DE19947759C2 - Fahrschemellager - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Fahrschemellager, das in der Verbin
dung einer Fahrzeugachse zum Fahrzeugaufbau liegt, gemäß dem
Oberbegriff des Anspruches 1.
Fahrschemellager der vorgenannten Art sind in vielfältigen Aus
gestaltungen aus der Praxis bekannt. Eine im Grundaufbau ent
sprechende Lageranordnung und Lagerausbildung zeigt auch die DE 37 38 964 C1.
Als im Übergang von der Achse auf die Karosserie liegende Ver
bindungselemente dienen derartige Fahrschemellager dem Zweck,
auf die Achse wirkende Belastungen und Schwingungen aus dem
Fahrbetrieb weit möglichst gegen die Karosserie abzukoppeln, um
den Fahrkomfort, insbesondere das Geräuschverhalten zu verbes
sern, wobei derartige elastische Fahrschemellager bezogen auf
die unterschiedlichen Belastungsrichtungen gezielt in unter
schiedlicher Härte ausgebildet sein können, um das Fahrzeug im
Sinne eines vorgegebenen, gewünschten Fahrverhaltens zu beein
flussen.
Mit der DE 196 13 212 A1 wurde für eine Verbundlenker-
Hinterachse von Kraftfahrzeugen ein elastisches Lager vorge
schlagen, das als Drehlager zwischen Karosserie und Achse liegt
und das über dem Federweg der Lenker entsprechende Schwenkwin
kel verdrehbar ist. Aufgebaut ist das Lager aus einem querge
teilten Lagerkern mit einem in dessen elastische Ummantelung
eingebundenen Fussteil und einem formschlüssig damit verbunde
nen Kopfteil, das in der Halterung gegenüber dem dem jeweiligen
Lenker des Verbundlenkers zugewandten Bereich verbreitert ausgeführt
ist und gegen den Halterungsbereich des Lenkers im ra
dial äußeren Bereich stirnseitig abgestützt ist. Das Lager ist
als gebautes Lager mit voneinander unabhängigen, radialen und
axialen elastischen Abstützungen ausgebildet, um in Fahrtrich
tung und auch quer hierzu auftretende Beanspruchungen gezielt
aufnehmen zu können.
Desweiteren ist aus der US 2 781 990 ein elastisches Lager mit
quer geteiltem Lagerkern bekannt, der endseitig verbreiterte
Stirnflächen aufweist, die einerseits als Abstützung gegen eine
Halterung dienen und andererseits als Auflage für eine zentrale
Spannschraube, über die das Lager gegen die Halterung verspann
bar ist. Zwischen den stirnseitigen Verbreiterungen liegt eine
elastische Ummantelung, über die die Abstützung gegen eine La
geraufnahme erfolgt.
Einen grundsätzlich ähnlichen Aufbau eines elastischen Lagers
zeigt die DE 193 52 286 U, wobei der in deren Ausgestaltung ge
mäß Fig. 3 ebenfalls quer geteilte, von einer zentralen Spann
schraube durchsetzte und mit einer Halterung zu verbindende La
gerkern zwischen Anschlagscheiben liegt, die den axialen Feder
weg des über die elastische Ummantelung mit der Lageraufnahme
verbundenen Lagerkerns gegenüber der Lageraufnahme begrenzen
und von denen eine eine sich in den Lagerkern hineinerstrecken
de Gewindebuchse für die Spannschraube aufnimmt.
Der Erfindung liegt bezogen auf ein Fahrschemellager der ein
gangs genannten Art die Aufgabe zugrunde, eine Ausgestaltung
aufzuzeigen, durch die der Anschluss an die Karosserie so ge
staltet werden kann, dass Verformungen der Karosserie im An
schlussbereich und dadurch resultierende Schwingungen und Ge
räusche weitgehend vermieden werden.
Gemäß der Erfindung wird dies durch die Merkmale des Anspruches
1 erreicht, wobei für die Halterung durch die Verwendung eines
napfförmigen Einsatzes eine sehr steife Abstützzone gegenüber
dem Lagerkern erreicht wird, die zusätzlich auch durch die
napfförmige Ausbildung - bei axialer Verspannung über eine zen
trale Spannschraube - eine günstige Verteilung der in die Hal
terung eingeleiteten Kräfte in die Karosserie ermöglicht.
