DE19946238A1 - Elastisches Gleitlager und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Elastisches Gleitlager und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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Abstract
Ein elastisches Gleitlager weist einen Federkörper (3) aus Elastomerwerkstoff (4) und eine Gleitbuchse (9) mit einer Längsachse (10) auf. Dabei kleidet die Gleitbuchse (9) eine zur Aufnahme eines in Richtung der Längsachse (10) verschieblichen Lagerbolzens vorgesehene Durchgangsöffnung (8) in dem Federkörper (3) aus und übt auf den an sie angrenzenden Bereich des Federkörpers (3) eine Druckvorspannung aus. Zur Herstellung eines solchen Gleitlagers wird der Federkörper (3) in einer Form mit einer bezüglich ihres freien Querschnitts untermaßigen Durchgangsöffnung (8) aus dem Elastomerwerkstoff (4) gespritzt. Dann wird eine bezüglich ihres Durchmessers untermaßige Vorform des Gleitbuchse (9) in die untermaßige Durchgangsöffnung (8) eingesetzt, und die Vorform der Gleitbuchse (9) wird in radialer Richtung zu ihrer Längsachse (10) soweit aufgeweitet, daß sie die angrenzenden Bereiche des Federkörpers (3) unter Durckvorspannung setzt.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein elastisches Gleitlager mit
einem Federkörper aus Elastomerwerkstoff und mit einer eine
Längsachse aufweisenden Gleitbuchse, die eine zur Aufnahme eines
in Richtung der Längsachse verschieblichen Lagerbolzens vorge
sehene Durchgangsöffnung in dem Federkörper auskleidet, sowie
auf eine Verfahren zur Herstellung eines solchen Gleitlagers,
wobei der Federkörper aus dem Elastomerwerkstoff in einer Form
gespritzt wird.
Ein elastisches Gleitlager und ein Verfahren der eingangs be
schriebenen Art sind aus der DE 43 24 00 bekannt. Die Gleit
buchse ist dabei unter anderem vorgesehen, um die Gleitreibung
zwischen dem Gleitlager und dem Lagerbolzen zu reduzieren und
einen Abrieb des Federkörpers durch den sich verschiebenden
Lagerbolzen zu verhindern. Außerdem kann die Funktion der Buchse
auch darin bestehen, den Federkörper thermisch gegenüber dem
Lagerbolzen abzuschirmen. Dies kann beispielsweise dann relevant
sein, wenn der Lagerbolzen zur Aufhängung einer Abgasanlage bei
einem Kraftfahrzeug dient. In diesem Fall ist die Verschieblich
keit des Lagerbolzens gegenüber dem Gleitlager zur Kompensation
von thermischen Längenänderungen der Abgasanlage, aber durchaus
auch zur Kompensation von Längentoleranzen der Abgasanlage
selbst geeignet. Gemäß der DE 43 24 00 A1 ist eine um die Längs
achse umlaufend geschlossene Gleitbuchse vorgesehen, an die der
Federkörper vorzugsweise unter Zuordnung eines Haftmittels
angespritzt ist, wodurch sich eine chemische Verbindung zwischen
der Gleitbuchse und dem Federkörper ergibt. Zur Kompensation von
Toleranzen des Durchmessers des Lagerbolzens ist der freie
Querschnitt der Gleitbuchse mehreckig oder sternförmig und die
Gleitbuchse besteht aus einem flexiblen Werkstoff. Durch
Verformung der Gleitbuchse kann diese Lagerbolzen in einem
gewissen Durchmesserbereich aufnehmen und ohne freies Spiel in
radialer Richtung führen. Bei dynamischen Belastungen des
Lagerbolzens in radialer Richtung zu der Längsachse der Gleit
buchse verschiebt sich der Lagerbolzen auch gegenüber der
Gleitbuchse. Im wesentlichen nimmt er aber die Gleitbuchse mit
und verformt den Federkörper aus Elastomerwerkstoff, bis
hierdurch ausreichende Gegenkräfte aufgebaut sind. Durch die
chemische Anbindung der Gleitbuchse an den Federkörper aus
Elastomerwerkstoff kommt es dabei neben einer Druckbelastung des
Elastomerwerkstoffs in der Belastungsrichtung vor dem Lager
bolzen auch zu einer Zugbelastung in der Belastungsrichtung
hinter dem Lagerbolzen. Durch diese Zugbelastung kann die
chemische Bindung zwischen der Gleitbuchse und dem Federkörper
aufbrechen, wodurch bei der nächsten Belastung in dieser
Richtung die Ankopplung der Gleitbuchse an den Federkörper
verloren geht, weil die Gleitbuchse zumindest temporär von dem
Federkörper abhebt. Zudem besteht die Gefahr, daß sich die
Gleitbuchse insgesamt von dem Federkörper ablöst und von dem
Lagerbolzen bei einer Längsverschiebung aus dem Federkörper
