DE19939131A1 - Axialkolbentriebwerk mit einem stufenlos verstellbaren Kolbenhub - Google Patents
Axialkolbentriebwerk mit einem stufenlos verstellbaren KolbenhubInfo
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Abstract
Die Erfindung geht aus von einem Axialkolbentriebwerk mit einem stufenlos verstellbaren Kolbenhub, das eine Antriebswelle (10, 12) aufweist, auf der in einem Kurbelraum (14) eine Schrägscheibe (16) verkippbar und in axialer Richtung verschiebbar gelagert ist und mit einer Regeleinrichtung (18, 20), über die ein Kippwinkel und eine axiale Position der Schrägscheibe (16) einstellbar ist und mit mindestens einem mit der Schrägscheibe (16) antriebsmäßig verbundenen, in einem Zylinder (22, 24) bewegbaren Kolben (26, 28). DOLLAR A Es wird vorgeschlagen, daß die Regeleinrichtung (18, 20) eine vom Kolben (26, 28) getrennte Stelleinheit (30, 32) aufweist.
Description
Die Erfindung geht aus von einem Axialkolbentriebwerk mit ei
nem stufenlos verstellbaren Kolbenhub nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Es ist bekannt, Axialkolbentriebwerke mit einem stufenlos
verstellbaren Kolbenhub, insbesondere für Kraftfahrzeugklima
anlagen einzusetzen, und zwar als Kältemittelverdichter.
Eine Klimaanlage eines Kraftfahrzeugs besitzt im wesentlichen
einen Kältemittelverdichter, einen ersten Wärmeübertrager,
den sogenannten Verdampfer, einen zweiten Wärmeübertrager,
ein Expansionsorgan und Rohrleitungen, die die Bauteile mit
einander verbinden. Der Kältemittelverdichter hat die Aufga
be, ein Kältemittel aus dem Verdampfer abzusaugen, in dem das
Kältemittel unter Wärmeaufnahme verdampft, und auf einen hö
heren Druck zu verdichten. Im zweiten Wärmeübertrager kann
das Kältemittel anschließend die Wärme auf einem höheren Tem
peraturniveau abgeben und erfährt in dem Expansionsorgan eine
Drosselung auf ein Druckniveau des Verdampfers.
Die Leistung des Kältemittelverdichters kann über eine An
triebsdrehzahl und besonders energetisch günstig bei Axial
kolbentriebwerken über den Kolbenhub stufenlos verstellbar
ausgeführt werden. Bekannte Axialkolbentriebwerke bzw. Axial
kolbenverdichter für Kraftfahrzeugklimaanlagen besitzen eine
über eine Riemenscheibe angetriebene Antriebswelle. In einem
Kurbelraum ist eine Schrägscheibe drehfest und verkippbar
über ein Gelenk auf der Antriebswelle gelagert. Die Schräg
scheibe treibt zumindest einen, in einem Zylinder bewegbaren
Kolben an. Zur Aufnahme von Zug- und Druckbelastungen ist je
der Kolben über zwei Gelenksteine mit der Schrägscheibe ver
bunden, und zwar jeweils mit einem Gelenkstein an der dem
Kolben zugewandten und an der dem Kolben abgewandten Laufflä
che der Schrägscheibe. Die Gelenksteine laufen mit ihren
Planflächen auf den Laufflächen der Schrägscheibe mit voller
Umfangsgeschwindigkeit bei überlagerter radialer Bewegung,
wodurch sich eine elliptische Laufbahn ergibt. Die Gelenk
steine liegen mit ihren gewölbten Oberflächen in ausgeformten
kugelschaligen Lagern der Kolben, in denen während des Be
triebs eine vergleichsweise kleine Relativbewegung vorliegt.
Ferner kann die Schrägscheibe, anstatt über Gelenksteine,
über eine Taumelscheibe mit den Kolben verbunden sein. Die
Taumelscheibe ist entweder an einem Gehäuse oder über Kolben
stangen gegenüber der Antriebswelle verdrehgesichert. Eine
Lagerung zwischen der Schrägscheibe und der Taumelscheibe
nimmt die gesamte Relativbewegung auf. Die Taumelscheibe
führt aufgrund der rotierenden Schrägscheibe nur eine Taumel
bewegung aus.
