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DE19948990A1 - Messvorrichtung zur spektralphotometrischen Messung von Flüssigkeiten im UV/VIS- oder VIS/NIR-Bereich - Google Patents

Messvorrichtung zur spektralphotometrischen Messung von Flüssigkeiten im UV/VIS- oder VIS/NIR-Bereich

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DE19948990A1
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DE
Germany
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measuring device
immersion tube
probe body
probe
liquid
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Pending
Application number
DE19948990A
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English (en)
Inventor
Detlef Exner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Endress and Hauser Conducta GmbH and Co KG
Endress and Hauser Group Services Deutschland AG and Co KG
Original Assignee
Exner Anlagenbau Prozessmesstechnik Chemie-Ventile GmbH
Exner Anlagenbau Prozessm GmbH
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Publication date
Application filed by Exner Anlagenbau Prozessmesstechnik Chemie-Ventile GmbH, Exner Anlagenbau Prozessm GmbH filed Critical Exner Anlagenbau Prozessmesstechnik Chemie-Ventile GmbH
Priority to DE19948990A priority Critical patent/DE19948990A1/de
Publication of DE19948990A1 publication Critical patent/DE19948990A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N21/00Investigating or analysing materials by the use of optical means, i.e. using sub-millimetre waves, infrared, visible or ultraviolet light
    • G01N21/84Systems specially adapted for particular applications
    • G01N21/85Investigating moving fluids or granular solids
    • G01N21/8507Probe photometers, i.e. with optical measuring part dipped into fluid sample

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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Meßvorrichtung zur spektralphotometrischen Messung von Flüssigkeiten im UV/VIS- oder VIS/NIR-Bereich mit einem Grundkörper und einem daran vorgesehenen, zur Durchführung von Messungen in eine Flüssigkeit eintauchbaren Sensorelement, welche dadurch gekennzeichnet ist, daß der Grundkörper einen Sondenkörper (1) und ein in einer Bohrung (2) des Sondenkörpers (1) axial verschiebbares Tauchrohr (3) aufweist und das Tauchrohr (3) an seinem in eine Flüssigkeit eintauchbaren vorderen Endbereich das als optische Sonde (12) ausgebildete Sensorelement trägt, daß zwischen dem Tauchrohr (3) und der Innenwandung des Sondenkörpers (1) eine Kalibrierkammer ausgebildet ist, in die wenigstens eine Zu- und Abführöffnung (5, 6) für eine Spül- oder Eichflüssigkeit mündet, und daß beidseitig von der Zu- und Abführöffnung (5, 6) an dem Sondenkörper (1) jeweils wenigstens ein Dichtungselement (7, 8) zur Abdichtung des Ringspalts (4) zwischen Tauchrohr (3) und Sondenkörper (1) angeordnet ist.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Meßvorrichtung zur spektralphotometrischen Messung von Flüssigkeiten im UV/VIS- oder VIS/NIR-Bereich mit einem Grundkörper und einem daran vorgesehenen, zur Durchführung von Messungen in eine Flüssigkeit eintauchbaren Sensorelement.
Meßvorrichtungen dieser Art sind bekannt und werden in der Praxis in erster Linie zur Durchführung von Spektral­ analysen, von Messungen der Trübung einer Flüssigkeit und von Farbmessungen in einer Flüssigkeit eingesetzt. Die bekannten Meßvorrichtungen besitzen dabei in der Regel einen zylindrischen Grundkörper, der an der Wandung eines Kessels oder einer Rohrleitung fixiert werden kann und an seinem freien, in den Kessel bzw. die Rohrleitung hinein­ ragenden Ende das Sensorelement trägt. Diese stationären Meßvorrichtungen haben sich zwar in der Praxis durchaus bewährt, sie sind jedoch zur Durchführung von regelmäßi­ gen Messungen in vergleichsweise kurzen Zeitabständen, nicht besonders gut geeignet, da optimale Langzeit- Meßergebnisse nur nach einer Reinigung der Sonde erzielt werden können, für die jedoch bei den bekannten Meßvor­ richtungen eine vollständige Demontage vom Kessel erfor­ derlich ist.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Meßvorrichtung zur Bestimmung von optischen Eigenschaften von Flüssig­ keiten der eingangs genannten Art so auszubilden, daß sie auch für regelmäßige Messungen in vergleichsweise kurzen Zeitabständen geeignet ist.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Grundkörper einen Sondenkörper und ein in einer Bohrung des Sondenkörpers axial verschiebbares Tauchrohr aufweist und das Tauchrohr an seinem in eine Flüssigkeit eintauch­ baren vorderen Endbereich das als optische Sonde ausge­ bildete Sensorelement trägt, daß zwischen dem Tauchrohr und der Innenwandung des Sondenkörpers eine Spül- und Ka­ librierkammer ausgebildet ist, in die wenigstens ein Zu- und Abführöffnung für eine Spül- oder Eichflüssigkeit mündet, und daß beidseitig von der Zu- und Abführöffnung an dem Sondenkörper jeweils wenigstens ein Dichtungsele­ ment zur Abdichtung des Ringspalts zwischen Tauchrohr und Sondenkörper angeordnet ist.
