DE19942758A1 - Fernbedienter Hebehaken - Google Patents
Fernbedienter HebehakenInfo
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Abstract
Die Erfindung betifft einen Hebehaken, wobei ein Steuerkabel mittels eines elastischen und glatten Verbindungsstücks mit dem Ende der Hakenspitze verbunden ist. Dieses Steuerkabel wird durch die Hebeöse und/oder durch die Hebeschlaufe(n) geführt, und indem danach an diesem Kabel gezogen wird, wird mittels des Verbindungsstücks die Hakenspitze in die Hebeöse und/oder in die Hebeschlaufe(n) geführt werden und einhaken. Dieses Kabel kann ebenfalls dazu verwendet werden, die Sicherungs-/Lösungsmechanik der Hebeöse und/oder der Hebeschlaufe(n) in dem Hebehaken zu betätigen.
Description
Die Erfindung betrifft einen Hebehaken, wobei ein Steuerkabel mittels eines
elastischen und glatten Verbindungsstücks mit dem Ende der Hakenspitze verbunden
ist.
Zum Heben von Lasten wird oft ein Hebehaken verwendet, der an einem Kran
hängt. Wenn die Last mit einer festen Hebeöse versehen ist, wird der Hebehaken darin
eingehakt. Oftmals aber ist eine Last nicht mit einer Hebeöse versehen und werden ein
oder mehrere kurze Kabel oder Ketten, so genannte Hebeschlaufen, eingesetzt, um die
Last an dem Hebehaken zu befestigen. Dabei kann/können diese Hebeschlaufe(n)
zusammen zu einer Hebeöse verbunden werden, die in dem Hebehaken positioniert
wird, oder aber es kann/können die Hebeschlaufe(n) einzeln in dem Hebehaken
positioniert werden. Die Hakenöffnung ist in einer Reihe von Fällen mit einem
Sicherungssystem versehen, um unerwünschtes Herein- oder Herausrutschen zu
verhindern.
Für einen Großteil der Lasten werden die Hebeöse oder die Hebeschlaufe(n) von
Hand von einer oder mehreren Personen in die Hakenöffnung eingeführt. Danach wird
das Sicherungssystem, sofern vorhanden, ebenfalls von Hand oder automatisch
geschlossen und hebt der Kran die Last am Haken hoch. Das Heraushaken erfolgt
ebenfalls von Hand in umgekehrter Reihenfolge.
Sowohl das Ein- als das Heraushaken verlangt der Bedienungsperson Kraft und
Geschick ab. Darüber hinaus kann diese Person bei diesen Handlungen Verletzungen
davontragen, was in vielerlei Weisen geschehen kann; zum Beispiel dadurch, dass
Extremitäten der Person eingeklemmt werden, durch Bewegungen des Hakens und der
Last und durch Bewegungen der Arbeitsfläche, auf der sich die Person befindet.
Diese Probleme ergeben sich insbesondere in Situationen, bei denen auf den
Haken, die Last, die Person und die Arbeitsfläche externe Kräfte und Bewegungen
einwirken. Dadurch wird sowohl das manuell Ein- als Aushaken erschwert. Dies ist
zum Beispiel an Bord von Schiffen der Fall, die Ladung bei einer (festen) Offshore-
Plattform auf See löschen. Wegen dieser Risiken wird die Bedienungsperson oftmals
einen geeigneten Moment zum Ein- oder Heraushaken abpassen.
Darüber hinaus gibt es auch Situationen, bei denen es schwierig oder unmöglich
ist, eine Person diese Verbindung herstellen zu lassen, weil es keine geeignete oder
sichere Stelle für die Person gibt. Dadurch wird der Anwendungsbereich zum Heben
von Lasten eingeschränkt.
