DE19948630A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von Substraten - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von SubstratenInfo
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Abstract
Um auf einfache und kostengünstige Weise eine Beschädigung von Substraten durch lange Verweilzeiten in einem Behandlungsfluid zu verhindern, sieht die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Behandeln von Substraten, insbesondere Halbleiterwafern, in einem mit Behandlungsfluid gefüllten Behandlungsbecken vor, bei dem bei Auftreten einer Fehlfunktion ein das Behandlungsfluid verdünnendes Fluid in das Behandlungsbecken eingeleitet wird. Die Erfindung sieht auch eine entsprechende Vorrichtung zum Behandeln von Substraten vor.
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Behandeln von Substraten, insbesondere Halbleiterwafern, in einem mit
Behandlungsfluid gefüllten Behandlungsbecken.
Derartige Verfahren und Vorrichtungen sind beispielsweise in der nicht vor
veröffentlichten, auf die selbe Anmelderin zurückgehenden DE-A-199 26 462
bekannt. Hierbei ist es bekannt, ein Behandlungsfluid in ein mit Halbleiterwa
fern bestücktes Becken einzuleiten, das Behandlungsfluid nach einer be
stimmten Behandlungszeit abzuleiten und anschließend eine Spülflüssigkeit in
das Behandlungsbecken einzuleiten. Ferner ist es bekannt, das Behand
lungsfluid durch eine Spülflüssigkeit aus dem Behandlungsbecken zu ver
drängen, um die Behandlung zu beenden und die Halbleiterwafer zu spülen.
Bei einer derartigen Naßbehandlung von Substraten ist es wichtig, daß die
Halbleiterwafer nur eine bestimmte Zeit innerhalb des Behandlungsfluids wie
beispielsweise einer Ätzflüssigkeit, die mit der Oberfläche der Halbleiterwafer
reagiert, verbleiben. Wenn die Halbleiterwafer zu lange in dem Behandlungs
fluid verbleiben, schreitet die chemische Reaktion zwischen dem Behand
lungsfluid und dem Halbleiterwafer soweit fort, daß diese beschädigt werden
und für eine weitere Verarbeitung unbrauchbar sind. Bei einem normalen Pro
zeßablauf wird die Prozeßzeit gesteuert und eine Beschädigung der Substrate
ist nicht zu befürchten. Wenn jedoch in der Anlage zum Behandeln der Sub
strate ein Fehler auftritt, so kann es zu Verzögerungen kommen, was dazu
führt, daß die Substrate zu lange in dem Behandlungsfluid verbleiben und da
durch beschädigt werden.
Ausgehend von dem oben genannten Stand der Technik liegt der vorliegen
den Erfindung daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrich
tung zum Behandeln von Substraten, insbesondere Halbleiterwafern in einem
mit Behandlungsfluid gefüllten Behandlungsbecken zu schaffen, bei dem bzw.
bei der auf einfache und kostengünstige Weise eine Beschädigung der Wafer
durch lange Verweilzeiten in einem Behandlungsfluid verhindert werden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei einem Verfahren der eingangs ge
nannten Art dadurch gelöst, daß bei Auftreten einer Fehlfunktion ein das Be
handlungsfluid verdünnendes Fluid in das Behandlungsbecken eingeleitet
wird. Hierdurch wird der Prozeß unterbrochen, und der Wafer wird durch län
gere Verweilzeiten nicht beschädigt, da es zu keiner weiteren oder zumindest
einer stark reduzierten Reaktion zwischen Behandlungsfluid und dem Wafer
kommt.
Um die Menge des benötigten Verdünnungsfluids zu reduzieren und die Un
terbrechung des Prozesses zu beschleunigen, wird das Behandlungsfluid vor
und/oder während des Einleitens des Verdünnungsfluids zumindest teilweise
abgelassen.
