DE19947932C1 - Einrichtung zum Magnetronzerstäuben - Google Patents
Einrichtung zum MagnetronzerstäubenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Magnetronzerstäuben, die im Wesentlichen auf einem Vakuumflansch angeordnet ist, der in der Kammerwand einer Vakuumkammer befestigt werden kann. Die Einrichtung besteht aus mindestens einem Target sowie einer Gegenelektrode, die beide innerhalb der Vakuumkammer angeordnet sind, und außerhalb der Vakuumkammer mindestens einem hinter dem Target angeordneten Magnetsystem sowie einer Stromversorgungseinrichtung. Zwischen dem Target (1) und der Gegenelektrode (10) ist eine äußere Plasmaelektrode (9) vorhanden, die an ein erstes wahlfreies Potential gelegt werden kann, die Gegenelektrode (10) kann an ein zweites wahlfreies Potential gelegt werden, im Zentrum des Targets (1) ist eine innere Plasmaelektrode (8) angeordnet, die an ein drittes wahlfreies Potential gelegt werden kann, und auf dem Vakuumflansch (6) ist eine Schirmelektrode (11) vorhanden, welche das Target (1), die Gegenelektrode (10), die äußere Plasmaelektrode (9) sowie die innere Plasmaelektrode (8) umschließt und die an ein viertes wahlfreies Potential gelegt werden kann. An der inneren Plasmaelektrode (8) und/oder der äußeren Plasmaelektrode (9) sind Gasauslassöffnungen (12, 13) vorhanden. An der inneren Plasmaelektrode (8) und/oder der äußeren Plasmaelektrode (9) überdecken Plasmablenden (14, 15) die jeweiligen Spalten (35, 34) zum Target.
Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Magnetronzer
stäuben, die im Wesentlichen auf einem Vakuumflansch an
geordnet ist, der vakuumdicht in der Kammerwand einer
Vakuumkammer angeordnet werden kann. Innerhalb der Vakuum
kammer befinden sich auf dem Vakuumflansch mindestens ein
wärmeleitend mit einer Kühlplatte verbundenes Target sowie
eine Gegenelektrode. Außerhalb der Vakuumkammer befinden
sich zur Erzeugung eines tunnelförmigen, das Target durch
dringenden Magnetfeldes mindestens ein Magnetsystem und
eine Stromversorgungseinheit, mit der das Target und die
Gegenelektrode über Stromdurchführungen im Vakuumflansch
elektrisch leitend verbunden sind.
Vorzugsweise können zugehörig zum Magnetsystem im Vakuum
flansch im Bereich der Pole des Magnetsystems ferromagne
tische Polschuhe vakuumdicht eingelassen sein.
Die Einrichtung zum Magnetronzerstäuben kann in einem
breiten verfahrenstechnischen Umfang zur Abscheidung dün
ner Schichten aus Metallen, Legierungen oder chemischen
Verbindungen auf Substraten genutzt werden, um vorteilhaf
te mechanische, optische oder elektrische Eigenschaften
von Schichten auf Substraten zu erzeugen oder derartige
Eigenschaften zu verbessern.
Einrichtungen zum Magnetronzerstäuben, auch kurz Magne
trons genannt, sind nach dem Stand der Technik in vielfäl
tiger Ausführung bekannt. Dabei sind die einzelnen Ausfüh
rungen überwiegend an die spezifischen Aufgaben angepasst.
Eine große Anzahl von Magnetrons ist derart ausgebildet,
dass sie in einer beliebigen Vakuumanlage eingesetzt wer
den kann. Es sind auch Einrichtungen bekannt, die in die
Wand der Vakuumanlage eingebaut werden.
Die EP 0 095 211 A2 beschreibt ein Magnetron, bei dem eine
kreisförmige flache Kathode in der Wand einer Plasmakammer
angeordnet ist. Ein Substrat liegt der zu zerstäubenden
Oberfläche der Kathode gegenüber und eine ringförmige Anode
befindet sich koaxial zur Achse zwischen der Kathode und dem
Substrat. Zur Beeinflussung eines Magnetfeldes über der
Kathode weist die Einrichtung eine zentrale stabförmige
Elektrode und mindestens eine äußere zylindrische Elektrode
auf, die gegenüber der Kathode isoliert angeordnet sind und
an variable Potentiale gelegt werden können. Am Ende der
zentralen stabförmigen Elektrode kann eine radial vergrößer
te Scheibe angeordnet sein, mit der das elektrische Feld
zusätzlich beeinflusst wird.
Die DE 41 27 260 C1 beschreibt eine Magnetron-Sputterquel
le für Hochvakuum- und Ultrahochvakuumanlagen zur Be
schichtung großer runder Substrate. Die Magnetron-Sputter
quelle besteht aus einem gekühlten Target, einer Anode und
einem Magnetsystem. Das Target ist auf einer Kühlplatte
und diese isoliert auf einer Grundplatte angeordnet, wobei
das Kühlwasser isoliert durch die Grundplatte hindurch
geleitet wird. Die Anode umgibt das Target und ist eben
falls auf der Grundplatte befestigt. Die Grundplatte
verschließt vakuumdicht eine Öffnung in der Vakuumanlage,
und das Magnetsystem ist atmosphärenseitig auf der Grund
platte angebracht. In einer Ausführung der Erfindung ist
die erste Kühlplatte mit dem Target konzentrisch von einer
zweiten Kühlplatte mit einem zweiten Target umgeben. Das
System wird vakuumseitig von einem Plasmaschirm als Anode
umschlossen. Zum besseren Durchgriff des atmosphärenseitig
angeordneten Magnetsystems durch die Grundplatte können in
dieser Polschuhe eingelassen sein.
