DE19947285A1 - Vorrichtung zur Steuerung der elektrischen Spannung an einem Verbraucher - Google Patents
Vorrichtung zur Steuerung der elektrischen Spannung an einem VerbraucherInfo
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Abstract
Es wird eine Vorrichtung zur Steuerung der Spannung an einem Verbraucher (7) beschrieben. Die Vorrichtung enthält einen Spartransformator, dessen Wicklung (3) einen eingangsseitig an die Phase (L) einer Netzspannung und ausgangsseitig an einen Pol des Verbrauchers (7) angeschlossenen Reihenabschnitt (4) und einen mit diesem an einer ersten Anzapfung (6) verbundenen, ausgangsseitig an einen anderen Pol des Verbrauchers (7) anschließbaren Parallelabschnitt (5) und Schaltglieder (10 bis 12) zur Auswahl unterschiedlicher Spannungen an den beiden Polen des Verbrauchers (7) enthält. Die Wicklung (3) ist durchgehend ausgebildet, und der Parallelabschnitt (5) ist mit wenigstens einer zweiten Anzapfung (8, 9) versehen. Ein Ausgang des Parallelabschnitts (5) und die zweite Anzapfung (8, 9) sind über je eines der Schaltglieder (10 bis 12) mit dem Nulleiter (N) verbunden.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen
Gattung.
Aufgrund von Energieeinsparungsmaßnahmen und zur Erhöhung der Lebensdauer von
Verbrauchern, z. B. von Beleuchtungsanlagen, ist bei diesen häufig ein Betrieb mit
abgesenkter Spannung vorteilhaft. Besonders im Hinblick auf das europäische Breit
spannungsnetz können zulässige Versorgungsspannungen auftreten, die weit über der
Nennbetriebsspannung z. B. von Leuchten liegen und damit deren Lebensdauer beträchtlich
verkürzen, wenn nicht die tatsächlich am Verbraucher anliegende Spannung mit Hilfe
derartiger Vorrichtungen in einem entsprechenden Umfang reduziert wird.
Aus diesen und anderen Gründen sind bereits Vorrichtungen der eingangs bezeichneten
Gattung bekannt (DE 195 41 341 A1), die Spartransformatoren mit Wicklungen enthalten,
die neben einem Reihenabschnitt eine Vielzahl von Parallelabschnitten aufweisen, wobei
jeweils erste Schaltglieder in die Stromwege dieser Parallelabschnitte und zweite Schalt
glieder zwischen die Ein- und Ausgänge dieser Parallelabschnitte geschaltet sind. Dadurch
ist es möglich, die Verbraucherspannung stufenweise zu verändern. Allerdings ist dazu
eine Vielzahl von Schaltgliedern erforderlich, was eine Steuervorrichtung mit entsprechend
vielen Steuerausgängen voraussetzt und bei automatischen Steuer- und Regelvorgängen
sehr aufwendig ist.
Ein weiteres Problem der bekannten Vorrichtung steht darin, daß es der Reihenabschnitt
unmöglich macht, den Verbraucher mit der vollen Netzspannung zu betreiben. Daher ist
es beim Abfall der Netzspannung auf einen vorgegebenen tiefen Wert erforderlich, den
Reihenabschnitt mit Hilfe von weiteren, im Verbraucherkreis liegenden Schaltgliedern
unwirksam zu machen. Da die Umschaltungen dieser Schaltglieder im Verbraucherkreis
erfolgen, müssen groß dimensionierte und teuere Schaltglieder vorgesehen werden.
Außerdem erhöhen die zusätzlichen Schaltglieder den Steuerungsaufwand noch weiter.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Vorrichtung der eingangs
bezeichneten Gattung dahingehend zu verbessern, daß die Zahl der Schaltglieder und
damit die Zahl der Steuerausgänge einer zugehörigen Steuer- oder Regeleinrichtung
wesentlich reduziert wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die kennzeichneten Merkmale des Anspruchs 1.