Vorteilhafterweise wird das Verdünnungsfluid in Abhängigkeit vom verwen
deten Behandlungsfluid ausgewählt, um eine effektive und rasche Unterbre
chung der chemischen Prozesse vorzusehen. Dabei wird das Behandlungs
fluid vorzugsweise zunächst stärker und nach Erreichen eines gewünschten
Verdünnungsniveaus schwächer verdünnt. Gemäß einer bevorzugten Ausfüh
rungsform erfolgt dies durch eine Veränderung der Strömungsrate des Ver
dünnungsfluids. Bei einer alternativen Ausführungsform wird die Konzentrati
on des Verdünnungsfluids über die Zeit hinweg verändert.
Um eine rasche Unterbrechung der chemischen Prozesse vorzusehen, weist
das Verdünnungsfluid eine andere, insbesondere eine geringere Temperatur
als das Behandlungsfluid auf. Es ist bekannt, daß bestimmte chemische Pro
zesse bei bestimmten Reaktionstemperaturen rascher voranschreiten, und
somit kann der chemische Prozeß durch Veränderung der Temperatur des
verdünnten Behandlungsfluids rascher unterbrochen werden. Zum Erreichen
des selben Effekts wird vorzugsweise die Temperatur des Behandlungsbec
kens verändert, insbesondere abgesenkt.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird ferner bei einer Vorrichtung
zum Behandeln von Substraten, insbesondere Halbleiterwafern, in einem mit
Behandlungsfluid gefüllten Behandlungsbecken, mit einer Versorgungsein
richtung zum Einleiten eines das Behandlungsfluid verdünnenden Fluids in
das Behandlungsbecken dadurch gelöst, daß eine ein Fehlersignal empfan
gende Steuereinheit zum Steuern der Versorgungseinrichtung in Abhängigkeit
vom Fehlersignal vorgesehen wird. Durch die erfindungsgemäße Steuerein
heit ist es möglich, die chemischen Prozesse im Behandlungsbecken sofort
beim Auftreten eines Fehlers zu unterbrechen, um eine weitere Reaktion zwi
schen dem Behandlungsfluid und den Substraten und somit eine Beschädi
gung derselben zu unterbinden. Die erfindungsgemäße Vorrichtung eignet
sich insbesondere zur Nachrüstung an bestehenden Anlagen, wodurch auf
einfache und kostengünstige Weise eine erhöhte Sicherheit bei bestehenden
Anlagen vorgesehen werden kann.
Um den Abbruch der chemischen Prozesse im Behandlungsbecken zu be
schleunigen, ist vorzugsweise ein Schnellablaßventil im Behandlungsbecken
vorgesehen. Über das Schnellablaßventil kann das Behandlungsfluid vor
und/oder während des Einleitens des Verdünnungsfluids zumindest teilweise
abgelassen werden, wodurch ein rascher Abbruch der chemischen Prozesse
und eine Verringerung des benötigten Verdünnungsfluids erreicht wird.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Versorgungsein
richtung zum Einleiten unterschiedlicher Verdünnungsfluide vorgesehen, wo
durch speziell auf den jeweiligen chemischen Prozeß abgestimmte Verdün
nungsfluide in das Behandlungsbecken eingeleitet werden können.
Um den Abbruch der chemischen Prozesse im Behandlungsbecken zu be
schleunigen und/oder zu steuern, ist vorzugsweise die Temperatur des Ver
dünnungsfluids und/oder des Behandlungsbeckens sowie die Strömungsrate
des Verdünnungsfluids steuerbar.
Die Erfindung wird nachstehend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele
unter Bezugnahme auf die Figuren näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Naßbehandlung
von Halbleiterwafern gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Er
findung;
Fig. 2 eine schematische Ausführungsform einer Vorrichtung zur Naßbe
handlung von Halbleiterwafern gemäß einem zweiten Ausführungsbei
spiel der Erfindung.
Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung 1 zur Naßbehandlung von Halbleiterwafern 2 mit
einem Behandlungsbehälter 4, einer Versorgungseinrichtung 6 zum Einleiten
eines Fluids in den Behandlungsbehälter und einer Steuereinheit 8 zum Steu
ern der Versorgungseinrichtung.
