DE19939200A1 - Vorrichtung und Verfahren zur Bereitstellung von Druck in einem Druckspeicher eines Kraftfahrzeuges - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zur Bereitstellung von Druck in einem Druckspeicher eines KraftfahrzeugesInfo
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Abstract
Um bei der Bereitstellung von Druck in einem Druckspeicher (6, 10) in einem Kraftfahrzeug, beispielsweise in einem Unterdruckspeicher (6) für einen Bremskraftverstärker, eine hohe Betriebssicherheit zu gewährleisten, ist die Anordnung von mehreren Pumpen (2a, 2b, 2c) vorgesehen, die unabhängig voneinander zur Druckerzeugung herangezogen werden. Die Pumpen (2a, 2b, 2c) sind dabei insbesondere für unterschiedliche Volumenströme ausgelegt und werden von einer Steuereinheit (14) derart angesteuert, dass die Pumpen (2a, 2b, 2c) möglichst wenig ein- und ausgeschaltet werden.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Bereitstellung von
Druck in einem Druckspeicher eines Kraftfahrzeugs, bei der der Druckspeicher
zum Druckaufbau mit einer Pumpe verbunden ist.
Der Druckspeicher dient in einem Kraftfahrzeug im Allgemeinen zur Bereitstellung
von Druck für ein Funktionselement. Er ist beispielsweise als Unterdruckspeicher
ausgebildet und stellt den Unterdruck einem Bremskraftverstärker für dessen Be
trieb zur Verfügung. Weitere Funktionselemente im Kraftfahrzeug, die über einen
Druckspeicher angesteuert werden, sind beispielsweise pneumatisch aktivierbare
Fensterheber oder eine pneumatisch aktivierbare Zentralverriegelung.
Zum Druckaufbau wird üblicherweise eine Pumpe herangezogen, deren Pumplei
stung auf den maximal erforderlichen Volumenstrom abgestimmt ist, damit die
einzelnen Funktionselemente jederzeit einsatzbereit sind. Zur Aufrechterhaltung
des Drucks schaltet die Pumpe im Falle eines Unterdruckspeichers bei Über
schreiten eines Druckwerts und im Falle eines Überdruckspeichers bei Unter
schreiten eines Druckwerts ein. Sobald ein vorgegebener Sollwert erreicht wird,
schaltet die Pumpe wieder ab. Zur Aufrechterhaltung des Drucks im Druckspei
cher sind daher viele Einschalt- und Ausschaltvorgänge notwendig. Dies bedeutet
für die Pumpe eine hohe Belastung und erhöht die Ausfallwahrscheinlichkeit. Aus
Sicherheitsgründen ist insbesondere bei einem Unterdruckspeicher für einen
Bremskraftverstärker der Ausfall der Pumpe äußerst bedenklich, da dies zu einem
Ausfall des Bremskraftverstärkers führt und somit die Funktionsfähigkeit der
Bremsen deutlich eingeschränkt ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein
Verfahren zur Bereitstellung von Druck in einem Druckspeicher eines Kraftfahr
zeugs anzugeben, bei denen der Druck zuverlässig bereitgestellt wird.
Die auf die Vorrichtung gerichtete Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst, in
dem ein Druckspeicher zum Druckaufbau mit einer ersten Pumpe verbunden ist,
und eine weitere Pumpe zur von der ersten Pumpe unabhängigen Druckerzeu
gung vorgesehen ist.
Durch die zusätzliche Anordnung zumindest einer weiteren Pumpe ist zum einen
eine gewisse Redundanz erreicht, so dass bei Ausfall der ersten Pumpe weiterhin
der Druck im Druckspeicher, der insbesondere als Druckluftspeicher ausgebildet
ist, aufgebaut und aufrecht erhalten wird. Zum anderen wird durch die Unabhän
gigkeit der Pumpen erreicht, dass sie sich nicht nachteilig beeinflussen, beispiels
weise wenn eine der Pumpen versagt, und dass unabhängig vom Betriebszustand
der ersten Pumpe die zweite Pumpe insbesondere gleichzeitig betrieben werden
kann. Insbesondere ist es dadurch möglich, bei nur geringen Volumenstromanfor
derungen lediglich eine Pumpe zu betreiben, die bevorzugt nicht für den maximal
erforderlichen Volumenstrom ausgebildet ist. Dadurch ist die Anzahl der notwen
digen Schaltvorgänge zur Aufrechterhaltung des Drucks im Vergleich zu einer auf
den maximalen Volumenstrom eingestellten Einzelpumpe reduziert.
