DE19940486C2 - Laute - Google Patents
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- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10D—STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
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Description
Die Erfindung betrifft eine Laute mit einem bauchigen und auf
eine scheinbare Spitze zulaufenden Schallkörper und mit einem
an der Seite der Spitze am sogenannten Stock oder Oberklotz
angesetzten Hals. Dieser Hals weist ein Griffbrett auf, wel
ches mit Bünden versehen ist. An seinem freien Ende trägt der
Hals einen Wirbelkasten. Der Schallkörper besteht aus einem
gewölbten Lautenrücken, dessen Rand in seinem Verlauf zwischen
einer Seite des Halses und dessen anderer Seite stets nach
außen gekrümmt ist und der auf einer Ebene liegt. Weiterhin
besteht der Schallkörper aus einer Decke, deren Rand mit dem
Rand des Lautenrückens verbunden ist. Diese Decke ist auf
ihrer zum Lautenrücken weisenden Unterseite mit Spreizern oder
Fächerbalken, die nachfolgend als Leisten bezeichnet werden,
und Querbalken versehen. Auf ihrer der Unterseite gegenüber
liegenden Oberseite ist die Decke mit einem Saitenhalter ver
sehen, der in einem von dem Hals am weitesten entfernten Drit
tel einer Mittellinie der Decke auf dieser Mittellinie und in
seiner Längserstreckung quer zur Mittellinie mit der Decke
verbunden ist. Zwischen dem Wirbelkasten und dem Saitenhalter
sind mehrere Saiten gespannt. In der halsnahen Hälfte der
Mittellinie sind im Bereich der Saiten ein oder mehrere Durch
brüche zwischen Ober- und Unterseite der Decke eingebracht.
Aus Martius, Claus: Leopold Widhalm und der Nürnberger Lauten-
und Geigenbau im 18. Jh.; Veröffentlichung des Instituts für
Kunststofftechnik und Konservierung im Germanischen National
museum, Band 4, Verlag Erwin Bochinski, 1996, ist der letzte
Entwicklungsstand der Laute im 18. Jh. bekannt. Danach ist
eine Laute mit einem bauchigen Schallkörper versehen, der auf
eine scheinbare Spitze zuläuft, an der ein Hals angesetzt ist.
Es gehört zum allgemein bekannten Stand der Technik, daß der
Hals ein Griffbrett aufweist, welches mit Bünden versehen ist
und der an seinem freien Ende einen Wirbelkasten trägt.
Von der aus dem 18. Jh. stammenden Laute ist es weiterhin
bekannt, daß der Schallkörper aus einem gewölbten Lautenrücken
besteht, dessen Rand in seinem Verlauf zwischen einer Seite
des Halses und dessen anderer Seite stets nach außen gekrümmt
ist. Der Rand des Lautenrückens liegt auf einer Ebene. Der
Lautenrücken ist mit einer Decke abgedeckt, deren Rand mit dem
Rand des Lautenrückens verbunden ist.
Die Decke ist, wie nahezu alle Teile der Laute, aus Holz ge
fertigt. Dabei liegt die Maserrichtung der Decke parallel zu
deren Mittellinie. Das heißt, daß Früh- und Spätholz der Decke
nahezu gerade Streifen bilden, die im wesentlichen parallel
zur Mittellinie der Decke liegen.
Die bekannte Laute ist mit sieben Querbalken versehen, die
quer zur Mittellinie und damit insbesondere quer zur Maser
richtung des Holzes der Decke liegen. Damit ist die überwie
gende Fläche der Unterseite der Decke mit Querbalken versehen.
Lediglich etwa im halsabgewandten Viertel der Fläche der Un
terseite sind Fächerbalken angeordnet. Die Mittellängslinien
dieser Fächerbalken haben - wenn überhaupt - einen gemeinsamen
Schnittpunkt, der im halsabgewandten Drittel der Mittellinie
der Deckfläche liegt.
