DE19949807A1 - Bremsanordnung für ein Kraftrad - Google Patents
Bremsanordnung für ein KraftradInfo
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Abstract
Eine Bremsanordnung für ein Kraftrad, versehen mit einer vorderen Bremse (11) und einer hinteren Bremse (12) für ein Vorderrad bzw. ein Hinterrad, umfasst ein erstes Bremsbetätigungsmittel (5, 15) und ein zweites Bremsbetätigungsmittel (7, 17) sowie ein elektronisch gesteuertes Bremssystem, mit einem ersten Betätigungsbetrag-Übertragungssystem (16), das sich von dem ersten Bremsbetätigungsmittel (5, 15) erstreckt, das mit entweder der vorderen Bremse (11) oder der zweiten Bremse (12) verbunden ist, zur Betätigung derjenigen der vorderen Bremse (11) und der hinteren Bremse (12), die nicht mit dem ersten Betätigungsbetrag-Übertragungssystem (16) verbunden ist, unter Verwendung eines Aktuators, als Ergebnis der Eingabe von Erfassungswerten von einem ersten Betätigungsbetrag-Erfassungsmittel (23) zum Erfassen des Betätigungsbetrags des ersten Bremsbetätigungsmittels (5, 15) und von einem zweiten Betätigungsbetrag-Erfassungsmittel (24) zum Erfassen des Betätigungsbetrags des zweiten Bremsbetätigungsmittels (7, 17), wobei es diese einer Berechnung unterzieht und, auf der Basis des Berechnungsergebnisses, an den Aktuator (20) Steuersignale ausgibt. DOLLAR A Bei dieser Bremsanordnung ist die Anzahl der Komponenten und der Montageschritte reduziert, und man erhält ein einfaches Steuer/Regelsystem ohne Wechselwirkung zwischen separaten Hydrauliksystemen.
Description
Die Erfindung betrifft eine Bremsanordnung für ein Kraftrad, dessen Vorder
radbremse und Hinterradbremse hydraulisch betätigt sind, zur relativen
Steuerung/Regelung der zwei Bremsen.
Eine Kraftradbremse wird durch einen an der Lenkstange vorgesehenen
Bremsgriffhebel und ein an einer Fußraste vorgesehenes Bremspedal be
tätigt, und die Bremskraft wird auf die Vorderradbremse und die Hinterrad
bremse entsprechend der Betätigung der jeweiligen Betätigungsmittel ver
teilt.
In der japanischen Patentoffenlegungsschrift Nr. Hei. 7-196068 ist bei
spielsweise ein Bremssystem mit einer teilweise elektronischen Steue
rung/Regelung offenbart. Dieses Bremssystem ist in Fig. 3 gezeigt.
Eine Vorderradbremse 02 und eine Hinterradbremse 05 sind als hydrauli
sche Bremsen ausgeführt. Ein Griff-Hauptzylinder 07 ist an einem Brems
griff 06 der Betätigungsmittel vorgesehen, während ein Pedal-Hauptzylinder
012 an einem Bremspedal 011 vorgesehen ist.
Ein Griffhebel-Hydrauliksystem 08, das von dem Griff-Hauptzylinder 07
kommt, ist mit der Vorderradbremse 02 verbunden. Ein Pedal-Hydraulik
system 013, das von dem Pedal-Hauptzylinder 012 kommt, ist mit einer
Öffnung der Dreiöffnungs- oder Dreikolben-Hinterradbremse 05 verbunden.
Ein von dem Pedal-Hydrauliksystem 013 abzweigender Hydraulikkreis 014
ist mit einem sekundären Hauptzylinder 010 verbunden. Der Ausgang des
sekundären Hauptzylinders 010 ist mit den anderen zwei Öffnungen der
Hinterradbremse 05 durch ein Steuerventil 016 verbunden.
An dem Bremsgriff 06 ist ein Bremsschalter 04 vorgesehen, der durch Ver
schwenken dieses Bremsgriffs 06 geöffnet und geschlossen wird. Ein
Drucksensor 041 zum Erfassen von Hydraulikdruck ist in dem Griff-Hydrau
liksystem 08 vorgesehen. Eine Steuereinheit 031 bestimmt einen an dem
sekundären Hauptzylinder 010 zu erzeugenden Hydraulikdruck auf der Basis
der jeweiligen Erfassungssignale von dem Bremsschalter 040 und dem
Drucksensor 041 und betätigt über ein Relais 032 einen Aktuator 033, so
dass der sekundäre Hauptzylinder 010 den bestimmungsgemäßen Hydrau
likdruck erzeugt. Diese Vorrichtung bildet ein elektronisch gesteuertes
Bremssystem.
