DE19945125A1 - Hydrostatische Lenkeinrichtung - Google Patents
Hydrostatische LenkeinrichtungInfo
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Abstract
Es wird eine hydrostatische Lenkeinrichtung angegeben mit zwei Steuersystemen, von denen jedes eine Steuereinheit (3, 11) mit innerem und äußerem Drehschieber (32, 33) und einen Lenkmotor aufweist, wobei ein Lenkhandrad beiden Steuereinheiten (3, 11) gemeinsam ist und die Steuereinheiten (3, 11) in Axialrichtung der Drehschieber (32, 33) hintereinander angeordnet sind. DOLLAR A Auch bei Ausfall einer Steuereinheit möchte man die Lenkung mit einer relativ großen Präzision arbeiten lassen. DOLLAR A Hierzu ist ein für beide Steuereinheiten (3, 11) gemeinsamer innerer Drehschieber (32) vorgesehen.
Description
Die Erfindung betrifft eine hydrostatische Lenkeinrich
tung mit zwei Steuersystemen, von denen jedes eine
Steuereinheit mit innerem und äußerem Drehschieber und
einen Lenkmotor aufweist, wobei ein Lenkhandrad beiden
Steuereinheiten gemeinsam ist und die Steuereinheiten
in Axialrichtung der Drehschieber hintereinander ange
ordnet sind.
Eine derartige Lenkeinrichtung ist aus DE 196 22 731 C2
bekannt.
Eine derartige Lenkeinrichtung dient insbesondere zum
Lenken eines Fahrzeugs. Die beiden Steuersysteme sind
vorgesehen, damit bei Ausfall eines Steuersystems das
andere Steuersystem das Fahrzeug lenkbar hält. Wie im
bekannten Fall ist bei der vorliegenden Erfindung auch
ein Umschaltventil vorgesehen, das bei Ausfall des ei
nen Steuersystems umschaltet, um die Lenkung durch das
andere Steuersystem erfolgen zu lassen. Da beide Steu
ereinheiten vom gleichen Lenkhandrad aus betätigt wer
den, sollte der Benutzer an und für sich ein Wechsel
zwischen beiden Steuereinheiten nicht merken. Der Feh
lerfall, d. h. der Ausfall eines Steuersystems sollte
ihm allenfalls angezeigt werden.
Allerdings läßt sich dies im bekannten Fall nicht in
ausreichendem Maße realisieren. Die beiden Steuerein
heiten weisen nämlich jeweils eine Kardanwelle auf, die
auch als "Hundeknochen" oder "dog bone" bezeichnet
wird. Diese Kardanwelle ist notwendig, damit man die
Drehbewegung vom Meßmotor, in dem ein Zahnrad rotiert
und orbitiert, auf den äußeren Drehschieber übertragen
kann. Die Kardanwelle ist mit dem Zahnrad über eine
Vielkeilverbindung verbunden. Diese Verbindung weist
immer ein kleines Spiel auf. Die Verbindung vom Lenk
handrad zur zweiten Steuereinheit weist eine entspre
chend größere Anzahl von Kardanwellen auf, die in ähn
licher Weise über Vielkeilverbindungen mit ihren ent
sprechenden Wiederparten verbunden sind, so daß der Be
diener bei der Betätigung der zweiten Steuereinheit ein
weitaus größeres Spiel empfindet als bei der Betätigung
der ersten Steuereinheit. Dementsprechend ist das Lenk
verhalten des gelenkten Fahrzeugs im Fehlerfall, also
bei Ausfall des ersten Steuersystems, wesentlich unge
nauer. Das Betriebsverhalten des Fahrzeugs verschlech
tert sich also, was an und für sich vermieden werden
sollte.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die
Lenkung auch bei Ausfall einer Steuereinheit mit größe
rer Präzision arbeiten zu lassen.
Diese Aufgabe wird bei einer hydrostatischen Lenkein
richtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß
ein für beide Steuereinheiten gemeinsamer innerer Dreh
schieber vorgesehen ist.
