DE19944632A1 - Verfahren zur globalen autonomen Präzisions-Eigenortung mittels des lokalen Lotvektors - Google Patents
Verfahren zur globalen autonomen Präzisions-Eigenortung mittels des lokalen LotvektorsInfo
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Abstract
Ein besonders einfaches Verfahren zur globalen autonomen Präzisions-Ortung mit Fehlern im Meter- und Submeterbereich mit den Koordinaten geographische Breite und Länge ohne Driftfehler allein mittels des lokalen Lotvektors und genauer Zeitmessungen ist bisher nicht bekannt. Der Abhilfe dieses Mangels sollen das vorgeschlagene Verfahren und die beispielhaft angegebenen Einrichtungen zu seiner Umsetzung dienen. DOLLAR A Die benötigten erdebezogenen Koordinaten Breite und Länge werden in ein raumfestes Inertialsystem transformiert, dessen Bezüge die Äquatorebene für die Breite und der Nullmeridian für die Länge bilden. Damit wird jeder beliebige lokale Lotvektor einer unbekannten Position eine zeitabhängige Größe. Zusätzlich wird ein beliebiger, aber bekannter Bezugszeitpunkt t¶0¶ gewählt, bei dem der Nullmeridian mit einem inertialen Bezug zusammenfällt, z. B. Orts-Mittag in Greenwhich am Frühlingspunkt. Zur Bestimmung von Breite und Länge zum Zeitpunkt t¶x¶ - zu dem der Nullmeridian sich inertial um die Länge theta¶0¶ = omega¶e¶(t¶x¶ - t¶0¶) weiter gedreht hat - wird eine zum Ortsmeridian des unbekannten Punktes P parallele rotierende Winkelscheibe mit der Periode omega¶m¶T¶m¶ = 2pi oder ein mikroelektronisches Analogon dazu auf den Fußpunkt des lokalen Lots dieses Punktes P mit einem besonderen Eichverfahren phasensynchronisiert. Die Phase dieser Schwingung, bezogen auf den breitenunabhängigen Bezugszeitpunkt t¶x¶, entspricht der geographischen Breite. In gleicher Weise wird die ...
Description
Zur Navigation ist die Ortbestimmung seit altersher unabdingbar. Klassische Verfahren nutzen den
Sextanten und den Chronometer zur Bestimmung von geographischer Breite und Länge in Verbindung
mit auf Kompaßnord bezogenen Kursen. Die neuesten Verfahren zur genauen Ortsbestimmung stützen
sich auf Satelliten und die Messung von Laufzeitdifferenzen kodierter Funksignale, die von ihnen
gesendet werden.
Zur Bestimmung der geographischen Breite eines beliebigen Ortes auf der Erde gibt es unterschiedliche
Verfahren. Eines davon wurde bereits von Eötvös vorgeschlagen (R. Eötvös: Experimenteller Nachweis
der Schwereänderung, die ein auf normal geformter Erdoberfläche in östlicher und westlicher Richtung
bewegter Körper durch diese Bewegung erleidet; Annalen der Physik, (4) 59, 1919, 743-752).
Zweckmäßiger sind jedoch moderne optische Drehratensensoren (S. Ezekiel, H. J. Arditty: Fiber-Optic
Rotation Sensors, Tutorial Review, 1982, S. 2-8), mit denen sich sowohl die Nordrichtung als auch die
geographische Breite bestimmen lassen. Allerdings unterliegen auch diese Sensoren Driften, die zu
vergleichsweise großen Meßfehlern führen.
Die Ortung mittels Satelliten ist inzwischen sowohl militärisch als auch zivil weit verbreitet und ihr
Einsatz nimmt ständig zu (V. Zerbe, H. Keller, R. Blume: Systeme für die Satellitennavigation; ntz, 71997,
S. 66-67). Wegen des großen Aufwandes für Installation und Betrieb eines Satellitennetzes
gehören die vorhandenen Netze militärischen Dienststellen. Zivile Nutzer werden toleriert, erhalten aber
keine Betriebsgarantie. Daher werden auch zivile Satellitennetze geplant. Bei diesen muß man jedoch
davon ausgehen, daß ihre Nutzung nicht mehr kostenlos zugelassen wird. Deshalb ist es sinnvoll, nach
Alternativen zur genauen globalen Eigenortung zu suchen, die keine Satelliten oder sonstigen
Infrastrukturen benötigen.
Zwar gibt es seit etlichen Jahrzehnten leistungsfähige Verfahren zur Trägheitsnavigation. Diese weisen
jedoch infolge von Kreiseldriften Fehler auf, deren Größe mit der Dauer eines Einsatzes zunimmt.