Insbesondere liegt ein annähernd gemeinsamer Schnittpunkt im
Bereich eines auf der Oberseite der Decke angeordneten Saiten
halters. Dieser Saitenhalter befindet sich nämlich in einem
von dem Hals an weitesten entfernten Drittel der Mittellinie
der Decke. Er ist auf dieser Mittellinie und in seiner Läng
serstreckung quer zur Mittellinie mit der Decke verbunden.
Zwischen dem Wirbelkasten und dem Saitenhalter sind mehrere
Saiten gespannt. Die klassische Besaitung besteht aus 13 Sai
ten die die Stimmung A - B - C - D - E - F - G - A - d - f -
a - d' - f' aufweisen. Dabei sind die ersten zehn Saiten als
Doppelsaiten aufgeführt. Nur die d' und f'-Saiten sind als
Einzelsaiten ausgeführt.
Aus Jose L. Romanillos: Antonio de Torres, Ein Gitarrenbauer -
Sein Leben und Werk, Verlag Erwin Bochinski, ist der noch
heute bei Konzertgitarren angewandte Aufbau nach Antonio de
Torres um ca. 1850 bekannt. Eine derartige Gitarre weist eine
Decke und einen Boden auf, die beide über eine Zarge mitein
ander verbunden sind. Diese Zarge ist auffällig tailliert, so
daß Decke und Boden dieser Taillierung folgen. Im Bereich
dieser Taillierung ist ein Querbalken angeordnet. Neben zwei
weiteren Querbalken im halsnahen Bereich der Decke ist diese
bekannte Gitarre auch mit zwei schräg verlaufenden Leisten im
halsfernen Bereich versehen. Zwischen diesen schräg verlaufen
den Leisten und dem Balken im Taillenbereich der Gitarre sind
weiter Leisten oder sogenannte Fächerbalken angeordnet, wobei
die als Leisten bezeichneten Teile etwa nur 1/10 der Quer
schnittsfläche der als Balken bezeichneten Teile aufweist.
Ungefähr in der Mitte zwischen Taille und dem halsfernen Ende
der Gitarre ist der Saitenhalter auf der Oberseite der Decke
befestigt. Zwischen dem Saitenhalter und dem am freien Ende
des Halters befindlichen Wirbelkasten sind bekannterweise
sechs Saiten in der Stimmung E - A - d - g - h - e' gespannt.
Die in der Mitte des 19. Jh. in Spanien entwickelte heutige
Gitarre zählt zweifellos zu den populärsten Musikinstrumenten
der Gegenwart.
Dennoch übt sie für die europäische Musik nur eine Stellver
treterrolle für die Laute aus.
Die Laute ist seit dem 15. Jh. zu einem der wichtigsten Klang
werkzeuge abendländischer Musikkultur geworden. Viele namhafte
Komponisten hinterließen Werke, die für die Laute geschrieben
waren. Diese Werke sind jedoch heute auf der die Stellver
treterrolle ausübenden Gitarre kaum oder nur unzureichend
wiederzugeben, weshalb sie weitgehend in Vergessenheit geraten
sind.
Der Grund für das Zurückdrängen der Laute aus heutigen Or
chestern ist darin zu sehen, daß nahezu alle Orchesterinstru
mente in den letzten Jahrhunderten eine deutliche Entwicklung
vollzogen haben, die Laute jedoch nicht. Infolge dessen man
gelt es der Laute an Lautstärke, sie ist nur kompliziert
spielbar, hat eine eingeschränkte Expressivität und eine, un
zeitgemäße Notationsform.
In der Druckschrift US 1 361 182 ist ein Saiteninstrument
beschrieben, welches einen Körper aufweist, der einen im we
sentlichen geschlossenen Rahmen aufweist, der eine Ober- und
eine Unterseite umgibt. Die Ober- und die Unterseite sind
jeweils konvex gewölbt. Dieses Instrument weist keine Quer
balken oder Leisten auf und der Korpus weicht von der typi
schen Lautenform ab, so daß dieses Instrument einen Klang
aufweisen wird, der sich von dem einer Laute deutlich unter
scheidet.