Der Betrieb einer derartigen Einrichtung erfolgt in be
kannter Weise nach dem unipolaren Prinzip, bei dem das
Target oder die Targets auf kathodischem Potential liegt
bzw. liegen und für die Plasmaentladung eine gesonderte
Anode vorhanden ist.
Eine solche Einrichtung ist insbesondere zum reaktiven
Zerstäuben für die Abscheidung isolierender Verbindungs
schichten nur sehr eingeschränkt einsetzbar, da die Anode
nach kurzer Betriebszeit mit isolierenden Schichten be
deckt ist und ihre Funktion verliert. In dem Maße, wie bei
geerdeter Anode andere Teile der Vakuumkammer die Funktion
der Anode übernehmen müssen, verändern sich wichtige
Betriebsparameter der Magnetron-Zerstäubungseinrichtung
wie Impedanz, Plasmaausdehnung und Beschichtungsrate, so
dass die Qualität der abgeschiedenen Schichten starken
Schwankungen unterworfen ist. Im Falle der Isolation der
Anode vom Massepotential verliert die Einrichtung beim
genannten Einsatzfall bereits nach kurzer Betriebszeit
vollständig ihre Funktionsfähigkeit.
Die DE 37 38 845 A1 gibt eine Zerstäubungkatode nach dem
Magnetronprinzip an, die besonders für die reaktive Ab
scheidung isolierender Schichten vorgeschlagen wird. Sie
ist durch eine zusätzliche Mittelelektrode im Bereich der
nicht erodierenden Teile des Targets und durch eine Zwi
schenelektrode zwischen einer Dunkelraumabschirmung und
dem Target gekennzeichnet. Durch diese Maßnahmen soll die
Gefahr der Ausbildung einer Bogenentladung, die ihren
Ursprung in der Aufladung isolierender Schichten auf den
nicht erodierenden Targetbereichen haben, reduziert wer
den. Der langzeitstabile Betrieb beim reaktiven Zerstäuben
ist jedoch auch mit dieser Einrichtung nicht gewährlei
stet, weil die als Anode wirkende Dunkelraumabschirmung
durch Beschichtung unwirksam wird und Teile der Vakuumkam
mer die Anodenfunktion mit den beschriebenen Nachteilen
übernehmen müssen. Die technische Gestaltung zweier Ab
schirmgehäuse, die sich in geringem Abstand voneinander
befinden und dem dichten Plasma ausgesetzt sind, ist zudem
problematisch. Nachteilig ist weiterhin, dass das Plasma
die gesamte Vakuumkammer ausfüllt und mit zunehmender
Betriebszeit zu schwer kontrollierbaren Potentialverschie
bungen führen kann.
In der DE 42 23 505 C1 ist eine Einrichtung zum Aufbringen
elektrisch schlecht leitender oder isolierender Schichten
durch reaktives Magnetronsputtern angegeben. Dabei ist die
Anode isoliert außerhalb eines Plasmaschirmes angeordnet,
der das Plasma begrenzt. Alle Teile, die mit dem Plasma in
Berührung kommen, außer dem Target, sind einzeln oder
gemeinsam dem Anodenpotential gegenüber isoliert angeord
net. Die vorgeschlagene Einrichtung hat sich jedoch eben
falls nicht für das langzeitstabile Beschichten durch
Zerstäubung bewährt. Es wird eine gehäufte Ausbildung von
Bogenentladungen beobachtet, die nicht nur an den nicht
erodierenden Targetbereichen, sondern auch an den Seiten
flächen des Targets auftreten. Weitere gravierende Defizi
te dieser Einrichtung beziehen sich auf die örtliche
Gleichmäßigkeit des Reaktionsgrades, die in der Art des
vorgeschlagenen Gaseinlasses für das Reaktivgas direkt in
den Plasmaraum ihren Ursprung haben.
Der Erfindung liegt als Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung
zum Magnetronzerstäuben der eingangs beschriebenen Art
anzugeben. Insbesondere soll die Einrichtung eine lang
zeitstabile reaktive Abscheidung dünner isolierender
Schichten auf Substraten bei relativ geringem technischen
Aufwand ermöglichen. Dabei soll es möglich sein, dass die
Einrichtung in universeller Weise für unterschiedliche
Plasma-Behandlungs- und Plasma-Beschichtungsverfahren
eingesetzt werden kann. Die Einrichtung soll für mittelfre
quent gepulste Energieeinspeisung sowohl in unipolarer als
auch in bipolarer Betriebsweise der zugehörigen Stromver
sorgungseinrichtung anwendbar sein.
