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DE19950824A1 - Vitamine, Mineralstoffe und/oder Spurenelemente enthaltendes Nahrungsmittel - Google Patents

Vitamine, Mineralstoffe und/oder Spurenelemente enthaltendes Nahrungsmittel

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Publication number
DE19950824A1
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DE
Germany
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trace elements
minerals
vitamins
matrix
food
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Withdrawn
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DE19950824A
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English (en)
Inventor
Klaus Schuemann
Noel W Solomons
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Original Assignee
Individual
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Publication date
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    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
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    • A23J3/00Working-up of proteins for foodstuffs
    • A23J3/22Working-up of proteins for foodstuffs by texturising
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L33/00Modifying nutritive qualities of foods; Dietetic products; Preparation or treatment thereof
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
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    • A23V2002/00Food compositions, function of food ingredients or processes for food or foodstuffs

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Abstract

Beschrieben wird ein Vitamine, Mineralstoffe und/oder Spurenelemente enthaltendes Nahrungsmittel, bei dem die vorstehend genannten Mikronährstoffe getrennt in zumindest jeweils eine Matrix eingebracht sind, die aus texturierten Proteinen besteht. Mit dem erfindungsgemäßen Nahrungsmittel ist es möglich, ein an die jeweiligen Bedürfnisse angepaßte Versorgung mit den Mikronährstoffen bereitzustellen, um dadurch mikronährstoffabhängige Mangelerkrankungen zu verringern.

