DE19945060A1 - Schleifhandwerkzeugmaschine - Google Patents
SchleifhandwerkzeugmaschineInfo
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Abstract
Eine Handschleifmaschine (10), insbesondere Exzenterschleifer, mit einem Schleifteller (20) zur Aufnahme eines Schleifblatts (40) mit axialen Staubdurchgangslöchern (27, 28, 44) wird weniger belastend für die Umwelt und erhält eine effektivere Staubabsaugung dadurch, daß die Staubdurchgangslöcher (28) des Schleiftellers (20) als durchgehendes Langloch ausgestaltet sind, das mindestens doppelt so lang ist wie sein kleinerer Durchmesser.
Description
Die Erfindung geht aus von einer Schleifhandwerkzeugmaschine
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Es sind Schleifhandwerkzeugmaschinen mit einem Schleifteller
bekannt, die mit einem Schleifblatt bestückbar sind, wobei
die Schleifblätter und die Schleifteller mit Staubdurch
gangsbohrungen versehen sind, durch die hindurch beim
Schleifen anfallender Staub und Späne von der Bearbeitungs
fläche absaugbar sind. Zum Absaugen dient dabei entweder ei
ne integrierte Staubabsaugung mittels Ventilator oder ein
externer, über einen Schlauchanschluß mit der Handwerkzeug
maschine verbindbarer Staubsauger.
Bei den meisten bekannten Schleifhandwerkzeugmaschinen tra
gen die Schleifteller kreisrunde Durchgangsöffnungen, die
mit der Sohle des Schleiftellers über abgewinkelte bzw.
schräge Kanäle kommunizieren, von der sie z. B. mittels ei
net glockenartigen Abdeckung mit einer Absaugvorrichtung in
Wirkverbindung stehen. Dabei ist auf die Unterseite des
Schleiftellers ein Schleifblatt aufsetzbar, das mit kreis
runden Staubdurchgangslöchern versehen ist, die deckungs
gleich mit denen des Schleiftellers angeordnet sind. Die ge
naue Anordnung des Schleifblatts auf dem Schleifteller so,
daß die Staubdurchgangslöcher zueinander zentriert sind ist
verhältnismäßig schwierig. Daher ist in meistens durch un
korrekte Anordnung der Schleifblätter nicht der vollständige
Durchmesser des Staubdurchgangslochs des Schleiftellers zur
Staubabsaugung frei und es bleibt die Staubabsaugleistung in
den meisten Fällen unter dem möglichen Optimum. Außerdem
neigen die schrägen bzw. abgewinkelten Kanäle zum Zusetzen
und Verstopfen mit Schleifstaub, so daß die Absaugleistung
weiter reduziert wird.
Die bisherigen, zumindest auf der Oberseite der Schleiftel
ler kreisrunden Staubtransportöffnungen sind dabei auf nur
einem einzigen Teilkreis angeordnet. Dieser ist genormt und
entsprechend dieser Norm sind auch die Schleifblätter mit
Absauglöchern versehen. Bei einigen Schleiftellern sind die
Staubabtransportöffnungen auf der Oberseite gegenüber der
der Unterseite versetzt und durch schräg verlaufende Kanäle
miteinander verbunden. Dies verteuert die Herstellung. Au
ßerdem wird dadurch die eingesaugte Luft mehrmals umgelenkt
und dadurch behindert.
Die Schleifhandwerkzeugmaschine nach dem Anspruch 1 hat den
Vorteil, daß mit jeder Art gelochter Schleifblätter eine op
timale Staubabsaugung gesichert ist.
Dadurch, daß die Staubdurchgangslöcher als axial gerade den
Schleifteller durchtretende Langlöcher ausgestaltet sind,
deren Längsenden jeweils zwei Standard-Lochkreise üblicher
Schleifblätter schneidet, ist mit dem einen Staubdurchgangs
loch des Schleiftellers der Staub durch mindestens zwei
kreisrunde Löcher üblicher Schleifblätter möglich. Der Strö
mungswiderstand der durch das Langloch des Schleiftellers
gesaugten, den Staub transportierenden Luft, ist gering und
der Wirkungsgrad der Staubabsaugung besonders hoch.