Wenn das Bremspedal 011 unabhängig betätigt wird, wird, ohne Zuordnung
zum Vorderrad, nur die Hinterradbremse 05 betätigt.
Wenn der Bremsgriff 06 unabhängig betätigt wird oder gleichzeitig mit dem
Bremspedal 011, wird die Vorderradbremse 02 durch Hydraulikdruck des
Griff-Hauptzylinders 07 betätigt, und der Aktuator 033 wird auf der Basis
des Hydraulikdrucks des Griff-Hydrauliksystems 08 betätigt, um in dem
sekundären Hauptzylinder 010 den erforderlichen Hydraulikdruck zu erzeu
gen, so dass die Hinterradbremse durch das Steuerventil 016 betätigt wird.
In der Hinterradbremse 05 ist eine Hydraulikdruck-Zufuhrstruktur für zwei
Hydrauliksysteme vorgesehen, nämlich für Hydraulikdruck des Pedal-Hy
drauliksystems 013 und für Hydraulikdruck des elektronisch gesteuerten,
sekundären Hauptzylinders 010 durch das Steuerventil 016. Daher müssen
für die zwei Systeme in der hinteren Bremse separate Rohranordnungen
vorgesehen sein. Ferner ist das Pedal-Hydrauliksystem 013 in zwei Ab
schnitte verzweigt, mit Rohren, die zur Hinterradbremse 05 und zum se
kundären Hauptzylinder 010 führen, und das Steuerventil 016 befindet sich
zwischen dem sekundären Hauptzylinder 010 und der Hinterradbremse 05.
Dies bedeutet insgesamt, dass die Struktur viele Komponenten hat und
kompliziert ist, und die Montage der Rohre und auch die Wartung erschwert
ist.
Auch unterliegt die Verlegung der Rohre Beschränkungen, was die kon
struktive Freiheit beschränkt.
Die Hinterradbremse, die den Hydraulikdruck von zwei Systemen erhält,
erfordert Kolben für die jeweiligen Drucksysteme in dem Bremssattel. Um
ferner einen Teilkontakt eines Bremsbelags (Festklemmen) zu verhindern,
wenn die jeweiligen Drucksysteme unabhängig betätigt werden, sind Kolben
an drei Stellen vorgesehen, und die zur Trennung der Systeme erforderliche
Bremssattelstruktur wird kompliziert.
Da zwei unabhängige Drucksysteme in der Hinterradbremse vorgesehen
sind, kommt es, wenn bei gleichzeitiger Betätigung der ersten und zweiten
Bremsbetätigungsmittel Hydraulikdruck aktiviert wird, zu einer gegenseiti
gen Beeinflussung zwischen diesen Drucksystemen, und das Vorsehen des
Aktuators 033 und des Steuerventils 016 zur Verbesserung dieser Situation
ist schwierig, und die Steuerung ist kompliziert.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Bremsanordnung für ein Kraftrad
aufzuzeigen, das eine einfache Steuerung/Regelung durchführt, ohne dass
es zu einer gegenseitigen Beeinflussung der Hydrauliksysteme kommt, und
die die Anzahl von Komponenten und die Anzahl der Montageschritte sen
ken kann.