Die Erfindung löst die Aufgabe durch die im kennzeichnen
den Teil des Anspruchs 1 genannten Merkmale. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet und werden nachstehend zusammen mit der
Beschreibung der bevorzugten Ausführung der Erfindung,
einschließlich der Zeichnung, näher dargestellt.
Der Kern der Erfindung besteht darin, dass zwischen dem
Target und einer Gegenelektrode eine äußere Plasmaelek
trode, im Zentrum des Targets eine innere Plasmaelektrode
und den Plasmaraum abgrenzend eine, zum Substrat hin
offene und das Target, die Gegenelektrode, die äußere
Plasmaelektrode und die innere Plasmaelektrode umschlie
ßend, Schirmelektrode vorhanden sind. Dabei können die
äußere Plasmaelektrode an ein erstes wahlfreies Potential,
die Gegenelektrode an ein zweites, die innere Plasmaelek
trode an ein drittes und die Schirmelektrode an ein vier
tes wahlfreies Potential gelegt werden. Welche Elektrode
an welches konkrete Potential gelegt wird, ist von der
gewünschten Verfahrensführung abhängig. Dabei können
mehrere oder alle Elektroden auch an das gleiche Potential
gelegt werden.
Des Weiteren sind an der inneren Plasmaelektrode und/oder
der äußeren Plasmaelektrode Plasmablenden vorhanden, die
die jeweiligen Spalte zum Target zumindestens teilweise
überdecken, sowie an der inneren Plasmaelektrode und/oder
der äußeren Plasmaelektrode Gasauslassöffnungen, die mit
mindestens einer Gaszuführungseinrichtung verbunden sind.
Die konkrete Festlegung der wahlfreien Potentiale für die
erfindungsgemäßen Plasmaelektroden, die Gegenelektrode und
die Schirmelektrode erfolgt nach verfahrenstechnischen
Gesichtspunkten und richtet sich insbesondere nach der Art
des Targetmaterials, des Prozessgases und der in die
Magnetroneinrichtung eingespeisten Leistung.
Im einfachsten Fall ist eine Isolation der genannten
Elektroden ausreichend, wodurch sich ein frei verschieb
bares, sogenanntes Floating-Potential entsprechend den
Plasmabedingungen einstellt. Vorzugsweise sind die Elek
troden jedoch mit einstellbaren Spannungsquellen oder
gemäß Anspruch 7 mit einem geeignet bemessenem Netzwerk
aus Widerständen, Kondensatoren und Induktivitäten zur
Einstellung der optimalen Potentiale verbunden.
Die vorgeschlagene Gaszuführungseinrichtung bewirkt eine
indirekte homogene verteilte Zufuhr des Arbeitsgases und
des Reaktivgases in den Raum der höchsten Plasmadichte.
Die Erfindung weist eine besonders vorteilhafte geringe
Neigung zur Ausbildung von Bogenentladungen auf. Auch beim
Einsatz der erfindungsgemäßen Einrichtung zur Abscheidung
von Schichten mit kritischen Paarungen von Targetmaterial
und Reaktivgas, z. B. mit Aluminium-Sauerstoff oder Silizi
um-Sauerstoff, wurden über lange Prozesszeiten keine
wesentlichen Bogenentladungen registriert.
Die erfindungsgemäßen Blenden zwischen der inneren Plasma
elektrode und/oder der äußeren Plasmaelektrode und dem
Target verhindern das Eindringen des Plasmas mit hoher
Plasmadichte in die Spaltbereiche, in denen eine hohe
elektrische und magnetische Feldstärke wirksam ist. Die
Spaltüberdeckung kann teilweise oder vollständig sein. In
einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung können
diese Blenden derart ausgebildet werden, dass sie gleich
zeitig diejenigen Targetbereiche überdecken, in denen
keine Erosion, sondern eine Rückstäubung stattfindet.
In der zweckmäßigen Gestaltung gemäß Anspruch 2 ist die
Gegenelektrode im Raum zwischen der äußeren Plasmaelek
trode und der Schirmelektrode so angeordnet, dass die
optische Linie zwischen der Gegenelektrode und dem Target
durch die äußere Plasmaelektrode unterbrochen ist. Zur
Ausbildung der Plasmaentladung zwischen dem Target und der
Gegenelektrode werden in der Praxis Spalte von vorzugs
weise 5 bis 30 mm zwischen der äußeren Plasmaelektrode und
der Schirmelektrode vorgesehen. Damit sind die Räume der
eigentlichen Plasmaentladung, d. h. der Raum um das Target
innerhalb der äußeren Plasmaelektrode und der Raum um die
Gegenelektrode miteinander verbunden. Die Gegenelektrode
ist somit fast vollständig gegen eine unerwünschte Be
schichtung geschützt. Eine sich durch die erfindungsgemäße
Anordnung ausbildende leistungsschwache Nebenentladung im
Bereich der Gegenelektrode fördert die Stabilität der
Magnetronentladung. Für diese Ausgestaltung der Erfindung
wird die Stromversorgung typischerweise unipolar betrie
ben.
