DE19940234A1 - Endodontisches Guttapercha-Stäbchen - Google Patents
Endodontisches Guttapercha-StäbchenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Guttapercha-Stäbchen, das als ein Wurzelkanalfüllmaterial bei einer endodontischen Behandlung verwendbar ist. Das Guttapercha-Stäbchen weist eine Mehrzahl von eingravierten oder eingeprägten Markierungen als Arbeitslängenmarkierungen an seinem oberen Teil auf. Jede der eingravierten oder eingeprägten Markierungen ist entlang einer Umfangsoberfläche vorzugsweise mit einer unterscheidbaren Farbe versehen. Die obigen Markierungen sind auf dem Stäbchen innerhalb eines Markierungsbereichs ausgebildet, wobei sie in Intervallen von 1 mm und 2 mm voneinander beabstandet sind. Der Markierungsbereich beginnt an einer Stelle, die von der Stäbchenspitze um 18 mm beabstandet ist und endet an einer Stelle, die von der Spitze um 24 mm beabstandet ist. Das Guttapercha-Stäbchen ermöglicht es somit einem Endodontisten, ein wiederholtes Markierden der Arbeitslängen an solchen Stäbchen während einer endodontischen Behandlung durchführen zu müssen und ermöglicht somit, daß die endodontische Behandlung innerhalb einer erwünschten kurzen Zeitdauer durchführbar ist. Aufgrund der Arbeitslängenmarkierungen kann das Guttapercha-Stäbchen genau in eine Zugangsaushöhlung eines faulen Zahnes in einer erwünschten Tiefe eingesetzt werden, ohne einen Totraum in dem Wurzelkanal auszubilden oder in das Apikalgewebe einzudringen.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein Guttapercha-Stäbchen bzw.
-Nadeln, die als Füllmaterialien für Wurzelkanäle bei endodontischen Be
handlungen verwendbar sind, und insbesondere ein endodontisches Gutta
percha-Stäbchen, das Arbeitslängenmarkierungen an seinem oberen Be
reich aufweist.
Wie dies Fachleuten wohl bekannt ist, handelt es sich bei Guttapercha um
ein Material, das aus Palaquium oder Papayena als Pflanzen der Gattung
der Sapotaceae, der einheimischen Pflanzen des Malayischen Archipels,
gewonnen wird. Guttapercha weist bei einer normalen Temperatur eine
halbfeste Phase auf, ändert jedoch die Phase, wenn es einem Druck ausge
setzt oder erhitzt wird. Wenn Guttapercha auf eine Temperatur von mehr
als 60°C erhitzt wird, wird es plastisch bzw. verformbar.
Guttapercha-Stäbchen, die als Füll- bzw. Stopfmaterialien für einen Wur
zelkanal bei einer endodontischen Behandlung verwendet werden, können
nach Auskunft von Herstellern der Stäbchen in ihrem Gehalt an Bestand
teilen unterschiedlich sein. Jedoch bestehen die meisten der Guttapercha-
Stäbchen typischerweise aus 66% Zinkoxid, 20% Guttapercha, 11% Schwermetallsulfat
(ein strahlenundurchlässiges Material) und 3% Wachs
oder Harz, die als Weichmacher verwendet werden.
Solche Guttapercha-Stäbchen sind insofern problematisch, als es ein wenig
schwierig ist, die Stäbchen in enge Wurzelkanäle einzuführen und es not
wendig ist, ein Dicht- bzw. Füllmittel zu verwenden, um die Wurzelkanäle
nach dem Einsetzen der Stäbchen in die Kanäle abzudichten. Ein weiteres
Problem, das bei typischen Guttapercha-Stäbchen auftreten kann, liegt
darin, daß diese leicht brechen können, wenn nach der Herstellung ein ge
wisser Zeitraum vergangen ist.
Vorteilhaft erfüllen jedoch die Guttapercha-Stäbchen die meisten der Erfor
dernisse, die von Füllmaterialien für Wurzelkanäle bei endodontischen Be
handlungen typischerweise verlangt werden.
Da die Guttapercha-Stäbchen verformbare Materialien sind, werden sie vor
teilhaft in einem Zugangsloch als Zugangsaushöhlung für den Wurzelkanal
aufgenommen und sind einfach handzuhaben.
