Borsten auf als an
ihrer gegenüberliegenden Kante. So entsteht in der Seitenansicht eine keilförmige
Bürste, die es erlaubt, die Schlagfläche 9 unter verschiedenen Winkeln zum Boden
bzw. zum Schaft auszurichten.
Zum Einstellen des Winkels kann Stab 4 einen Querschnitt aufweisen, der als
regelmässiges Vieleck ausgebildet ist. Die im Kopf 2 vorgesehene Öffnung bzw.
Aufnahme für den Stab 4 ist an dieses Profil angepasst. In entsprechenden
Winkelstellungen ist dadurch der Schlagkopf 2 in seiner Winkellage auf dem Stab 4
festgelegt. Eine andere Möglichkeit bietet sich beispielsweise durch entsprechend
vorgesehene Indexierungen an der Anlagefläche 7. Dadurch kann die
Abschlagfläche 9 in etwa für den Abschlag in eine Winkellage gebracht werden, die
zwischen 30 und 45° zur Bodenfläche liegt. Für das Einspielen in ein Loch kann der
Schlagkopf so gedreht werden, daß die Bürste vom Boden wegzeigt und die
Schlagfläche 10 etwa rechtwinklig zur Bodenfläche angeordnet ist.
Durch umgekehrtes Aufstecken des Schlagkopfes 2 auf den Stab 4 läßt sich der
Schläger für die Benutzung durch Linkshänder umrüsten.
In den Fig. 3 und 4 ist eine alternative Ausführungsform eines Schlägers
dargestellt. Der Schaft 1 weist an seinem schlägerkopfseitigen Ende einen
kreisförmigen Hintergriff 11 auf, der in einer entsprechend angepaßten Sackbohrung
12 des Kopfes 2 aufgenommen wird. In diese Sackbohrung mündet eine von oben
eingebrachte Tasche 13, in der der Schaft 1 aufgenommen ist. Zum Einführen des
Schaftes 1 in die Tasche 13 ist von der Rückseite ein Schlitz 14 vorgesehen, der in
der Tasche 13 mündet, so daß der Schaft 1 in senkrechter Stellung in die Tasche
eingeführt werden kann und dann zur Seite in der verschwenkten Position mittels der
Flügelmutter 6 festgelegt wird. Der Hintergriff 11 an Schaft 1 ist topfförmig
ausgebildet, so daß die Flügelmutter 6 innerhalb des Topfes versenkt angeordnet ist
und nicht über die hintere Fläche 10 übersteht. Durch Schwenken des. Schaftes 1
aus der Achslage 15 in die Achslage 16 kann der Schläger für das Spiel durch
Linkshänder umgerüstet werden. Dabei ist selbstverständlich erst der Schaft 1 durch
Lösen der Flügelmutter aus seiner arretierten Lage zu entriegeln und in der neuen
Lage wieder festzulegen. Hierzu werden geeignete Arretierungsmittel vorgesehen.
Beispielsweise könnte ein klappbares Blech, das die Rückseite 10 und die Oberseite
mit Tasche 13 überdeckt und die nur alternative Achslagen 15 bzw. 16 zuläßt,
vorgesehen werden.
Die Schlagfläche 9 ist in diesem Fall unter einem Winkel von ca. 45° zur spielbaren
Oberfläche angeordnet. Die andere Fläche 10 kann durch Aufsetzen einer Kappe
ebenfalls als Schlagfläche für das Einlochen genutzt werden. Diese Variante ist der
Übersichtlichkeit halber nicht zeichnerisch dargestellt.