herausgeschoben oder herausgezogen wird. Hierdurch wird das
gesamte Gleitlager unmittelbar oder zumindest nach einer relativ
kurzen weiteren Betriebsdauer zerstört. Der mehreckige oder
sternförmige freie Querschnitt der Gleitbuchse gemäß der DE 43
24 000 dient dem Zweck, daß Verunreinigungen, die von dem
Lagerbolzen in das elastische Gleitlager eingebracht werden, das
elastische Gleitlager bezüglich der Verschieblichkeit des
Lagerbolzens nicht blockieren, sondern in die auch bei
eingeschobenem Lagerbolzen freibleibenden Ecken der Gleitbuchse
übertreten und von dort durch die Längsbewegungen des Lager
bolzens aus dem elastischen Gleitlager heraustransportiert
werden können.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
elastisches Gleitlager der eingangs beschriebenen Art aufzu
zeigen, bei dem die Ankopplung der Gleitbuchse an den Feder
körper aus Elastomerwerkstoff auch bei hoher Beanspruchung und
langer Betriebsdauer nicht verlorengeht. Weiterhin soll ein
Verfahren zur Herstellung eines solchen elastischen Gleitlagers
aufgezeigt werden.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe von einem elastischen
Gleitlager der eingangs beschriebenen Art gelöst, bei dem die
Gleitbuchse auf den an sie angrenzenden Bereich des Federkörpers
eine Druckvorspannung ausübt. Bei dem neuen elastischen Gleit
lager wird durch die Druckvorspannung des an die Gleitbuchse
angrenzenden Bereich des Federkörpers dafür gesorgt, daß Kräfte,
die auf eine Trennung der Gleitbuchse von dem Federkörper
hinwirken, vermieden werden. So wird der Gefahr eines Abhebens
der Gleitbuchse von dem Federkörper und damit der zumindest
lokalen akustischen Entkopplung der Gleitbuchse von dem Feder
körper entgegengewirkt. Bei ausreichend großer Vorspannung kann
dafür gesorgt werden, daß die Gleitbuchse in der Verwendung des
Gleitlagers den Kontakt mit dem Federkörper niemals verliert
bzw. keinen Zug auf den Federkörper ausübt. In diesem Zusammen
hang ist anzumerken, daß bei dem neuen Gleitlager zwar eine
chemische Bindung zwischen der Gleitbuchse und dem Federkörper
vorliegen kann, aber nicht muß. Insbesondere gibt es viele
Ausführungen des neuen elastischen Gleitlagers, bei denen eine
chemische Bindung zwischen der Gleitbuchse und dem Federkörper
sogar nachteilig wäre, weil sie die von dem neuen Gleitlager
überbrückbaren Toleranzen im Durchmesser des Lagerbolzens
begrenzen würde.
Die hinnehmbaren Toleranzen des Durchmessers des Lagerbolzens
sind dann besonders groß, wenn die Gleitbuchse aus einem
flexiblen Bandmaterial gewickelt ist, wobei die in tangentialer
Richtung um die Längsachse der Gleitbuchse weisenden Enden des
Bandmaterials frei sind. Selbst wenn eine solche Gleitbuchse von
ihrem freien Querschnitt für eine allseitige Anlage an dem
Lagerbolzen vorgesehen ist, kann sie von vom Durchmesser her
unterschiedlich großen Lagerbolzen unterschiedlich weit aufge
weitet werden. Hierbei ergibt sich eine Relativbewegung der
freien Enden des Bandmaterials, die aber zumindest bei fehlender
chemischer Bindung zwischen der Gleitbuchse und dem Federkörper
problemlos ist. Vielmehr wird die von der Gleitbuchse auf die
angrenzenden Bereiche des Federkörpers ausgeübte Druckvor
spannung nur noch etwas erhöht, wobei die Erhöhung minimal
ausfällt, wenn ein Lagerbolzen mit dem minimalen Durchmesser im
Toleranzbereich vorliegt, und wobei die Erhöhung maximal
ausfällt, wenn ein Lagerbolzen mit dem maximalen Durchmesser im
Toleranzbereich vorliegt. Hieraus ergibt sich bereits, daß für
einen definierten Sitz des Lagerbolzens in der Gleitbuchse in
jedem Fall eine gewisse übermaßigkeit des Lagerbolzens gegenüber
der Gleitbuchse vor Einbringen des Lagerbolzens gegeben sein
sollte. Dabei kann diese Übermaß auch genutzt werden, um das
gewünschte Maß der Vorspannung der Gleitbuchse auf die angren
zenden Bereiche des Federkörpers im wesentlichen festzulegen.
Mit anderen Worten muß das neue elastische Gleitlager vor dem
Einsetzen des Lagerbolzens in die Gleitbuchse noch keine oder
zumindest noch keine für seinen zuverlässigen Betrieb
ausreichende Vorspannung zwischen der Gleitbuchse und den
angrenzenden Bereichen des Federkörpers aufweisen.