Zum Heben von Lasten auf ein Niveau und von einem Niveau weit unter des
Arbeitsniveaus gibt es schon eine Reihe von Lösungen, die sich auf das Heben von
Pumpen und Turbinen unter einem Flüssigkeitsniveau richten. Diese Anmeldungen
befassen sich insbesondere mit dem Einhaken und nutzen ein vorher angebrachtes
senkrecht verlaufendes Führungskabel, das fest mit der Last verbunden ist. Für jede
Last braucht es ein gesondertes Führungskabel im Gegensatz zu der vorliegenden
Erfindung.
Ein Beispiel dafür ist in EP 0 661 232 A1 (94 85 0232) zum Heben einer Last wie
eine Taucherpumpe oder Turbine von einem Niveau weit unterhalb des Arbeitsniveaus
beschrieben. Dabei wird ein permanent installiertes Führungskabel verwendet, das fest
mit der Last verbunden ist. Dieses Kabel soll aus nicht-korrodierendem Material
bestehen, zum Beispiel aus Nylon, und es soll derart dünn sein, dass keiner daran
denken würde, damit die Last zu heben. Das Führungskabel läuft von der Spitze des
Hakens durch die Hebeöse der Pumpe hindurch und wieder über zwei Führungen am
Haken senkrecht nach oben. Das Patent beschreibt zwar ein Kabel an der Hakenspitze,
jedoch mit den nachfolgenden beiden Abweichungen gegenüber der vorliegenden
Erfindung:
- 1. Das Patent beschreibt ein schlaffes Kabel mit minimaler Hebestärke mit als Beispielsmaterial Nylon. Auf der Grundlage der Materialdaten von Nylon bietet ein Kabel mit einem Durchmesser von 6 mm eine Zugfestigkeit bis zum Bruch von 750 kgf und bei 8 mm von 2080 kgf. Die Beschreibung, "dass keiner daran denken würde, damit zu heben" deutet auf ein Kabel mit einem Durchmesser von weniger als 6 mm hin. Auf der Grundlage der Materialdaten von Nylon bietet ein massiver runder Stab von 6 mm Durchmesser eine Biegeelastizität (EI) von 0,15 N.m2. Ein geflochtenes Kabel hat gegenüber einem massiven Stab eine Elastizität in einer Größenordnung von 5-10% = 0,01 N.m2.
- 2. Das Patent zeigt in den Figuren eine schlaffe Verbindung zwischen dem Kabel und der Hakenspitze, wie in der Fig. 1 und in der Fig. 2 zu sehen ist. In der Fig. 1 ist der Winkel zwischen dem Kabel (12.13) und der Hakenspitze (11) in etwa 50 Grad und in der Fig. 2 ist dieser Winkel in etwa 0 Grad. Die Zugspannung in diesem dünnen und schlaffen Kabel zwischen der/den Führung(en) und der Hakenspitze ist wesentlich, um die Hebeöse in den Haken hineinzulenken. Ohne Zugspannung wird das schlaffe Kabel die Hakenspitze nicht in die Hebeöse einhaken.
Darüber hinaus funktioniert das System lediglich, indem von der Hakenspitze aus
ein Kabel senkrecht nach unten zur Hebeöse heruntergelassen wird und wieder
senkrecht nach oben zu den Führungen und von dort aus wieder hinauf zu der höher
befindlichen Arbeitsfläche. Dabei wird die Hebeöse zwischen diesen beiden Punkten
gehoben und eingehakt. Diese Ausführung ist aus diesem Grunde lediglich beim Heben
von Lasten weit unter dem Arbeitsniveau einsetzbar. Bei Lasten in gleicher Höhe mit
dem Arbeitsniveau funktioniert das beschriebene System nicht.
Das spezifische Verbindungsstück zwischen dem Kabel und der Hakenspitze der
vorliegenden Erfindung wird allerdings nicht beschrieben.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine verbesserte Vorrichtung zu
schaffen, die die vorbeschriebenen Nachteile nicht aufweist. Das heißt einfaches und
effizientes Ein- und Aushaken, Verringerung der Risiken der Verletzungen und
Wartezeiten, Erweiterung des Anwendungsbereichs und nicht eingeschränkt auf das
Heben von Lasten auf ein Niveau und von einem Niveau weit unterhalb des
Arbeitsniveaus.