Durch diese Ausbildung wird die Möglichkeit geschaffen, die optische Sonde unter Prozeßbedingungen aus der Flüs­ sigkeit herauszuziehen und zur Reinigung bzw. Eichung in der Kalibrierkammer zu positionieren, wobei ein Flüssig­ keitsaustritt durch die vorgesehenen Dichtungselemente verhindert wird. Mit anderen Worten erlaubt es die erfin­ dungsgemäße Ausbildung, die optische Sonde in unkompli­ zierter Weise und mit wenig Aufwand zu reinigen, so daß sie zur Durchführung von regelmäßigen Messungen in kurzen Zeitabständen geeignet ist. Die optische Sonde, die ins­ besondere zur Durchführung von Spektralanalysen bzw. Farbmessungen oder für Messungen der Trübung einer Flüs­ sigkeit geeignet sein sollte, ist in bevorzugter Weise lösbar an dem Tauchrohr angebracht, so daß sie in einfa­ cher Weise ausgewechselt werden kann, wenn sie defekt ist bzw. gegen eine Sonde anderer Funktion ausgewechselt wer­ den soll.
In Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Tauchrohr automatisch verstellbar ist, wozu vorzugsweise eine motorische, pneumatische oder hydraulische Stellein­ richtung vorgesehen ist. Diese Stelleinrichtung kann mit einer insbesondere frei programmierbaren Steuerungsein­ richtung gekoppelt sein, die auch die Funktionen der Ka­ librierkammer und der optische Sonde steuern kann. Diese Ausführungsform bietet die Möglichkeit, Messungen automa­ tisch in vorgebbaren Abständen vorzunehmen, indem die Sonde zunächst durch Zurückfahren des Tauchrohrs in der Kalibrierkammer positioniert, dort gereinigt und an­ schließend wieder in die Flüssigkeit eingetaucht wird, um dort eine Messung vorzunehmen. Solche automatischen Ab­ läufe waren mit den bekannten, stationären optischen Meß­ systemen nicht möglich.
In Ausbildung der Erfindung ist weiterhin vorgesehen, daß das Tauchrohr an seinem in die Flüssigkeit eintauchbaren vorderen Endbereich einen Schutzzylinder aufweist und ein Kopfteil der optischen Sonde innerhalb eines durchbroche­ nen Bereichs des Schutzzylinders angeordnet ist. In die­ sem Fall ist in bevorzugter Weise zusätzlich zu den beid­ seitig von der Zu- und Abführöffnung vorgesehenen Dich­ tungselementen ein weiteres Dichtungselement an dem Schutzzylinder auf der der Kalibrierkammer fernen Seite des durchbrochenen Bereichs vorgesehen und so positio­ niert, daß dieses weitere Dichtungselement bei einer Ver­ schiebung des Tauchrohrs den Ringspalt zwischen Tauchrohr und Sondenkörper abdichtet, wenn der durchbrochene Be­ reich das jeweilige Dichtungselement überfährt, durch welches die Kalibrierkammer an ihrer zum vorderen Ende des Tauchrohrs weisenden Vorderseite abgedichtet wird. Bei dieser Ausführungsform sind somit Dichtungselemente nicht nur an der Innenseite des Sondenkörpers, sondern auch am vorderen Ende des Tauchrohrs vorgesehen. Diese Ausgestaltung bietet den Vorteil, daß das vordere Ende des Tauchrohrs aus dem Sensorelement herausgefahren wer­ den kann, um den Verschleiß an den Dichtungselementen zu überprüfen und die Dichtungselemente gegebenenfalls aus­ zuwechseln, so daß die Wartung einfach ist.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die am Tauchrohr vorgesehenen Dichtungselemente nur dann einer Reibung und damit einem Verschleiß unterliegen, wenn sie mit der In­ nenwandung des Sondenkörpers in Berührung stehen. Da dies jeweils nur über eine kurze Verstellstrecke des Tauch­ rohrs der Fall ist, ist der Verschleiß an ihnen im Ver­ gleich zu den am Sondenkörper vorgesehenen Dichtungsele­ menten, an denen eine Reibwirkung praktisch über die ge­ samte Bewegungsstrecke des Tauchrohrs auftritt, gering.
