DE19947730C1 - Wärmetauschereinheit sowie Verfahren zur Herstellung einer Wärmetauschereinheit - Google Patents
Wärmetauschereinheit sowie Verfahren zur Herstellung einer WärmetauschereinheitInfo
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Abstract
Beschrieben wird eine Wärmetauschereinheit mit wenigstens einer Wärmeenergie absorbierenden oder abgebenden Oberfläche und einem thermisch an die Oberfläche angekoppelten Kammernsystem, durch das ein, die Wärmeenergie absorbierendes oder abgebendes Fluid strömbar ist. DOLLAR A Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Oberfläche und das Kammernsystem aus einer Trägerstruktur gebildet ist, die Cellulosematerial aufweist und deren Trägerstrukturoberfläche wenigstens an der mit dem, die Wärmeenergie absorbierenden oder abgebenden Fluid benetzbaren Trägerstrukturoberfläche mit einer fluidundurchlässigen Schicht bedeckt ist.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Wärmetauschereinheit mit wenigstens einer
Wärmeenergie absorbierenden oder abgebenden Oberfläche und einem thermisch
an die Oberfläche angekoppelten Kammernsystem, durch das ein, die
Wärmeenergie absorbierendes oder abgebendes Flut stromab ist.
Wärmetauschereinheiten dienen dem thermischen Energieübertrag zwischen zwei
Stoffströmen bzw. zwischen einem Stoffstrom und einem thermisch an den
Stoffstrom angekoppelten Körper, wobei eine Wärmeübertragung nur dann erfolgt,
sofern eine Temperaturdifferenz zwischen den thermisch gekoppelten Stoffströmen
bzw. dem Körper und dem Stoffstrom besteht. Die Stoffströme selbst können von
gasförmiger oder flüssiger Natur sein, wobei in jedem Wärmetauscher die einzelnen
Stoffströme getrennt voneinander geführt sind ohne sich untereinander zu mischen.
Ein typisches Beispiel für eine Wärmetauschereinheit, in der ein Wärmeübertrag
zwischen einem Gasstrom und einem beliebig, vorzugsweise flüssigen Stoffstrom,
der sich auf einem niedrigeren Temperaturniveau befindet als der Gasstrom,
stattfindet, ist in der US 4,776,391 beschrieben. Hierbei überströmt der Gasstrom,
der in einem, den Gasstrom umschließenden Leitungsgehäuse geführt ist, ein
Kühlleitungssystem, das von einem Kühlmittel durchflossen wird und das auf Grund
einer großen wärmeübertragenden Oberfläche einen effektiven Wärmeübertrag
aufweist. Alternative Wärmetauschereinheiten, in denen ein gezielter Wärmeübertrag
zwischen zwei Gasströmen erfolgt, sind den amerikanischen Druckschriften US
5,697,435 sowie US 4,729,428 zu entnehmen.
Wärmeübertrager einer anderen Gattung betreffen Kammersysteme, die von einem
kühlenden oder heizenden Stoffstrom durchflossen werden und die mit einem zu
kühlenden oder zu wärmenden Körper thermisch gekoppelt sind. Bekannteste
Anordnungen sind Decken- oder Fußbodenheizungen, in denen ein flüssiger
Stoffstrom durch ein Leitungssystem geführt wird, das in einer Wand bzw. im
Fußboden integriert ist. Durch unmittelbaren thermischen Kontakt zwischen Wand
bzw. Fußboden und dem Leitungssystem erfolgt ein Wärmeübergang zwischen dem
zumeist warmen Stoffstromes und dem kalten Wand- bzw. Fußbodenkörper.
Schließlich können Wärmetauschereinheiten auch einen Wärmeübergang zwischen
der Wärmeenergie im solaren Strahlungsfluss und einem gasförmigen oder flüssigen
Stoffstrom ermöglichen. Derartige, als Solarabsorber bezeichnete Wärmeübertrager
weisen eine, den solaren Strahlungsfluss absorbierende Oberfläche auf, unter der
unmittelbar ein Leitungssystem angeordnet ist, durch das der zu wärmende
Stoffstrom, in den meisten Fällen wird Wasser eingesetzt, erwärmt wird.
