DE19947829A1 - Automatische Kupplung für Schienenfahrzeuge, insbesondere automatische Zugkupplung - Google Patents
Automatische Kupplung für Schienenfahrzeuge, insbesondere automatische ZugkupplungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine automatische Kupplung für Schienenfahrzeuge, insbesondere eine automatische Zugkupplung mit einem, über einen Kupplungsarm an einer Zugfeder an einem Schienenfahrzeug angelenkten und gegenüber dem Kupplungsarm in Einbaulage in Richtung der theoretischen Verbindungsachse A Vtheoretisch zwischen den miteinander zu kuppelnden Schienenfahrzeugen betrachtet verschiebbaren Kupplungsknopf. Erfindungsgemäß ist dem Kupplungskopf eine Stoßdämpferanordnung in Form einer Flüssigkeitsdämpferanordnung, umfassend wenigstens einen Stoßdämpfer, zugeordnet. Jeder Stoßdämpfer ist dabei mit dem Kupplungskopf und wenigstens mittelbar mit dem, dem Kupplungskopf zugeordneten Schienenfahrzeug, insbesondere der Waggonbohle verbunden.
Description
Die Erfindung betrifft eine automatische Kupplung für Schienenfahrzeuge, insbeson
dere für Zugkupplungen, im einzelnen mit den Merkmalen aus dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Automatische Kupplungen für Schienenfahrzeuge, insbesondere automatische Zug
kupplungen, sind in einer Vielzahl von Ausführungsmöglichkeiten aus dem Stand der
Technik bekannt. Stellvertretend wird dabei auf die folgenden Druckschriften verwie
sen:
- 1. Adolf Felsing, Eberhard Hoffmann: "Moderne Technik bei der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge, die automatische Zugkupplung - Stand der Entwicklung und Versuchsprogramm", Sonderdruck eines Beitrages in der Fachzeitschrift ETR Eisenbahntechnische Rundschau, Heft 4/95
- 2. EP 0 618 126 A2
- 3. EP 0 230 263 B1
Die automatischen Kupplungen für Schienenfahrzeuge fungieren als Kuppelelemen
te, welche die beim Bilden der Züge während der Fahrt zwischen den einzelnen
Fahrzeugen, insbesondere Waggons, entstehenden Druck- und Zugkräfte sowie
Relativbewegungen an den Fahrzeugenden bei Kurvenfahrten übertragen, abfedern
und dämpfen sowie die Relativbewegungen zueinander aufnehmen können. Andere
konventionelle Lösungen nutzen sogenannte Seitenpuffer zur Übertragung, Abfede
rung und Dämpfung von Druckkräften und Schraubenkupplungen für die Zugkräfte.
Bei der Schraubenkupplung handelt es sich dabei um eine Kupplung die nach dem
Funktionsprinzip "Haken und Öse" funktioniert. Ihre Anwendung ist jedoch problema
tisch, da diese von Hand bedient werden muß. Außerdem ist die Zerreißfestigkeit
und damit das Limit für die übertragbaren Zugkräfte stark beschränkt. Aus diesem
Grund erfolgt zunehmend eine Umstellung auf die automatische Kupplung für Schie
nenfahrzeuge, welche diese Nachteile vermeidet. Da aus Wirtschaftlichkeitsgründen
jedoch keine sofortige vollständige Umstellung sinnvoll ist, besteht eine wesentliche
Anforderung an die automatische Kupplung darin, daß diese mit der herkömmlichen
Schraubenkupplung kompatibel ist. Des weiteren muß die Anwendung derartiger
automatischer Kupplungen die Nutzung möglichst vieler Teile der bisherigen Zug-
und Stoßeinrichtungen ermöglichen können, um den Umrüstaufwand so gering wie
möglich zu halten.
Die bekannten automatischen Zugkupplungen bestehen im wesentlichen wenigstens
aus einem Kupplungskopf mit Zentrierflächen, einem Kupplungsarm, einem Riegel
system, einem Betätigungssystem für das Riegelsystem, einer Abstützung sowie den
Kupplungskörpern zugeordneten Leitungskupplungen aus Luftleitungskupplungen.
Des weiteren kann eine Umstellautomatik vorgesehen werden, der auch ein entspre
chendes Betätigungssystem zugeordnet ist. Die Betätigungssysteme für die Umstel
lautomatik und das Riegelsystem können dabei in einem System zusammengefaßt
werden. Zusätzlich zur Realisierung der Kopplungsmöglichkeit mit einem konventio
nellem Schraubenkupplungssystem kann eine Gemischtzugkupplung vorgesehen
werden, welche als zweites Kupplungssystem in die automatischen Zugkupplung
integrierbar ist. Des weiteren kann die Grundausführung mit einer Gemischtluftkupp
lung sowie einer Luftkupplung für eine Hauptluftbehälterleitung und Leitungskupp
lungen aus Elektrokupplungen ausgestattet bzw. ergänzt werden. Bezüglich der Ki
nematik der einzelnen Elemente des Kupplungssystems kann auf die obengenann
ten Druckschriften verwiesen werden.
Die wesentlichsten Hauptmerkmale beim Einsatz einer aus den obengenannten
Druckschriften bekannten automatischen Zugkupplung sind die Verwendung eines
sogenannten Willison-Profils, das Vorhandensein einer Gemischtzugkupplung, die
Nutzung bereits bestehender Wagenteile sowie das Vorhandensein einer Umstel
lautomatik, welche den Kupplungskopf in zwei Betriebspositionen bzw. Funktions
stellungen bringen kann. Beim Willison-Profil handelt es sich dabei um ein Profil, mit
welchem der Kupplungskopf ausgestattet ist, und mit welchem die Zugkräfte ohne
zusätzliche bewegliche Zwischenglieder direkt über den Kopf übertragen werden
können. Um während einer Übergangszeit auch Wagen mit noch ausgerüsteten
Schraubenkupplungssystem zu kuppeln, ist eine Gemischtzugkupplung als zweites
Kupplungssystem in die automatische Zugkupplung integriert. Die automatische
Zugkupplung entsprechend den bisher eingesetzten Ausführungsformen selbst
überträgt dabei nur Zugkräfte, die unter Beibehaltung der heutigen geteilten Zugein
richtungen in das Fahrzeuguntergestell eingeleitet werden. Die Druckkräfte werden
von den bereits an dem einzelnen Wagen vorhandenen Seitenpuffern aufgenom
men. Zum Kuppeln oder Entkuppeln in Gleisbögen sowie beim Befahren dieser und
für die Zugfahrt kann der Kupplungskopf mit einer Umstellautomatik in zwei unter
schiedliche Betriebspositionen bzw. Funktionsstellungen gebracht werden, eine erste
Betriebsposition bzw. Funktionsstellung "lang" und eine zweite Betriebsposition bzw.
Funktionsstellung "kurz". Die Funktionsstellungen sind durch die Lage des Kupp
lungskopfes relativ zum Kupplungsarm, mittels welchem die Anlenkung des Kupp
lungskopfes am zu kuppelnden Wagen erfolgt, charakterisiert. Die Funktionsstellun
gen werden dabei durch eine Relativverschiebung des Kupplungskopfes gegenüber
dem Kupplungsarm der automatischen Kupplung realisiert. Vor dem Kuppeln befin
det sich das Kupplungszentrum dabei in einiger Entfernung vor der Ebene, welche
durch die in Einbaulage axiale Erstreckung der Seitenpuffer vom Schienenfahrzeug
bzw. Waggon beschreibbar ist und auch als Seitenpufferebene bezeichnet wird, in
der Stellung "lang". Beim Aufdrücken der Wagen im geraden Gleis auf Pufferkontakt
stellt sich die Kupplung dann automatisch in die Seitenpufferebene zurück, der
Kupplungskopf verschiebt sich gegenüber dem Kupplungsarm und nimmt die Stel
lung "kurz" ein. Erst nach dem Trennen der miteinander zu verbindenden Wagen
rückt die Kupplung automatisch wieder in ihre Stellung "lang" vor.
Ein wesentlicher Nachteil der bisher eingesetzten automatischen Zugkupplungen
besteht darin, daß zur befriedigenden Funktionsweise, insbesondere der Aufnahme
und Abfederung von Druckkräften eine entsprechende Auslegung der automatischen
Kupplung und deren Anlenkung am zu verkuppelnden Wagen erforderlich ist. Axial
spiele, Toleranzen aufgrund der Fertigung und des Verschleisses an den einzelnen
Elementen der automatischen Kupplungseinrichtung sowie der Seitenpuffer in Rich
tung der Wagenachse können nur bedingt durch die möglichen Relativbewegungen
der einzelnen Elemente untereinander und unbefriedigend ausgeglichen werden und
führen zur Einleitung hoher Kräfte in die automatische Kupplung.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine automatische Kupplung der
eingangs genannten Art für Schienenfahrzeuge, insbesondere eine automatische
Zugkupplung, derart weiterzuentwickeln, daß die genannten Nachteile vermieden
werden. Im einzelnen ist auf eine Ausführung abzustellen, welche unempfindlich ge
genüber Axialspiel, Toleranzen aufgrund von Fertigung, Montage und Verschleiß in
den einzelnen Verbindungen zwischen den einzelnen Kupplungselementen sowie
dem System Kupplung-Seitenpuffer in der Wagenachse ist. Die erfindungsgemäße
Lösung soll sich durch einen konstruktiv einfachen Aufbau auszeichnen.
Die erfindungsgemäße Lösung der Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruchs 1
charakterisiert. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen wiederge
geben.
Die automatische Kupplung für Schienenfahrzeuge, insbesondere die automatische
Zugkupplung, umfaßt erfindungsgemäß neben einem Kupplungskopf, der einem der
miteinander zu koppelnden Schienenfahrzeuge zugeordnet und mit diesem, insbe
sondere der Zugfeder, mechanisch verbindbar ist, wenigstens eine Dämpfungsvor
richtung, welche mit dem Kupplungskopf einerseits und dem dem Kupplungskopf
zugeordneten Schienenfahrzeug andererseits wenigstens mittelbar verbindbar ist.
Der Kupplungskopf ist dazu längsverschiebbar auf einem Kupplungsarm gelagert.