Der Drehschieber wird also für beide Steuereinheiten
vom Lenkhandrad aus betätigt und zwar in beiden Fällen
mit genau der gleichen Auswirkung auf das Betriebsver
halten der jeweiligen Steuereinheit. Dies wird einfach
dadurch realisiert, daß man den inneren Drehschieber in
Axialrichtung verlängert und zwar so, daß er in beiden
Steuereinheiten die gewünschte Wirkung entfalten kann.
Der innere Drehschieber kann hierbei einstückig ausge
bildet sein. Er kann aber auch aus zwei bekannten Dreh
schiebern zusammengesetzt sein, die drehfest miteinan
der verbunden werden. Da der innere Drehschieber das
einzige Teil ist, das unmittelbar auf den Benutzer zu
rückwirkt, läßt sich mit dieser Maßnahme erreichen, daß
das Lenkverhalten des Fahrzeugs immer gleich empfunden
wird, unabhängig von der Frage, welche der beiden Steu
ereinheiten gerade wirksam ist.
Vorzugsweise ist auch der äußere Drehschieber für beide
Steuereinheiten gemeinsam vorgesehen. Dies ermöglicht
es, nicht nur die unmittelbare Rückwirkung auf den Be
diener im ungestörten und im gestörten Fall gleich wer
den zu lassen. Auch die Auswirkungen auf das Fahrzeug
unterscheiden sich dann praktisch nicht. Der äußere
Drehschieber wird immer in gleicher Weise verdreht und
nachgeführt, unabhängig von der Frage, welche der bei
den Steuereinheiten gerade aktiv ist. Darüber hinaus
hat diese Ausbildung den Vorteil, daß die inneren und
die äußeren Drehschieber jeder Steuereinheit laufend
bewegt werden, auch wenn die zweite Steuereinheit wegen
eines fehlerfreien Betriebes der ersten Steuereinheit
nicht aktiv ist. Man verhindert auf diese Weise, daß
sich irgendwelche Teile festsetzen können. Die zweite
Steuereinheit ist also immer betriebsbereit.
Vorzugsweise weist ein Meßmotor, der den äußeren und
den inneren Drehschieber einer Steuereinheit relativ
zueinander verdreht, einen exzentrisch zur Drehachse
der Drehschieber angeordneten Zahnring auf, in dem ein
Zahnrad rotiert und orbitiert, wobei das Zahnrad in
drehmomentübertragendem Eingriff mit dem äußeren Dreh
schieber steht. Mit dieser Ausgestaltung kann man das
Prinzip eines Meßmotors weiterverwenden, bei dem das
Zahnrad im Zahnring durch die entsprechenden hydrauli
schen Drücke orbitiert und rotiert. Man kann aber
gleichzeitig dafür sorgen, daß die Drehschieber ohne
Zwischenschaltung von exzentrisch angeordneten An
triebsteilen angetrieben werden können. Dies erleich
tert die Verwendung von durchgehenden Drehschiebern.
Hierbei ist besonders bevorzugt, daß das Zahnrad eine
Innenverzahnung aufweist, die lediglich über einen Teil
des Umfangs mit einer Außenverzahnung des äußeren
Schiebers kämmt. Dies ist eine relativ einfache Mög
lichkeit, um ohne Übertragung der orbitierenden Bewe
gung eine Übertragung der rotierenden Bewegung des
Zahnrades auf den äußeren Schieber realisieren zu kön
nen. Die orbitierende Bewegung wird einfach dadurch
aufgefangen, daß man in bestimmten Umfangsbereichen des
äußeren Schiebers eine ausreichende Lücke zwischen
Zahnrad und Schieber beläßt. Wenn das Zahnrad orbi
tiert, wandert der Eingriff zwischen Zahnrad und äuße
ren Drehschieber in Umfangsrichtung.