Hierzu erweist es sich als vorteilhaft, wenn der Träger der Bo
denstruktur des Fahrzeuges, dem die Halterung zugeordnet ist,
mit quer zu seiner Erstreckungsrichtung liegenden Aussteifungen
als Anlageflächen für entsprechende Napfwände ausgebildet ist,
so dass sich eine formschlüssige Einbindung des Einsatzes in
den Träger ergibt, wobei es sich als zweckmäßig erweist, wenn
die Aussteifungen als in den Träger eingesetzte Schottwände
ausgebildet sind.
Bevorzugt erfolgt die Abstützung gegenüber diesen Schottwänden
über einander gegenüberliegende Napfwände des Einsatzes, die
eine größere Höhe haben als die dazwischen verlaufenden Napf
wände, wobei eine solche Ausbildung insbesondere in Verbindung
mit der Zuordnung der Halterung zu Längsträgern der Fahrzeugbo
denstruktur zweckmäßig ist.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich
aus den Ansprüchen. Ferner wird die Erfindung nachstehend mit
weiteren Details anhand der Zeichnungen, die ein erfindungsge
mäß bevorzugtes Ausführungsbeispiel zeigen, naher erläutert. Im
einzelnen sind dargestellt:
Fig. 1 im Schema ein Ausschnitt der karosserieseitigen Hal
terung für ein elastisches Fahrschemellager, wobei
die Halterung einem Fahrzeuglängsträger in einem Be
reich der Hinterachse des Fahrzeuges zugeordnet ist,
in dem ein Querträger verlauft, und der die Halterung
bildende Bereich aufgebrochen gezeigt ist,
Fig. 2 eine schematisierte Querschnittsdarstellung durch das
elastische, als Fahrschemellager dienende Lager, wobei
auch die Halterung vereinfacht dargestellt ist,
und
Fig. 3 eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung, bezogen
auf einen Längsschnitt.
In dem in Fig. 1 schematisiert und lediglich ausschnittsweise
dargestellten, dem Bodenbereich eines Personenkraftwagens zuge
hörigen Befestigungsbereich für ein elastisches Lager, insbe
sondere ein in der Verbindung einer nicht dargestellten Fahr
zeugachse mit dem Fahrzeugaufbau liegenden Fahrschemellager,
ist mit 1 ein in Fahrzeuglängsrichtung F verlaufender Längsträ
ger bezeichnet, dem anschliessend an seinen im Achsbereich nach
oben ausgewölbten Bereich 2 die Halterung 3 für das in den
Fig. 2 und 3 gezeigte Fahrschemellager 4 zugeordnet ist, das
in einer achsseitigen Lageraufnahme 5 angeordnet ist, die bei
spielsweise durch ein Befestigungsauge eines Fahrschemels ge
bildet sein kann.
Der Längsträger 1 weist im Bereich der Halterung 3 einen Ober
gurt 6 und einen Untergurt 7 auf und ist mit einem Querträger 8
verbunden, der den Untergurt 7 im Bereich der Halterung unter
greift, wobei Untergurt 7 und Querträger 8 verbunden, insbeson
dere verschweisst sind und von einer Bohrung 31 durchsetzt
sind, die auf den Innenraum des Längsträgers 1 ausmündet und
vom Gewindehals 9 eines Einsatzes 10 durchsetzt ist, der einem
Bestandteil der Halterung 3 bildet und seinerseits mit dem
Längsträger 1 verbunden ist. Im Längsträger 1 sind quer verlau
fende Aussteifungen 11 in Form von eingesetzten Aussteifungs
blechen vorgesehen, die mit bezogen auf die Fahrzeuglängsrich
tung F quer verlaufenden Napfwänden 12 verbunden sind, zwischen
denen sich Napfwände 13 geringerer Hohe erstrecken, wobei die
Napfwände 12 und 13 den Boden 14 des napfförmigen Einsatz 10
umgrenzen, der zentral mit dem sich in Gegenrichtung zu den
Wanden 12 und 13 erstreckenden Gewindehals 9 versehen ist. Zwi
schen den Napfwänden 12 und 13 erstreckt sich desweiteren ein
Einsatzblech 15, das ebenso wie die Aussteifungen 11 gegen den
Obergurt 6 bzw. den Obergurt 6 und den Untergurt 7 verschweisst
ist, so dass die Halterung 3 einem insgesamt besonders ausge
steiften Bereich der Bodenzone zugeordnet ist, der geeignet
ist, auch größere Kräfte ohne Verformungen großflächig aufzu
nehmen und abzustützen. Im Hinblick auf die Einbindung des
Obergurtes 6 in diese Stützfunktion sind die Aussteifungen 11
sowie das Einsatzblech 15 auch ihrerseits nochmals gegen Aus
beulen ausgesteift, und zwar durch Aussparungen 16 mit ausge
stellten Rändern 17.
