DE19940802A1 - Anordnung zum elektrischen Beheizen eines Katalysators - Google Patents
Anordnung zum elektrischen Beheizen eines KatalysatorsInfo
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Abstract
Die Heizvorrichtung (8) eines elektrisch beheizbaren Katalysators wird über einen DC/DC-Wandler (4) mit elektrischer Energie versorgt, wobei die zeitliche Energieabgabe des DC/DC-Wandlers (4) von einem Steuergerät (7) in Übereinstimmung mit einer vorgegebenen Heizkennlinie erfolgt. Anstelle eines DC/Dc-Wandlers (4) kann auch ledigleich ein steuerbarer Schalter (6) verwendet werden, falls die zur Verfügung stehende Versorgungsspannung zum Beheizen des Katalysators (8) heruntergesetzt werden muss.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung zum elektrischen Beheizen
eines Katalysators nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Katalysatoren werden in der Abgasleitung von Kraftfahrzeugen zur
Abgasreinigung verwendet. Hierzu sind Dreiwege-Reduktions- und
Oxidationskatalysatoren bekannt. Die im Abgas enthaltenen Schadstoffe
können jedoch von dem Katalysator nur dann konvertiert werden, wenn die
Temperatur des Katalysators eine bestimmte Mindesttemperatur in der
Größenordnung von ca. 250°C erreicht hat. Liegt die Temperatur des
Katalysators unterhalb dieser Aktivierungstemperatur, arbeitet der
Katalysator nicht.
Nach dem Starten erwärmt sich der Katalysator allmählich durch das Abgas
des Motors und erreicht nach einer gewissen Zeit die erforderliche
Aktivierungstemperatur. Wenn jedoch die Motortemperatur, wie z. B. beim
Kaltstart, niedrig ist, kann bis zum Erreichen der Aktivierungstemperatur eine
relativ lange Zeitspanne vergehen. Darüber hinaus wird ein gewisser Teil der
Abgastemperatur durch die Wand der Abgasleitung absorbiert.
Aus diesem Grunde wurde vorgeschlagen, in Kraftfahrzeugen neben einem
Unterbodenkatalysator, der in der Regel im Fahrzeugbereich unterhalb der
Feststellbremse zwischen dem Fahrer- und dem Beifahrersitz angeordnet ist,
einen motornahen Katalysator vorzusehen, welchem somit heißere Abgasluft
zugeführt werden kann, die zu einer schnelleren Aufheizung und demzufolge
einer schnelleren Konvertierwirkung führt.
Immer strengere Abgasvorschriften erfordern jedoch eine noch schnellere
Konvertierung und somit eine noch schnellere Aufheizung des Katalysators,
um eine zuverlässige Reinigung der Abgasluft zu gewährleisten.
Aus diesem Grund ist zudem die Verwendung von elektrisch beheizbaren
Katalysatoren bekannt. Der nachfolgend der Einfachheit halber als E-
Katalysator bezeichnete elektrisch beheizbare Katalysator ist in der Regel
scheibenförmig mit einer Dicke von 10-15 mm ausgebildet und vor dem
motornahen Katalysator angeordnet. Im Inneren ist der E-Katalysator, wie
beispielsweise in der DE 196 40 577 A1 beschrieben ist, durch ein
spiralenförmig gewickeltes flaches Metallblech gebildet, in dessen
Zwischenraum ein gewelltes Metallblech angeordnet ist. An die Enden des
flachen Metallblechs wird eine Versorgungsspannung von beispielsweise
12 V angelegt, wodurch die Heizwirkung hervorgerufen wird. Der
Innenwiderstand des E-Katalysators liegt z. B. in der Größenordnung von
0,1 Ω.
Die Energieversorgung des E-Katalysators erfolgt bekanntermaßen über
eine Batterie, welche zum Beheizen an die Heizvorrichtung des E-
Katalysators angelegt wird. Durch die Verwendung eines derartigen E-
Katalysators kann eine schnellere Aufheizung und somit ein deutlich
verbessertes Konvertierungsverhalten erzielt werden.