Zur Lösung der Aufgabe wird eine Bremsanordnung für ein Kraftrad vor
geschlagen, versehen mit einer vorderen Bremse und einer hinteren Bremse
für ein Vorderrad bzw. ein Hinterrad. Die Bremsanordnung umfasst ein er
stes Bremsbetätigungsmittel und ein zweites Bremsbetätigungsmittel sowie
ein elektronisch gesteuertes Bremssystem mit einem ersten Betätigungs
betrag-Übertragungssystem, das sich von dem ersten Bremsbetätigungs
mittel erstreckt, das mit entweder der vorderen Bremse oder der zweiten
Bremse verbunden ist. Das elektronisch gesteuerte Bremssystem treibt die
jenige der vorderen Bremse und der hinteren Bremse an, die nicht mit dem
ersten Betätigungsbetrag-Übertragungssystem verbunden ist, unter Verwen
dung eines Aktuators, entsprechend einem Steuersignal, das von einem
elektronischen Steuermittel ausgegeben ist, das Erfassungswerte von einem
ersten Betätigungsbetrag-Erfassungsmittel zur Erfassung eines Betätigungs
betrags des ersten Bremsbetätigungsmittels sowie von einem zweiten Be
tätigungsbetrag-Erfassungsmittel zum Erfassen eines Betätigungsbetrags
des zweiten Bremsbetätigungsmittels erhält und die Werte einer Berechnung
unterzieht, und gibt, auf der Basis des Berechnungsergebnisses, das Steuer
signal an den Aktuator aus.
Wenn das erste Bremsbetätigungsmittel betätigt wird, wird die Vorderrad
bremse über das erste Betätigungsbetrag-Übertragungssystem betätigt, und
der Betätigungsbetrag wird durch das erste Betätigungsbetrag-Erfassungs
mittel erfasst und an das elektronische Steuermittel ausgegeben. Wenn das
zweite Bremsbetätigungsmittel betätigt wird, wird der Betätigungsbetrag
durch das zweite Betätigungsbetrag-Erfassungsmittel erfasst und an das
elektronische Steuermittel ausgegeben.
Das elektronische Steuermittel führt auf der Basis der eingegebenen Erfas
sungswerte des Betätigungsbetrags eine Berechnung durch, gibt Steuer
signale an einen hydraulischen Steueraktuator aus, und die Vorderradbrem
se und die Hinterradbremse werden entsprechend diesen Steuersignalen
betätigt.
Demzufolge wird entweder die Vorderradbremse oder die Hinterradbremse
über das erste Betätigungsbetrag-Übertragungssystem betätigt, wohingegen
die jeweils andere über das elektronisch gesteuerte Bremssystem betätigt
wird. Da die Bremsen jeweils durch unabhängige Systeme betätigt werden,
kommt es zu keiner Wechselwirkung dazwischen, die Steuerung ist verein
facht und das Ansprechverhalten ist ausgezeichnet.
Auch kann das Betätigungsbetrag-Übertragungssystem vereinfacht werden,
kann die Anzahl der Komponenten reduziert werden, die Montage- und War
tungsarbeiten können leicht durchgeführt werden, und die Auslegungsfrei
heit des Übertragungssystems ist verbessert.
Die Vorderradbremse und die Hinterradbremse besitzen Bremssattel-Kolben,
die an zwei oder weniger Stellen angeordnet sind, so dass die Bremssattel
struktur vereinfacht ist.
Das elektronisch gesteuerte Bremssystem verwendet keine mechanische
Steuerung, wie etwa ein Steuerventil, so dass die Auslegungsfreiheit der
elektronischen Steuerung erhöht ist.
Bevorzugt ist das erste Bremsbetätigungsmittel ein Hebel-Hauptzylinder, das
zweite Bremsbetätigungsmittel ist ein Pedal-Hauptzylinder, das erste Be
tätigungsbetrag-Übertragungssystem ist mit einer Vorderradbremse verbun
den und der Aktuator betätigt eine Hinterradbremse.
Das erste Betätigungsbetrag-Übertragungssystem verbindet den Hebel-
Hauptzylinder mit der Vorderradbremse und kann kurz ausgeführt werden,
und das elektronisch gesteuerte Bremssystem besitzt einen nahe der Hinter
radbremse angeordneten Aktuator und kann kurz ausgeführt werden.
Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen anhand der bei
gefügten Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Schema eines Bremssystems für ein Kraftrad mit einer
Bremsanordnung einer Ausführung;
Fig. 2 die Struktur dieses Bremssystems;
Fig. 3 die Struktur eines Bremssystems einer herkömmlichen Brems
anordnung.
Fig. 1 zeigt schematisch ein Bremssystem für ein Kraftrad unter Verwen
dung der erfindungsgemäßen Bremsanordnung.
Eine hydraulisch betätigte Vorderradbremse 11 ist am Vorderrad 2 vorgese
hen, und eine hydraulisch betätigte Hinterradbremse 12 ist am Hinterrad 3
vorgesehen.