Durch Stützung der Plattformen mit genauen Ortungswerten anderer Systeme wie etwa GPS ist
es möglich, Driftfehler zu kompensieren. Aber für den Regeleinsatz solcher Methoden etwa in der
zivilen Luftfahrt reicht die Integrität der Satellitenverfahren bisher nicht aus. Zusätzlich werden damit
auch die Kosten z. B. für die Luftfahrtgesellschaften gesteigert.
Daher ist ein Verfahren zur autonomen Präzisionsortung, das genügend genau und kostengünstig ist
sowie eine ausreichend hohe Integrität aufweist, d. h. nicht von zentralen Infrastrukturen mit
unüberschaubarer Verfügbarkeit abhängt, dringend erforderlich, jedoch bisher nicht verfügbar.
Insbesondere ist bisher kein autonomes Ortungsverfahren bekannt, das sich ausschließlich auf die
Verwendung lediglich eines Lotsensors in Verbindung mit hochgenauen Zeitmessungen stützt.
Dieses Problem wird durch das im Patentanspruch 1 angegebene Verfahren mit den dort aufgeführten
Merkmalen gelöst. Insbesondere werden die lokale Nachbildung der Tagesdrehung der Erde mit einem
Modell und die inertiale Phasenänderung des lokalen Lotvektors mit der Zeit so verwertet, daß sich
kontinuierlich die Koordinaten des momentanen Standortes P in den Werten geographische Länge und
Breite driftfrei allein mittels Zeitmessungen bestimmen lassen.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile liegen in der Autonomie der Standortbestimmung, ihrer
hohen Genauigkeit und ihrer herausragenden Integrität, bei gleichzeitiger Aufwandsenkung. Die
Erfindung kann vorteilhaft ausgestaltet werden, wie es in den Patentansprüchen 2-28 angegeben ist.
Grundlagen und Ausführungsbeispiele sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden
näher beschrieben.
Es zeigen
Bild 1 Ortungsprinzip
Bild 2 Ortungsprinzip für Länge und Breite
Bild 3 Zeitrelationen
Bild 4 Zeit-Phasen-Relationen
Bild 5 Methode der Zeitraffung
Bild 6 Eichverfahren
Bild 7 Fehlerkorrektur für Lot- und Nordvektor
Bild 8 Ortung mittels raumfest rotierender Winkelscheiben
Bild 9 Methoden der technischen Realisierung
Bild 10 Realisierung in Festkörpertechnik
Bild 11 Beispiel für ein Blockschaltbild zur Verfahrensrealisierung
Bild 12 Beispiel für die Ortung mittels Computer
Bild 1 zeigt das Prinzip des erfindungsgemäßen Verfahrens. Die Tagesdrehung der Erde 1 wird durch ein
Modell 2 der Erde mit dem Abtaster S am unbekannten Ort P zeitgerafft mit dem Faktor n so
nachgebildet, daß gelten die Beziehungen ωeTe = ωmTm, ωety = ωmtv und ϑ = ωm(tx - tu) = ωmtw.
Darin sind P0 der Schnittpunkt des Nullmeridians mit dem Äquator und
ωe: Winkelgeschwindigkeit der Tagesdrehung der Erde
ωm: Winkelgeschwindigkeit der Drehung der lokalen Modellerde
Te: Dauer eine vollen Tagesumdrehung der Erde
Tm: Dauer einer vollen Umdrehung der Modellerde
t0: Zeitpunkt der Deckung des Nullmeridians mit einer inertialen (raumfesten) Ebene
tx: Beliebiger Meßzeitpunkt für Nullmeridian innerhalb eines Tagesumlaufs der Erde
ty: Zeitdifferenz zwischen den Zeitpunkten tx und t0
tz: Ortszeitdifferenz zwischen den Punkten P0 und P
tu: Bezugszeitpunkt für die Modelldrehung (Koinzidenz von Abtaster und Nullmarke)
tv: Zeitdifferenz zwischen Bezugszeitpunkt und Zeitpunkt t00, der markiert wird durch Deckung des Bezugswinkels mit einer beliebigen raumfesten Ebene
tw: Zeitdifferenz zwischen Bezugszeitpunkt tx und örtlichem Abtastimpuls tu, der von einer Bezugsmarke der Scheibe ausgelöst wird, wenn sie den Abtaster passiert
ωe: Winkelgeschwindigkeit der Tagesdrehung der Erde
ωm: Winkelgeschwindigkeit der Drehung der lokalen Modellerde
Te: Dauer eine vollen Tagesumdrehung der Erde
Tm: Dauer einer vollen Umdrehung der Modellerde
t0: Zeitpunkt der Deckung des Nullmeridians mit einer inertialen (raumfesten) Ebene
tx: Beliebiger Meßzeitpunkt für Nullmeridian innerhalb eines Tagesumlaufs der Erde
ty: Zeitdifferenz zwischen den Zeitpunkten tx und t0
tz: Ortszeitdifferenz zwischen den Punkten P0 und P
tu: Bezugszeitpunkt für die Modelldrehung (Koinzidenz von Abtaster und Nullmarke)
tv: Zeitdifferenz zwischen Bezugszeitpunkt und Zeitpunkt t00, der markiert wird durch Deckung des Bezugswinkels mit einer beliebigen raumfesten Ebene
tw: Zeitdifferenz zwischen Bezugszeitpunkt tx und örtlichem Abtastimpuls tu, der von einer Bezugsmarke der Scheibe ausgelöst wird, wenn sie den Abtaster passiert
Die Ortung basiert auf dem Grundgedanken, daß das auf den lokalen Abtaster, der dem Nordvektor für die
Messung der Länge und dem Lotvektor für die Messung der Breite entsprechen muß, phasen
synchronisierte und geeichte Drehmodell der Erde gegenüber dem jeweiligen Bezugszeitpunkt tx, der dem
Nullmeridian entspricht, die Länge ϑ bzw. die Breite ϕ eines beliebigen Punktes P liefert. Voraussetzung
dafür ist, die Drehbewegung der Erde ϑ phasentreu, aber zeitgerafft in einem gemeinsamen Winkelraum
abzubilden und die Bestimmung der Koordinaten des Punktes P ausschließlich durch Zeitmessungen
zu ermöglichen, die technisch von allen bekannten Meßverfahren am genauesten möglich sind.
