DE19948204A1 - Elektromagnetischer Aktuator - Google Patents
Elektromagnetischer AktuatorInfo
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- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
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Abstract
Es wird ein elektromagnetischer Aktuator für die Steuerung eines Ventils eines Verbrennungsmotors beschrieben. Es sind zwei Elektromagnete vorgesehen, die auf einen Anker einwirken, durch den der Ventilschaft beaufschlagt wird. Auf den Anker wirken zwei entgegengesetzt gerichtete Federkräfte, von denen die eine eine Ventilfeder ist. Diese Federkraft ist änderbar. DOLLAR A Wenn sich die Kraft der Ventilfeder ändert, stellt die Elektronik fest, daß sich das Verhältnis des Energiebedarfs der Elektromagnete für das Verstellen des Ankers in die Sollstellungen (Offenstellung, Schließstellung) geändert hat. Aus der Feststellung, daß eine Schwelle der Änderung entstanden ist, wird eine Änderung der Federkraft der Ventilfeder abgeleitet.
Description
Die Erfindung betrifft einen elektromagnetischen Aktuator mit den Merkmalen des
Oberbegriffs des Anspruchs 1.
Ein elektromagnetischer Aktuator mit den Merkmalen des Oberbegriffs des An
spruchs 1 ist aus der DE 41 37 700 C1 bekannt. Dort wird eine Änderung der Kraft
der Ventilfeder in Abhängigkeit von der Drehzahl vorgenommen.
Elektromagnetische Ventilsteuerungen weisen prinzipiell zwei Elektromagnete und
zwei Federn auf, die gegeneinander gerichtet sind. Dieser Aufbau ist notwendig, um
auch bei großen Ventilhüben schnelle Schaltzeiten zu erreichen. Dabei bewirken die
Federkräfte im Wesentlichen die Hubbewegung und die Elektromagnete gleichen
durch die Hubarbeit die mechanische Reibung und die Gaskräfte aus. Diese Syste
me sind sehr empfindlich auf Veränderung der Federkräfte, da sich hierbei die Sym
metrie der beiden Federenergien verändert. Im Grenzfall kann die Unsymmetrie der
Federenergien so stark sein, daß der Anker auf der gegenüberliegenden Seite auf
schlägt.
Zur Lösung der Problematik wurden viele Konzepte beschrieben, z. B. eine Verstel
lung des Aktuatorgehäuses oder die hydraulische Versteilung der beiden Federn,
was einen nennenswerten Aufwand darstellt. Die Veränderung der Federkraft wird im
Wesentlichen, z. B. bei der Ventilfeder durch zwei Faktoren beeinflußt. Einmal ist es
die Relaxation, das heißt die Abnahme der Federkraft in Folge großer Lastspielzah
len, also ein leichtes Setzen der Feder. Zum Zweiten ist es der Ventilverschleiß, wel
cher bewirkt, daß das Ventil sich bezogen auf den Ventilfederteller verlängert. Diese
beiden Faktoren bewirken eine Abnahme der Ventilfederkraft und müssen bei der
Federvorspannkraft berücksichtigt werden. Diese Federvorspannung muß jedoch
vom Schließmagnet überwunden werden, was Baugröße und auch elektrische Lei
stung bedeutet.
Aufgabe der Erfindung ist es die oben geschilderte Federproblematik mit einfachen
Mitteln zu lösen.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Durch die Auswertung des Energieaufwandes E = U.im.tges (im = mittlerer Strom) für die
Ansteuerung der beiden Magnete wird somit bei der Erfindung die Aufgabe gelöst.
Bei einer Unsymmetrie des Energieaufwandes ist eine Verstellung der Ventilfeder
erkennbar, die über Diagnosemittel ausgewertet wird und, z. B. beim nächsten Ser
viceintervall korrigiert werden kann.
Anhand der Ausführungsbeispiele der Zeichnung wird die Erfindung näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 den prinzipiellen Aufbau eines Aktuators;
Fig. 2 und 3 Diagramme zur Erläuterung;
Fig. 4 eine Steuerelektronik.