Der Behandlungsbehälter 4 weist ein Behandlungsbecken 10 mit einer nicht
dargestellten Substrataufnahme auf. Das Behandlungsbecken 10 ist in be
kannter Weise mit einem Behandlungsfluid 12 befüllbar. Das Behandlungs
fluid kann beispielsweise eine Säure, eine Base oder ein Lösungsmittel sein,
das mit den im Behandlungsbecken 10 gehaltenen Halbleiterwafern 2 rea
giert. Vor dem Einleiten des Behandlungsfluids wird es durch eine nicht dar
gestellte Vorrichtung auf eine Prozeßtemperatur Temperiert. Obwohl in Fig. 1
nur ein Halbleiterwafer 2 dargestellt ist, sei bemerkt, daß in dem Behand
lungsbecken 10 mehrere Halbleiterwafer 2 aufgenommen sein können.
Der Behandlungsbehälter 4 weist ferner einen das Behandlungsbecken 10
umgebenden Überlauf 14 auf, der mit einer Ablaufleitung 16 an seinem unte
ren Ende verbunden ist.
Die Versorgungseinrichtung 6 weist eine im Behandlungsbecken 10 angeord
nete Einspritzeinheit 18 mit ersten und zweiten sich längs im Behandlungs
becken 10 erstreckenden Düsen 19, 20 auf. Die Einspritzeinheit 18 ist einem
unteren Bereich des Behandlungsbeckens 10 unterhalb einer Vorrichtung zum
Halten der Halbleiterwafer 2 angeordnet, und die Düsen 19, 20 sind derart
ausgerichtet, daß sie ein Fluid nach oben in Richtung der Halbleiterwafer 2 in
das Behandlungsbecken 10 einspritzen. Obwohl die Düsen 19, 20 unterhalb
des Halbleiterwafers 2 dargestellt sind, könnten die Düsen 19, 20 auch seitlich
bezüglich des Halbleiterwafers 2 oder oberhalb des Halbleiterwafers 2 ange
ordnet sein, wobei sie eine Bewegung des Halbleiterwafers 2 in das Behand
lungsbecken 10 und aus diesem heraus nicht beeinträchtigen dürfen.
Die Einspritzeinheit 18 ist über eine Leitung 22 mit einem Auslaß einer Venti
leinheit 24 der Versorgungseinrichtung 6 verbunden. Die Ventileinheit 24
weist zwei Einlaßleitungen 25, 26 auf, die wahlweise über die Leitung 22 mit
der Einspritzeinheit 18 verbunden werden können. In gleicher Weise ist es
natürlich möglich, beide Einlaßleitungen 25, 26 gegenüber der Leitung zu
blockieren. Die Einlaßleitungen 25, 26 zur Ventileinheit 24 können, wie nach
folgend noch näher beschrieben wird, mit unterschiedlichen Fluiden beauf
schlagt sein, oder sie könnten mit dem selben Fluid aber mit unterschiedli
chen Drücken beaufschlagt sein. Darüber hinaus könnten noch weitere Ein
laßleitungen vorgesehen sein, um die Auswahl einer größeren Anzahl von
Fluiden und/oder Drücken zu ermöglichen. Die Fluide in den Leitungen kön
nen über nicht dargestellte Kühlvorrichtungen gekühlt sein, um beim Einleiten
in das Behandlungsbecken das Behandlungsfluid zu kühlen.
Die Ventileinheit 24 wird über eine Steuerleitung 28 durch die Steuereinheit 8
angesteuert, wie nachfolgend noch näher beschrieben wird. Die Steuereinheit
8 weist einen Steuerblock 30 auf, der über eine Leitung 32 ein Fehlersignal
von einem beliebigen Bauteil der Behandlungsvorrichtung 1, wie z. B. einem
nicht dargestellten Handhabungsroboter der Vorrichtung empfängt.