Diese Aufgabe wird mit einem Hakensystem realisiert, wie dieses vorstehend
beschrieben ist, mit den Kennzeichen des Anspruchs 1:
Das Steuerkabel kann alle nach dem Stand der Technik bekannten Materialien umfassen und kann sowohl ein Kabel, eine Kette oder biegsames Material umfassen.
Das Steuerkabel kann alle nach dem Stand der Technik bekannten Materialien umfassen und kann sowohl ein Kabel, eine Kette oder biegsames Material umfassen.
Das Verbindungsstück kann alle nach dem Stand der Technik bekannten
Materialien umfassen und kann ein Kabel, gelenkiges oder biegsames Material
umfassen. Für die meisten Anwendungen reicht ein Verbindungsstück mit kurzer
Länge aus, jedoch bei einer Anzahl von Anwendungen kann das Verbindungsstück
auch eine derartige Länge aufweisen, dass ein Steuerkabel nicht mehr erforderlich ist.
Die Elastizität des Verbindungsstücks ist dazu notwendig, die Hebeöse gut vor
die Hakenspitze zu positionieren, sowohl in drei Koordinaten als auch in drei
Rotationen. Bei einem schlaffen Kabel wird sich die Hebeöse nicht gut vor die
Hakenspitze positionieren, wodurch das Einhaken erschwert wird.
Darüber hinaus ist Elastizität für Lasten auf ein Niveau und von einem Niveau in
gleicher Höhe mit oder über dem Arbeitsniveau erforderlich; dabei wird die Hebeöse,
dem Kabel entlang rutschend, in den Hebehaken angehoben. Bei schlaffem Kabel wird
die Hebeöse nicht angehoben, sondern wird sie vor der Hakenspitze hängen bleiben.
Die Elastizität des Verbindungsstücks kann über die Länge des
Verbindungsstücks konstant sein, kann aber auch eine von der Hakenspitzenseite aus
zu der Steuerkabelseite hin abnehmende Elastizität haben. Um die Hebeöse gut vor die
Hakenspitze zu Positionieren, ist es notwendig, dass der Teil des Verbindungsstücks
bei der Hakenspitze elastisch ist; damit wird ein Übergang zwischen dem schlaffen
Steuerkabel und der steifen Hakenspitze gebildet. Die Elastizität des Teils des
Verbindungsstücks beim Steuerkabel kann minimal sein; das Steuerkabel selbst braucht
keine Elastizität zu haben.
Für einen typischen Hebehaken mit einer Hebeleistung von 75 Tonnen BL (Break
Load/Bruchlast) und einem Gewicht von 15 kg genügt ein Stahlkabel als
Verbindungsstück mit einer Länge in der Größenordnung von 1 m und einem
Durchmesser von 10 mm. Dieses Kabel entspricht einer minimalen Elastizität
ausgedrückt in Elastizitätsmodul mal Trägheitsmoment (E.I.), in der Größenordnung
von 0,5 N.m2. Auch bei halbierter Elastizität funktioniert das System noch, bei
dynamischen Belastungen aber wird die Hebeöse weniger oft einhaken.
Als Untergrenze für ein gutes Funktionieren wird die nachfolgende Formel für
die Elastizität des Verbindungsstücks bei der Hakenspitze angesetzt:
E.I. = (BL^3)/1500000 + 0,01
wobei
^3 = Dreierpotenz
E = Elastizitätsmodul in (N.m-2)
I = Trägheitsmoment (m4)
BL = Bruchlast, wobei der haken zerbricht in (tonf).
^3 = Dreierpotenz
E = Elastizitätsmodul in (N.m-2)
I = Trägheitsmoment (m4)
BL = Bruchlast, wobei der haken zerbricht in (tonf).