Dadurch, daß der Schleifteller sechs durchgehende langloch
artige Absauglöcher trägt, die in gleichmäßigem Abstand zu
einander und in gleichem Abstand zur Mittel des Schleiftel
lers angeordnet sind, ist eine besonders wirksame Staubab
saugung über die gesamte Fläche des Schleiftellers bzw. des
Schleifblattes möglich.
Dadurch, daß parallel zu den Längsrändern der langlocharti
gen Staubdurchgangslöcher Verstärkungsrippen auf der Ober
seite der Schleifteller angeordnet sind, ist der Schleiftel
ler in sich besonders steif und das Schwingungsverhalten
neutral, so daß die Geräuschentwicklung minimal ist.
Dadurch, daß die Rippen sich axial nach unten zur Schleif
tellerunterseite hin fortsetzen, ist die Steifigkeit des
Schleiftellers weiter verbessert.
Dadurch, daß jeweils zwei der Langlöcher von einer in die
Sohle des Schleiftellers eingearbeiteten, sichelförmig radi
al nach außen laufenden Bogennut in kommunizierender Verbin
dung stehen, ist die Staubabsaugung weiter verbessert.
Dadurch, daß das radial am weitesten außen liegende Ende der
Bogennut ein zusätzliches, kreisrundes Staubdurchgangsloch
bildet ist die Staubabsaugung noch wirksamer. Danach ist es
entscheidend, daß die Bogennut in Drehrichtung so gekrümmt
ist, daß deren eine Nutflanke entgegen der Drehrichtung
schaufelartig gekrümmt ist und dadurch eine Schaufelwirkung
entfalten kann und Staubreste schraubenförmig nach innen in
Richtung der beiden Langlöcher fördert, an denen die Absau
gung am effektivsten ist.
Von besonderem Vorteil ist es, daß dem Schleifteller zuge
ordnete Schleifblätter mit auf mehreren Lochkreisen angeord
neten Staubdurchgangslöchern versehen sind, die sich mit den
Staubdurchgangslöchern des Schleiftellers überdecken.
Von besonderem Vorteil ist es, wenn Schleifblätter verwendet
werden, die eine netzartig offene bzw. poröse Struktur haben
und eine Vielzahl kleiner Staubdurchgangsöffnungen bilden,
die durch die durchgehend langlochartigen Staubdurchgangslö
cher der Schleifteller bedienbar sind.
Es ist auch von Vorteil, wenn die verwendeten Schleifblätter
eine besonders grob strukturierte Velourschicht tragen, die
mit dem Klettsystem der Schleifteller in Wirkverbindung
setzbar ist und durch die der gesaugte Schleifstaub bequem
hindurch treten kann zu den Staubdurchgangslöchern des
Schleiftellers.
Es ist auch von Vorteil, gasdichtes Schleifblattmaterial zu
verwenden, das eine Vielzahl matrixartiger, etwa zwei bis
drei Millimeter großer Löcher trägt, insbesondere reihenwei
se über die gesamte Fläche verteilt. Ein solches Schleif
blatt muß nur zum Umfang des Schleiftellers zentriert ange
ordnet sein, wobei infolge der großen langochartigen Staub
durchgangslöcher des Schleiftellers eine wirksame Staubab
saugung durch die vielen kleinen Löcher der Schleifblätter
gesichert ist.
Die langlochartigen, den Schleifteller axial gerade durch
setzenden Absaugöffnungen lassen die Absaugluft ohne Rich
tungsänderung hindurch, so daß der Strömungswiderstand deut
lich verringert und die Absaugwirkung verbessert ist.