Vorzugsweise weist jede Steuereinheit jeweils ein Ge
häuse auf und die beiden Gehäuse sind mit Ausnahme ei
ner Drehdurchführung an einer Stirnseite eines Gehäuses
einander gleich. Man kann natürlich auch ein gemeinsa
mes Gehäuse für die beiden Steuereinheiten verwenden.
Wenn man aber zwei getrennte Gehäuse verwendet, dann
kann man auf Gehäuse zurückgreifen, die von Einzel-
Steuereinheiten her bekannt und verfügbar sind. Dies
erleichtert die Fertigung und die Vorratshaltung. Le
diglich bei einem der beiden Gehäuse sollte eine Dreh
durchführung vorgesehen sein, damit die Welle zum Lenk
handrad in Eingriff mit dem inneren Schieber gebracht
werden kann.
Vorzugsweise sind die beiden Gehäuse unter Zwischen
schaltung eines Meßmotorabschnitts miteinander verbun
den. Der Meßmotorabbschnitt liegt also mit anderen Wor
ten zwischen den beiden Gehäusen und damit zwischen den
beiden Steuereinheiten. Damit ergibt sich ein weitge
hend symmetrischer Aufbau, der das Betriebsverhalten
weiter verbessert.
Hierbei ist in einer bevorzugten Ausgestaltung vorgese
hen, daß der Meßmotorabschnitt für jede Steuereinheit
einen Meßmotor aufweist. Die beiden Steuereinheiten
sind damit völlig autark, so daß beispielsweise auch
der Ausfall eines Meßmotors für die Funktion der Lenk
einrichtung unkritisch ist.
Hierbei kann in einer bevorzugten Ausgestaltung vorge
sehen sein, daß im Meßmotorabschnitt mindestens eine
die beiden Steureinheiten verbindende Versorgungslei
tung angeordnet ist. Die Versorgungsleitung kann also
den Meßmotorabschnitt durchsetzen. Damit spart man sich
eine Leitungsführung von der einen zur anderen Steuer
einheit außen um die Gehäuse herum.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzug
ten Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeich
nung näher beschrieben. Hierin zeigen:
Fig. 1 ein schematisches Blockschaltbild einer Lenk
einrichtung,
Fig. 2 einen schematischen Längsschnitt durch zwei
kombinierte Steuereinheiten und
Fig. 3 einen Schnitt III-III nach Fig. 2.
Fig. 1 zeigt ein erstes Steuersystem 1 und ein zweites
Steuersystem 2. Das erste Steuersystem 1 weist eine er
ste Steuereinheit 3 auf, deren Pumpeneingang P über ei
ne Pumpenleitung 4 mit einer regelbaren Pumpe 5 und de
ren Behältereingang T über eine Behälterleitung 6 mit
einem Behälter 7 verbunden ist. Zwei Motoranschlüsse L
und R sind über je eine Motorleitung 8 und 9 mit einem
ersten Lenkmotor 10 verbunden. In ähnlicher Weise ist
eine zweite Steuereinheit 11 vorgesehen, deren Pum
peneingang P über eine Pumpenleitung 12 mit einer ein
konstantes Volumen fördernden Pumpe 13 und deren Behäl
teranschluß T über eine Behälterleitung 6 mit dem Be
hälter 7 verbunden ist. Die beiden Motoranschlüsse L
und R sind über je eine Motorleitung 14 und 15 mit ei
nem zweiten Lenkmotor 16 verbunden. Die Kolben 17 und
18 der beiden Lenkmotoren 10 und 16 sind über eine ge
meinsame Kolbenstange 19 miteinander verbunden, die au
ßerdem auf die nicht veranschaulichten zu lenkenden Rä
der wirkt. Ein Lenkhandrad 20 ist mit der Eingangswelle
21 der ersten Steuereinheit 3 verbunden. Schematisch
dargestellt ist eine Verbindung 22, mit der zum Aus
druck kommen soll, daß das Lenkhandrad 20 nicht nur die
erste Steuereinheit 3 betätigt, sondern auch die zweite
Steuereinheit 11.