In dem deutschen Gebrauchsmuster DE 88 08 073 U1 ist ein In
strument beschrieben, das den vorstehend beschriebenen Aufbau
einer Gitarre wiedergibt.
Es ist somit Aufgabe der Erfindung, die Laute so auszugestal
ten, daß sie modernen konzertanten Bedingungen gerecht wird und
unter Beibehaltung seiner vorzüglichen Klangeigenschaften
heutigen Gitarristen zugängig wird, um somit eine Reintegra
tion der Laute in den heutigen Orchesterapparat zu ermögli
chen.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die
Decke der Laute einschließlich des Saitenhalters nach außen
gewölbt ist, wobei der größte Abstand der gewölbten Decke über
der Ebene mindestens 2 mm beträgt. Weiterhin ist auf der Un
terseite der Decke eine querbalkenfreie Fläche vorgesehen, die
einer ersten Teilfläche, etwa zwischen dem Saitenhalter und
dem halsabgewandten Bereich des Randes und einer an die erste
Teilfläche angrenzenden etwa gleich großen zweiten Teilfläche
zwischen den einander gegenüberliegenden Randbereichen ent
spricht. Dabei ist die querbalkenfreie Fläche entweder zu
gleich als leistenfreie Fläche ausgebildet oder mit mitten
symmetrisch angeordneten Leisten versehen. Durch die Decken
wölbung wird bei der Laute erreicht, daß diese eine Stabilität
aufweist, die es ermöglicht, auf eine schwere Aussteifung der
Decke zu verzichten. Damit wird es möglich, daß dieser Deckenbereich
leichter in Schwingungen versetzt wird, wodurch sich
der Schalleintritt in das Instrument verbessert.
Folgerichtig weist der Flächenbereich auf der Unterseite der
Decke, der unter dem Saitenhalter liegt, keine oder eine ge
ringe Beleistung auf, die den Schalleintritt und die Schall
fortpflanzung jedoch nicht behindern.
In einer günstigen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
daß die Beleistung, sofern sie vorhanden ist, aus Leisten
besteht, die im wesentlichen in Richtung der Längserstreckung
der Mittelachse verlaufen.
Die kann derart ausgebildet werden, daß die Leisten in einem
spitzen Winkel zur Richtung der Längserstreckung der Mittel
achse verlaufen. Dabei ist der Verlauf der Leisten so zu
verstehen, daß deren Mittellängslinien zur Mittelachse höch
stens einen Winkel einschließen, der kleiner 45° ist.
In einer möglichen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
daß die Leisten fächerförmig so verlaufen, daß sich ihre Mit
tellängsachsen in einem fiktiven Punkt auf der Mittelachse der
Decke oder deren Verlängerung in Richtung des Halses schnei
den.
Alternativ hierzu ist es auch möglich, daß die Leisten par
allel zur Mittellinie verlaufen.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist eine gerade
Anzahl an Leisten vorgesehen. Dadurch wird erreicht, daß die
Mittelachse unbeleistet bleibt.
In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist eine ungerade
Anzahl von Leisten vorgesehen.
Da die Leisten grundsätzlich symmetrisch zur Mittelachse der
Decke angeordnet sind, wird durch eine ungerade Anzahl von
Leisten sichergestellt, daß stets auch die Mittelachse beleistet
ist.
Als ungerade Anzahl eignen sich insbesondere die Leistenanzah
len drei, fünf, sieben oder neun.
In einer günstigen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
daß die Stärke der Decke zumindest im Bereich der querbalken
freien Fläche gegen den Rand hin abnimmt. Damit wird ein hoher
Grundtonanteil an Bässen realisiert.
Grundsätzlich wird durch eine derartige Beleistung ein gleich
mäßiger Schalleintrag von dem Saitenhalter auf die Decke er
möglicht.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
daß die Querbalken mit ihren Enden auf Auflagern (Konsolen)
aufliegen.