Bild 2 zeigt das Ortungsprinzip zur Bestimmung sowohl der Länge als auch der Breite. Gezeigt ist für die
Bestimmung der Länge ein Schnitt durch die Erde in der Äquatorialebene. In der Mitte dieses Schnittes
befindet sich die Drehachse. Die Erde dreht sich mit der Winkelgeschwindigkeit ωe. Bezogen auf einen
beliebig wählbaren Bezugszeitpunkt t0 hat der Schnittpunkt P0 des Nullmeridians der Erde mit ihrer
Äquatorialebene zum Zeitpunkt tx, der zwischen 0°° und 24°° liegen kann, die skizzierte Stellung mit dem
Winkel ϑ0 = ωe(tx - t0). Der Schnittpunkt des Meridians des Punktes P - dessen Länge noch unbekannt ist -
mit der Äquatorialebene hat bezogen auf den Nullmeridian zum Zeitpunkt tx die noch unbekannte Länge ϑ.
Zur Bestimmung der unbekannten Länge kann lokal eine sich mit der Winkelgeschwindigkkeit ωm
drehende Winkelscheibe mit einer Periode von Tm vorgesehen werden, die mit auf dem Umfang
gleichmäßig verteilten Winkelmarken versehen ist, eine davon als Nullmarke hervorgehoben. Passiert
diese Winkelmarke einen nach dem lokalen Nord ausgerichteten Abtaster zum Zeitpunkt tu, dann wird ein
Impuls geliefert. Die zeitliche Lage dieses Impulses ist in einem Inertialsystem gegenüber einem
Bezugsimpuls, der nicht längenabhängig ist, längenabhängig, d. h. sie ändert sich mit der geographischen
Länge des Punktes P gegenüber P0. Hat man nun lokal einen längenunabhängigen Bezugsimpuls, dann
bestimmt die Zeitdifferenz zwischen Nord- und Bezugsimpuls in Verbindung mit der Winkel
geschwindigkeit ωm die örtliche Länge ϑ = ωm(tx - tu) = ωmtw. Diese Länge ist gleich der Länge, die
man erhalten würde, wenn man den Punkt P inertial festhalten und warten könnte, bis der Nullmeridian mit
der Winkelgeschwindigkeit ωe nach der Zeit tz den Meridian des Punktes P erreichen würde. Daher gilt
die Beziehung ωetz = ωmtw.
Die Breite des Punktes P wird nach der gleichen Methode bestimmt wie die Länge, nämlich durch
ausschließliche Messung von Zeitdifferenzen. Dazu kann ein Modell der Erde, z. B. eine vertikale
Winkelscheibe, verwendet werden, die sich um eine Achse orthogonal zur Achse der Längenwinkelscheibe
dreht. Die Zeitdifferenz zwischen einem ortsunabhängigen Bezugsimpuls tα und dem durch Koinzidenz
der Nullmarke der synchronisierten Winkelscheibe und lokalem Lot ausgelöstem Meßimpuls tβ liefert die
lokale Breite ωm(tα - tβ) = ωmtγ. Es ist zweckmäßig, die Bezugsimpulse für Länge und Breite
zusammenzufassen und einen für beide Koordinaten gemeinsamen Bezugsimpuls tx zu verwenden, der
auf den bewegten Raumpunkt P0 bezogen ist, der sich aus dem Schnitt von Nullmeridian und
Äquatorkreis ergibt.
Bei der Breitenmessung zeigt sich die Begrenzung der Analogie zwischen wirklicher Erde und Modell.