Zudem ist es im Fall einer Wurzelkanalnachbehandlung oder einer dento
dischen Operation einfach, die Guttapercha-Stäbchen von den Wurzelkanä
len zu entfernen. Ebenso haben die Guttapercha-Stäbchen eine geringe,
toxische Wirkung auf ein Apikalgewebe.
Derzeit auf dem Markt erhältliche Guttapercha-Stäbchen werden grund
sätzlich in zwei Kategorien eingeteilt: standardisierte bzw. genormte
Stäbchen und herkömmliche Stäbchen.
Die standardisierten Guttapercha-Stäbchen sind bezüglich der Größe und
der Verjüngung in den gleichen Abstufungen hergestellt, als die typischen
endodontischen Instrumente und werden somit im allgemeinen von Endo
dontisten mehr benutzt.
Solches Guttapercha wird seit 100 Jahren oder mehr als ein Material für
endodontische Füllnadeln verwendet. Bisher wurde jedoch noch kein ande
res Material als ein Material für endodontische Füllnadeln vorgeschlagen,
das besser akzeptiert oder vorteilhaft ist als das Guttapercha. Deshalb wer
den die Guttapercha-Stäbchen weitverbreitet und bevorzugt als Wurzelka
nalfüllstäbchen bei endodontischen Behandlungen verwendet.
Die Fig. 3a bis 3g zeigen schematisch einen endodontischen Behandlungs
vorgang für die Behandlung eines faulen bzw. kariösen Wurzelkanals unter
Verwendung der herkömmlichen Guttapercha-Stäbchen.
Ein Wurzelkanal wird typischerweise wie nachfolgend dargestellt infiziert.
Wie dies in Fig. 3a dargestellt ist, fault ein Zahn T anfänglich am Zahn
schmelz 31. Die Fäulnis des Zahnes wird nachfolgend der Reihe nach auf
das Zahnbein bzw. Dentin 32, die Pulpahöhle 33 und den Wurzelkanal 34
übertragen. Das Pulpagewebe bzw. Pulpamark im Zahn T wird bei der
Übertragung der Fäulnis ebenso infiziert. Wenn das Pulpagewebe bzw.
Pulpamark fault, fühlt ein Patient Schmerzen.
Eine Wurzelkanalbehandlung für solch einen faulen Zahn T wird wie nach
folgend dargestellt durchgeführt. Um den faulen Zahn T zu behandeln, ist
es zuerst notwendig, eine Zugangsaushöhlung 35 in dem Zahn T zu schaf
fen, wie dies in Fig. 3b dargestellt ist.
Um eine solche Zugangsaushöhlung 35 auszubilden, werden die faulen
Teile von sowohl dem Zahnschmelz 31 als auch dem Dentin 32 von dem
Zahn T unter Verwendung eines endodontischen Instruments, wie z. B.
einer Feile oder einem Bohrer, entfernt. In einem solchen Fall muß das
faule Pulpagewebe bzw. Pulpamark ebenso entfernt werden. Die Zugangs
aushöhlung 35 wird durch Glätten der Innenfläche der Aushöhlung 35 un
ter Verwendung eines endodontischen Instruments erweitert. Die erweiter
te und geglättete Aushöhlung 35 wird schließlich sterilisiert und unter
Verwendung von Papierstäbchen getrocknet.
Nachdem zuerst die Zugangsaushöhlung 35 im Zahn T ausgebildet wurde,
ist es notwendig, eine Arbeitslänge WL von der Oberseite des Zahns T zu
der Apikalöffnung bzw. Apikalforamen 36 zu messen, wie dies in der
Fig. 3c dargestellt ist.
In solch einem Fall dient die Messung der Arbeitslänge WL in dem faulen
Zahn T zur Begrenzung des Zugangsbereichs für endodontische Instru
mente, Arzneien und Füllmaterialien, um vom Apikalgewebe sowohl wäh
rend eines Vorgangs zur Zugangsaushöhlungsherstellung als auch eines
Wurzelkanalfüllvorgangs jede Art von Beschädigung fernzuhalten.
Selbstverständlich können entsprechend der Patienten, der Zähne T und
der Positionen der Apikalöffnungen 36 unterschiedliche Arbeitslängen WL
auftreten. Typischerweise liegen solche Arbeitslängen WL jedoch in einem
Bereich von ungefähr 18 mm bis ungefähr 24 mm.
