DE19945679C1 - Wärmekraftmaschine - Google Patents
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Abstract
Wärmekraftmaschinen leisten Arbeit, wobei Wärmeenergie in mechanische Energie umgewandelt wird. DOLLAR A Die Wärmekraftmaschine, bei der im Zyklus Luft oder Heliumgas 8, als Arbeitsgas, erhitzt und abgekühlt wird, erreicht einen guten motorischen Wirkungsgrad, dadurch, daß in einem feststehenden Zylinder (1) mindestens drei Kolben (2, 3 u. 4) gasdicht und drehbar untergebracht sind. Das Arbeitsgas (8) wird während der Rotation vom Arbeitskolben (4) und vom Rand des Zylinderkopfes abgekühlt, danach in die Mitte des Zylinderkopfes zur Erhitzung transportiert und umgekehrt. Der Förderkolben (3) fördert abwechselnd kaltes und warmes Arbeitsgas und wird dabei automatisch zum Wärmetauscher. Die Erhitzung des Arbeitsgases erfolgt durch Vorbeistreichen an einem heißen Behälter (7). Die Abkühlung des Arbeitsgases erfolgt durch Vorbeistreichen an einem Behälter (6), der von kaltem Wasser oder von kalter Luft gekühlt wird. Gasdrücke infolge der Gaserhitzung bzw. -abkühlung werden über Rollen (17) auf Schienenkränze (16) geleitet und dort in Rotationsenergie umgewandelt.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Motor bzw. ein Antriebs
mittel.
Bei Wärmekraftmaschinen wird Wärmeenergie in mechanische Energie
umgewandelt.
Die Betriebsmittel für Wärmekraftmaschinen sind verschieden. Die
Wärmekraftmaschinen, welche Treibstoff verbrauchen, sind allge
mein bekannt, z. B. als Benzin- und Dieselmotoren.
Die Wärmekraftmaschinen, welche Brennstoff verbrauchen, sind die
Dampfmaschinen und Dampfturbinen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Wärmekraftmaschi
ne, dessen Betriebsmittel eine Wärmequelle ist, wie z. B. heiße
Flüssigkeit oder heiße Luft, wobei auf jeden Fall ein Thermo
gefälle zu Kühlwasser oder Kühlluft gegeben sein muß.
Bei dieser Art von Wärmekraftmaschinen wird Luft oder Arbeits
gas, wie Helium, im Zyklus erhitzt und abgekühlt in einem Zylin
der. Bei der Erhitzung des Arbeitsgases werden Überdruckkräfte,
und bei der Abkühlung des Arbeitsgases werden Unterdruckkräfte,
in mechanische Energie umgewandelt.
Eine solche Wärmekraftmaschine ist aus Deutschem Patent
Nr. 19854839 bekannt.
Der Vorteil dieser bekannten Wätmekraftmaschine ist der, daß
mit nur zwei Kolben in einem Zylinder und mit wenigen Kolben
stellungen (Takte) eine motorische Wirkung erzielt wird.
Diese Wärmekraftmaschine weist auch Nachteile auf mit der der
zeitigen Konstruktion. So erfolgt bei diesen Wärmekraftmaschi
nen die Erhitzung an einem Zylinderkopf und die Abkühlung an
einem anderen Zylinderkopf. Das Arbeitsgas wird hierfür stetig
unter Druckaufwand, und somit unter erheblichem Energieaufwand
befördert. Ferner entsteht durch das vorhandene Arbeitsgas-
Volumen, das zwischen den beiden Zylinderköpfen ist, und dabei
nicht voll erhitzt und nicht voll abgekühlt wird, eine Schmä
lerung des motorischen Wirkungsgrades.
Gegenstand der Erfindung ist, daß das gesamte Arbeitsgas, das
zwischen dem Zylinderkopf und allen Kolben liegt, erhitzt bzw.
abgekühlt wird. Ferner, daß das Arbeitsgas ohne besonderen
Energieaufwand zur Erhitzung und zur Abkühlung befördert wird,
und dadurch einen hohen motorischen Wirkungsgrad erreicht.
Erfindungsgemäß wird der hohe Wirkungsgrad bei diesen Wärme
kraftmaschinen dadurch erreicht, daß in einem feststehenden
Zylinder mindestens drei Kolben drehbar untergebracht sind,
welche während der Rotation noch Hubbewegungen ausführen und
hierbei das Arbeitsgas vom Zylinderkopfrand zur Zylinderkopf
mitte, und umgekehrt, befördern.
