DE19940595A1 - Leibungselement - Google Patents
LeibungselementInfo
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Abstract
Das Leibungselement dient für die Montage von Storenführungsschienen (13) und Storentragvorrichtungen an Fenstern (3) und Türen, wobei es ein Teil einer verputzten Außenwärmedämmung ist. Das Leibungselement ist aus einem geschäumten Kunststoff hergestellt. In den geschäumten Kunststoff ist wenigstens eine tragfähige Platte (9, 10) als Montageunterlage für die Storenschienen (13) eingebettet.
Description
Die Erfindung betrifft ein Leibungselement für die Montage von
Storenführungsschienen und Storentragvorrichtungen an Fenstern
und Türen, wobei das Leibungselement ein Teil einer verputzten
Aussenwärmedämmung ist und aus einem geschäumten Kunststoff her
gestellt ist.
Aus Energiespargründen werden bekanntlich Gebäude, insbesondere
Wohngebäude mit einer verputzten Aussenwärmedämmung versehen.
Diese Wärmedämmung besteht beispielsweise aus Schaumstoffplat
ten, die in geeigneter Weise mit dem Mauerwerk verbunden sind.
Für eine wirksame Wärmedämmung ist es erforderlich, dass auch
die Fenster- und Türleibungen gedämmt werden. Sollen nun auf
diese gedämmten Leibungen Storenschienen montiert werden, so
müssen nach dem Aufbringen der Dämmplatten Tragelemente für die
Storenschienen montiert werden oder es werden Elemente mit
durchlaufendem Alu-Profil verwendet. Das Alu-Profil wird fest
auf die Fenster bzw. Türen geschraubt. Mit diesen bisher verwen
deten Leibungselementen war diese Montagevergleichsweise auf
wendig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Leibungselement
der genannten Gattung zu schaffen, das diese Nachteile vermeidet
und gleichzeitig mit dem Sturz-Schürzenelement eine Einheit bil
det.
Die Aufgabe ist bei einen gattungsgemässen Leibungselement da
durch gelöst, dass in den geschäumten Kunststoff wenigstens eine
tragfähige Platte als Montageunterlage für die Storenschienen
eingebettet ist. Beim erfindungsgemässen Leibungselement sind
die tragfähigen Platten vollständig von Schaumstoff umhüllt.
Wärmebrücken zum Mauerwerk werden damit sicher vermieden. An den
Platten, die vorzugsweise Blechplatten sind, können die Storen
schienen beispielsweise mit Blechschrauben stabil und kraft
schlüssig montiert werden.
Die Herstellung des Leibungselementes ist dann besonders kosten
günstig, wenn es aus wenigstens zwei miteinander verbundenen
Teilen besteht und die Platte bzw. die Platten zwischen diese
beiden Teile eingesetzt ist bzw. sind. Die beiden Teile sind
vorzugsweise zusammengeklebt.- Die tragfähige Platte bzw. die
Platten werden dann durch diese beiden Teile gehalten. Die Plat
ten sind so weit rückstehend in das Leibungselement eingebaut,
dass sie beim montierten Element- nie in Berührung mit dem Mauer
werk oder mit der Fensterbank kommen. Sie können somit keine
Wärmebrücke zum Mauerwerk oder zum Fenster- oder Türrahmen bil
den.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung weist das Element am obe
ren Ende eine Aussparung für die Schürzenelemente auf. Die Tiefe
dieser Aussparung ist so bemessen, dass die Schürzenelementdicke
zusammen mit einer Klebeschicht genau in diese Aussparung passen
und die Fluchten aller Elemente fassadenbündig verlaufen. Die
horizontale Fläche dieser Aussparung bildet genau das Sturzni
veau. Dadurch ist eine besonders einfache und rationelle Montage
der Schürzenelemente gewährleistet. Im Bereich der Storennische
können werkseitig kostengünstig und sehr massgenau die erforder
lichen Aussparungen für die Storengetriebe erstellt werden. Sol
che Getriebenischen lassen sich preisgünstig beschichten.
Eine besonders einfache und rationelle Montage ergibt sich dann,
wenn das Leibungselement genau so lang wie die Leibung auf Mass
und auftragsbezogen gefertigt wird.