Die Messung der Arbeitslänge WL wird mittels einer Feile 37 mit einem Si
likongummistopper 38 durchgeführt. Das heißt, um die Arbeitslänge WL
zu messen, wird die Feile 37 zuerst in die Zugangsaushöhlung 35 einge
führt, bis die Spitze der Feile 37 eine Stelle im Bereich der Apikalöffnung
36 erreicht, ohne in das Apikalgewebe einzudringen oder einen Schmerz im
Gewebe zu verursachen. Anschließend wird eine Röntgenuntersuchung
durchgeführt, um zu bestimmen, ob die Spitze der Feile 37 in geeigneter
Weise in der Apikalöffnung 36 aufgenommen ist oder nicht. Falls die Rönt
genuntersuchung zeigt, daß die Feile 37 in geeigneter Weise in der Apikal
öffnung 36 aufgenommen ist, wird der Stopper 38 entlang der Feile 37 ein
gestellt, bis der Stopper 38 auf die Oberseite des Zahnes T trifft. In solch
einem Fall ist die Länge von der Spitze der Feile 37 zu dem Stopper 38 die
Arbeitslänge WL.
Die Arbeitslänge WL auf der Feile 37 wird unter Verwendung eines endo
dontischen Lineals gemessen, das die Länge WL als einen numerischen
Wert anzeigt. Anschließend werden Guttapercha-Stäbchen, die Haupt- und
Zusatzstäbchen umfassen, unter Verwendung des endodontischen Lineals
vermessen, um auf jedem Stäbchen eine Länge festzulegen, die gleich der
errechneten Arbeitslänge WL ist. In solch einem Fall wird die Längenmes
sung der Guttapercha-Stäbchen von der Spitze jedes Stäbchens her begon
nen. Nach dem Ausmessen einer Arbeitslänge WL jedes Guttapercha-
Stäbchens unter Verwendung des endodontischen Lineals, wird das Ende
der Länge WL gegenüberliegend zur Spitze auf jedem Stäbchen markiert,
bevor ein Wurzelkanalfüllvorgang unter Verwendung der Stäbchen begon
nen wird. Der Wurzelkanalfüllvorgang ist in der Fig. 3d dargestellt.
Bei dem Wurzelkanalfüllvorgang wird zuerst ein Dicht- bzw. Füllmittel in
die Zugangsaushöhlung 35 eingebracht. Anschließend wird das Haupt
stäbchen der Guttapercha-Stäbchen in den Zahn T eingesetzt, bis die Mar
kierung der Arbeitslänge WL auf dem Hauptstäbchen mit der Oberseite des
Zahnes T fluchtet bzw. damit auf gleicher Höhe ausgerichtet ist. Nach dem
Einsetzen des Hauptstäbchens folgt ein Einsetzen der Zusatzstäbchen. Das
heißt, daß nach dem Einsetzen des Hauptstäbchens eine Mehrzahl von Zu
satzstäbchen der Guttapercha-Stäbchen in die Zugangsaushöhlung 35 an
Positionen um das Hauptstäbchen unter Verwendung eines Spreizers ein
gesetzt werden. Das Einsetzen der Zusatzstäbchen wird ferner mittels
einem seitlichen Verdichtungsverfahren bzw. lateralen Kondensation
durchgeführt. Bei dem Wurzelkanalfüllvorgang ist es außerdem notwendig
zu vermeiden, daß irgendeine Lücke in der mit den Stäbchen gefüllten Zugangsaushöhlung
35 bleibt.
Bei dem obigen Füllverfahren ist es vorteilhaft, daß die Spitze jedes Gutta
percha-Stäbchens genau mit der Apikalöffnung 36 der Zugangsaushöhlung
35 fluchtet.
Falls die Spitze eines der Guttapercha-Stäbchen die Apikalöffnung 36 nicht
erreicht, wird ein Totraum in einem Bereich zwischen der Stäbchenspitze
und der Apikalöffnung 36 ausgebildet. Solch ein Totraum ermöglicht eine
Verbreitung von Bakterien in diesem Bereich, was dem Patienten Schmer
zen bereitet. Auf der anderen Seite, falls die Spitze eines Guttapercha-
Stäbchens über die Apikalöffnung 36 hinausgeht und in das Apikalgewebe
eindringt, übt die Spitze des Stäbchens einen Druck auf das Apikalgewebe
aus und verursacht Schmerzen beim Patienten.