Die Erfindung bringt den wesentlichen Vorteil mit sich, daß für jede Spannungsstufe nur
ein einziges Schaltglied erforderlich ist. Außerdem wird für das Unwirksammachen des
Reihenabschnitts zwar ein weiteres Schaltglied, aber kein zusätzlicher Steuerausgang
benötigt, da die Funktion dieses weiteren Schaltglieds durch eine logische Verknüpfung
der Funktionen der übrigen Schaltglieder festgelegt werden kann. Schließlich kann auch
das weitere Schaltglied dem Parallelabschnitt zugeordnet werden, so daß zur Realisierung
der vollen Netzspannung am Verbraucher kein in dessen Stromkreis liegendes Schaltglied
erforderlich ist.
Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung wird nachfolgend an einem in der beiliegenden Zeichnung grob schematisch
dargestellten Ausführungsbeispiel näher erläutert.
In der Zeichnung ist mit dem Bezugszeichen 1 der Anschluß für die Phase L und mit dem
Bezugszeichen 2 der Anschluß für den Nulleiter N darstellt. Mit dem Bezugszeichen 3
ist eine einen Spannungstransformator bildende durchgehende Wicklung dargestellt, die einen
sogenannten Reihenabschnitt und einen sogenannten Parallelabschnitt 5 aufweist, die am
Verbindungspunkt eine Anzapfung 6 aufweisen. Dabei ist der Anschluß 1 mit dem
Eingang des Reihenabschnitts 4 (bzw. Spartransformators) und der Anschluß 2 mit dem
Ausgang des Parallelabschnitts 5 der Wicklung 3 des Spartransformators verbunden.
Außerdem ist der eine Pol eines Verbrauchers 7, z. B. eine Leuchtstofflampe, mit der
Anzapfung 6 und ein anderer Pol des Verbrauchs 7 mit dem Anschluß 2 verbunden. Beim
Einschalten der Netzwechselspannung an den Anschlüssen 1 und 2 liegt daher eine der
Lage der Anzapfung 6 entsprechende Spannung am Verbraucher 7.
Damit der Verbraucher 7 auch an unterschiedliche, insbesondere solche Spannungen gelegt
werden kann, die kleiner als die Spannung an der Anzapfung 6 sind, ist erfindungsgemäß
vorgesehen, die durchgehende Wicklung 3 im Bereich des Parallelabschnitts 5 mit
wenigstens einer weiteren, vorzugsweise mit mehreren weiteren Anzapfungen 8 und 9 zu
versehen. Außerdem wird der Ausgang der Wicklung 3 über ein erstes Schaltglied 10, die
Anzapfung 8 über ein zweites Schaltglied 11 und die Anzapfung 9 über ein drittes
Schaltglied 12 mit dem Nulleiter N bzw. dem Anschluß 2 bzw. dem anderen Pol des
Verbrauchers 7 verbunden.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist derart, daß zunächst z. B. das
Schaltglied 10 geschlossen ist, während sich die Schaltglieder 11 und 12 in geöffneten
Zuständen befinden. Es liegt dann eine der Lage der Anzapfung 6 in der Wicklung 3
entsprechende Spannung am Verbraucher 7. Ist es danach (z. B. nach der Zündung der
Leuchtstofflampe) aus irgendwelchen Gründen erwünscht, die Spannung am Verbraucher 7
weiter zu reduzieren, kann das Schaltglied 10 in einen geöffneten Zustand und eines der
Schaltglieder 11, 12 in den geschlossenen Zustand gesteuert werden. Die am Verbraucher
7 erhaltene Spannung hängt dann von der Lage der jeweiligen Anzapfung 8 bzw. 9 in
nerhalb des Parallelabschnitts 5 ab. Dabei erfolgen die Umschaltungen vorzugsweise so,
daß die Spannung am Verbraucher 7 zu keinem Zeitpunkt unterbrochen wird. Dies läßt
sich beispielsweise dadurch erreichen, daß die Schalterglieder 10 bis 12 im Bereich der
Nulldurchgänge geschaltet werden, wodurch ein gleichzeitiges oder leicht überlappendes
Schalten ohne Unterbrechung des Magnetisierungsstroms in der Wicklung 3 ermöglicht
wird. Dies ist auch deshalb von Vorteil, weil eine Unterbrechung des Magnetisierungs
stroms enorme Induktionsspitzen und somit EMV-Probleme verursacht. Als Schaltglieder
können somit z. B. entsprechend gesteuerte Relais oder Halbleiterbauelemente verwendet
werden.
