DE19946410A1 - Sämaschine mit einer pneumatischen Fördereinrichtung - Google Patents
Sämaschine mit einer pneumatischen FördereinrichtungInfo
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Abstract
Sämaschine mit einer pneumatischen Fördereinrichtung, die ein an ein Dosierorgan eines Saatgutbehälters anschließenden, mit einem Gebläse beaufschlagten Injektor und eine daran anschließende Steigleitung mit einem an deren oberen Ende angeordneten Verteilerkopf aufweist, der das Saatgut in einzelne zu den Säscharen führenden Säleitungen umlenkt. In der pneumatischen Fördereinrichtung ist eine die Steigbewegung des Saatgutes nutzender Sensor einer Massenstrom-Meßeinrichtung angeordnet, mit deren Hilfe die Gutbeladung des Förderstroms und damit die Aussaatmenge erfaßt wird.
Description
Die Erfindung betrifft eine Sämaschine mit einer pneumati
schen Fördereinrichtung, die einen an ein Dosierorgan eines
Saatgutbehälters anschließenden, mit einem Gebläse beauf
schlagten Injektor und eine daran anschließende zentrale
Steigleitung mit einem an deren oberen Ende angeordneten
Verteilerkopf aufweist, der das Saatgut in einzelne zu den
Säscharen führende Säleitungen umlenkt.
Beim Ausbringen von Saatgut auf landwirtschaftlich genutzte
Flächen ist es sowohl aus wirtschaftlichen Gründen wie auch
aus Ertragsgründen zunehmend bedeutsam, die Aussaatmenge
einerseits exakt der Vorgabe auszubringen, andererseits ge
nau zu dokumentieren. Letzteres gilt insbesondere für
Lohnunternehmer und Maschinenringe zur Erstellung der Ab
rechnung gegenüber dem Auftraggeber.
Mit den bisher gebräuchlichen Eichverfahren in Form von Ab
drehproben kann zwar das Verhältnis zwischen der Einstel
lung der Dosierorgane und dem bei dieser Einstellung gege
benen Massenstrom und damit ein Betriebspunkt ermittelt
werden (DE 33 10 224). Veränderungen während des Ausbring
vorgangs durch Änderung des Rieselverhaltens des auszubrin
genden Guts, Änderungen an den Dosierorganen, Verstopfungen
oder Leerlaufen des Behälters bleiben bei dieser Methode
unbemerkt bzw. kann der aufgetretene Fehler nachträglich
weder zeitlich noch örtlich zugeordnet werden, so daß die
ausgebrachte und die dokumentierte Menge fehlerhaft sind.
Aus der DE 34 14 711 A2 ist eine Maschine zum Ausbringen
von Saatgut bekannt, bei der die von dem Dosierorgan ausge
tragenen Körner auf einen Sensor zur Erfassung der ausge
tragenen Menge aufprallen. Der Nachteil bei dieser Ausfüh
rung ist, daß das durch Schwerkraft ausgetragene Saatgut
ausschließlich zur Erzielung eines verwertbaren Signals an
dem Sensor durch zusätzliche konstruktive und technische
Maßnahmen pneumatisch beschleunigt werden muß, wobei Im
pulskräfte allein aufgrund des pneumatischen Druck im Be
reich des Sensors durch zusätzliche Schlitze, Löcher od. dgl.
eliminiert werden sollen. Anschließend wird das Saat
gut durch eine Falleitung ausgebracht. Eine solche Ausbil
dung scheidet bei einer pneumatischen Fördereinrichtung
aus, da der pneumatische Druck zur Förderung des Saatgutes
aufrechterhalten werden muß.