Denn die wirkliche Erde dreht sich ja nicht um eine Achse, die orthogonal zu ihrer wirklichen Drehachse
liegt. Bedenkt man allerdings den Neigungswinkel der Erddrehachse gegenüber der Bahnebene und
bezieht man die inertiale Betrachtung der Erde darauf, dann kann man einen vom Drehwinkel der Erde
abhängigen Abstand eines beliebigen Breitenpunktes von der Bahnebene konstatieren.
Die oben beschriebenen Zeitrelationen sind für die Längenbestimmung in Bild 3 skizziert. Die Impulse
der Gruppe A sind die längenunabhängigen Bezugsimpulse, während die Impulse der Gruppe B die
jeweiligen Nordimpulse sind, also die Impulse, die sich ergeben, wenn die Nullmarke der rotierenden
horizontalen Winkelscheibe periodisch den nach Nord ausgerichteten Abtaster passiert. Die Periode einer
Umdrehung der Winkelscheibe ist um den Faktor n kürzer als die Periode einer Umdrehung der Erde. Läßt
man die Winkelscheibe z. B. mit 10 Hz rotieren, dann ergibt sich n = 864000. Mit 11,574 Hz ergäbe sich
n = 106.
In Bild 3 ist im übrigen angenommen, daß die Zeitinkremente txi - txj, nach denen jeweils eine neue
Messung durchgeführt wird, gleich sind der Periode Tm. Sie könnten aber auch beliebige ganzzahlige
Vielfache davon betragen. Bei einer mit 10 Hz rotierenden Winkelscheibe könnte zehn mal pro Sekunde
eine neue Ortung durchgeführt werden. Der Zusammenhang zwischen Drehzahl der Winkelscheiben und
gewünschter Winkelauflösung der Ortung wird später behandelt.
In Bild 4 sind die Zeit-Phasen-Beziehungen des erfindungsgemäßen Ortungsverfahrens verdeutlicht für
einen bestimmten Zeitpunkt tx. Der notwendige Zeitbedarf Tm für die eigentliche Ortung ist in diesen Bild
vernachlässigt. Das Bild zeigt die gegenüber einem beliebig gewählten Zeitpunkt t0 sich ändernden Längen
der Punkte P0 (Nullmeridian), P1 und P2. Das Bild verdeutlicht, daß sich zu einem gemeinsamen
Zeitpunkt tx die Längen aller Punkte durch eine längenspezifische Phase unterscheiden, die es bei einer
Ortung zu messen gilt. Für jeden Punkt auf der Erde gilt die Längenfunktion f(tp) = sin(ωet + ΦP). Jedes
unbewegliche Obkjekt hat bezogen auf den Nullmeridian zeitunabhängig seine individuelle Länge, d. h.
seine Phase ΦP. Ein bewegliches Objekt ändert dagegen ständig seine Phase (Länge) bezogen auf den
Nullmeridian, sofern es sich nicht längs eines Meridians bewegt. Auch seine Winkelgeschwindigkeit ωi
stimmt nicht mit derjenigen der Erde ωe überein.
Wesentlich für die schnelle Meßbarkeit der Länge ϑ eines Punktes P über eine sehr kurze Zeit tw ist wie
schon erwähnt die phasentreue Zeitraffung der Drehung der Erde um einen großen Faktor n. In Bild 5 ist
das Prinzip verdeutlicht. Während sich der Nullmeridian der Erde mit der Winkelgeschwindigkeit ωe
bewegt und bezogen auf t0 zum Zeitpunkt tx die Phase ϑ0 = ωety aufweist, erreicht die mit nωe drehende
Winkelscheibe diesen Winkelwert schon nach der Zeit tw = ty/n.
Wie bereits angemerkt gibt es einen wichtigen Zusammenhang zwischen der gewünschten Winkelauflösung
und der Erneuerungsrate für die einzelnen Meßwerte. Aus technischen Gründen lassen sich
mikroelektronisch derzeit nur begrenzte Taktraten erzielen, z. B. 1 GHz. Sieht man auf dem Umfang einer
Winkelscheibe z. B. 106 Winkelmarken vor, dann hat man eine Winkelauflösung von 0,36 . 10-3 Grad.
Dreht sich die Winkelscheibe mit 10 Hz, dann erhält man eine Taktrate von 10 MHz. Bei der
angegebenen Winkelauflösung kommt man am Äquator auf eine Auflösung von rund 40 m. Will man
diese Auflösung um den Faktor 100 auf 0,4 m steigern, dann erhöht sich der resultierende Takt bereits auf
1 GHz, wenn sich die Scheibe mit 10 Hz dreht. Für feststehende Objekte ist eine Meßwerterneuerungsrate
von 10 Hz völlig ausreichend oder sogar zu hoch. Dagegen verändert ein mit Schallgeschwindigkeit
fliegendes Objekt seinen Ort in einer zehntel Sekunde bereits um 33 m. Die Auflösung des Ortes im
Submeterbereich eines mit Schallgeschwindigkeit und darüber bewegten Objektes ist daher mit den
heutigen technischen Mitteln aufwendig, aber nicht unmöglich. Die Mehrzahl der Anwendungen erfordert
jedoch keine unüblichen Technologien und Methoden. Außerdem sind sehr hohe Geschwindigkeiten und
sehr hohe Auflösungen generell funktionale Gegensätze.