Die Vergrößerung der Staubabtransportöffnungen durch die
Langlochform vergrößert die wirksame Absaugfläche an der
Sohle des Schleiftellers deutlich, so daß auch Schleifblät
ter mit einem über die gesamte Fläche matrixartig dicht ver
teilten Lochmuster und gitterartige Schleifmittelträger be
sonders effektiv einsetzbar sind, weil der Schleifstaub an
der gesamten Unterseite des Schleiftellers erfaßt wird und
die Schleifflächen nicht zusetzen kann.
Nachstehend ist die vorliegende Erfindung an Hand eines Aus
führungsbeispiels mit zugehöriger Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 eine Schleifhandwerkzeugmaschine im Längsschnitt,
Fig. 2 einen vergrößerten Ausschnitt des Schleiftellerbe
reichs gemäß Fig. 1,
Fig. 3 eine Unteransicht eines erfindungsgemäßen Schleiftel
lers,
Fig. 4 eine Seitenansicht des Schleiftellers gemäß Fig. 3,
Fig. 5 eine Draufsicht des Schleiftellers gemäß Fig. 3,
Fig. 6 eine Unteransicht nach der Stützplatte des Schleif
tellers,
Fig. 7 eine Draufsicht der Stützplatte gemäß Fig. 6,
Fig. 8 einen Axialschnitt des Schleiftellers gemäß Fig. 3,
Fig. 9 eine Unteransicht eines weiteren Ausführungsbeispiels
eines Schleiftellers,
Fig. 10 eine Draufsicht eines dem Schleifteller gemäß Fig. 9
zugeordneten Schleifblattes,
Fig. 11 eine Unteransicht eines Schleiftellers gemäß Fig. 9
mit gegenüber demnach Fig. 9 umgekehrter Drehrichtung,
Fig. 12 einen axialen Schnitt des Schleiftellers gemäß
Fig. 11 und
Fig. 13 eine Draufsicht des Schleiftellers gemäß Fig. 11.
Die in Fig. 1 im Längsschnitt gezeigte Schleifhandwerkzeug
maschine 10 ist ein Exzenterschleifer, dessen Gehäuse 12 ei
nen Handgriff 14 aufweist, aus dem hinten ein Elektrokabel
15 zur Stromversorgung eines dem Antrieb eines Schleiftel
lers 20 dienenden Motors 17 austritt. Dieser ist über eine
in einem Handgriff 14 angeordnete Schalttaste 16 eines nicht
näher bezeichneten Schalters ein- und ausschaltbar.
Der Motor 17 überträgt seine Drehbewegung auf eine Exzenter
welle 18, mit der drehfest ein Ventilator 19 und der
Schleifteller 20 verbunden sind. Bei Drehung des Motors 17
wird dem Ventilator 19 eine ausschließlich rotierende und
dem Schleifteller 20 eine drehende sowie eine kreisende Be
wegung erteilt. Der Ventilator 19 bewirkt über dem Schleif
teller 20 einen Unterdruck am zu bearbeiteten Werkstück und
saugt damit von der Oberseite 21 des Schleiftellers durch
langlochartige Staubdurchgangslöcher 28 des Schleiftellers
20 und durch kreisrunde Staubdurchgangslöcher 44 des
Schleifblatts 40 Schleifstaub zwischen der Unterseite des
Schleifblatts 40 und einem Werkstück ab. Dabei wird die Ab
saugluft mit dem Schleifstaub durch einen Absaugstutzen 31
nach außen in einen nicht dargestellten Staubbehälter ge
führt.
Die Oberseite 21 des Schleiftellers 20 ist zugleich die Au
ßenseite einer Stützplatte 22, die auf ihrer Unterseite ein
elastisches Kissen 24 trägt, dessen Unterseite eine Sohle 25
des Schleiftellers 20 bildet. Die Sohle 25 trägt einen häk
chenartigen Klettverschluß 26 zum Eingriff in einen Velour
rücken 42 eines Schleifblattes 40.
Der Schleifteller 20 trägt sechs langlochartig ausgestaltete
Staubdurchgangslöcher 28, die gleichmäßig zueinander beab
standet und einander paarweise, symmetrisch zur Mitte des
Schleiftellers 20 gegenüber liegen.