Wärmeübertragungssysteme, egal welcher Gattung rücken zunehmend in den
Mittelpunkt des allgemeinen Interesses, zumal sie die Energienutzung zu optimieren
helfen, insbesondere vor dem Hintergrund steigender Energiepreise. Eine
wesentliche Rolle für die Verwendung des Einsatz von Wärmetauschereinheiten
spielt neben ihrer Funktionalität und Leistungsfähigkeit auch die mit ihrer Herstellung
verbundenen Anschaffungskosten. Insbesondere für den Einsatz von
Wärmetauschereinheiten in Ländern, in denen die Energieversorgung zumeist
kritisch und das Wirtschaftspotenzial nur schwach ausgebildet ist, bieten
Wärmetauschereinheiten mögliche Alternativen und Möglichkeiten vorhandene
Energieresourcen besser zu nutzen und neue Energiequellen neu zu erschließen.
Alle bekannte Wärmetauschereinheiten nutzen zur gezielten Stoffstromführung mehr
oder weniger aufwändige Leitungskonstruktionen, die in gegenseitigen thermischen
Kontakt stehen und vorwiegend aus metallischen Werkstoffen gefertigt sind und
somit über sehr gute Wärmeleiteigenschaften verfügen. Auf die zum Teil sehr
aufwändigen und filigran ausgestalteten Konstruktionen zum vorstehend
angegebenen Stand der Technik wird in diesem Zusammenhang nochmals
verwiesen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Wärmetauschereinheit mit
wenigsten einer Wärmeenergie absorbierenden oder abgebenden Oberfläche und
einem thermisch an die Oberfläche angekoppelten Kammernsystem, durch das ein
die Wärmeenergie absorbierendes oder abgebendes Medium strömbar ist, derart
weiterzubilden, dass die für die Herstellung der Wärmetauschereinheit verwendeten
Materialien möglichst kostengünstig sind und dass zudem der Wirkungsgrad der
Wärmetauschereinheit verglichen mit den Leistungsmerkmalen bekannter
Wärmetauschereinheiten vergleichbar oder gar verbessert werden soll. Wesentlicher
Aspekt der Erfindung soll eine kostengünstige Herstellung von
Wärmetauschereinheiten sein, sodass ein Einsatz dieser Systeme nicht nur in
wirtschaftlich hoch entwickelten Ländern Einzug findet, sondern insbesondere in
Ländern der Dritten Welt weitere Verbreitung findet.
Ferner wird ein Verfahren zur Herstellung einer Wärmetauschereinheit angegeben,
das möglichst einfache Herstellungsschritte verlangt, sodass eine einfache
Nacharbeitung der technischen Lehre ohne die Notwendigkeit teurer Anlagen
möglich ist.
Die Lösung der der Erfindung zu Grunde liegenden Aufgabe ist im Anspruch 1
angegeben. Gegenstand des Anspruchs 10 ist ein Verfahren zur Herstellung einer
Wärmetauschereinheit. Die Ansprüche 15 und 19 richten sich auf bestimmte
Verwendungen der erfindungsgemäß ausgebildeten Wärmetauschereinheit.
Erfindungsgemäß ist eine Wärmetauschereinheit gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 derart ausgebildet, dass die Oberfläche und das Kammernsystem aus
einer Trägerstruktur gebildet sind, die Cellulosematerial aufweist, vorzugsweise
vollständig aus Cellulosematerial gefertigt sind und deren Trägerstrukturoberfläche
ganzflächig mit einer flüssigkeitsundurchlässigen Schicht bedeckt bzw. versiegelt ist.
Cellulosematerialien werden heutzutage in einer Vielzahl von Anwendungen
eingesetzt. Besonders in der Verpackung- und Transportindustrie von Handelsgütern
wird häufig Cellulose in Form von Pappe oder Wellpappe verwendet. Mittlerweile
werden diese Materialien auf Grund ihrer hohen Stabilität und ihrem geringen
Gewicht auch verstärkt als Konstruktionsmaterialien für Möbel oder Ähnliches
verwendet. Auf der Basis von Cellulosematerial in Form von Wellpappe beruht der
erfindungsgemäß ausgebildete Wärmetauscher.
Wellpappe in ihrer einfachsten Ausgestaltungsform verfügt über eine flächige Lage
aus Cellulosematerial bzw. Kartonpapier, auf deren einen Oberseite eine gewellt
ausgeführte Celluloseschicht aufgebracht ist, wobei diese mit der flächig
ausgebildeten Kartonagenschicht eine Vielzahl parallel nebeneinander verlaufender,
zweiseitig offen ausgebildete Kanäle einschließt. Würde man eine derartige
Wellpappe mit einer Flüssigkeit, wie beispielsweise Wasser in Verbindung bringen,
so würde sich das Cellulosematerial kurzfristig auflösen, wodurch die
Wellpappenstruktur zerstört wird. Versiegelt man jedoch die Oberfläche, das heißt
vorzugsweise sowohl die Oberseiten als auch insbesondere die Innenwände der
Kanäle der Wellpappe mit einer wasserundurchlässigen Schicht, so wird auf einfache
und preisgünstige Weise ein Kammernsystem gewonnen, durch das gezielt eine
Flüssigkeit geleitet werden kann. Zumindest ist es nötig all jene Oberflächenbereiche
der Wellpappenstruktur mit einer flüssigkeitsundurchlässigen Schicht zu versehen,
die mit der Flüssigkeit in Berührung kommen, d. h. insbesondere die Innenseiten der
Kanäle.