Beide Vorder- und Hinterradbremsen sind Scheibenbremsen mit Bremsschei
ben 11a und 12a sowie Bremssätteln 11b und 12b.
Ein Bremsgriffhebel 5 befindet sich an der rechten Seite der Lenkstange,
während ein Bremspedal 7 in der Nähe der rechten Fußraste angeordnet ist.
Der Bremsgriff 5 ist an einem Griff-Hauptzylinder 15 angebracht, und das
Bremspedal 7 ist an einem Pedal-Hauptzylinder 17 angebracht.
Die Rohranordnung eines Griff-Hydrauliksystems 16, das von dem Griff-
Hauptzylinder 15 kommt, ist mit dem Bremssattel 11b der Vorderradbremse
11 verbunden.
Ein elektronisch gesteuerter Aktuator 20 ist in der Nähe der Hinterradbrem
se 12 angeordnet, und der elektronisch gesteuerte Aktuator 20 und der
Bremssattel 12b der Hinterradbremse 12 sind durch ein Rohr 21 des elek
tronisch gesteuerten Ölzufuhrsystems 21 verbunden.
Der elektronisch gesteuerte Aktuator 20 wird durch eine elektronische Steu
ereinheit (ECU) 22 gesteuert. Jeweilige Hydraulikdruck-Erfassungssignale
des Griff-Hauptzylinders 15 und des Pedal-Hauptzylinders 17 werden der
ECU 22 zugeführt.
Die Struktur des oben beschriebenen Bremssystems ist in Fig. 2 dargestellt.
Ein Hydraulikdrucksensor 23 ist in dem Griff-Hydrauliksystem 16 vorgese
hen, und der Hydraulikdrucksensor 23 erfasst den Betätigungsdruck, der
durch Betätigung des Bremsgriffhebels 5 in dem Griff-Hauptzylinder 15 er
zeugt wird, und gibt an die ECU 22 ein Erfassungssignal aus.
Ein Hydraulikdrucksensor 24, der in dem Pedal-Hauptzylinder 17 vorgese
hen ist, erfasst den Betätigungsdruck, der in dem Pedal-Hauptzylinder 17
durch Betätigung des Bremspedals 7 erzeugt wird, und gibt an die ECU 22
ein Erfassungssignal aus.
Die Vorderradbremse 11 besitzt einen Zweiöffnungs-Bremssattel 11b mit
zwei Kolben, und das Griff-Hydrauliksystem 16 ist mit beiden Öffnungen
verbunden.
Ähnlich ist die Hinterradbremse 12 eine Zweiöffnungs- oder Zweikolben
bremse, deren beide Öffnungen mit dem elektronisch gesteuerten Ölzufuhr
system 21 verbunden sind.
Die Bremsanordnung der Erfindung arbeitet wie folgt.
Wenn das Bremspedal 7 unabhängig betätigt wird, erfasst der Drucksensor
24 den Pedal-Betätigungsdruck und gibt ihn an die ECU 22 aus. Die ECU
führt dann auf der Basis dieses Erfassungssignals eine Berechnung durch,
gibt ein Steuersignal an den elektronisch gesteuerten Aktuator 20 aus und
leitet Hydraulikdruck zu dem Bremssattel 12b unter Verwendung des elek
tronisch gesteuerten Aktuators 20.
Wenn das Bremspedal 7 unabhängig betätigt wird, wird Hydraulikdruck
unter der Steuerung des elektronisch gesteuerten Bremssystems der Hinter
radbremse 12 zugeführt, wobei nur das Hinterrad 3 gebremst wird.
Wenn der Bremsgriffhebel 5 unabhängig betätigt wird, wird Hydraulikdruck
durch das Griff-Hydrauliksystem der Vorderradbremse 11 zugeführt, und
das Vorderrad 2 wird gebremst, und gleichzeitig erfasst der Drucksensor 23
den Griff-Betätigungsdruck und gibt ihn an die ECU 22 aus. Dann wird, auf
der Basis dieses Erfassungssignals, Hydraulikdruck durch das elektronisch
gesteuerte Bremssystem der Hinterradbremse 12 zugeführt, so dass auch
das Hinterrad 3 mit einem geeigneten Druck und einer geeigneten Zeitge
bung gesteuert bzw. geregelt gebremst wird. Die somit angelegte Brems
kraft wird in geeigneter Weise auf das Vorderrad 2 und das Hinterrad 3
verteilt.