Ein Umschaltventil 24 kann eine Betriebsstellung A, in
der die Motorleitungen 14 und 15 des zweiten Steuersy
stems 2 miteinander verbunden werden, und eine Notfall
stellung B, in der die Motorleitungen 8 und 9 des er
sten Steuersystems 1 miteinander verbunden werden, ein
nehmen. Beim Umschalten ist dafür gesorgt, daß es keine
Zwischenstellungen gibt, in denen die Motorleitungen
beider Steuersysteme miteinander in Verbindung treten.
Ein Schieber dient als Stellvorrichtung 25. An der ei
nen Stirnseite wirkt der Eingangsdruck PP, der an der
Pumpenleitung 4 abgegriffen und über eine Drucksignal
leitung 26 zugeführt wird. An der gegenüberliegenden
Seite wirkt eine Feder 27 und der Lastdruck LS, der vom
LS-Anschluß der ersten Steuereinheit 3 über eine Druck
signalleitung 28 zugeführt wird und außerdem die För
dermenge der ersten Pumpe 5 beeinflußt.
Die Pumpe 5 kann außerdem über eine Leitung 29 weitere
Verbraucher versorgen, gegebenenfalls auch unter Zwi
schenschaltung eines Prioritätsventils. Außerdem ist
der Behälter 7a, aus dem die erste Pumpe 5 Druckflüs
sigkeit ansaugt, höher gelegen als der Behälter 7b, aus
dem die zweite Pumpe 13 Druckflüssigkeit ansaugt.
Dies führt zu der folgenden Betriebsweise: Wenn die
Lenkeinrichtung eingeschaltet, d. h. die beiden Pumpen 5
und 13 in Betrieb gesetzt werden, überwiegt die vom
Eingangs- oder Pumpendruck PP hervorgerufene Kraft die
Kraft der Feder 27 und die vom Lastdruck LS hervorgeru
fene Kraft, so daß das Umschaltventil 24 in die Be
triebsstellung A schaltet. Das bedeutet, daß im ersten
Steuersystem 1 die Steuereinheit 3 eine dem Drehwinkel
entsprechende Druckflüssigkeitsmenge an den Lenkmotor
10 abgibt. Die zweite Steuereinheit 11 wird mit Druck
flüssigkeit von der Pumpe 13 versorgt, übt aber keine
Kräfte auf den Lenkmotor 16 aus, da die beiden Motor
leitungen 14 und 15 kurzgeschlossen sind. Die Betäti
gung der zweiten Steuereinheit 11 fordert daher kein
oder nahezu kein zusätzliches Moment am Lenkhandrad 20.
Wenn die Pumpe 5 versagt oder aufgrund eines Leitungs
bruchs, beispielsweise der Motorleitungen 8 und 9, kei
ne Flüssigkeit mehr fördert, sinkt der Eingangsdruck PP
stark ab, wodurch das Umschaltventil 24 in die Notfall
stellung B wechselt. Nun ist das zweite Steuersystem 2
voll wirksam, während die erste Steuereinheit 3 motor
seitig kurzgeschlossen ist. Infolgedessen ist das zum
Betätigen des Lenkhandrades 20 erforderliche Drehmoment
nur geringfügig größer als das für den Betrieb der
zweiten Steuereinheit erforderliche Moment. Auch wenn
bei einem Leitungsbruch der Behälter 7a der ersten Pum
pe 5 völlig entleert ist, kann die zweite Pumpe 11 si
cher arbeiten, weil ihr Behälter 7b bzw. ihre Ansau
göffnung tiefer gelegen ist und daher Druckflüssigkeit
für das zweite Steuersystem zur Verfügung steht.
Beim automatischen Umschalten von der Betriebsstellung
A in die Notfallstellung B erfolgt zwar ein Wechsel vom
Steuersystem 1 auf das Steuersystem 2; das zum Lenken
erforderliche Moment bleibt aber annähernd gleich. Da
das Umschaltventil 24 bei jedem Start und Stopp der
Lenkeinrichtung und die Steuereinheit 11 bei jeder Be
tätigung des Lenkhandrades 20 verstellt wird, ist si
chergestellt, daß im Notfall das Umschaltventil 24 und
die Steuereinheit 11 mit Sicherheit funktionieren.