In der Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 3 wird
als Gegenelektrode mindestens ein weiteres Target mit
einer zugehörigen Kühlplatte eingesetzt. Dieses weitere
Target kann in entsprechender Weise wie das eigentliche
Target ausgebildet sein. Auf diese Weise entsteht eine
Doppelmagnetron-Anordnung, bei der beide Targets unabhän
gig voneinander unipolar oder gemeinsam bipolar betrieben
werden können. In jedem Falle bildet eines der Targets die
Gegenelektrode während der Zerstäubungsphase des anderen
Targets. Dazu muss die Stromversorgungseinrichtung mit
bekannten Mitteln die notwendige Energieeinspeisung in die
Magnetronentladung sichern.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfin
dung nach Anspruch 4 ist ein Lichtsensor außerhalb der
Vakuumkammer angeordnet, der mit einer Lichtleiteinrich
tung verbunden ist, die den Vakuumflansch durchdringt und
deren Lichteintrittsöffnung sich innerhalb der Schirmelek
trode im Wesentlichen rechtwinklig zu einer Linie zwischen
der Oberfläche des Targets und dem Substrat befindet. Die
Lichtleiteinrichtung kann durch faseroptische Bauelemente
gebildet werden. Alternativ eignet sich auch ein Rohr,
dessen Innenfläche lichtreflektierend ausgebildet ist,
oder ein Spiegel zur Umlenkung des Lichtstrahles. Mit
diesem Sensor und ggf. elektronischen Signalaufbereitungs
einheiten, die zweckmäßigerweise ebenfalls auf dem Vaku
umflansch außerhalb des Vakuums angeordnet sind, lässt
sich der reaktive Zerstäubungsprozess optimal regeln.
Als weitere Ausgestaltung kann zugehörig zum Magnetsystem
des Targets ein mechanisch verstellbares Hubsystem au
ßerhalb der Vakuumkammer am Vakuumflansch vorhanden sein,
welches eine bestmögliche Anpassung der Magnetfeldstärke
auf der Targetoberfläche im Bereich des magnetischen
Tunnels in Abhängigkeit von der Art des Targetmaterials,
den Prozessbedingungen und dem Erosionszustand des Targets
ermöglicht.
Mit der Einrichtung nach Anspruch 6, bei der am Vakuum
flansch außerhalb der Vakuumkammer ein Drucksensor an
geordnet ist, der mit dem von der Schirmelektrode umschlos
senen Raum in Verbindung steht, ist eine Druckmessung in
unmittelbarer Umgebung der Plasmaentladung möglich. Da
durch wird eine wesentlich bessere Druckmessung erreicht
als bei der üblicherweise in der Vakuumkammer durchgeführ
ten Druckmessung, was sich sehr vorteilhaft bei der Druck
regulierung im Plasmaraum und damit für die Stabilität der
Magnetronentladung auswirkt.
Die erfindungsgemäße Einrichtung ist besonders universell
wahlweise für die verschiedenen als solche bekannten
Verfahrensvarianten zum Magnetronzerstäuben einsetzbar.
Die Erfindung wird nachstehend an zwei Ausführungsbei
spielen näher erläutert.
Die zugehörige Zeichnung zeigt in Fig. 1 schematisch die
erfindungsgemäße Einrichtung nach Ausführungsbeispiel I.
Fig. 2 zeigt die Einrichtung nach Ausführungsbeispiel II.
Fig. 1 zeigt zugehörig zum Ausführungsbeispiel I eine
schematische Schnittdarstellung einer langgestreckten
rechteckigen Einrichtung zum Magnetronzerstäuben. Auf
einem Vakuumflansch 6 befindet sich vakuumseitig isoliert
angeordnet eine Kühlplatte 2 aus Kupfer mit einem Target 1
aus Aluminium, eine Gegenelektrode 10 und eine äußere
Plasmaelektrode 9.
Das Target 1 ist durch eine Bondschicht wärmeleitend und
elektrisch leitend mit der Kühlplatte 2 verbunden. Die
Kühlplatte 2 und das Target 1 sind gleich groß und recht
eckig. Die Längsausdehnung ist beispielhaft 750 mm und die
Ausdehnung in Querrichtung beträgt 130 mm.
Der Vakuumflansch 6 ist vakuumdicht in der Kammerwand 30
einer Vakuumkammer als Beschichtungskammer montiert.
Außerhalb der Vakuumkammer befindet sich ein Magnetsystem
3. Zugehörig sind in den Vakuumflansch 6 Polschuhe 7
eingelassen, wodurch eine höhere und gleichmäßige Feld
stärke bei der Ausbildung eines tunnelförmigen Magnetfel
des 4 oberhalb der Oberfläche des Targets 1 erreicht wird.
Weiterhin ist außerhalb der Vakuumkammer am Vakuumflansch
6 ein mechanisch verstellbares Hubssystem 32 vorgesehen,
mit dem der Abstand zwischen dem Magnetsystem 3 und Pol
schuhen 7 in Abhängigkeit von der Targeterosion, dem
Targetmaterial oder den technologischen Erfordernissen des
Beschichtungsprozesses eingestellt werden kann. Das Hubsy
stem 32 ist an einer Montageplatte 25 montiert, die mit
tels Stützen 26 am Vakuumflansch 6 befestigt ist. Auf der
Montageplatte 25 ist ein Positionssensor 19 angeordnet,
mit dem die Position des Magnetsystems 3 bestimmt werden
kann.
