DE19946145A1 - Farbige Kennleuchte für Sonderfahrzeuge - Google Patents
Farbige Kennleuchte für SonderfahrzeugeInfo
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Abstract
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, Sonderfahrzeuge auch bei Nacht als solcher erkennbar zu machen, auch wenn die nur im Sondereinsatz einzuschaltende Kennleuchte nicht eingeschaltet ist. Zu diesem Zweck ist eine Hilfsbeleuchtung (40) vorgesehen, welche auch bei Nichtbetrieb der Kennleuchte bei Nacht die Kennleuchte farbig erkennbar macht. Es werden verschiedene Lösungen beschrieben.
Description
Die Erfindung betrifft eine farbige Kennleuchte für Sonderfahrzeuge.
Sonderfahrzeuge wie Fahrzeuge von Polizei Feuerwehr oder Notdiensten,
Ambulanzen usw. sind mit Kennleuchten versehen, die andere
Verkehrsteilnehmer auf diese Sonderfahrzeuge aufmerksam machen. Solche
Kennleuchten sind beispielsweise ein blinkendes Blaulicht. Ein solches
blinkendes Blaulicht wird üblicherweise erzeugt durch ein auf dem Dach des
Sonderfahrzeugs montiertes blaues, durchscheinendes Gehäuse oder eine
Haube. In dem Gehäuse oder der Haube sitzt eine Lampe mit einem
umlaufenden Reflektor. Dadurch entsteht ein umlaufender, gebündelter
Lichtstrahl, der einem Beobachter als blinkendes Blaulicht erscheint. Das ist eine
sog. "Rundumkennleuchte". Statt einer blauen Haube kann je nach Land und Art
des Sonderfahrzeugs auch eine rote oder gelbe oder sonstwie gefärbte Haube
vorgesehen werden. Solche Rundumkennleuchten können auch Teil eines
Warnbalkens sein. Ein solcher Warnbalken enthält an seinen Enden je eine
Rundumkennleuchte, die mit ihrem umlaufenden Lichtstrahl jeweils einen Winkel
von 180° überstreicht. Zwischen den Rundumkennleuchten sitzt in dem
Warnbalken üblicherweise ein akustischer Signalgeber. Es kann an dem
Warnbalken auch ein durch Leuchtdioden dargestellter Schriftzug, z. B.
"Ambulanz'.
Es gibt auch sog. Front- und Heckblitzer. Dort sitzt in einem wenigstens teilweise
transparentem, farbigen, im wesentlichen quaderförmigen Gehäuse eine
Blitzlampe. Diese erzeugt farbige Lichtblitze in Vorwärts- oder Rückwärtsrichtung
des Sonderfahrzeugs.
Schließlich gibt es auch verdeckt eingebaute Signalgeber in getarnten
Sonderfahrzeugen.
Solche Kennleuchten mit ihrer charakteristischen Farbe sind am Tag auch dann
zu erkennen, wenn die Kennleuchte nicht eingeschaltet ist, ein Polizeifahrzeug
also nicht im privilegierten Sondereinsatz mit Blaulicht fährt. Dann sehen andere
Verkehrsteilnehmer jedenfalls die blau eingefärbte Haube oder das eingefärbte
Gehäuse und erkennt daraus, daß es sich um ein Fahrzeug von Polizei oder
Feuerwehr oder eine Ambulanz handelt. Eine solche Erkennbarkeit ist bei Nacht
nicht gegeben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, Sonderfahrzeuge auch bei Nacht als
solche erkennbar zu machen, auch wenn die nur im Sondereinsatz
einzuschaltende Kennleuchte nicht eingeschaltet ist.
Erfindungsgemäß ist zu diesem Zweck eine Hilfsbeleuchtung vorgesehen,
welche auch bei Nichtbetrieb der Kennleuchte bei Nacht die Kennleuchte farbig
erkennbar macht.