Die Hakenform und die Hakenspitze können alle nach dem Stand der Technik
bekannten Gestaltungen aufweisen.
Bei einer Hakenspitze mit nach oben gerichteter Komponente bleiben die
Hebeöse und/oder die Hebeschlaufe(n) durch die Schwerkraftwirkung in dem Haken,
dabei kann möglicherweise eine Sicherungsmechanik angebracht werden. Zum Lösen
des Hakens ist eine zusätzliche Lösemechanik erforderlich.
Bei einer Hakenspitze mit nach unten gerichteter Komponente ist eine
Sicherungsmechanik oder ein eingelassener Rand erforderlich, um die Hebeöse
und/oder die Hebeschlaufe(n) entgegen der Schwerkraft im Haken zu halten. Im Falle
einer Sicherungsmechanik löst sich der Haken beim Öffnen der Sicherungsmechanik.
Nach einer vorteilhaften Ausführung wird das Steuerkabel ebenfalls dazu genutzt,
die Sicherungs- bzw. Lösungsmechanik zu betätigen. Dabei sind bei Anwendung eines
einzigen Verbindungskabels drei Ausführungen möglich:
- 1. Ein Transversal-(Seitwärts-)Schlag mit dem Steuerkabel wird zur Betätigung der Mechanik benutzt. Diese Bedienung kann alle nach dem Stand der Technik bekannten Systeme umfassen. Nach einer vorteilhaften Ausführung wird eine rotierende oder biegende Korrektur angebracht zwischen dem Hakenkörper und der Hakenspitze mit dem Verbindungsstück und dem Steuerkabel. Das Verdrehen der Hakenspitze durch diesen Schlag steuert die Lösungs-/Sicherungsmechanik, wodurch die Hebeöse und/oder die Hebeschlaufe(n) aushaken kann/können.
- 2. Eine axiale konstante Belastung wird genutzt, um die Mechanik zu betätigen. Diese Bedienung kann alle nach dem Stand der Technik bekannten Systeme umfassen. Nach einer vorteilhaften Ausführung wird das Steuerkabel mittels des Verbindungsstücks mit einem rotierenden Nocken verbunden, der durch die Zugkraft des Steuerkabels dreht und die Lösungs-/Sicherungsmechanik ansteuert.
- 3. Ein axialer Zug am Steuerkabel wird genutzt, um die Mechanik zu betätigen. Diese Bedienung kann alle nach dem Stand der Technik bekannten Systeme umfassen. Nach einer vorteilhaften Ausführung wird das Steuerkabel mittels des Verbindungsstücks mit einem rotierenden Nocken verbunden, der durch den axialen Zug des Steuerkabels dreht und die Lösungs-/Sicherungsmechanik ansteuert.
Darüber hinaus gibt es auch eine Reihe von Möglichkeiten für mehrere
Steuerkabel, wobei die oben genannten Möglichkeiten des einfachen Steuerkabels
kombiniert werden können. Eine besondere Ausführung davon ist ein Innenkabel und
ein Außenkabel, ein so genannter Bowdenzug. Damit ist es möglich, mit dem
Innenkabel neben Zugkraft auch Druckkraft auszuüben. Diese Ausführung ist geradezu
dazu geeignet, eine sehr zuverlässige Bedienung der Lösungs-/Sicherungsmechanik zu
realisieren, die nur durch beispielsweise eine Kombination aus Zugkraft auf das
Außenkabel und Druckkraft auf das Innenkabel auftritt. Die Chance auf diese
Kombination des Kräftespiels durch externe Kräfte ist gering.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführung wird im Voraus ein Ringkabel
durch die Hebeöse und/oder die Hebeschlaufe(n) gezogen. Dieses Ringkabel wird
danach mit dem Steuerkabel an der Hakenspitze verbunden und durch Rundziehen des
Ringkabels wird dieses Steuerkabel durch die Hebeöse und/oder die Hebeschlaufe(n)
geführt. Diese Ausführung ermöglicht es, dass eine Person auch aus der Entfernung das
Steuerkabel durch die Hebeöse und/oder die Hebeschlaufe(n) führen kann.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführung wird die Hakenkonstruktion so
ausgeführt, dass bei Belastung des Hakens der Lösungs-/Sicherungsmechanismus nicht
betätigt werden kann.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispiele im Einzelnen verdeutlicht.
