DE19942693A1 - Phakoemulsifikationsnadel - Google Patents
PhakoemulsifikationsnadelInfo
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- A61F9/00—Methods or devices for treatment of the eyes; Devices for putting in contact-lenses; Devices to correct squinting; Apparatus to guide the blind; Protective devices for the eyes, carried on the body or in the hand
- A61F9/007—Methods or devices for eye surgery
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- A61B—DIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
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- A61B17/32—Surgical cutting instruments
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Abstract
Eine Phakoemulsifikationsnadel, welche an eine Ultraschall-Quelle anschließbar ist, deren Hohlnadel 1 am distalen Ende über den Nadelquerschnitt hin unterschiedlich stark fraktionierte Ultraschall-Leistung abgibt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Phakoemulsifikationsnadel nach
dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Eine derartige Phakoemulsifikationsnadel ist beispielsweise
über ein Gewinde am proximalen Ende an eine Ultraschallquelle
anschließbar. Das Lumen der Hohlnadel dient als Absaugkanal
für zerkleinertes Linsenmaterial. Zur Zerkleinerung des
Linsenmaterials wird von der Nadelspitze Ultraschall-
Leistung auf das Linsenmaterial übertragen. Beispielsweise
aus der DE 43 13 245 A1 ist eine derartige Phakoemulsifikati
onsnadel bekannt, bei welcher der Absaugkanalquerschnitt zur
Öffnung der Nadelspitze hin stufenweise erweitert ist. Die
Hohlnadel ist gerade ausgebildet. Ferner sind angewinkelte
Nadeln im Handel, bei denen das während der Phakoemulsifika
tion in die Vorderkammer eingeführte Nadelende nur unzurei
chend überschaubar ist und eine Abschätzung der Tiefe in die
Vorderkammer nur schwer vollzogen werden kann.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Phakoemulsifikationsnadel
zu schaffen, welche eine verbesserte Anpassung der übertrage
nen Ultraschall-Leistung an die anatomische Struktur der
natürlichen Augenlinse hat.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das Kennzeichen des
Patentanspruches 1 gelöst.
Bei der Erfindung wird durch unterschiedlich fraktionierte
Ultraschall-Leistung über den Nadelquerschnitt hin eine
gerichtete Phakoemulsifikation mit Minimierung an Komplika
tionen erreicht. Mittels einer von der Hohlnadel fraktioniert
an der Nadelspitze abgegebenen Ultraschall-Leistung, welche
am oberen Nadelbereich, d. h. an dem Nadelteil, welcher mit
der Phakoemulsifikation dem Hornhautendothel gegenüberliegt,
weniger Ultraschall-Leistung überträgt als der mittlere
Nadelteil. Hierdurch ist eine den anatomischen Gegebenheiten
optimal angepaßte Phakoemulsifikation möglich. Da die Ultra
schall-Leistung im oberen Nadelteil geringer ist, wird selbst
bei härteren Kernen die Hornhaut, insbesondere das Hornhauten
dothel geschont. Die Hornhautschonung ist insbesondere bei
altersbedingten Endothelveränderungen wichtig.
In bevorzugter Weise kann auch der untere Nadelteil, welcher
der Hinterkapsel gegenüberliegt, eine geringere Ultraschall-
Leistung führen, so daß die Beanspruchung der Hinterkapsel
ebenfalls reduziert ist.
In bevorzugter Weise besitzt die Hohlnadel und die Nadelspit
ze einen geraden Verlauf. Um zu erreichen, daß in der Mitte
lebene des Lumens mehr Ultraschall-Leistung übertragen wird
als im oberen und unteren Nadelteil, kann im Bereich der
Längsmittelebene eine Wandung bzw. Führungsschiene, welche
Ultraschall-Leistung überträgt, vorgesehen sein. Diese Wan
dung erstreckt sich in axialer Richtung durch das Lumen der
Hohlnadel. Diese Wandungen können in gleichen oder unter
schiedlichen Ebenen im Lumen angebracht sein. Durch diese
gerichtete Wandung bzw. Führungsschiene wird eine verstärkte
Ablenkung der Ultraschall-Wellen in den mittleren und gegebe
nenfalls unteren Teil der Nadelspitze erreicht. Es kann wie
bei gebogenen Phakonadelspitzen eine größere Ultraschall-
Leistung im unteren Teil abgegeben werden, wobei jedoch die
Vorteile der geraden Phakonadel, insbesondere eine ausrei
chende Abschätzung der Eindringtiefe in die Vorderkammer
erreicht werden. Ferner können mittig gelegte Röhrchen zur
erhöhten Übertragung von Ultraschall-Leistung längs der
Mittelebene des Lumens erzielt werden. Auch durch im wesent
lichen mittig gelegte erhöhte Wandstärken erreicht man im
Bereich der Mittelebene eine erhöhte Ultraschall-
Leistungsabgabe.
Die Ummantelung der Phakoemulsifikationsnadel kann den unter
schiedlichen thermischen Belastungen angepaßt sein.
Anhand der Figuren wird an Ausführungsbeispielen die Erfin
dung noch näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel;
Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel;
Fig. 3 ein drittes Ausführungsbeispiel; und
Fig. 4 ein viertes Ausführungsbeispiel.
Die in den Figuren dargestellten Phakoemulsifikationsnadeln
besitzen eine Hohlnadel 1, durch deren Lumen 4 Linsenmaterial
einer natürlichen Augenlinse angesaugt wird. Ferner wird
durch die Hohlnadel 1 Ultraschall-Leistung auf das Linsenma
terial übertragen, so daß dieses zerkleinert wird und durch
das Lumen 4 in eine nicht näher dargestellte Sammeleinrich
tung abgesaugt wird. Mittels eines Gewindes 3 kann die Nadel
1 hierzu an eine Ultraschall-Quelle und an eine Führungsein
richtung zum Weiterführen des abgesaugten Materials ange
schlossen werden.
Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen wird bevorzugt im
Bereich der Längsmittelebene Ultrschall-Leistung zum distalen
Nadelende hin übertragen. Bei dem in der Fig. 1 dargestellten
Ausführungsbeispiel ist hierzu im Bereich der Längsmittelebe
ne des Lumens 4 eine Wandung bzw. Führungsschiene 3 vorgese
hen. Diese erstreckt sich durch das Lumen 4 in axialer Rich
tung der Hohlnadel 1. Die Wandung bzw. Führungsschiene 3
dieses Ausführungsbeispiels ist eben ausgebildet. Bei dem in
der Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Füh
rungsschiene 3, welche ebenfalls im Bereich der Längsmittele
bene des Lumens 4 angeordnet ist, als gebogene Schiene ausge
bildet.
Bei dem in der Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel
erstrecken sich entlang der Nadelinnenwand in axialer Rich
tung diametral einander gegenüberliegende Röhrchen 5. Bei dem
in der Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel sind Wandver
dickungen 6, die sich in Längsrichtung der Hohlnadel 1 er
strecken und einander diametral am Nadelquerschnitt gegen
überliegen, vorgesehen. In bevorzugter Weise ragen die Wand
verdickungen 6 in das Lumen 4 der Hohlnadel 1.
Durch unterschiedliche Bemessung der Wandstärken kann in
jedem Bereich des Hohlnadelquerschnittes eine bevorzugte
Übertragung der Ultraschall-Leistung und damit eine Fraktio
nierung der Ultraschall-Leistung bezogen auf den Nadelquer
schnitt erreicht werden.
1
Hohlnadel
2
Gewinde
3
Führungsschiene
4
Lumen
5
Röhrchen
6
Wandverdickungen
Claims (6)
1. Phakoemulsifikationsnadel, welche an eine Ultraschall-
Quelle anschließbar ist, mit einer Hohlnadel, deren Lumen
einen Absaugkanal für zerkleinertes Linsenmaterial einer
natürlichen Augenlinse bildet, und einer Nadelspitze, von
welcher Ultraschall-Leistung auf das Linsenmaterial über
tragbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Na
delspitze abgegebene Ultraschall-Leistung bezogen auf den
Nadelquerschnitt unterschiedlich stark fraktioniert ist.
2. Phakoemulsifikationsnadel nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Nadelteile, welche während der Pha
koemulsifikation dem Hornhautendothel und der Hinterkam
mer gegenüberliegen, weniger Ultraschall-Leistung über
tragen als der mittlere Nadelteil im Nadelquerschnitt.
3. Phakoemulsifikationsnadel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß eine den Lumenquerschnitt der Hohlna
del (1) überspannende Wandung bzw. Führungsschiene (3)
sich in axialer Richtung im Nadelhohlraum erstreckt.
4. Phakoemulsifikationsnadel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß im Lumen (4) der Hohlnadel (1) ultra
schallführende Röhrchen (5) sich entlang der Nadelinnen
wand in axialer Richtung erstrecken.
5. Phakoemulsifikationsnadel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Hohlnadel (1) unterschiedliche
Wandstärken, die sich in axialer Richtung der Nadel er
strecken, aufweist.
6. Phakoemulsifikationsnadel nach Anspruch 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß an diametralen Stellen in das Lumen (4)
ragende Wandverstärkungen (6) vorgesehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19942693A DE19942693A1 (de) | 1999-09-07 | 1999-09-07 | Phakoemulsifikationsnadel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19942693A DE19942693A1 (de) | 1999-09-07 | 1999-09-07 | Phakoemulsifikationsnadel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19942693A1 true DE19942693A1 (de) | 2001-03-29 |
Family
ID=7921098
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19942693A Withdrawn DE19942693A1 (de) | 1999-09-07 | 1999-09-07 | Phakoemulsifikationsnadel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19942693A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2011120080A1 (en) * | 2010-03-29 | 2011-10-06 | Nigel Morlet | Improved needle tip for surgical instrument |
| WO2012107009A1 (de) * | 2011-02-10 | 2012-08-16 | Geuder Ag | Hohlnadel für ein augenchirurgisches instrument |
| US8568422B2 (en) | 2008-09-01 | 2013-10-29 | Nigel Morlet | Cutting needle tip for surgical instrument |
| US9566189B2 (en) | 2011-08-03 | 2017-02-14 | Nigel Morlet | Grooved needle tip for surgical instrument |
-
1999
- 1999-09-07 DE DE19942693A patent/DE19942693A1/de not_active Withdrawn
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US8568422B2 (en) | 2008-09-01 | 2013-10-29 | Nigel Morlet | Cutting needle tip for surgical instrument |
| WO2011120080A1 (en) * | 2010-03-29 | 2011-10-06 | Nigel Morlet | Improved needle tip for surgical instrument |
| AU2011235593B2 (en) * | 2010-03-29 | 2015-09-24 | Nigel Morlet | Improved needle tip for surgical instrument |
| US9867736B2 (en) | 2010-03-29 | 2018-01-16 | Nigel Morlet | Needle tip for surgical instrument |
| WO2012107009A1 (de) * | 2011-02-10 | 2012-08-16 | Geuder Ag | Hohlnadel für ein augenchirurgisches instrument |
| US9566189B2 (en) | 2011-08-03 | 2017-02-14 | Nigel Morlet | Grooved needle tip for surgical instrument |
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