Durch das erfindungsgemäße Vorsehen einer Dämpfungsvorrichtung können
Schwingungen, die aufgrund von Toleranzen in der Verbindung zwischen dem
Schienenfahrzeug bzw. dem einzelnen Waggon und der automatischen Zugkupplung
oder dem Seitenpuffer sowie den einzelnen Elementen der automatischen Zugkupp
lung entstehen, auf einfache Art und Weise kontrollierbar gedämpft werden.
Die Anlenkung der Dämpfungsvorrichtung kann dabei direkt am Kupplungskopf ei
nerseits und direkt an dem mit dem Kupplungskopf gekoppelten Schienenfahrzeug,
insbesondere der Waggonbohle, realisiert werden. Neben der direkten Anbindung ist
auch eine Ankopplung über zusätzliche Tragelemente, beispielsweise Konsolen
möglich.
Die Dämpfungsvorrichtung umfaßt wenigstens eine Stoßdämpferanordnung, welche
vorzugsweise aus wenigstens zwei Stoßdämpferteilanordnungen besteht, die dem
Kupplungskopf bzw. dessen Längsachse in Einbaulage am zu verkuppelnden Wagen
betrachtet symmetrisch zugeordnet sind.
Unter der Voraussetzung der Schaffung einer geeigneten Abstützvorrichtung ist es
auch denkbar, lediglich eine oder mehrere Stoßdämpferanordnungen vorzusehen,
welche nicht symmetrisch bezogen auf die theoretische Verbindungsachse
AVtheoretisch der miteinander zu koppelnden Schienenfahrzeuge der Kupplung, insbeson
dere dem Kupplungskopf zugeordnet sind. Die Abstützvorrichtung umfaßt eine in der
Rahmeneinheit gelagerte Zentriervorrichtung mit einem Zentrierarm und Mitteln zur
Übertragung wenigstens der Druck- und/oder Gewichtskräfte des Kupplungskopfes
über den Zentrierarm auf den Chassis des Fahrzeuges. Dabei weisen die Mittel zur
Übertragung wenigstens der Druck- und/oder Gewichtskräfte des Kupplungskopfes
auf den Chassis des Schienenfahrzeuges lediglich eine Druckfedereinrichtung auf,
welche sich wenigstens mittelbar am Kupplungskopf und dem Zentrierarm abstützt
und jeweils eine Schwenklagerung zwischen Kupplungskopf und Zentrierarm und
Chassis des Fahrzeuges. Die Druckfedereinrichtung ist dabei in Einbaulage in einer
Ansicht von oben betrachtet, bezogen auf die Mittenachse AM des Kupplungskopfes
außermittig angeordnet. Die Kraftübertragung erfolgt dabei im wesentlichen an die
sen Elementen über Schwenklageranordnungen, welche eine Bewegung des Zen
trierarmes gegenüber dem Kupplungskopf um jeweils wenigstens zwei Achsen, einer
horizontalen Achse und einer vertikalen Achse, in Einbaulage betrachtet, ermöglicht.
Vorzugsweise erfolgt jedoch die Anordnung der einzelnen Stoßdämpferteilanordnun
gen koaxial zu den, dem Kupplungskopf zugeordneten und diesen in horizontaler
Richtung in Einbaulage stützenden Vordruckfedern. Eine derartige Ausführung er
möglicht eine optimale Ausnutzung des zur Verfügung stehenden Bauraumes in ei
ner horizontalen durch die Kuppelebene gelegten Ebene, da die Anordnung der
Stoßdämpferteilanordnungen beidseitig des Kupplungskopfes jeweils
zwischen diesem und den Seitenpuffern erfolgt und die Verwendung einer standardi
sierten bzw. konstruktiv einfach gestalteten Abstützvorrichtung.
Jede Stoßdämpferteilanordnung umfaßt wenigstens einen Stoßdämpfer, vorzugs
weise sind jedoch unter einem weiteren Aspekt der Erfindung innerhalb jeder Stoß
dämpferanordnung eine Mehrzahl von Stoßdämpfer vorgesehen, welche parallel ge
schaltet sind. Dadurch können in platzsparender Weise sehr große Kräfte abgefedert
werden. Die Stoßdämpfer können in Einbaulage betrachtet bezogen auf die vertikale
Ebene in einer gemeinsamen Ebene parallel zu dieser angeordnet sein oder aber in
unterschiedlichen vertikal zueinander versetzten Ebenen. Die konkrete Auswahl der
Anordnungsmöglichkeit hängt dabei von der Ausgestaltung des Kupplungskopfes
und den Anlenkungsmöglichkeiten im einzelnen ab.
Vorzugsweise werden jedoch bei Vorsehung mehrerer Stoßdämpfer in einer Stoß
dämpferteilanordnung diese in einer gemeinsamen vertikalen Ebene gelagert. Dies
hat den Vorteil, daß den Stoßdämpfern einer Stoßdämpferteilanordnung ein einfach
gestaltetes gemeinsames Tragelement oder ein Tragrahmen zur Lagerung zugeord
net werden kann und somit die Stoßdämpferteilanordnung komplett vormontiert und
als selbständig handelbares Bauelement angeboten werden kann. Die Anlenkung
erfolgt dann über den Tragrahmen am Kupplungskopf und dem diesen zugeordneten
Schienenfahrzeug, insbesondere der Waggonbohle. Die Anbindung am Schienen
fahrzeug kann über entsprechende Konsolen ausgeführt werden. Dabei kann jeder
Stoßdämpferteilanordnung eine eigene Konsole zur Realisierung der Verbindung mit
dem Schienenfahrzeug zugeordnet werden oder beide Stoßdämpferteilanordnungen
können über eine gemeinsam nutzbare Konsole mit dem Schienenfahrzeug verbun
den werden.
Aufgrund der Notwendigkeit des Befahrenes von Gleisbögen und damit der Schwenk
barkeit des Kupplungskopfes sind diese Schwenkbewegungen ebenfalls von den
Stoßdämpferanordnungen mit auszuführen. Daher erfolgt die Kopplung mit dem
Kupplungskopf und dem diesem zugeordneten Schienenfahrzeug über entsprechen
de Mittel, welche eine entsprechende Schwenkbewegung zulassen. Im einfachsten
Fall werden dazu Drehgelenke eingesetzt. Bei Lagerung mehrerer Stoßdämpfer in
einem Tragrahmen kann dieser als Drehrahmen ausgeführt sein, welcher seinerseits
über die gelenkige Anbindung eine Schwenkbewegung der Stoßdämpferanordnung
erlaubt.
Unter dem Begriff Stoßdämpfer wird immer ein Flüssigkeitsdämpfer bzw. eine hy
draulische Dämpfungsvorrichtung verstanden, bei welcher Schwingungsenergie
durch Reibung einer Flüssigkeit in Wärmeenergie umgesetzt wird. Derartige Dämp
fungseinrichtungen bieten gegenüber reinen Reibungsdämpfern den Vorteil, daß die
Dämpfungskraft mit zunehmender Geschwindigkeit ebenfalls zunimmt. Die Stoß
dämpfer können dabei als sogenannte Teleskopschwingungsdämpfer ausgeführt
werden, welche wiederum in bekannter Weise beispielsweise als
- a) Einrohrdämpfer oder
- b) Zweirohrdämpfer
in Abhängigkeit des anzuwendenden Verfahrens, durch das sowohl der Ausgleich
des Volumens der stetig einseitig angeordneten Kolbenstange, als auch des Diffe
renzvolumens infolge Wärmedehnung des Druckmittels bewirkt wird, ausgestaltet
sein können. Diese bestehen jeweils im wesentlichen aus einer Zylinder-
/Kolbeneinheit, umfassend wenigstens einen Arbeitszylinder, in welchem jeweils we
nigstens ein Arbeitskolben, der über eine Kolbenstange mit dem Schienenfahrzeug
verbindbar ist, auf- und abgleiten kann. Bei der Ausführung des Stoßdämpfers als
Teleskopschwingungsdämpfungsvorrichtung in Form eines Zweirohrdämpfers, ist der
Arbeitszylinder von einem zweiten Zylinder umgeben, welcher als Vorratsbehälter für
ein Druckmittel, vorzugsweise Hydrauliköl, dient. Bei Bewegung des von der Flüssig
keit umgebenen und mit engen Bohrungen und/oder Ventilen versehenen Arbeits
kolbens wird dann die Flüssigkeit durch die Bohrungen und Ventile gedrückt und er
wärmt sich. Schwingungsenergie wird somit in Wärmeenergie umgewandelt. Andere
Ausführungen sind denkbar. Beispielsweise kann die Zylinder-/Kolbeneinrichtung
mehrere Arbeitskammern umfassen, wobei entsprechend der Funktionsweise ein
Übertritt des Betriebsmittels von einer Arbeitskammer in die andere erfolgt.
Jeder Stoßdämpfer kann dabei
- a) ständig oder aber unter einem weiteren, besonders vorteilhaften Aspekt der Erfindung
- b) nur wahlweise bei Bedarf mit einem Druckmittel, insbesondere Hydrauliköl beaufschlagt werden.
Im erstgenannten Fall kann eine Teleskopschwingungsdämpfungsvorrichtung ohne
zusätzliche Modifikation Verwendung finden.
Im zweiten Fall sind der Zylinder-/Kolbeneinheit jedoch Mittel zur wahlweisen Steue
rung, insbesondere wahlweisen Bereitstellung der Dämpfungswirkung zugeordnet. In
diesem Fall wird der Stoßdämpfer mit einer bestimmten Dämpfungskraft aufgrund
eines entsprechenden Signales hinsichtlich seiner Wirkung bei Bedarf zu- oder ab
geschaltet. Als Signal kann dabei beispielsweise
- a) eine, die entsprechende Funktionsstellung "lang" oder "kurz" der Kupplung wenigstens mittelbar charakterisierende Größe oder
- b) eine, durch eine Speicherfeder beschreibbare Stellung des Pedales verwen det werden.
Wird die Dämpfungskraft nicht benötigt, wird der Stoßdämpfer bzw. werden die
Stoßdämpfer nicht mit Druckmittel beaufschlagt. Dabei können die hohen Dämp
fungskräfte mit einem relativ kleinen Arbeitsvermögen, welches in der Speicherfeder
eingespeichert ist, gesteuert werden.