Wenn der Bremsgriff 5 und das Bremspedal 7 gleichzeitig betätigt werden,
wird Hydraulikdruck durch das Griff-Hydrauliksystem direkt der Vorderrad
bremse 11 zugeführt, um das Vorderrad 2 zu bremsen. Gleichzeitig erhält
die ECU 22 Erfassungssignale des Griff-Betätigungsdrucks und des Pedal-
Betätigungsdrucks und führt eine Berechnung durch. Auf der Basis der Be
rechnungsergebnisse werden an den elektronisch gesteuerten Aktuator 20
Steuersignale ausgegeben, der elektronisch gesteuerte Aktuator 20 betätigt
die Hinterradbremse 12, die Hinterradbremse wird mit einem geeigneten
Druck gebremst und die Bremskraft wirkt mit geeigneter Verteilung auf das
Vorderrad 2 und das Hinterrad 3.
Die Vorderradbremse 11 wird mit Hydraulikdruck von dem Hydrauliksystem
16 versorgt, und die Hinterradbremse 12 wird mit Hydraulikdruck von dem
elektronisch gesteuerten Hydrauliksystem 21 versorgt, und sie werden je
weils durch unabhängige Systeme betätigt. Das bedeutet, dass es zu keiner
Wechselwirkung zwischen den zwei Hydraulikdrücken kommt, die Steue
rung vereinfacht ist und das Ansprechverhalten außerordentlich gut ist.
Das Griff-Hydrauliksystem 16 ist zwischen dem Griff-Hauptzylinder 15 und
der Vorderradbremse 11 angeschlossen, und die Rohranordnung kann kurz
ausgeführt werden. Das elektronisch gesteuerte Hydrauliksystem 21 ist
auch in der Nähe der Hinterradbremse 12 angeordnet, so dass die Rohr
anordnung kurz ausgeführt werden kann. Die Rohranordnung des Ölzufuhr
systems ist vereinfacht, die Anzahl der Komponenten ist reduziert, und die
Montage und Wartung der Anordnung ist einfach. Ferner besteht die Mög
lichkeit, den Freiheitsgrad im Hinblick auf die Auslegung der Rohranordnung
zu erhöhen.
Ferner sind Kolben der Bremssättel 11b und 12b der Vorderradbremse 11
und der Hinterradbremse 12 an zwei oder weniger Stellen angeordnet, so
dass die Bremssattelstruktur vereinfacht ist.
Das elektronisch gesteuerte Bremssystem verwendet keine mechanische
Steuerung, wie etwa ein Steuerventil, wodurch die Auslegungsfreiheit der
elektronischen Steuerung erhöht ist.
Das elektronisch gesteuerte Bremssystem der beschriebenen Ausführung
arbeitet mit einer Hinterradbremse, wobei jedoch das Griffhebel-Hydraulik
system 16 weggelassen werden kann, wenn es mit einer Vorderradbremse
arbeitet, und das vom Pedal-Hauptzylinder 17 kommende Pedal-Hydraulik
system kann mit der Vorderradbremse 11 verbunden werden.
Mit dieser Struktur ist die Rohranordnung kurz, die Rohranordnung für das
Hydrauliksystem ist vereinfacht, die Anzahl der Komponenten ist reduziert
und die Montage und die Wartung der Rohranordnung ist einfacher. Ferner
ist die Auslegungsfreiheit der elektronischen Steuerung erhöht.
Eine erfindungsgemäße Bremsanordnung für ein Kraftrad, versehen mit einer
vorderen Bremse 11 und einer hinteren Bremse 12 für ein Vorderrad bzw.