Die Gegenelektrode 10 ist im Beispiel parallel auf beiden
Seiten der Kühlplatte 2 mit dem Target 1 in Form von zwei
langgestreckten Blechen ausgebildet und isoliert auf dem
Vakuumflansch 6 und außerhalb des Bereiches des tunnelför
migen Magnetfeldes 4 angeordnet.
Eine elektrisch isoliert angeordnete Schirmelektrode 11
umgibt das Target 1 und die Gegenelektrode 10 und schirmt
den Raum zwischen dem Target 1 und dem Substrat 27, mit
Ausnahme einer Dampfaustrittsöffnung 31 gegen die übrigen
Bereiche der Vakuumkammer im Wesentlichen ab.
Im Beispiel ist die Schirmelektrode 11 durch eine Abwinke
lung derart gestaltet, dass zwischen der Schirmelektrode
11 und der äußeren Plasmaelektrode 9 ein Spalt 33 gebildet
wird. Dieser Spalt 33 ist abhängig von den praktischen
Gegebenheiten und liegt im Bereich von ca. 5 mm bis 20 mm,
im Beispiel beträgt er 8 mm.
Die äußere Plasmaelektrode 9 ist elektrisch isoliert auf
dem Vakuumflansch 6 angeordnet. Dabei ist zwischen der
Kühlplatte 2 mit dem Target 1 und den beiden parallelen
Blechen der Gegenelektrode 10 ein von zwei Teilen der
äußeren Plasmaelektrode 9 angeordnet. Vorteilhaft ist es,
wenn die äußere Plasmaelektrode 9, die Kühlplatte 2 mit
dem Target 1 vollständig umschließt. Im Beispiel betragen
die Spalte 34 zwischen der äußeren Plasmaelektrode 9 und
der Kühlplatte 2 mit dem Target 1 ca. 3 mm.
Im Zentrum des Targets 1 ist eine innere Plasmaelektrode 8
elektrisch isoliert angeordnet. In Fig. 1 ist zur bes
seren Übersichtlichkeit das Target 1 im Querschnitt darge
stellt. Tatsächlich ist das Target 1 einteilig und weist
mittig eine Öffnung für die innere Plasmaelektrode 8 auf.
Die innere Plasmaelektrode 8 und die äußere Plasmaelek
trode 9 weisen eine Vielzahl von Gasauslassöffnungen 12
bzw. 13 auf, die an verschiedene Gaszuführungseinrichtun
gen mit zugehörigen Gasmesseinrichtungen 21 und Regelven
tile 22 angeschlossen sind. Die Vielzahl der Gasauslass
öffnungen 12 bzw. 13 ist in Längsrichung des Targets 1
angeordnet, so dass ein gleichmäßiger Einlass von Argon
als Arbeitsgas durch die Gasauslassöffnungen 12 und von
Sauerstoff als Prozessgas durch die Gasauslassöffnungen 13
möglich ist. Die Gasauslassöffnungen 12 und 13 sind so
angeordnet, dass der Gaseinlass in die Spalte 34 bzw. 35
zwischen der Kühlplatte 2 mit dem Target 1 und der äußeren
Plasmaelektrode 9 bzw. der inneren Plasmaelektrode 8
erfolgt. Diese Art des Gaseinlasses erlaubt sehr kurze
Reaktionszeiten des Gaseinlasssystems und damit eine sehr
gute Prozessstabilität. Es ist jedoch auch möglich, die
Gase in den Raum zwischen äußerer Plasmaelektrode 9 und
der Schirmelektrode 11 einzulassen.
Weiterhin sind an der inneren Plasmaelektrode 8 Plasma
blenden 14 und an der äußeren Plasmaelektrode 9 Plasma
blenden 15 angeordnet, die die Spalte 35 bzw. 34 im Bei
spiel im Wesentlichen überdecken. Dadurch können Bogenent
ladungen, deren Ausbildung im Bereich hoher elektrischer
und magnetischer Feldstärke besonders wahrscheinlich ist,
vermieden werden. Es ist auch vorteilhaft, wenn entspre
chende Blenden so weit in den Bereich über dem Target 1
reichen, dass die nicht erodierenden Zonen des Targets 1
teilweise oder vollständig überdeckt werden bzw. bis ca.
1 mm an die Erosionszone heranreichen.
Im Beispiel wurde die Gegenelektrode 10 so angeordnet,
dass die optische Linie zwischen dem Target 1 und der
Gegenelektrode 10 durch die äußere Plasmaelektrode 9 unter
brochen ist. Dadurch wird eine Beschichtung der Gegenelek
trode 10 mit beispielsweise isolierenden Aluminiumoxid
schichten verhindert und eine Langzeitstabilität der
elektrischen Funktion der Gegenelektrode 10 erreicht.
Die Kühlplatte 2 mit dem Target 1 und die Gegenelektrode
10 sind über Stromdurchführungen im Vakuumflansch 6 an
eine Stromversorgungseinrichtung 5 angeschlossen. Diese
Stromversorgungseinrichtung 5 liefert unipolare Pulse mit
positiver Polarität an der Gegenelektrode 10 und negativer
Polarität an der Kühlplatte 2 mit dem Target 1.