Beim normalen Betrieb der Vorrichtung 1 werden zunächst Halbleiterwafer 2
in das ungefüllte Behandlungsbecken 10 eingesetzt und anschließend wird
ein Behandlungsfluid 12 in geeigneter Weise in das Behandlungsbecken 10
eingeführt. Dabei wird in der Regel konstant Behandlungsfluid eingeleitet bis
es über den oberen Rand des Behandlungsbeckens 10 in den Überlauf 14
strömt und durch die Leitung 16 abgeleitet wird. Nach einer bestimmten Pro
zeßzeit wird das Behandlungsfluid 12 über ein nicht dargestelltes Ablaßventil
abgelassen, oder durch Einleiten eines anderen Fluids, wie z. B. ein Neutrali
sierungs- und/oder Spülfluid aus dem Behandlungsbecken 10 verdrängt. Zum
Einleiten des anderen Fluids kann beispielsweise die Versorgungseinrichtung
6 verwendet werden, die beispielsweise auch zum Einleiten des Behand
lungsfluids verwendet werden könnte. Anschließend werden die Halbleiter
wafer 2 für eine gewisse Zeitdauer gespült und abschließend über eine geeig
nete Handhabungsvorrichtung aus dem Behandlungsbecken 10 entnommen
und getrocknet. Dabei kann zuvor das andere Fluid aus dem Becken abgelas
sen werden oder die Halbleiterwafer 2 können aus dem fluidgefüllten Becken
herausgehoben werden. Beim Ablassen des Fluids oder beim Herausheben
aus dem Fluid werden die Wafer gemäß dem Marangonieffekt getrocknet.
Sollte während des obigen Prozesses ein Fehler auftreten, wie beispielsweise
eine Störung im Wafer-Handhabungssystem, im System zum Einleiten des
Behandlungsfluids, im System zum Beheizen des Behandlungsfluids und/oder
eine sonstige Störung, wird dieser Fehler über die Leitung 32 an den Steuer
block 30 signalisiert. Beim Empfang des Fehlersignals steuert der Steuerblock
30 über die Leitung 28 die Ventileinheit 24 an, um ein das Behandlungsfluid
12 verdünnendes Verdünnungsfluid wie zum Beispiel Wasser, Alkohol oder
Ethylenglykol in das Behandlungsbecken 10 einzuleiten. Dabei wird zunächst
ein unter hohem Druck stehendes Behandlungsfluid aus der Leitung 25 über
die Leitung 22 und die Einspritzeinheit 18 in das Behandlungsbecken 10 ein
geleitet, um das Behandlungsfluid 12 rasch aus dem Behandlungsbecken 10
zu verdrängen und das Behandlungsfluid 12 rasch zu verdünnen. Nach Errei
chen eines bestimmten Verdünnungsniveaus des Behandlungsfluids 12 im
Behandlungsbecken 10 wird das Ventil über die Steuereinheit 8 umgeschaltet,
um Verdünnungsfluid mit niedrigem Druck aus der Leitung 26 in das Behand
lungsbecken 10 einzuleiten, wodurch das Behandlungsfluid 12 weiter ver
drängt und verdünnt wird.
Wie schon oben angedeutet, ist es bei einer alternativen Ausführungsform der
Erfindung möglich, daß in den Leitungen 25, 26 unterschiedliche Verdün
nungsfluide vorgesehen sind. Wenn dies der Fall ist, kann die Steuereinheit 8
eine der Verdünnungsfluide auswählen, und zwar in Abhängigkeit von dem
derzeit im Behandlungsbecken 10 verwendeten Behandlungsfluid 12.
Über die Ansteuerung der Ventileinheit 24 kann die Strömung dorthindurch
reguliert und zunächst stärker und anschließend schwächer eingestellt wer
den. In gleicher Weise könnte die Steuereinheit 8 mit einer Pumpvorrichtung
oder ähnlichem verbunden sein, um den Druck des Verdünnungsfluids inner
halb der Leitung 25 und/oder 26 und somit die Strömungsgeschwindigkeit bei
geöffnetem Ventil einzustellen.