Der Schleifteller 20 weist eine zentrale Durchgangsöffnung
30 auf, durch die eine Schraube 32 tritt, die in eine Gewin
debohrung 34 einer Exzenterwelle 18 tritt und daran den
Schleifteller 20 axial festhält. Die Exzenterwelle 18 ist
drehbar exzentrisch in einer Lagerbohrung des Ventilators 19
gelagert.
Auf seiner Oberseite trägt der Schleifteller 20 bzw. die
Stützplatte 22 exzentrisch zu ihrer Mitte einen Zentrierring
36 zum formschlüssigen Eingriff eines nicht näher bezeichne
ten Mitnehmers der Exzenterwelle 18, über den der Schleif
teller 20 mit einem Schleifblatt 40 drehfest fixiert ist.
Die Stützplatte 22 weist auf ihrer Oberseite und auf ihrer
Unterseite Ober- und Unterrippen 38, 39 auf, die den
Schleifteller 20 insgesamt versteifen und dafür sorgen, daß
dessen Eigenfrequenz hoch ist und er bei den üblichen Dreh
zahlen in Schwingungszuständen des Exzenterschleifers nicht
in Resonanz gelangt.
Fig. 2 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt der Schleifhand
werkzeugmaschine 10 gemäß Fig. 1, wobei das Gehäuse 10, der
Ventilator 19, der Schleifteller 20 mit der Stützplatte 22
und dem Kissen 24, dem Klettverschluß 26 und den Durchgangs
löchern 28 erkennbar sind. Darüberhinaus ist die Sohle 25,
das zentrale Durchgangsloch 30, die Exzenterwelle 18 und der
Zentrierring 36 besonders deutlich erkennbar.
Fig. 3 zeigt die Unteransicht des Schleiftellers 20, wobei
die gerade durchgehenden, langlochartigen Staubdurchgangslö
cher 28 und die zentrale Durchgangsöffnung 30 deutlich er
kennbar sind. Deutlich wird auch, daß die Enden der radial
ausgerichteten und paarweise einander gegenüber liegenden
Staubdurchgangslöcher 28 jeweils zwei Lochkreise 46a und 46b
schneiden.
Fig. 4 zeigt die Seitenansicht des Schleiftellers 20, wobei
auf dessen Oberseite 21 die Lage der Oberrippen 39 und der
Sohle 25 bzw. der Klettschicht 26 deutlich erkennbar sind.
Fig. 5 zeigt die Draufsicht auf die Oberseite 21 des
Schleiftellers 20, wobei die Anordnung der langlochartigen
Staubabsauglöcher 28 jeweils zwischen zwei der Oberrippen 39
besonders gut erkennbar sind. Dabei wird klar, daß die
Staubabsauglöcher axial gerade verlaufen.
Fig. 6 zeigt die Stützplatte 22 des Schleiftellers 20 als
Einzelheit in Unteransicht, wobei die nach unten durchtre
tenden Oberrippen 39 erkennbar sind, die unten die Unterrip
pen 38 bilden und die die langlochartigen Staubdurchgangslö
cher 28 einrahmen, die einander gegenüberliegend paarweise
angeordnet sind.
Fig. 7 zeigt eine Draufsicht der Oberseite einer Stützplatte
22 ohne Oberrippen 39. Dabei sind die paarweise einander ge
genüberliegenden langlochartigen Staubdurchgangslöcher 28,
das zentrale Durchgangsloch 30 und der Zentrierring 36 gut
erkennbar.
Fig. 8 zeigt einen Axialschnitt des Schleiftellers gemäß
Fig. 3, wobei die Stützplatte 22 mit den Unter- und Oberrip
pen 38, 39, dem Zentrierring 36, der zentralen Durchgangs
öffnung 30, den Staubdurchgangslöchern 28 und dem Klettver
schluß 26 deutlich erkennbar sind.