Die Erfindung kann auch dadurch fortgebildet werden, daß zu
mindest zwei Leisten zumindest den Querbalken, der am nähesten
an der querbalkenfreien Fläche liegt, berührungsfrei unter
laufen. Dies geschieht dadurch, daß der Querbalken an der
Kreuzungsstelle zwischen Querbalken und Leiste eine tunnelför
mige Aussparung aufweist. Dadurch wird eine Berührung zwischen
Leiste und Querbalken vermieden und ein Schalleintrag über die
Leisten auch in den Bereich der Fläche, die mit Querbalken
versehen ist, ermöglicht.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
daß das Griffbrett durch einen Deckenabschnitt auf die Decke
verlängert ist. Auf diesen Abschnitt ist die Anordnung der
Bünde fortgesetzt. Durch diese Anordnung wird es möglich, daß
auch die höheren Saiten mit höheren Tönen bespielbar werden.
Zweckmäßig ist es bei dieser Ausgestaltung, die Decke im Be
reich des Deckenabschnittes auf ihrer Unterseite mit einem
Hartholzstück zu verstärken. Einerseits wird damit nämlich die
mechanische Stabilität der Decke in diesem Bereich erhöht, was
zweckmäßig ist, da auf diesem Deckenbereich beim Bespielen der
Saiten ein nicht unerheblicher Druck ausgeübt wird. Anderer
seits wird damit auch der Schalleintrag der Saiten über die
Decke verstärkt, da gerade bei einer Bespielung der höheren
Saiten mit höheren Tönen das Schwingungsvolumen der Saiten und
damit deren Lautstärke sehr gering ist, insbesondere wenn die
Decke in diesem Abschnitt nachgiebig ist.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
daß auf der Laute acht Saiten gespannt sind, die die Stimmung
C - D - E - A - d - g - h - e' aufweisen. Mit einer derartigen
Bespannung wird es möglich, die gesamte Gitarrenmusik seit
1800 und moderne Musik zu spielen. Wird darüberhinaus die g-
Saite um einen Halbton nach fis herabgestimmt, wird es mög
lich, auch die gesamte Lautenmusik von 1450 bis 1630 zu spie
len.
Alternativ zu dieser Bespannung ist es möglich, eine Bespan
nung der Laute mit 15 Einzelsaiten vorzusehen, die die Stim
mung G - A - B - C - D - E - F - G - A - B - d - f - a - d' -
f' oder die Stimmung G - A - B - C - D - E - F - G - A - B -
d - f - a - d' - g' aufweisen. Eine derartige Bespannung lie
fert die Möglichkeit, die gesamte Lautenmusik im Zeitraum
zwischen 1630 und 1800, Teile des Gitarrenrepertoires, Musik
des 19. und 20. Jahrhunderts, Teile des Lautenmusikrepertoires
von 1450 bis 1630 und Gegenwartskompositionen zu spielen.
Die Erfindung soll anhand eines Ausführungsbeispiels näher
erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Laute
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Unterseite der Decke der er
findungsgemäßen Laute und
Fig. 3 einen Längsschnitt durch die erfindungsgemäße Laute.
Wie in den Zeichnungen dargestellt, weist die Laute 1 einen
bauchigen Schallkörper 2 auf. Dieser ist so gestaltet, daß er
auf eine scheinbare Spitze 3 zuläuft. An der Spitze 3 ist ein
Hals 4 angesetzt. Dieser Hals 4 weist ein Griffbrett 5 auf,
welches mit nicht näher dargestellten Bünden versehen ist. An
seinem freien Ende trägt der Hals 4 eine Wirbelkasten 6.
Der Schallkörper 2 selbst besteht aus einem gewölbten Lauten
rücken 7. Der Rand 8 des Lautenrückens 7 ist in seinem Verlauf
zwischen einer Seite 9 des Halses 4 und dessen anderer Seite
10 stets nach außen gekrümmt. Weiterhin liegt der Rand 9 auf
einer Ebene, die in Fig. 3 mit dem Bezugszeichen 11 angedeu
tet ist. Weiterhin besteht der Schallkörper 2 aus einer Decke
12, deren Rand 13 mit dem Rand 8 des Lautenrückens 7 verbunden
ist.