Um den Vorgang der Versiegelung bzw. Beschichtung der Oberfläche der Wellpappe
möglichst kostengünstig zu halten, sind sowohl die Arbeitsschritte zur Herstellung
einer derartigen Versiegelung sowie auch die hierfür einzusetzenden Materialien
möglichst einfach und preisgünstig zu wählen. Als besonders geeignetes
Beschichtungsmaterial eignen sich Epoxidharze, die auf die Oberfläche der
Wellpappe aufzutragen sind. Eine geeignete Vorgehensweise ist ein bloßes
Eintauchen der Pappenstruktur in, das in flüssiger Phase befindliche Harz, sodass
die Pappe vollständig, das heißt inwandig und auch an der Außenseite, mit Harz
durchtränkt wird. Je nach dem Fließverhalten des flüssigen Harzes ist es
ausreichend, die mit Harz durchtränkte Pappe mit ihrer parallel verlaufenden
Kanalstruktur in vertikaler Orientierung abtropfen zu lassen, sodass das nicht
unmittelbar mit der Oberfläche der Wellpappe benetzte Harz abtropfen kann. Der
Abtropfvorgang selbst lässt sich optional durch entsprechendes Freiblasen mit
Druckluft oder ähnlichen Gasströmen unterstützen um auf diese Weise ein
Verstopfen der einzelnen Kanäle zu vermeiden.
Um den Trocknungsvorgang zu beschleunigen kann die mit dem Harz benetzte
Wellpappe einer Wärmeströmung bzw. Wärmeeinwirkung ausgesetzt werden,
beispielsweise mittels Warmluft oder Heizstrahler. Je nach Strukturgröße und
weiterer Verwendung der mit Harz beschichteten Wellpappe kann die
Beschichtungsdicke durch die Dauer und insbesondere durch die Anzahl der
nacheinander durchzuführenden Beschichtungsvorgänge optimiert werden.
Da die Kosten für handelsübliche Wellpappe im Vergleich zu den Kosten von
Polymerharzen verschwindend gering sind, wird der Hauptkostenfaktor für den
erfindungsgemäßen Wärmetauscher durch den Preis für das Polymerharz sowie die
Arbeit bestimmt. Eine Einschätzung bezüglich des Einsparpotenzial, das mit der
erfindungsgemäß ausgebildeten Wärmetauschereinheit verbunden ist, im Vergleich
zu den metallischen strömungsführenden Wärmetauscherkonstruktionen liegt etwa
bei einem Drittel.
Die erfindungsgemäß ausgebildete Wärmetauschereinheit ist auf Grund der
Oberflächenversiegelung mittels Epoxidharz vollständig wasserresistent, sodass
durch die Vielzahl der parallel auf der Wellpappe verlaufenden Kanäle ein Stoffstrom,
wie beispielsweise Wasser, hindurch geleitet werden kann. Die möglichen Einsatz-
bzw. Verwendungsmöglichkeiten sollen unter Bezugnahme auf die der Beschreibung
beigefügte Figur vorgenommen werden.
Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen
Erfindungsgedankens anhand eines Ausführungsbeispieles unter Bezugnahme auf
die Zeichnung exemplarisch beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 Erfindungsgemäß ausgebildete Wellpappe in einer Ausführungsform
zur Verwendung als Solarabsorber
Die erfindungsgemäße Kombination aus einer an sich bekannten Wellpappe mit
einer auf die Oberfläche der Wellpappe aufgebrachten Epoxidharzschicht führt, wie
eingangs beschrieben, zu einem filigranen Leitungssystem, durch dessen einzelne,
in einer großen Vielzahl parallel neben einander verlaufenden Einzelkanäle eine
Flüssigkeit geleitet werden kann, ohne dabei Beschädigungen an der Gefügestruktur
der Wellpappe zu erleiden. Natürlich können auch entsprechend andere Stoffströme
durch die einzelnen Kammern der Wellpappe geführt werden.