Description

I. Anwendungsgebiet
Die Erfindung betrifft ein Vitamine, Mineralstoffe und/oder Spurenelemente enthal­ tendes Nahrungsmittel sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung.
II. Technischer Hintergrund
Die Ernährungsprobleme der Weltbevölkerung sind bis heute ohne abschließende Lösung geblieben. Seit den 90er Jahren ist es zu einer Verschiebung der Prioritäten bei der gesunden Ernährung zum sogenannten "versteckten Hunger", d. h. zu Mangelerscheinungen hinsichtlich von Mikronährstoffen gekommen. Diese Mangel­ erscheinungen haben sich insbesondere in Entwicklungsländern und hier am stärk­ sten im Wachstum, d. h. bei Kindern, manifestiert. Zwar sind in den Entwicklungs­ ländern aufgrund diverser Entwicklungshilfe-Programme verschiedene frühkindliche Ernährungsmängel verringert worden, jedoch ist die Mangelernährung immer noch offensichtlich.
Aber nicht nur in Entwicklungsländern, sondern auch in den industrialisierten Län­ dern sind Mangelerscheinungen von Eisen, Zink, Iod und Vitamin A ein Problem, das alle Sozialschichten betrifft.
Aus der DE-A-195 46 654 ist ein Verfahren zu Herstellung eines mit Vitaminen, Mineralstoffen und/oder Spurenelementen angereichten aufgepoppten Getreide­ produktes bekannt, bei dem vor oder während des Aufpoppens der rohen Getreide­ körner eine vorher bestimmte Menge der vorstehenden Vitamine, Mineralstoffe und/ oder Spurenelemente in einer geeigneten Trägersubstanz gelöst oder dispergiert in einen Behälter eingebracht wird, in dem sich bereits die rohen Getreidekörner befin­ den. Nach einer physikalischen Behandlung wird ein verzehrfertiges, an Mikro­ nährstoffen angereichtes Popcornprodukt erhalten.
Trotzdem somit bereits eine Lösung angeboten wird, das bestehende Nährstoff­ problem zu verringern, ist der Genuß von Popcorn nicht in allen Kulturkreisen verbreitet.
Darüber hinaus bleibt das Problem der Interaktionen zwischen den in einem sol­ chen Produkt enthaltenen Mineralstoffen, Vitaminen und/oder Spurenelementen ungelöst, die sich durch wechselseitige Förderung der Oxidation bereits vor dem Verzehr gegenseitig inaktivieren können. Das führt zu einer Verringerung der ent­ sprechenden Inhaltsstoffe und zur Bildung produktschädlicher Inhaltsstoffe.
III. Darstellung der Erfindung a) Technische Aufgabe
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Nahrungsmittel bereitzustellen, das einfach hergestellt werden kann und bei dem die in dem Nahrungsmittel enthaltenen Vita­ mine, Mineralstoffe und/oder Spurenelemente ohne wechselseitigen Einfluß über einen längeren Zeitraum gelagert werden können.
b) Lösung der Aufgabe
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale der Ansprüche 1 sowie 5 gelöst. Bevorzugte Ausführungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Gemäß der Erfindung werden die Vitamine, Mineralstoffe und/oder Spurenelemente getrennt in zumindest jeweils eine Matrix eingebracht. Dieses getrennte Einbringen der Vitamine, Mineralstoffe und/oder Spurenelemente in jeweils eine separate Matrix gleicher oder verschiedener Art hat den Vorteil, daß die einzelnen Mikronähr­ stoffe in der Nahrungsmatrix nicht interagieren und sich somit auch nicht gegen­ seitig (zer)stören können.
Aufgrund der modulären getrennten Einarbeitung der einzelnen Vitamine, Mineral­ stoffe und Spurenelemente kommen dann die verschiedenen Mikronährstoffe erst im Magen miteinander in unmittelbare Berührung, so daß Interaktionen der vor­ stehenden Art, die sowohl die Haltbarkeit als auch die Wirkungsweise beeinflussen können, vermieden werden.
Ein zweiter Vorteil des erfindungsgemäßen Nahrungsmittels ist dabei, daß man die Auswahl und die Konzentration der defizitären Mikronährstoffe sowie die Ge­ schmacksrichtung den lokalen geographischen Bedürfnissen anpassen kann, wobei dennoch die Matrix in großtechnischen Mengen kostengünstig herstellbar ist.
Dritter wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Nahrungsmittel ist, daß die Zu­ fuhr defizitärer Spurenelemente bei Angebot mit einer nicht täglichen, sondern in Abständen von mehreren Tagen als Naschwerk oder Delikatesse zugeführte Form erfolgen kann. Das entspricht den neueren Vorstellungen zur Regulation der Kinetik für viele Mikronährstoffe, daß nämlich bei täglicher Gabe höhere Mengen gegeben werden müssen, um dieselbe Wirkung zu erzielen als bei einer Gabe z. B. zweimal wöchentlich, da Resorption und Verteilung häufig durch relativ kurz zuvor gegebene Mengen blockiert werden. [Vgl. Schultink, W., Gross R., Gliwitzki M., Karyadi D., Matulessi P. (1995) "Effect of daily vs twice weekly iron supplementation in Indonesian preschool children with low iron status", Am. J. Clin. Nutr. 61: 111-115]
Gemäß der Erfindung hat sich gezeigt, daß die Matrix aus texturierten Proteinen pflanzlichen, tierischen und/oder gentechnischen Ursprungs besteht. Die Herstel­ lung texturierter Proteine ist u. a. von L. P. Hanson in Vegetable Protein Pro­ cessing, Noyes Data, Corporation, 1974, Seiten 248-263, beschrieben. Aufgrund dieser texturierten Struktur ist es auch einfach, Mikronährstoffe jeglicher Art vor, während oder nach der Texturierung in gelöster, fester oder jedwelcher sonstiger Form einzubringen. Insbesondere ist es dabei möglich, die den jeweiligen Bedürf­ nissen anzupassenden defizitären Stoffe gezielt und in entsprechenden Konzentra­ tionen der Bedarfsperson bzw. dem Bedarfskollektiv zur Verfügung zu stellen.
Als für die Erfindung besonders geeignete Grundstoffe zur Verwendung als Matrix haben sich Proteine aus Soja, Ölsaaten und/oder Lupinen gezeigt, da diese welt­ weit im wesentlichen überall zur Verfügung stehen. Cerealien jeglicher Art sind selbstverständlich auch geeignet. Somit werden den Bedarfspersonen in Abhän­ gigkeit von ihrem Bedarf die später näher spezifizierten Vitamine, Mineralstoffe und/oder Spurenelemente in ausreichendem Maße und in Unabhängigkeit zu den als Matrix eingesetzten Grundstoffen zur Verfügung gestellt, wobei für Asien als ein Ausgangsprodukt auch Reis ein wesentlicher Grundstoff ist. Alle aufbauend auf den vorstehenden Proteinen und/oder Ausgangsmaterialien hergestellten Matrizes haben den Vorteil, daß sie vergleichsweise billig, leicht zu bearbeiten und gut zu lagern sind, womit auch hohe Kosten bezüglich einer Kühllagerung dieser Matrizes vermieden werden können.