Die Steuerung bzw. Regelung der Spannung in den durch die Schaltglieder 10 bis 12
ermöglichten Stufen erfolgt vorzugsweise mit einem Mikrocontroller, der so viele
Steuerausgänge aufweist, wie Schaltglieder 10 bis 12 vorhanden sind. Alternativ können
speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) vorgesehen werden, wobei die Spannung am
Verbraucher 7 bei Bedarf unabhängig von der momentan zur Verfügung stehenden
Netzspannung mit einer den vorhandenen Spannungsstufen entsprechenden Genauigkeit auf
einen vorgewählten Sollwert geregelt werden kann. Mit dieser Steuerung ist es weiterhin
möglich, das Steuer- und Regelverhalten der Vorrichtung frei programmierbar zu gestalten
und die Funktion von weiteren Größen wie Uhrzeit, Helligkeit, Soll- und Istspannung
sowie Bedarf abhängig zu machen.
Ist es erforderlich, den Verbraucher 7 zu irgendeinem Zeitpunkt voll an die ggf. abgefalle
ne Netzspannung zu legen, wird erfindungsgemäß ein weiteres Schaltglied 14 vorgesehen,
das z. B. zwischen die Anzapfungen 9 und den Ausgang der Wicklung 3 bzw. des
Parallelabschnitts 5 und eine der Anzapfungen 8 oder 9 gelegt wird. Auf diese Weise kann
erreicht werden, daß beim Schließen des weiteren Schaltglieds 14 und beim gleichzeitigen
Öffnen aller übrigen Schaltglieder 10 bis 12 der zugehörige Teil des Sekundärabschnitts 5
(wenigstens eine Windung) kurzgeschlossen und dadurch der induktive Spannungsabfall
am Reihenabschnitt 4 unwirksam gemacht wird. Es liegt dann eine Spannung am Ver
braucher 7, die bis auf den geringen Spannungsabfall, der durch den ohmschen Wider
stand des Reihenabschnitts 4 bedingt ist, der momentan vorhandenen Netzspannung
entspricht. Dabei muß für die Anzahl der kurzgeschlossenen Windungen ein Optimum
gefunden werden, was einerseits von der Strombelastbarkeit des Schaltgliedes 14 und
andererseits von der Spannungsfestigkeit dieses Schaltgliedes 14 begrenzt wird. Günstig
erweist sich, eine große Anzahl von Windungen kurzzuschließen, da dies einen geringen
Kurzschlußstrom und eine nahezu vollständige Kompensation des induktiven Anteils des
Reihenabschnitts 4 bewirkt.