Vorrichtungsmäßig sind dazu entweder jedem Stoßdämpfer oder der gesamten
Stoßdämpferanordnung ein entsprechendes Betriebsmittelversorgungssystem zuzu
ordnen, welches einen Durchlauf durch die einzelne Zylinder-/Kolbeneinheit eines
Stoßdämpfers bzw. die einzelnen Zylinder-/Kolbeneinheiten durch Vorsehen eines
Bypasses steuert, d. h. die Zylinder-/Kolbeneinheit bei Nichtbedarf einer Dämpfungs
kraft in einem Bypass umgeht. Die Bypassleitung kann dabei jedem einzelnen Stoß
dämpfer oder aber einer Mehrzahl von Stoßdämpfern als gemeinsam nutzbare
Bypassleitung zugeordnet werden. In diesem Fall sind zusätzliche Mittel im Kreislauf
vorzusehen, welche einen entsprechenden Betriebsmittelumlauf ermöglichen, bei
spielsweise in Form von Ventileinrichtungen oder Absperreinrichtungen. Bezüglich
der konkreten Ausführung bestehen hierbei eine Vielzahl von Möglichkeiten. Insbe
sondere die Bypasslösung bietet den Vorteil, daß hier mit äußerst geringen Betäti
gungskräften hohe Dämpfungskräfte zu- und abschaltbar und unter einem weiteren
besonderen Aspekt der Erfindung steuerbar sind.
Eine andere denkbare Lösung besteht in der wahlweisen Sperrung des Zu- und Ab
laufes.
Die erfindungsgemäße Lösung der Anordnung einer Dämpfungsvorrichtung zwi
schen Kupplungskopf und dem, dem Kupplungskopf zugeordneten Wagen bzw.
Waggon eines Schienenfahrzeuges ist nicht auf eine konkrete Ausführung der auto
matischen Zugkupplung beschränkt. Diese kann beispielsweise wie in den eingangs
genannten Druckschriften ausgeführt sein.
Der Offenbarungsgehalt dieser Druckschriften bezüglich des Aufbaus der automati
schen Zugkupplung wird hiermit vollumfänglich in den Offenbarungsgehalt der vorlie
genden Anmeldung mit aufgenommen.
Die automatische Zugkupplung besteht dabei beispielsweise neben den Baugruppen
Kupplungskopf, Kupplungsarm aus einem Riegelsystem und einer Umstellautomatik,
wenigstens einem Betätigungssystem für die Umstellautomatik und das Riegelsy
stem, einer Abstützvorrichtung, aus einer Luftkupplung für die Hauptluftleitung, einer
Gemischtzugkupplung und einer Gemischtluftkupplung. Diese Grundausführung
kann zusätzlich noch durch weitere Baugruppen ergänzt werden. Als diese Baugrup
pen können beispielsweise die Luftkupplung für die Hauptluftbehälterleitung und eine
Elektrokupplung angesehen werden. Das Riegelsystem hat die Aufgabe, das Profil
der beiden miteinander zu kuppelnden Kupplungsköpfe, die jeweils einem Waggon
zugeordnet sind, zu verschließen und beim Entkuppeln das Profil zu öffnen. In der
kuppelbereiten Stellung ist dabei der Riegel des Riegelsystems in der Regel im
Kupplungskopf zurückgedrückt, um Raum für die Gemischtzugkupplung zu schaffen.
Die Umstellautomatik dient zur Einstellung der Funktionsstellungen "lang" bzw.
"kurz". Die Verkürzung kann dabei durch ein Distanzstück, welches zwischen den
Kupplungskopf und den Kupplungsarm einfällt, realisiert werden. Die konkrete kon
struktive Ausführung der automatischen Zugkupplung hinsichtlich der einzelnen
Funktionsgruppen liegt dabei im Ermessen des zuständigen Fachmannes. Dies gilt
auch für die konkrete konstruktive Gestaltung der Anbindung der Stoßdämpfer am
Kupplungskopf und dem zu kuppelnden Wagen bzw. Waggon.
Die erfindungsgemäße Lösung wird nachfolgend anhand von Figuren erläutert. Darin
ist im Einzelnen folgendes dargestellt:
Fig. 1a-1c verdeutlichen in schematisch vereinfachter Darstellung eine Ausführung
der erfindungsgemäßen Ausgestaltung einer automatischen Kupplung
für Schienenfahrzeuge mit einer Stoßdämpferanordnung, umfassend
zwei Stoßdämpferteilanordnungen mit jeweils einem Stoßdämpfer;
Fig. 2a-2c verdeutlichen in schematisch vereinfachter Darstellung eine Ausführung
der erfindungsgemäßen Ausgestaltung einer automatischen Kupplung
für Schienenfahrzeuge mit einer Stoßdämpferanordnung, umfassend
zwei Stoßdämpferteilanordnungen mit jeweils einer Mehrzahl von
Stoßdämpfern;
Fig. 3a-3b verdeutlichen beispielhaft in schematisch vereinfachter Darstellung
zwei Möglichkeiten der Zuordnung von Mitteln zur wahlweisen Bereit
stellung der Dämpfungswirkung;
Fig. 4a-4d verdeutlicht in schematisch vereinfachter Darstellung beispielhaft eine
mögliche Ausgestaltung einer automatischen Zugkupplung, welche zur
erfindungsgemäßen Ausgestaltung mit einer Dämpfungsanordnung ge
eignet ist, in drei Funktionsstellungen;
Fig. 5 verdeutlicht in schematisch vereinfachter Darstellung eine erfindungs
gemäße Ausführung einer automatischen Kupplung für Schienenfahr
zeuge mit einer unsymmetrischen Stoßdämpferanordnung, umfassend
lediglich eine Stoßdämpferteilanordnung.
Die Fig. 1a bis 1c verdeutlichen in schematisch vereinfachter Darstellung eine
Ausführung der erfindungsgemäßen Ausgestaltung einer automatischen Kupplung
für Schienenfahrzeuge, insbesondere einer automatischen Zugkupplung 1, mit einer
Stoßdämpferanordnung, umfassend wenigstens eine Vorrichtung zur Dämpfung von
Schwingungen 2 bzw. 2.2 in drei Ansichten. Die Fig. 1a verdeutlicht dabei bei Be
trachtung der automatischen Zugkupplung 1 in Einbaulage in einem Schienenfahr
zeug bzw. Waggon 3 die Ansicht auf diese in Richtung der theoretischen Verbin
dungsachse AVtheoretisch für die Koppelung zwischen zwei miteinander zu kop
pelnden Schienenfahrzeugen bzw. Waggons 3. Der Waggon 3 ist dabei nur ange
deutet dargestellt. In den Fig. 1b und 1c sind jeweils die Ansichten von rechts
bzw. oben gemäß der Fig. 1a dargestellt. In den Fig. 1a bis 1c werden zur Ver
deutlichung der erfindungsgemäßen Lösung aus Vereinfachungsgründen lediglich
die wesentlichsten Elemente der automatischen Zugkupplung 1 wiedergegeben. Die
se umfaßt einen Kupplungskopf 4, der mit einem Kupplungsprofil 5 versehen ist und
Zentrierflächen 6 aufweist. Beim Zusammenfahren zweier derartig gestalteter Kupp
lungsköpfe 4, welche jeweils einem, der miteinander zu verbindenden Schienenfahr
zeuge, insbesondere Waggons zugeordnet sind, werden diese durch ihre jeweiligen
Zentrierflächen 6 so zusammengeführt, daß ihre Längsachsen ALK, welche in Ein
baulage am Schienenfahrzeug mit der Waggonachse AW identisch sind, fluchten.
Die vordere Kontur des Kupplungskopfes 4 ist dabei in der Regel klauenförmig aus
gebildet. Zur Realisierung der mechanischen Verbindung zwischen zwei Schienen
fahrzeugen bzw. Waggons 3 verhaken sich die beiden Köpfe 4 untereinander und
werden in dieser Stellung durch ein hier im einzelnen nicht dargestelltes Riegelsy
stem, welches beim Kuppeln, Schließen oder zum Entkuppeln des Kupplungsprofils
öffnet, gesichert. Zur Übertragung der Zugkräfte vom Kupplungskopf 4 über einen
Gelenkbolzen 8 auf eine Zugfeder 9 ist ein Kupplungsarm 10 vorgesehen. Dieser ist
hier im einzelnen nicht dargestellt, sondern lediglich hinsichtlich seiner Lage durch
die Strich-punktierte Linie angedeutet. Auf diesem ist der Kupplungskopf 4 längs ver
schiebbar gelagert. Erkennbar sind ferner in Fig. 1c sogenannte Vordruckfedern 11,
hier im einzelnen 11.1 und 11.2, welche den Kupplungskopf 4 stets in eine Stellung
"lang", die der kuppelbereiten Stellung entspricht, drücken. Diese sind als Druckfe
dern ausgeführt und übertragen die Vordrück- und Gewichtskraft vom Kupplungskopf
über einen Zentrierarm auf das Chassis des Fahrzeuges. Zur Einstellung der Posi
tionen "lang" bzw. "kurz" ist eine, in dieser Figur nicht dargestellte Umstellautomatik
vorgesehen. Bezüglich einer möglichen Ausgestaltung im Detail wird auf die Dar
stellung in Fig. 4 verwiesen. Die Anordnung der Vordruckfedern, hier der Vor
druckfedern 11.1 und 11.2 erfolgt dabei symmetrisch zur Waggonachse AW, welche
mit der Längsachse des Kupplungskopfes 4 ALK zusammenfällt. Die Vordruckfedern
11.1 bzw. 11.2 stützen sich dabei an einer Abstützvorrichtung 12 ab, welche mit dem
Schienenfahrzeug bzw. dem Waggon 3 verbunden ist. Die Abstützvorrichtung 12 hat
dabei neben dem Tragen des Kupplungskopfes 4 die Aufgabe, ihn mit einer defi
nierten Kraft nach vorne zu drücken und ihn nach einer Auslenkung selbsttätig wie
der in die Mittellage zurückzuführen. Des weiteren sind mit Doppelpfeil die mögliche
Auslenkungswinkel der automatischen Kupplung 1 gegenüber der Waggonachse AW
bzw. der theoretischen Verbindungsachse bei Koppelung zweier Schienenfahrzeuge
bzw. Waggons 3 AVtheoretisch dargestellt.