Wenn die Gleitbuchse aus Bandmaterial gewickelt ist, kann das
Bandmaterial den freien Querschnitt der Gleitbuchse unvoll
ständig, vollständig oder mehr als vollständig umschließen. Das
heißt, das Bandmaterial kann schon vor oder erst nach dem
Einsetzen des Lagerbolzens in die Gleitbuchse eine Lücke in
tangentialer Richtung um die Längsachse der Gleitbuchse
aufweisen. Es kann aber auch eine solche Überlappung bezüglich
seiner freien Enden aufweisen, daß es unter keinen Umständen zu
einer solchen Lücke kommt. Besonders günstig ist es, wenn sich
das Bandmaterial vor Einsetzen des Lagerbolzens in die Gleit
buchse über das 0,9- bis 2-fache einer vollen Wicklung um die
Längsachse der Gleitbuchse erstreckt. Eine mehrfache Umwicklung
des Bandmaterials wäre in sofern ungünstig, als daß dadurch
Widerstandskräfte beim Einführen des Übermaßigen Lagerbolzens in
die Gleitbuchse hervorgerufen würden, die für die Funktion des
neuen elastischen Gleitlagers nicht nutzbar wären.
Vorzugsweise ist das Bandmaterial ein Metallband mit einer
gleitreibungsreduzierenden Beschichtung. Die gleitreibungs
reduzierende Beschichtung wirkt dabei nicht nur zwischen der
Gleitbuchse und dem Lagerbolzen. Sie wirkt auch in dem Bereich,
in dem sich die freien Enden des Metallbands überlappen. Als
gleitreibungsreduzierende Beschichtung für das Metallband kommt
beispielsweise Polytetrafluorethen (PTFE) in Frage. Dieser
Werkstoff ist beispielsweise unter dem Namen Teflon handels
übliche. Das Metallband selbst muß nicht unbedingt ausgeprägte
elastische Eigenschaften haben, d. h. aus Federstahl bestehen.
Es reichen gewisse Verformungswiderstände auch in plastischer
Hinsicht aus. Dabei ist zu berücksichtigen, daß eine Verformung
des Metallbands nur zum Aufbringen der Vorspannkraft zwischen
der Gleitbuchse und dem Federkörper bzw. beim Einbringen des
Lagerbolzens in die Gleitbuchse erfolgt. Im Betrieb des
elastischen Lagers erfolgt keine weitergehende Verformung. Dabei
reicht die reactio des Federkörpers auf die Gleitbuchse aus, um
diese immer und zuverlässig an den Lagerbolzen anzudrücken. Aus
diesen Gründen kann die Gleitbuchse auch aus anderem flexiblen
Material, wie beispielsweise einem massiven PTFE-Band geeigneter
Stärke bestehen.
Da bei dem neuen elastischen Gleitlager auf eine chemische
Bindung zwischen der Gleitbuchse und dem Federkörper sinnvoller
Weise verzichtet wird, sind in der Regel andere Sicherungsmaß
nahmen für die Gleitbuchse relativ zu dem Federkörper in
Richtung der Längsachse der Gleitbuchse zu ergreifen. Als
hierfür geeignet bietet sich ein Formschluß zwischen der
Gleitbuchse und dem Federkörper an. Ein solcher Formschluß kann
beispielsweise durch einen nach außen abstehenden Bund an den
axialen Enden der Gleitbuchse erreicht werden.
Auch die Gleitbuchse des neuen elastischen Lagers kann einen
mehreckigen oder sternförmigen freien Querschnitt aufweisen, um
in das Gleitlager eintretende Verschmutzungen vor einer
Behinderung der Funktion des Gleitlagers wieder freizusetzen.