In Fig. 1 ist ein Solarabsorber dargestellt, der auf der Grundlage der vorstehend
beschriebenen Wärmetauschereinheit aufgebaut ist. Die Wellpappe 1 weist zwei
Oberflächen 2, 3 auf, die jeweils eine innere Trägerstruktur bzw.
Kanalleitungssystem 4 einschließen. Aus Gründen der übersichtlicheren bildlichen
Darstellung ist auf die erstarrte Harzschicht, die oberflächendeckend die Wellpappe
versiegelt verzichtet worden. Die Oberfläche 2 ist mit einer, den solaren
Strahlungsfluss absorbierenden Schicht 5 vergütet worden, die beispielsweise in der
einfachsten Ausführungsform aus einer Rußschicht bestehen kann.
Selbstverständlich ist es möglich auch selektiv absorbierende bzw. emittierende
Schichten auf der Oberfläche der Wellpappenstruktur abzuscheiden. Besonders
geeignet hierzu sind Chromoxynitrid (CrON) oder Titanoxynitrid (TiON) -Schichten,
die im Rahmen von Sputter- bzw. Aufdampfverfahren auf die Oberfläche
abgeschieden werden können. An wenigsten einer Seitenkante der
Wellpappenstruktur ist eine Zu- bzw. Ableitung 6 für das durch die Solarwärme
aufzuwärmende Wasser vorgesehen, das jeweils über die gegenüberliegende Kante
in das System eingespeist wird.
Die in Fig. 1 dargestellte, einfach ausgebildete Form eines Solarabsorbers ist
einfach und kostengünstig in der Herstellung und kann vieler Orts, vorzugsweise in
Drittweltländern zu einem weit verbreiteten Einsatz finden.
Neben der Verwendung der erfindungsgemäß ausgebildeten Wärmetauschereinheit
als Solarabsorber eignet sich die mit einer wasserresistenten bzw.
flüssigkeitsresistenten Schutzschicht überzogene Wellpappe auch als Wand- bzw.
Fußbodenheizelemente, die in Wand- bzw. Fußbodenflächen eingearbeitet und
durch die entsprechendes Heizmittel, vorzugsweise Warmwasser geleitet werden
kann. Über die großen Flächen der Wärmetauschereinheit können die Wand- bzw.
Fußbodenflächen effektiv und kostengünstig erwärmt werden.
Durch die hohe Resistenzfähigkeit von Epoxid- bzw. Polymerharzschichten, die in
der vorstehend beschriebenen Weise auf die Wellpappenkonstruktion aufbringbar
sind, ist der Einsatz auch von aggressiven Medien, die durch das Kanalsystem der
Wellpappenkonstruktion geleitet werden, denkbar. Ein Einsatz diesbezüglicher
Wärmetauscherelemente als Absorberelemente bei der Meerwasserentsalzung oder
solaren Klimatisierung mit flüssigen Adsorbentien, beispielsweise Calziumchloryd
und Wasser sind durchaus denkbar.
Auch ist es mit den derzeit verfügbaren Polymerharzen, die über eine hohe
Temperaturbeständigkeit von bis zu 250°C verfügen, möglich, derart beschichtete
Wellpappenkonstruktionen mit beliebigen Metallschichten zu Bedampfen, um auf
diese Weise ihr Einsatzspektrum zu vergrößern.
Die Erfindung beschränkt sich nicht allein auf die Beschichtung von Wellpappe mit
Epoxid- bzw. Polymerharzen, sondern umfasst grundsätzlich alle denkbaren
Trägerstrukturen, die in Verbindung mit einer Oberfläche Kammernsysteme
einschließen und von beliebiger geometrischer Ausgestaltung sind und wenigstens
teilweise Cellulosematerial aufweisen.
1
Wellpappe
2
Oberfläche
3
Oberfläche
4
Trägerstruktur, Kanalsystem
5
Absorberschicht
6
Zu- bzw. Ableitung
Claims (20)
1. Wärmetauschereinheit mit wenigstens einer Wärmeenergie absorbierenden
oder abgebenden Oberfläche (5) und einem thermisch an die Oberfläche
angekoppelten Kammernsystem (4), durch das ein, die Wärmeenergie
absorbierendes oder abgebendes Fluid strömbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche (5) und das Kammernsystem (4) aus
einer Trägerstruktur gebildet sind, die Cellulosematerial aufweist und deren
Trägerstrukturoberfläche wenigstens an der mit dem, die Wärmeenergie
absorbierenden oder abgebenden Fluid benetzbaren Trägerstrukturoberfläche mit
einer fluidundurchlässigen Schicht bedeckt ist.