Das Arbeitsgas wird am Rand des oberen Zylinderkopfes abge
kühlt und am selben Zylinderkopf, im Mittelpunktbereich, auch
erhitzt. Die Kolben in der Zylinder-Mitte und -Rand sind Ar
beitskolben. Der zwischenliegende Kolben ist ein Wärmetauscher.
Die Abkühlung des Arbeitsgases erfolgt durch den Einbau eines
Flüssigkeitsbehälters am Rand des Zylinderkopfes, der stetig
mit kaltem Wasser bestückt wird, während die Kraftmaschine in
Betrieb ist. Das Wasser ist auch von Luft oder Fahrtwind zu
kühlen.
Die Erhitzung des Arbeitsgases erfolgt durch den Einbau eines
Flüssigkeitsbehälters im Mittelpunktbereich des Zylinderkopfes.
In diesem Bereich wird der Zylinderkopf halsartig ausgebildet,
weil sich die kühleren Gasmoleküle am Halsmantel am besten er
hitzen und danach in Richtung Drehachse strömen. Flüssigkeiten
zur Gaserhitzung sind z. B. heißes Kühlwasser von Verbrennungsmo
toren oder heißes Wasser von Sonnenkollektoren. Eine solche Flüs
sigkeit ist auch von heißer Luft, Gas oder Abgas zu erhitzen.
Eine Vorerhitzung des Arbeitsgases erfolgt durch den Einbau des
Kolbens zwischen den Arbeitskolben. Dieser Kolben fördert ab
wechselnd kaltes und warmes Arbeitsgas, wodurch dieser Kolben
und der darüberliegende Teil des Zylinderkopfes zum Wärmetau
scher wird.
Die Vorerhitzung trägt besonders zum hohen motorischen Wirkungs
grad bei.
Die bei der Erhitzung des Arbeitsgases entstehenden Überdruck
kräfte und die bei der Abkühlung des Arbeitsgases entstehenden
Unterdruckkräfte werden zunächst von den Kolben aufgenommen und
von Rollen, die an den Kolben befestigt sind, an Schienenkränze
weitergeleitet. Die Schienenkränze, welche auf Ständer stehen,
weisen schiefe Ebenen auf. An den schiefen Ebenen werden die Hub
bewegungen der Kolben gesteuert und gleichzeitig wird die Energie
der Hubbewegungen in Rotationsenergie umgewandelt. Die mechani
sche Energie wird durch ein gekoppelten elektrischen Generator
in elektrische Energie umgewandelt.
Der Strom von der gewonnenen elektrischen Energie läßt sich in
Akkumalatoren speichern oder gleich als motorischer Antrieb von
Land- und Wasserfahrzeugen verwerten. In Haushalten kann der ge
wonnene Strom auch für den Heizungszweck verwendet werden.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Beispieles und mit
Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert, wobei
Abb. 1 einen Schnitt durch die erfindungsgemäße Wärme
kraftmaschine zeigt.
Abb. 2 zeigt im Schnitt schematisch sechs Stellungen (Takte)
mit Kolben 2, 3 und 4 im Zylinder 1, bei einer Drehung der Kolben
von 360 Grad.
Abb. 3 zeigt im Detail die Dichtungsart vom Kolbenmantel 4
zum feststehenden Zylinder 1.
Abb. 4 zeigt die kreisrunde Wärmekraftmaschine in perspek
tivischer Darstellung.
In Abb. 1 sind drei drehbare und kreisrunde Kolben 2, 3 u. 4,
die in einem fest angebrachten Zylinder 1 untergebracht sind,
dargestellt. Die Drehachswelle 12 ist durch die Keilwelle 13
drehbar mit dem Kolben 2 verbunden. Alle Kolben untereinander
sind ebenfalls durch eine Keilwellenvorrichtung verbunden. Die
Achswelle 12 ist gasdicht und drehbar mit dem Zylinderboden ver
bunden. Das Arbeitsgas 8 und das übrige Gas 9, das sich in dem
Hubraum vom Kolben 4 und dem übrigen Raum befindet, wird durch
ein Ventil 22 kurzfristig (ca 10 Grad Kolben-Drehung) auf glei
chen Druck gebracht. Die Gaskühlung erfolgt am ringförmigen Be
hälter 6, im Zylinderkopfbereich K (kalt). Dieser ist über dem
Arbeitskolben 4, bzw. am Zylinderrand, in den Zylinderkopf ein
gearbeitet. Die Gaserhitzung erfolgt am ringförmigen Behälter 7,
am Mantel des Zylinderhalses, bzw. im Zylinderkopfbereich W
(warm). Die Gasvorerhitzung erfolgt mit dem Förderkolben 3 und
dessen Zylinderkopfteil. Die Kraftübertragung von Überdruck- und
Unterdruckkräften erfolgt über die Rollen 17 zu den Schienen
kränzen 16, die an den Ständern 15 befestigt sind; zur Energie
umformung in Rotationsenergie.