Auf ihrer Oberseite 14 ist die Decke 12 mit einem Saitenhalter
15 versehen. Der Saitenhalter 15 ist auf einer Mittellinie 16
der Decke 12 angeordnet und zwar in seiner Längserstreckung
quer zur Mittellinie 16. In dieser Lage ist der Saitenhalter
15 mit der Decke 12 verbunden, beispielsweise mittels einer
Klebeverbindung.
Zwischen dem Wirbelkasten 6 und dem Saitenhalter 15 sind meh
rere Saiten 17 gespannt. Auf der halsnahen Hälfte der Mittel
linie 16 ist im Bereich der Saiten 17 ein Durchbruch 18 in die
Decke 12 eingebracht, der mit einer Rossette 19 derart ver
schlossen ist, daß mehrere kleine Durchbrüche entstehen.
Wie insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich wird, ist die Decke
12 einschließlich des Saitenhalters 15 um eine sogenannte
Pfeilhöhe 20 gewölbt. Diese Pfeilhöhe beträgt in diesem Aus
führungsbeispiel 2 mm oder mehr.
Auf der Unterseite der Decke 12 ist eine querbalkenfreie Flä
che 21 vorgesehen. Diese querbalkenfreie Fläche 21 besteht aus
einer ersten Teilfläche 22 und einer zweiten Teilfläche 23.
Die erste Teilfläche erstreckt sich etwa zwischen dem Saiten
halter 15 und dem halsabgewandten Bereich 24 des Randes 13.
Die zweite Teilfläche 23 grenzt an die erste Teilfläche 22 an
und ist zur ersten Teilfläche 22 etwa gleich groß. Die zweite
Teilfläche erstreckt sich zwischen einander gegenüberliegenden
Randbereichen 25 und 26.
Auf der querbalkenfreien Fläche 21 sind Leisten 27 mitten
symmetrisch angeordnet. Ihre Mittellängsachsen 28 schneiden
sich in einem fiktiven Punkt auf der Verlängerung der Mittel
achse 16 in Richtung des Halses 4.
Insgesamt sind in dem Ausführungsbeispiel sieben Leisten 27
vorgesehen. Jedoch ist auch eine andere ungerade Zahl von
Leisten 27 möglich. Im verbleibenden Flächenbereich der Unter
seite der Decke sind fünf Querbalken 29 angeordnet. Die Ros
sette 19 ist mit kleinen Sicherungsbalken 30 vor einem Ein
drücken gesichert.
In nicht näher dargestellter Art und Weise ist das Griffbrett
5 durch einen Deckenabschnitt auf die Decke 12 verlängert. Der
Deckenabschnitt weist dabei Bünde auf. Wie aus Fig. 3 er
sichtlich wird, ist die Decke 12 unter dem Deckenabschnitt auf
ihrer Unterseite mit einem Hartholzstück 31 verstärkt.