Erfindungsgemäß ist der automatischen Zugkupplung 1 wenigstens eine Vorrichtung
zur Dämpfung von Schwingungen, insbesondere eine Stoßdämpferanordnung 2 zum
Ausgleich der Axialspiele und/oder Toleranzen und/oder des Verschleisses in der
Verbindung zwischen automatischer Zugkupplung 1 und Schienenfahrzeug bzw.
Waggon 3 und/oder den einzelnen Elementen der automatischen Zugkupplung 1 und
des Abstandes zwischen den in der Fig. 1 nicht dargestellten Seitenpuffern und den
Bolzen zugeordnet. Die Stoßdämpferanordnung 2 umfaßt im dargestellten Fall zwei
Stoßdämpfer 2.1 und 2.2. Bei den Stoßdämpfern handelt es sich um Einrichtungen
zur Dämpfung mechanischer Schwingungen. Diese können unterschiedlich ausge
führt sein. In der Regel finden jedoch hydraulische Stoßdämpfer Verwendung. Bei
diesen wird die Schwingungsenergie durch Reibung einer Flüssigkeit in Wärme
überführt. Vorzugsweise werden die Stoßdämpfer 2.1 und 2.2 als sogenannte Tele
skopschwingungsdämpfer ausgeführt. Diese Teleskopschwingungsdämpfer können
beispielsweise als 2-Rohr-Dämpfer oder 1-Rohr-Dämpfer ausgestaltet sein. Diese
bestehen im wesentlichen aus einem Arbeitszylinder 13, hier den Arbeitszylindern
13.1 und 13.2, in welchen jeweils ein Arbeitskolben 14.1 bzw. 14.2, der über eine
hier im einzelnen nicht dargestellte Kolbenstange 15.1 bzw. 15.2 mit dem Schienen
fahrzeug bzw. Waggon 3 verbunden ist, auf- und abgleiten kann.
Erfindungsgemäß ist die Stoßdämpferanordnung 2, insbesondere die Stoßdämpfer
2.1, 2.2, mit dem Kupplungskopf 4 verbunden und stützt sich wenigstens mittelbar
am Schienenfahrzeug bzw. dem Waggon 3 ab. Die Abstützung am Schienenfahr
zeug bzw. an Waggon 3 erfolgt dabei in der Regel an der Vorderkante 16 der Wag
gonbohle 17. Da der Kupplungskopf 4 Auslenkungen entsprechend den eingezeich
neten Doppelpfeilen erfahren kann, und zu diesem Zweck über einen Gelenkbolzen
8 drehbar gelagert ist, sind der Stoßdämpferanordnung 2, insbesondere den Stoß
dämpfern 2.1 und 2.2 Mittel zugeordnet, welche ebenfalls eine Auslenkung der ein
zelnen Stoßdämpfer in entsprechender Weise erlauben. Die Mittel umfassen dazu im
einfachsten Fall Drehgelenke, welche die Kopplung zwischen Kupplungskopf 4 und
Stoßdämpferanordnung 2 bzw. Stoßdämpferanordnung 2 und Schienenfahrzeug
bzw. Waggon 3 ermöglichen. Diese Drehgelenke sind hier für den Stoßdämpfer 2.1
mit 20.1a, 20.1b und für den Stoßdämpfer 2.2 mit 20.2a und 20.2b bezeichnet. Die
Drehgelenke eines Stoßdämpfers 2.1 bzw. 2.2 oder einer Stoßdämpferanordnung
2.1 bzw. 2.2 oder der gesamten Stoßdämpferanordnung 2 können über einen soge
nannten Drehrahmen 19, hier 19.1 und 19.2, welche jeweils über eine Konsole 21,
hier 21.1 bzw. 21.2, mit dem Schienenfahrzeug bzw. Waggon 3, insbesondere der
Vorderkante 16 der Waggonbohle 17, verbunden sein. Eine andere Möglichkeit be
steht darin, die einzelnen Drehrahmen 19.1 bzw. 19.2 ebenfalls in einem gemeinsam
genutzten Rahmen zu lagern.
Zur Realisierung eines gleichmäßigen Abbaus der aufgrund von Toleranzen in der
Verbindung zwischen Schienenfahrzeug bzw. Waggon 3 und automatischer Zug
kupplung 1 sowie den einzelnen Elementen der automatischen Zugkupplung 1 auf
tretenden Schwingungen erfolgt die Zuordnung der einzelnen Stoßdämpfer 2.1 und
2.2 symmetrisch zur Waggonachse AW und damit symmetrisch zur Längsachse ALK
des Kupplungskopfes 4. Dabei wird in allen Betrachtungsebenen eine koaxiale Bau
weise der Vordruckfedern 11.1 bzw. 11.2 und der Stoßdämpfer 2.1, 2.2, insbesonde
re der Arbeitszylinder 13.1, 13.2 zueinander favoritisiert.
Bei Vorsehen lediglich zweier Stoßdämpfer 2.1 und 2.2 erfolgt die Anordnung gemäß
den Fig. 1a und 1b in einer Ebene, welche durch die Achse des Kupplungsarmes
AKA und einer Senkrechten zu dieser, welche in Einbaulage betrachtet durch die
horizontale Richtung bestimmt ist, beschreibbar ist.
Bei Ausführungen der Stoßdämpfer 2.1 und 2.2 als Teleskopschwingungsdämp
fungsvorrichtung in Form eines 2-Rohr-Dämpfers, ist der Arbeitszylinder 13.1 bzw.
13.2 von einem zweiten Zylinder 22.1 bzw. 22.2, welcher als Vorratsbehälter für ein
Druckmittel, vorzugsweise Hydrauliköl, dient, umgeben. Bei Bewegung des von der
Flüssigkeit umgebenen und mit engen Bohrungen sowie Ventilen versehenen Ar
beitskolbens 14.1, 14.2, wird dann die Flüssigkeit durch die Bohrungen und Ventile
gedrückt und erwärmt sich dabei. Die Wärme wird nach außen abgegeben.
Die Stoßdämpfer 2.1 und 2.2 können ständig mit Druckmittel, insbesondere Hydrau
liköl beaufschlagt sein. Es ist jedoch auch denkbar, wie in der Fig. 3a anhand einer
Ausführung gemäß Fig. 1 nur für einen Stoßdämpfer 2.31 dargestellt, Mittel 23 zur
Steuerung, insbesondere wahlweisen Bereitstellung der Dämpfungswirkung vorzu
sehen. In diesem Fall wird der Stoßdämpfer 2.31 mit einer bestimmten Dämpfungs
kraft beispielsweise aufgrund einer entsprechenden Stellung der Kupplung - "lang"
oder "kurz" - hinsichtlich seiner Wirkung zugeschaltet. Wird die Dämpfungskraft dabei
nicht benötigt, werden die Stoßdämpfer 2.31 und hier nicht dargestellt 2.32 nicht mit
Druckmittel beaufschlagt. Die Mittel 23 umfassen dazu vorzugsweise einen Druck
mittelkreislauf 46, der als offener oder geschlossener Kreislauf ausgeführt sein kann
und wenigstens einen Zulauf 47 zum Stoßdämpfer 2.31 und einen Ablauf 48 auf
weist, eine Bypassleitung 24, eine Ventileinrichtung 25, oder in einer weiteren Aus
führung eine Absperreinrichtung. Beide Möglichkeiten können alternativ oder in
Kombination angewendet werden. Im Fall, daß die Dämpfungskraft nicht benötigt
wird, wird das Druckmittel in der Bypassleitung 24 bei geöffneter Ventileinrichtung 25
geleitet, d. h. die aus Arbeitszylinder 13 und Kolben 14 gebildete Zylinder-
/Kolbeneinrichtung des Stoßdämpfers 2.31 wird nicht mit Druckmittel beaufschlagt.
Zur Realisierung einer Dämpfungswirkung wird die Bypassleitung 24 gesperrt, so
daß das Druckmittel die Zylinder-/Kolbeneinheit des Stoßdämpfers 2.31 beauf
schlagt. Vorzugsweise sind, jedem Stoßdämpfer 2.31 der Stoßdämpferanordnung 2,
derartige Mittel 23 zugeordnet. Dabei können die hohen Dämpfungskräfte mit einem
relativ kleinen Arbeitsvermögen, welches in der Speicherfeder eingespeichert ist, ge
steuert werden.
Fig. 3b verdeutlicht alternativ dazu eine Möglichkeit der gemeinsamen Ansteuerung
der Stoßdämpfer 2.31a und 2.31b einer Stoßdämpferteilanordnung 2.31 der Stoß
dämpferanordnung 2.3, wobei die Mittel 23 hier eine Absperreinrichtung 26 im Ablauf
48.31 bzw. 48.32 aufweisen. Der Druckmittelkreislauf 46 ist in diesem Fall als offener
Kreislauf konzipiert. Zur Befüllung der Stoßdämpfer 2.31a und 2.31b ist dabei wenig
stens eine Betriebsmittelförderpumpe 49 erforderlich. Beide Stoßdämpfer 2.31a und
2.31b werden dabei über ein gemeinsames Druckmittelversorgungssystem 46 ge
speist. Im Fall, daß die Dämpfungskraft nicht benötigt wird, wird kein Druckmittel ge
fördert und die Absperreinrichtung 26 ist geöffnet. Das Druckmittel strömt aus den
Stoßdämpfern 2.31a und 2.31b aus. Zur Realisierung einer Dämpfungswirkung wird
die Absperreinrichtung 26 gesperrt und die Betriebsmittelförderpumpe 49 in Betrieb
genommen, so daß das Druckmittel die Zylinder-/Kolbeneinheiten der Stoßdämpfer
2.31a und 2.31b beaufschlagt. Denkbar ist auch, daß Druckmittelversorgungssystem
46 gemeinsam beiden Stoßdämpferteilanordnungen 2.31 und hier nicht dargestellt
2.32 zuzuordnen. Die Ausführung mit Absperreinrichtung 26 ist auch auf einen Stoß
dämpfer übertragbar.