Deshalb ist es notwendig, Guttapercha-Stäbchen, insbesondere das Haupt
stäbchen, in die Zugangsaushöhlung 35 einzusetzen, wobei die Spitze jedes
Stäbchens in geeigneter Weise in der Apikalöffnung 36 aufgenommen ist.
Um die obige Aufgabe zu erfüllen, ist es sehr wichtig, die Arbeitslänge WL
auf jedem Stäbchen, insbesondere auf dem Hauptstäbchen, genau zu mar
kieren und die Stäbchen genau um die Arbeitslänge WL in die Zugangs
aushöhlung 35 einzusetzen.
Nach dem Einsetzen der Guttapercha-Stäbchen in die Zugangsaushöhlung
35 werden die oberen Teile der Stäbchen unter Verwendung eines Stopfers
entfernt, wobei die unteren Teile der Stäbchen in dem erweiterten Wurzel
kanal belassen werden, wie dies in der Fig. 3e gezeigt ist.
Fig. 3f zeigt eine Amalgamfüllung 39 in dem oberen Teil der Zugangsaus
höhlung 35, wobei die Guttapercha-Stäbchen den erweiterten Wurzelkanal
füllen.
Anschließend wird, wie dies in der Fig. 3g dargestellt ist, eine Goldkrone 40
auf den oberen Bereich des Zahns T gesetzt, der sowohl mit den Gutta
percha-Stäbchen als auch dem Amalgam 39 in der Zugangsaushöhlung 35
gefüllt ist. Ein endodontischer Behandlungsvorgang ist somit beendet.
Der oben beschriebene Vorgang verursacht jedoch sowohl für den Endo
dontisten als auch für den Patienten Unannehmlichkeiten in Folge eines
Aufbaufehlers der herkömmlichen Guttapercha-Stäbchen. Das heißt, daß es
in dem obigen Verfahren für einen Endodontisten notwendig ist, eine Ar
beitslänge WL unter Verwendung einer Feile 37 zu messen. Die Arbeitslän
ge WL auf der Feile 37 wird mittels eines endodontischen Lineals gemes
sen, das die Länge WL als einen numerischen Wert anzeigt. Anschließend
werden Guttapercha-Stäbchen, die Haupt- und Zusatzstäbchen umfassen,
unter Verwendung des endodontischen Lineals vermessen, um eine Länge,
die gleich der errechneten Arbeitslänge WL ist, auf jedem Stäbchen vor
dem Markieren des oberen Endes der Länge WL gegenüberliegend zu der
Spitze jedes Stäbchens festzulegen. Herkömmliche Guttapercha-Stäbchen
20 weisen jedoch keine Arbeitslängenmarkierungen auf ihrer Oberfläche
auf, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist. Deshalb ist es für Endodontisten er
forderlich, die Arbeitslängen WL auf den Guttapercha-Stäbchen 20 wäh
rend der Wurzelkanalbehandlung zu markieren. Um die Arbeitslängen WL
auf den Stäbchen 20 zu markieren, kann jedes Stäbchen 20 an einer Stelle,
die derjenigen des oberen Endes der Länge WL entspricht, abgebogen wer
den, so daß auf dem Stäbchen 20 ein Biegebereich 21 ausgebildet wird, wie
dies in Fig. 2a dargestellt ist. Alternativ dazu kann die Arbeitslänge WL auf
jedem Stäbchen durch Pressen des Stäbchens unter Verwendung eines ge
eigneten Markierungsinstrumentes, wie z. B. einer Pinzette, an einer Stelle
entsprechend dem oberen Ende der Länge WL markiert werden, wodurch
somit eine gepreßte Markierung 22 auf dem Stäbchen 20 erzeugt wird.
Selbstverständlich können andere Verfahren zum Ausbilden der Markie
rung der Arbeitslänge WL auf den Guttapercha-Stäbchen 20 verwendet
werden.
Deshalb sind die herkömmlichen Guttapercha-Stäbchen insofern nachtei
lig, als sie einen Endodontisten zwingen, während einer Wurzelkanalbehandlung
wiederholt und manuell eine Arbeitslänge WL zu messen und die
Biegebereiche 21 oder die gepreßten Markierungen 22 auf den Stäbchen 20
auszubilden. Solche Guttapercha-Stäbchen 20 sind somit zeitaufwendig in
der Handhabung, was Unannehmlichkeiten für sowohl den Endodontisten
als auch den Patienten bereitet, da es für eine Wurzelkanalbehandlung er
forderlich ist, diese innerhalb eines kurzen Zeitraums durchzuführen, wo
bei der Mund des Patienten dauerhaft weit aufgesperrt ist.