Fig. 9 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Schleif
tellers 200 mit der Draufsicht seiner Sohle 25. Diese trägt
die gleichen langlochartigen Staubdurchgangslöcher 28 gemäß
dem vorherigen Ausführungsbeispielen. Diese sind jedoch zu
sätzlich von einer sichelförmig gekrümmten Bogennut 29
durchsetzt. Das Ende der Bogennut 29 bzw. deren konkave Sei
te weist in Drehrichtung des Schleiftellers 200, so daß beim
Schleifen die Bogennut 29 - wie eine Sichel beim Schneiden -
Staub erfaßt und schaufelförmig radial von außen nach innen
zu den Staubabsauglöchern 28 führt, wo sie im wesentlichen
senkrecht zur Werkstückoberfläche abtransportiert werden und
den Schleifvorgang nicht mehr beeinträchtigen können.
Die Spitze der Bogennut 29 wird durch ein kreisrundes Sack
loch 27 gebildet, das als Staubeinsaugöffnung dient und den
eingesaugten Staub über die Bogennut 29 zu den Staubabsaug
löchern 28 führt. Durch die dreifache Anordnung spiralförmig
zum Zentrum verlaufender Bogennuten 29 wird Schleifstaub
über einen sehr weiten radialen Bereich des Schleiftellers
20 erfaßt und spiralförmig zu dessen Zentrum - wie durch
Luftleitschaufeln - befördert. Dadurch ist besonders im zen
tralen Bereich des Schleiftellers 20, wo die Umfangsge
schwindigkeit des Schleiftellers 20 am geringsten ist, ver
bessert wirksam.
Dadurch wird dem besonders beim Schleifen von Farben und
Lacken auftretenden Nachteil entgegengewirkt, daß sich das
Schleifblatt 40 in der Mitte zusetzt bzw. daß dort dessen
Oberfläche verschmiert. Der damit verbundene weitere Nach
teil, daß die Schleifwirkung nachläßt und die bearbeitete
Oberfläche leidet, ist damit ebenfalls beseitigt.
Bei bisher bekannten runden oder eckigen Schleifblättern be
finden sich die Absauglöcher auf nur einem einzigen Loch
kreisdurchmesser.
Fig. 10 zeigt die Draufsicht eines Schleifblatts 40 mit drei
unterschiedlichen Lochkreisen 46a, b, c,auf denen jeweils um
120° versetzt ein kreisrundes Durchgangsloch 44 angeordnet
ist. Dabei stimmen die Lochkreise 46 mit denen des Schleif
tellers 200 gemäß Fig. 9 überein.
Die Staubabsauglöcher 44 auf dem zweiten Lochkreisdurchmes
ser 46b sind gegenüber den Absauglöchern 44 des Lochkreises
46a um 60° versetzt, so daß sie genau auf Lücke zu diesen
Abauglöchern stehen. Die Absauglöcher 44 des äußersten Loch
kreises 44c liegen jeweils auf einem gemeinsamen Radius mit
den Absauglöchern 44 des inneren Lochkreises 46a.
Beim Montieren des Schleifblattes 40 auf dem Schleifteller
200 müssen nur die drei Absauglöcher des äußersten Lochkrei
ses 46c gegenüber den Absauglöchern 27 des Schleifteller 200
zur Deckung gebracht werden, damit die übrigen Absauglöcher
des Schleifblattes gegenüber den Staubabsauglöchern 28 bzw.
der Bogennut 29 korrekt mitausgerichtet sind.
Fig. 11 zeigt eine Draufsicht der Sohle 25 eines gegenüber
dem Schleifteller von Fig. 9 umgekehrt drehbaren Schleiftel
lers 220, dessen Bogennuten 291 in umgekehrter Richtung ge
krümmt bzw. ausgerichtet sind wie gemäß Fig. 9, damit der
Schaufeleffekt im Staubabtransport entsprechend der Dreh
richtung wirksam werden kann. Die Anbindung der Bogennuten
291 an die Staubabsauglöcher 28, 27 wirkt auf die gleiche
Weise von radial außen nach innen wie in Fig. 9, so daß auch
die Schleifblätter 40 gemäß Fig. 10 optimal auf den Schleif
teller 220 passen.