Fig. 1 ist eine schematische Darstellung einer Standardhebesituation in der
Seitenansicht.
Fig. 2 ist eine schematische Darstellung in der Seitenansicht einer ersten
Ausführung des Hebehakens nach der vorliegenden Erfindung.
Fig. 3-5 zeigen die Schritte zum Einhaken der Hebeöse in die
Hakenöffnung.
Fig. 6 ist eine schematische Darstellung in der Seitenansicht einer zweiten
Ausführung des Hebehakens mit rotierendem Nocken mit einer Hakenspitze mit
Abwärtskomponente.
Fig. 7 und Fig. 8 ist eine schematische Darstellung des Schnitts der
Ausführung des Hebehakens der vorliegenden Erfindung mit einem Steuerkabel, das
mit einem Innen- und Außenkabel (Bowdenzug) versehen ist.
Fig. 9-11 ist eine schematische Darstellung des Ringkabels durch die
Hebeöse und/oder Hebeschlaufe(n) und der Schritte zum Rundziehen des Steuerkabels
und zum anschließenden Einhaken. Das Aushaken erfolgt in der umgekehrten
Reihenfolge.
Fig. 12 ist eine schematische Darstellung in der Seitenansicht des Hebehakens
nach der vorliegenden Erfindung mit einer Hakenspitze mit nach oben gerichteter
Komponente.
Fig. 13 ist eine schematische Darstellung des Schnitts der Ausführung der
Sicherungsmechanik, die bei Belastung nicht betätigt werden kann in der Kombination
mit einer Lösungsmechanik.
Fig. 14 zeigt die Lösungsmechanik dieser Ausführung.
In der Fig. 1 ist eine Standardhebesituation mit einem Hebehaken 1 gezeigt,
versehen mit einer Hakenspitze 2 und möglicherweise einer Sicherungsklappe 7, einem
Hebekabel 3, einer ovalen Hebeöse 4, einer Last 6, einer doppelten Hebeschlaufe 5.
Einhaken erfolgt, indem die Hebeöse von Hand über die Spitze des Hebehakens in den
Hebehaken gehoben wird, woraufhin die Sicherung geschlossen wird. Aushaken erfolgt
durch Öffnen der Sicherung und indem die Hebeöse erneut über die Spitze des
Hebehakens hinweg gehoben wird.
In der Fig. 2 ist die erste Ausführung des Hebehakens dargestellt mit einem
Hebehaken 11, der mit einer Hakenspitze 2 und möglicherweise einer
Sicherungsklappe 7 versehen ist, an dieser Hakenspitze ein Verbindungsstück 9 und ein
Steuerkabel 8. In der Hakenöffnung ist eine Füllplatte 10 angebracht. Weiter ist erneut
eine ovale Hebeöse 4, eine Last 6 und eine doppelte Hebeschlaufe 5 dargestellt.
In der Fig. 3 ist das Steuerkabel 8 durch die Hebeöse 4 geführt und wird an
diesem Kabel gezogen. Der Haken folgt dem Steuerkabel mittels des
Verbindungsstücks. Durch die Elastizität des Verbindungsstücks wird die Hebeöse
angehoben und gehen die Hebeöse und die Hakenspitze einfach und effizient in die
gute Position zum Einhaken.
In der Fig. 4 ist die Hebeöse 4 mittels des Verbindungsstücks 9 über die
Hakenspitze 2 geschoben.
In der Fig. 5 rutscht die Hebeöse über den Rand nach unten in die
Hakenöffnung und die Last kann nunmehr angehoben werden. In dieser Ausführung
des Hebehakens muss das Heraushaken immer noch von Hand erfolgen.