Der Kolbenhub und damit die Leistung des Axialkolbenverdich
ters wird über den Grad des Kippwinkels der Schrägscheibe
eingestellt. Bei einem großen Kippwinkel entsteht ein großer
Kolbenhub und eine hohe Leistung, bei einem kleinen Kippwin
kel entsteht ein kleiner Kolbenhub und eine niedrige Lei
stung. Der Kippwinkel der Schrägscheibe wird in der Regel
durch zwei Anschläge auf einen minimalen und einen maximalen
Wert begrenzt. Gewöhnlich sind ein bis zwei Führungsstifte
notwendig, um die Kippbewegung definiert zu führen und ein
Verklemmen zu vermeiden. Die Kippbegrenzungen bzw. die An
schläge können in den Führungsstiften integriert sein.
Wird bei der Verstellung des Kippwinkels von einem maximalen
Wert auf einen kleineren Wert ein oberer Totpunkt des Kolbens
in Richtung Schrägscheibe im Zylinder verschoben, kann be
reits komprimiertes Gas nicht vollständig ausgeschoben wer
den. Die in das Gas eingebrachte Kompressionsenergie kann
nicht für den Kühlprozeß genutzt werden. Es entsteht ein so
genannter Schadraum zwischen dem Kolben und einer Ventilplat
te am Zylinder, der zu einem Energieverlust führt. Um den
Schadraum zu vermeiden und den oberen Totpunkt der Kolben
beizubehalten, ist die Schrägscheibe zusätzlich gegen eine
vorgespannte Druckfeder axial verschiebbar gelagert. Die
Schrägscheibe wird in der Regel über Anschläge in axialer
Richtung begrenzt.
Das erfindungsgemäße Axialkolbentriebwerk besitzt eine An
triebswelle mit einer darauf in einem Kurbelraum verkippbar
und in axialer Richtung verschiebbar gelagerten Schrägschei
be. Über eine Regeleinrichtung ist ein Kippwinkel und eine
axiale Position der Schrägscheibe einstellbar. Die Schräg
scheibe ist antriebsmäßig mit zumindest einem, in einem Zy
linder bewegbaren Kolben verbunden.
Es wird vorgeschlagen, daß die Regeleinrichtung eine vom Kol
ben getrennte Stelleinheit aufweist. Mit einer von dem Kolben
getrennten Stelleinheit kann ein von den Betriebspunkten un
abhängig großer Regelbereich geschaffen werden. Eine Stell
kraft kann ausschließlich in Richtung der möglichen Verstell
bewegung der Schrägscheibe eingeleitet werden, wodurch ein
Klemmen und eine erhöhte Abnutzung vermeidbar sind.
Strömungsverluste zwischen der Oberseite des Kolbens und dem
Kurbelraum können vermieden und es kann die gesamte Verdich
terleistung, beispielsweise als Kälteleistung für eine Klima
anlage genutzt werden. Ferner kann das Axialkolbentriebwerk
mit einem geringen Druck im Kurbelraum betrieben werden. Ein
Leckagestrom von Kältemittel aus dem Kurbelraum durch Wellen
abdichtungen nach außen ist etwa proportional dem Kurbelraum
druck. Mit einem geringen Druck kann eine aufwendige Abdich
tung des Kurbelraums vermieden und eine geringe Leckage er
reicht werden. Dies ist insbesondere bei Kältemitteln mit ho
hen absoluten Drücken von Vorteil, bei denen im allgemeinen
für eine Regelung über eine Gasdruckdifferenz am Kolben hohe
Drücke im Kurbelraum erforderlich sind. Bei einem geringen
Druck ist ferner die Löslichkeit des Kältemittels einer Kli
maanlage in einem Schmierstoff des Kolbens gering, wodurch
eine hohe Viskosität beibehalten werden kann.
Ferner wirkt sich positiv auf die Viskosität aus, daß mit ei
ner separaten Stelleinheit ein Aufheizen des Schmierstoffs
durch ein von der Hochdruckseite des Kolbens erwärmtes Gas
vermieden werden kann. Mit einer hohen Viskosität kann eine
geringe Reibung zwischen hochbelasteten Gleitpaaren auf der
Schrägscheibe und zwischen den Kolben und den Zylindern er
reicht werden, was zu einer hohen Lebensdauer und einer hohen
Zuverlässigkeit beiträgt.