Zum unabhängigen Betrieb der beiden Pumpen sind diese vorzugsweise parallel
zueinander angeordnet.
Da bei unterschiedlichen Betriebszuständen zur Aufrechterhaltung des Drucks
unterschiedliche Volumenströme von dem Pumpensystem bereitgestellt werden
müssen, ist es äußerst zweckdienlich, wenn die Pumpen unterschiedliche
Pumpleistungen aufweisen. Dabei wird jeweils diejenige Pumpe betrieben, deren
Pumpleistung für die erforderliche Pumpleistung ausreicht, so dass möglichst we
nige Ein- und Ausschaltvorgänge notwendig sind.
Für eine möglichst optimale Auslegung der Pumpen ist die maximale Gesamtlei
stung der Pumpen auf den für den Druckspeicher maximal erforderlichen Volu
menstrom abgestimmt. Dadurch wird für Betriebszustände mit dem höchsten
Druckluftverbrauch ein permanenter und störungsfreier Betrieb gewährleistet, oh
ne dass die Pumpen des Pumpsystems überdimensioniert sind.
In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung übernimmt die Ansteuerung der
einzelnen Pumpen eine Steuereinheit, die mit einem Drucksensor verbunden ist,
über den der im Druckspeicher herrschende Druck erfasst wird. Die Steuereinheit
ist dabei derart ausgelegt, dass sie in Abhängigkeit des vom Drucksensor gemes
senen Drucks zum einen den aktuell erforderlichen Volumenstrom bestimmt und
zum anderen die Pumpe oder die Pumpenkombination auswählt, deren Pumplei
stung dem aktuell erforderlichen Volumenstrom am ehesten entspricht. Die Steu
ereinrichtung gewährleistet daher auf der einen Seite die Einstellung eines ge
wünschten Druckwerts im Druckspeicher und sorgt zum anderen dafür, dass die
Pumpen möglichst schonend mit wenig Ein- und Ausschaltvorgängen gefahren
werden.
Um die Betriebssicherheit auch im Hinblick auf mögliche Leckagen im druckfüh
renden System zu erhöhen, sind die Pumpen in voneinander unabhängigen
Pumpleitungen angeordnet.
Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn jeder Pumpe ein separates Sperrventil zu
geordnet ist, welches zur Aufrechterhaltung des Drucks im Druckspeicher bei
Ausfall der zum Sperrventil zugehörigen Pumpe dient. Das Sperrventil verhindert
also bei Ausfall einer Pumpe das Ausströmen von Fluid aus dem Druckspeicher
im Falle eines Überdruckspeichers und das Einströmen von Fluid im Falle eines
Unterdruckspeichers. Das Sperrventil gewährleistet zugleich einen unabhängigen
Betrieb der einzelnen Pumpen, da es störende Auswirkungen der einzelnen Pum
pe auf andere Pumpen vermeidet.
Für den unabhängigen und störungsfreien Betrieb sind die Pumpen vorzugsweise
mit jeweils einem elektromotorischen Antrieb ausgerüstet, wobei die einzelnen
Antriebe der Pumpen unabhängig voneinander abgesichert sind.
Die unabhängige Anordnung von mehreren Pumpen ist Teil eines Sicherheitskon
zepts zur Aufrechterhaltung des Drucks im Druckspeicher. In der ersten Stufe die
ses Sicherheitskonzepts wird der Druck im Wesentlichen mit Hilfe der intelligenten
Steuerung durch die Steuereinheit zuverlässig aufgebaut und aufrecht erhalten. In
einer vorteilhaften Ausgestaltung ist im Rahmen einer zweiten Stufe dieses Si
cherheitskonzepts ein Schalter, insbesondere ein Druckschalter vorgesehen. Die
ser ist zum zwangsweisen Einschalten aller Pumpen ausgelegt ist, sobald ein
bestimmter Druck-Grenzwert im Druckspeicher erreicht ist. Diese zweite Stufe des
Sicherheitskonzepts ist beispielsweise für einen Ausfall der Steuereinheit vorge
sehen, um die Betriebssicherheit auch bei Ausfall der Steuereinrichtung zu ge
währleisten.