Die elektrisch isoliert angeordnete innere Plasmaelektrode
8 und äußere Plasmaelektrode 9, die Gegenelektrode 10
sowie die Schirmelektrode 11 sind an ein elektrisches Netz
werk 23 mit geeigneten Widerständen, Kondensatoren, Induk
tivitäten und Halbleiterbauelementen angeschlossen, wel
ches eine definierte Potentialeinstellung ermöglicht. Als
Bezugspotential dient in dieser Einrichtung der Vakuum
flansch 6. Die Potentialeinstellung in Abhängigkeit von
der Größe des Targets 1 und der eingespeisten Leistung
erlaubt eine erhebliche Reduzierung von Bogenentladungen
und eine deutliche Verbesserung der Langzeitstabilität
beispielsweise bei der Abscheidung von Aluminiumoxid
schichten. Im Beispiel legt das Netzwerk 23 beim Abschei
den von Aluminiumoxid mit einer Leistung von 15 kW die
Potentiale wie folgt fest: Gegenelektrode 10: +30 V,
innere Plasmaelektrode 8: +5 V, äußere Plasmaelektrode 9:
+10 V und Schirmelektrode 11: +7 V.
Außerhalb der Vakuumkammer ist ein Lichtsensor 18 angeord
net, dessen Signal von einer Wandler-Elektronik 24 aufbe
reitet und als Digitalsignal weitergeleitet wird. Das von
der Plasmaentladung oberhalb der Oberfläche des Targets 1
emittierte Licht, tritt in eine Lichteintrittsöffnung 28,
eine Bohrung in der äußeren Plasmaelektrode 9 mit einem
Durchmesser von ca. 4 mm, ein und gelangt durch ein Licht
leitrohr 16 und über ein Fenster 17 aus Quarzglas, welches
eine Öffnung im Vakuumflansch 6 abdichtet, zum Lichtsensor
18. Die Lichtleiteinrichtung 16 ist in der Form eines
innen polierten Metallrohres mit einem freien Innendurch
messer von ca. 6 mm ausgebildet. Dabei ist die Lichtleit
einrichtung 16 derart isoliert angeordnet, dass die äußere
Plasmaelektrode 9 gegen den Vakuumflansch 6 elektrisch
isoliert bleibt.
Außerhalb des Vakuums wird das Licht vom Quarzfenster 17
über Lichtleitfasern zum Lichtsensor 18 geleitet. Als
alternative Ausführung können anstelle des Metallrohres
der Lichtleiteinrichtung 16 z. B. auch Lichtleitfasern
verwendet werden.
Das Ausführungsbeispiel ist weiterhin mit einem Drucksen
sor 20 ausgerüstet, der über eine Bohrung im Vakuumflansch
6 mit einem Druckrohr 29 verbunden ist. Das Druckrohr 29
hat einen freien inneren Durchmesser von 15 mm und mündet
in dem von der Schirmelektrode 11 umschlossenen Plasmaraum
zwischen der äußeren Plasmaelektrode 9 und der Gegenelek
trode 10. Dabei endet die Öffnung des Druckrohres 29 dicht
an einer Bohrung mit einem Durchmesser von ebenfalls 15 mm
in der äußeren Plasmaelektrode 9, wodurch unmittelbar der
Druck im Plasmaraum innerhalb der äußeren Plasmaelektrode
9 gemessen werden kann.
Das Druckrohr 29 ist elektrisch isoliert ausgebildet.
Damit ist sichergestellt, dass die äußere Plasmaelektrode
9 elektrisch nicht mit dem Vakuumflansch 6 kontaktiert
wird.
Die Messung des Druckes erfolgt vorzugsweise gasartunab
hängig mittels piezoelektrischer Wandlung.
Die spezifische Einrichtung für die Druckmessung bietet
durch die direkte Messung im von der Schirmelektrode 11
umschlossenen Beschichtungsraum gegenüber der üblichen
Druckmessung in der Vakuumkammer den Vorteil einer größe
ren Genauigkeit bei geringerer Zeitverzögerung bis zur
Ausgabe des Messsignals. Das elektrische Signal des Druck
sensors 20 wird mittels Wandler-Elektronik 24 in ein
Digitalsignal gewandelt und über eine optische Datenüber
tragungseinrichtung an eine Steuer- und Regelelektronik
weitergeleitet.
Im Ausführungsbeispiel II mit der zugehörigen Fig. 2 ist
eine Ausbildung der Erfindung entsprechend Anspruch 3
dargestellt. Als Gegenelektrode 10 gemäß Ausführungsbei
spiel I ist ein zum Target 1 baugleiches Target 40 an
geordnet. Erfindungsgemäß sind das Target 1 wie das Target
40, als Gegenelektrode 10, auf einem Vakuumflansch 41
angeordnet.
Eine Schirmelektrode 42 umschließt die gesamte vakuumsei
tige Anordnung der Einrichtung mit den Targets 1 und 40.
Zur Messung des Druckes ist, entgegen dem Ausführungsbei
spiel I, lediglich eine Öffnung 36 im Vakuumflansch 41
vorhanden, die im äußeren Bereich innerhalb der Schirm
elektrode 42 in den Plasmaraum einmündet.