Die Halterung 3 mit dem großflächigen, besonders steif ausge
führten Boden 14 des Einsatzes 10 bildet die Abstützung für das
Kopfteil 18 des zweiteilig ausgeführten und ein Fussteil 19 um
fassenden Lagerkernes 20 des insgesamt mit 4 bezeichneten Fahr
schemellagers, wobei zwischen dem Lagerkern 20 und einem Aus
senmantel 21 des Lagers 4 eine elastische Ummantelung liegt,
die mit 22 bezeichnet ist und über die der Lagerkern 20 gegen
den Aussenmantel 21 abgestützt ist, der seinerseits in der
achsseitigen Lageraufnahme 5 fixierbar ist. Im Hinblick auf die
angestrebte unterschiedliche Harte des Fahrschemellagers 4 ist
dessen Ummantelung 22, wie der Vergleich der Fig. 2 und 3
zeigt, in den tragenden Querschnitten unterschiedlich ausge
führt, um, bezogen auf das vorliegende Ausführungsbeispiel, in
Querrichtung eine härtere Abstützung (voller Materialquerschnitt)
zu realisieren als in Längsrichtung, was durch ent
sprechende Querschnittsschwächungen, die durch Aussparungen 23
realisiert sind, erreicht wird.
Kopfteil 18 und Fussteil 19 des quer geteilten Lagerkernes 20
sind von der Spannschraube 24 zentral durchsetzt, die in den
Gewindehals 9 eingreift und über die der Lagerkern 20 gegen den
Boden 14 des Einsatzes 10 verspannbar ist, und zwar über die
dazwischenliegenden Bereiche des Untergurtes 7 und des Querträ
gers 8.
Radial ist der Lagerkern 20 unmittelbar gegen den Einsatz abge
stützt, dadurch, dass der Gewindehals 9 axial in eine zentrale,
ringförmige Aufweitung des Fussteiles 18 passend eingreift, wo
bei die Aufweitung mit 25 bezeichnet ist und die für die Spann
schraube 24 vorgesehene Bohrung 31 im Bereich des Kopfteiles 18
radial erweitert.
Ferner sind Kopfteil 18 und Fussteil 19 des Lagerkernes 20 quer
zur Spannschraube 24 formschlüssig gegeneinander abgestützt,
und zwar dadurch, dass das Kopfteil 18 einen Halsansatz 26 auf
weist, der in eine ringförmige, die Bohrung für die Spann
schraube 24 aufweitende Ausnehmung 27 des Fussteiles 19 ein
greift, die sich axial ausgehend von der ringförmigen, zwischen
Kopfteil 18 und Fussteil 19 liegenden Abstützfläche 28 in Rich
tung des Fussteiles 19 erstreckt.
Die axiale Abstützung des Kopfteiles 18 gegen die Halterung 3
im Bereich der der Halterung zugewandten Stirnseite des Kopf
teiles 18 erfolgt im Rahmen einer ringförmigen Randzone 29, und
damit zur Spannschraube 24 radial nach aussen versetzt bevor
zugt in einem benachbart zum Randbereich des Bodens 14 liegen
den Bereich des Einsatzes 10, in dem der Boden 14 in die Napf
wände 12, 13 übergeht. Innerhalb der Randzone 29 ist die Stirn
seite des Kopfteiles 18 axial zurückgenommen, liegt also gegen
über der Halterung bevorzugt frei, und dies über den Umfang zu
mindest bereichsweise, um die Abstützung auf die Randzone 29 zu
konzentrieren und dadurch eine großflächige Abstützung mit ent
sprechend günstigen Belastungs- und Übertragungsverhältnissen
zu realisieren. Der gegenüber der Randzone 29 zurückgenommene
Bereich der der Halterung 3 zugewandten Stirnseite des Kopftei
les 18 ist mit 30 bezeichnet.
Wie Fig. 2 und 3 insbesondere verdeutlichen, ist der Kopf
teil 18 in Richtung auf die Halterung 3 sich verbreiternd aus
geführt, wobei das Kopfteil 18 in radiale Überdeckung zur Um
mantelung 22 kommen, ohne die Herstellung des Lagers 4 zu er
schweren, da die Ummantelung 22 lediglich mit dem Fussteil 19
verbunden ist und das Kopfteil 18 nachträglich aufgesetzt wer
den kann.