Es ist ferner bei Mähdreschern bekannt (DE-Z "magazin für
agrartechnik/profi-special" 1997, Seite 37-39) zur Er
tragsmessung im Förderweg des Erntegutes, z. B. in einer
Förderschnecke oder an einem Elevator, Sensoren einer Mas
senstrom-Meßeinrichtung anzuordnen, die als Kraftaufnehmer,
elektro-optische oder Gammastrahlen-Sensoren ausgebildet
sind. Bei Landmaschinen für die Feldbestellung, insbesondere
Sämaschinen, konnte dieser Stand der Technik keine Anregun
gen geben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sämaschine
mit einer pneumatischen Fördereinrichtung so auszubilden,
daß bei geringem konstruktivem Aufwand und ohne Beeinträch
tigung der Förderung des Saatguts eine permanente Istwert
bestimmung des Massenstroms erfolgen kann. In weiterer Aus
gestaltung sollen Unregelmäßigkeiten in der pneumatischen
Förderung Rechnung getragen und eine Dokumentation des Sä
betriebs ermöglicht werden.
Diese Aufgabe wird bei einer Sämaschine mit pneumatischer
Förderung dadurch gelöst, daß in der pneumatischen För
dereinrichtung ein die Steigbewegung des Saatgutes nutzen
der Sensor einer Massenstrommeßeinrichtung angeordnet ist.
Die Anordnung der Massenstrommeßeinrichtung in der pneuma
tischen Förderstrecke ermöglicht eine Istwertbestimmung der
Masse des Saatguts direkt vor dem Eintritt in die Säleitun
gen, ohne daß die pneumatische Förderung an sich geändert
oder beeinträchtigt wird. Auch Meßeinrichtungen, die eine
bestimmte Geschwindigkeit des Materials voraussetzen, kön
nen in der pneumatischen Fördereinrichtung ohne zusätzliche
konstruktive Maßnahmen angeordnet werden. Die Förderung des
Materials wie auch der pneumatische Förderdruck bleiben
durch die Massenstrommeßeinrichtung unbeeinflußt.
In besonders vorteilhafter Ausbildung ist die Massenstrom
meßeinrichtung im Umlenkbereich des Verteilerkopfs angeord
net. Bei der Umlenkung des Saatgutes wird dessen kinetische
Energie zumindest teilweise in Impulsenergie umgesetzt, die
sich durch einen geeigneten Sensor erfassen läßt. Es sind
somit keine zusätzlichen konstruktiven Maßnahmen innerhalb
des Strömungswegs zur Erzeugung einer ausreichenden Stoß
energie notwendig.
Vorzugsweise ist der Sensor in einem senkrechten Strömungs
kanal des Injektors oder in der Steigleitung angeordnet.
In einer Ausführung weist die Massenstrommeßeinrichtung als
Sensor einen Kraftaufnehmer auf, mit dem die auf ihn wir
kende Kraft der Saatgutströmung, die sich aus dem Förder
druck und der Stoßkraft der Saatgutkörner zusammensetzt,
erfaßt wird.
In einer anderen Ausführung ist der Sensor ein Piezoele
ment, mit dem die Impulskräfte der im Luftstrom befindli
chen Partikel in elektrische Impulse umgewandelt werden.
Der Einfluß der strömenden Luft auf die Meßeinrichtung läßt
sich bei einem solchen Sensor besonders leicht eliminieren.
In einer dritten Ausführung kann der Sensor auch berüh
rungsfrei arbeiten, um Einflüsse der Strömung innerhalb der
pneumatischen Fördereinrichtung auszuschalten.
Beispielsweise kann vorgesehen sein, daß die Massenstrom
meßeinrichtung aus einer Gamma-Strahlungsquelle und einem
Gammastrahlenmeßgerät besteht, das die durch den Massen
strom verursachte Strahlungsschwächung mißt. In einer al
ternativen Ausbildung kann der berührungsfrei arbeitende
Sensor ein elektro-optischer Sensor sein, mit dem Extinkti
ons- oder Streulichtmessungen vorgenommen werden können.
In weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung ist vorgesehen,
daß die pneumatische Fördereinrichtung Sensoren zur Aufnah
me strömungstechnischer Daten, wie Förderdruck, Luftge
schwindigkeit od. dgl. aufweist, wobei diese Messungen ei
nerseits der Kontrolle der pneumatischen Förderleistung wie
auch der Einbeziehung dynamischer Strömungsverhältnisse in
das Auswerteergebnis dienen.
Eine weitere bevorzugte Ausführung zeichnet sich dadurch
aus, daß die Massenstrommeßeinrichtung Teil eines Regel
kreises ist, dem das Dosierorgan bzw. dessen Stellantrieb
angehört, und daß der gemessene Ist-Massenstrom als Ein
gangsgröße zum Einstellen des Dosierorgans auf den Sollmas
senstrom ( = Fahrgeschwindigkeit x Arbeitsbreite x Soll-
Aussaatmenge) dient. Der Sensor dient also nicht nur zur
Erfassung des Massenstroms, sondern auch als Regelglied für
die Einhaltung des Sollmassenstroms.
Mit Vorteil ist die Massenstrommeßeinrichtung an einen Mi
kroprozessor angeschlossen, der der Auswertung der aufge
nommenen Daten und der Steuerung der Dosierorgane dient.
Ferner ist der gemessene Ist-Massenstrom einem Dokumentati
onsspeicher zuführbar um die ausgebrachte Saatgutmenge, ge
gebenenfalls in Verbindung mit der Position auf dem Feld zu
dokumentieren.
Weiter mit Vorteil ist in dem Mikroprozessor zumindest für
ein bestimmtes Saatgut eine Kennlinie für das Verhältnis
zwischen dem Massenstrom und der Einstellung des Dosieror
gans hinterlegt. Diese Kennlinie ist mittels des erfaßten
Istmassenstroms korrigierbar. Für andere Saatgüter läßt
sich die Massenstrom-Kennlinie durch Eingabe eines Korrek
turfaktors ändern und aufrufen.
In weiterhin vorteilhafter Ausführung ist vorgesehen, daß
bei stillgesetztem Dosierorgan die Leerlauflast mittels des
Sensors aufnehmbar und zur Nullpunktkorrektur der Massen
strom-Kennlinie im Mikroprozessor speicherbar ist. Diese
Nullpunktkorrektur kann vor Aufnahme der Säarbeit vorgenom
men werden, vorzugsweise jedoch ist vorgesehen, daß die
Leerlauflast bei jeder Unterbrechung des Säbetriebs mittels
des Sensors aufnehmbar und speicherbar ist. Dies kann bei
spielsweise beim Bestellen eines Feldes jeweils im Vorge
wende oder bei jedem Feldwechsel geschehen.
Da bei einer pneumatischen Förderung Schwankungen in der
Luftströmung und im Ist-Massenstrom durch Änderungen der
Fahrgeschwindigkeit und der Aussaatmenge nicht auszu
schließen sind, ist erfindungsgemäß weiterhin vorgesehen,
daß die Meßwerte für den Ist-Massenstrom bei sich in vorge
gebenen Grenzen bewegenden Änderungen der Luftströmungswer
te und der Aussaatmenge über eine vorgegebene Zeit gemit
telt werden, und daß die Massenstrom-Kennlinie mit Hilfe
des Mittelwertes korrigierbar ist.
Störungen in der Dosierung oder Förderung lassen sich er
findungsgemäß dadurch einfach signalisieren und entspre
chende Gegenmaßnahme ergreifen, daß bei spontanen Abwei
chungen des Ist-Massenstroms außerhalb einer vorgegebenen
Schwankungsbreite des Sollwerts eine Alarmfunktion auslös
bar ist.