2. Wärmetauschereinheit nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerstruktur vollständig aus Cellulosematerial
besteht.
3. Wärmetauschereinheit nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerstruktur Wellpappe ist oder in Art einer
Wellpappe ausgebildet ist, zwei Oberflächen (2, 3) aufweist, die von einer inneren
Struktur (4) beabstandet sind, die zugleich das Kammernsystem darstellt.
4. Wärmetauschereinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die flüssigkeitsundurchlässige Schicht eine
Polymerschicht ist und vorzugsweise aus Epoxid- oder Polyester-Harz besteht.
5. Wärmetauschereinheit nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass das Polymer eine Temperaturstabilität von bis zu
250°C aufweist.
6. Wärmetauschereinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass das Fluid gasförmig oder flüssig ist.
7. Wärmetauschereinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die, Sonnenstrahlung absorbierende Oberfläche mit
einer, die Sonnenstrahlung absorbierenden und emittierenden Schicht (5) vergütet
ist, die auf der wasserundurchlässigen Schicht aufgebracht ist.
8. Wärmetauschereinheit nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die selektiv absorbierende und emittierende Schicht
(5) CrON oder TiON aufweist, das mittels Sputtertechnik oder Aufdampfverfahren auf
die wasserundurchlässige Schicht aufbringbar ist.
9. Wärmetauschereinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerstrukturoberfläche ganzflächig mit der
fluidundurchlässigen Schicht bedeckt ist.
10. Verfahren zur Herstellung einer Wärmetauschereinheit nach einem der
Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass eine, wenigstens eine Oberfläche (5) und ein
Kammernsystem (4) aufweisende, im Wesentlichen aus Cellulosematerial
bestehende Trägerstruktur flächendeckend an ihrer Trägerstrukturoberfläche mit
einer fließfähigen Polymerlösung in Kontakt gebracht wird,
dass anschließend das Polymer zu einer flächendeckenden Polymerschicht erstarrt,
und dass das Kammernsystem von einem, die Wärmeenergie absorbierenden oder
abgebenden Fluid durchströmt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerstruktur in eine Polymerharzlösung
eingetaucht, aus dieser entnommen und anschließend derart geneigt zur
Horizontalen positioniert wird, dass das fließfähige Polymerharz größtenteils aus dem
Kammernsystem entrinnt bis auf einen, die Trägerstrukturoberfläche überdeckenden,
die Kammern nicht verschließenden Restanteil an Polymerharz.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem Polymerharz bedeckte Trägerstruktur
mittels Wärmeeintrag getrocknet wird, sodass das Polymerharz erstarrt.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass als Trägerstruktur Wellpappe oder
wellpappenartiges Material verwendet wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Oberfläche der Trägerstruktur mit
einem, Solarstrahlung absorbierenden Schichtmaterial bedeckt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass CrON oder TiON mittels Sputter- oder
Aufdampfverfahren auf die Oberfläche aufgebracht wird.
16. Verwendung der Wärmetauschereinheit gemäß den Ansprüchen 1 bis 9 mit
wenigstens einer, Solarstrahlung absorbierenden Oberfläche, als Solarabsorber.
17. Verwendung nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, dass die, die Solarstrahlung absorbierende Oberfläche
durch die Solarstrahlung aufgewärmt wird, wobei deren Wärmemenge weitgehend
vollständig an das, durch das Kammernsystem durchströmende Fluid, abgegeben
wird.
18. Verwendung nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, dass das, das Kammernsystem durchströmende Fluid
Wasser, Meerwasser, flüssige Adsorbentien, bspw. CaCl + H2O oder gasförmig ist.
19. Verwendung nach einem der Ansprüche 16 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, dass die als Solarabsorber ausgebildete
Wärmetauschereinheit zur Meerwasserentsalzung geeignet ist.
20. Verwendung der Wärmetauschereinheit gemäß den Ansprüchen 1 bis 9 zur
Wand- oder Fußbodenheizung, indem durch das Kammernsystem ein Heizmedium,
bspw. Warmwasser, geleitet wird, dessen Wärmemenge größtenteils über
wenigstens eine Oberfläche der Trägerstruktur abgegeben wird.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19947730A DE19947730C1 (de) | 1999-10-05 | 1999-10-05 | Wärmetauschereinheit sowie Verfahren zur Herstellung einer Wärmetauschereinheit |
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| Date | Code | Title | Description |
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| 8100 | Publication of patent without earlier publication of application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
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