Die Stromversorgungseinrichtung 37 ist geeignet, die
Energie in Form von bipolaren Pulsen in die Einrichtung
einzuspeisen. Dabei ist jeweils eines der Targets 1 bzw.
40 zumindest zeitweilig als Kathode und das jeweils andere
Target 1 bzw. 40 als Anode geschaltet.
Die übrigen Bestandteile der Einrichtung entsprechen im
Wesentlichen denen im Ausführungsbeispiel I mit der Fig.
1 und sind mit entsprechenden Positionsnummern versehen.
Die Einrichtung nach dem Ausführungsbeispiel II hat den
Vorteil, dass die beiden Targets 1 und 40 zumindest im
Bereich der Erosionszonen ihre elektrische Leitfähigkeit
langzeitstabil behalten und dadurch die Entladungsbedin
gungen ebenfalls langzeitstabil sind.
Das Ausführungsbeispiel II kann unter gegebenen Bedingun
gen auch derart abgewandelt werden, dass die beiden Tar
gets 1 bzw. 40 auf zwei getrennten Vakuumflanschen an
geordnet werden. Erfindungsgemäß wird auch dann die gesam
te Einrichtung innerhalb der Vakuumkammer von einer gemein
samen Schirmelektrode umgeben. Die einzelnen sonstigen
Bauteile der Einrichtung können variabel auf einem der
Vakuumflansche angeordnet werden, soweit sie nicht auf
beiden Vakuumflanschen erforderlich sind.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die darge
legten Ausführungen beschränkt. So ist es ohne weiteres
möglich, einzelne Bauteile zu variieren oder auch mehr als
zwei Targets anzuordnen, wobei diese variabel als Kathode
bzw. Anode geschaltet werden können.
Weiterhin ist es ebenfalls möglich, anstelle der langge
streckten rechteckigen Geometrie der Targets z. B. kreis
runde, ovale oder dreieckige Targetformen in Anpassung an
die Beschichtungsaufgabe zu wählen. Bei kreisrunder Tar
getgeometrie wird in einer vorteilhaften Ausgestaltung der
Erfindung die innere Plasmaelektrode ebenfalls kreisrund
ausgebildet. In Anlehnung an Ausführungsbeispiel T wird
das Target von der äußeren Plasmaelektrode, der Gegenelek
trode und der Schirmelektrode ringförmig umgeben.
1
Target
2
Kühlplatte
3
Magnetsystem
4
Magnetfeld
5
Stromversorgungseinrichtung
6
Vakuumflansch
7
Polschuhe
8
innere Plasmaelektrode
9
äußere Plasmaelektrode
10
Gegenelektrode
11
Schirmelektrode
12
Gaseinlassöffnung
13
Gaseinlassöffnung
14
Plasmablende
15
Plasmablende
16
Lichtleiteinrichtung
17
Fenster
18
Lichtsensor
19
Positionssensor
20
Drucksensor
21
Gasmesseinrichtung
22
Regelventil
23
elektrisches Netzwerk
24
Wandler-Elektronik
25
Montageplatte
26
Stützen
27
Substrat
28
Lichteintrittsöffnung
29
Druckrohr
30
Kammerwand
31
Dampfaustrittsöffnung
32
Hubsystem
34
Spalt
35
Spalt
36
Öffnung
37
Stromversorgungseinrichtung
38
39
40
Target
41
Vakuumflansch
42
Schirmelektrode
43
äußeren Plasmaelektrode
Claims (7)
1. Einrichtung zum Magnetronzerstäuben, die auf einem Vaku
umflansch angeordnet ist, der in der Kammerwand einer
Vakuumkammer gegenüber mindestens einem zu beschichten
den Substrat befestigt ist, und aus mindestens einem
wärmeleitend mit einer Kühlplatte verbundenen Target
sowie einer Gegenelektrode besteht, die beide auf dem
Vakuumflansch innerhalb der Vakuumkammer angeordnet
sind, und außerhalb der Vakuumkammer mindestens einem
hinter dem Target oder der Kühlplatte angeordneten Mag
netsystem zur Erzeugung eines tunnelförmigen, das Target
durchdringenden Magnetfeldes, vorzugsweise mit
ferromagnetischen Polschuhen, welche zugehörig zum Mag
netsystem im Bereich dessen Pole vakuumdicht im Vaku
umflansch eingelassen sind, sowie einer
Stromversorgungseinrichtung, mit der das Target und die
Gegenelektrode über Stromdurchführungen im Vakuumflansch
elektrisch leitend verbunden sind, dadurch gekennzeich
net, dass
- - zwischen dem Target (1) und der Gegenelektrode (10) eine äußere Plasmaelektrode (9) vorhanden ist, die an ein erstes wahlfreies Potential gelegt ist,
- - dass die Gegenelektrode (10) an ein zweites wahlfreies Potential gelegt ist,
- - dass im Zentrum des Targets (1) innerhalb des von der Erosionszone begrenzten Targetbereiches eine innere Plasmaelektrode (8) angeordnet ist, die an ein drittes wahlfreies Potential gelegt ist,
- - dass auf dem Vakuumflansch (6) eine zum Substrat (27) hin offene Schirmelektrode (11) angeordnet ist, die das Target (1), die Gegenelektrode (10), die äußere Plasmaelektrode (9) sowie die innere Plasmaelektrode (8) umschließt und an ein viertes wahlfreies Potential ge legt ist,
- - dass an der inneren Plasmaelektrode (8) und/oder der äußeren Plasmaelektrode (9) vorzugsweise eine Vielzahl von Gasauslassöffnungen (12, 13) vorhanden sind, die mit mindestens einer Gaszuführungseinrichtung verbunden sind, und
- - dass an der inneren Plasmaelektrode (8) und/oder der äußeren Plasmaelektrode (9) Plasmablenden (14, 15) vor handen sind, die die jeweiligen Spalte (35, 34) zum Target (1) zumindestens teilweise überdecken.