Bei der Ausführung der Mittel zur wahlweisen Bereitstellung der Dämpfungswirkung
23 mit einer Absperreinrichtung 26, wie in Fig. 3b bereits erläutert, befindet sich die
Absperreinrichtung 26 in einer Ablaufleitung 48, vorzugsweise sind zwei Absperrein
richtungen 26.31 bzw. 26.32 vorgesehen, welche jeweils in den Ablaufleitungen
48.31 und 48.32 der Zylinder-/Kolbeneinrichtungen der Stoßdämpfer 2.31 bzw. 2.32
angeordnet sind, so daß das Druckmittel bei Sperrung in den Arbeitsraum der Zylin
der-/Kolbeneinrichtung gedrückt wird und die Kolben 14.31 bzw. 14.32 beaufschlagt.
Denkbar ist jedoch auch bei Ausführung eines Druckmittelversorgungssystems mit
Bypassleitung eine Absperreinrichtung in der Bypassleitung vorzusehen, wobei im
Falle einer gewünschten Dämpfungswirkung die Bypassleitung durch die Absperrein
richtung gesperrt wird.
Bei einer Ausführung gemäß Fig. 1 drücken die Vordruckfedern 11.1 und 11.2 der
automatischen Zugkupplung 1 den Kupplungskopf 4 stets in die Stellung "lang", wel
che der kuppelbereiten Stellung entspricht, zum einen wenn die Dämpfungswirkung
nicht bereitgestellt wird, d. h. der Stoßdämpfer quasi ausgeschaltet ist, und auch bei
Ausführungen mit Absperrhahn 26, wenn diese sich noch in der geschlossenen bzw.
gesperrten Stellung befindet bei langsamer Vordruckbewegung, da die Dämpfungs
kraftshöhe von der Bewegungsgeschwindigkeit in der Wagenachse eingestellt wer
den kann. So kann dann beispielsweise der Weg zwischen den einzelnen Stellungen
des Kupplungskopfes 4 - Stellung "lang" und Stellung "kurz" - zusätzlich zum Spiel
durch eine erhöhte Dämpfungskraft gedämpft werden. Der Weg zwischen den bei
den Stellungen kann dabei beispielsweise 60 mm betragen und mit der erhöhten
Dämpfungskraft können beispielsweise 20 Tonnen gedämpft werden.
Beim Kuppelvorgang in der Funktionsstellung "lang" beträgt die Vordrückkraft der
vorgespannten Vordruckfedern 11.1 und 11.2 ca. 3000 N bis 5000 N, so daß ein
sachtes Kuppeln auch in engen Kreisbögen möglich wird. Die höheren Dämpfungs
kräfte, die beim Kuppelvorgang stören würden, wirken in der Funktionsstellung des
Kupplungskopfes 4 gegenüber dem Kupplungsarm 10 "kurz" bis zum Axialspielende.
Die Fig. 2a bis 2c verdeutlichen in schematisch vereinfachter Darstellung anhand
einer automatischen Zugkupplung 1.2 eine weitere Möglichkeit der erfindungsgemä
ßen Ausgestaltung mit einer Stoßdämpferanordnung 22, umfassend wenigstens eine
Vorrichtung zur Dämpfung von Schwingungen 2.2. In diesem Fall umfaßt die Stoß
dämpferanordnung jeweils zwei Stoßdämpferteilanordnungen 2.21 und 2.22, welche
wenigstens zwei Stoßdämpfer bzw. Dämpfungszylinder 2.21a, 2.21b und 2.22a,
2.22b aufweisen. Die Anordnung der Stoßdämpferteilanordnungen 2.21 und 2.22
erfolgt symmetrisch zur Waggonachse AW bzw. zur Längsachse der Kupplungsköpfe
ALK. Der übrige Grundaufbau der automatischen Kupplung 1.2 entspricht dabei dem
in der Fig. 1 beschriebenen, weshalb für gleiche Elemente die gleichen Bezugszei
chen verwendet werden. Auch hier erfolgt die Anordnung der Stoßdämpferteilanord
nungen 2.21 und 2.22 koaxial zu den Vordruckfedern 11.21 und 11.22 bzw. der
Waggonachse AW, welche der Längsachse der Kupplungsköpfe ALK entspricht. In
nerhalb einer Stoßdämpferteilanordnung 2.21 bzw. 2.22 können die einzelnen
Dämpfungszylinder 2.21a, 2.21b bzw. 2.22a, 2.22b in Einbaulage in vertikaler Rich
tung entsprechend der Fig. 2b betrachtet in einer gemeinsamen Ebene E angeord
net sein. Dies stellt eine bevorzugte Ausführung dar, da diese bezüglich der bereit
zustellenden Lagerungen am einfachsten zu realisieren ist. Denkbar sind jedoch
auch Stoßdämpferteilanordnungen 2.21 bzw. 2.22, bei welchen die einzelnen
Dämpfungszylinder in zueinander versetzten vertikalen Ebenen in Einbaulage be
trachtet angeordnet sind.
Bei der in der Fig. 2, insbesondere der Fig. 2c dargestellten Möglichkeit erfolgt die
Anbindung der Stoßdämpferteilanordnungen 2.21 bzw. 2.22 über eine einzige Kon
sole 21.2 gemeinsam an der Gelenkmitte. Die Stoßdämpfer 2.21 und 2.22 stützen
sich somit über eine gemeinsam genützte Konsole 21.2 bis zur Mitte des Gelenkes
zwischen Kupplungsarm 10 und Zugfeder 9 ab. Die einzelnen Dämpfungszylinder
der Stoßdämpferanordnungen 2.21 bzw. 2.22 sind zu diesem Zweck vorzugsweise
beidseitig in einem Rahmen 27 gelagert, welcher vorzugsweise ebenfalls als
Drehrahmen ausgeführt ist. Denkbar wäre auch die hier nicht dargestellte Möglich
keit, die Anbindung der einzelnen Dämpfungszylinder 2.21a, 2.21b bzw. 2.22a, 2.22b
am Kupplungskopf 4.2 und der Konsole 21.2 unabhängig voneinander vorzunehmen,
in diesem Fall sind jedoch der entsprechende benötigte Bauraumbedarf am Kupp
lungskopf 4 zu berücksichtigen und entsprechende Verbindungsmittel zusätzlich
auszugestalten.
Zur Beaufschlagung der Dämpfungszylinder mit Druckmittel bei gewünschter wahl
weiser Bereitstellung der Dämpfungswirkung können unterschiedliche Lösungsmög
lichkeiten vorgesehen werden. Dabei besteht die Möglichkeit, jedem der Dämpfungs
zylinder 2.21a, 2.21b bzw. 2.22a, 2.22b ein eigenes Betriebs- bzw. Druckmittelver
sorgungssystem jedem beispielsweise eine separate Bypassleitung mit entspre
chenden Steuermöglichkeiten zuzuordnen. Denkbar ist jedoch auch, den Dämp
fungszylindern einer Stoßdämpferteilanordnung 2.21 bzw. 2.22 ein gemeinsames
System zuzuordnen, wobei die Systeme beider Stoßdämpferteilanordnungen 2.21
bzw. 2.22 autark zueinander arbeiten. Eine dritte Möglichkeit besteht darin, beiden
Stoßdämpferteilanordnungen 2.21 bzw. 2.22 ein gemeinsam nutzbares Betriebs-
bzw. Druckmittelversorgungssystem mit entsprechenden Mitteln zur wahlweisen Be
reitstellung der Dämpfungswirkung zuzuordnen. Bei den Mitteln handelt es sich dabei
in der Regel ebenfalls um Steuervorrichtungen, welche den Zulauf bzw. Ablauf zu
den einzelnen Arbeitszylindern 13 beeinflussen. Die Ausführung mit geringstem
steuerungstechnischen Aufwand zeichnet sich dabei dadurch aus, daß beide Stoß
dämpferteilanordnungen 2.21 bzw. 2.22 die gleichen Mittel zur wahlweisen Bereit
stellung der Dämpfungswirkung benutzen. Die Ansteuerung der Mittel zur wahlwei
sen Bereitstellung der Dämpfungswirkung erfolgt dabei in Abhängigkeit der zu erzie
lenden Funktionsstellungen. Insbesondere kann beispielsweise durch eine reine me
chanische Kopplung zwischen einem Element, welches in der Funktionsstellung
"lang" eine entsprechende Stellung einnimmt und der Mittel zur wahlweisen Bereit
stellung der Dämpfungswirkung 23, insbesondere beispielsweise der Stelleinrichtung
einer Ventileinrichtung 25, eine entsprechende Ansteuerung erzielt werden. Durch
die mechanische Kopplung erfolgt dann zwangsweise eine entsprechende Betäti
gung der Ventileinrichtung 25.
Die Fig. 4a-4c verdeutlichen anhand dreier Funktionsstellungen eine mögliche
Ausführungsform einer automatischen Zugkupplung, welche erfindungsgemäß mit
einer Stoßdämpferanordnung ausgestattet sein kann. Die automatische Zugkupplung
ist mit 1.4 bezeichnet. Der Grundaufbau entspricht dem in den Fig. 1 und 2
schematisch wiedergegebenen, weshalb für gleiche Elemente die gleichen Bezugs
zeichen verwendet werden. Zusätzlich sind noch die Seitenpuffer 45 angedeutet. Die
einem Schienenfahrzeug, insbesondere Waggon 3 zugeordnete automatische Zug
kupplung 1.4 besteht neben den Baugruppen Kupplungskopf 4.4, Kupplungsarm
10.4 aus einem Riegelsystem 7.4 und einer Umstellautomatik 28, wenigstens einem
Betätigungssystem 29 für die Umstellautomatik 28 und das Riegelsystem 7.4 und
einer Abstützvorrichtung 12.4. Zusätzlich kann eine Luftkupplung für die Hauptluft
leitung und, wie in Fig. 4d für den Kupplungskopf 4.4 aus Vereinfachungsgründen
ohne die bereits genannten Systeme dargestellt, eine Gemischtzugkupplung 31 vor
gesehen werden. Diese Grundausführung kann zusätzlich noch durch weitere Bau
gruppen ergänzt werden. Als diese Baugruppen können beispielsweise eine Luft
kupplung für die Hauptluftbehälterleitung und eine Elektrokupplung angesehen wer
den.