Bei Ausführungen des neuen elastischen Gleitlagers mit einer
Gleitbuchse, die einen kreisförmigen freien Querschnitt auf
weist, kann dem Eintreten von Verschmutzungen in das elastische
Gleitlager beispielsweise dadurch entgegengewirkt werden, daß
der Elastomerwerkstoff des Federkörpers an mindestens einem in
Richtung Ihrer Längsachse weisenden Ende der Gleitbuchse eine zu
der Längsachse nach innen über die Gleitbuchse vorspringende,
ringförmig umlaufende Dichtlippe ausbildet. Diese Dichtlippe
liegt an dem Lagerbolzen an, nachdem dieser in das Gleitlager
eingeschoben wurde und schiebt Verunreinigungen von diesem ab,
bevor sie in das Gleitlager eindringen können. Dabei kann ein
gewisser Abrieb des Elastomerwerkstoffs im Bereich der Dicht
lippe erfolgen. Dieser ist jedoch für die Funktion des neuen
elastischen Lagers unerheblich. Der Abrieb wird sich in aller
Regel auch nur soweit vollziehen, bis der Lagerbolzen die
Dichtlippe für seinen tatsächlichen Durchmesser zurecht
geschliffen hat.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines neuen
Gleitlagers ist dadurch gekennzeichnet, daß der Federkörper mit
einer bezüglich Ihres freien Querschnitts untermaßigen Durch
gangsöffnung aus dem Elastomerwerkstoff gespritzt wird, daß eine
bezüglich ihres Durchmessers untermaßige Vorform der Gleitbuchse
in die untermaßige Durchgangsöffnung eingesetzt wird und daß die
Vorform der Gleitbuchse in radialer Richtung zu ihrer Längsachse
soweit aufgeweitet wird, daß sie die angrenzenden Bereiche des
Federkörpers unter Druckvorspannung setzt. Dabei ist es für die
Umsetzung der Erfindung nicht entscheidend, wodurch die Vorform
der Gleitbuchse in radialer Richtung zu ihrer Längsachse so weit
aufgeweitet wird, daß sie die angrenzenden Bereiche des Feder
körpers unter Druckvorspannung setzt. Dies kann bereits im
wesentlichen bei der Herstellung des elastischen Gleitlagers
erfolgen, d. h. bevor der Lagerbolzen in das elastische
Gleitlager eingebracht wird. Für einen definierten Sitz des
Lagerbolzens in dem elastischen Gleitlager ist es aber wichtig,
daß zumindest ein gewisser Teil der Druckvorspannung immer durch
den Lagerbolzen aufgebracht wird. Es ist aber auch möglich, die
gesamte Druckvorspannung der Gleitbuchse auf die angrenzenden
Bereiche des Federkörpers erst beim Einbringen des Lagerbolzens
in die Gleitbuchse aufzubringen. Es versteht sich, daß zu diesem
Zweck der Lagerbolzen eine zum Aufweiten der Gleitbuchse
geeignete konische Spitze aufweisen müßte.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert und beschrieben. Dabei zeigt:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine erste Ausführungsform des
elastischen Gleitlagers,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Ausführungsform des elastischen
Gleitlagers gemäß Fig. 1 mit eingesetztem Lagerbolzen,
Fig. 3. einen Querschnitt durch das elastische Lager gemäß den
Fig. 1 und 2 ohne den Lagerbolzen,
Fig. 4 einen Querschnitt durch das elastische Lager gemäß den
Fig. 1 und 2 mit dem eingesetzten Lagerbolzen,
Fig. 5 einen Querschnitt durch das elastische Lager gemäß den
Fig. 1 und 2 mit eingesetztem und seitlich belastetem
Lagerbolzen,
Fig. 6 eine zweite Ausführungsform des elastischen Lagers in
einem Fig. 4 entsprechendem Querschnitt mit eingesetz
tem Lagerbolzen,
Fig. 7 einen Fig. 6 entsprechenden Querschnitt, der das
Anbringen der Gleitbuchse bei dem elastischen Lager
gemäß Fig. 6 illustriert
Fig. 8 einen zu Fig. 7 zugehörigen Längsschnitt,
Fig. 9 eine weitere Ausführungsform des elastischen Lagers in
einem Fig. 3 entsprechenden Querschnitt,
Fig. 10 eine Vorform der Gleitbuchse für das elastische Lager
gemäß Fig. 9,
Fig. 11. einen Längsschnitt durch eine weitere Ausführungsform
des elastischen Lagers,
Fig. 12 einen Querschnitt durch ein Bandmaterial das zur
Ausbildung der Gleitbuchse bei dem elastischen
Gleitlager gemäß einer der voranstehenden Figuren
geeignet ist, und
Fig. 13 einen Querschnitt durch ein zweites für die Gleit
buchse des elastischen Gleitlagers geeignetes
Bandmaterial.
Das in Fig. 1 dargestellte elastische Gleitlager weist eine
Grundplatte 1 auf, an die ein Haltebügel 2 angesetzt ist. In dem
von der Grundplatte 1 und dem Haltebügel 2 begrenzten Bereich
ist ein Federkörper 3 aus Elastomerwerkstoff 4 angeordnet. Der
Federkörper 3 weist vier Federarme 5 und 6 auf, wobei die oberen
Federarme 5 an die Grundplatte 1 angesetzt sind, von dort nach
unten verlaufen und in einen Zentralbereich 7 des Federkörpers
43 übergehen. Die Federarme 6 sind im unteren Bereich an den
Haltebügel 2 angesetzt, erstrecken sich von dort nach oben und
gehen dann in den Zentralbereich 7 über. In dem Zentralbereich
7 ist eine Durchgangsöffnung 8 in dem Federkörper 3 vorgesehen.