Desweiteren kann ein unerwünschter Fehler beim Messen einer Arbeitslän
ge WL mit einem endodontischen Lineal oder beim Ausbilden eines Biege
bereichs 21 oder einer gepreßten Markierung 22 auf jedem Stäbchen 20
auftreten, um die Arbeitslänge WL auf jedem Stäbchen 20 während einer
Wurzelkanalbehandlung zu markieren. Solch ein Fehler bewirkt, daß die
Spitzen der Stäbchen 20 nicht präzise mit einer Apikalöffnung 36 fluchten.
Dies führt bedauerlicherweise zu einem operativen Fehler während einer
Wurzelkanalbehandlung.
Dementsprechend wurde die vorliegende Erfindung unter Berücksichtigung
obiger Nachteile des Standes der Technik gemacht, wobei es eine Absicht
der vorliegenden Erfindung ist, ein endodontisches Guttapercha-Stäbchen
zu schaffen, das Arbeitslängenmarkierungen an seinem oberen Teil auf
weist.
Um dieses Ziel zu erreichen, sieht die vorliegende Erfindung ein endodonti
sches Guttapercha-Stäbchen vor, das eine Mehrzahl von eingravierten oder
eingeprägten bzw. eingeätzten bzw. erhaben ausgearbeiteten Markierungen
als Arbeitslängenmarkierungen an seinem oberen Teil aufweist und es so
mit Endodontisten beim Füllen eines erweiterten Wurzelkanals mit den
Stäbchen während einer endodontischen Behandlung ermöglicht, kein wie
derholtes Markieren der Arbeitslängen auf den Guttapercha-Stäbchen
durchführen zu müssen. Dies ermöglicht, daß der Wurzelkanalfüllvorgang
innerhalb einer erwünschten, kurzen Zeitdauer durchgeführt werden kann.
Die Arbeitslängenmarkierungen der Guttapercha-Stäbchen ermöglichen es
einem Endodontisten zudem, die Stäbchen genau in eine Zugangsaushöh
lung eines faulen Zahnes in einer erwünschten Tiefe ohne Mißerfolg einzu
setzen.
Obige und andere Zwecke, Merkmale und andere Vorteile der vorliegenden
Erfindung werden aus der folgenden, detaillierten Beschreibung in Verbin
dung mit den beiliegenden Zeichnungen besser verständlich, in denen:
Fig. 1 eine Vorderansicht eines herkömmlichen Guttapercha-
Stäbchens zeigt, das als ein Wurzelkanalfüllmaterial bei
einer endodontischen Behandlung verwendet wird,
Fig. 2a und 2b Ansichten zeigen, die entsprechend herkömmliche Verfah
ren zum Markieren einer Arbeitslänge an einem herkömm
lichen Guttapercha-Stäbchen zeigen,
Fig. 3a bis 3g Ansichten zeigen, die schematisch einen endodontischen
Behandlungsvorgang zur Behandlung eines faulen Wurzel
kanals unter Verwendung solcher herkömmlicher Gutta
percha-Stäbchen zeigen,
Fig. 4 eine Vorderansicht eines Guttapercha-Stäbchens mit einer
Mehrzahl von Arbeitslängenmarkierungen entsprechend
einem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfin
dung zeigt,
Fig. 5 eine Ansicht zeigt, die das Guttapercha-Stäbchen nach
Fig. 4 darstellt, das in geeigneter Weise in eine Zugangs
aushöhlung eines faulen Zahnes während eines endodonti
schen Behandlungsvorgangs eingesetzt ist, und
Fig. 6 eine Vorderansicht eines Guttapercha-Stäbchens mit einer
Mehrzahl von Arbeitslängenmarkierungen entsprechend
einem zweiten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfin
dung zeigt.
Fig. 4 zeigt eine Vorderansicht eines Guttapercha-Stäbchens mit einer
Mehrzahl von Arbeitslängenmarkierungen entsprechend dem ersten Aus
führungsbeispiel dieser Erfindung. Wie in den Zeichnungen dargestellt,
weist das Guttapercha-Stäbchen 1 entsprechend der Erfindung eine Mehr
zahl von Arbeitslängenmarkierungen 2 entlang seines oberen Teils auf,
wobei die Markierungen 2 voneinander beabstandet sind. In dem ersten
Ausführungsbeispiel sind die Markierungen 2 auf dem Stäbchen 1 mittels
eines Prägeverfahrens hergestellt.