Eine weitere alternative Ausführungsform eines Schlägers zeigen die Fig. 5 und
6. In Fig. 5 ist ein Grundschläger dargestellt. Am Schaft ist ein Hintergriff 11
ausgebildet, der in eine am Schlagkopf eingebrachte Tasche aufgenommen ist. Der
Schaft 1 ist mit dem Schlagkopf 2 mittels einer Flügelmutter verschraubt. Durch
Lösen der Flügelmutter kann Hintergriff 11 mit Schaft 1 aus der Tasche entnommen
werden und nach Drehung in beispielsweise spiegelbildlicher Lage wieder in die
Tasche eingeführt werden. Dadurch wird der Schlägerkopf für das Spiel eines
Linkshänders umgerüstet. Im Unterschied zu dem in Fig. 5 dargestellten Schläger,
wird in der in Fig. 6 gezeigten Ausführungsform der Schaft 1 direkt am Schlagkopf
mittels einer Flügelmutter 7 angeschraubt. Auf einen Hintergriff 11 ist hierbei
verzichtet worden.
Fig. 6a zeigt einen gewinkelten, drehbaren Schlägerkopf. Diese Ausgestaltungsform
ermöglicht die Einstellung eines beliebigen Winkels durch drehen des
Schlägerkopfes um die Vertikalachse.
In Fig. 7 ist der Aufbau des Balles als teilweiser Axialschnitt dargestellt. Der Ball
weist einen zentrisch gelegenen Kern 18 auf, dessen Gewicht größer ist als die
darum vorgesehene weiche Schaumstoffhülle 19. Die Schaumstoffhülle 19 ist aussen
geschlossenporig ausgebildet, so daß die Oberfläche 20 Wasser abweist. In die
Oberfläche 20 sind zusätzlich kleine Vertiefungen 21 eingeformt, die dem Ball das
Aussehen eines vergrösserten Golfballes geben. Der Durchmesser des Balles
beträgt zwischen 50 und 10 mm. Sein Gewicht sollte zwischen 12 und 25 g liegen.
Der Kern 18 kann beispielsweise aus einem Hartschaum bestehen, in dem zentrisch
ein kugelförmiges Gewicht 45 eingebettet ist. Mit einem solchen Ball lassen sich bei
Verwendung der erfindungsgemäßen Schläger Abspielgeräte und -hilfen Flugweiten
von ca. 25 m erzielen.
In den Fig. 8 und 9 ist schematisch eine Ballstütze als Abspielhilfe dargestellt, die
die Form einer Bürste hat. Auf einer konvexen Platte 22 sind Büschel 23 von Borsten
angeordnet, die zum Tragen des Balles dienen. Die Büschel sind vorzugsweise
kreisförmig angeordnet um einen zentrischen Büschel, das eine kürzere
Borstenlänge als die äusseren Büschel aufweist. Die äusseren Büschel haben eine
Borstenlänge von ca. 30 bis 70 mm, das zentrische Büschel etwa 20 bis 60 mm. Zur
Befestigung der Platte 22 trägt sie an ihrer Unterseite einen Erddorn 24. Die konvexe
Wölbung der Platte 22 hat eine Scheitelhöhe, die etwa bei einem cm liegt.
Als Einspielöffnung dient eine konvexe, bruch- und trittfeste Platte 25, die in den
Fig. 10 und 11 dargestellt ist. In ihrem Zentrum weist sie eine Vertiefung 26 auf,
in die der Ball einspielbar ist. Die Vertiefung 26 kann mit oder ohne Boden ausgeführt
werden. Es ist sinnvoll, im Boden einzelne Löcher 27 vorzusehen, damit
gegebenenfalls Regenwasser ablaufen kann. Vertiefung 26 ist kreisrund ausgeführt
und hat eine Tiefe von ca. 5 bis 7 cm bei einem Durchmesser von ca. 14 cm. Zur
Befestigung der Platte 25 dienen Erdnägel 28, die durch eine Befestigungsöffnung
29 in den Boden getrieben werden. Bei einem Durchmesser von ca. 40 cm kann die
Platte jedoch auch in vielen Fällen ohne Benutzung von Erdnägeln direkt auf dem
kurzgemähten Grün verwendet werden.