In den Druckschriften DE-C2-44 21 066, JP-A-0 42 76111 und EP-A-
0 533 037 wird vorgeschlagen, die Heizvorrichtung des elektrisch
beheizbaren Katalysators (E-Katalysators) über einen Kondensator mit
Energie zu versorgen. Der Kondensator kann durch einen Leistungsschalter
von der Heizvorrichtung getrennt und über einen mit der Fahrzeugbatterie
verbundenen DC/DC-Wandler aufgeladen werden. Hat der Kondensator eine
ausreichend hohe Ladespannung erreicht, wird der Schalter geschlossen,
und der Kondensator entlädt sich über die Heizvorrichtung des E-
Katalysators, wodurch diese erwärmt wird. Durch die Verwendung eines
Kondensators als Energiespeicher für die Heizvorrichtung des E-Katalysators
kann die Ansprechzeit des E-Katalysators nochmals verkürzt und somit eine
schnellere Konvertierung durch den E-Katalysator erzielt werden.
Bei der Entwicklung von neueren Katalysatoren müssen diese derart
ausgelegt werden, dass sie die augenblicklich geforderten Grenzwerte für
den Schadstoffgehalt der katalysierten Abgasluft deutlich unterschreiten,
damit der Katalysator die Grenzwerte auch noch nach einer durch die
Betriebszeit hervorgerufenen Alterung einhalten kann. Derzeit wird
insbesondere an der Entwicklung von elektrisch beheizbaren Katalysatoren
gearbeitet, welche nach ca. 45 die Aktivierungstemperatur von ca. 250°C
erreicht haben sollen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte
Anordnung zum Beheizen eines elektrisch beheizbaren Katalysators
vorzuschlagen, welche einerseits mit einfachen Mitteln sowie billig aufgebaut
werden kann und andererseits ein möglichst rasches Erreichen der
Aktivierungstemperatur des Katalysators gewährleistet, um eine
hochqualitative Abgasreinigung sicherzustellen.
Diese Aufgabe wird gemäß der vorliegenden Erfindung durch eine
Anordnung mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Die
Unteransprüche definieren bevorzugte und vorteilhafte Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung.
Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, eine Steuereinrichtung vorzusehen,
welche durch Ansteuerung der Energieversorgungseinheit der
Heizanordnung den zeitlichen Verlauf der Energieabgabe an die
Heizvorrichtung des zu beheizenden Katalysators steuert. Die
Energieversorgungseinheit kann dabei insbesondere die Fahrzeugbatterie
sowie einen damit verbundenen und von einer Steuereinrichtung
ansteuerbaren DC/DC-Wandler umfassen. Die Verwendung eines
steuerbaren DC/DC-Wandlers ist insbesondere bei Anbindung an
Bordnetzen vorteilhaft, die mit einer relativ hohen Spannung, beispielsweise
36 V oder 42 V betrieben werden, so dass mit Hilfe des DC/DC-Wandlers die
zum Betreiben der Heizvorrichtung benötigte Spannung durch
Heruntersetzen der Bordnetzspannung erhalten wird, da in diesem Fall der
DC/DC-Wandler im Vergleich zum Fall des Heraufsetzens der Batterie- oder
Bordnetzspannung einfacher und kostengünstiger ausgestaltet werden kann.
In diesen Fällen kann als nochmals kostengünstigere Variante anstelle eines
DC/DC-Wandlers auch lediglich ein einfacher elektronisch steuerbarer
Schalter, insbesondere ein verlustarmer Halbleiterschalter, verwendet
werden, der von der Steuereinrichtung zum Takten der Leistungsabgabe an
die Heizvorrichtung entsprechend angesteuert wird.
Die Ansteuerung der Energieversorgungseinheit durch die Steuereinrichtung
kann in Übereinstimmung mit einer vorgegebenen Heizkennlinie erfolgen,
welche die der Heizvorrichtung des zu beheizenden Katalysators in
Abhängigkeit von der Zeit die zuzuführende elektrische Energiemenge
festlegt.
Dabei kann die Heizkennlinie insbesondere derart sein, dass bereits
innerhalb der ersten Sekunde der Großteil der Gesamt-Heizenergie
abgegeben wird. Hierzu wird gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
vorgeschlagen, während der ersten Sekunde der Heizvorrichtung des
Katalysators eine Leistung von ca. 8-9 kW zuzuführen und anschließend die
elektrische Heizleistung drastisch zu verringern, so dass die Heizleistung
nach zwei Sekunden nurmehr ca. 1-2 kW beträgt und nach fünf bis sechs
Sekunden auf 0 KW abgesunken ist.
Bei der Ansteuerung der Energieversorgungseinheit kann es sich um eine
reine Steuerung ('Open Loop Control') oder auch um eine Regelung mit
geschlossenem Regelkreis ('Closed Loop Control') handeln, wobei im
zweiten Fall beispielsweise der Istwert der Abgaszusammensetzung oder
Schadstoffkonzentration des von dem zu beheizenden Katalysator
abgegebenen Abgasstroms überwacht und ausgewertet werden kann.