Ein Vorteil des erfindungsgemässen Leibungselementes wird auch
darin gesehen, dass diese mit genauen und gerade verlaufenden
Ecken, Leibungsflächen und Leibungskanten als auch Fassadenflä
chen hergestellt werden können. Bei fachgerechter Verarbeitung
ist dann kein Nachbearbeiten erforderlich.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung weist das erfindungsge
mässe Leibungselement fassadenaussenseitig eine elastifizierte
Aussenschicht auf, an die innenseitig eine Hartschaumschicht an
schliesst. Diese elastifizierte Aussenschicht ist vorzugsweise
elastifiziertes Polystyrol und die innere Schicht ist vorzugs
weise Polystyrol-Hartschaum. Diese Weiterbildung hat den Vor
teil, dass die elastifizierte Schicht mit einem sehr kleinen
E-Modul auf die Plattenstösse und somit auf die Putzschichten kei
ne schädlichen Zug- und Druckspannungen ausübt. Solche Spannun
gen führten bisher oft zu Rissen entlang den Plattenstössen und
hohen Bauschäden.
Weitere Vorteile des erfindungsgemässen Leibungselementes werden
darin gesehen, dass es einfach zu handhaben und insbesondere
sehr leicht ist. Es bildet keine Putzgrundwechsel beim Anschluss
an die Fassadendämmplatten.
Das Leibungselement benötigt zudem bei tragfähigen Unterkon
struktionen keine zusätzliche mechanische Befestigung.
Weitere vorteilhafte Merkmale ergeben sich aus den abhängigen
Patentansprüchen, der nachfolgenden Beschreibung sowie der
Zeichnung. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfol
gend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht eines erfindungsgemässen Leibungselementes,
sowie eine Teilansicht eines Mauerwerkes,
Fig. 2 eine Ansicht einer Variante des Leibungselementes mit
nicht durchlaufender Metallplatte, und
Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie III-III der Fig. 1.
Das in Fig. 1 gezeigte Leibungselement 1 besteht aus zwei Tei
len 1a und 1b, die mit einem geeigneten Kleber an der vertikalen
Klebefläche 8 fest miteinander verbunden sind. Wie ersichtlich,
weist das Leibungselement 1 fassadenseitig eine ebene und verti
kal auszurichtende Aussenseite 6 auf, die am oberen Ende des
Leibungselementes 1 eine Ausnehmung 7 mit einer horizontalen
Fläche 15 aufweist. Diese Ausnehmung 7 dient zur Montage eines
hier nicht gezeigten Schürzenelementes. Die Tiefe dieser Ausspa
rung ist so bemessen, dass das Schürzenelement nach dem Montie
ren fassadenbündig verläuft. Die horizontale Fläche 15 der Aus
sparung 7 bildet genau das Stützniveau für das Schürzenelement-.
Zwischen die beiden Teile 1a und 1b eingeschlossen ist eine
Platte 9, die hier ein Blechstreifen ist. Bei der Ausführung
nach Fig. 2 weist das Leibungselement 2 anstelle dieser einzi
gen Platte 9 mehrere in vorbestimmten Anständen angeordnete
Platten 10 auf, die ebenfalls Blechstreifen sind. Anstelle der
Platten 9 bzw. 10 können auch geeignete andere harte Platten
verwendet werden. Die Platten 9 und 10 dienen zur Befestigung
einer Storenschiene 13, die mit Blechschrauben 14 an der Platte
9 befestigt ist.
Die Teile 1b und 2b bestehen jeweils aus einer äusseren Schicht
1b' bzw. 2b' und einer inneren Schicht 1b'' und 2b''. Die äusse
re Schicht 1b' bzw. 2b' besteht aus elastifiziertem Polystyrol
mit einem spezifischen Gewicht von vorzugsweise 12-15 kg/m3 und
die innere Schicht 1b'' bzw. 2b'' aus Polystyrol-Hartschaum mit
einem spezifischen Gewicht von vorzugsweise etwa 20 kg/m3. Die
Dicke der Schicht 1b'' bzw. 2b'' richtet sich nach der Dämmdicke
der hier nicht gezeigten Fassadenplatte und ist vorzugsweise et
wa 30 mm kleiner als die Dämmdicke der Fassadenplatte. Die äu
sseren Schichten 1b' bzw. 2b' sind somit vergleichsweise weiche
Schichten. Dies hat den wesentlichen Vorteil, dass auf die Putz
schichten und anschliessenden Fassadenplatten keine schädlichen
Zug- und Druckspannungen ausgeübt werden.
Die Fig. 3 zeigt deutlich, dass die Elemente 1 bzw. 2 im Quer
schnitt L-förmig ausgebildet sind. Das Element 1a bzw. 2a liegt
einerseits am Mauerwerk 5 und andererseits am Fensterrahmen 3
an. Die Platte 9, die vorzugsweise eingeklebt ist, ist vollstän
dig in das isolierende Material eingebettet und bildet auch nach
der Montage der Storenschiene 13 keine Wärmebrücke zum Mauerwerk
5 oder zum Fensterrahmen 3. Die Leibungselemente 1 und 2 gewähr
leisten somit eine vorzügliche Wärmedämmung und erlauben eine
einfachere und sichere Montage eines Storen.