Ein derartiger Aufbau ist im Prinzip aus DE 196 22 731
C2 bekannt.
Die Steuereinheiten 3 und 11 sind nun im Längsschnitt
schematisch in Fig. 2 dargestellt.
Die Steuereinheit 3 weist ein Gehäuse 30 mit einer Boh
rung 31 auf, in der konzentrisch ein innerer Drehschie
ber 32 und ein äußerer Drehschieber 33 angeordnet sind.
Die Drehschieber 32, 33 sind relativ zueinander und re
lativ zum Gehäuse 30 verdrehbar. Sie weisen in an und
für sich bekannter und nicht näher dargestellter Weise
in ihren Umfangsflächen Steueröffnungen und -durch
brechungen auf, die mit entsprechenden Steuerkanälen 34
im Gehäuse 30 zusammenwirken. Hierbei ist der innere
Drehschieber 32 mit einer Vielkeilsteckbuchse 23 verse
hen, in die die Eingangswelle 21 des Lenkhandrades 20
eingesteckt werden kann. Wenn der innere Schieber 32
gegenüber dem äußeren Schieber 33 verdreht wird, gibt
er in Abhängigkeit von der Drehrichtung eine Verbindung
vom Pumpenanschluß P zu einem der beiden Motoranschlüs
se L, R frei. Mit Hilfe eines weiter unten näher be
schriebenen Meßmotors wird dann der äußere Drehschieber
33 dem inneren Drehschieber 32 nachgeführt, so daß nach
dem Durchfluß einer dem Drehwinkel des Lenkhandrades 20
entsprechenden Menge von Hydraulikflüssigkeit zum Lenk
motor 10, 18 die beiden Drehschieber 32, 33 wieder in
ihrer ursprünglichen Überdeckung sind. Eine Federanord
nung 35 spannt die beiden Drehschieber 32, 33 in ihre
Neutralstellung vor.
Die Steuereinheit 11 weist ein Gehäuse 36 auf, das ge
nauso ausgebildet ist, wie das Gehäuse 30 mit dem ein
zigen Unterschied, daß die für die Durchführung des in
neren Drehschiebers 32 nach außen vorgesehene Öffnung
37 und die Lager 38 im Gehäuse 36 nicht vorgesehen
sind. Die hier angeordnete Stirnwand 39 ist vielmehr
geschlossen.
Zwischen den beiden Gehäusen 30, 36 ist ein Meßmotorab
schnitt 40 angeordnet. Aus Gründen der Übersicht sind
Bolzen oder andere Befestigungselemente, die die beiden
Gehäuse 30, 36 und den Meßmotorabschnitt 40 in Axial
richtung miteinander verspannen, nicht näher darge
stellt.
Der Meßmotorabschnitt 40 weist einen Meßmotor 41 für
die Steuereinheit 3 und einen zweiten Meßmotor 42 für
die Steuereinheit 11 auf. Zwischen der Steuereinheit 3
und dem zugehörigen Meßmotor 41 ist eine Steuerkanal
platte 43 und zwischen der Steuereinheit 11 und ihrem
Meßmotor 42 ist eine Steuerkanalplatte 44 angeordnet.
Beide Meßmotoren 41, 42 sind durch eine Zwischenplatte
45 voneinander getrennt.
Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch den Meßmotor 41.
Im Gehäuse 46 ist ein Zahnkranz mit fünf nach innen ra
genden Zähnen 47 angeordnet. In diesem Zahnkranz ist
ein Zahnrad 48 angeordnet, das einen Zahn 49 weniger
hat als die Anzahl der Zähne 47 des Zahnkranzes. Im
vorliegenden Fall hat das Zahnrad 48 dementsprechend
vier Zähne und sieht aus wie ein Quadrat mit abgerunde
ten Ecken. Dies ist jedoch nicht zwingend. Die Anzahl
der Zähne 47, 49 richtet sich nach den Gegebenheiten.