Fig. 1 zeigt den grundsätzlichen Aufbau einer elektromagnetischen Ventilsteuerung
bestehend aus zwei Elektromagneten 1 und 2 zum Schließen und Öffnen des Ven
tils, einem schwenkbar gelagerten Anker 3 und einem Ventilbetätigungsglied 4, das
auf einen Ventilschaft 5 einwirkt. In diesem Ausführungsbeispiel wird die eine Kraft
durch einen Drehstab 6 erzeugt und die andere durch eine Ventilfederkraft in Form
einer konventionelle Druckfeder 12. Der untere Ventilteller 7 trägt ein Zahnrad 8,
welches mit einem Ritzel 9 verbunden ist. Der Ventilteller 7 weist ein Gewinde 7a
auf, und ist auf der Ventilhülse 10 aufgeschraubt. Alternativ hierfür können auch
schiefe Ebenen oder Nocken verwendet werden. Auch kann der Ventilteller ein Au
ßengewinde 7b aufweisen, wie dies auf der linken Seite dargestellt ist. Stellt nun die
Ansteuerelektronik, z. B. im Leerlauf des Motors mit geringen Gaskräften eine Un
symmetrie des Energieaufwandes für Schließ- und Öffnungsmagnet fest, so ist dies
in einer Verstellung der Federn begründet. Als Voraussetzung gilt, daß die Magnete
bei der Montage auf Symmetrie der Magnetkräfte überprüft und justiert werden. Zu
nächst wird die Unsymmetrie klein sein und im Verlauf der Betriebszeit immer stärker
werden. Beim Service kann diese Verstellung vom Diagnosegerät übernommen und
über eine Steuerelektronik ausgewertet werden. Ist ein Grenzwert überschritten, so
kann das Servicegerät in Verbindung mit einer elektromotorischen oder pneumati
schen Verstelleinrichtung die Federkraft solange verstellen, bis wieder Gleichgewicht
des Energiebedarfs erreicht wird. Die Verstellung kann auch manuell erfolgen, was in
Fig. 1 durch eine Welle 11 angedeutet ist. Es ist auch möglich eine Verstellung für
mehrere Aktuatoren gleichzeitig vorzunehmen, wobei ein Mittelwerte eingestellt wer
den kann. Dies gilt, z. B. für alle Aktuatoren einer Ventilreihe, z. B. alle Einlaß- oder
alle Auslaßventile. Die Verstellung kann über eine Schnecke 11a und ein Schnec
kenrad 11b erfolgen.
Fig. 2 zeigt das Federdiagramm der beiden Federn, nämlich der Ventilfeder 12 und
Drehstabfeder 6. Als resultierende beider Federn ist die dick gezeichnete Linie zu
sehen, welche auf der linken Ordinaten die Kraft Fm2 erzeugt. Dies ist zugleich die
Magnetkraft des Öffnungsmagneten, um den Anker in dieser Position zu halten. Auf
der rechten Seite ist die Vorspannkraft FV1 der Ventilfeder eingezeichnet. Wenn das
Ventil aufgesetzt hat, bewirkt diese Kraft eine entsprechende Vergrößerung der re
sultierenden Kraft, so daß als Endkraft des Schließmagneten die Kraft Fm1 gebraucht
wird. Hier wird deutlich, daß die Ventilfedervorspannung einen merklichen Unter
schied in den Magnetkräften bewirkt. Wird nun die Ventilfederkraft durch die ein
gangs erwähnten Faktoren, nämlich Relaxation oder Ventilverschleiß geringer, was
durch die strichpunktierte Linie dargestellt ist, so bewirkt dies eine Verschiebung der
Mittellage mit der Folge, daß der Energiebedarf auf der rechten Seite größer wird
und auf der linken Seite kleiner. Wenn die Energieunterschiede größer wären als die
mechanischen Verluste, so würde der Anker auf der gegenüberliegenden Seite auf
schlagen. Das Ziel der Konstruktion muß sein, die mechanischen Verluste, also ins
besondere Reibungsverluste, klein zu halten. Je besser der mechanische Wirkungs
grad eines solchen Systems ist, desto empfindlicher reagiert das System auf Un
symmetrien.
Fig. 3a zeigt den Hubverlauf. Das Ventil startet nachdem der Schließmagnet abge
schaltet wird, von der geschlossenen Stellung, gelangt in die Offenstellung und wird
dann anschließend wieder zurückgeführt in die geschlossene Stellung. Fig. 3b zeigt
den zugeordneten Stromverlauf oder auch Energiebedarf des Öffnungsmagneten M2.
Dieser ist über die Zeit tE eingeschaltet. Nach Abschalten wird die Energie, z. B. über
eine Freilaufdiode abgebaut. Nachdem das System die Offenstellung erreicht hat
wird anschließend ein relativ geringer Haltestrom eingeschaltet, um das Ventil offen
zu halten. Sobald der Öffnungsmagnet M2 wieder abgeschaltet ist; bewegt sich der
Anker wieder in die Schließstellung. Während dieser bewegungsphase wird der
Schließmagnet wieder eingeschaltet. Der Schließmagnet wird für die Dauer tE1 ein
geschaltet. Der elektrische Energiebedarf ist proportional der Spannung, dem mittle
ren Strom und der gesamten Einschaltzeit tges. Zur Vereinfachung kann jeweils auch
nur die elektrische Einschaltzeit tE zugrunde gelegt werden.
Fig. 4 zeigt eine Ansteuerelektronik 20 für die beiden Elektromagnete 21 und 22.
