DE19938077A1 - Federungssystem, insbesondere Kabinenfederungssystem - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Federungssystem mit mindestens einem mit einer Last beaufschlagbaren Federungszylinder (12), dessen Fluidräume mit einer Dämpfungseinrichtung (3) fluidführend verbunden sind, die der freien Bewegung der Last entgegenwirkend den damit verbundenen Fluidstrom drosselt. Hierdurch sind die bekannten Federungssysteme dahingehend weiter verbessert, daß sie neben einer bedienerfreundlichen Grundfederung eine Federung gewährleistet, die in der Lage ist, selbst bei extremen Beschleunigungen die Sicherheit zu gewährleisten und gefährliche Fahrzustände vermeiden zu helfen.
Description
Die Erfindung betrifft ein Federungssystem, insbesondere ein Kabinenfede
rungssystem, mit mindestens einem mit einer Last beaufschlagbaren Fede
rungszylinder, wobei die Last insbesondere aus einer Kraftfahrzeugkabine
gebildet ist.
Bei fahrenden Arbeitsmaschinen und anderen Nutzfahrzeugen sind die
Fahrzeuginsassen vor Stößen, Erschütterungen und Schwingungen zu
schützen, die beim Fahren über unebenes Gelände entstehen oder die vom
Motor oder anderen Aggregaten hervorgerufen werden. Um dem entgegen
zuwirken, ist es im Stand der Technik bekannt, Federungssysteme einzuset
zen, wobei je nach dem Ort des Einsatzes man beispielsweise zwischen
Einzelradfederungen, Achsfederungen, Chassisfederungen, Kabinenfede
rungen und/oder Sitzfederungen unterscheidet.
Diese bekannten Federungssysteme setzen ein Federelement derart ein, daß
bei Lageänderung der abzufedernden Masse eine Rückstellkraft erzeugt
wird, die der Lageänderung entgegenwirkt. Werden Systeme eingesetzt, die
zusätzlich eine von der Richtung und Größe der Relativgeschwindigkeit
abhängige Kraft erzeugen, spricht man von sogenannten Feder-Dämpfer-
Systemen. Diese können zusammen mit den jeweiligen Federelementen
und der gefederten Masse ein schwingungsfähiges System bilden, das derart
ausgelegt ist, daß es die Fahrzeuginsassen vor Erschütterungen und Stößen
entsprechend schützen kann.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, die bekannten Federungssysteme weiter zu verbessern, indem
man eine bedienerfreundliche Grundfederung gewährleistet, die in der Lage
ist, bei extremen Beschleunigungen weiterhin eine sichere Federung zu
gewährleisten und derart gefährliche Fahrzustände zu vermeiden. Eine da
hingehende Aufgabe löst ein Federungssystem mit den Merkmalen des An
spruches 1.
Da die Fluidräume des jeweiligen Federungszylinders, die mit der Last be
aufschlagbar sind, mit einer Dämpfungseinrichtung fluidführend verbunden
sind, die der freien Bewegung der Last entgegenwirkend den damit verbun
denen Fluidstrom drosselt, ist innerhalb des Öl- oder Fluidstromes ein Bau
teil mit einer veränderbaren Querschnittsöffnung eingesetzt, das je nach
Größe der Beschleunigung des Fahrzeuges den Querschnitt umgekehrt ver
ändert, d. h. bei großer Beschleunigung steht ein zusehends kleiner Durch
messer an der Drosselstelle zur Verfügung, wodurch eine zusehends hohe
Dämpfung des Öl- oder Fluidstromes erreicht wird.
Vorzugsweise ist hierzu die Dämpfungseinrichtung mit mindestens einer
wegabhängig einstellbaren Drosseleinrichtung versehen, insbesondere in
Form von Proportional-Drosselventilen.
Eine besonders sichere und funktionsfähige Lösung ist gegeben, sofern für
die Ansteuerung des jeweiligen Proportional-Drosselventils die Dämpfungs
einrichtung mit einer die Beschleunigungen erfassenden Sensoreinrichtung
versehen ist und hierfür diese eine den Beschleunigungen unterliegende
Steuermasse aufweist, die in der einen oder der entgegengesetzten Richtung
den Beschleunigungen ausgesetzt die Proportional-Drosselventile ansteuert.
Besonders vorteilhaft im Sinne einer genauen Ansteuerung ist es, die dahin
gehende Steuermasse in mindestens zwei Steuerteilmassen aufzuteilen, die
getrennt voneinander die jeweilige Ansteuerung der Drosseleinrichtung
vornehmen.
Im folgenden wird das erfindungsgemäße Federungssystem, insbesondere in
Form einer Kabinenfederung, anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen in prinzipieller und nicht maßstäblicher Darstellung die
Fig. 1 eine erste Ausführungsform einer Kabinenfederung;
Fig. 2 eine geänderte Ausführungsform einer Kabinenfede
rung nach der Fig. 1.
Das Federungssystem nach der Fig. 1 ist mit einem mit einer Last in Form
einer Fahrzeugkabine 10 beaufschlagbaren Federungszylinder 12 versehen.