Schließlich besteht auch die Möglichkeit, die am Tauch­ rohr vorgesehenen Dichtungselemente vergleichsweise groß auszubilden. Bei der an der Innenseite des Sondenkörpers vorgesehenen Dichtungselementen besteht die Problematik, daß ihre Größe beschränkt ist, da die Nut, in der die Dichtungselemente gehalten sind, den Querschnitt des Son­ denkörpers schwächt. Der Schutzzylinder am vorderen Ende des Tauchrohrs ist dagegen im Betrieb praktisch nicht be­ lastet, so daß größere Nuten und damit größere Dichtungs­ elemente verwendet werden können.
In vorteilhafter Weise sind an dem Schutzzylinder wenig­ stens zwei Dichtungselemente mit geringem Abstand neben­ einanderliegend angeordnet. In gleicher Weise können sol­ che Doppel- oder Zwillings-Anordnungen von Dichtungsele­ mente auch zur beidseitigen Abdichtung der Kalibrierkam­ mer in dem Sondenkörper vorgesehen sein. Solche Zwil­ lings-Anordnungen führen zu einer erhöhten Betriebssi­ cherheit.
Zusätzlich oder alternativ besteht die Möglichkeit, an dem Sondenkörper ein Absperrogan, insbesondere einen Ku­ gelhahn, vorzusehen, um die Bohrung des Sondenkörpers nach einem Zurückziehen des Tauchrohrs in die Kalibrier­ kammer zu verschließen. Diese Ausbildung ist ebenfalls aus Sicherheitsaspekten von Vorteil, da die Bohrung kom­ plett verschlossen werden kann und somit die Abdichtung nicht mehr von den Dichtungselementen, deren Qualität mit zunehmendem Gebrauch nachläßt, abhängt. Im übrigen beste­ hen die mit der Flüssigkeit in Kontakt stehenden Bauteile der Vorrichtung in bevorzugter Weise aus einem chemisch beständigen Material, insbesondere aus Kunststoff, Edel­ stählen, Hastelloy oder Titan.
Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen in Weiterbildung der Erfindung wird auf die Unteransprüche sowie die nachfolgende Beschreibung von Ausführungsbei­ spielen unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung verwiesen. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Meßvorrichtung in ge­ schnittener Seitenansicht bei voll ausge­ fahrenem Tauchrohr,
Fig. 2 die Vorrichtung aus Fig. 1 mit teilweise eingezogenem Tauchrohr,
Fig. 3 die Meßvorrichtung aus Fig. 1 bei ganz eingefahrenem Tauchrohr aber noch geöffne­ tem Kugelhahn,
Fig. 4 die Meßvorrichtung aus Fig. 1 bei ganz eingefahrenem Tauchrohr und geschlossenem Kugelhahn,
Fig. 5 eine weitere Meßvorrichtung gemäß der vor­ liegenden Erfindung in schematischer, teil­ weise geschnittener Seitenansicht bei voll ausgefahrenem Tauchrohr,
Fig. 6 die Meßvorrichtung aus Fig. 5 mit teilwei­ se eingezogenem Tauchrohr und
Fig. 7 die Meßvorrichtung aus Fig. 5 bei ganz eingefahrenem Tauchrohr.