Das Zahnrad 48 wiederum hat eine Innenverzahnung 50,
die mit einer Außenverzahnung 51 auf dem äußeren Dreh
schieber 33 kämmt. Hierbei erstreckt sich der Zahnein
griff zwischen der Innenverzahnung 50 und der Außenver
zahnung 51 aber immer nur auf einen Teil des Umfangs
des äußeren Drehschiebers 33. Dementsprechend ist es
möglich, daß das Zahnrad 48 im Gehäuse 46 rotiert und
orbitiert, wenn einzelne Druckkammern 52, die zwischen
dem Zahnrad 48 und dem Gehäuse gebildet sind, abwech
selnd mit höherem und niedrigerem Druck versorgt wer
den. Lediglich die Rotationsbewegung wird aber auf den
äußeren Drehschieber 33 übertragen. Dementsprechend
kann die Anordnung aus innerem Drehschieber 32 und äu
ßerem Drehschieber 33 konzentrisch im Gehäuse verblei
ben, während das Zahnrad 48 im Grunde laufend exzen
trisch angeordnet ist.
Schematisch angedeutet sind Druckkanäle 53, durch die
Hydraulikflüssigkeit zu bzw. abgeführt wird, um das
Zahnrad 48 zum Rotieren und Orbitieren zu bewegen.
Nachdem man durch den dargestellten Aufbau dafür ge
sorgt hat, daß trotz einer exzentrischen Lagerung des
Zahnrades 48 eine Übertragung des Rotationsanteils der
Bewegung des Zahnrades 48 auf den äußeren Drehschieber
33 möglich ist, können sämtliche Kardanwellen, die man
bisher bei derartigen Anordnungen benötigte, entfallen.
Man kann nun dafür sorgen, daß die beiden Drehschieber
32, 33 für beide Steuereinheiten 3, 11 gemeinsam agie
ren können. Hierzu ist es lediglich erforderlich, die
Drehschieber 32, 33 entsprechend zu verlängern, so daß
sie jeweils ein durchgehendes Teil bilden. Die jeweili
gen Drehschieber 32, 33 können hierbei entweder, wie
dargestellt, einstückig ausgebildet sein. Es ist aber
auch möglich, die Drehschieber 32, 33 jeweils aus zwei
oder mehreren eilen zusammenzusetzen, wenn man dafür
sorgt, daß ihre Verbindung drehfest und damit weitge
hend spielfrei ist.
Dadurch, daß der innere Drehschieber 32 nun von der er
sten Steuereinheit 3 zur zweiten Steuereinheit 11
durchgeht, ist dafür gesorgt, daß eine Betätigung des
Drehschiebers 32 der ersten Steuereinheit 3 sich in
gleicher Weise auch in der zweiten Steuereinheit 11
auswirkt. Irgendwelche Winkeldifferenzen, die durch ein
Spiel zwischen Keil- oder anderen Verbindungen entste
hen könnten, entfallen. Das gleiche gilt auch für den
äußeren Drehschieber 33. Dadurch, daß er durchgehend
ausgebildet ist, ist auch die Reaktion beider Steuer
einheiten 3, 11 beim Lenken absolut gleich.
Die dargestellte Konstruktion ermöglicht darüber hinaus
einen sehr einfachen Aufbau. Es müssen weitaus weniger
bewegliche Teile miteinander gekoppelt werden, als dies
im bekannten Fall (DE 196 22 731 C2) der Fall ist.
Auch bei der dargestellten Konstruktion wird auf einfa
che Weise dafür gesorgt, daß bei jeder Drehbewegung die
Drehschieber 32, 33 in beiden Gehäuse 30, 36 der Steu
ereinheiten 3, 11 bewegt werden. Man muß also nicht be
fürchten, daß das eine oder das andere Lenksystem fest
gesetzt wird.