Das hier vorgeschlagene Ortungsverfahren liefert nur genaue Werte, wenn das in Bild 6 verdeutlichte
Eichverfahren benutzt wird. Es besteht darin, daß die nach einem Hochlauf der Winkelscheibe beliebige
Zeitdifferenz zwischen Bezugsimpuls und Abtastimpuls, die dem Winkelwert ϑ + Φ entspricht - Φ ist ein
beliebiger Störwinkel - auf einen Referenzpunkt mit bekanntem Winkelwert eingestellt wird und die
Differenz - eben Φ - zwischen diesem Wert und dem tatsächlich gemessenen als ständiger Korrekturwert
benutzt wird. Die Einrichtung dazu besteht im Prinzip aus der Steuerung 1, dem programmierbaren Zähler
2, der mit den Bezugsimpulsen a und dem Takt b gespeist wird und eine Verzögerung zwischen 0 und Tm des
Bezugsimpulses ermöglicht, dem programmierbarn Zähler 3, der mit den Abtastimpulsen c und dem Takt b
gespeist wird und ebenfalls eine Verschiebung der Abtastimpulse zwischen 0 und Tm ermöglicht und
schließlich dem Zeitdifferenzmesser 4, der den jeweils gemessenen Wert der Steuerung 1 mitteilt, die
daraufhin entweder den Bezugsimpuls oder den Abtastimpuls um den notwendigen Wert verschiebt und so
die Eichung herbeiführt. Damit ist die Eichung der beiden Winkelscheiben vollzogen. Sie liefern jetzt exakte
Meßimpulse für beliebige Standorte Pi. Die Eichung kann an allen bekannten Punkten vorgenommen
werden.
Zur Erzielung höchster Genauigkeiten z. B. im Submeterbereich kann es erforderlich sein, das mit Fehlern
behaftete lokale Lot zu korrigieren. Dazu läßt das in Bild 7 skizzierte Verfahren einsetzen. Es macht davon
Gebrauch, daß die Verbindungslinie von zwei sich auf der Erde 2 gegenüberliegenden Punkten wesentlich
genauer das ideale Lot wiedergeben kann als ein durch örtliche Unregelmäßigkeiten der Massenver
teilungen in der Erde fehlerbehaftetes reales Lot 1. Ergibt sich zwischen dem realen Lot und dem
berechneten idealen Lot ein Winkelfehler δ, so kann man diesen (in einer Ebene) berücksichtigen.
Das Verfahren ist in vergleichbarer Weise auch auf die Korrektur des Nordabtasters anwendbar. Es kann
außerdem zur Bildung von Spuren eingesetzt werden, z. B. zur Bildung einer genauen lokalen Breitenspur,
zu der orthogonal der genaue Nordvektor liegt.
In Bild 8 ist eine Variante des erfindungsgemäßen Verfahren skizziert, bei der durch Kompensation des
Einflusses der Erddrehung auf die Modellerde die Länge als Winkeldifferenz zwischen Nordvektor und
Nullmarke der rotierenden Winkelscheibe bestimmt werden kann. Da die inertiale Winkelgeschwindigkeit
der Winkelscheibe 2 für feste Objekte gleich ist der Summe von ωe und ωm, kann man durch Entfernung
der bekannten Winkelgeschwindigkeit ωe aus dieser Summe den Einfluß der Erddrehung auf die
Winkelscheibe 2 eliminieren. Das hat zur Folge, daß die Periode Tm, d. h. die Zeit zwischen zwei
Abtastimpulsen ihren ursprünglichen Wert verändert, weil sich der Abtaster gegenüber der Winkelscheibe
bewegt. Dies ist das Prinzip des - physikalisch allerdings ganz anders funktionierenden - Faserkreisels oder
Ringlasers, wo Licht inertial kreist und die Drehung des Gehäuses mit der Erde gegenüber dem Licht als
Winkeländerung gemessen wird, aus der sich durch Integration der gesamte Drehwinkel in einem
bestimmten Zeitabschnitt ergibt. Die technische Auswertung ist unter Punkt b verdeutlicht. Die bekannte
Periode Tm wird von Funktionsblock 1 geliefert, während Funktionsblock 3 die geänderte Periode Tm'*
liefert. Der Funktionsblock 3 bildet die Differenz Δt dieser beiden Perioden und der Funktionsblock 4
integriert diese Zeitelemente. Multipliziert man dieses Integral mit ωe, dann erhält man die in diesem
Zeitabschnitt vom Abtaster zurückgelegte Längendifferenz. Hat man eine Winkelscheibe mit 106
Winkelmarken, dann beträgt die mögliche Auflösung rund 10-3 Grad. Auf mikroelektronischem Wege läßt
sie sich noch um weitere 2-3 Größenordnungen steigern. Die analog arbeitenden und von Umwelt und
Materialeinflüssen stark beeinflußten und driftbehafteten Ringlaser oder Faserkreisel können solche Werte
technisch nicht erreichen, ganz abgesehen von viel höheren Aufwand.