Die Arbeitslängenmarkierungen 2 sind an dem oberen Teil des Stäbchens 1
innerhalb eines Markierungsbereichs ausgebildet, wobei der Bereich an
einer Stelle beginnt, die von der Spitze des Stäbchens 118 mm beabstan
det ist, und an einer Stelle endet, die von dieser Spitze 24 mm beabstandet
ist. Die Markierungen 2 sind zudem in verschiedenen Intervallen von 1 mm
und 2 mm voneinander beabstandet.
Um zu ermöglichen, daß die Markierungen 2 von den Benutzern oder En
dodontisten in auffälliger Weise unterscheidbar sind, ist es vorteilhaft, die
Umfangsoberfläche jeder geprägten Markierung 2 mit einer unterscheidba
ren Farbe zu versehen bzw. zu bemalen.
Das obige Guttapercha-Stäbchen 1 wird wie nachfolgend beschrieben ver
wendet. Fig. 5 zeigt das Stäbchen 1, das während eines endodontischen
Behandlungsvorgangs in geeigneter Weise in eine Zugangsaushöhlung
eines faulen Zahnes eingesetzt wurde. Wenn das Stäbchen 1 zum Füllen
eines erweiterten Wurzelkanals eines faulen Zahnes T verwendet wird, der
eine Arbeitslänge WL von 18 mm aufweist, wird das Stäbchen 1 in eine
Zugangsaushöhlung 35 des Zahnes T eingesetzt, bis eine 18 mm-Markie
rung 2, die der 18 mm-Arbeitslänge entspricht, genau mit der Oberseite des
Zahnes T ausgerichtet ist bzw. fluchtet. Wenn die 18 mm-Markierung 2
genau mit der Oberseite des Zahnes T fluchtet, fluchtet die Spitze des
Stäbchens 1 genau mit der Apikalöffnung 36 und bildet somit keinen
Totraum in dem Wurzelkanal aus bzw. geht nicht so durch die Apikalöff
nung 36 hindurch, daß sie in das Apikalgewebe einsticht bzw. eindringt.
Fig. 6 zeigt ein Guttapercha-Stäbchen mit einer Mehrzahl von Arbeitslän
genmarkierungen entsprechend dem zweiten Ausführungsbeispiel dieser
Erfindung. In dem zweiten Ausführungsbeispiel weist das Guttapercha-
Stäbchen 11 eine Mehrzahl von Arbeitslängenmarkierungen 12 entlang
seines oberen Teils in der gleichen Weise auf, als dies für das erste Ausfüh
rungsbeispiel beschrieben worden ist. Die Markierungen 12 des zweiten
Ausführungsbeispiels sind jedoch auf dem Stäbchen 11 durch ein zum er
sten Ausführungsbeispiel unterschiedliches Eingravierverfahren ausgebil
det.
In der gleichen Art und Weise, wie dies für das erste Ausführungsbeispiel
beschrieben worden ist, sind die Arbeitslängenmarkierungen 12 auf dem
oberen Teil des Stäbchens 11 innerhalb eines Markierungsbereichs ausge
bildet. Der Markierungsbereich beginnt bei einer Stelle, die von der schar
fen Spitze des Stäbchens 11 um 18 mm beabstandet ist und endet an einer
Stelle, die von dieser Spitze um 24 mm beabstandet ist. Die Markierungen
12 sind zudem in unterschiedlichen Intervallen von 1 mm und 2 mm von
einander beabstandet.
Um zu ermöglichen, daß die Markierungen 12 für die Benutzer oder Endo
dontisten etwas auffälliger unterscheidbar sind, ist die Umfangsoberfläche
jeder Markierung 12 vorzugsweise mit einer unterscheidbaren Farbe be
malt.