In Fig. 12 ist eine alternative Ausführungsform in verschiedenen Größen mit
Ballrückführtunnel als axialer Schnitt gezeigt. In der konvexen Platte 30 ist ein Tunnel
31 vorgesehen, der vom Boden der Vertiefung 26 mit Gefälle radial nach aussen
verläuft. Die Bodenfläche 32 ist so zur Mündung des Tunnels 31 geneigt, daß sie
einen eingespielten Ball durch den Tunnel nach aussen führt. Eine derartige
Einspielöffnung weist vorzugsweise einen Durchmesser von 20 bis 30 cm auf, wobei
der Fußpunkt der konvexen Platte einen Durchmesser von ca. 80 bis 180 cm
aufweist. Bei dieser Dimensionierung ist der Scheitel der Platte etwa in einer Höhe
von 20 bis 60 cm.
In Fig. 13 weist der Schaft 1 eine tennischlägerartig ausgebildete Schlagfläche 33
auf. Mit Hilfe dieser Schlagfläche können auch ungeübte Spieler leicht den Ball beim
Abschlag über die Distanz von etwa 20 m bringen. Das Einspielstück ist abnehmbar.
Verschiedene Längen und Größen ermöglichen einen unproblematischen
Spielerwechsel vom Kind zum Erwachsenen.
Eine weitere alternative Abschlaghilfe ist katapultartig ausgebildet und in Fig. 14
gezeigt. Am griffseitigen Ende des Schlägers 34 ist eine Gabel 35 angeordnet, an
deren freien Enden ein elastisches Band 36 befestigt ist. Die Gabel 35 kann in eine
zentrische Bohrung des Griffes 37 eingesteckt werden. Die von der Gabel 35
aufgespannte Fläche kann mit Vorteil auch geneigt zur Achse des Schaftes 1
vorzugsweise um 90° sein. In einem solchen Fall kann auf dem Schaft 1 eine
Markierung angebracht werden, die eine reproduzierbare Auszugspannung des
elastischen Bandes 36 ermöglicht. Dadurch lassen sich insbesondere bei Kindern
Abschußweiten von ca. 25 m erreichen.
Als weitere Abschlaghilfe dient der in Fig. 15 dargestellte rohrartige Ballwerfer. Das
Rohr 38 dient als Führung für den Ball. Ein Griff 40 dient zur beidhändigen Führung
des Rohres 41. Zum Betätigen der Abschlagvorrichtung wird der Ball durch die
zielseitige Lauföffnung des Rohres 41 eingesteckt. Eine im Rohr 41 befindliche
Spannfeder 38 wird mit Hilfe des Spanngriffes 39 zunächst gespannt und gehalten.
Zum Zielen weist die Abschlaghilfe ein Schulterstück 42 auf, das das Rohr in der
Schulter führt. Anschließend wird das Rohr 41 mittels der Griffe 39 und 40 zum Ziel
ausgerichtet. Durch Loslassen des Spanngriffs 39 wird die Feder entspannt, die den
Ball dann aus der zielseitigen Öffnung des Rohres 41 herausschleudert. Zusätzlich
kann am Rohr 41 eine Halterung 43 für den Schläger 34 vorgesehen werden.
In Fig. 16 ist das griffseitige Ende eines Schlägers als Axialschnitt schematisch
dargestellt. Der Griff 37 ist als den Schaft 1 umhüllende Hülse geformt. Zur
Befestigung trägt das Ende des Schaftes ein Aussengewinde, auf das ein in der
Hülse vorgesehenes Innengewinde aufgeschraubt ist. Zur Fixierung des
hülsenförmigen Griffes 37 in der gewünschten Lage ist auf dem Aussengewinde des
Schaftes zusätzlich eine Kontermutter 44 angeordnet, mit deren Hilfe Griff 37,
Kontermutter 44 und Schaft 1 miteinander verspannt werden können. Der
Verstellweg sollte so ausgebildet werden, daß er etwa 14 cm überstreicht. Bei einer
derartigen Verstellung kann derselbe Schläger sowohl von Erwachsenen als auch
von Kindern zum Spielen benutzt werden.
