DE19952514C1 - Küchengeräteeinheit aus Edelstahl mit strukturierter Oberfläche und Verfahren zur Herstellung der strukturierten Oberfläche - Google Patents
Küchengeräteeinheit aus Edelstahl mit strukturierter Oberfläche und Verfahren zur Herstellung der strukturierten OberflächeInfo
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- E03C1/18—Sinks, whether or not connected to the waste-pipe
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Geräteeinheit aus Edelstahl für eine Haushaltsküche, insbesondere eine Spüle oder Kochmulde mit einer strukturierten Oberfläche sowie ein Verfahren zur Oberflächenbehandlung dieser Geräteeinheit. Um eine widerstandsfähigere Oberfläche zu erreichen, wird vorgeschlagen, die Oberfläche mittels Strahlen kaltzuverformen, wobei als Strahlmittel insbesondere Glasperlen vorgeschlagen werden. Eine derart gestrahlte Oberfläche ist kaltverformt und somit verschleißfester. Außerdem werden aufgrund eines derartigen Strahlens Schweißübergänge und Grate beseitigt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Geräteeinheit aus Edelstahl für eine Haushalts
küche, insbesondere eine Spüle oder Kochmulde, mit einer strukturierten
Oberfläche. Des weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Oberflä
chenbehandlung der Geräteeinheit.
Geräteeinheiten aus Edelstahl für Haushaltsküchen wie Spülen, Kochmul
den etc. sind allgemein bekannt.
Während eine Großzahl von derartigen Geräteeinheiten mit einer im we
sentlichen glatten Edelstahloberfläche in den Verkehr kommen, gibt es
insbesondere zum Beispiel bei Spülen einige Modelle, die mit einer struk
turierten Oberfläche versehen sind, beispielsweise einer Leinenstruktur o.
ä.
Aus der DE 42 02 517 A1 ist beispielsweise eine Einbauspüle bekannt, de
ren im Gebrauch stark beanspruchten Oberflächenbereiche von geraden
und parallel zueinander verlaufenden Riefen gebildet werden.
Sehr hochwertige Spülen werden demhingegen auf ihrer Oberfläche po
liert, um eine möglichst glänzende Oberseite zu erhalten.
Die bisher bekannten Geräteeinheiten aus Edelstahl haben dabei aber alle
den Nachteil, daß ihre Oberfläche insbesondere gegen Kratzer sehr emp
findlich ist. Derartige Kratzer können beispielsweise entstehen, wenn ein
Topf unachtsam auf einer Edelstahlfläche verschoben wird oder aber auch
bei Verwendung von ungeeigneten Putzmitteln, insbesondere Scheuerpul
vern oder Scheuerschwämmen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Geräteeinheit aus
Edelstahl für Haushaltsküchen anzugeben, bei denen eine derartige Kratz
empfindlichkeit nicht mehr gegeben ist, sowie ein Verfahren anzugeben,
mit dem die Geräteeinheiten aus Edelstahl kratzunempfindlich gemacht
werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Fläche der
Geräteeinheit durch Strahlen kaltverformt wird.
Der Vorteil der Erfindung liegt darin, daß bei dem Strahlen an den Stellen,
an denen einzelne Teilchen des Strahlmittels auf die Edelstahloberfläche
auftreffen, eine lokale Kaltverformung mit einhergehender Verfestigung
auftritt.
Durch die Vielzahl von Teilchen im Strahlmittel, die letztlich die gesamte
Oberfläche der Geräteeinheit aus Edelstahl gleichmäßig treffen, wird eine
insgesamt geschlossene kaltverformte Oberflächenschicht erreicht. Diese
kaltverformte Oberflächenschicht hat eine größere Härte und ist damit ge
gen Kratzer wie oben beschrieben unempfindlicher.