Um das Regelverhalten einerseits und Störungen andererseits
reproduzierbar zu erfassen, ist in vorteilhafter Ausführung
vorgesehen, daß der Massentrom aus der aktualisierten Mas
senstrom-Kennlinie in Zeitintervallen und hierzu parallele
Alarmmeldungen dokumentierbar sind.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sind den
anhand der Zeichnung beschriebenen Ausführungsbeispielen zu
entnehmen. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Säma
schine mit pneumatischer Fördereinrichtung;
Fig. 2 eine Steigleitung in perspektivischer Dar
stellung;
Fig. 3 einen Verteilerkopf im Axialschnitt;
Fig. 4 einen alternativ ausgebildeten Verteilerkopf
im Axialschnitt;
Fig. 5 bis 7 eine Steigleitung mit verschiedenen Massen
strommeßeinrichtungen im Axialschnitt und
Fig. 8 eine Steigleitung mit einer Massenstrom
meßeinrichtung in perspektivischer Ansicht.
Fig. 1 zeigt das Heck eines Traktors 1 sowie eine an dessen
Dreipunktgestänge 2 angekoppelte Geräteeinheit 3 mit Boden
bearbeitungswerkzeugen und einer pneumatischen Sämaschine.
Die Bodenbearbeitungswerkzeuge in Form von Kreiseleggen 4
und Krümlern 5 sind in einem Getriebegehäuse 6 gelagert und
werden von der Zapfwelle 7 des Traktors 1 angetrieben. Den
Bodenbearbeitungswerkzeugen nachlaufend sind Säschare 8 an
geordnet.
Die pneumatische Sämaschine weist einen das auszubringende
Saatgut aufnehmenden, trichterförmigen Saatgutbehälter 9
mit einem Bodenauslauf 10 auf, in dessen Bereich ein nicht
gezeigtes Dosierorgan, z. B. ein Zellenrad, zum dosierten
Austragen des Saatguts aus dem Saatgutbehälter angeordnet
ist. Das Dosierorgan wird über ein Spornrad 12 fahrge
schwindigkeitsabhängig angetrieben. An das Dosierorgan
schließt ein Injektor und daran eine zentrale Steiglei
tung 13 einer pneumatischen Fördereinrichtung an, die durch
ein Gebläse vor dem Injektor mit Druckluft beaufschlagt
wird. Durch die Druckluft wird das Saatgut in der Steiglei
tung 13 nach oben zu einem das obere Ende der Steigleitung
abschließenden Verteilerkopf 15 gefördert, an dem zu den
Säscharen 8 führende Säleitungen 11 angeschlossen sind, wo
bei jeder Säschar 8 eine Säleitung 11 zugeordnet ist.
Fig. 2 zeigt den Injektor 16 mit einer Öffnung 17, durch
den das Saatgut von dem Dosierorgan zugeführt wird. Die
Förderluft wird von unten in den Injektor 17 zugeführt. An
den Injektor 16 schließt die Steigleitung 13, die als Well
rohr mit konstantem Hülldurchmesser ausgebildet ist, an.
Den oberen Abschluß der Steigleitung 13 bildet der Vertei
lerkopf 15 mit den Anschlüssen 18 für die Säleitungen 11.
Fig. 3 zeigt eine erste Ausführungsform einer an dem Ver
teilerkopf 15 angeordneten Massenstrommeßeinrichtung in
Form einer die Steigleitung 13 bzw. den Verteilerkopf 15
nach oben begrenzenden Kappe 19, die mit einer den Förder
strom umlenkenden Prallplatte 20 verschlossen ist. In der
Kappe 19 ist ein als Kraftaufnehmer ausgebildeter Sensor 21
angeordnet. Der Sensor 21 nimmt die auf die Prallplatte
wirkenden Impulskräfte des aufprallenden Saatgutes auf. Er
ist über eine Leitung 22 mit einer nicht gezeigten Auswer
teeinheit in Form eines Mikroprozessors verbunden.