Mit einer vom Kolben getrennten Stelleinheit ist kein be
stimmter Druck im Kurbelraum zur Regelung erforderlich, wo
durch von einem Verdampfer Kühlmittel durch den Kurbelraum in
den Zylinder geführt werden kann. Der Kurbelraum kann dadurch
gekühlt, eine zusätzliche Ansaugkammer auf der Oberseite des
Kolbens kann vermieden und Bauraum kann eingespart werden.
Ferner kann ein meist großes Volumen des Kurbelraums zur
Dämpfung von Gaspulsationen genutzt werden.
Die Stelleinheit kann elektrisch, pneumatisch oder vorteil
haft hydraulisch angetrieben sein. Mit Hydraulikflüssigkeit
kann eine vorteilhafte Schwingungsdämpfung erreicht und ein
besonders schwingungsunempfindliches Axialkolbentriebwerk ge
schaffen werden. Die hydraulische Stelleinheit kann von einer
vom geförderten Medium des Kolbens unabhängigen Hydraulikein
heit mit Drucköl versorgt sein, beispielsweise vorteilhaft
von einer in einem Kraftfahrzeug bereits vorhandenen Hydrau
likeinheit. Zusätzliche Bauteile können eingespart und ein
von den Betriebspunkten des Axialkolbentriebwerks unabhängi
ger großer Regelbereich kann erreicht werden. Ferner ist kein
Druckaufbau beim Anfahren des Axialkolbentriebwerks für die
Regelung erforderlich, beispielsweise durch einem minimalen
Kippwinkel von 2°. Ein lastfreies Anfahren des Axialkolben
triebwerks wird ermöglicht und das Starten beispielsweise ei
ner das Axialkolbentriebwerk antreibenden Brennkraftmaschine
wird erleichtert.
Mit einem dem Zylinder nachgeschalteten Ölabscheider kann ein
guter Wärmeübergang in den Wärmeübertragern sichergestellt
und ein hoher Wirkungsgrad einer Klimaanlage erreicht werden.
Ferner kann der Ölabscheider besonders günstig dazu genutzt
werden, die hydraulische Stelleinheit mit Drucköl zu versor
gen. Das Drucköl aus dem Ölabscheider ist betriebspunkt
abhängig mit Druck beaufschlagt. Ist eine hohe Stellkraft er
forderlich, liegt im Ölabscheider ein hoher Druck vor, ist
eine kleine Stellkraft erforderlich, liegt ein kleiner Druck
vor.
In einer Ausgestaltung wird vorgeschlagen, die hydraulische
Stelleinheit über einen Abfluß mit dem Kurbelraum zu verbin
den, wodurch besonders günstig der Ölabscheider und die Stel
leinheit dazu genutzt werden können den Schmierstoff zurück
in den Kurbelraum zu fördern. Hierbei kann ein Zufluß vom
Ölabscheider zur Stelleinheit und/oder der Abfluß von der
Stelleinheit zum Kurbelraum regelbar ausgeführt sein. Ist nur
der Abfluß oder der Zufluß regelbar ausgeführt, kann jeweils
die nicht geregelte Verbindung von einer kostengünstigen
Drosselstelle gebildet werden.
Ist nur der Abfluß oder der Zufluß regelbar, kann es vorkom
men, daß mehr Schmierstoff im Ölabscheider abgeschieden wird
als für die Stelleinheit bzw. für die Regelung erforderlich
ist. Um sicher zu stellen, daß stets eine ausreichende Menge
an Schmierstoff im Kurbelraum ist, wird in einer Ausgestal
tung vorgeschlagen, daß im Ölabscheider und/oder im Kurbel
raum zumindest ein Teil einer Ölstandsregeleinheit angeordnet
ist, die bei Überschreiten eines Ölstands im Ölabscheider
und/oder bei Unterschreiten eines Ölstands im Kurbelraum den
Ölabscheider über einen Kanal mit dem Kurbelraum verbindet.
Ferner ist möglich, den Ölabscheider stets über einen Kanal
und eine Drosselstelle mit dem Kurbelraum zu verbinden oder
den Ölabscheider und die Ölmenge so aufeinander abzustimmen,
daß der Ölabscheider überläuft bevor ein Ölmangel bzw. ein
Schmierstoffmangel im Kurbelraum entsteht. Das überlaufende
Öl kann anschließend in den Kurbelraum gefördert werden, bei
spielsweise gemeinsam mit einem Kühlmittel einer Klimaanlage.