Aus der DE 197 44 435 C2 ist beispielsweise eine Vorrichtung zum Erhö
hen der Oberflächenfestigkeit von metallischen Komponenten bekannt, bei
der ein Treibmechanismus einen gemischten Strom aus Glasperlen und ei
ner Flüssigkeit in Richtung der metallischen Komponente treibt und auf
diese aufprallen läßt.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, daß die Vielzahl an
lokal kaltverformten Punkten optisch eine Oberflächenrauheit erzielt, auf
grund derer beispielsweise auch Schweißmarkierungen nicht mehr zu er
kennen sind. Derartige Schweißmarkierungen treten beispielsweise auf in
den Bereichen einer Geräteeinheit, in denen separat tiefgezogene Becken
in Ausschnitte von Beckenrahmen eingeschweißt werden. Diese Bereiche
müssen nicht mehr separat poliert werden, da mit dem Strahlen hier eine
einheitliche Oberfläche zu erzeugen ist. Dabei können mit dem Strahlen
auch im Übergangsbereich von Becken zu Rahmen entstehende Grate be
seitigt werden unter Hinterlassung einer gleichmäßigen Oberflächenstruk
tur.
Gerade bei Spülen mit Becken ergibt sich auch der Vorteil, daß sowohl der
Rahmen, gegebenenfalls mit einem in ihm befindlichen Tropfteil, als auch
das Becken in seiner Gesamtheit aus Wänden und Boden mit einer ein
heitlichen Oberflächenstruktur versehen werden kann. Bei den bisher be
kannten Oberflächenstrukturen (Leinenstruktur etc.) war diese Oberflä
chenstruktur im Beckenbereich bisher nicht möglich.
Als besonders geeignet hat sich die Verwendung von Glasperlen als
Strahlmittel erwiesen. Diese sind grundsätzlich kugelförmig und haben
aufgrund Ihrer spezifischen Dichte beim Auftreffen auf die Oberfläche ge
nau die Menge an kinetischer Energie, die für die punktuelle Kaltverfor
mung der Oberfläche benötigt wird. Außerdem erreicht man durch die sich
abbildenden Kugelkalotten ein gleichmäßiges Oberflächenbild.
Es wurde im Stand der Technik zwar bereits erwähnt, daß Spülen gegebe
nenfalls sand- oder stahlgestrahlt werden können. Dies wurde aber nur zur
Reinigung und Enfettung der Oberflächen vorgeschlagen. Eine Kaltverfor
mung der Oberflächen sollte dadurch nicht geschaffen werden.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nach
folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels. Dabei zeigt
Fig. 1 eine Teilansicht einer Spüle im Schnitt während der Oberflä
chenbehandlung mit Strahlen.
In Fig. 1 erkennt man die Teilansicht einer Spüle im Schnitt. Diese Spüle
weist einen Rahmen 1 auf, mit einer um die Spüle umlaufende Auflage
kante 2, an die sich nach innen ein Schwallrand 3 anschließt.
Dieser Schwallrand 3 geht zum Spüleninneren zu tiefer liegenden Berei
chen über, wobei dort ein separates tiefgezogenes Becken 4 einge
schweißt ist. Man erkennt in der Fig. 1 die sich hieraus ergebende um
laufende Schweißnaht 5 am innenliegenden Blechrand 6 des Rahmens.
Im Bereich des Schwallrandes 3 ist an die Unterseite des Spülenblechs
über Schweißpunkte 7 eine Halteleiste 8 angebracht, an der wiederum ein
Klemmelement angreifen kann, mit dem die dargestellte Spüle in einem
Ausschnitt einer nicht dargestellten Arbeitsplatte befestigt werden kann,
wobei dann die Auflagekante 2 auf der Oberseite dieser Arbeitsplatte auf
liegt.
In der Fig. 1 ist jetzt dargestellt, wie die Oberfläche der dargestellten
Spüle gestrahlt wird, indem mit einer Strahlpistole 9 Strahlmittel auf die
Oberfläche der Spüle gestrahlt wird. Das Strahlen erfolgt mittels Druckluft,
die einen Druck von etwa 2,5 bar hat. Die Strahlpistole, die mit einem Ab
stand von ca. 80 cm zur Edelstahloberfläche geführt wird, hat dabei einen
Austrittsdurchmesser von ca. 8 mm.
Bei dem Strahlmittel handelt es sich um kleine Glasperlen 10, die eine im
wesentlichen kugelartige Form haben bei Durchmessern von ca. 0,1 bis 0,3
mm. Beim Auftreffen auf das Edelstahlmaterial der Spüle prägen diese
Glasperlen in dessen Oberfläche kleine Kugelkalotten 11 ein. Durch diese
Kugelkalotten wird die Oberfläche der Spüle kaltverformt und dabei ver
dichtet und lokal gehärtet.