Die auf das Verfahren gerichtete Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst, indem zur
Bereitstellung von Druck in einem Druckspeicher eines Kraftfahrzeugs eine erste
Pumpe dient, und dass eine weitere Pumpe bei Bedarf zum Druckaufbau heran
gezogen wird, welche unabhängig von der ersten Pumpe Druck im Druckspeicher
erzeugt.
Die beiden Pumpen werden alternativ oder in Ergänzung zueinander betrieben
und insbesondere in Abhängigkeit der aktuell erforderlichen Pumpleistung. Durch
die Anordnung zweier unabhängig voneinander arbeitender Pumpen ist eine hohe
Betriebssicherheit des Verfahrens erreicht.
Um möglichst wenig Einschalt- und Ausschaltvorgänge zu erreichen, weisen die
Pumpen vorzugsweise unterschiedliche Pumpleistungen auf, und es wird jeweils
die Pumpe oder die Pumpenkombination in Abhängigkeit des zur Einstellung des
Drucks aktuell erforderlichen Volumenstroms eingeschaltet, deren Pumpleistung
dem aktuell erforderlichen Volumenstrom am ehesten entspricht.
In einer weiteren Sicherheitsstufe zur Aufrechterhaltung des Drucks werden bei
Erreichen eines Druck-Grenzwerts bevorzugt alle Pumpen zwangsweise einge
schaltet.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und besondere Vorzüge des Verfahrens er
geben sich in sinngemäßer Abwandlung der auf die Vorrichtung bezogenen be
vorzugten Ausführungsformen mit ihren Vorteilen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden näher erläutert. In der
einzigen Figur der Zeichnung ist anhand eines Blockschaltbilds eine Vorrichtung
zur Bereitstellung von Druck in einem Druckspeicher schematisch dargestellt.
Gemäß der Figur ist die Vorrichtung zur Bereitstellung von Druck als ein Pumpen
system mit drei Pumpen unterschiedlicher Pumpleistung ausgestaltet und weist
eine kleine Pumpe 2a, eine mittlere Pumpe 2b und eine große Pumpe 2c auf. Die
Pumpen 2a, 2b, 2c sind parallel zueinander angeordnet und über ihnen zugeordne
te, zueinander unabhängige Pumpleitungen 4a, 4b, 4c und über ein gemeinsames
Leitungsstück 4 an einem Druckspeicher 6 angeschlossen. Dieser ist insbesonde
re ein Unterdruckspeicher für einen Bremskraftverstärker in einem Kraftfahrzeug.
Die Pumpleitungen 4a, 4b, 4c und das Leitungsstück 4 sind also als Saugleitungen
ausgeführt und bilden mit den Pumpen 2a, 2b, 2c und dem Druckspeicher 6 ein
Unterdrucksystem. Als Fluid zur Druckerzeugung wird vorzugsweise Luft verwen
det.
Druckseitig sind die Pumpen 2a, 2b, 2c über Druckleitungen 8 bevorzugt mit einem
Überdruckspeicher 10 eines Überdrucksystems verbunden. Dieses Überdrucksy
stem dient in gleicher Weise wie das Unterdrucksystem zur Ansteuerung eines
Funktionselements im Kraftfahrzeug. Ein solches Funktionselement ist neben dem
Bremskraftverstärker beispielsweise eine pneumatisch betätigbare Zentralverrie
gelung. Das Pumpsystem dient also zur gleichzeitigen Bereitstellung von Unter
druck im Unterdruckspeicher 6 und von Überdruck im Überdruckspeicher 10.
Die Funktionsweise des Pumpsystems mit seinen Sicherheitsvorkehrungen wird
im Folgenden im Zusammenhang mit dem Unterdruckspeicher 6 erläutert. Die
dargelegten Prinzipien lassen sich in gleicher Weise auch auf die Überdruckseite
übertragen.
Zur Überwachung des Drucks im Druckspeicher 6 ist ein als Druckwächter aus
gestalteter Drucksensor 12 vorgesehen, der beispielsweise unmittelbar vor dem
Druckspeicher 6 in das Leitungsstück 4 geschaltet ist und dort den im Druckspei
cher 6 herrschenden Druck mißt. Der Drucksensor 12 ist mit einer Steuereinrich
tung 14 verbunden, der er den gemessenen Druckwert beispielsweise elektro
nisch übermittelt. Die Steuereinheit 14 ist mit jeder einzelnen Pumpe 2a, 2b, 2c
über jeweils einen Leitungsstrang 16a, 16b, 16c verbunden. Diese Leitungssträn
ge 16a, 16b, 16c umfassen beispielsweise die Stromversorgung für die einzelnen
Pumpen 2a, 2b, 2c und umfassen weiterhin Datenleitungen zum Austausch und
Abgleich von Daten zwischen Steuereinheit 14 und den Pumpen 2a, 2b, 2c. Insbe
sondere werden über die Datenleitungen auch Steuerbefehle übermittelt.