Das Riegelsystem 7.4 hat die Aufgabe, das Profil der beiden miteinander zu kup
pelnden Kupplungsköpfe 4.41 und 4.42, die jeweils einem Waggon 3.41 zugeordnet
sind, zu verschließen und beim Entkuppeln das Profil zu öffnen. Dieses umfaßt einen
Riegel 35, eine Riegelklinke 37 mit einem Anschlag C, eine Klinkenfeder 30 und ei
nen Riegelhebel 41, welcher auf den Riegel 35 wirkt. In der kuppelbereiten Stellung
gemäß Fig. 4a ist dabei der Riegel 35 des Riegelsystems 7.4 in der Regel im Kupp
lungskopf 4.4 zurückgedrückt, um Raum für die hier nicht dargestellte Gemischtzug
kupplung zu schaffen. Beim Kuppelvorgang wird dann der Riegel 35 nach vorn ge
schoben. Das Kupplungszentrum, d. h. der Kupplungskopf 4.4 befindet sich vor der
Seitenpufferebene E. Die kuppelbereite Stellung wird dabei durch eine Anordnung
von Kupplungskopf 4.4 und Gelenkbolzen 8.4 zueinander bestimmt, welche durch
eine Relativbewegung zwischen Kupplungskopf 4.4 und Kupplungsarm 10.4 verän
dert werden kann und eine erste Grenzstellung beschreibt. Das Distanzstück 36 der
Umstellautomatik 28 ist in dieser Position nicht eingefallen, der Riegel 35 ist an seine
hintere Position zurückgedrückt und eine mit diesem gekoppelte Riegelklinke 37 wird
durch ein Pedal 38 hochgedrückt. Beim Kuppelvorgang drückt dann die Klaue der in
dieser Figur nicht dargestellten Gegenkupplung, d. h. das Kupplungsprofil 5 des
Kupplungskopfes 4 der Gegenkupplung, das Pedal 38 ein, und spannt eine Spei
cherfeder 39 und eine Zwischenfeder 40. Die Speicherfeder 39 stützt sich dabei am
Kupplungskopf 4.4 und dem Pedal 38, welches am Kupplungskopf 4.4 drehbar gela
gert ist, ab. Die Zwischenfeder 40 ist dabei zwischen Riegelsystem 7.4 und Pedal 38
angeordnet. Diese wirkt auf den Riegelhebel 41, welcher dann den Riegel 35 in
Richtung der Verbindungsachse bis zum Kupplungsprofil 5.4 drückt. Ein weiteres
Vorlauten des Riegels 35 ist nicht möglich, da diesem die kleine Klaue der eingelei
teten Gegenkupplung entgegensteht. Die Riegelklinke 37 wird bis zum Anschlag C
gebracht und kann nicht einfallen. Durch den verschwenkenden Riegelhebel 41 wird
ein Schieber 42 freigegeben und durch eine Rückholfeder 43 nachgezogen. Der
Zapfen des Distanzstückes 36 macht dabei einen Leerlauf in der Schieberkulisse 44.
Im gekuppelten Zustand in der Funktionsstellung "lang" gemäß Fig. 4b sind dann die
beiden Riegel 35 der Kupplung 1.4 und 35.2 der Gegenkupplung 1.42 ganz in das
Profil 5.4 bzw. 5.42 vorgedrückt, die Riegelklinke 37 ist vor dem Anschlag C einge
fallen und der Riegel 35 ist gesichert. Die Rückholfeder 43 zieht am Schieber 42 und
drückt dabei über einen Zapfen D auf das Distanzstück 36. Dieses kann nicht einfal
len, weil es durch die Kontaktstelle E am Kupplungsarm 10.4 blockiert wird. Aus Ver
einfachungsgründen sind die einzelnen Elemente lediglich für die automatische Zug
kupplung 1.4 dargestellt. Die Funktionsweise der dazu komplementären Kupplung
1.42 erfolgt analog.
Die Umstellautomatik 28 dient zur Einstellung der Funktionsstellungen "lang" bzw.
"kurz". Die Verkürzung wird durch das Distanzstück 36, welches zwischen den
Kupplungskopf 4.4 und den Kupplungsarm 10.4 einfällt, realisiert. Andere Möglich
keiten sind denkbar. Der Funktionsablauf kann dabei wie folgt beschriebt werden:
Beim Aufdrücken der Fahrzeuge 3.41 bzw. 3.42 wird der Kupplungskopf 4.4 bzw. 4.42 auf den Kupplungsarm 10.4 bzw. hier nicht dargestellt 10.42 zurückgedrückt und öffnet den Raum für das Distanzstück 36 bzw. 36.2. Es kann jetzt einfallen. Da mit wird die automatische Zugkupplung 1.4 bzw. 1.42 in die Funktionsstellung "kurz" gebracht, wie in Fig. 4c dargestellt.
Beim Aufdrücken der Fahrzeuge 3.41 bzw. 3.42 wird der Kupplungskopf 4.4 bzw. 4.42 auf den Kupplungsarm 10.4 bzw. hier nicht dargestellt 10.42 zurückgedrückt und öffnet den Raum für das Distanzstück 36 bzw. 36.2. Es kann jetzt einfallen. Da mit wird die automatische Zugkupplung 1.4 bzw. 1.42 in die Funktionsstellung "kurz" gebracht, wie in Fig. 4c dargestellt.
Zum Entriegeln wird an der Betätigungseinrichtung 39 das Distanzstück 36 bzw. 36.2
über den Zapfen D herausgezogen. Beim Weiterziehen an der Betätigungseinrich
tung 29 in der Regel bis zum Anschlag in der Schieberkulisse 44, wird der Riegel 35
bzw. 35.2 aus dem Profil zurückgezogen. Dies geschieht dadurch, daß der Kontakt
punkt F des Schiebers 42 den Riegelhebel 41 über den Kontaktpunkt G um H
schwenkt, dabei die Riegelklinke 37 anhebt und den Riegel 35 bzw. 35.2 über den
Zapfen K zurückzieht. Dabei hakt sich die Riegelklinke 37 bzw. 37.2 hinter dem An
schlag C ein und sichert den Riegel 35 gegen unbeabsichtigtes Wiederkuppeln.
Nach dem Loslassen der Betätigung wird der Schieber 42 durch die Rückholfeder 43
und der Riegelhebel 41 durch die Zwischenfeder 40 bis zum Zapfen B vorgezogen,
womit die Entriegelung abgeschlossen wäre. Zum Trennen der Fahrzeuge drückt
dann die Abstützung 12.4 die automatische Zugkupplung 1.4 wieder in die Funkti
onsstellung "lang", wie in Fig. 4b dargestellt. Bis zum Erreichen der Funktionsstellung
"lang" bleiben die Kupplungsprofile zunächst noch voll im Eingriff. Beim weiteren
Auseinanderfahren trennen sich die Kupplungsköpfe 4.4 bzw. 4.42 und die Spei
cherfeder 39 entspannt sich und drückt das Pedal 38 in die vordere Stellung. Dabei
enthakt das Pedal 38 die Riegelklinke 37. Zum Trennen der Kupplungsköpfe 4.4 und
4.42 wird gleichzeitig auch das Pedal der zweiten bzw. Gegenkupplung durch die
dortige Speicherfeder vorgedrückt. Dabei wird über den Riegelhebel und den Schie
ber das Distanzstück herausgezogen und durch den Riegelhebel der Riegel 35.2
zurückgedrückt, nachdem der Riegelhebel die Riegelklinke angehoben hat. Der
Kupplungskopf 4.42 wird durch die Abstützung in die Langstellung vorgerückt. Ein
ungewolltes Wiederkuppeln ist nicht mehr möglich, da die Kupplungen bereits zu weit
getrennt sind. Nach der vollständigen Trennung dreht dann das Pedal weiter und
drückt die Riegelklinke 37 bzw. 37.2 und den Riegel 35 bzw. 35.2 zurück. Beide
Kupplungen befinden sich dann wieder in der kuppelbereiten Stellung.
Zur Betätigung der Umstellautomatik 28 bzw. 28.2 und des Riegelsystems 7.4 bzw.
7.42 von der Fahrzeugseite aus ist ein entsprechendes Betätigungssystem 29 vorge
sehen. Dies erfüllt dabei im wesentlichen die Funktionen Entriegeln, Langstellung der
Kupplung, beispielsweise beim Durchfahren enger Gleisbögen, und das Halten in der
Stoßstellung, d. h. wenn ein Kuppeln nicht mehr möglich ist. Dabei genügt es zum
Entkuppeln der Fahrzeuge, nur eine der beiden Kupplungen zu entriegeln. Der Betä
tigungshandgriff befindet sich dabei immer auf der gleichen Seite des Fahrzeuges,
so daß an jeder Kupplungsstelle die Möglichkeit besteht, die Betätigung von beiden
Seiten des Zuges zu bedienen. Die Abstützvorrichtungen der beiden miteinander in
Eingriff bringbaren automatischen Kupplungen 1.4 bzw. 1.42 haben die Aufgabe, den
Kupplungskopf 4.4 bzw. 4.42 zu tragen, ihn mit einer definierten Kraft nach vorn zu
drücken und ihn nach einer Auslenkung selbsttätig wieder in seine Mittellage zurück
zuführen. Dazu sind in einer bevorzugten Ausführung wenigstens zwei, seitlich unter
dem Kupplungskopf 4.4 bzw. 4.42 angeordnete Druckfedern in Form der Vordruckfe
dern vorgesehen, welche die Vordrück- und Gewichtskraft vom Kupplungskopf 4.4
bzw. 4.42 über den Kupplungsarm auf den Chassis des Fahrzeuges übertragen.
Da Schienenfahrzeuge in der Regel nicht nur rein mechanisch miteinander gekuppelt
werden, sondern auch entsprechende zusätzliche Kopplungen zwischen den einzel
nen miteinander zu verbindenden Waggons untereinander vorgesehen werden müs
sen, sind den automatischen Zugkupplungen 1 bzw. 1.4 Leitungskupplungen aus
Luftleitungskupplungen und/oder Elektrokupplungen zugeordnet, welche jedoch im
Einzelnen nicht in den Figuren dargestellt sind. Die Luftkupplungen sind dabei am
Kupplungskopf 4.4 unterhalb der Kupplungslängsachse angeordnet und stehen in
der Ausgangsstellung mit der Dichtungsfläche vor dem Kupplungszentrum. Diese
umfaßt beispielsweise ein Luftrohr mit Dichtring und konzentrisch angeordnete Grei
fer, die sich im gekuppelten Zustand verhaken und bei Unter- und Überdruck die
Dichtheit gewährleisten. Beim Kuppeln selbst werden die Luftkupplungen zurückge
schoben, bis sich die Greifer zentriert haben. Dann drückt eine Vordruckfeder das
Luftrohr mit dem Greifern wieder vor. Beim Entkuppeln bewegen sich die Kupplungs
profile zunächst quer zur Kupplungsachse. Dabei stoßen die Öffnungskonturen der
Kupplungsköpfe an die Luftkupplungsgreifer und enthaken diese. Die Rückseite der
Luftkupplung ist in der Regel so ausgebildet, daß diese auch mit einer verwendeten
Halbschalenkupplung verbunden werden kann.