In den Fig. 1 bis 4 ist eine erfindungsgemäße Meßvor­ richtung dargestellt, die zur spektralphotometrischen Messung von Flüssigkeiten im UV/VIS- oder VIS/NIR-Bereich bestimmt ist. Die Meßvorrichtung umfaßt einen im wesent­ lichen zylindrischen Sondenkörper 1, der an seinem vorde­ ren Ende einen Anschlußflansch 1a zur Befestigung an ei­ nem Kessel oder einer Rohrleitung und eine zentrische, axiale Bohrung 2 aufweist. In dieser Bohrung 2 ist ein Tauchrohr 3 axial angeordnet, wobei in dem Ringspalt 4 zwischen dem Tauchrohr 3 und der Innenwandung des Sonden­ körpers 1 eine Kalibrierkammer gebildet ist, in die je­ weils eine Zuführöffnung 5 und eine Abführöffnung 6 für eine Spül- oder Eichflüssigkeit münden und die seitlich durch O-Ringe 7, 8 begrenzt ist, welche beidseitig von den Zu- und Abführöffnungen 5, 6 an der Innenwandung des Sondenkörpers 1 gehalten sind. An die Zu- und Abführöff­ nungen 5, 6 sind Leitungen anschließbar, wozu in der dar­ gestellten Ausführungsform Anschlußelemente 5a, 6a in die Öffnungen 5, 6 eingeschraubt sind, über die bei Bedarf Eich- oder Spülflüssigkeit in die Kalibrierkammer einge­ bracht bzw. wieder daraus entfernt werden kann.
Das Tauchrohr 3 ist an seinem in eine Flüssigkeit einzu­ tauchenden vorderen Ende mit einem Schutzzylinder 9 ver­ sehen, dessen direkt an das vordere Ende des Tauchrohrs 3 anschließender Bereich 10 korbartig durchbrochen ausge­ bildet ist. Innerhalb dieses korbartig durchbrochenen Be­ reichs des Schutzzylinders 10 ist das Kopfteil 11 einer am vorderen Ende des Tauchrohrs 3 gehaltenen optischen Sonde 12 angeordnet, die zur Durchführung von optischen Messungen wie beispielsweise der Durchführung von Spek­ tralanalysen oder Farbmessungen bzw. zur Messung der Trü­ bung einer Flüssigkeit geeignet ist und insbesondere Glasfaserleiter aufweist.
Nicht dargestellt ist, daß das hintere Ende des Tauch­ rohrs 3 mit einem Schraubteil verschließbar ist, welches mit einer Gewindeöffnung versehen ist, in die eine Befe­ stigungsmutter samt der optischen Sonde 12 eingeschraubt ist, so daß durch einfaches Lösen der Befestigungsmutter unterschiedliche Sonden für unterschiedliche Messungen in das Tauchrohr 3 eingeführt werden können.
In der Zeichnung nicht gezeigt ist ebenfalls, daß das Tauchrohr 3 mit einer Stelleinrichtung in der Form eines Pneumatik- oder Hydraulikzylinders oder eines Motors ver­ bunden ist, über den das Tauchrohr 3 zwischen seinen in den Fig. 1 und 3 dargestellten Endstellungen verfahren werden kann, wie es nachfolgend noch beschrieben werden wird.
Zwischen dem Anschlußflansch 1a und der Kalibrierkammer ist des weiteren ein Kugelhahn 15 vorgesehen, über den die Bohrung 2 des Sondenkörpers 1 verschlossen werden kann, wenn das Tauchrohr 3 in die Kalibrierkammer zurück­ gezogen ist.
In der Fig. 1 ist der Tauchkolben 3 in seiner voll aus­ gefahrenen Stellung dargestellt, in der sich der Schutz­ zylinder 9 mit dem korbartig durchbrochenen Bereich 10 und dem darin gehaltenen Kopfteil 11 der optischen Sonde 12 außerhalb des Sondenkörpers 1 befindet, so daß das Kopfteil 11 der optischen Sonde 12 zur Durchführung von Messungen in eine Flüssigkeit eingetaucht werden kann. Hierzu kann der Sondenkörper 1 über den Anschlußflansch 1a an der Außenwandung eines Kessels oder einer Leitung, in der sich die Flüssigkeit befindet, fest angebracht werden. Dabei verhindert der O-Ring 8, der die Kalibrier­ kammer zum vorderen Ende der Vorrichtung hin abdichtet, daß Kesselflüssigkeit durch den Ringspalt zwischen Tauch­ rohr 3 und Sondenkörper 1 austreten kann.