Fig. 2 zeigt eine alternative Ausführungsform einer Behandlungsvorrichtung 1
für Halbleiterwafer 2. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 werden die
gleichen Bezugszeichen wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ver
wendet, sofern gleiche oder ähnliche Bauteile betroffen sind. Die Vorrichtung
1 weist wiederum einen Prozeßbehälter 4, eine Versorgungseinrichtung 6 und
eine Steuereinheit 8 auf. Der Behandlungsbehälter 4 weist ein Behandlungs
becken 10 auf, das in geeigneter Weise mit Behandlungsfluid 12 befüllbar ist.
Das Behandlungsbecken 10 weist einen sich schräg nach unten zu einem
Schnellablaß 38 verjüngenden Beckenboden 40 auf. Unterhalb des Behand
lungsbeckens 10 ist ein Auffangbecken 42 vorgesehen, das mit einer Auslaß
leitung 44 verbunden ist. Über das Schnellablaßventil 38 ist es möglich, in
dem Behandlungsbecken 10 befindliches Behandlungsfluid 12 rasch in das
Auffangbecken 12 zu leiten, von wo es über die Ablaßleitung 44 abgeleitet
wird. Das Behandlungsbecken 10 ist wiederum von einem Überlauf 14 mit ei
ner Ablaufleitung 16 umgeben.
Die Versorgungseinrichtung 6 weist eine innerhalb des Behandlungsbeckens
10, zwischen den Wafern 2 und dem Schnellablaß 38 angeordnete Einsprit
zeinheit 18 mit Düsen 19, 20 auf, die über eine Leitung 22 mit einer Ventilein
heit 24 verbunden ist. Obwohl die Einspritzeinheit zwischen den Wafern 2 und
dem Schnellablaß 38 gezeigt ist, könnte sie auch neben den Wafern oder
über den Wafern angeordnet sein. Insbesondere wenn über den Schnellablaß
größere Mengen des Behandlungsfluids abgelassen werden, ist es sinnvoll,
die Einspritzeinheit 18 über den Wafern 2 zu positionieren, um eine gute Ab
leitung des Behandlungsfluids bei gleichzeitiger Einleitung des Verdünnungs
fluids zu erreichen. Ferner kann durch eine obenliegende Einspritzeinheit
vermieden werden, daß die Wafer beim Ableiten des Behandlungsfluids mit
Luft in Kontakt kommen, da das abgeleitete Behandlungsfluid von oben durch
das Verdünnungsfluid ersetzt wird. Die Ventileinheit 24 ist mit Einlaßleitungen
25 und 26 versehen.
Die Ventileinheit 24 ist über eine Steuerleitung 28 durch den Steuerblock 30
ansteuerbar, der über eine Leitung 32 ein Fehlersignal von einem Bauelement
der Vorrichtung 1 empfängt. Über eine weitere Steuerleitung 46 ist der Steu
erblock 30 der Steuereinheit 8 mit dem Schnellablaßventil 38 verbunden, um
dieses zu steuern.
Der Normalbetrieb der Behandlungsvorrichtung 1 ist im wesentlichen der sel
be, wie der Betrieb der Vorrichtung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel,
wobei das Behandlungsfluid 12 nach Ablauf der Prozeßzeit über das Schnel
lablaßventil 38 abgelassen werden kann, um anschließend ein Neutralisie
rungs- oder Spülfluid in das Behandlungsbecken 10 einzuleiten. Beim Auftre
ten eines Fehlers innerhalb der Behandlungsvorrichtung wird wiederum ein
Verdünnungsfluid in das Behandlungsbecken 10 eingeleitet, wie oben Be
schrieben. Zusätzlich zum Einleiten des Verdünnungsfluids wird jedoch auch
das Schnellablaßventil angesteuert, um vor und/oder während des Einleitens
des Verdünnungsfluids zumindest einen Teil des Behandlungsfluids 12 aus
dem Behandlungsbecken 10 abzuleiten. Indem ein Teil des Behandlungsfluids
12 durch das Schnellablaßventil 38 aus dem Behandlungsbecken 10 entfernt
wird, ist eine schnellere Unterbrechung der chemischen Prozesse zwischen
Behandlungsfluid 12 und Halbleiterwafer möglich, da der verbleibende Teil
rascher verdünnt werden kann.