Auf diese Weise ist ein universelles Spielgerät geschaffen worden, daß vorteilhaft
wenig Schläger benötigt und mit dem wesentliche Elemente des Golfspieles eingeübt
werden können. Die Spielgeräte lassen sich auch auf kleineren Geländen verwenden
und schonen die Spielfläche. Durch die Verwendung von verschiedenen
Abschlaghilfen zum Anspielen des immer gleichen Balles wird eine
Chancengleichheit zwischen Kindern und Erwachsenen erreicht und die Spielfreude
gefördert.
1
Schaft
2
Schlagkopf
3
Bürste
4
Stab
5
Gewinde
6
Flügelmutter
7
Anlagefläche
8
Fläche
9
Fläche
10
Fläche
11
Hintergriff
12
Sackbohrung
13
Tasche
14
Schlitz
15
Achslage
16
Achslage
17
Schraube
18
Kern
19
Hülle
20
Oberfläche
21
Vertiefungen
22
Platte
23
Büschel
24
Erddorn
25
Platte
26
Vertiefung
27
Löcher
28
Erdnagel
29
Befestigungsöffnung
30
Platte
31
Tunnel
32
Bodenfläche
33
Schlagfläche
34
Schläger
35
Gabel
36
Band
37
Griff
38
Spannfeder
39
Spanngriff
40
Griff
41
Rohr
42
Schulterstück
43
Halterung
44
Kontermutter
45
Gewicht
46
Aufnahme
47
Ballführung
Claims (16)
1. Ballspielset bestehend aus einem Ball und einem Schläger mit einem Schaft,
an dessen einem Ende ein Griff und an dessem anderen Ende ein
Schlägerkopf befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlägerkopf (2)
mit einer Schlagfläche (9) ausgerüstet ist und an seiner griffabgewandten Seite
ein Polster, vorzugsweise ein als Bürste (3) oder als Schaumstoffkissen
ausgebildetes Polster aufweist.
2. Ballspielset nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ball einen
Kern und eine elastische äussere Schaumstoffhülle aufweist, wobei dar Kern
schwerer als die Hülle ist und die Hülle aussen geschlossenporig ausgebildet
ist.
3. Ballspielset nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die äussere Oberfläche (20) des Balls verteilte
Vertiefungen (21) aufweist.
4. Ballspielset nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ball einen Durchmesser von 50 bis 70 mm und ein
Gewicht von 12 bis 25 g aufweist.
5. Ballspielset nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schläger (34) für Rechtshänder und Linkshänder einstellbar ist.
6. Ballspielset nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schlagfläche (9) einen Winkel zum Schaft aufweist,
der einstellbar ausgebildet ist.
7. Ballspielset nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kopf zwei Schlagflächen (9, 10) aufweist.
8. Ballspielset nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Polster abnehmbar ausgebildet ist.
9. Ballspielset nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Polster mittels einer Kappe abdeckbar ausgebildet ist.
10. Ballspielset nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Set als Abschlaghilfe eine Ballstütze (22, 23),
vorzugsweise eine als Bürste ausgebildete Ballstütze aufweist.
11. Ballspielset nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Set ein Einspielziel aufweist, das als Lochscheibe (25)
ausgebildet ist.
12. Ballspielset nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Einspielziel einen Ballrückführtunnel (31) aufweist.
13. Ballspielset nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schaft eine tennisschlägerartige Schlagfläche (33)
aufweist.
14. Ballspielset nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Griff eine Gabel (35) mit elastischem Band (36)
verbundene Abschußhilfe für den Ball aufweist.
15. Ballspielset nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Set eine rohrförmige Abschußvorrichtung (38, 39,
40, 41) aufweist.
16. Ballspielset nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schaftlänge verstellbar ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19953680A DE19953680A1 (de) | 1999-11-09 | 1999-11-09 | Ballspielset |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19953680A DE19953680A1 (de) | 1999-11-09 | 1999-11-09 | Ballspielset |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19953680A1 true DE19953680A1 (de) | 2001-05-10 |
Family
ID=7928291
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19953680A Withdrawn DE19953680A1 (de) | 1999-11-09 | 1999-11-09 | Ballspielset |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19953680A1 (de) |
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