In Fig. 4 ist die Massenstrommeßeinrichtung analog Fig. 3
als oberer Abschluß der Steigleitung 13 ausgebildet. Die
Massenstrommeßeinrichtung weist dabei ein Piezoelement 23
auf, das den gesamten Querschnitt der Steigleitung 13 über
deckt und die Impulskräfte der im Luftstrom mitgeführten
Saatgutkörner in elektrische Impulse umwandelt und diese
über eine Leitung 24 der nicht gezeigten Auswerteeinheit
übermittelt.
Fig. 5 und 6 zeigen die Anordnung einer Massenstrommeßein
richtung im unteren Abschnitt der Steigleitung 13, das
heißt im Bereich des Injektors 16. Die Massenstrommeßein
richtung weist dabei jeweils einen sich in den Strömungska
nal des Injektors 16 erstreckenden Kraftaufnehmer auf. Ge
mäß Fig. 5 besteht der Kraftaufnehmer der Massenstrom
meßeinrichtung aus einer sich unter einem Winkel in dem
Strömungsquerschnitt angestellten Platte 25, die mit einem
im Strömungsschatten angeordneten Kraftaufnahmesensor 26
zusammenwirkt. Fig. 6 zeigt eine alternative Ausbildung,
bei der der Kraftaufnehmer 27 der Massenstrommeßeinrichtung
aus zwei sich von der Seitenwand in den Strömungsquer
schnitt erstreckenden parallelen Blechstreifen 26a, 26b be
steht, die nach Art von Dehnungsmeßstreifen arbeiten.
Fig. 7 zeigt wiederum ein im Bereich des Injektors 16 der
Steigleitung 13 angeordnetes Piezoelement 28, das sich von
der Seitenwand der Förderleitung in den Strömungskanal er
streckt und die Impulskräfte der Saatgutkörner in elektri
sche Impulse wandelt und diese zu der nicht dargestellten
Auswerteeinheit leitet.
Fig. 8 zeigt eine berührungsfrei arbeitende Massenstrom
meßeinrichtung im Bereich des Injektors 16 der Steigleitung
13. Die Massenstrommeßeinrichtung weist an der einen Wand
des Injektors eine Strahlungsquelle 29 sowie an der gegen
überliegenden Wand einen Strahlungsdetektor 30 auf. Der
Massenstrom wird berührungsfrei, das heißt ohne mechani
schen Eingriff in die Strömung durch die im Strahlengang
befindlichen Partikel bestimmt. Mittels des Detektors kann
alternativ das Streuverhalten der Strahlung oder der Grad
der Extinktion der Strahlung bestimmt werden und die erhal
tenen Ergebnisse von der angeschlossenen, nicht dargestell
ten Auswerteeinheit verarbeitet werden. Bei der Strahlung
kann es sich sowohl um Lichtwellen als auch um radioaktive,
insbesondere Gamma-Strahlung handeln.
Zusätzlich sind in der pneumatischen Fördereinrichtung
nicht gezeigte Sensoren zur Bestimmung der pneumatischen
Verhältnisse angeordnet, wobei alternativ oder kumulativ
die Gebläsedrehzahl, der Luftdruck vor dem Injektor oder
die Luftgeschwindigkeit im Wellrohr erfaßt werden.
Claims (19)
1. Sämaschine mit einer pneumatischen Fördereinrich
tung (14), die einen an ein Dosierorgan (11) eines
Saatgutbehälters (9) anschließenden, mit einem Ge
bläse beaufschlagten Injektor (16) und eine daran
anschließende Steigleitung (13) mit einem an deren
oberen Ende angeordneten Verteilerkopf (15) auf
weist, der das Saatgut in einzelne zu den Säscharen
(8) führende Säleitungen (16) umlenkt, dadurch ge
kennzeichnet, daß in der pneumatischen Förderein
richtung (14) ein die Steigbewegung des Saatgutes
nutzender Sensor (21, 23, 26, 27, 28; 29, 30) einer
Massenstrommeßeinrichtung angeordnet ist.
2. Sämaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sensor (21, 23) im Umlenkbereich des Ver
teilerkopfs (15) angeordnet ist.
3. Sämaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sensor (26, 27, 28; 29, 30) in einem senk
rechten Strömungskanal des Injektors (16) oder in
der Steigleitung (13) angeordnet ist.
4. Sämaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß der Sensor (21, 23, 26,
27, 28) als Kraftaufnehmer ausgebildet ist.
5. Sämaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß der Sensor ein Piezoele
ment (23, 28) ist.
6. Sämaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß der Sensor (29, 30) be
rührungsfrei arbeitet.
7. Sämaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Massenstrommeßeinrichtung aus einer Gamma-
Strahlungsquelle (29) und einem Gammastrahlenmeßge
rät (30) besteht, das die durch den Massenstrom
verursachte Strahlungsschwächung mißt.
8. Sämaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß die pneumatischen För
dereinrichtung Sensoren zur Aufnahme strömungstech
nischer Daten, wie Förderdruck, Luftgeschwindig
keit, Gebläse-Drehzahl oder dergleichen aufweist.
9. Sämaschinen nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß die Massenstrommeßein
richtung Teil eines Regelkreises ist, dem das Do
sierorgan bzw. dessen Stellantrieb angehört, und
daß der gemessene Ist-Massenstrom als Eingangsgröße
zum Einstellen des Dosierorgans auf den Sollmassen
strom dient.
10. Sämaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Massenstrommeßeinrichtung an einen Mikro
prozessor angeschlossen ist.
11. Sämaschine nach einem der Ansprüche 9 oder 10, da
durch gekennzeichnet, daß der gemessene Ist-
Massenstrom einem Dokumentationsspeicher zuführbar
ist.
12. Sämaschine nach einem der Ansprüche 9 bis 11, da
durch gekennzeichnet, daß in dem Mikroprozessor für
zumindest ein bestimmtes Saatgut eine Massenstrom-
Kennlinie für das Verhältnis zwischen dem Soll-
Massenstrom und der Einstellung des Dosierorgans
hinterlegt ist und die Kennlinie anhand des gemes
senen Ist-Massenstroms korrigierbar ist.
13. Sämaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeich
net, daß für andere Saatgüter ein Korrekturfaktor
für die Massenstrom-Kennlinie eingebbar und aufruf
bar ist.
14. Sämaschine nach einem der Ansprüche 9 bis 13, da
durch gekennzeichnet, daß bei stillgesetztem Do
sierorgan die Leerlauflast mittels des Sensors auf
nehmbar und zur Nullpunktkorrektur der Massenstrom-
Kennlinie im Mikroprozessor speicherbar ist.
15. Sämaschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeich
net, daß die Leerlauflast bei jeder Unterbrechung
des Säbetriebs mittels des Sensors aufnehmbar und
speicherbar ist.
16. Sämaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 15, da
durch gekennzeichnet, daß die Meßwerte für den Ist-
Massenstrom bei sich in vorgegebenen Grenzen bewe
genden Änderungen der Luftströmungswerte, der Fahr
geschwindigkeit und der Aussaatmenge über eine vor
gegebene Zeit gemittelt werden, und daß die Massen
strom-Kennlinie mit Hilfe des Mittelwertes korri
gierbar ist.
17. Sämaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 16, da
durch gekennzeichnet, daß bei spontanen Abweichun
gen des Ist-Massenstroms außerhalb einer vorgegebe
nen Schwankungsbreite des Sollwerts eine Alarmfunk
tion auslösbar ist.
18. Sämaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 17, da
durch gekennzeichnet, daß der Massenstrom aus der
aktualisierten Massenstrom-Kennlinie in Zeitinter
vallen und hierzu parallele Alarmmeldungen dokumen
tierbar sind.
19. Sämaschine nach Anspruch 18, dadurch gekennzeich
net, daß der Soll-Massenstrom dokumentierbar ist.
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