Mit einem geregelten Zufluß und einem geregelten Abfluß kann
stets eine ausreichende Schmierstoffmenge im Kurbelraum si
cher gestellt werden.
Die Schrägscheibe kann mit verschiedenen dem Fachmann als ge
eignet erscheinenden Konstruktionen kippbar und axial ver
schiebbar ausgeführt werden. Beispielsweise kann die Schräg
scheibe auf einer Z-Welle mit einer gekippten Lagerbohrung
gelagert und eine Verdrehbewegung der Lagerscheibe mit einer
Hubbewegung überlagert sein usw. In einer Ausgestaltung der
Erfindung wird vorgeschlagen, daß die Schrägscheibe auf einem
über einen Stellkolben der Stelleinheit axial verschiebbaren
Gelenkkopf gelagert und die Schrägscheibe über ein dezentra
les Gelenk mit einem in axialer Richtung fixierten Bauteil
verbunden ist. Es kann ein konstruktiv einfacher und kosten
günstiger Verstellmechanismus erreicht werden, bei dem Kipp
winkel und axiale Position der Schrägscheibe einen gewünsch
ten Zusammenhang besitzen. Der obere Totpunkt des Kolbens in
der Zylinderlaufbahn kann erhalten und ein Schadraum und
Energieverluste können vermieden werden, wodurch das Axial
kolbentriebwerk besonders vorteilhaft als Verdichter in einer
Klimaanlage verwendet werden kann. Der Verdichter kann als
reiner Schrägscheibenverdichter oder als Taumelscheibenver
dichter ausgeführt sein. Ferner kann die erfindungsgemäße Lö
sung bei Getrieben usw. angewendet werden.
Vorteilhaft ist der Stellkolben und der Gelenkkopf einstückig
ausgeführt, wodurch zusätzliche Bauteile, Montageaufwand und
Kosten eingespart werden können. Die Stelleinheit kann teil
weise oder vollständig mit der Antriebswelle mitrotierend
oder drehfest in einem Gehäuse angeordnet sein. Ferner kann
die Stelleinheit von der dem Kolben abwandten Seite auf die
Schrägscheibe oder von der dem Kolben zugewandten Seite auf
die Schrägscheibe wirken.
Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbe
schreibung. In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der
Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung und
die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination.
Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln
betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammen
fassen.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Axialkolbentriebwerk bei maximalem Kolben
hub im Schnitt,
Fig. 2 ein Axialkolbentriebwerk bei minimalem Kolben
hub im Schnitt,
Fig. 3 einen Ausschnitt einer Variante nach Fig. 1
und
Fig. 4 eine Prinzipskizze einer hydraulischen Rege
lung.
Fig. 1 zeigt ein Axialkolbentriebwerk für eine Klimaanlage
eines Kraftfahrzeugs, das als Verdichter arbeitet. Das Axial
kolbentriebwerk besitzt eine Antriebswelle 10, auf der in ei
nem Kurbelraum 14 eine Schrägscheibe 16 gelagert ist. Die
Schrägscheibe 16 ist antriebsmäßig über halbkugelförmige Ge
lenksteine 56 mit in Zylindern 22, 24 geführten Kolben 26, 28
verbunden. Zur Aufnahme von Zug- und Druckbelastungen ist je
der Kolben 26, 28 über zwei Gelenksteine 56 mit der Schräg
scheibe 16 verbunden, und zwar jeweils über einen Gelenkstein
56 mit einer den Kolben 26, 28 zugewandten und mit einer den
Kolben 26, 28 abgewandten Lauffläche 58, 60. Die Gelenksteine
56 laufen mit ihren Planflächen auf den Laufflächen 58, 60
der Schrägscheibe 16 mit voller Umfangsgeschwindigkeit bei
überlagerter radialer Bewegung, wodurch sich eine elliptische
Bahn ergibt. Die Gelenksteine 56 liegen mit ihren gewölbten
Oberflächen in ausgeformten kugelschaligen Lagern 62 der Kol
ben 26, 28, in denen während des Betriebs eine vergleichswei
se kleine Relativbewegung vorliegt.