Die Durchgangsöffnung 8 ist mit einer Gleitbuchse 9 ausgeklei
det. Die Durchgangsöffnung 8 bzw. die Gleitbuchse 9 dient zur
Aufnahme eines Lagerbolzens, der gegenüber dem elastischen
Gleitlager gemäß Fig. 1 in einer Richtung senkrecht zur Zeichen
ebene verschieblich ist. Diese Richtung fällt mit der Längsachse
10 der Gleitbuchse 9 zusammen. In der Zeichenebene gemäß Fig. 1
stützt das elastische Gleitlager den hier nicht dargestellten
Lagerbolzen elastisch ab. Dabei kommen dem Federkörper 3 bezüg
lich dynamischen Belastungen des Lagerbolzens schwingungs
dämpfende und bezüglich dem Bauteil, an dem die Grundplatte 1
angelagert wird, auch schwingungsdämmende Funktionen zu. Der an
die zur Befestigung des elastischen Lagers dienende Grundplatte
1 angesetzte Haltebügel 2 des elastischen Gleitlagers dient
neben der Abstützung der unteren Federarme 6 auch als Verlier
sicherung für den Lagerbolzen bei einem Funktionsausfall des
elastischen Gleitlagers. Ein unten an dem Zentralbereich 7 des
Federkörpers 3 ausgebildeter Anschlag 11 zum Anschlagen an den
Haltebügel 2 begrenzt die Bewegung des Lagerbolzens nach unten.
Der für die Funktion des elastischen Gleitlagers gemäß Fig. 1
besonders interessante Aufbau der Gleitbuchse 9 und ihre
Wechselwirkung mit dem Federkörper 3 wird anhand der Fig. 3 ff
näher erläutert und beschrieben werden.
Zunächst aber zeigt Fig. 2 das elastische Gleitlager gemäß Fig.
1 bei eingesetztem Lagerbolzen 12 in einer Seitenansicht. Bei
dem Lagerbolzen 12 kann es sich um ein Befestigungselement einer
Abgasanlage handeln, die sich in Richtung der Längsachse 10 der
Gleitbuchse 9 thermisch ausdehnen, bzw. in dieser Richtung eine
Längentoleranz aufweisen kann. All diese Längenunterschiede
werden durch unterschiedliche Relativpositionen des Lagerbolzens
12 in Richtung der Längsachse 10 relativ zu dem elastischen
Gleitlager kompensiert.
In dem Querschnitt gemäß Fig. 3 sind die Gleitbuchse 9 in der
Durchgangsöffnung 8 und der sie umgebende Bereich des Feder
körpers 3 vergrößert wiedergegeben. Der dargestellte Bereich des
Federkörpers 3 entspricht dabei einem Teil des Zentralbereichs
7 des Federkörpers 3. Die Gleitbuchse 9 liegt stramm an dem
Elastomerwerkstoff 4 an, der den Federkörper 3 ausbildet und
setzt den Federkörper 3 in dem an sie angrenzenden Bereich unter
Druckvorspannung, was in der Fig. 3 durch X'e 13 in Symbolform
angedeutet ist. Die Gleitbuchse 9 gemäß Fig. 3 ist zudem
geschlitzt ausgebildet. Das heißt, sie umgibt ihre Längsachse 10
nicht unterbrechungslos. Vielmehr weist ein die Gleitbuchse 9
ausbildendes aufgerolltes Bandmaterial 14 zwei in tangentialer
Richtung um die Längsachse 10 freie Enden 15 und 16 auf.
Darüberhinaus liegt keine chemische Bindung zwischen der
Gleitbuchse 9 und dem angrenzenden Federkörper 3 vor. So kann
die Gleitbuchse 9 beim Einsetzen eines bezüglich des freien
Querschnitts der Gleitbuchse 9 gemäß Fig. 3 übermaßigen Lager
bolzens 12 unter Entfernung der beiden freien Enden 15 und 16
voneinander aufspringen, ohne daß damit ein Riß in den
Federkörper 4 hinein induziert würde. Vielmehr ergibt sich die
in Fig. 4 dargestellte Situation, bei der die Gleitbuchse zwar
aufgesprungen ist und sich ein Spalt 17 gebildet hat, bei der
aber weiterhin eine über den Umfang der Gleitbuchse 9 gleich
mäßige Belastung des Elastomerwerkstoffs 4 in dem an die
Gleitbuchse 9 angrenzenden Bereich des Federkörpers 3 gegeben
ist. Dabei kann das Übermaß des Lagerbolzens 12 gegenüber dem
freien Querschnitt der Gleitbuchse 9 gemäß Fig. 3 eine
beachtliche Bandbreite, d. h. Toleranz aufweisen, ohne daß die
Funktion des elastischen Gleitlagers in Frage gestellt wird. Ein
gewisses Übermaß sollte aber immer gegeben sein, um einen
definierten Sitz des Lagerbolzens 12 in der Gleitbuchse 9 zu
garantieren.