Die Erfindung bringt neben dem Vorteil, daß nur eine geringe Anzahl an Schaltgliedern
vorhanden sein muß, den weiteren Vorteil mit sich, daß keinerlei Schaltglieder im
Verbraucherkreis benötigt werden. Weiter benötigt die Steuer- oder Regeleinrichtung zur
Steuerung des weiteren Schaltglieds 14 keinen zusätzlichen Steuerausgang. Es ist vielmehr
möglich, die drei den Schaltgliedern 10 bis 12 zugeordneten Steuerausgänge logisch so zu
verknüpfen, daß das weitere Schaltglied 14 automatisch geöffnet ist, wenn wenigstens
eines der Schaltglieder 10 bis 12 geschlossen ist, bzw. einen geschlossenen Zustand
annimmt, wenn alle übrigen Schaltglieder 10 bis 12 geöffnet sind. Diese Verknüpfung
kann software- oder hardwaremäßig erfolgen. Hardwaremäßig ist eine solche Verknüpfung
unter Anwendung von Relaisbaustein als Schaltglieder 10 bis 12 möglich, die je einen
Öffner und Schließer aufweisen, wobei z. B. die Schließer zur Realisierung der Funktio
nen der Schaltglieder 10 bis 12 verwendet werden, während die Öffner in Serie geschaltet
werden und das weitere Schaltglied 14 bilden. Geht dann einer der Schließer in den
Schließzustand über, öffnet sich automatisch der das weitere Schaltglied 14 enthaltende
Strompfad. Andererseits ist dieser Strompfad nur dann geschlossen, wenn alle drei
Schließer wieder in den geöffneten Zustand übergegangen sind. Schließlich bringt die
erfindungsgemaße Vorrichtung den Vorteil mit sich, daß der Spartransformator nicht mit
zusätzlichen, zu einem Schaltkasten od. dgl. führenden Anschlußklemmen versehen
werden muß, mit denen zusätzliche Schaltglieder verbunden werden, so daß sich ins
gesamt ein vereinfachter Aufbau der gesamten Vorrichtung ergibt.
Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt, das auf
vielfache Weise abgewandelt werden kann. Dies gilt insbesondere für die Zahl der zu
verschiedenen Spannungen am Verbraucher 7 führenden Schaltstufen bzw. Anzapfungen,
die Art der verwendeten Schaltglieder und/oder die Art des Verbrauchers. Weiter könnte
das Schaltglied zwischen andere Anzapfungen, z. B. die Anzapfungen 6 und 8, oder auch
zwischen eine der Anzapfungen und den Ausgang des Parallelabschnitts 5 gelegt werden.
Außerdem versteht sich, daß der Spartransformator einen nicht dargestellten Eisenkern,
insbesondere einen geschlossenen Eisenkern aufweisen kann und die verschiedenen
Merkmale in anderen als den dargestellten und beschriebenen Kombinationen verwendet
werden können.
Claims (4)
1. Vorrichtung zur Steuerung der Spannung an einem Verbraucher (7) mit einem Spar
transformator, dessen Wicklung (3) einen eingangseitig an die Phase (L) einer Netz
spannung und ausgangsseitig an einen Pol des Verbrauchers (7) angeschlossenen Reihen
abschnitt (4) und einen mit diesem an einer ersten Anzapfung (6) verbundenen, ausgangs
seitig an einen anderen Pol des Verbrauchers (7) anschließbaren Parallelabschnitt (5)
aufweist, und mit Schaltgliedern (10 bis 12) zur Auswahl unterschiedlicher Spannungen an
den beiden Polen des Verbrauchers (7), dadurch gekennzeichnet, daß die Wicklung (3)
durchgehend ausgebildet und der Parallelabschnitt (5) mit wenigstens einer zweiten
Anzapfung (8, 9) versehen ist und daß wenigstens ein Ausgang des Parallelabschnitts (5)
und die zweite Anzapfung (8, 9) oder zwei zweite Anzapfungen (8, 9) über je eines der
Schaltglieder (10 bis 12) mit dem Nulleiter (N) verbunden sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Unwirksammachen
des induktiven Spannungsabfalls am Reihenabschnitt (4) ein weiteres zum Kurzschließen
wenigstens einer Windung des Parallelabschnitts (5) bestimmtes Schaltglied (14) vor
gesehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltglieder
(10 bis 12) so in einem Schaltkreis angeordnet sind, daß das weitere Schaltglied (14)
automatisch geöffnet ist, wenn sich wenigstens eines der übrigen Schaltglieder (10 bis 12)
in der Schließstellung befindet, und sich bei Anordnung der übrigen Schaltglieder (10 bis
12) in der Offenstellung automatisch in einer Schließstellung befindet.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltglieder
(10 bis 14) aus kontakt- und unterbrechungsfrei schaltenden Halbleiterbauelementen
bestehen.
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