Durch die zeitliche Steuerung der Energieabgabe der
Energieversorgungseinheit kann mit einfachen und billigen Mitteln ein
rasches Erreichen der Aktivierungstemperatur des elektrisch beheizbaren
Katalysators erzielt und somit eine schnelle Konvertierung und
hochqualitative Abgasreinigung gewährleistet werden. Dies gilt insbesondere
für Bordnetze, die mit relativ hohen Spannungen (z. B. 36 V oder 42 V)
betrieben werden.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung
anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher beschrieben.
Fig. 1 zeigt den Aufbau einer Anordnung zum elektrischen Beheizen eines
Katalysators gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung,
Fig. 2 zeigt ein Katalysatorsystem bestehend aus einem elektrisch
beheizbaren Katalysator, einem Stützkatalysator und einem Dreiwege-
Katalysator, und
Fig. 3 zeigt einen angestrebten Verlauf der zum Aufheizen des elektrisch
beheizbaren Katalysators benötigten Leistung.
In Fig. 1 ist eine Anordnung zum elektrischen Beheizen eines elektrisch
beheizbaren Katalysators (E-Katalysators) gemäß einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung dargestellt.
Als Energieversorgungseinheit zum Beheizen des mit dem Bezugszeichen 8
versehenen E-Katalysators bzw. dessen Heizvorrichtung dient die
Fahrzeugbatterie 3 des entsprechenden Kraftfahrzeugs, welche
beispielsweise eine Spannung von 12 V, 36 V oder 42 V bereitstellt. Von der
Fahrzeugbatterie 3 wird dem E-Katalysator 8 elektrische Energie über einen
DC/DC-Wandler 4 zugeführt. Des weiteren ist in Fig. 1 ein Generator 2
dargestellt, welcher als Energieversorgung für das Bordnetz 1 des
Kraftfahrzeugs bzw. der daran angeschlossenen Verbraucher sowie zum
Aufladen der Fahrzeugbatterie 3 dient.
Der E-Katalysator kann beispielsweise wie in Fig. 2 gezeigt angeordnet sein,
wobei in Fig. 2 der Aufbau eines motornahen Katalysators bestehend aus
dem E-Katalysator 8, einem Stützkatalysator 9 und einem Dreiwege-
Katalysator 10 dargestellt ist. Dem E-Katalysator wird über die Abgasleitung
eines Kraftfahrzeugs in Pfeilrichtung der Abgasstrom zugeführt.
Der DC/DC-Wandler 4 wird von einer Steuereinheit 7 angesteuert, die auch
integraler Bestandteil des DC/DC-Wandlers 4 sein kann. Die Steuereinheit 7
kann durch Ein- und Ausschalten des DC/DC-Wandlers 4 den Heizvorgang
gezielt starten oder unterbrechen. Die Ansteuerung des DC/DC-Wandlers 4
durch die Steuereinheit 7 erfolgt andererseits derart, dass die zeitliche
Heizenergieabgabe des DC/DC-Wandlers 4 an den E-Katalysator 8 gezielt
eingestellt wird, wobei dies insbesondere in Übereinstimmung mit einer dem
jeweiligen E-Katalysatortyp entsprechenden Heizkennlinie erfolgen kann.
Durch die Heizkennlinie wird der Steuereinheit 7 vorgegeben, wie der
DC/DC-Wandler 4 in Abhängigkeit von der Zeit anzusteuern ist, um den
angestrebten zeitlichen Verlauf der Energieabgabe zu realisieren.
Die Flexibilität der in Fig. 1 gezeigten Anordnung wird erhöht, wenn der
Steuereinheit 7 ein Kennlinienspeicher 5 zugeordnet wird, in dem für
unterschiedliche zu betreibende E-Katalysatortypen die jeweils optimalen
Heizkennlinien gespeichert sind, so dass ohne Änderung der Hardware
verschiedene E-Katalysatortypen mit der in Fig. 1 gezeigten Anordnung
betrieben werden können.
Ist die von der Fahrzeugbatterie 3 bereitgestellte Versorgungsspannung
größer als die zum Beheizen des E-Katalysators 8 benötigte Spannung, kann
anstelle des DC/DC-Wandlers 4 auch lediglich ein in Fig. 1 gestrichelt
dargestellter elektronisch steuerbarer Schalter 6, insbesondere ein
verlustarmer Halbleiterschalter, zum Takten der Energieabgabe an den E-
Katalysator 8 verwendet werden. Auch in diesem Fall erfolgt die Ansteuerung
über die Steuereinheit 7, welche den Schalter 6 insbesondere in
Übereinstimmung mit einer bestimmten Heizkennlinie gezielt ein- und
ausschaltet, um somit über das Tastverhältnis zwischen den Einschalt- und
Ausschaltphasen des steuerbaren Schalters 6 die Energieabgabe an den E-
Katalysator 8 einzustellen.