Bei einer farbigen Kennleuchte, bei welcher in einem eingefärbten,
durchscheinenden Gehäuse eine wahlweise ein- und auschaltbare
Hauptbeleuchtung vorgesehen ist, kann die Hilfsbeleuchtung von wenigstens
einer ebenfalls in dem Gehäuse angeordneten Hilfslampe, wahlweise
einschaltbaren Hilfslampe gebildet sein. Bei einer anderen Ausführung ist die
Kennleuchte von einer Leuchtdioden-Matrix gebildet, die wahlweise einmal zur
Erzeugung einer Hauptbeleuchtung und einmal zur Erzeugung einer
Hilfsbeleuchtung ansteuerbar ist. Eine solche Leuchtdioden-Matrix läßt im
ausgeschalteten Zustand keine Farbe erkennen. Zur Tarnung kann dann
wahlweise weder Haupt- noch Hilfsbeleuchtung eingeschaltet werden. Soll die
Art des Sonderfahrzeugs erkennbar werden, werden alle Leuchtdioden der
Leuchtdioden-Matrix gleichzeitig z. B. mit einer Gleichspannung und liefert dann
z. B. das Bild eines nicht eingeschalteten Blaulichts. Im Sondereinsatz wird die
Leuchtdioden-Matrix pulsierend oder mit einem umlaufenden Leuchtfeld
angesteuert. Üblicherweise hat die Hilfsbeleuchtung eine wesentlich geringere
Leistung als die Hauptbeleuchtung. Weiterhin kann die Hilfsbeleuchtung von
einem Helligkeitssensor in Abhängigkeit von der Umgebungshelligkeit einschalt-
oder steuerbar sein.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachstehend unter Bezugnahme auf
die zugehörigen Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 ist eine schematisch-perspektivische Darstellung eines sog. Front-
oder Heckblitzers zur Verwendung in Sonderfahrzeugen.
Fig. 2 ist eine schematisch-perspektivische Darstellung einer
Rundumkennleuchte für Sonderfahrzeuge.
Fig. 3 ist eine schematisch-perspektivische Darstellung einer anderen
Ausführung einer Rundumkennleuchte mit einer Blitzleuchte.
Fig. 4 ist eine schematisch-perspektivische Darstellung einer mit einer
Leuchtdioden-Matrix aufgebauten Rundumkennleuchte.
Fig. 5 zeigt eine Prinzipschaltung der Ein- und Ausschaltung von Haupt-
und Hilfsbeleuchtung bei den Anordnungen von Fig. 1 bis 3.
Fig. 6 zeigt eine Prinzipschaltung der Ansteuerung der Leuchtdioden-
Matrix für Haupt- und Hilfsbeleuchtung.
Fig. 1 zeigt einen Heck- oder Frontblitzer mit einem quaderförmigen Gehäuse 10.
An seiner in Fig. 1 vorderen Stirnfläche bildet das Gehäuse 10 ein Fenster, das
durch eine transparente, eingefärbte Glasscheibe 12 abgeschlossen ist. Hinter
der Glasscheibe 12 sitzt ein Reflektor 14. Zwischen Glasscheibe 12 und
Reflektor 14 ist eine Blitzlampe 16 für die Hauptbeleuchtung 18 gehaltert. Statt
der Blitzlampe 16 kann auch eine Glühlampe vorgesehen sein.
Neben der Blitzlampe 16 ist eine Glühlampe 20 als Hilfsbeleuchtung 22
gehaltert.
Die Hauptbeleuchtung 18 mit der Blitzlampe 16 ist über einen Hauptschalter 24
(Fig. 5) an eine Batterie 26 anschaltbar. Parallel dazu ist die Glühlampe 20 für
die Hilfsbeleuchtung 22 über einen Hilfsschalter 28 an die Batterie 26 anlegbar.
Die Hilfsbeleuchtung 22 ist von einem auf die Umgebungshelligkeit
ansprechenden Helligkeitssensor 30 einschaltbar oder ggf. steuerbar. Die
Helligkeit der Hilfsbeleuchtung kann dadurch automatisch an die
Umgebungshelligkeit angepaßt werden.