Die Schrägscheibe ist über einen Gelenkkopf 48 einer Gelenk
hülse 64 mit der Antriebswelle 10 drehfest verbunden. Um den
Kolbenhub und damit die Leistung des Axialkolbentriebwerks
stufenlos einstellen zu können, ist die Schrägscheibe 16 mit
einer Regeleinrichtung 18 auf dem Gelenkkopf 48 verkippbar
und in axialer Richtung mit der Gelenkhülse 64 verschiebbar.
Bei einem großen Kippwinkel wird eine großer Kolbenhub und
eine hohe Leistung, bei einem kleinen Kippwinkel wird ein
kleiner Kolbenhub und eine niedrige Leistung erreicht (Fig. 1
u. 2).
Erfindungsgemäß besitzt die Regeleinrichtung 18 eine von den
Kolben 26, 28 getrennte hydraulische Stelleinheit 30. Die
Stelleinheit 30 weist einen einstückig mit der Gelenkhülse 64
und dem Gelenkkopf 48 ausgebildeten Stellkolben 44 auf. Der
Stellkolben 44 ist in einem von einem Stellgehäuse 54 gebil
deten Zylinder geführt. Das Stellgehäuse 54 ist radial über
einen nicht näher dargestellten Formschluß und axial über ei
nen Spannring 76 formschlüssig auf der Antriebswelle 10 befe
stigt. Die Antriebswelle 10 ist axial in die von den Zylin
dern 22, 24 abgewandte Richtung über das Stellgehäuse 54, ein
Axiallager 80 und über eine Laufscheibe 82 an einem Deckel 78
und in Richtung der Zylinder 22, 24 über ein axiales Gleitla
ger 84 an einem Gehäuse 86 des Axialkolbentriebwerks abge
stützt. Ferner ist die Antriebswelle 10 über zwei Radiallager
88, 90 im Deckel 78 und im Gehäuse 86 gelagert.
Der Stellkolben 44 schließt mit dem Zylinder ein über drei
Dichtungen 68, 70, 72 abgedichteten Druckraum 74 ein. Die
Schrägscheibe 16 ist über ein einstückig an die Schrägscheibe
16 angeformtes Verbindungselement 66 und ein dezentrales Ge
lenk 52 mit dem Stellgehäuse 54 verbunden.
Wird der Druckraum 74 mit Drucköl beaufschlagt, verschiebt
sich der Stellkolben 44 gemeinsam mit der Gelenkhülse 64, dem
Gelenkkopf 48 und der Schrägscheibe 16 in Richtung der Zylin
der 22, 24 entgegen einer vorgespannten Druckfeder 92 (Fig.
2). Die Druckfeder 92 ist drehfest mit der Antriebswelle 10
verbunden und stützt sich an einem Spannring 94 in die vom
Stellkolben 44 abgewandte Richtung ab. Durch das dezentrale
Gelenk 52, welches von einem am Verbindungselement 66 befe
stigten, in einem Langloch 96 geführten Bolzen 98 gebildet
ist, entsteht durch die Hubbewegung der Schrägscheibe 16 ein
Kippmoment auf die Schrägscheibe 16. Die Hubbewegung der
Schrägscheibe 16 wird von einer durch den Bolzen 98 im Lang
loch 96 geführten Kippbewegung überlagert, so daß jeweils ein
oberer Totpunkt 100 der Kolben 26, 28 in den Zylindern 22, 24
erhalten bleibt. Um mit einer geringen Ölmenge auszukommen,
ist das Volumen des Druckraums 74 vorzugsweise klein.
Die Stelleinheit 30 bzw. der Stellkolben 44 wird von einem
den Zylindern 22, 24 nachgeschalteten Ölabscheider 34 über
eine Axialbohrung 102, 104, 106 im Gehäuse 86, im Gleitlager
84 und in der Antriebswelle 10 und über eine Radialbohrung
108 in der Antriebswelle 10 mit Drucköl versorgt (Fig. 1, 2
u. 4). Das Drucköl wird vorteilhaft in die Antriebswelle 10
axial mittig zugeführt. In diesem Bereich ist die Relativbe
wegung zwischen der Antriebswelle 10 und dem Gleitlager 84
vorteilhaft gering. Ferner kann das Gleitlager 84 zusätzlich
als Dichtung genutzt werden. Liegt beim Anfahren im Ölab
scheider 34 noch kein Öldruck vor, stellt die Druckfeder 92
einen maximalen Kippwinkel ein, wodurch ein Druckaufbau si
chergestellt ist.