Aufgrund der Vielzahl der Kugelkalotten ergibt sich eine gleichmäßig
strukturierte Oberfläche, wobei auch Schweißmarkierungen beispielsweise
aufgrund der Schweißnaht 5 nicht mehr zu erkennen sind.
Außerdem hat das Strahlmittel den Vorteil, daß beispielsweise scharfe
Kanten am Blechrand 6 nivelliert werden können, wobei hier auch zu er
wähnen ist, daß mit der Strahlpistole 9 die Glasperlen 10 auch auf die
Wandfläche 12 bzw. die (nicht dargestellte) Bodenfläche des Beckens 4
gestrahlt werden können, so daß auch diese Flächen die gleichmäßig
strukturierte Oberfläche haben.
Diese gleichmäßig strukturierte Oberfläche hat dabei nicht nur einen opti
schen Effekt sondern bewirkt auch, daß sämtliche gestrahlten Oberflä
chenbereiche unempfindlicher sind gegen Kratzer etc.
Claims (8)
1. Geräteeinheit aus Edelstahl für eine Haushaltsküche, insbesondere eine
Spüle oder Kochmulde, mit einer strukturierten Oberfläche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberfläche durch Strahlen kaltverformt ist.
2. Geräteeinheit gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kaltverformung jeweils punktweise ist.
3. Geräteeinheit gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Strahlen mittels Glasperlen erfolgt.
4. Geräteeinheit gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einer Spüle auch eingeformte Becken an Wänden und Boden ge
strahlt sind.
5. Verfahren zur Oberflächenbehandlung einer Geräteeinheit aus Edelstahl
für eine Haushaltsküche, insbesondere eine Spüle oder Kochmulde, mit ei
ner strukturierten Oberfläche,
dadurch gekennzeichnet,
daß es umfaßt, die Oberfläche mittels Strahlen kaltzuverformen.
6. Verfahren gemäß Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kaltverformung jeweils punktweise erfolgt.
7. Verfahren gemäß Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Strahlen mittels Glasperlen erfolgt.
8. Verfahren gemäß Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einer Spüle auch eingeformte Becken an Wänden und Boden ge
strahlt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999152514 DE19952514C1 (de) | 1999-10-30 | 1999-10-30 | Küchengeräteeinheit aus Edelstahl mit strukturierter Oberfläche und Verfahren zur Herstellung der strukturierten Oberfläche |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999152514 DE19952514C1 (de) | 1999-10-30 | 1999-10-30 | Küchengeräteeinheit aus Edelstahl mit strukturierter Oberfläche und Verfahren zur Herstellung der strukturierten Oberfläche |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19952514C1 true DE19952514C1 (de) | 2001-05-03 |
Family
ID=7927543
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999152514 Expired - Fee Related DE19952514C1 (de) | 1999-10-30 | 1999-10-30 | Küchengeräteeinheit aus Edelstahl mit strukturierter Oberfläche und Verfahren zur Herstellung der strukturierten Oberfläche |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19952514C1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2015028406A1 (de) * | 2013-09-02 | 2015-03-05 | Blanco Gmbh + Co Kg | Verfahren zum härten eines blechmaterials und gehärtetes metallblechmaterial |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE4202517A1 (de) * | 1992-01-30 | 1993-08-05 | Blanco Gmbh & Co Kg | Einbauspuele |
| DE19744435C2 (de) * | 1996-10-11 | 1999-10-28 | Honda Motor Co Ltd | Vorrichtung zum Erhöhen der Oberflächenfestigkeit von metallischen Komponenten |
-
1999
- 1999-10-30 DE DE1999152514 patent/DE19952514C1/de not_active Expired - Fee Related
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| US10000822B2 (en) | 2013-09-02 | 2018-06-19 | Blanco Gmbh + Co Kg | Method for hardening sheet metal material |
| US10837070B2 (en) | 2013-09-02 | 2020-11-17 | Blanco Gmbh + Co Kg | Method for hardening sheet metal material and hardened metal sheet material |
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