Gemäß einem weiteren (nicht gezeigten) Ausführungsbeispiel ist zur
zeitabhängigen Einstellung der Energieabgabe an den E-Katalysator 8 die
Verwendung eines Spannungsreglers mit einstellbarer Ausgangsspannung
vorgesehen, der den DC/DC-Wandler 4 bzw. den Schalter 6 ersetzt und in
Abhängigkeit von der Steuereinheit 7 die an den E-Katalysator 8 angelegte
Heizspannung einstellt.
Nachfolgend soll unter Bezugnahme auf Fig. 3 ein mögliches
Ausführungsbeispiel für eine von der Steuereinheit 7 zu verwendende
Heizkennlinie erläutert werden.
Wie bereits eingangs erwähnt worden ist, wird eine möglichst rasche
Erwärmung des E-Katalysators angestrebt. Eine optimale Lösung würde
darin bestehen, bereits in der ersten Sekunde nach Inbetriebnahme des
Katalysators diejenige Leistung in den Katalysator zu leiten, welche zum
Erwärmen einerseits der Metallbleche des E-Katalysators und andererseits
des (bei einem Kaltstart) relativ kalten Abgases von 20°C auf 300°C
erforderlich ist. In den nachfolgenden Sekunden müsste dann nurmehr
diejenige Energie oder Leistung zugeführt werden, welche zur Erwärmung
des Abgasmassenstroms von seiner aktuellen Temperatur auf 300°C
erforderlich ist. Hat die Abgastemperatur Werte oberhalb von 300°C erreicht,
kann die externe Beheizung gegebenenfalls abgeschaltet werden.
Wird davon ausgegangen, dass das zu erwärmende Metallblech des E-
Katalysators ca. 50 g wiegt, wird für eine schlagartige Erwärmung auf 300°C
eine Energie von ca. 7 kWs benötigt. Wird des weiteren davon ausgegangen,
dass der Abgasmassenstrom zeitlich konstant zusammengesetzt ist, ergibt
sich für eine Zeitdauer von 10 s nach Einschalten des Verbrennungsmotors
des Kraftfahrzeugs der in der folgenden Tabelle dargestellte beispielhafte
Leistungsbedarf:
In Fig. 3 ist der zeitliche Verlauf der Summe (fünfte Spalte der Tabelle) aus
der zum Erwärmen des E-Katalysators (dritte Tabellenspalte) und der zum
Erwärmen der Abgasluft (vierte Tabellenspalte) erforderlichen Heizleistung
aufgetragen.
Der Darstellung von Fig. 3 kann entnommen werden, dass innerhalb der
ersten zwei Sekunden der deutlich überwiegende Teil der Heizenergie
abgegeben wird. Insbesondere wird der E-Katalysator zu Beginn mit einer
relativ hohen Heizleistung von ca. 8-9 kW, gemäß der obigen Tabelle
insbesondere mit 8,59 kW, beheizt, wobei bereits anschließend die
Heizleistung stetig derart verringert werden kann, dass sie nach zwei
Sekunden lediglich 1-2 kW und nach ca. sechs Sekunden 0 kW beträgt. D. h.
bereits nach sechs Sekunden kann von der Steuereinheit 7 der Schalter 6
geöffnet werden. Die in Fig. 3 gezeigte und durch die obige Tabelle
repräsentierte Heizkennlinie gewährleistet somit eine rasche Erwärmung des
E-Katalysators 8 ohne unnötigen Energieverbrauch.
Bei der Ansteuerung des DC/DC-Wandlers durch die Steuereinheit 7 kann es
sich um eine Steuerung im eigentlichen Sinne handeln, d. h. die
Energieabgabe des DG/DC-Wandlers 4 wird ohne Berücksichtigung
möglicher Istwerte bestimmter Betriebsparameter ausschließlich in
Übereinstimmung mit der vorgegebenen Heizkennlinie eingestellt.