Die Stelleinheit 30 ist über einen Zufluß 38 mit dem Ölab
scheider 34 und über einen Abfluß 36 mit dem Kurbelraum 14
verbunden. Der Zufluß 38 und der Abfluß 36 sind jeweils über
ein Ventil 110, 112 regelbar. Wird eine höhere Stellkraft be
nötigt, öffnet das Ventil 110. Das Öl strömt mit hohem Druck
niveau in die Stelleinheit 30 und wirkt auf den Stellkolben
44. Das Ventil 112 bleibt dabei geschlossen. Wird eine gerin
gere Stellkraft benötigt, öffnet das Ventil 112, wodurch das
Öl aus der Stelleinheit 30 abfließt und an der Stelleinheit
30 eine geringere Kraft verfügbar ist. Die Schrägscheibe 16
wird über die Druckfeder 92 in Richtung maximalen Kippwinkel
verschoben. Das Ventil 110 ist geschlossen.
Wird eines der Ventile 110, 112 durch eine Drossel ersetzt
und ist nur der Zufluß 38 oder der Abfluß 36 regelbar, kann
vorteilhaft mit einer in Fig. 4 angedeuteten Ölstandsre
geleinheit 40 und mit einem Kanal 42 vom Ölabscheider 34 zum
Kurbelraum 14 sichergestellt werden, daß stets eine ausrei
chende Menge an Schmierstoff im Kurbelraum 14 zur Verfügung
steht.
Fig. 3 zeigt einen Ausschnitt einer Variante eines Axialkol
bentriebwerks mit einer Regeleinrichtung 20. Im wesentlichen
gleichbleibende Bauteile sind grundsätzlich mit den gleichen
Bezugszeichen beziffert. Bezüglich der Funktion und nicht
dargestellter Bauteile kann auf das Ausführungsbeispiel in
Fig. 1 und 2 verwiesen werden. Die Regeleinrichtung 20 be
sitzt eine Stelleinheit 32 mit einem Stellkolben 46, der in
einem ringförmigen Einstich 122 eines Gehäuses 114 des Axial
kolbentriebwerks drehfest angeordnet ist, wodurch ein zusätz
liches Stellgehäuse eingespart werden kann. Der Stellkolben
46 wird in Richtung Schrägscheibe 16 durch eine erste Druck
feder 136 belastet, ist über zwei Dichtungen 116, 118 gegen
über dem Gehäuse 114 abgedichtet und wirkt über eine Gelenk
hülse 120 und einen einstückig mit der Gelenkhülse 120 ausge
führten Gelenkkopf 50 auf die Schrägscheibe 16 in axialer
Richtung entgegen einer zweiten vorgespannten, stärkeren
Druckfeder 124. Die Druckfeder 124 ist in die vom Stellkolben
46 abgewandte Richtung an einem Absatz 126 einer Antriebswel
le 12 abgestützt. Die Schrägscheibe 16 ist über ein nicht nä
her dargestelltes dezentrales Gelenk in axialer Richtung ab
gestützt, so daß durch die Hubbewegung der Schrägscheibe 16
ein Kippmoment auf die Schrägscheibe 16 entsteht. Der Stell
kolben 46 und die Gelenkhülse 120 sind über ein beidseitig
wirkendes Axiallager 128 verbunden, wobei der Stellkolben 46
innere Laufflächen, die Gelenkhülse 120 und ein Befesti
gungselement 130 äußere Laufflächen bilden. Mit dem Befesti
gungselement 130, das über ein Gewinde 132 mit der Gelenkhül
se 120 verbunden ist, kann ein definiertes axiales Spiel im
Axiallager 128 eingestellt werden. Die Stelleinheit 32 bzw.
der Stellkolben 46 wird über eine Axialbohrung 134 von einem
Ölabscheider 34 mit Drucköl versorgt, wie die Stelleinheit 30
(vgl. entsprechend Fig. 4).