Als für die Erfindung geeignete und in Abhängigkeit von den jeweiligen Bedürf­ nissen angepaßte Vitamine, Mineralstoffe und/oder Spurenelemente sind Vitamine wie Niacin, Pantothensäure, Folsäure, Biotin, Vitamin A, B1, B2, B6, B12, C, E und/oder D, Mineralstoffe und Spurenelemente wie Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen, Zink, Jod, Kupfer, Mangan und/oder Chrom in Form von Car­ bonaten, Hydrogencarbonaten, Phosphaten, Hydrogenphosphaten, Chloriden, Sul­ faten, Gluconaten und/oder eines Fettsäuresalzes und/oder Selen als Selenit oder Aminosäureselenverbindungen oder in Form gut bioverfügbarer, organischer Ver­ bindungen (z. B. Hämeisen aus Schlachtblut) einsetzbar.
Die vorstehende Aufzählung dient nur zu Illustrationszwecken und ist nicht limitie­ rend für die Art der eingesetzten Vitamine, Mineralstoffe und/oder Spurenelemente aufzufassen.
Die Mikronährstoffe und die Konzentrationsbereiche, wie sie für die moduläre Mikronährstoffzufuhr eingesetzt werden sollen, sind abhängig von den jeweiligen Bedürfnissen in den jeweiligen Ländern, insbesondere von den Mangelnährstoffen, -vitaminen und/oder -spurenelementen. Der übliche Bereich sollte dabei das 0,5- bis 2-fache der DGE-Empfehlungen (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) betragen, insbesondere bei Vitamin A zwischen 0,5 bis 2 mg Retinol-Äquivalent/d (1 RÄ = 3000 lE β-Carosten), Folsäure im Bereich vom 75 bis 300 µmg/d, Vitamin E in von 6 bis 24 mg Tocopherol-Äquivalent/d, Vitamin D in von 1,5 bis 10 µg /d, Vitamin B1 in von 0,7 bis 3 µg/d, Vitamin B6 in von 1,0 bis 3,6 µg/d, Vitamin B12 in von 1,5 bis 6 µg/d, Eisen in von 5 bis 20 mg/d, Zink in von 7 bis 30 mg/d und Jod in von 50 bis 400 µg/d. Diese Empfehlungen sind ausschließlich beispielhafter Natur und sollen nur die erfindungsgemäße Einsetzbarkeit des erfindungsgemäßen Nah­ rungsmittels in Abhängigkeit von den Bedürfnissen zeigen.
In Abhängigkeit vom gewünschten Effekt und den einzusetzenden Mengen können selbstverständlich auch höhere oder niedrigere Konzentrationen eingesetzt werden, wobei dies ggfs. einer Vorabuntersuchung der betroffenen Personengruppe bedarf.
In seiner Anwendung wird das erfindungsgemäße Nahrungsmittel dem betroffenen Personenkreis entsprechend seinen Grundstoffen (Ölsaaten wie z. B. Soja, Lupinen, Raps, Lein, Sonnenblumen, Reis, Mais oder andere Getreideprodukte, Erdnüsse, oder z. B. Seetang oder Gräser (leafprotein concentrate = LPC) oder preiswerte Proteine gentechnischen oder tierischen Ursprungs) angeboten und zwar ein- bis dreimal wöchentlich. Damit kann der defizitäre Mikronährstoffbedarf individuell ausgeglichen werden. Weltweit verbreitete Mangelerkrankungen, wie z. B. die Eisenmangelanämie, der Iodmangel, der zu Kropfbildung oder bei intra­ uterinem oder frühkindlichem Auftreten zu Demenz führen kann, die Nachtblindheit oder Keratomalazie bei Vitamin A Mangel oder die Rachitis nach Vitamin D Mangel, können so auf einfache Weise verringert oder bei optimalem Einsatz der Erfindung fast völlig vermieden werden.
Um das erfindungsgemäße Nahrungsmittel herzustellen, hat sich gezeigt, daß pri­ mär die texturierte Protein-Matrix in an sich bekannter Weise hergestellt, der defizi­ täre Mikronährstoff anschließend in Abhängigkeit von den Bedürfnissen in fester, flüssiger oder dispergierter Form zugesetzt und das erhaltene Nahrungsmittel in modulärer Form gemischt und direkt verbraucht oder gelagert werden kann. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine optimale Flexibilität mit leichter Verar­ beitung und gut eingeführten Produktionstechniken sowie modernen Erkenntnissen der Spurenelementkinetik im Organismus verbunden. Die Herstellung des erfin­ dungsgemäßen Nahrungsmittels ist relativ unabhängig von Zeit und/oder Tempe­ ratur und an sich bekannt.
Die Proteine aus Ölsaaten, Getreide, Nüssen oder anderen Quellen können durch Extrusion unter Hitze texturiert werden. Dieser Vorgang kann je nach Art des ein­ gesetzten Rohstoffs und des Extruders z. B. bei Temperaturen zwischen 127°C und 193°C, einer mechanischen Energie von 0,135 bis 0,181 kWh/kg und Drücken zwischen 400 und 1500 psig prinzipiell in an sich bekannter Weise durchgeführt werden (vgl. Kearns JP, Rokey GJ, Huber GR, "Extrusion of texturized protein. In: Vegetable Protein Utilization in Human Foods and Animal Foodstuffs, TH Applewhite, ed., Americal Oil Chemists' Society, Champaign, Illinois, 1988, pp. 353-362). Jedes andere bekannte Texturierungsverfahren ist ebenfalls für diesen Schritt geeignet. Als Resultat entsteht ein Proteinquark, wobei Vitamine und/oder Spuren­ elemente und/oder Mineralstoffe den Nahrungsmitteln vor oder nach der Extrusion gelöst oder als Suspension zugesetzt werden können.
In Abhängigkeit von dem gewünschten Effekt können zusätzlich zu den Mikro­ nährstoffen in Form von Vitaminen, Spurenelementen und/oder Mineralstoffen noch weitere Additive, die zum einen die Farbe des Produktes wunschgemäß verändern, und Geschmacksstoffe, um sie den jeweiligen Bedürfnissen wie sauer, salzig oder süß sowie den angesprochenen Verkehrskreisen wie Kindern oder Erwachsenen anzupassen, zugesetzt werden. Gängige die Farbe beeinflussende Zusatzstoffe sind gelb, rot, grün oder blau. Den Geschmack verändernde bittere, scharfe, usw. Zusätze sind als "Snacks" oder kompottartig gemischte süße Nahrungsmittel in regional unterschiedlicher Art in fast allen Ländern bekannt und beliebt. Somit kann das erfindungsgemäße Nahrungsmittel z. B. in Mittelamerika den auch in armen Bevölkerungsschichten verbreiteten Snack "Cevice" imitieren, ein aus verschie­ denen Fischen und Meeresfrüchten zusammengestelltes, mit Essig übergossenes, salziges Kompott, das von fliegenden Händlern im Straßenverkauf angeboten wird.
Die unterschiedlichen Farben der Komponenten - rot für Krabben, weiß für Fisch, schwarz für bestimmte Molusken - eignen sich ideal für den Zusatz der am stärksten defizitäten Mikronährstoffe [Zusatz von Hämeisen (schwarz), β-Carosten (rot) oder Iodsalzen (farblos)]. Zum anderen sind kompottartige Nahrungszuberei­ tungen aus verschiedenen Früchten oder Mehlspeisen (Kaiserschmarm) durch Zu­ satz von Geschmacksstoffen imitierbar, ebenso fortifiziertes Weingummi mit ver­ schiedenen Farb- und Geschmackszusätzen, oder die in asiatischen Ländern ver­ breiteten, häufig stark gewürzte Cocktailsnacks. Solange der erfindungsgemäße moduläre Aufbau des Nahrungsmittels und der Zusatz von unterschiedlichen Mikro­ nährstoffen zu unterschiedlichen Modulen erfolgt, kann prinzipiell jedes Nahrungs­ mittel imitiert werden. Geschmack sowie Art und Ausmaß der Fortifikation können dem lokalen Geschmack und dem Mikronährstoffbedarf angepaßt werden, während die Matrix großtechnisch und entsprechend preisgünstig produziert werden kann.