Fig. 2 zeigt eine Rundumkennleuchte für Sonderfahrzeuge. Die
Rundumkennleuchte weist einen Sockel 32 und eine darauf sitzende umgekehrt-
topfförmige Haube 34 auf. Die Haube 34 ist durchscheinend und farbig, z. B.
blau, eingefärbt. Innerhalb der Haube 34 sitzt ein um eine vertikale Achse
umlaufender Reflektor 36. Mit dem Reflektor 36 dreht sich eine zentral
angeordnete Glühlampe 38. Dadurch entsteht ein umlaufender, gebündelter
farbiger Lichtstrahl. Ein solcher Lichtstrahl wird von einem Beobachter als
blinkendes Blaulicht gesehen.
Innerhalb der Haube 34 sind weiterhin zwei oder mehr Glühlampen 40 für die
Hilfsbeleuchtung 22 vorgesehen. Die Glühlampen 40 sind so angeordnet, daß
ihr Licht nicht von dem Reflektor 36 nach einer Richtung abgeschattet und nach
der anderen Richtung gebündelt wird wie das Licht der Glühlampe 38. Um eine
Abschattung zu vermeiden, sind mehrere Glühlampen 40 für die
Hilfsbeleuchtung 22 um die Glühlampe 38 und den drehbaren Reflektor 36
herum auf dem Sockel 32 angeordnet.
Die Ansteuerung der Rundumkennleuchte und der Hilfsbeleuchtung erfolgt in
der in Fig. 5 dargestellten Weise. Die Hilfsbeleuchtung 22 hat eine wesentlich
geringere Leistung als die Hauptbeleuchtung 18. Durch den Schalter 24 wird
hier sowohl die Glühlampe 38 als auch der (nicht dargestellte) Antrieb für den
Reflektor 36 eingeschaltet.
Die Ausführung von Fig. 3 ist ähnlich wie die Ausführung von Fig. 2.
Entsprechende Teile sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen wie dort.
Statt einer Glühlampe mit einem umlaufenden Reflektor ist bei der Ausführung
von Fig. 3 eine Blitzlampe 42 für die Hauptbeleuchtung 18 vorgesehen. Die
Ansteuerung erfolgt wieder in der in Fig. 5 dargestellten Weise.
Bei der Ausführung von Fig. 4 dient als einzige Lichtquelle eine Leuchtdioden-
Matrix 44. Die Leuchtdioden-Matrix ist auf einem Zylindermantel koaxial
innerhalb einer umgekehrt-topfförmigen, transparenten oder durchscheinenden,
nicht eingefärbten Haube 46 angeordnet. Der Umlaufeffekt bei der
Hauptbeleuchtung wird hier nicht mechanisch sondern durch entsprechend
zeitversetzte Ansteuerung der verschiedenen vertikalen Spalten der
Leuchtdioden-Matrix 44 erreicht. Es ergibt sich dann auf der Leuchtdioden-
Matrix eine leuchtende Fläche von jeweils angesteuerten Leuchtdioden, die in
Umfangsrichtung auf dem Zylindermantel fortschreitet.
Statt einer solchen umlaufenden leuchtenden Fläche auf der Leuchtdioden-
Matrix kann auch eine pulsierende Ansteuerung der Leuchtdioden-Matrix
vorgesehen werden.
Fig. 6 zeigt schematisch die Ansteuerung der Leuchtdioden für die umlaufende
Hauptbeleuchtung und die schwächere Hilfsbeleuchtung. Die Leuchtdioden-
Matrix ist über einen Mikroprozessor 48 und eine Treiberschaltung oder
Stromversorgung 50 ansteuerbar.