Die Dichtung der Kolbenmäntel untereinander erfolgt durch den
Einbau von Kolbenringen 21, und zusätzlich von Filzmänteln
die auf einen der zu dichtenden Kolbenmantel geklebt wird.
Die Dichtung des äußeren Kolbenmantels 4 zum Zylindermantel 1
erfolgt durch ein zusätzliches Mantelstück 5 mit Verzahnung.
Die Schmierung der Laufteile erfolgt über das eingebrachte Öl
10, das zum Teil in Ölwannen 11 untergebracht ist, und zum Teil
von der rotierenden Ölpumpe 14 an die erforderlichen Stellen be
befördert wird. Das Ventil 22 ist nur bei der Grundstellung
kurzfristig geöffnet. Diese ist dann gegeben, wenn das kalte Ar
beitsgas sich im Hubraum vom Kolben 4 befindet. Die Wärmekraft
maschine ist mit einem Anlasser 18 ausgestattet, um den Genera
tor 19, sowie die Kolben 2, 3 u. 4 in Drehung zu versetzen, bis
die Kolben im Schwung sind.
Aus Abb. 2 sind sechs Kolbenstellungen (Takte) ersicht
lich, die sich bei Drehung der Achswelle 12, von 360 Grad, er
geben. Im Kolben 2 bedeutet die a gleich die Hubhöhe des Ar
beitsgases im Kaltzustand, und b gleich die zusätzliche Hub
höhe im Warmzustand. Die Hubfläche von Kolben 3 und 4 ist dop
pelt so groß, als die von Kolben 2, dargestellt, daher das
Maß a/2. Mit der Wärmeisolierung 20 werden Wärmeverluste ver
hindert.
Claims (4)
1. Wärmekraftmaschine, bei der leichtes Arbeitsgas (8) im
Zyklus erhitzt und abgekühlt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß in einem feststehenden Zylinder (1) mindestens drei
Kolben (2, 3 u. 4) drehbar untergebracht sind, die während
ihrer Rotation noch Hubbewegungen ausführen und dabei das
Arbeitsgas (11) vom Rand des Zylinderkopfes zum Mittel
punkt dieses Zylinderkopfes, und umgekehrt, befördern.
2. Wärmekraftmaschinen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß im oberen Zylinderkopf des Zylinders (1) mehrere
ringförmige Behälter (6 u. 7) gasdicht eingearbeitet sind,
wobei der Zylinderkopf im Mittelbereich halsartig ausgebil
det ist, in dessen Bereich (W) der Behälter (7), für die
Gaserhitzung, eingearbeitet ist.
3. Wärmekraftmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich
net, daß Rollen (17) an den Kolbenmäntel angebracht sind,
und auf den Schienenkränzen (16), die auf Ständern (15)
montiert sind, rollen, und dabei die Hubenergie der Kolben
an die Schienenkränze (16) leiten, wo diese in Rotations
energie umgewandelt werden.
4. Wärmekraftmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich
net, daß ein zusätzlicher Kolbenmantelteil (5) mit Verzah
nung eingebaut ist, der eine gasdichte Verbindung zwischen
dem rotierenden Kolbenmantel (4) zum feststehenden Zylin
dermantel (1) herstellt, wobei der Zylindermantel die
Gegenverzahnung aufweist.
Priority Applications (1)
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE102006018183A1 (de) * | 2006-04-19 | 2007-10-25 | Gangolf Jobb | Drehkolbenmaschine |
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| AT520778A1 (de) * | 2017-12-20 | 2019-07-15 | Spiesberger Alfred | Kolbenmaschine |
Citations (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE19854839C1 (de) * | 1998-11-27 | 2000-01-27 | Albert Koch | Wärmekraftmaschine |
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1999
- 1999-09-24 DE DE1999145679 patent/DE19945679C1/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE19854839C1 (de) * | 1998-11-27 | 2000-01-27 | Albert Koch | Wärmekraftmaschine |
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| AT520778A1 (de) * | 2017-12-20 | 2019-07-15 | Spiesberger Alfred | Kolbenmaschine |
| AT520778B1 (de) * | 2017-12-20 | 2020-01-15 | Spiesberger Alfred | Kolbenmaschine |
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Legal Events
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