10
Antriebswelle
12
Antriebswelle
14
Kurbelraum
16
Schrägscheibe
18
Regeleinrichtung
20
Regeleinrichtung
22
Zylinder
24
Zylinder
26
Kolben
28
Kolben
30
Stelleinheit
32
Stelleinheit
34
Ölabscheider
36
Abfluß
38
Zufluß
40
Ölstandsregeleinheit
42
Kanal
44
Stellkolben
46
Stellkolben
48
Gelenkkopf
50
Gelenkkopf
52
Gelenk
54
Bauteil
56
Gelenkstein
58
Lauffläche
60
Lauffläche
62
Lager
64
Gelenkhülse
66
Verbindungselement
68
Dichtung
70
Dichtung
72
Dichtung
74
Druckraum
76
Spannring
78
Deckel
80
Axiallager
82
Laufscheibe
84
Gleitlager
86
Gehäuse
88
Lager
90
Lager
92
Druckfeder
94
Spannring
96
Langloch
98
Bolzen
100
Totpunkt
102
Bohrung
104
Bohrung
106
Bohrung
108
Bohrung
110
Ventil
112
Ventil
114
Gehäuse
116
Dichtung
118
Dichtung
120
Gelenkhülse
122
Einstich
124
Druckfeder
126
Absatz
128
Lager
130
Befestigungselement
132
Gewinde
134
Bohrung
136
Druckfeder
Claims (10)
1. Axialkolbentriebwerk mit einem stufenlos verstellbaren
Kolbenhub, das eine Antriebswelle (10, 12) aufweist, auf der
in einem Kurbelraum (14) eine Schrägscheibe (16) verkippbar
und in axialer Richtung verschiebbar gelagert ist und mit ei
ner Regeleinrichtung (18, 20), über die ein Kippwinkel und
eine axiale Position der Schrägscheibe (16) einstellbar ist
und mit mindestens einem mit der Schrägscheibe (16) antriebs
mäßig verbundenen, in einem Zylinder (22, 24) bewegbaren Kol
ben (26, 28), dadurch gekennzeichnet, daß die Regeleinrich
tung (18, 20) eine vom Kolben (26, 28) getrennte Stelleinheit
(30, 32) aufweist.
2. Axialkolbentriebwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Stelleinheit (30, 32) hydraulisch angetrieben
ist.
3. Axialkolbentriebwerk nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Stelleinheit (30, 32) von einer vom geför
derten Medium des Kolbens (26, 28) unabhängigen Hydraulikein
heit mit Drucköl versorgt ist.
4. Axialkolbentriebwerk nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die hydraulische Stelleinheit (30, 32) von ei
nem dem Zylinder (22, 24) nachgeschalteten Ölabscheider (34)
mit Drucköl versorgt ist.
5. Axialkolbentriebwerk nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Stelleinheit (30, 32) über einen Abfluß
(36) mit dem Kurbelraum (14) verbunden ist und ein Zufluß
(38) vom Ölabscheider (34) zur Stelleinheit (30, 32) oder der
Abfluß (36) von der Stelleinheit (30, 32) zum Kurbelraum (14)
regelbar ist.
6. Axialkolbentriebwerk nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß im Ölabscheider (34) und/oder im Kurbelraum
(14) zumindest ein Teil einer Ölstandsregeleinheit (40) ange
ordnet ist, die bei Überschreiten eines bestimmten Ölstands
im Ölabscheider (34) und/oder bei Unterschreiten eines Öl
stands im Kurbelraum (14) den Ölabscheider (34) über einen
Kanal (42) mit dem Kurbelraum (14) verbindet.
7. Axialkolbentriebwerk nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Ölabscheider und eine vorhandene Ölmenge so
aufeinander abgestimmt sind, daß der Ölabscheider überläuft
bevor ein Ölmangel im Kurbelraum (14) auftritt, wobei das
überlaufende Öl zurück in den Kurbelraum (14) fließt.
8. Axialkolbentriebwerk nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Stelleinheit (30, 32) über einen Abfluß
(36) mit dem Kurbelraum (14) verbunden ist und ein Zufluß
(38) vom Ölabscheider (34) zur Stelleinheit (30, 32) und der
Abfluß (36) von der Stelleinheit (30, 32) zum Kurbelraum (14)
regelbar sind.
9. Axialkolbentriebwerk nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrägscheibe (16)
auf einem über einen Stellkolben (44, 46) der Stelleinheit
(30, 32) axial verschiebbaren Gelenkkopf (48, 50) gelagert
und die Schrägscheibe (16) über ein dezentrales Gelenk (52)
mit einem in axialer Richtung fixierten Bauteil (54) verbun
den ist.
10. Axialkolbentriebwerk nach Anspruch 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Stellkolben (44) und der Gelenkkopf (48)
einstückig ausgeführt sind.
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