2. Einrichtung zum Magnetronzerstäuben nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenelektrode (10) und
die äußere Plasmaelektrode (9) derart zueinander an
geordnet sind, dass die optische Linie zwischen der
Gegenelektrode (10) und dem Target (1) durch die äußere
Plasmaelektrode (9) unterbrochen ist.
3. Einrichtung zum Magnetronzerstäuben nach einem der An
sprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Ge
genelektrode (10) mindestens ein weiteres Target (40)
vorhanden ist, welches von einer gesonderten äußeren
Plasmaelektrode (43) umgeben ist.
4. Einrichtung zum Magnetronzerstäuben nach einem der An
sprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass außerhalb
der Vakuumkammer ein Lichtsensor (18) vorhanden ist, der
mit einer Lichtleiteinrichtung (16) verbunden ist, wel
che den Vakuumflansch (6) durchdringt und deren Licht
eintrittsöffnung (28)
sich im Wesentlichen rechtwinklig zu einer Linie zwi
schen der Oberfläche des Targets (1) und dem Substrat
(27) innerhalb der Schirmelektrode (11) befindet.
5. Einrichtung zum Magnetronzerstäuben nach einem der An
sprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass außerhalb
der Vakuumkammer am Vakuumflansch (6) ein mechanisch
verstellbares Hubsystem (32) vorhanden ist, mit dem der
Abstand zwischen dem Magnetsystem (3) und den Polschuhen
(7) veränderlich ist.
6. Einrichtung zum Magnetronzerstäuben nach einem der An
sprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass außerhalb
der Vakuumkammer ein Drucksensor (20) vorhanden ist, der
über eine Druckleitung (29), die den Vakuumflansch
durchdringt, mit dem Raum innerhalb der Schirmelektrode
(11) verbunden ist.
7. Einrichtung zum Magnetronzerstäuben nach einem der An
sprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass außerhalb
der Vakuumkammer ein elektrisches Netzwerk (23) vorhan
den ist, welches aus Widerständen, Kondensatoren, Induk
tivitäten und/oder aktiven Bauelementen wie Spannungs
quellen besteht und welches über elektrische Leitungen,
die durch elektrische Isolatoren im Vakuumflansch (6) in
die Vakuumkammer eingeführt sind, mit der Gegenelektrode
(10), der äußeren Plasmaelektrode (9), der Schirmelek
trode (11) und der inneren Plasmaelektrode (8) verbunden
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999147932 DE19947932C1 (de) | 1999-09-28 | 1999-09-28 | Einrichtung zum Magnetronzerstäuben |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999147932 DE19947932C1 (de) | 1999-09-28 | 1999-09-28 | Einrichtung zum Magnetronzerstäuben |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19947932C1 true DE19947932C1 (de) | 2001-04-26 |
Family
ID=7924556
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999147932 Expired - Fee Related DE19947932C1 (de) | 1999-09-28 | 1999-09-28 | Einrichtung zum Magnetronzerstäuben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19947932C1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US20110091662A1 (en) * | 2008-06-16 | 2011-04-21 | Matthias Fahland | Coating method and device using a plasma-enhanced chemical reaction |
| DE102011115145A1 (de) * | 2011-09-27 | 2013-03-28 | Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. | Verfahren zum Magnetronsputtern mit Ausgleich der Targeterosion |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP0095211A2 (de) * | 1982-05-21 | 1983-11-30 | Koninklijke Philips Electronics N.V. | Magnetron Kathodenzerstaübungssystem |
| DE3738845A1 (de) * | 1987-11-16 | 1989-05-24 | Leybold Ag | Zerstaeubungskatode nach dem magnetronprinzip |
| DE4127260C1 (en) * | 1991-08-17 | 1992-04-16 | Forschungsgesellschaft Fuer Elektronenstrahl- Und Plasmatechnik Mbh, O-8051 Dresden, De | Magnetron sputter source |
| DE4223505C1 (de) * | 1992-07-17 | 1993-11-04 | Fraunhofer Ges Forschung | Einrichtung zum aufbringen elektrisch schlecht leitender oder isolierender schichten durch reaktives magnetronsputtern |
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| DE19646700A1 (de) * | 1995-11-16 | 1997-05-22 | Balzers Hochvakuum | Vakuumbehandlungskammer |
-
1999
- 1999-09-28 DE DE1999147932 patent/DE19947932C1/de not_active Expired - Fee Related
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