In Bild 9 sind einige Prinzipien der technischen Nutzung des hier vorgeschlagenen Verfahrens aufgeführt.
Ziel jeder Realisierung eines Sensors ist heute aus Funktions- und Kostengründen die Ausführung in
Digitaltechnik und Mikroelektronik. Die bisher erörterte mechanische Winkelscheibe dient lediglich
der Verdeutlichung des vorgeschlagenen Verfahrens. Auch die elektronischen Verfahren, bei denen das
Gehäuse erdebezogen feststeht und ein Signal umläuft - dazu gehören auch die erwähnten Ringlaser und
Faserkreisel - haben wegen ihrer hohen Kosten und ihrer Drift nur spezielle Einsatzchancen. Chancen
für den Masseneinsatz des hier beschriebenen Verfahrens haben dagegen nur mikro elektronische Lösungen,
von denen es etliche gibt. Zwei davon sind im nächsten Abschnitt erläutert
Bild 10 zeigt zwei einfache Beispiele für die Umsetzung des vorgestellten Verfahrens in digitaler
Festkörpertechnik. In Lösung a sind 5 der Taktgeber - je nach gewünschter Auflösung bis
1 GHz - 1 die Eichimpulse, 2 die Datenbank mit numerisch gespeicherten Winkelwerten zwischen 0 und
2π, 4 der Abtaster mit den Referenzwinkel, vorzugsweise null Grad, und 3 ein schneller Vergleicher, z. B.
eine UND-Schaltung, die bei Identität der beiden digitalen Signale aus Abtaster und den mit der Taktrate
aufeinanderfolgenden Tabellenwinkeln den Abtastimpuls 7 abgibt. Die mit der Taktrate ausgelesenen
Tabellenwinkel entsprechen bei entsprechender Auslegung der digitalen Mikroelektronik exakt denen einer
rotierenden Winkelscheibe. In Bild b ist eine etwas einfachere Variante von a skizziert. Der Speicher 2 für
die Winkelwerte ist ersetzt durch einen programmierbaren Binärzähler 6 - rund 20 Stellen für eine
Auflösung von 10-3 Grad - dessen jeweiliger Stand auf den Vergleicher 3 geschaltet ist. Mit Eichsignalen 1
lassen sich sowohl die Tabellenwinkel als auch der Binärzähler auf die jeweils korrekten Werte einstellen.
In Bild 11 ist ein Blockschaltbild zur allgemeinen Verfahrensrealisierung skizziert. Man benötigt immer
den Sensor mit Abtaster 1, den Taktgeber 4, das Bediengerät 3, das Steuer- und Meßgerät 2 (das auch alle
notwendigen zeitabhängigen Daten zur Erde enthält), die Bezugssignalaufbereitung 5 und die Anzeige 6.
Mit einem geeigneten Lotsensor 1 kann auch ein PC/Server für die Ortung eingesetzt werden, vor allem,
wenn es sich um nicht bewegte Ortungsobjekte handelt und daher Offline-Messungen möglich sind. Das
ist in Bild 12 skizziert. Der Funktionsblock 1 ist der Lotsensor, 2 ist der Computer, 3 das Display mit
Bedienteil und 4 der externe Präzisions-Taktgeber.
Das vorgeschlagene Verfahren bietet sich im übrigen auch zur Nachrüstung eingeführter Kreiselsysteme
an. So können Nord- und Lotkreisel für die vollständige Ortung nachgerüstet werden und auch
Plattformen zur Trägheitsnavigation eignen sich für die Nachrüstung, um ihre inhärente Drift kompensieren
zu können.