Claims (14)
1. Leibungselement für die Montage von Storenfüh
rungsschienen (13) und Storentragvorrichtungen an Fenstern (3)
und Türen, wobei das Leibungselement ein Teil einer verputzten
Aussenwärmedämmung ist und aus einem geschäumten Kunststoff her
gestellt ist, dadurch gekennzeichnet, dass in den geschäumten
Kunststoff wenigstens eine tragfähige Platte (9, 10) als Monta
geunterlage für die Storenschienen (13) eingebettet ist.
2. Element nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass es aus wenigstens zwei miteinander verbundenen Teilen (1a,
1b; 2a, 2b) besteht, und dass die Platten (9, 10) zwischen diese
beiden Teile oder eines dieser Teile eingesetzt ist.
3. Element nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Teile (1a, 1b; 2a, 2b) miteinander verklebt
sind.
4. Element nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass sie sich im wesentlichen über die gesamte
Höhe der Leibung des Fensters bzw. der Tür erstreckt.
5. Element nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, dass lediglich eine, sich im wesentlichen über
die gesamte Höhe des Elementes erstreckende Platte (9) vorgese
hen ist.
6. Element nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, dass mehrere im Abstand zueinander angeordnete
Platten (10) vorgesehen sind.
7. Element nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, dass die Platte (9) bzw. Platten (10) so weit
rückstehend angeordnet sind, dass sie im montierten Zustand mit
der Fensterbank nicht in Berührung kommt.
8. Element nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, dass die Platte (9) bzw. Platten (10) so weit
rückstehend angeordnet sind, dass sie im montierten Zustand mit
dem Mauerwerk nicht in Berührung kommt.
9. Element nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, dass die Platte (9) bzw. Platten (10) Blech
streifen sind.
10. Element nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, dass die Platte (9) bzw. Platten (10) eingeklebt
sind.
11. Element nach einem der Ansprüche 1 bis 10, da
durch gekennzeichnet, dass es als Block ausgebildet ist und im
horizontalen Schnitt L-förmig ist.
12. Element nach einem der Ansprüche 1 bis 11, da
durch gekennzeichnet, dass- es am oberen Ende eine Aussparung (7)
für ein Schürzenelement aufweist.
13. Element nach einem der Ansprüche 1 bis 12, da
durch gekennzeichnet, dass es fassadenaussenseitig eine elasti
fizierte Aussenschicht (1b', 2b') aufweist, an die innenseitig
eine Hartschaumschicht (1b'', 2b'') anschliesst.
14. Element nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
dass die äussere Schicht (1b', 2b') elastifiziertes Polystyrol
und die innere Schicht (1b'', 2b'') Polystyrol-Hartschaum ist.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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ID=4219740
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Country Status (2)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE19940595A1 (de) |
| FR (1) | FR2783865A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102005001913A1 (de) * | 2005-01-14 | 2006-08-10 | August Braun | Wärmedämmelement für die Laibung von Gebäudeöffnungen |
| CH705604A1 (de) * | 2011-10-14 | 2013-04-15 | Griesser Holding Ag | Wärmedämmender Rahmen für Lamellenstoren und Rollläden |
| DE202018106073U1 (de) | 2018-10-24 | 2018-11-07 | Alexander Hanisch Gmbh | Tragelement in Isolationsverbundsystemen |
| DE102018126446A1 (de) | 2018-10-24 | 2020-04-30 | Alexander Hanisch Gmbh | Tragelement in Isolationsverbundsystemen |
-
1999
- 1999-08-26 DE DE1999140595 patent/DE19940595A1/de not_active Withdrawn
- 1999-09-07 FR FR9911164A patent/FR2783865A1/fr not_active Withdrawn
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102005001913A1 (de) * | 2005-01-14 | 2006-08-10 | August Braun | Wärmedämmelement für die Laibung von Gebäudeöffnungen |
| CH705604A1 (de) * | 2011-10-14 | 2013-04-15 | Griesser Holding Ag | Wärmedämmender Rahmen für Lamellenstoren und Rollläden |
| DE202018106073U1 (de) | 2018-10-24 | 2018-11-07 | Alexander Hanisch Gmbh | Tragelement in Isolationsverbundsystemen |
| DE102018126446A1 (de) | 2018-10-24 | 2020-04-30 | Alexander Hanisch Gmbh | Tragelement in Isolationsverbundsystemen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2783865A1 (fr) | 2000-03-31 |
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Legal Events
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