In der Fig. 6 ist eine zweite Ausführung des Hebehakens dargestellt mit einem
Hebehaken 21, der mit einer Hakenspitze 2 mit nach unten gerichteter Komponente
versehen ist, mit einem fest damit verbundenen internen Nocken 12, rotierend um ein
Gelenk 14, an dieser Hakenspitze mittels eines Verbindungsstücks 9 ein Steuerkabel 8,
in der Hakenöffnung eine Füllplatte 10 und eine Feder 13. Weiter ist erneut eine ovale
Hebeöse 4, eine Last und eine doppelte Hebeschlaufe 5 dargestellt.
Beim Einhaken schiebt die Hebeöse mittels des Verbindungsstücks über die
Hakenspitze 2 und dreht die Hakenspitze sowie der damit verbundene Nocken um das
Gelenk 14. Die Hebeöse drückt an die Feder 13. Daraufhin rotiert die Hakenspitze mit
dem Nocken wieder zurück um das Gelenk und sperrt den Ausgang für die Hebeöse.
Die Feder 13 drückt die Hebeöse an den Nocken. Die Last kann nunmehr gehoben
werden.
Beim Aushaken (in unbelastetem Zustand) wird dem Steuerkabel 8 ein
Transversalschlag nach oben versetzt. Dadurch rotieren die Hakenspitze und der
Nocken um das Gelenk und schiebt die Feder 13 die Hebeöse aus dem Haken
(punktiert dargestellter Zustand).
In der Fig. 7 ist der Haken 31 mit einem Verbindungsstück, das aus einem
doppelten Steuerkabel besteht, dargestellt mit einem Außenkabel 8, einem Innenkabel
15, einem Schiebenocken 16 und einer Feder 17 in geschlossenem Zustand. Das
Außenkabel ist fest mit dem Haken verbunden, das Innenkabel aber kann frei durch das
Außenkabel bewegen und drückt an einen Aufstehenden Rand 18 des Schiebenockens.
Dieser Nocken wird durch die Feder 17 nach oben geschoben und sperrt die Öffnung
des Hebehakens. Der Schiebenocken hat eine schräge Fläche, so dass die Hebeöse den
Nocken nach unten bewegt beim Hineinziehen der Hakenöffnung. Während dieser
Bewegung bewegt das Innenkabel nicht mit. In dieser Ausführung ist das Steuerkabel
glatt mit der Hakenspitze verbunden und hat das doppelte Steuerkabel eine erhebliche
Elastizität, wodurch dieses Kabel die Funktion des Verbindungsstücks übernimmt.
In der Fig. 8 ist der oben stehende Haken 31 in geöffnetem Zustand dargestellt.
Indem an dem Außenkabel 8 gezogen wird und an dem Innenkabel 15 geschoben wird,
schiebt das Innenkabel mittels des aufstehenden Rands 18 den Schiebenocken 16 nach
unten entgegen der Federkraft der Feder 17. Dadurch kann die Hebeöse 4 aus dem
Haken gleiten.
In der Fig. 9 ist erneut der zweite Haken 21 dargestellt; dabei ist vorher ein
Ringkabel 19 durch die Hebeöse hindurch angebracht worden und dieses Ringkabel
hängt an der Seite der Last. Diese wird an dem Steuerkabel 8 mittels eines
Koppelstücks 20 befestigt und daraufhin wird das Ringkabel rundgezogen.
In der Fig. 10 ist die nachfolgende Phase dargestellt und wird das Steuerkabel
vom Ringkabel durch die Hebeöse 4 gezogen.