Vor der Durchführung einer neuen Messung ist es dann mög­ lich, das Kopfteil 11 der optischen Sonde 12 zu reinigen. Hierzu wird das Tauchrohr 3 aus der in Fig. 1 gezeigten ausgefahrenen Stellung in die in Fig. 3 dargestellte Endstellung verfahren, in welcher der korbartig durchbro­ chene Bereich 10 mit dem Kopfteil 11 der optischen Sonde 12 innerhalb der Kalibrierkammer liegt. Aus den Fig. 2 und 3 wird deutlich, daß bei diesem Verfahren der durch­ brochene Bereich 10 den in der Zeichnung rechten O-Ring 8 überfährt, wodurch die Dichtungswirkung dieses O-Ringes 8 aufgehoben wird. Um dies zu kompensieren, ist an dem Schutzzylinder 9 des Tauchrohrs 3 ein weiterer, in dieser Ausführungsform nicht dargestellter O-Ring vorgesehen, der in den Sondenkörper 1 eingreift und den Ringspalt 4 zwischen Tauchrohr 3 und Sondenkörper 1 abdichtet, bevor der O-Ring von dem durchbrochenen Bereich 10 überfahren wird. Mit anderen Worten übernimmt der am Schutzzylinder 9 vorgesehene O-Ring die Funktion des vom durchbrochenen Bereich 10 überfahrenen Dichtungselements 8.
Nachdem das Tauchrohr 3 in den Sondenkörper 1 eingefahren ist, wird der Kugelhahn 15 betätigt, um die Bohrung 2 zu verschließen. Hierdurch wird sichergestellt, daß keine weitere Kesselflüssigkeit, die unter Umständen aggressiv sein kann, mit den Dichtungen 7, 8 in Berührung kommt, so daß diese nicht länger belastet werden. Im übrigen sorgt der Kugelhahn 15 auf sichere Weise dafür, daß keine Flüs­ sigkeit austreten kann, auch wenn die O-Ringe 8, 9 schon länger im Gebrauch sind und Verschleiß aufweisen.
Nachdem die optische Sonde 12 in der Kalibrierkammer ge­ reinigt worden ist, wird zur Durchführung einer nächsten Messung der Kugelhahn 15 wieder geöffnet und das Tauch­ rohr 3 in die in Fig. 1 dargestellte Position ausgefah­ ren.
In bevorzugter Weise erfolgen diese Messungen vollautoma­ tisch, wozu eine nicht dargestellte Steuerungseinrichtung vorgesehen ist, die den ganzen Prozeß steuert. Diese Steuerungseinrichtung ist dann entsprechend mit der Stelleinrichtung für das Tauchrohr 3 verbunden, um dieses automatisch ein- und auszufahren, und auch mit dem Kugel­ hahn 15 gekoppelt, um diesen automatisch zu betätigen. Ferner sollte es möglich sein, mit der Steuerungseinrich­ tung die Zu- und Abfuhr von Kalibrier- bzw. Eichflüssig­ keit und die Betätigung der eigentlichen Meßeinheit bzw. die optische Sonde zu steuern, um automatisch Messungen vornehmen zu können. Diese Steuerungseinrichtung kann frei programmierbar ausgebildet sein und natürlich Stel­ lungsmelder etc. aufweisen.
In den Fig. 5 bis 7 ist eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Meßvorrichtung dargestellt, die im wesentlichen den gleichen Grundaufbau hat wie die zu­ vor erläuterte Meßvorrichtung. So umfaßt diese Meßvor­ richtung einen im wesentlichen zylindrischen Sondenkörper 1 mit einer zentrischen, axialen Bohrung 2, in der ein Tauchrohr 3 axial verschiebbar angeordnet ist. Das Tauch­ rohr 3 trägt an seinem vorderen, in eine Flüssigkeit ein­ zutauchenden Ende einen Schutzzylinder 9 mit einem durch­ brochenen Bereich, in dem die optische Sonde vorgesehen ist. Diese zweite Ausführungsform unterscheidet sich von der zuvor erläuterten Ausführungsform lediglich dadurch, daß an dem Schutzzylinder 9 zwei O-Ringe 13, 14 vorgese­ hen sind, wobei der O-Ring 13 in bereits beschriebener Weise in den Sondenkörper 1 eingreift und den Ringspalt 4 zwischen Tauchrohr 3 und Sondenkörper 1 abdichtet, bevor der O-Ring 8 von dem durchbrochenen Bereich 10 überfahren wird, und der weitere O-Ring 14 vorgesehen ist, um in der in Fig. 7 dargestellten voll eingefahrenen Stellung des Tauchrohrs 3 eine zusätzliche Abdichtung des Ringspaltes zu bewirken und somit zur Erhöhung der Betriebssicherheit beizutragen. Dieser weitere O-Ring 14 ersetzt somit den Kugelhahn 15 der ersten Ausführungsform.