Diese enthält Regelkreise, die die Ansteuerimpulse der Fig. 3b entsprechend den
Gegebenheiten regeln. Ändert sich z. B. die Einschaltzeit oder das Strom-Zeit-
Integral der Impulse für die beiden Magnete und ändert sich damit das Verhältnis der
Zeiten oder der Integrale, so stellt dies eine Auswerteschaltung 23 fest. Bei Auswer
tung des Strom-Zeit-Integrals wird der Strom über einen Shunt gemessen und von
der Ansteuerelektronik ausgewertet. Dabei wird unterstellt, daß während dieser Aus
wertung die Spannung konstant bleibt. Dies gilt auch für die Auswertung der Strom
impulse. Diese Änderung wird entweder in einer Schaltung 24 verglichen, die einen
Änschluß an eine Diagnoseleitung 27 aufweist, um im Service eine Federkraftände
rung durchzuführen, oder es wird sofort bei Überschreiten einer Schwelle eine Ver
stelleinrichtung 25 angesteuert, die die Federkraftänderung bewirkt. Wenn eine Ver
stellung für mehrere Aktuatoren vorgesehen ist, wird in der Auswerteschaltung 24
eine Mittelung der Änderungen aller Aktuatoren vorgenommen und eine Verstellung
gemäß diesem Mittelwert durchgeführt. Diese Auswertung oder der Test geschieht
vorwiegend bei Stillstand des Motors oder im Leerlauf, wenn die Gaskräfte gering
sind.
Claims (7)
1. Elektromagnetischer Aktuator zur Betätigung eines Ventils eines Verbren
nungsmotors mit zwei Elektromagneten (1, 2) und einem Anker (3), dessen
Bewegung auf den Schaft (5) des Ventils übertragen wird, wobei auf den Anker
(3) zwei entgegengesetzt gerichtete Federkräfte (5, 12) einwirken, die den An
ker (3) ohne sonstige auf ihn einwirkende Kräfte in eine Zwischenstellung stel
len, wobei die Federkraft, die in Richtung der Schließstellung wirksam ist, we
nigstens teilweise durch eine direkt am Ventil angreifende Ventilfeder (12) er
zeugt wird, wobei weiterhin die Kraft der Ventilfeder (12) durch einen Verstell
mechanismus (7 bis 11) änderbar ist und wobei der Energiebedarf für die Bei
den Elektromagnete (1, 2), um den Anker (3) in Sollpositionen (Offenstellung,
Schließstellung) in der Nähe der Pole der Elektromagnete (1, 2) zu bringen,
durch eine Schaltung (24) geregelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Än
derung des Verhältnisses des elektrischen Energiebedarfs der beiden Elektro
magnete (1, 2) sensiert wird (in 23) und, daß in Abhängigkeit von dieser Ände
rung die Kraft der Ventilfeder (12) geändert wird.
2. Elektromagnetischer Aktuator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Änderung durch einen Regelkreis (23, 25) automatisch erfolgt.
3. Elektromagnetischer Aktuator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Änderung angezeigt wird mittels eines Servicegeräts (in 24) und die Ände
rung beim Service manuell oder elektrisch erfolgt.
4. Elektromagnetischer Aktuator nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Kraft der Ventilfedern mehrerer gleichartiger Ventile un
ter Zugrundeliegen eines Mittelwerts ts der Verhältnisse geändert wird.
5. Elektromagnetischer Aktuator nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß als Kriterium für den Energiebedarf die Länge (te) des Stro
mimpulses der Elektromagnete oder die Gesamtzeit bis zum Halten des Ventils
tges verwendet wird (Fig. 3b).
6. Elektromagnetischer Aktuator nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Strom-Zeit-Integral ausgewertet wird.
7. Elektromagnetischer Aktuator nach einem der Ansprüche 1 bis 6, daß die Aus
wertung bei Motorstillstand oder im Leerlauf erfolgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19948204A DE19948204A1 (de) | 1999-10-07 | 1999-10-07 | Elektromagnetischer Aktuator |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19948204A DE19948204A1 (de) | 1999-10-07 | 1999-10-07 | Elektromagnetischer Aktuator |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19948204A1 true DE19948204A1 (de) | 2001-04-12 |
Family
ID=7924743
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19948204A Withdrawn DE19948204A1 (de) | 1999-10-07 | 1999-10-07 | Elektromagnetischer Aktuator |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19948204A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1818518A1 (de) * | 2006-02-09 | 2007-08-15 | Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft | Verbrennungsmotor mit einem elektromechanischen Ventiltrieb |
| CN100439664C (zh) * | 2003-12-12 | 2008-12-03 | 宝马股份公司 | 包括旋转致动装置的电动的气门传动装置 |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19723792C1 (de) * | 1997-06-06 | 1998-07-30 | Daimler Benz Ag | Einrichtung zur Einstellung eines elektromagnetischen Aktuators |
-
1999
- 1999-10-07 DE DE19948204A patent/DE19948204A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE19723792C1 (de) * | 1997-06-06 | 1998-07-30 | Daimler Benz Ag | Einrichtung zur Einstellung eines elektromagnetischen Aktuators |
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| EP1818518A1 (de) * | 2006-02-09 | 2007-08-15 | Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft | Verbrennungsmotor mit einem elektromechanischen Ventiltrieb |
| DE102006005944A1 (de) * | 2006-02-09 | 2007-08-23 | Bayerische Motoren Werke Ag | Verbrennungsmotor mit einem elektrischen Ventiltrieb |
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