Neben dem Drucksensor 12 wird der Druck im Druckspeicher 6 zusätzlich von
einem Druckschalter 18 erfasst, der zum Ein- und Ausschalten der einzelnen
Pumpen 2a, 2b, 2c in Abhängigkeit eines bestimmten Druckwerts mit diesen über
jeweils eine Schaltleitung 20 verbunden ist. Diese sind bevorzugt mit den von der
Steuereinheit 14 zu den Pumpen 2a, 2b, 2c führenden Stromversorgungsleitungen
der Leitungsstränge 16a, 16b, 16c verbunden. Die Schaltleitung 20 ist alternativ als
Signalleitung ausgeführt.
Die Stromversorgungsleitungen führen zu in den Pumpen 2a, 2b, 2c angeordneten
Elektromotoren 22, die einen jeweiligen Pumpenmechanismus 23 antreiben. Die
Stromversorgungen für die einzelnen Pumpen 2a, 2b, 2c sind unabhängig vonein
ander ausgeführt und weisen insbesondere den einzelnen Pumpen 2a, 2b, 2c zu
geordnete Sicherungen 24 auf.
Auf der Saugseite der Pumpen 2a, 2b, 2c sind in den Pumpleitungen 4a, 4b, 4c ins
besondere als Rückschlagventile ausgebildete Sperrventile 26a, 26b, 26c angeord
net. Diese verhindern ein Einströmen von Luft in den Unterdruckspeicher 6, wenn
beispielsweise die dem Sperrventil 26a zugeordnete Pumpe 2a ausfällt, oder die
Pumpleitung 4a ein Leck hat.
Das Pumpensystem ist insbesondere als zweistufiges Sicherheitssystem ausge
staltet, wobei das wesentliche Element der ersten Sicherheitsstufe die Anordnung
der parallel zueinander geschalteten und unabhängig voneinander arbeitenden
Pumpen 2a, 2b, 2c sind, die über die Steuereinheit 14 gesteuert werden. Ein we
sentliches Element der ersten Sicherheitsstufe ist die Aufteilung der Ge
samtpumpleistung auf mehrere Pumpen, so dass bei Ausfall einer Pumpe, bei
spielsweise der mittleren Pumpe 2b, weiterhin der notwendige Unterdruck im Un
terdruckspeicher 6 gewährleistet ist. Ein weiteres wesentliches Element ist darin
zu sehen, dass die Ein- und Ausschaltvorgänge gegenüber einer einzigen Pumpe
mit maximalem Volumenstrom reduziert sind, so dass die Ausfallwahrscheinlich
keit der einzelnen Pumpen 2a, 2b, 2c möglichst gering ist. Hierzu sind die Pum
pen 2a, 2b, 2c für unterschiedliche Pumpleistungen ausgestaltet. Bei unterschiedli
chen Volumenstrom-Anforderungen seitens des Druckspeichers 6 wird von der
Steuereinheit 14 eine Pumpe oder eine Pumpenkombination mit einer geeigneten
Pumpleistung eingeschaltet.
Die einzelnen Pumpen 2a, 2b, 2c werden von der Steuereinheit 14 überwacht und
angesteuert. Hierzu wird vom Drucksensor 12 der aktuell im Druckspeicher 6
herrschende Unterdruck übermittelt. Anhand diesen Wertes berechnet die Steu
ereinheit 14 die aktuell erforderliche Pumpleistung und wählt eine Pumpe oder
eine Pumpenkombination aus. Hierzu besitzt die Steuereinheit 14 ein Steuermo
dul 14a.