Claims (17)

1. Meßvorrichtung zur spektralphotometrischen Messung von Flüssigkeiten im UV/VIS- oder VIS/NIR-Bereich Meßvorrichtung zur spektralphotometrischen Messung von Flüssigkeiten im UV/VIS- oder VIS/NIR-Bereich mit einem Grundkörper und einem daran vorgesehenen, zur Durchführung von Messungen in eine Flüssigkeit ein­ tauchbaren Sensorelement, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper einen Sondenkörper (1) und ein in einer Bohrung (2) des Sondenkörpers (1) axial ver­ schiebbares Tauchrohr (3) aufweist und das Tauchrohr (3) an seinem in eine Flüssigkeit eintauchbaren vor­ deren Endbereich das als optische Sonde (12) ausge­ bildete Sensorelement trägt, daß zwischen dem Tauch­ rohr (3) und der Innenwandung des Sondenkörpers (1) eine Kalibrierkammer ausgebildet ist, in die wenig­ stens eine Zu- und Abführöffnung (5, 6) für eine Spül- oder Eichflüssigkeit mündet, und daß beidseitig von der Zu- und Abführöffnung (5, 6) an dem Sonden­ körper (1) jeweils wenigstens ein Dichtungselement (7, 8) zur Abdichtung des Ringspalts (4) zwischen Tauchrohr (3) und Sondenkörper (1) angeordnet ist.
2. Meßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die optische Sonde (12) zur Durchfüh­ rung von Spektralanalysen geeignet ist.
3. Meßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die optische Sonde (12) zur Messung der Trübung einer Flüssigkeit geeignet ist.
4. Meßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die optische Sonde (12) für die Durchführung von Farbmessungen in einer Flüssigkeit geeignet ist.
5. Meßvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die optische Sonde (12) Glasfaserleiter aufweist.
6. Meßvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die optische Sonde (12) lösbar an dem Tauchrohr (3) angebracht ist.
7. Meßvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Tauchrohr (3) au­ tomatisch verstellbar ist.
8. Meßvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Tauchrohr (3) durch eine motori­ sche, pneumatische oder hydraulische Stell­ einrichtung bewegbar ist.
9. Meßvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Stelleinrichtung mit einer insbesondere frei programmierbaren Steuerungseinrich­ tung koppelbar ist.
10. Meßvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Sondenkörper (1) eine Anschlußeinrichtung, insbesondere ein An­ schlußflansch oder Gewinde (1a), zur Befestigung an einem Kessel, einer Rohrleitung oder dergleichen vor­ gesehen ist.
11. Meßvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Sondenkörper (1) ein Absperrorgan, insbesondere ein Kugelhahn (15), vorgesehen ist, um die Bohrung (2) des Sonden­ körpers (1) nach einem Zurückziehen des Tauchrohrs (3) in die Kalibrierkammer zu verschließen.
12. Meßvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Tauchrohr (3) an seinem in die Flüssigkeit eintauchbaren vorderen End­ bereich einen Schutzzylinder (9) aufweist und ein Kopfteil der optischen Sonde (12) innerhalb eines durchbrochenen Bereichs (10) des Schutzzylinders (9) angeordnet ist.
13. Meßvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein weite­ res Dichtungselement (13) an dem Schutzzylinder (9) auf der der Kalibrierkammer fernen Seite des durch­ brochenen Bereichs (10) vorgesehen und so positio­ niert ist, daß dieses weitere Dichtungselement (13) bei einer Verschiebung des Tauchrohrs (3) den Ring­ spalt (4) zwischen Tauchrohr (3) und Sondenkörper (1) abdichtet, wenn der durchbrochene Bereich (10) das wenigstens eine Dichtungselement (8) überfährt, durch welches die Kalibrierkammer an ihrer zum vorderen En­ de des Tauchrohrs (3) weisenden Vorderseite abgedich­ tet wird.
14. Meßvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekenn­ zeichnet, daß an dem Schutzzylinder (9) wenigstens zwei Dichtungselemente (13, 14) mit geringem Abstand nebeneinanderliegend angeordnet sind.
15. Meßvorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen den beid­ seitig der Zu- und Abführöffnung (5, 6) angeordneten Dichtungselementen (7, 8) größer ist als die axiale Länge des durchbrochenen Bereichs (10) des Schutzzy­ linders (9).
16. Meßvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungselemente (7, 8, 13, 14) wenigstens zum Teil als O-Ringe ausge­ bildet sind.
17. Meßvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der Flüssig­ keit in Berührung kommenden Bauteile aus einem che­ misch beständigen Material, insbesondere aus Kunst­ stoff, Edelstahl, Hastelloy oder Titan bestehen.
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