Die erfindungsgemäße Konstruktion führt insgesamt zu einem sehr
steifen Verbund und dadurch zu einem guten Übertragungsverhal
ten der Achslagerung und zu einem Komfortgewinn für die Fahr
zeugpassagiere. Hierzu trägt insbesondere bei, dass das Körper
schallverhalten durch die beschriebenen Versteifungsmassnahmen
in der Achslagerung und in deren Anbindung an die Karosserie
günstig beeinflusst wird. Die gezielten, lokal ansetzenden Ver
stärkungsmassnahmen und die Vergrößerung des Achslagerkerns im
Übergang auf die Halterung verbessern darüber hinaus auch die
Betriebsdauerfestigkeit. Als weitere positive Auswirkung der
vergrößerten Auflagefläche im Übergang Vorn Kopfteil auf die
Halterung ergibt sich eine deutliche Anhebung der Resonanzfre
quenzen und eine Absenkung der Amplituden sowohl dynamisch als
auch statisch in allen Richtungen. Insbesondere ergibt sich
auch ein sehr günstiges Verhältnis der Aufstandsfläche des La
gerkerns zum Angriffspunkt der Krafteinleitung. Durch die in
Verbindung mit der Napfform des Einsatzes 10 geschaffene Lösung
werden ferner auch die Biegespannungen deutlich reduziert und
in Druck- und Schubspannungen über die Aussteifungen 11 und das
Einsatzblech 16 umgesetzt.
Claims (7)
1. Fahrschemellager, das in der Verbindung einer Fahrzeugachse
zum Fahrzeugaufbau liegt und einen Lagerkern aufweist, der ge
gen eine aufbauseitige, einem Träger der Fahrzeugbodenstruktur
zugeordnete und ein Gewindeteil umfassende Halterung über eine
eine Trägerbohrung durchsetzende Spannschraube verspannbar ist
und dem eine elastische Ummantelung im Übergang zu einer achs
seitigen Lageraufnahme zugeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Halterung (3) einen im Innenraum des Trägers (1) ange
ordneten, als Stütznapf ausgebildeten Einsatz (10) umfasst,
welcher als Gewindeteil einen in Gegenrichtung zu den Napfwän
den (12, 13) in Richtung auf das Lager (4) sich erstreckenden
und die Trägerbohrung durchsetzenden Gewindehals (9) aufweist.
2. Fahrschemellager nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der den Einsatz (10) bildende Stütznapf bei in Draufsicht
rechteckiger Grundform Napfwände (12; 13) unterschiedlicher Hö
he aufweist.
3. Fahrschemellager nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass einander gegenüberliegende Napfwände (12 bzw. 13) jeweils
gleiche Höhe aufweisen.
4. Fahrschemellager nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Träger (1) quer zur Erstreckungsrichtung liegende Aus
steifungen (11) als Anlageflächen für entsprechende Napfwände
(12) aufweist.
5. Fahrschemellager nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aussteifungen (11) durch in den Träger eingesetzte
Schottwände gebildet sind.
6. Fahrschemellager nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die als Schottwände ausgebildeten Aussteifungen des einen
Längsträger der Fahrzeugbodenstruktur bildenden Trägers (1) mit
Napfwänden (12) verbunden sind, zwischen denen sich Napfwände
(13) geringerer Höhe erstrecken.
7. Fahrschemellager nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Halterung (3) mit dem Boden (14) des Einsatzes (10) in
dessen Übergangsbereich in die Napfwände (12; 13) die Anlage
für eine ringförmige Abstützfläche (Randzone 29) des Lagers (4)
bildet, das radial innerhalb dieser Abstützfläche (Randzone 29)
axial zurückgenommen ist.
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|---|---|---|---|
| DE1999147759 DE19947759C2 (de) | 1999-10-02 | 1999-10-02 | Fahrschemellager |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999147759 DE19947759C2 (de) | 1999-10-02 | 1999-10-02 | Fahrschemellager |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE19947759A1 DE19947759A1 (de) | 2001-05-03 |
| DE19947759C2 true DE19947759C2 (de) | 2001-11-22 |
Family
ID=7924441
Family Applications (1)
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| DE1999147759 Expired - Fee Related DE19947759C2 (de) | 1999-10-02 | 1999-10-02 | Fahrschemellager |
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|---|---|
| DE (1) | DE19947759C2 (de) |
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