Das in der Fig. 4d dargestellte Element Gemischtzugkupplung 31 besteht im wesent
lichen aus einem Handhebel 32, der zusammen mit einer Kurbel 33 am Kupplungs
kopf 4.4 gelagert ist, einem Lenker 34, der in einem Punkt B an der Kurbel 33 gela
gert und im Punkt C mit einem Zugbügel 50 verbunden ist sowie einer Totpunktfeder
51 und einer Rückzugsfeder 52. Im entkuppelten Zustand liegt dabei der Zugbügel
50 der Gemischtzugkupplung 31 hinter dem Profil 5.4 der automatischen Zugkupp
lung 1.4. Die Gemischtzugkupplung stellt dabei ein zweites weiteres Kupplungssy
stem dar, welches in der automatischen Zugkupplung 1.4 integriert ist, um während
einer Übergangszeit auch Wagen mit ausgestattetem Schraubenkupplungssystem zu
kuppeln. Zum Kuppeln mit der herkömmlichen Schraubenkupplung wird dabei der
Handhebel 32 hochgedreht und nimmt über die Kontaktpunkte D und E die Kurbel 33
und den Lenker 34 mit. Gleichzeitig wird dabei der Zugbügel 50 durch den Lenker
34, dessen Gelenkpunkt gegen den Anschlag Langstellung schwenken kann, aus
dem Kupplungskopf 4.4 herausgeschoben und kann in den Zughaken des Gegen
wagens eingelegt werden. Zum Kurzkuppeln wird der Handhebel 32 zurückgestellt,
wodurch die Möglichkeit zum Zurückschwenken der Kurbel 33 geschaffen wird. Die
se Drehung erfolgt beim Aufdrücken der Fahrzeuge. Die Rückzugfeder 52 zieht den
Zugbügel 50 zurück, dabei wird über den Lenker 32 der Drehpunkt der Kurbel 33
geschwenkt. Das Lenkerende wird dabei auf seiner Kurve verlagert und das Zugbü
gelende fällt hinter den Anschlag Kurzstellung. Zum Entkuppeln und zum Durchfah
ren enger Gleisbögen muß die Gemischtzugkupplung dann in die Stellung "lang" ge
bracht werden. Hierzu wird der Handhebel manuell in die Langstellung hochgedreht.
Er wird in dieser Position durch die Totpunktfeder gesichert. Dabei wird der Hammer
kopf des Zugbügels über die Kurbel und den Lenker aus der Kurzstellung in die
Langstellung gedrückt.
Die in der Fig. 4 dargestellte Ausführung der automatischen Zugkupplung stellt eine
mögliche Variante dar, welche erfindungsgemäß mit einer Stoßdämpferanordnung
kombiniert werden kann. Andere Ausführungen der automatischen Zugkupplungen
sind ebenfalls denkbar und liegen im Ermessen des zuständigen Fachmannes.
Die Fig. 5 verdeutlicht in schematisch stark vereinfachter Darstellung eine Ausfüh
rung einer automatischen Kupplung für Schienenfahrzeuge mit einer Stoßdämp
feranordnung in Form einer Flüssigkeitsdämpferanordnung, umfassend wenigstens
einen Stoßdämpfer 2.5. Der Stoßdämpfer 2.5 ist dabei mit dem Kupplungskopf 4.5
und wenigstens mittelbar mit dem, dem Kupplungskopf 4.5 zugeordneten Schienen
fahrzeug verbunden. Zur Gewährleistung der Funktionsweise ist jedoch eine ent
sprechende Abstützvorrichtung, hier mit 53 bezeichnet, vorgesehen. Die Abstützvor
richtung 53 umfaßt dabei eine, in der Rahmeneinheit 54 gelagerte Zentriervorrich
tung 55 mit einem Zentrierarm 56 und Mittel zur Übertragung wenigstens der Druck-
und/oder Gewichtskräfte des Kupplungskopfes 4.5 über den Zentrierarm 56 auf den
Chassis des Schienenfahrzeuges. Die Mittel zur Übertragung weisen dabei wenig
stens eine Zugfedereinrichtung auf, welche sich wenigstens mittelbar am Kupplungs
kopf 4.5 und dem Zentrierarm 56 abstützt, und jeweils eine Schwenklageranordnung
zwischen Kupplungskopf 4.5 und Zentrierarm 56 und Chassis des Fahrzeuges. Die
Druckfedereinrichtung ist dabei in Einbaulage in einer Ansicht von oben betrachtet
bezogen auf die Mittenachse AM des Kupplungskopfes außermittig angeordnet. Die
Kraftübertragung erfolgt dabei im wesentlichen an diesen Elementen über die
Schwenklageranordnungen, welche eine Bewegbarkeit des Zentrierarmes 56 gegen
über dem Kupplungskopf 4.5 um jeweils wenigstens zwei Achsen, einer Horizon
talachse und einer Vertikalachse, in Einbaulage betrachtet, zu ermöglichen. Dabei ist
die Druckfedereinrichtung der erforderlichen Abstützvorrichtung 53 vorzugsweise
dem Kupplungskopf 4.5 in einem Bereich zugeordnet, welcher durch die theoretische
Verbindungsachse der miteinander zu koppelnden Schienenfahrzeuge, in Einbaula
ge betrachtet, in horizontaler Richtung und einem Seitenpuffer begrenzt wird, wel
cher dem Kupplungskopf auf der Seite zugeordnet ist, die vom Kupplungskopf der zu
koppelnden automatischen Zugkupplung weggerichtet ist. Die Abstützvorrichtung,
insbesondere die Druckfedereinrichtung, ist in Einbaulage in horizontaler Richtung
betrachtet, bezogen auf die Mittenachse AM des Kupplungskopfes unterhalb dieser
und in horizontaler Richtung betrachtet vorzugsweise vollständig in einem Bereich
angeordnet, welcher durch die Mittenachse des Kupplungskopfes 4.5 und die Sym
metrielinie des am Schienenfahrzeug auf der von der zu kuppelnden automatischen
Zugkupplung abgewandten Seite des Kupplungskopfes angeordnete Seitenpuffer
begrenzt, wobei der Bereich unterhalb der Mittenachse im wesentlichen frei von dem
in Bauelementen der Abstützvorrichtung ist.
1
,
1.2
,
1.4
automatische Zugkupplung
2
,
2.3
Vorrichtung zur Dämpfung von Schwingungen,
Stoßdämpferanordnung
2.1
,
2.2
,
2.21
;
2
.22
,
2.31
Stoßdämpferteilanordnung
2.1
,
2.2
,
2.21
a,
2.21
b,
2.22
a,
2.22
b,
2.31
a,
2.32
b,
2.5
Stoßdämpfer
3
,
3.4
Schienenfahrzeug bzw. Waggon
4
,
4.4
,
4.42
Kupplungskopf
4.5
,
5
,
5.4
,
5.42
Kupplungsprofil
6
Zentrierflächen
7
,
7.4
Riegelsystem
8
,
8.4
Gelenkbolzen
9
Zugfeder
10
,
10.4
,
10.42
Kupplungsarm
11
,
11.1
,
11.2
Vordruckfedern
12
,
12.4
Abstützvorrichtung
13.1
,
13.2
Arbeitszylinder
14.1
,
14.2
,
14.31
,
14.32
Kolben
15.1
,
15.2
Kolbenstange
16
Vorderkante Waggonbohle
17
Waggonbohle
18
Mittel zur Realisierung einer Auslenkung der Stoß
dämpferanordnung
19
,
19.1
,
19.2
Drehrahmen
20.1
a,
20.2
a,
20.1
b,
20.2
b Drehgelenke
21
,
21.1
,
21.2
Konsole
22
a,
22
b zweiter Zylinder
23
Mittel zur wahlweisen Bereitstellung der Dämp
fungswirkung
24
Bypassleitung
25
Ventileinrichtung
26
Absperreinrichtung
27
Rahmen
28
Umstellautomatik
29
Betätigungssystem für Umstellautomatik und Rie
gelsystem
30
Klinkenfeder
31
Gemischtzugkupplung
32
Handhebel
33
Kurbel
34
Lenker
35
Riegel
36
Distanzstück
37
Riegelklinke
38
Pedal
39
Speicherfeder
40
Zwischenfeder
41
Riegelhebel
42
Schieber
43
Rückholfeder
44
Schieberkulisse
45
Seitenpuffer
46
Druckmittelkreislauf
47
,
47.31
,
47.32
Zulauf
48
,
48.31
,
48.32
Ablauf
49
Betriebsmittelförderpumpe
50
Zugbügel
51
Totpunktfeder
52
Rückzugsfeder
53
Abstützvorrichtung
54
Rahmeneinheit
55
Zentriervorrichtung
56
Zentrierarm
Claims (18)
1. Automatische Kupplung für Schienenfahrzeuge, insbesondere automatische
Zugkupplung
- 1. 1.1. mit einem, über einen Kupplungsarm (10, 10.4) an einer Zugfeder (9) an ei nem Schienenfahrzeug (3, 3.4, 3.42) angelenkten und gegenüber dem Kupp lungsarm (10, 10.4) in Einbaulage in Richtung der theoretischen Verbindungs achse AVtheoretisch zwischen den miteinander zu kuppelnden Schienenfahr zeugen betrachtet verschiebbaren Kupplungskopf (4, 4.4, 4.42); gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- 2. 1.2 mit einer Stoßdämpferanordnung in Form einer Flüssigkeitsdämpferanordnung (2, 2.3), umfassend wenigstens einen Stoßdämpfer (2.1, 2.2, 2.21a, 2.21b, 2.22a, 2.22b, 2.31, 2.31a, 2.31b);
- 3. 1.3 der Stoßdämpfer (2.1, 2.2, 2.21a, 2.21b, 2.22a, 2.22b, 2.31, 2.31a, 2.31b) ist mit dem Kupplungskopf (4, 4.4, 4.42) und wenigstens mittelbar mit dem, dem Kupplungskopf (4, 4.2, 4.42) zugeordneten Schienenfahrzeug (3, 3.4, 3.42) verbunden.