Fig. 5 skizziert den Fall einer seitlichen Belastung des Lager
bolzens 12 in Richtung eines Pfeils 18 und deren Auswirkungen
gegenüber der in Fig. 4 skizzierten Situation. Die Druckvor
spannung des Federkörpers in dem an die Gleitbuchse 9 angren
zenden Bereich wird auf der Rückseite der Gleitbuchse 9
bezüglich der Belastungsrichtung des Lagerbolzens 12 teilweise
abgebaut. In der Belastungsrichtung addiert sich zu der
Druckvorspannung eine Druckspannung aufgrund der Belastung. Es
kommt aber weder dazu, daß die Gleitbuchse 9 von der Oberfläche
des Lagerbolzens 12 irgendwo abhebt, noch dazu, daß der
Federkörper 4 von der Oberfläche der Gleitbuchse 9 irgendwo
abhebt. Bis auf den vernachlässigbaren Spalt 17 ist überall eine
dauerhafte flächige Ankopplung garantiert, wie sie für gute
akustische Eigenschaften des elastischen Gleitlagers erforder
lich ist. Das Bandmaterial 14, aus dem die Gleitbuchse 9
ausgebildet ist, muß seinerseits keine Federkräfte bereit
stellen. Es ist ausreichend, wenn es in gewissen Grenzen
flexibel ist. Die Flexibilität des Bandmaterials 14 muß
erlauben, daß der freie Querschnitt der Gleitbuchse 9 soweit
aufgeweitet wird, daß sich die in Fig. 3 skizzierte Vorspannung
ergibt und daß sich der Lagerbolzen 13 unter weiterer Aufweitung
der Gleitbuchse 9 einführen läßt.
Fig. 6, die prinzipiell Fig. 4 entspricht, zeigt eine Ausfüh
rungsform der Gleitbuchse 9, bei der das Bandmaterial 14 in mehr
als einer vollen Wicklung um die Längsachse 10 der Gleitbuchse
9 vorgesehen ist. Das heißt, die freien Enden 15 und 16 des
Bandmaterials 14 überlappen sich, selbst nachdem der Lagerbolzen
12 in die Gleitbuchse 9 eingesetzt ist. So tritt kein Spalt 17
auf, wie er in Fig. 4 dargestellt ist. Allerdings ergibt sich
eine größerer effektive Wandstärke der Gleitbuchse 9, dort wo
sich die freien Enden 15 und 16 Bandmaterials 14 überlappen. Die
Überlappung der freien Enden 15 und 16 sollte in keinem Fall zu
groß werden, weil hierdurch ein Reibungswiderstand beim Ein
schieben des Lagerbolzens 12 in die Gleitbuchse 9 hervorgerufen
wird und andererseits die Gefahr besteht, daß das innere freie
Ende 16 bei Relativbewegungen des Lagerbolzens 12 zu dem
elastischen Gleitlager in Richtung der Längsachse 10 von dem
Lagerbolzen 12 mitgenommen wird.
Fig. 7 skizziert, wie das elastische Lager gemäß Fig. 6 fertig
stellbar ist, nachdem der Federkörper 3 zuvor in einer Form aus
dem Elastomerwerkstoff 4 gespritzt wurde. Zu diesem Zeitpunkt
weist die Durchgangsöffnung 8 bezüglich ihres freien Quer
schnitts noch Untermaß auf. In diese untermaßige Durchgangs
öffnung 8 wird eine Vorform 19 der Gleitbuchse 9 eingesetzt. Die
Vorform 19 weist bezüglich ihres Außenumfangs ein noch ausge
prägteres Untermaß bezüglich der Gleitbuchse 9 gemäß Fig. 6 auf
als die Durchgangsöffnung 8. Der Federkörper 4 steht noch
nirgendwo unter Druckvorspannung. Jetzt wird die Vorform 19
durch in Bezug auf die Längsachse 10 radialen Kraftangriff
aufgeweitet. Hierzu wird hier ein Aufweitedorn 20 in die Vorform
19 eingeführt. Dies erfolgt gemäß Fig. 7 von hinten. Nach vorne
wird die Vorform 19 dabei durch Stützfinger 21 abgestützt und an
einem Ausweichen in axialer Richtung gehindert. Die Stützfinger
21 werden durch den Aufweitedorn 20 nach außen gedrückt und sind
entsprechend verschieblich gelagert.
Das Aufweiten der Vorform 19 durch den Aufweitedorn 20 ist auch
nochmal aus dem Längsschnitt gemäß Fig. 8 ersichtlich. Hier sind
die Bewegungsrichtungen des Aufweitedorns 20 entlang der
Längsachse 10 und der Stützfinger 21 durch Pfeile angedeutet.
Fig. 9, die im Prinzip Fig. 3 entspricht, zeigt eine Ausfüh
rungsform der Gleitbuchse 9 mit dreieckigem Querschnitt.