In der Fig. 11 ist die letzte Phase des Rundziehens dargestellt, das Steuerkabel
ist wieder zurück an der Seite der Last und kann nun anschließend dazu genutzt
werden, den Hebehaken in die Hebeöse einhaken zu lassen. Erwünschtenfalls kann das
Koppelstück 20 gelöst werden. Durch diese Ausführung ist es möglich, aus der
Entfernung die Hebeverbindung herzustellen. Die Zeichnung ist eine schematische
Darstellung mit geringen Abständen, die Bedienung aber ist auch aus größeren
Entfernungen von der Last möglich. Darüber hinaus kann auch dieses Ringkabel dazu
genutzt werden, die Last an Objekten zu befestigen, um Bewegungen der Last zu
vermeiden.
In der Fig. 12 ist ein Haken 41 dargestellt mit einer Hakenspitze 2 mit nach
oben gerichteter Komponente, einem fest damit verbundenen internen Nocken,
rotierend um eine Gelenk 14, und mit an dieser Hakenspitze einem Steuerkabel 8.
Weiter ist erneut eine ovale Hebeöse 4, eine Last 6 und eine doppelte Hebeschlaufe 5
dargestellt.
Das Einhaken erfolgt wie in der Fig. 3-5 dargestellt. Das Aushaken erfolgt,
indem entweder ein Transversalschlag nach unten gegeben wird oder aber indem das
Steuerkabel nach unten gezogen wird, wodurch die Hebeöse angehoben wird und aus
dem Haken herausgeführt wird.
In der Fig. 13 ist ein Hebehaken 51 dargestellt, der mit einer Hebespitze 2 mit
nach unten gerichteter Komponente versehen ist; beim Einhaken bewegt die Hebeöse 4
an der Hakenspitze entlang nach oben und danach wieder nach unten in die
Hakenöffnung 23 hinein. Die Hakenspitze 2 ist fest mit dem Nocken 12 verbunden und
rotiert um das Gelenk 14. Weiter ist ein Sicherungsnocken 22 dargestellt, der um das
Gelenk 24 rotiert und mit einer Feder 17 verbunden ist. Sobald die Hebeöse 4 belastet
wird, drückt diese auf den Sicherungsnocken 22, die entgegen der Federkraft der Feder
17 rotiert und damit das Rotieren des Nockens 12 verhindert. Sobald die Belastung
abnimmt, rotiert der Sicherungsnocken 22 durch die Federkraft zurück und kann durch
einen Transversalschlag mit dem Steuerkabel auch der Nocken 12 wieder frei rotieren.
In den Fig. 14a und 14b ist die Lösungsmechanik dargestellt. Sobald die
Belastung des Sicherungsnockens 22 abnimmt, kann auch der Nocken 12 durch eine
Schlagbewegung rotieren. Die Schlagbewegung des Nockens 12 rotiert den
Sicherungsnocken 22, wodurch die Hebeöse 4 aus der Hakenöffnung 23 herausgehoben
wird und gleichzeitig aus der Hakenöffnung herausgeführt wird. Das Zurückdrehen des
Nockens 12 hebt die Hebeöse und führt sie aus der Hakenöffnung.
Obwohl die Erfindung vorstehend an Hand einer Reihe von
Vorzugsausführungsformen beschrieben worden ist, können zahlreiche Änderungen
vorgenommen werden, ohne den Schutzrahmen der vorliegenden Anmeldung zu
verlassen. Das System kann an vielerlei Stellen eingesetzt werden, wo Lasten mit
Haken gehoben werden, sowohl unter günstigen als auch unter relativ ungünstigen
Umständen.
Darüber hinaus ist das System nicht auf den Hebehaken beschränkt, der mit dem
Kran verbunden ist und wobei die Hebeöse und/oder die Hebeschlaufe(n) mit der Last
verbunden ist/sind, sondern ist es auch möglich, das System umzukehren, und die
Hebeöse und/oder die Hebeschlaufe(n) mit dem Kran zu verbinden und den Hebehaken
mit der Last zu verbinden, oder aber das System in einer Vorrichtung mit waagerechter
Komponente anzuwenden.