2. Automatische Zugkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der einzelne Stoßdämpfer (2.1, 2.2, 2.21a, 2.21b, 2.22a, 2.22b, 2.31, 2.31a,
2.31b) als Teleskopdämpfer ausgeführt ist.
3. Automatische Zugkupplung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch
die folgenden Merkmale:
- 1. 3.1 die Stoßdämpferanordnung (2, 2.3) weist wenigstens zwei Stoßdämpfertei lanordnungen (2.1, 2.2, 2.21, 2.22, 2.31, 2.32), umfassend wenigstens jeweils einen Stoßdämpfer (2.1, 2.2, 2.21a, 2.21b, 2.22a, 2.22b, 2.31, 2.31a, 2.31b) auf;
- 2. 3.2 die Stoßdämpferteilanordnungen (2.1, 2.2, 2.21, 2.22, 2.31, 2.32) sind sym metrisch zueinander ausgestaltet und in Einbaulage in Bezug auf die theoreti sche Verbindungsachse AVtheoretisch zwischen den miteinander zu kuppeln den Schienenfahrzeugen betrachtet beidseitig symmetrisch zum Kupplungs kopf (4, 4.4, 4.42), insbesondere zur Längsachse ALK des Kupplungskopfes (4, 4.4, 4.42) angeordnet.
4. Automatische Zugkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Stoßdämpferanordnung (2, 2.3) eine Vielzahl von
Stoßdämpfern (2.1, 2.2, 2.21a, 2.21b, 2.22a, 2.22b, 2.31, 2.31a, 2.31b) auf
weist.
5. Automatische Zugkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeich
net durch die folgenden Merkmale:
- 1. 5.1 mit einer Abstützvorrichtung (12), umfassend wenigstens zwei Vordruckfedern (11.1, 11.2) zur Beaufschlagung des Kupplungskopfes (4, 4.4, 4.42) mit einer definierten Kraft und selbsttätigen Rückführung des Kupplungskopfes (4, 4.4, 4.42) nach einer Auslenkung in seine Mittellage;
- 2. 5.2 die Vordruckfedern (11.1, 11.2) sind beidseitig des Kupplungskopfes (4, 4.4, 4.42) angeordnet;
- 3. 5.3 die Stoßdämpfer (2.1, 2.2, 2.21a, 2.21b, 2.22a, 2.22b, 2.31, 2.31a, 2.31b) sind jeweils parallel zu der Parallelführung Kupplungskopf und Achse (11.1, 11.2) angeordnet.
6. Automatische Zugkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß jeder einzelne Stoßdämpfer (2.1, 2.2, 2.21a, 2.21b, 2.22a,
2.22b, 2.31, 2.31a, 2.31b) wenigstens mittelbar über ein Drehgelenk (20.1a,
20.2a, 20.1b, 20.2b) am Kupplungskopf (4, 4.4, 4.42) und/oder dem Schie
nenfahrzeug (3, 3.4, 3.42) angelenkt ist.
7. Automatische Zugkupplung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
bei Ausführung der Stoßdämpferanordnung (2, 2.3) mit zwei Stoßdämpfertei
lanordnungen (2.1, 2.2, 2.21, 2.22, 2.31, 2.32) mit mehreren Stoßdämpfern
(2.1, 2.2, 2.21a, 2.21b, 2.22a, 2.22b, 2.31, 2.31a, 2.31b) diese wenigstens auf
der Schienenfahrzeugseite in einem Drehrahmen (19) gelagert sind.
8. Automatische Zugkupplung nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß bei Ausführung der Stoßdämpferanordnung (2, 2.3) mit
zwei Stoßdämpferteilanordnungen (2.1, 2.2, 2.21, 2.22, 2.31, 2.32) den Stoß
dämpferteilanordnungen (2.1, 2.2, 2.21, 2.22, 2.31, 2.32) jeweils eine, am
Schienenfahrzeug (3, 3.4, 3.42) befestigbare Konsole (21, 21.1, 21.2) zuge
ordnet ist und die Anlenkung an der Konsole (21, 21.1, 21.2) erfolgt.
9. Automatische Zugkupplung nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß bei Ausführung der Stoßdämpferanordnung (2, 2.3) mit
zwei Stoßdämpferteilanordnungen (2.1, 2.2, 2.21, 2.22, 2.31, 2.32) beiden
Stoßdämpferteilanordnungen (2.1, 2.2, 2.21, 2.22, 2.31, 2.32) eine, am
Schienenfahrzeug befestigbare gemeinsame Konsole (21) zugeordnet ist und
die Anlenkung an der Konsole (21) erfolgt.
10. Automatische Zugkupplung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, gekenn
zeichnet durch die folgenden Merkmale:
- 1. 10.1 es ist ein Stoßdämpfer (2.5) vorgesehen, welcher mit dem Kupplungskopf und wenigstens mittelbar mit dem, dem Kupplungskopf (4.5) zugeordneten Schie nenfahrzeug verbunden ist;
- 2. 10.2 mit einer Abstützvorrichtung (53), umfassend eine mit dem Schienenfahrzeug (3) koppelbare Rahmeneinheit (54) und einer in der Rahmeneinheit (54) gela gerten Zentriervorrichtung (55), umfassend einen Zentrierarm (56);
- 3. 10.3 mit einer Druckfedereinrichtung zur Übertragung wenigstens der Druck- und/oder Gewichtskräfte des Kupplungskopfes (4.5) über den Zentrierarm (56) auf den Chassis des Schienenfahrzeuges;
- 4. 10.4 die Druckfedereinrichtung ist in Einbaulage in einer Ansicht von oben be trachtet bezogen auf die Mittenachse (AM ) des Kupplungskopfes außermittig angeordnet.
11. Automatische Zugkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Stoßdämpferanordnung (2, 2.3) Mittel zur wahlweisen
Bereitstellung der Dämpfungswirkung (23) zugeordnet sind.
12. Automatische Zugkupplung nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch die fol
gende Merkmale:
- 1. 12.1 die Mittel (23) umfassen wenigstens ein der Stoßdämpferanordnung (2, 2.3) zugeordnetes Druckmittelversorgungssystem (46);
- 2. 12.2 das Druckmittelversorgungssystem (46) umfaßt wenigstens einen Zulauf (47) und einen Ablauf (48) zum einzelnen Stoßdämpfer (2.1, 2.2, 2.21a, 2.21b, 2.22a, 2.22b, 2.31, 2.31a, 2.31b) und Mittel zur wahlweisen Beaufschlagung der Stoßdämpfer (2.1, 2.2, 2.21a, 2.21b, 2.22a, 2.22b, 2.31, 2.31a, 2.31b) mit Druckmittel.
13. Automatische Zugkupplung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die Mittel zur wahlweisen Beaufschlagung der Stoßdämpfer (2.1, 2.2, 2.21a,
2.21b, 2.22a, 2.22b, 2.31, 2.31a, 2.31b) mit Druckmittel eine Bypassleitung
(25) umfassen.
14. Automatische Zugkupplung nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch folgen
de Merkmale:
- 1. 14.1 das Druckmittelversorgungssystem (46) ist als offener Kreislauf ausgeführt;
- 2. 14.2 die Mittel zur wahlweisen Beaufschlagung der Stoßdämpfer (2.1, 2.2, 2.21a, 2.21b, 2.22a, 2.22b, 2.31, 2.31a, 2.31b) umfassen eine, im Zulauf (47, 47.31, 47.32) zu den einzelnen Stoßdämpfern (2.1, 2.2, 2.21a, 2.21b, 2.22a, 2.22b, 2.31, 2.31a, 2.31b) angeordnete Betriebsmittelförderpumpe (49) und eine, im Ablauf (48, 48.31, 48.32) angeordnete Absperreinrichtung (26).
15. Automatische Zugkupplung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß jedem Stoßdämpfer (2.1, 2.2, 2.21a, 2.21b, 2.22a,
2.22b, 2.31, 2.31a, 2.31b) der Stoßdämpferanordnung (2, 2.3) die Mittel zur
wahlweisen Bereitstellung der Dämpfungswirkung (23) zugeordnet sind.
16. Automatische Zugkupplung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß den Stoßdämpfern (2.1, 2.2, 2.21a, 2.21b, 2.22a, 2.22b,
2.31, 2.31a, 2.31b) jeder Stoßdämpferteilanordnung der Stoßdämpferanord
nung (2, 2.3) oder den Stoßdämpfern (2.1, 2.2, 2.21a, 2.21b, 2.22a, 2.22b,
2.31, 2.31a, 2.31b) der gesamten Stoßdämpferanordnung (2, 2.3) die Mittel
zur wahlweisen Bereitstellung der Dämpfungswirkung (23) gemeinsam zuge
ordnet sind.
17. Automatische Zugkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, gekenn
zeichnet durch die folgenden Merkmale:
- 1. 17.1 mit einem Riegelsystem (7, 7.4) zum Verschließen und Öffnen der Profile (5, 5.4, 5.42) der beiden miteinander zu kuppelnden Kupplungsköpfe (4, 4.4, 4.42), die jeweils einem Schienenfahrzeug (3, 3.4, 3.42), insbesondere Wag gon zugeordnet sind;
- 2. 17.2 einer Umstellautomatik (28) zur Realisierung zweier Funktionsstellungen des Kupplungsarmes (10, 10.4) "lang" bzw. "kurz";
- 3. 17.3 mit wenigstens einem Betätigungssystem (29) für die Umstellautomatik (28) und das Riegelsystem (7, 7.4),
- 4. 17.4 einer Luftkupplung für die Hauptluftleitung,
- 5. 17.5 einer Gemischtzugkupplung (31) und
- 6. 17.6 einer Gemischtluftkupplung.
18. Automatische Zugkupplung nach Anspruch 17, gekennzeichnet durch die fol
genden Merkmale:
- 1. 18.1 mit einer Luftkupplung für die Hauptluftbehälterleitung und
- 2. 18.2 mit einer Elektrokupplung.
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