Sie umfasst weiterhin ein Ventilsteuerungsmodul 14b sowie ein Druckmessmo
dul 14c. Das Ventilsteuerungsmodul 14b dient beispielsweise zur Ansteuerung
von in den einzelnen Pumpen 2a, 2b, 2c integrierten Ventilen 15. Diese Ventile 15
steuern insbesondere den Volumenstrom vom Überdruckspeicher 10 zum Unter
druckspeicher 6 über die Pumpen 2a, 2b, 2c. Diese werden im Bedarfsfall über ei
nen Atmosphärenanschluss 17 mit der Atmosphäre verbunden. Das Druckmess
modul 14c dient insbesondere zur Überwachung und Kontrolle der an den Pum
pen 2a, 2b, 2c anliegenden Druckverhältnisse. Die einzelnen Module der Steuer
einheit 14 stehen über die Leitungsstränge 16a, 16b, 16c mit den jeweiligen Pum
pen 2a, 2b, 2c zum Datenaustausch in Verbindung. Über das Druckmessmodul 14c
besteht beispielsweise die Möglichkeit, den Ausfall einer der Pumpen zu erken
nen, wenn ein erwarteter Sollwert nicht mehr erreicht wird.
Das wesentliche Element für die zweite Stufe des Sicherheitskonzepts ist der
Druckschalter 18, der bei Unterschreiten eines Druckwerts im Unterdruckspei
cher 6 alle Pumpen zwangsweise einschaltet. Der Druckwert, ab dem der Druck
schalter 18 schaltet, liegt beispielsweise bei 300 Millibar Unterdruck, wohingegen
die Steuereinheit 14 bei einem vom Drucksensor 12 gemessenen Wert von 400
Millibar bereits eine der Pumpen 2a, 2b, 2c einschaltet. Ein Erreichen des geringen
Druckwerts von 300 Millibar Unterdruck indiziert also einen Ausfall der Steuerein
heit. Die zweite Sicherheitsstufe gewährleistet daher bei Ausfall der Steuereinheit
14 die Aufrechterhaltung des Unterdrucks. Während die Steuereinheit 14 zur Zu-
bzw. Abschaltung der Pumpen 2a, 2b, 2c vorzugsweise elektronische Schalter be
nutzt, ist die Schaltfunktion des Druckschalters 18 bevorzugt mechanisch ausge
bildet. Damit wird eine Unabhängigkeit von elektronischen Komponenten erzielt.
Hierzu wird beispielsweise ein Schalthebel im Druckschalter 18 mit dem Druck
aus dem Druckspeicher 6 beaufschlagt und über die dadurch auf ihn ausgeübte
Kraft in einer Schließstellung gehalten. Bei Unterschreiten des Druckwerts verlässt
der Schalthebel die Schließstellung und schaltet die Pumpen alle gleichzeitig und
unabhängig von der Steuereinheit 14 ein. Sobald der Sollwert im Druckspeicher 6
wieder erreicht ist, schaltet der Druckschalter 18 die Pumpen 2a, 2b, 2c aus.
Parallel zu den beiden Stufen des Sicherheitskonzepts sind als zusätzliche Siche
rungsmaßnahmen die Sperrventile 26a, 26b, 26c sowie die Sicherungen 24 vorge
sehen, die gewährleisten, dass eine Störung bei einer der Pumpen 2a, 2b, 2c aus
wirkungsfrei auf die restlichen Pumpen bleibt. Bei einer elektrischen Störung wird
beispielsweise die defekte Pumpe über die zugeordnete Sicherung 24 vom
Stromnetz genommen.
Das dargestellte Sicherheitskonzept gewährleistet die Aufrechterhaltung des ge
wünschten Druckwerts im Druckspeicher 6 und bietet somit eine hohe Versor
gungssicherheit für die an den Druckspeicher 6 angeschlossenen Sicherheitssy
steme, wie beispielsweise für einen Bremskraftverstärker. Denn bei Auftreten ei
nes mechanischen, elektrischen oder eines pneumatischen Defekts an einer der
Pumpen 2a, 2b, 2c bleibt die Versorgungssicherheit durch die restlichen Pum
pen 2a, 2b, 2c gewährleistet. Zudem ist die mechanische Belastung der einzelnen
Pumpen 2a, 2b, 2c sehr gering, da über die Steuereinheit 14 ein angepasster Vo
lumenstrom eingestellt wird, und die Ein- und Ausschaltvorgänge auf ein Minimum
reduziert werden. Wesentlich ist die unabhängige Anordnung der Pumpen, die
sich nicht zuletzt darin äußert, dass jede Pumpe separat elektrisch abgesichert ist,
und dass die Pumpen 2a, 2b, 2c in jeweils einer eigenen Pumpleitung 4a, 4b, 4c
parallel zueinander angeordnet sind. Dadurch ist es ermöglicht, die Pum
pen 2a, 2b, 2c über die Sperrventile 26a, 26b, 26c vom restlichen Leitungssystem
abzutrennen.