Obwohl die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele beschrieben
wurde, ist die vorliegende Erfindung nicht auf die speziell dargestellten und
beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Beispielsweise könnte eine
Heiz- und/oder Kühlvorrichtung für das Behandlungsbecken 10 vorgesehen
sein, um die Temperatur des Behandlungsbeckens 10 zu verändern. Um
chemische Prozesse innerhalb des Behandlungsbeckens zu fördern, ist es
möglich, die Temperatur des Behandlungsbeckens und somit die Temperatur
des darin befindlichen Behandlungsfluids 12 auf eine optimale Prozeßtempe
ratur zu erwärmen. Um hingegen eine Unterbrechung der chemischen Pro
zesse zu beschleunigen, stoppt die Steuereinheit 8 die Erwärmung des Be
handlungsbeckens 10 und aktiviert gegebenenfalls eine aktive Kühlung des
Behandlungsbeckens 10, um die Mischung aus Behandlungsfluid 12 und ein
geleitetem Verdünnungsfluid innerhalb des Behandlungsbeckens 10 zu küh
len. Hierdurch kann eine raschere Unterbrechung der chemischen Prozesse
erreicht werden. Zum Erreichen eines ähnlichen Effekts ist es möglich, daß
die in den Einlaßleitungen zur Ventileinheit 24 vorgesehenen Behandlungs
fluide gekühlt sind oder zumindest eine Temperatur unterhalb der Temperatur
des Behandlungsfluids 12 im Behandlungsbecken 10 aufweisen, um die Tem
peratur im Behandlungsbecken 10 abzusenken und somit eine raschere Un
terbrechung der chemischen Prozesse zu ermöglichen.
Claims (14)
1. Verfahren zum Behandeln von Substraten, insbesondere Halbleiterwa
fern, in einem mit Behandlungsfluid gefüllten Behandlungsbecken, da
durch gekennzeichnet, daß bei Auftreten einer Fehlfunktion ein das Be
handlungsfluid verdünnendes Fluid in das Behandlungsbecken eingelei
tet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Behand
lungsfluid vor und/oder während des Einleiten des Verdünnungsfluids
zumindest teilweise abgelassen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Verdünnungsfluid in Abhängigkeit vom verwendeten Behandlungsfluid
ausgewählt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Behandlungsfluid zunächst stärker und nach Erreichen
eines gewünschten Verdünnungsniveaus schwächer verdünnt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Strö
mungsrate des Verdünnungsfluids verändert wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Konzentration des Verdünnungsfluids verändert wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Verdünnungsfluid eine andere, insbesondere eine ge
ringere Temperatur als das Behandlungsfluid aufweist.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Temperatur des Behandlungsbeckens verändert, ins
besondere abgesenkt wird.
9. Vorrichtung zum Behandeln von Substraten (2), insbesondere Halblei
terwafern, in einem mit Behandlungsfluid (12) gefüllten Behandlungsbec
ken (10), mit einer Versorgungseinrichtung (6) zum Einleiten eines das
Behandlungsfluid (12) verdünnenden Fluids in das Behandlungsbecken
(10), gekennzeichnet durch eine ein Fehlersignal empfangende Steuer
einheit (8) zum Steuern der Versorgungseinrichtung (6) in Abhängigkeit
vom Fehlersignal.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch ein Schnellablass
ventil (38) im Behandlungsbecken (10).
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
Versorgungseinrichtung (6) zum Einleiten unterschiedlicher Verdün
nungsfluide vorgesehen ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeich
net, daß die Temperatur des Verdünnungsfluids steuerbar ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeich
net, daß die Temperatur des Behandlungsbeckens (10) steuerbar ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeich
net, daß die Strömungsrate des Verdünnungsfluids steuerbar ist.
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Family Applications (1)
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| JP (1) | JP2003511870A (de) |
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