Über Schalter 52 und 54 kann der Mikroprozessor 48 in zwei Arbeitsweisen
gesetzt werden:
Bei Schließen des Schalters 52 wird die Hauptbeleuchtung eingeschaltet. Der Mikroprozessor steuert dann die Leuchtdioden-Matrix 44 wie beschrieben in der Weise an, daß die einzelnen vertikalen Spalten der Leuchtdioden-Matrix 44 zeitversetzt zum Leuchten gebracht werden und eine leuchtende Fläche um den Zylindermantel, auf dem die Leuchtdioden-Matrix 44 angeordnet ist, "herumläuft". Die Leuchtdioden der Leuchtdioden-Matrix werden dabei so angesteuert, daß sie möglichst hell leuchten.
Bei Schließen des Schalters 52 wird die Hauptbeleuchtung eingeschaltet. Der Mikroprozessor steuert dann die Leuchtdioden-Matrix 44 wie beschrieben in der Weise an, daß die einzelnen vertikalen Spalten der Leuchtdioden-Matrix 44 zeitversetzt zum Leuchten gebracht werden und eine leuchtende Fläche um den Zylindermantel, auf dem die Leuchtdioden-Matrix 44 angeordnet ist, "herumläuft". Die Leuchtdioden der Leuchtdioden-Matrix werden dabei so angesteuert, daß sie möglichst hell leuchten.
Bei Schließen des Schalters 54 wird die Hilfsbeleuchtung eingeschaltet. Dann
werden alle Leuchtdioden der Leuchtdioden-Matrix gleichzeitig angesteuert. Der
auf die Leuchtdioden aufgeschaltete Strom wird dabei so gewählt, daß die
Leuchtdioden gerade schwach leuchten. Auch in der Dunkelheit ist dann die
Kennleuchte mit der richtigen Farbe als solche zu erkennen. Auch hier kann die
Helligkeit der Leuchtdioden in Abhängigkeit von der Umgebungshelligkeit variiert
werden.
Die Verwendung von Leuchtdioden als Lichtquellen gestattet es, die Natur des
Fahrzeugs für außenstehende nicht erkennbar zu machen: Wenn die
Leuchtdioden abgeschaltet sind, senden sie kein Licht aus. Die Haube 46 ist
weiß bzw. farblos.
Die Haube kann ggf. auch bei Verwendung von Leuchtdioden leicht eingefärbt
sein. Eine transparente, nicht-eingefärbte Haube hat aber den Vorteil, daß die
Lichtverluste möglichst gering gehalten werden.
Claims (5)
1. Farbige Kennleuchte für Sonderfahrzeuge, gekennzeichnet durch eine
Hilfsbeleuchtung (22), welche auch bei Nichtbetrieb der Kennleuchte bei
Nacht die Kennleuchte farbig erkennbar macht.
2. Farbige Kennleuchte nach Anspruch 1, bei welcher in einem eingefärbten,
durchscheinenden Gehäuse (34) eine wahlweise ein- und auschaltbare
Hauptbeleuchtung (18) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hilfsbeleuchtung (22) von wenigstens einer ebenfalls in dem Gehäuse (34)
angeordneten, wahlweise einschaltbaren Hilfslampe (40) gebildet ist.
3. Farbige Kennleuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kennleuchte von einer Leuchtdioden-Matrix (44) gebildet ist, die wahlweise
einmal zur Erzeugung einer Hauptbeleuchtung und einmal zur Erzeugung
einer Hilfsbeleuchtung ansteuerbar ist.
4. Farbige Kennleuchte nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hilfsbeleuchtung eine wesentlich geringere Leistung hat als die
Hauptbeleuchtung.
5. Farbige Kennleuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Hilfsbeleuchtung (22) von einem
Helligkeitssensor (30) in Abhängigkeit von der Umgebungshelligkeit
einschalt- oder steuerbar ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1999146145 DE19946145B4 (de) | 1999-09-27 | 1999-09-27 | Farbige Kennleuchte für Sonderfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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| DE19946145B4 DE19946145B4 (de) | 2006-03-02 |
Family
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19946145B4 (de) |
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