ein Hinterrad, umfasst ein erstes Bremsbetätigungsmittel 5, 15 und ein
zweites Bremsbetätigungsmittel 7, 17 sowie ein elektronisch gesteuertes
Bremssystem, mit einem ersten Betätigungsbetrag-Übertragungssystem 16,
das sich von dem ersten Bremsbetätigungsmittel 5, 15 erstreckt, das mit
entweder der vorderen Bremse 11 oder der zweiten Bremse 12 verbunden
ist, zur Betätigung derjenigen der vorderen Bremse 11 und der hinteren
Bremse 12, die nicht mit dem ersten Betätigungsbetrag-Übertragungssy
stem 16 verbunden ist, unter Verwendung eines Aktuators, als Ergebnis der
Eingabe von Erfassungswerten von einem ersten Betätigungsbetrag-Erfas
sungsmittel 23 zum Erfassen des Betätigungsbetrags des ersten Bremsbetä
tigungsmittels 5, 15 und von einem zweiten Betätigungsbetrag-Erfassungs
mittel 24 zum Erfassen des Betätigungsbetrags des zweiten Bremsbetäti
gungsmittels 7, 17, wobei es diese einer Berechnung unterzieht und, auf
der Basis des Berechnungsergebnisses, an den Aktuator 20 Steuersignale
ausgibt.
Bei dieser Bremsanordnung ist die Anzahl der Komponenten und der Mon
tageschritte reduziert, und man erhält ein einfaches Steuer/Regelsystem
ohne Wechselwirkung zwischen separaten Hydrauliksystemen.
Claims (2)
1. Bremsanordnung für ein Kraftrad, versehen mit einer vorderen Brem
se (11) und hinteren Bremse (12) für ein Vorderrad bzw. ein Hinter
rad, umfassend:
ein erstes Bremsbetätigungsmittel (5, 15) und ein zweites Bremsbetätigungsmittel (7, 17); und
ein elektronisch gesteuertes Bremssystem, umfassend ein er stes Betätigungsbetrag-Übertragungssystem (16), das sich von dem ersten Bremsbetätigungsmittel (5, 15) erstreckt und mit entweder der Vorderradbremse (11) oder der zweiten Bremse (12) verbunden ist;
sowie ein elektronisches Steuermittel (22), das Erfassungswerte je weils von einem ersten Betätigungsbetrag-Erfassungsmittel (23) zum Erfassen des Betätigungsbetrags des ersten Bremsbetätigungsmittels (5, 15) sowie von einem zweiten Betätigungsbetrag-Erfassungsmittel (24) zum Erfassen des Betätigungsbetrags des zweiten Bremsbetäti gungsmittels (7, 17) erhält, die Werte einer Berechnung unterzieht und auf der Basis des Berechnungsergebnisses ein Steuersignal an einen Aktuator (20) ausgibt, wobei der Aktuator, in Antwort auf das Steuersignal, diejenige der vorderen Bremse (11) und der hinteren Bremse (12) betätigt, die nicht mit dem ersten Betätigungsbetrag- Übertragungsmittel (23) verbunden ist.
ein erstes Bremsbetätigungsmittel (5, 15) und ein zweites Bremsbetätigungsmittel (7, 17); und
ein elektronisch gesteuertes Bremssystem, umfassend ein er stes Betätigungsbetrag-Übertragungssystem (16), das sich von dem ersten Bremsbetätigungsmittel (5, 15) erstreckt und mit entweder der Vorderradbremse (11) oder der zweiten Bremse (12) verbunden ist;
sowie ein elektronisches Steuermittel (22), das Erfassungswerte je weils von einem ersten Betätigungsbetrag-Erfassungsmittel (23) zum Erfassen des Betätigungsbetrags des ersten Bremsbetätigungsmittels (5, 15) sowie von einem zweiten Betätigungsbetrag-Erfassungsmittel (24) zum Erfassen des Betätigungsbetrags des zweiten Bremsbetäti gungsmittels (7, 17) erhält, die Werte einer Berechnung unterzieht und auf der Basis des Berechnungsergebnisses ein Steuersignal an einen Aktuator (20) ausgibt, wobei der Aktuator, in Antwort auf das Steuersignal, diejenige der vorderen Bremse (11) und der hinteren Bremse (12) betätigt, die nicht mit dem ersten Betätigungsbetrag- Übertragungsmittel (23) verbunden ist.
2. Bremsanordnung für ein Kraftrad nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, dass das erste Bremsbetätigungsmittel (5, 15) ein Hebel-
Hauptzylinder (5, 15) ist, das zweite Bremsbetätigungsmittel (7, 17)
ein Pedal-Hauptzylinder (7, 17) ist, das erste Betätigungsbetrag-Über
tragungssystem (23) mit einer Vorderradbremse (11) verbunden ist
und der Aktuator (20) eine Hinterradbremse (12) betätigt.
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