Insoweit entspricht das derart ausgebildete elastische
Gleitlager dem Stand der Technik gemäß DE 43 24 000 A1. Aber
auch hier weist der Federkörper 3 aus dem Elastomerwerkstoff 4
in dem an die Gleitbuchse 9 angrenzenden Bereich eine durch die
X'e 13 symbolisierte Druckvorspannung auf und es liegt keine
chemische Bindung zwischen der Gleitbuchse 9 und dem Federkörper
3 vor. Die Ecken 22 des freien Querschnitts der Gleitbuchse 9
gemäß Fig. 9 werden von einem runden Lagerbolzen nicht ausge
füllt. Sie stehen damit zum Abtransport von in das elastische
Gleitlager hineingelangten Verunreinigungen zur Verfügung. Im
Bereich der zugehörigen nach außen weisenden Kanten 23 der
Gleitbuchse 9 ist eine derartige Oberflächengestaltung der
Ausnehmung 8 in dem Federkörper 3 vorgenommen, daß von den
Kanten 23 keine eine Rißbildung fördernde Kerbwirkung auf den
Federkörper 3 ausgeht. Dies gilt auch während des Aufweitens der
in Fig. 10 dargestellten Vorform 19 für die Gleitbuchse 9 gemäß
Fig. 9. Die Vorform ist in allen Abmessungen kleiner als die
spätere Gleitbuchse 9 und läßt sich damit in eine untermaßige
Durchgangsöffnung 8 nach dem Spritzen des Federkörpers 3 aus dem
Elastomerwerkstoff 4 einsetzen. Sie ist dann mit einem geeigne
ten Aufweitedorn in die Form der Gleitbuchse 9 gemäß Fig. 9 zu
bringen.
Fig. 11 skizziert in einem Längsschnitt durch den an die Gleit
buchse 9 angrenzenden Bereich des Federkörpers 3 bei einer
weiteren Ausführungsform des elastischen Lagers eine weitere
Maßnahme, wie das elastische Lager vor Verschmutzungen geschützt
werden kann. Dabei steht der Elastomerwerkstoff 4 in Form von
ringförmig umlaufenden Dichtlippen 24 in Richtung der Längsachse
10 vor und hinter der Gleitbuchse 9 nach innen auf die Längs
achse 10 hin vor. Bei eingeschobenen Lagerbolzen liegen diese
Dichtlippen 24 auf der Oberfläche des Lagerbolzens an und
streifen Verunreinigungen von diesem ab, bevor sie in das
elastische Gleitlager, d. h. in das Innere der Gleitbuchse 9
eindringen können. Wenn es dabei zu einem Abrieb bei den
Dichtlippen 24 durch den sich verschiebenden Lagerbolzen kommt,
bedeutet dies letztlich nur, daß die Dichtlippen 24 in ihrem
freien Querschnitt auf den tatsächlichen Querschnitt des
Lagerbolzens zurechtgeschliffen werden. Eine Funktionsbeein
trächtigung des elastischen Gleitlagers ist dadurch nicht
gegeben. Weiterhin sind in Fig. 9 Maßnahmen skizziert, wie die
Gleitbuchse 9 in der axialen Richtung der Längsachse 10 durch
Formschluß gegenüber dem Federkörper 3 gesichert werden kann.
Zum einen ist die Gleitbuchse 9 an ihren beiden axialen Enden
jeweils mit einer Auftrichterung 25 versehen, die sich mit ihrer
Außenseite an dem Federkörper 3 abstützt. Zum anderen ist in der
Mitte der Gleitbuchse 9 eine Ausbauchung 26 vorhanden, die
ebenfalls eine Abstützung gegen axiale Verschiebungen der
Gleitbuchse 9 gegenüber dem Federkörper 3 erbringt. Es versteht
sich, daß zur Ausbildung der Auftrichterungen 25 bzw. der
Ausbauchung 26 das Bandmaterial 14 der Gleitbuchse 9 eine aus
reichende Verformbarkeit im plastischen Bereich aufweisen muß.
Fig. 12 skizziert ein erstes Bandmaterial 14 zur Ausbildung der
Gleitbuchse 9 im Querschnitt. Dieses Bandmaterial 14 basiert auf
einem Metallband 27, das mit einer gleitreibungsreduzierenden
Beschichtung 28 beispielsweise aus PTFE beschichtet ist. Die
Beschichtung 28 ist auf der Seite des Metallbands 27 angebracht,
die bei der Gleitbuchse 9 nach innen weist. Das Metallband 27
kann ein, aber muß kein Federstahlband sein. Die Elastizität der
Gleitbuchse 9, die zur dauerhaft flächigen Anlage an dem Lager
bolzen 12 erforderlich ist, wird bereits bei ausreichender
Flexibilität des Stahlbands 27 durch die Rückstellkräfte des
Federkörpers 4, d. h. besonders durch die für das elastische
Gleitlager wesentliche Druckvorspannung um die Gleitbuchse 9
herum erreicht.