Ebenso ist jedoch auch die Ausgestaltung in Form einer Regelschleife
denkbar. Zu diesem Zweck kann beispielsweise ein Abgassensor 11, z. B. in
Form einer Lambdasonde, vorgesehen sein, der die Schadstoffkonzentration
des von dem E-Katalysator 8 oder der in Fig. 2 gezeigten
Gesamtkatalysatoranordnung abgegebenen Abgasstroms erfasst und der
Steuereinheit 7 mitteilt. Insbesondere ist in diesem Fall die Verwendung
einer 'schnellen' Lambdasonde vorteilhaft, welche innerhalb kürzester Zeit
betriebsbereit ist und korrekte Werte liefert. Die Steuereinheit 7 übernimmt in
diesem Fall die Funktion eines Reglers und vergleicht den ihr zugeführten
Istwert der Schadstoffkonzentration mit einem vorgebbaren Sollwert, um
davon abhängig ein Stellsignal für den DC/DC-Wandler 4 zur Einstellung der
Heizenergieabgabe zu erzeugen. Zusätzlich oder alternativ kann
beispielsweise auch die Temperatur des E-Katalysators 8 erfasst und
ausgewertet werden. Diese Regelung kann anstelle der zuvor beschriebenen
reinen Steuerung oder auch in Kombination mit dieser eingesetzt werden,
um z. B. die infolge einer vorgegebenen Heizkennlinie vorgenommenen
Einstellungen des DC/DC Wandlers 4 nachzuregeln.
Claims (8)
1. Anordnung zum elektrischen Beheizen eines Katalysators, mit einer
Energieversorgungseinheit (3, 4), um einer Heizvorrichtung (8) des Kata
lysators elektrische Energie zuzuführen, dadurch gekennzeichnet, dass
eine Steuereinrichtung (7) vorgesehen ist, um durch Ansteuerung der
Energieversorgungseinheit (3, 4) die Energieabgabe der Energieversor
gungseinheit (3, 4) an die Heizvorrichtung (8) des Katalysators in Abhän
gigkeit von der Zeit zu steuern.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ener
gieversorgungseinheit einen von einer Versorgungsspannungsquelle (3)
betriebenen DC/DC Wandler (4) umfasst, dessen Energieabgabe an die
Heizvorrichtung (8) durch die Steuereinrichtung (7) steuerbar ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ener
gieversorgungseinheit einen mit einer Versorgungsspannungsquelle (3)
verbundenen steuerbaren Schalter (6) umfasst, dessen Ein- und Aus
schaltphasen von der Steuereinrichtung (7) zur Steuerung der Energie
abgabe an die Heizvorrichtung (8) steuerbar sind.
4. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ener
gieversorgungseinheit einen Spannungsregler umfasst, dessen an die
Heizvorrichtung (8) angelegte Ausgangsspannung durch die Steuerein
richtung (7) steuerbar ist.
5. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (7) die Energieabgabe der
Energieversorgungseinheit (3, 4) in Übereinstimmung mit einer bestimm
ten, dem zu beheizenden Katalysator (8) zugeordneten zeitabhängigen
Heizkennlinie steuert.
6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Steu
ereinrichtung (7) ein Kennlinienspeicher (5) zugeordnet ist, in dem für
verschiedene Katalysatortypen entsprechende Kennliniendaten betref
fend die den unterschiedlichen Katalysatortypen zugeordneten Heizkenn
linien gespeichert sind.
7. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass Sensormittel (11) zum Überwachen eines
bestimmten Betriebsparameters des zu beheizenden Katalysators (8)
vorgesehen sind, und dass die Steuereinrichtung (7) abhängig von einem
von den Sensormitteln (11) gelieferten Istwert des Betriebsparameters die
Energieabgabe der Energieversorgungseinheit (3, 4) an die Heizvorrich
tung (8) des zu beheizenden Katalysators derart einstellt, dass der über
wachte Betriebsparameter einen vorgebbaren Sollwert erreicht.
8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass von den
Sensormitteln (11) als Betriebsparameter die Abgaszusammensetzung
des von dem zu beheizenden Katalysator (8) abgegebenen Abgasstroms
überwacht wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19940802A DE19940802B4 (de) | 1999-08-27 | 1999-08-27 | Anordnung zum elektrischen Beheizen eines Katalysators |
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|---|---|
| DE19940802A1 true DE19940802A1 (de) | 2001-04-12 |
| DE19940802B4 DE19940802B4 (de) | 2004-10-21 |
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| OTTO,Erhard,u.a.: Die Systementwicklung des elektrisch heizbaren Katalysators E-Kat für die LEV/ULEV- und EU-III-Gesetzgebung. In: MTZ Motortechnische Zeitschrift 56, 1995,9, S.488- S.498 * |
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