Man kann nun den Meßmotorabschnitt auch noch dazu ver
wenden, einzelne Kanäle 54 einzubringen, um beispiels
weise beiden Steuereinheiten 3, 11 eine gemeinsame Tan
kleitung zu verschaffen. In Fig. 2 ist ein derartiger
Kanal 54 gestrichelt eingezeichnet, um anzudeuten, daß
er nicht in der Schnittebene liegt.
Es ist nicht zwingend, daß man den Meßmotorabschnitt 40
zwischen den beiden Steuereinheiten 3, 11 anordnet. Man
kann auch beide Steuereinheiten 3, 11 in einem gemein
samen Gehäuse vorsehen und den Meßmotorabschnitt dann
an einer Stirnseite anbringen. Die dargestellte Ausfüh
rungsform hat jedoch den Vorteil, daß man bereits be
kannte und vorhandene Gehäuse 30, 36 verwenden kann.
Man kann auch unterschiedliche Verdrängungen in beiden
Meßmotoren 41, 42 vorsehen. Dies läßt sich beispiels
weise dadurch erreichen, daß man die axiale Länge der
einzelnen Meßmotoren 41, 42 verändert. Wenn man die
dargestellten Drehschieber 32, 33 weiter verwenden
möchte, dann muß allerdings die Länge a konstant gehal
ten werden.
Claims (8)
1. Hydrostatische Lenkeinrichtung mit zwei Steuersy
stemen, von denen jedes eine Steuereinheit mit in
nerem und äußerem Drehschieber und einen Lenkmotor
aufweist, wobei ein Lenkhandrad beiden Steuerein
heiten gemeinsam ist und die Steuereinheiten in
Axialrichtung der Drehschieber hintereinander ange
ordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß ein für
beide Steuereinheiten (3, 11) gemeinsamer innerer
Drehschieber (32) vorgesehen ist.
2. Lenkeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß auch der äußere Drehschieber (33) für
beide Steuereinheiten (3, 11) gemeinsam vorgesehen
ist.
3. Lenkeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß ein Meßmotor (41, 42), der den
äußeren und den inneren Drehschieber einer Steuer
einheit (3, 11) relativ zueinander verdreht, einen
exzentrisch zur Drehachse der Drehschieber (32, 33)
angeordneten Zahnring (46) aufweist, in dem ein
Zahnrad (48) rotiert und orbitiert, wobei das Zahn
rad (48) in drehmomentübertragendem Eingriff mit
dem äußeren Drehschieber (33) steht.
4. Lenkeinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Zahnrad (48) eine Innenverzahnung
(50) aufweist, die lediglich über einen Teil des
Umfangs mit einer Außenverzahnung (51) des äußeren
Schiebers (33) kämmt.
5. Lenkeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß jede Steuereinheit (3,
11) jeweils ein Gehäuse (30, 36) aufweist und die
beiden Gehäuse (30, 36) mit Ausnahme einer Dreh
durchführung (37) an einer Stirnseite eines Gehäu
ses (30) einander gleich sind.
6. Lenkeinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die beiden Gehäuse (30, 36) unter
Zwischenschaltung eines Meßmotorabschnitts (40)
miteinander verbunden sind.
7. Lenkeinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Meßmotorabschnitt (40) für jede
Steuereinheit (3, 11) einen Meßmotor (41, 42) auf
weist.
8. Lenkeinrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß im Meßmotorabschnitt (40) minde
stens eine die beiden Steureinheiten (3, 11) ver
bindende Versorgungsleitung (54) angeordnet ist.
Priority Applications (3)
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19945125A DE19945125A1 (de) | 1999-09-21 | 1999-09-21 | Hydrostatische Lenkeinrichtung |
Publications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19945125A Withdrawn DE19945125A1 (de) | 1999-09-21 | 1999-09-21 | Hydrostatische Lenkeinrichtung |
Country Status (3)
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