Claims (5)

1. Vitamine, Mineralstoffe und/oder Spurenelemente enthaltendes Nahrungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß die Vitamine, Mineralstoffe und/oder Spurenelemente getrennt in zumindest jeweils eine Matrix eingebracht sind.
2. Nahrungsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Matrix aus texturierten Proteinen pflanzlichen, tierischen oder gentechnischen Ursprungs besteht.
3. Nahrungsmittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Matrix aus Ölsaaten wie Soja, Lupinen, Raps, Lein oder Sonnenblumen, Getreide wie Reis, Mais oder Weizen, aus Bohnen oder anderen preisgünstigen pflanzlichen, tierischen oder gentechnisch hergestellten Proteinen besteht.
4. Nahrungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vitamine, Mineralstoffe und/oder Spurenelemente in Mengen des 0,5- bis 2- fachen oder mehr der DGE-Empfehlung eingesetzt sind.
5. Verfahren zur Herstellung eines Nahrungsmittels nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
  • a) die Matrix auf an sich bekannte Weise vorbereitet,
  • b) die Vitamine, Mineralstoffe und/oder Spurenelemente in festem Zustand, in Lösung oder als Dispersion vor oder nach der Texturierung in die einzelnen Matrixmodule eingebracht und
  • c) nach Bearbeitung wie mechanische Zerkleinerung oder Formgebung, Färbung, Zusatz von Geschmacks- oder Konservierungsstoffen bei Raumtemperatur verar­ beitet werden.
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