1
Laute
2
Schallkörper
3
Spitze
4
Hals
5
Griffbrett
6
Wirbelkasten
7
Lautenrücken
8
Rand
9
Seite des Halses
10
Seite des Halses
11
Ebene
12
Decke
13
Rand der Decke
14
Oberseite
15
Saitenhalter
16
Mittelachse
17
Saite
18
Durchbruch
19
Rossette
20
Pfeilhöhe
21
balkenfreie Fläche
22
erste Teilfläche
23
zweite Teilfläche
24
Bereich des Randes
25
Randbereich
26
Randbereich
27
Leiste
28
Mittellängsachse
29
Querbalken
30
Sicherungsbalken
31
Hartholzstück
Claims (14)
1. Laute mit einem bauchigen und auf eine scheinbare Spitze
zulaufenden Schallkörper und einem an der Seite der Spitze
angesetzten Hals, der ein Griffbrett aufweist, welches mit
Bünden versehen ist und der an seinem freien Ende einen
Wirbelkasten trägt, wobei der Schallkörper aus einem ge
wölbten Lautenrücken, dessen Rand in seinem Verlauf zwi
schen einer Seite des Halses und dessen anderer Seite
stets nach außen gekrümmt ist und der auf einer Ebene
liegt, und einer Decke besteht, deren Rand mit dem Rand
des Lautenrückens verbunden ist, die auf ihrer zum Lauten
rücken weisenden Unterseite mit Leisten und Querbalken
versehen ist, die auf ihrer der Unterseite gegenüberlie
genden Oberseite mit einem Saitenhalter versehen ist, der
in einem von dem Hals am weitesten entfernten Drittel
einer Mittellinie der Decke auf dieser Mittellinie und in
seiner Längserstreckung quer zur Mittellinie mit der Decke
verbunden ist, wobei zwischen dem Wirbelkasten und dem
Saitenhalter mehrere Saiten gespannt sind, und daß in der
halsnahen Hälfte der Mittellinie im Bereich der Saiten ein
oder mehrere Durchbrüche zwischen Ober- und Unterseite
angebracht sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Decke (12) einschließlich des Saitenhaltes
(15) nach außen gewölbt ist, wobei der größte Abstand (20)
der gewölbten Decke (12) über der Ebene (11) mindestens
2 mm beträgt, daß auf der Unterseite der Decke (12) eine
querbalkenfreie Fläche (21) vorgesehen ist, die einer
ersten Teilfläche (22) etwa zwischen dem Saitenhalter (15)
und dem halsabgewandten Bereich (24) des Randes (13) und
einer an die erste Teilfläche (22) angrenzenden etwa
gleich großen zweiten Teilfläche (23) zwischen den ein
ander gegenüberliegenden Randbereichen (25; 26) ent
spricht, wobei die querbalkenfreie Fläche (21) zugleich
als leistenfreie Fläche ausgebildet ist oder mit mitten
symmetrisch angeordneten Leisten (27) versehen ist.
2. Laute nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Leisten (27) im wesentlichen in
Richtung der Längserstreckung der Mittelachse (16), ver
laufen.
3. Laute nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Leisten (27) in einem
spitzen Winkel zur Richtung der Längserstreckung der Mit
telachse (16), verlaufen.
4. Laute nach einem der Ansprüche 1 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Leisten (27) fächer
förmig so verlaufen, daß sich ihre Mittellängsachsen (28)
in einem fiktiven Punkt auf der Mittelachse (16) der Decke
(12) oder deren Verlängerung in Richtung des Halses (4)
schneiden.
5. Laute nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Leisten (27) parallel
zur Mittelachse (16) verlaufen.
6. Laute nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß eine gerade Anzahl von
Leisten (27) vorgesehen ist.
7. Laute nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß eine ungerade Anzahl von
Leisten (27) vorgesehen ist.
8. Laute nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stärke der Decke (12)
zumindest im Bereich der querbalkenfreien Fläche (21)
gegen den Rand (13) hin abnimmt.
9. Laute nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Querbalken (29) mit
ihren Enden auf Auflagern aufliegen.
10. Laute nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß zumindest zwei Leisten
zumindest den Querbalken, der am nächsten an der querbal
kenfreien Fläche (21) liegt, berührungsfrei unterlaufen,
in dem der Querbalken an der Kreuzungsstelle mit diesen
Leisten eine tunnelförmige Aussparung aufweist.
11. Laute nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß das Griffbrett (5) durch
einen Deckenabschnitt auf die Decke (12) verlängert ist
und daß die Anordnung der Bünde auf dem Deckenabschnitt
fortgesetzt ist.
12. Laute nach Anspruch 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Decke (12) im Bereich des Decken
abschnittes auf ihrer Unterseite mit einem Hartholzstück
(31) verstärkt ist.
13. Laute nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß acht Saiten (17) gespannt
sind, die die Stimmung C - D - E - A - d - g - h - e'
aufweisen.
14. Laute nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß 15 Einzelsaiten gespannt
sind, die die Stimmung G - A - B - C - D - E - F - G - A -
8 - d - f - a - d' - f' oder die Stimmung G - A - B - C -
D - E - F - G - A - 8 - d - f - a - d' - g' aufweisen.
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