Claims (8)
1. Hakensystem zum Heben von Lasten, welches System einen Haken (11, 21,
31, 41, 51) umfasst, verbunden mit einem Kabel, einer Kette oder dergleichen (8),
welcher Haken (11, 21, 31, 41, 51) mit einer Hakenspitze (2) versehen, ist, welche
Hakenspitze mittels eines Verbindungsstücks (8, 9, 15) mit einem weiteren Kabel, einer
weiteren Kette oder dergleichen (8) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass das
Verbindungsstück so ausgeführt ist, dass der Übergang zwischen dem weiteren Kabel,
der weiteren Kette oder dergleichen und dem unmittelbar an die Spitze anschließenden,
die Hakenaufnahme bildenden Teil des Hakens im Wesentlichen fließend ist und dass
der Übergang zwischen diesem weiteren Kabel, dieser weiteren Kette oder dergleichen
und dem unmittelbar an die Spitze anschließenden, die Hakenaufnahme bildenden Teil
des Hakens im Wesentlichen elastisch ist, mit einer minimalen Elastizität gemäß der
Formel:
E.I. = (BL^3)/1500000 + 0,01
wobei
^3 = Dreierpotenz
E = Elastizitätsmodul in (N.m-2)
I = Trägheitsmoment (m4)
BL = Bruchlast, wobei der Haken zerbricht in (tonf).
E.I. = (BL^3)/1500000 + 0,01
wobei
^3 = Dreierpotenz
E = Elastizitätsmodul in (N.m-2)
I = Trägheitsmoment (m4)
BL = Bruchlast, wobei der Haken zerbricht in (tonf).
2. Hakensystem zum Heben von Lasten, welches System einen Haken (11, 21,
31, 41, 51) umfasst, verbunden mit einem Kabel, einer Kette oder dergleichen (8),
welcher Haken mit einer Hakenspitze (2) versehen, ist, welche Hakenspitze mittels
eines Verbindungsstücks (9) mit einem weiteren Kabel, einer weiteren Kette oder
dergleichen verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Kabel, die weitere
Kette oder dergleichen mittels eines Verbindungsstücks dazu benutzt wird, eine
Mechanik zu betätigen, um die Hebeöse und/oder die Hebeschlaufe(n) (4) in dem
Hebehaken zu sichern und/oder aus dem Hebehaken zu lösen.
3. Hakensystem nach Anspruch 2, wobei das Verbindungsstück (9) so ausgeführt
ist, dass der Übergang zwischen dem weiteren Kabel, der weiteren Kette oder
dergleichen (8) und dem unmittelbar an die Spitze anschließenden, die Hakenaufnahme
bildenden Teil des Hakens im Wesentlichen fließend ist.
4. Hakensystem nach einem der vorigen Ansprüche, wobei dieses Kabel, diese
Kette oder dergleichen (8) in der Kombination mit dem Verbindungsstück (9) derart
ausgeführt ist, dass sowohl Zug- als auch Druckkräfte übertragen werden können.
5. Hakensystem nach einem der vorigen Ansprüche, wobei der Haken (11, 21, 31,
41, 51) mit dem Kran verbunden ist und die Hebeöse und/oder die Hebeschlaufe(n) (4)
mit der Last verbunden ist/sind.
6. Hakensystem nach einem der vorigen Ansprüche, wobei die Hebeöse und/oder
die Hebeschlaufe(n) (4) mit dem Kran verbunden ist/sind und der Haken (11, 21, 31,
41, 51) mit der Last verbunden ist.
7. Hakensystem nach einem der vorigen Ansprüche, wobei zwischen dem
Hakenkörper (11, 21, 31, 41, 51) und der Hakenspitze (2) mit dem Verbindungsstück
(9) und dem Kabel (8) ein oder mehrere rotierende oder biegende Teile angebracht ist/
sind.
8. Hakensystem nach einem der vorigen Ansprüche, wobei die Konstruktion
derart ausgelegt ist, dass bei Belastung des Hakens die Sicherungs-/Lösungsmechanik
nicht betätigt werden kann.
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