Fig. 12 zeigt einen Axialschnitt des Schleiftellers 220, bei
dem die langlochartige Ausgestaltung der Staubabsauglöcher
28 deutlich wird.
Fig. 13 zeigt eine Draufsicht des Schleiftellers 220. Dieser
ist im Prinzip identisch mit dem Schleifteller 20 gemäß Fig.
5, nur daß keine Oberrippen vorhanden sind, sondern eine
oben glatte Stützplatte 22a gemäß Fig. 7 Verwendung findet.
Durch die sichelförmige bzw. spiralförmige Anordnung der Bo
gennuten 29, 291 kommt zu dem Staubabsaugeffekt durch den
Luftstrom noch ein mechanischer durch die Flanken der Bogen
nuten 29, die wie Schaufelräder wirken.
Die Anordnung langlochartiger Staubabsauglöcher bzw. von Bo
gennuten ist nicht nur auf runde drehende Schleifteller be
schränkt, sondern ist auch bei eckigen Schleiftellern z. B.
bei Schwingschleifern ohne drehende Bewegung des Schleiftel
lers von Vorteil.
Claims (10)
1. Handschleifmaschine (10), insbesondere Exzenterschleifer,
mit einem Schleifteller (20) zur Aufnahme eines Schleif
blatts (40) mit axialen Staubdurchgangslöchern (27, 28, 44),
dadurch gekennzeichnet,
daß die Staubdurchgangslöcher (28) des Schleiftellers (20)
als, insbesondere glatt, durchgehendes Langloch ausgestaltet
sind, das mindestens doppelt so lang ist wie sein kleinerer
Durchmesser.
2. Handschleifmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß sich jedes der Staubdurchgangslöcher (28) auf einer
Linie von der Mitte des Schleiftellers (20) radial nach au
ßen längs erstreckt.
3. Handschleifmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß sechs Staubdurchgangslöcher (28) auf einem
gemeinsamen Teilkreis gleichmäßig zueinander beabstandet an
geordnet sind.
4. Handschleifmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Staubdurchgangslöcher (28) so bemessen sind, daß
sie mit ihrem radial innenliegenden Bereich auf einem er
sten, für Schleifblätter (40) standardisierten (46a) und mit
ihrem radial außenliegenden Bereich auf einem zweiten, eben
falls standardisierten Teilkreis (46b) angeordnet sind.
5. Handschleifmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß die Staubdurchgangslöcher (28) den Schleifteller
(20) parallel zur Mittelachse bzw. normal zu dessen Sohle
(25) durchtreten.
6. Handschleifmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich
net, daß die langlochartigen Staubdurchgangslöcher (28) an
ihren Längsseiten von Rippen (38, 39) eingefaßt sind.
7. Handschleifmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich
net, daß die Staubdurchgangslöcher (28) von einer spiralför
mig gekrümmten in der Sohle (25) des Schleiftellers (20)
verlaufenden Bogennut (29) gekreuzt werden.
8. Handschleifmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich
net, daß je zwei auf den Teilkreisen (46a, b) benachbarte
Staubdurchgangslöcher (28) von der Bogennut (29) gekreuzt
werden, die an einem dritten Teilkreis (46c) endet.
9. Handschleifmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeich
net, daß die Bogennut (29) in einem weiteren Staubdurch
gangsloch (27) endet und daß dem Schleifteller (20, 200,
220) ein Schleifblatt (40) mit Löchern (44) zugeordnet ist,
die zu den Staubdurchgangslöchern (27, 28) kongruent sind.
10. Handschleifmaschine nach Anspruch 7 bis 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Bogennut (29) mit ihrer konkaven Seite
bzw. mit ihrem radial äußeren Ende in Drehrichtung des
Schleiftellers (20, 200, 220) weist.
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| DE19945060B4 DE19945060B4 (de) | 2010-12-02 |
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Family Applications (1)
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