Das obige Guttapercha-Stäbchen 11 wird wie nachfolgend beschrieben
verwendet. Wenn das Stäbchen 11 zur Füllung eines erweiterten Wurzel
kanals eines faulen Zahnes T, der eine Arbeitslänge von 18 mm aufweist,
verwendet wird, wird das Stäbchen 11 in eine Zugangsaushöhlung 35 des
Zahnes T eingesetzt, bis eine 18 mm-Markierung 12, die der 18 mm-Ar
beitslänge entspricht, genau mit der Oberseite des Zahnes T fluchtet. Wenn
die 18 mm-Markierung 12 genau mit der Oberseite des Zahnes T fluchtet,
fluchtet die Spitze des Stäbchens 11 genau mit der Apikalöffnung 36 und
bildet somit keinen Totraum in dem Wurzelkanal bzw. geht nicht so durch
die Apikalöffnung 36 hindurch, daß sie in das Apikalgewebe einsticht bzw.
eindringt.
Wie oben beschrieben, stellt die vorliegende Erfindung ein Guttapercha-
Stäbchen zur Verfügung, das als ein Wurzelkanalfüllmaterial bei einer en
dodontischen Behandlung verwendbar ist. Das Guttapercha-Stäbchen die
ser Erfindung weist eine Mehrzahl von eingravierten oder eingeprägten
Markierungen als Arbeitslängenmarkierungen an seinem oberen Teil auf.
Das Stäbchen ermöglicht es somit Endodontisten beim Füllen eines erwei
terten Wurzelkanals mit den Stäbchen während einer endodontischen Be
handlung, kein wiederholtes Markieren der Arbeitslängen an den Gutta
percha-Stäbchen durchführen zu müssen. Dies ermöglicht, daß der Wurzelkanalfüllvorgang
innerhalb einer erwünschten kurzen Zeitdauer durch
geführt werden kann. Die Arbeitslängenmarkierungen der Guttapercha-
Stäbchen ermöglichen einem Endodontisten zudem, die Stäbchen genau in
eine Zugangsaushöhlung eines faulen Zahnes in einer erwünschten Tiefe
ohne Mißerfolg einzusetzen. Deshalb bildet das Guttapercha-Stäbchen kei
nen Totraum in dem Wurzelkanal aus oder geht durch eine Apikalöffnung
so hindurch, daß sie in das Apikalgewebe eindringt. Die Guttapercha-
Stäbchen dieser Erfindung ermöglichen Endodontisten somit, die er
wünschten Wurzelkanalbehandlungen innerhalb einer kurzen Zeitdauer in
geeigneter Weise durchzuführen.
Obwohl die bevorzugten Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung
für Anschauungszwecke dargestellt wurden, werden Fachleute erkennen,
daß zahlreiche Änderungen, Ergänzungen oder Ersetzungen möglich sind,
ohne vom Schutzbereich und dem Wesen der Erfindung wegzugelangen,
wie sie in den beiliegenden Ansprüchen offenbart sind.
Claims (6)
1. Guttapercha-Stäbchen, das als ein Wurzelkanalfüllmaterial bei einer
endodontischen Behandlung verwendbar ist, umfassend:
eine Mehrzahl von Arbeitslängenmarkierungen entlang einem oberen Teil des Stäbchens, wobei diese Markierungen voneinander beabstan det sind.
eine Mehrzahl von Arbeitslängenmarkierungen entlang einem oberen Teil des Stäbchens, wobei diese Markierungen voneinander beabstan det sind.
2. Guttapercha-Stäbchen gemäß Anspruch 1, bei dem die Arbeitslän
genmarkierungen durch ein Prägeverfahren ausgebildet sind.
3. Guttapercha-Stäbchen gemäß Anspruch 1, bei dem die Arbeitslän
genmarkierungen durch ein Gravierverfahren ausgebildet sind.
4. Guttapercha-Stäbchen entsprechend Anspruch 2, bei der jede der ein
geprägten Arbeitslängenmarkierungen entlang einer Umfangsoberflä
che mit einer unterscheidbaren Farbe bemalt ist.
5. Guttapercha-Stäbchen gemäß Anspruch 3, bei der jede der eingravier
ten Arbeitslängenmarkierungen entlang einer Umfangsoberfläche mit
einer unterscheidbaren Farbe bemalt ist.
6. Guttapercha-Stäbchen gemäß einem der Ansprüche 2 bis 5, bei der
die Arbeitslängenmarkierungen an dem oberen Teil des Stäbchens in
nerhalb eines Markierungsbereichs gebildet und in Intervallen von
1 mm und 2 mm beabstandet sind, wobei der Markierungsbereich an
einer Stelle beginnt, die von einer Spitze des Stäbchens um 18 mm
beabstandet ist und an einer Stelle endet, die von der Spitze um
24 mm beabstandet ist.
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