2
a kleine Pumpe
2
b mittlere Pumpe
2
c große Pumpe
4
Leitungsstück
4
a Pumpleitung
4
b Pumpleitung
4
c Pumpleitung
6
Druckspeicher
8
Druckleitung
10
Überdruckspeicher
12
Drucksensor
14
Steuereinheit
14
a Steuermodul
14
b Ventilsteuerungsmodul
14
c Druckmessmodul
15
Ventile
16
a Leitungsstrang
16
b Leitungsstrang
16
c Leitungsstrang
17
Atmosphärenanschluss
18
Druckschalter
20
Schaltleitung
22
Elektromotor
23
Pumpenmechanismus
24
a Sicherung
24
b Sicherung
24
c Sicherung
26
a Sperrventil
26
b Sperrventil
26
c Sperrventil
Claims (12)
1. Vorrichtung zur Bereitstellung von Druck in einem Druckspeicher (6, 10) eines
Kraftfahrzeugs, bei der der Druckspeicher (6, 10) zum Druckaufbau mit einer
ersten Pumpe (2a) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine weitere Pumpe (2b, 2c) zur von der ersten Pumpe (2a) unabhängi
gen Druckerzeugung vorgesehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Pumpen (2a, 2b, 2c) parallel zueinander angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Pumpen (2a, 2b, 2c) unterschiedliche Pumpleistungen aufweisen.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die maximale Gesamtleistung der Pumpen (2a, 2b, 2c) auf den für den
Druckspeicher (6, 10) maximal erforderlichen Volumenstrom abgestimmt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein insbesondere als Druckwächter ausgestalteter Drucksensor (12) zur
Erfassung des im Druckspeicher (6, 10) herrschenden Drucks vorgesehen ist,
dass der Drucksensor (12) mit einer Steuereinheit (14) verbunden ist, und
dass die Steuereinheit (14) derart ausgelegt ist, dass sie in Abhängigkeit des
vom Drucksensor (12) gemessenen Drucks den aktuell erforderlichen Volu
menstrom bestimmt und die Pumpe (2a) oder die Pumpenkombination (2a, 2b)
auswählt, deren Pumpleistung dem aktuell erforderlichem Volumenstrom am
ehesten entspricht.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Pumpen (2a, 2b, 2c) in voneinander unabhängigen Pumpleitungen
(4a, 4b, 4c) angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeder Pumpe (2a, 2b, 2c) ein separates Sperrventil (16a, 16b, 16c) zuge
ordnet ist, welches zur Aufrechterhaltung des Drucks im Druckspeicher (6, 10)
bei Ausfall der zum Sperrventil (16a, 16b, 16c) zugehörigen Pumpe (2a, 2b, 2c)
dient.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Pumpen (2a, 2b, 2c) jeweils einen elektromotorischen Antrieb (22)
aufweisen, und dass die einzelnen Antriebe (22) unabhängig voneinander ab
gesichert sind.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Schalter, insbesondere ein Druckschalter (18) vorgesehen ist, der
zum zwangsweisen Einschalten aller Pumpen (2a, 2b, 2c) ausgelegt ist, sobald
ein bestimmter Druck-Grenzwert im Druckspeicher (6, 10) erreicht ist.
10. Verfahren zur Bereitstellung von Druck in einem Druckspeicher (6, 10) eines
Kraftfahrzeugs, bei dem zum Druckaufbau eine erste Pumpe (2a) dient,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine weitere Pumpe (2b, 2c) bei Bedarf zum Druckaufbau herangezogen
wird, und dass die weitere Pumpe (2b, 2c) unabhängig von der ersten Pumpe
(2a) Druck im Druckspeicher (6, 10) erzeugt.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Pumpen (2a, 2b, 2c) eine unterschiedliche Pumpleistung aufweisen,
und dass in Abhängigkeit des zur Einstellung des Drucks aktuell erforderlichen
Volumenstroms jeweils die Pumpe (2a) oder die Pumpenkombination (2a, 2b)
eingeschaltet wird, deren Pumpleistung dem aktuell erforderlichem Volumen
strom am ehesten entspricht.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei Erreichen eines Druck-Grenzwerts alle Pumpen (2a, 2b, 2c) zwangs
weise eingeschaltet werden.
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Publications (1)
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