Das in Fig. 13 skizzierte Bandmaterial 14 besteht vollständig
aus einem gleitreibungsreduzierenden Kunststoff, also beispiels
weise aus PTFE. Wenn das Bandmaterial 14 gemäß Fig. 13 verwendet
wird, kann es beim Aufweiten einer Vorform zu einer Gleitbuchse
oder auch beim Aufweiten einer Gleitbuchse beim Einführung des
Lagerbolzens sinnvoll sein, das Bandmaterial 14 zu erwärmen, um
seine Flexibilität zu erhöhen und eine Rißbildung zu vermeiden.
Im Regelfall ist aber zumindest eine Verformung, wie sie zum
Einführen des Lagerbolzens in die Gleitbuchse erforderlich ist,
selbst bei massivem Bandmaterial 14 aus PTFE ohne Erwärmung
beschädigungsfrei möglich.
1
Grundplatte
2
Haltebügel
3
Federkörper
4
Elastomerwerkstoff
5
Federarm
6
Federarm
7
Zentralbereich
8
Durchgangsöffnung
9
Gleitbuchse
10
Längsachse
11
Anschlag
12
Lagerbolzen
13
X (Druckspannungssymbol)
14
Bandmaterial
15
freies Ende
16
freies Ende
17
Spalt
18
Pfeil
19
Vorform
20
Aufweitedorn
21
Stützfinger
22
Ecke
23
Kante
24
Dichtlippe
25
Auftrichterung
26
Ausbauchung
27
Metallband
28
Beschichtung
29
Kunststoff
Claims (10)
1. Elastisches Gleitlager mit einem Federkörper aus Elastomer
werkstoff und mit einer eine Längsachse aufweisenden Gleit
buchse, die eine zur Aufnahme eines in Richtung der Längsachse
verschieblichen Lagerbolzens vorgesehene Durchgangsöffnung in
dem Federkörper auskleidet, dadurch gekennzeichnet, daß die
Gleitbuchse (9) auf den an sie angrenzenden Bereich des Feder
körpers (3) eine Druckvorspannung ausübt.
2. Gleitlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Vorspannung so groß ist, daß die Gleitbuchse (9) in der Verwen
dung des Gleitlagers den Kontakt mit dem Federkörper (3) nicht
verliert und keinen Zug auf den Federkörper (3) ausübt.
3. Gleitlager nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß keine chemische Bindung zwischen der Gleitbuchse (9) und dem
Federkörper (3) vorliegt.
4. Gleitlager nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Gleitbuchse (9) aus einem flexiblen
Bandmaterial (14) gewickelt ist, wobei die in tangentialer
Richtung um die Längsachse (10) der Gleitbuchse (9) weisenden
Enden (15, 16) des Bandmaterials (14) frei sind.
5. Gleitlager nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
sich das Bandmaterial (14) über das 0,9- bis 2-fache einer
vollen Wicklung um die Längsachse (10) der Gleitbuchse (9)
erstreckt.
6. Gleitlager nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Bandmaterial (14) ein Metallband (27) mit einer gleit
reibungsreduzierenden Beschichtung (28) ist.
7. Gleitlager nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Gleitbuchse (9) in Richtung ihrer Längs
achse (10) durch Formschluß gegenüber dem Federkörper (3)
gesichert ist.
8. Gleitlager nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Gleitbuchse (9) einen mehreckigen oder
sternförmigen freien Querschnitt aufweist.
9. Gleitlager nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Elastomerwerkstoff (3) des Federkörpers
(3) an mindestens einem in Richtung ihrer Längsachse (9) weisen
den Ende der Gleitbuchse (9) eine zu der Längsachse (10) nach
innen über die Gleitbuchse (9) vorspringende, ringförmig umlau
fende Dichtlippe (24) ausbildet.
10. Verfahren zur Herstellung eines Gleitlagers nach einem der
Ansprüche 1 bis 9 mit einem Federkörper aus Elastomerwerkstoff
und einer eine Längsachse aufweisenden Gleitbuchse, die eine zur
Aufnahme eines in Richtung der Längsachse verschieblichen
Lagerbolzens vorgesehene Durchgangsöffnung in dem Federkörper
auskleidet, wobei der Federkörper aus dem Elastomerwerkstoff in
einer Form gespritzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der
Federkörper (3) mit einer bezüglich ihres freien Querschnitts
untermaßigen Durchgangsöffnung (8) aus dem Elastomerwerkstoff
(4) gespritzt wird, daß eine bezüglich ihres Durchmessers
untermaßige Vorform (19) der Gleitbuchse (9) in die untermaßige
Durchgangsöffnung (8) eingesetzt wird und daß die Vorform (19)
der Gleitbuchse (9) in radialer Richtung zu ihrer Längsachse
(10) soweit aufgeweitet wird, daß sie die angrenzenden Bereiche
des Federkörpers (3) unter Druckvorspannung setzt.
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