Claims (28)
1. Verfahren zur globalen Präzisions-Eigenortung mittels des lokalen Lotvektors,
dadurch gekennzeichnet, daß
die tägliche Drehbewegung der realen Erde mit der Winkelgeschwindigkeit ωe und der Winkelperiode 2π =
ωeTe sowie dem momentanen Drehwinkel ϑ0 = ωe(tx - t0) ihres Nullmeridians, bezogen auf eine beliebige
inertiale Meridianebene zum Zeitpunkt t0, nachgebildet wird am unbekannten Standort P durch eine
beliebig kleine Modellerde, die inertial betrachtbar ist und die sich um die lokale Lotachse stark
zeitgerafft dreht mit der Winkelgeschwindigkeit ωm = nωe und der Winkelperiode 2π = ωmTm und deren
Drehbewegung mittels eines Eichverfahrens, das einen Referenzpunkt PR mit bekannter geographischer
Länge benutzt, phasensynchronisiert ist auf den lokalen Nordvektor des Punktes P und daß die inertial
längen-abhängige Phase dieser Drehbewegung gegenüber einem entsprechend ausgewählten längen
unabhängigen Bezugszeitsignal der geographischen Länge des Punktes P entspricht wegen der Gleichheit
der zugehörigen Winkel ϑe = ωetz und ϑm = ωmtw, und daß eine wiederum inertial betrachtbare zweite
lokale Modellerde sich ebenfall mit ωm um eine Achse dreht, die senkrecht zur lokalen Meridianebene liegt
und auf das lokale Lot ebenfalls mittels eines Eichverfahrens, das einen Referenzpunkt PR mit bekannter
geographischer Breite benutzt, phasensynchronisiert wird und daß die inertial breiten-abhängige Phase
dieser Drehbewegung gegenüber einem entsprechend ausgewählten breiten-unabhängigen Bezugssignal tα
der geographischen Breite entspricht wegen der Gleichheit der zugehörigen Winkel ϕe = ωetη (fiktiv)
und ϕm = ωmtγ.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden Modellerden durch zwei zueinander orthogonale rotierende Kreisscheiben dargestellt werden,
von denen sich die eine innerhalb der lokalen Meridianebene und die sich andere innerhalb der lokalen
Horizontalebene dreht, und auf deren Umfang abtastbare Winkelmarken in gleichmäßigen Abständen der
gewünschten Größe, beispielsweise Bogensekunden, aufgebracht sind, von denen eine als Nullmarke
besonders hervorgehoben ist.
3. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Eichung der Winkelscheiben digital mittels eines Referenzpunktes PR mit bekannten Koordinaten
erfolgt, indem die gemessene Winkeldifferenz zwischen Bezugs- und Meßimpuls digital in an sich
bekannter Weise, z. B. mit programmierbaren Zählern, auf die richtige Winkeldifferenz eingestellt wird.
4. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
daß der Faktor n je nach gewünschter Winkelauflösung für feststehende und bewegliche Objekte bis 109
und mehr betragen kann.
5. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Phasensynchronisierung der horizontalen Längenwinkelscheibe so erfolgt, daß zwischen zwei
Koinzidenzinpulsen, die jeweils entstehen, wenn die hervorgehobene Nullmarke der Winkelscheibe auf den
Nordvektor-Abtaster trifft, exakt die Zeit Tm = Te/n vergeht und das Eichverfahren nach Anspruch 3
benutzt wird.
6. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 5
dadurch gekennzeichnet, daß
die Phasensynchronisierung der vertikalen Breitenwinkelscheibe so erfolgt, daß zwischen zwei
benachbarten Koinzidenzimpulsen, die jedesmal entstehen, wenn die hervorgehobene Nullmarke der
Winkelscheibe auf den Lotvektor-Abtaster trifft, exakt die Zeit Tm = Te/n vergeht und das Eichverfahren
nach Anspruch 3 benutzt wird.
7. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Abstand zwischen zwei benachbarten Bezugsimpulsen der Periodendauer Tm einer
Winkelscheibendrehung oder einem ganzzahligen Vielfachen davon gleich ist.
8. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
reale Erde und Modellerden im Winkelraum deckungsgleich gemacht werden durch Festlegung von
Winkelgeschwindigkeit und Periodendauer nach der Gleichung ωeTe = ωmTm = 2π.
9. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Präzision des Taktgebers der gewünschten Auflösung und dem gewünschten Fehlerbereich des
Ortungsverfahrens angepaßt wird.
10. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
als Zeitpunkt t0 derjenige gewählt wird, an dem Nullmeridian und Ortsmittag an einem Punkt der Tag- und
Nachtgleiche (Frühlings- oder Herbstpunkt) koinzidieren.
11. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Zeitpunkte txi und tα i gleich sind, die Bezugszeitpunkte für die Längen- und die Breiten
messungen daher identisch sind.
12. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß
als Zeitpunkt t0 die Koinzidenz von Nullmeridianebene und der Ebene gebildet wird, die
auf der Bahnebene senkrecht steht und innerhalb der die Erdachse liegt.
13. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß
die rotierenden Winkelscheiben unbeweglicher Objekte durch Kompensation der bekannten
Winkelgeschwindigkeit der Erde raumfest (inertial) betrieben werden.
14. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Winkelscheiben durch Schrittschaltmotoren angetrieben werden.
15. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Winkelmarken auf den Winkelscheiben Reflektoren sind, die mit Laserstrahlen
abgetastet werden.
16. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Winkelmarken der Winkelscheiben kodiert sind und damit bei der Abtastung die jeweilige
Winkelstellung jeder Scheibe in Bezug auf den radial wirkenden Abtaster angeben.
17. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Kodebits der kodierten Winkelmarken parallel angeordnet und abgetastet werden und
vorzugsweise so kodiert sind, daß sich beim Übergang von einem beliebigen Winkel zum Nachbarwinkel
nur ein Kodebit ändert (z. B. beim Gray-Kode)
18. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, daß
Lot- bzw. Nordkorrekturen durch rechnerische Verschiebung des Bezugszeitpunktes um Te/2 erzielt
werden und daß die beiden Geraden, welche den jeweiligen Abtaster mit dem gegenüber liegenden
Punkt der Winkelscheibe bzw. mit dem Referenzpunkt zum Zeitpunkt te + Te/2 verbinden,
bei Abweichung von der Parallelität dieser beiden Geraden als Fehlwinkel die Winkeldifferenz δ liefern,
die als Korrekturwinkel für das aktuelle Lot bzw. Nord rechnerisch berücksichtigt wird.
19. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, daß
zur Lotkorrektur eine zweite Winkelscheibe verwendet wird, deren Drehachse orthogonal zur
Drehachse der ersten vertikalen Winkelscheibe liegt, so daß diese Winkelscheibe in Ost-/Westrichtung
ausgerichtet ist.
20. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Nordvektor als horizontale Orthogonale auf die lokal ermittelte Breitenspur bestimmt wird
21. Verfahren nach Ansprüchen 1-20
dadurch gekennzeichnet, daß
bei bewegten Objekten die zeitlich aufeinanderfolgenden Ortungspunkte in einer Bewegungsspur
zusammengefaßt werden.
22. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 21,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Funktionen der mechanisch rotierenden Winkelscheiben durch digitale Baugruppen in Festkörpertechnik
(Mikroelektronik) erzielt werden.
23. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 22,
dadurch gekennzeichnet, daß
Korrekturen von Lotabweichungen infolge der Abweichungen des Erde-Geoids von der Kugelform
rechnerisch mittels des Datenbestandes einer lokalen Datenbank erfolgen.
24. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 23,
dadurch gekennzeichnet, daß
die aktuellen Werte der Drehrate der Erde und ihrer Periodenzeit Te einer lokalen Datenbank entnehmbar
sind.
25. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 24,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Ortung mittels eines entsprechenden Programms mit einem Computer in Verbindung mit einem
Lotsensor erfolgt.
26. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 25,
dadurch gekennzeichnet, daß
als lokales Lot ein kardanisch aufgehängter Lotkreisel benutzt wird.
27. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 26,
dadurch gekennzeichnet, daß
Nordkreisel mit Winkelmarken und zugehörigen Abtasteinrichtungen versehen werden.
28. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 27,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine Einrichtung nach dem erfindungsgemäßen Verfahren auf einer inertialen Plattform für die
Trägheitsnavigation zu deren Driftkompensation installiert ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999144632 DE19944632A1 (de) | 1999-09-17 | 1999-09-17 | Verfahren zur globalen autonomen Präzisions-Eigenortung mittels des lokalen Lotvektors |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999144632 DE19944632A1 (de) | 1999-09-17 | 1999-09-17 | Verfahren zur globalen autonomen Präzisions-Eigenortung mittels des lokalen Lotvektors |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19944632A1 true DE19944632A1 (de) | 2001-04-12 |
Family
ID=7922395
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999144632 Withdrawn DE19944632A1 (de) | 1999-09-17 | 1999-09-17 | Verfahren zur globalen autonomen Präzisions-Eigenortung mittels des lokalen Lotvektors |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19944632A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10208681A1 (de) * | 2002-02-28 | 2003-09-25 | Manfred Boehm | Globale autonome dreidimensionale Eigenortung mittels Präzisionsuhr |
| DE10314470A1 (de) * | 2003-03-30 | 2004-11-04 | Böhm, Manfred | Digitale inertiale zeitbasierte Präzisionsbestimmung eines beliebigen globalen Eigenortes |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE314504C (de) * | ||||
| DE3921122C1 (en) * | 1989-06-28 | 1991-01-24 | Ben-Michael 2000 Hamburg De Schueler | Changing angle measurer for astronomical location - has computer-controlled stepper motor adjusting drum spindle via back-gearing arrangement so that control electronics can measure |
| DE19737902A1 (de) * | 1997-08-31 | 1999-06-24 | Manfred Dr Boehm | Verfahren und Einrichtungen zur autonomen Präzisions-Eigenortung mit inertialen Drehratensensoren |
-
1999
- 1999-09-17 DE DE1999144632 patent/DE19944632A1/de not_active Withdrawn
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