Die dahingehende Anordnung ist in der Figur modellhaft und abstrahiert
wiedergegeben. Fahrtechnisch verhält sich die Fahrzeugkabine 10 derart,
daß sie im Bereich ihres einen Endes über einen Drehpunkt bzw. eine Ge
lenkstelle 14 mit dem eigentlichen Fahrzeug 16, insbesondere in Form ei
ner Landmaschine oder eines Baggers od. dgl., verbunden ist. Die wesentli
che Fahrtrichtung des Fahrzeuges 16 ist in den Figuren mit einem Doppel
pfeil 18 angegeben. Der Federungszylinder 12 ist mit seinem Zylinderge
häuse 20 über eine weitere Gelenkstelle 22 mit der Fahrzeugkabine 10 ver
bunden. Die Kolbenstange 24 des Federungszylinders 12 endet mit ihrem
einen freien Ende an dem Kolben 26 und mit ihrem anderen freien Ende ist
sie über eine dritte Gelenkstelle 28 mit dem Fahrzeug 16 schwenkbar ver
bunden. Aufgrund dieser Verbindung über die angesprochenen Gelenkstel
len kann das Zylindergehäuse 20 der Bewegung der Fahrzeugkabine 10
nachfolgen, wobei Kolbenstange 24 und Kolben 26 aufgrund der dritten
Gelenkstelle 28 ihre Lage relativ zum Fahrzeug 16 beibehalten. Bewegt sich
das Fahrzeug 16 in Blickrichtung auf die Figuren gesehen nach rechts in
Richtung des rechten Teiles des Doppelpfeiles 18 und findet eine schlagar
tige Verzögerung durch einen Bremsvorgang statt, schwenkt die Fahrzeug
kabine 10 beim dahingehenden Abbremsvorgang im Uhrzeigersinn um die
Gelenkstelle 14, wobei das Zylindergehäuse 20 sich mit der Fahrzeugkabi
ne 10 mit bewegt und nach oben bewegt wird. Kommt es in umgekehrter
Richtung, beispielsweise beim Anfahren des Fahrzeuges 16, zu einer Be
schleunigung in entgegengesetzter Richtung, schwenkt die Fahrzeugkabine
10 um die Gelenkstelle 14 in entgegengesetzter Richtung, also entgegen
dem Uhrzeigersinn, und das mit der Fahrzeugkabine 10 verbundene Zylin
dergehäuse 20 bewegt sich in Blickrichtung auf die Figuren gesehen nach
unten in Richtung auf das Fahrzeug 16 hin. Die dahingehenden relativen
Beschleunigungen entstehen insbesondere deshalb, weil die Fahrzeugkabi
ne 10 mit ihrer Masse der Bewegung des Fahrzeuges 16 entsprechend nach
folgt.
Die Fluidräume des Federungszylinders 12 sind mit einer als Ganzes mit 30
bezeichneten Dämpfungseinrichtung fluidführend verbunden, wobei, was
noch näher gezeigt werden wird, die Dämpfungseinrichtung der freien Be
wegung der Last in Form der Federungskabine 10 entgegenwirkend den
damit verbundenen Fluidstrom zwischen dem Federungszylinder 12 und
einer Fluidversorgung drosselt. Die Dämpfungseinrichtung 30 ist mit einer
wegabhängig einstellbaren Drosseleinrichtung versehen, die bei den vorlie
genden Ausführungsformen zwei Proportional-Drosselventile 32 und 34
aufweist. Für die Ansteuerung des jeweiligen Proportional-Drosselventils
32, 34 ist die Dämpfungseinrichtung mit einer die Beschleunigungen erfas
senden Sensoreinrichtung 36 versehen, die eine den Beschleunigungen un
terliegende Steuermasse 38 aufweist. Die Steuermasse 38 ist, wie in den
Figuren mit einem Doppelpfeil 40 angegeben, in denselben Richtungen
verfahr- bzw. beschleunigbar wie das Fahrzeug 16 selbst mit der Fahrzeug
kabine 10. Die Steuermasse 38 ist beschleunigungsabhängig, wie darge
stellt, und ist über ein Federsystem C1, C2 wieder in seine in der Fig. 1 dar
gestellte Ausgangsstellung rückstellbar. Um die Empfindlichkeit des Be
schleunigungssensors mittels der Steuermasse 38 zu reduzieren, ist des wei
teren in einander gegenüberliegenden Bewegungsrichtungen je eine Dämp
fungseinrichtung D1, D2 vorhanden. In Abhängigkeit der gewählten Werte
für die Federsteifigkeit sowie für die Dämpfung reagiert der Beschleuni
gungssensor mehr oder weniger schnell auf die anstehenden Beschleuni
gungsänderungen.
Bei der in der Fig. 1 dargestellten Grundstellung sind die Proportional-
Drosselventile 32, 34 in ihrer durchgeschalteten Schaltstellung gezeigt und
die eigentliche Federung der Fahrzeugkabine 10 erfolgt über den Hydro
speicher 42, dessen Gasseite 44 von der Fluidseite 46 über ein übliches
Trennmittel, beispielsweise in Form einer elastischen Trennmembran 48,
getrennt ist. Bei kleinen Schwingungsbewegungen der Fahrzeugkabine 10
um ihre Gelenkstelle 14 erfolgt die dahingehende Abfederung über den
Hydrospeicher 42, indem die vorzugsweise mit Stickstoff befüllte Gasseite
die dahingehenden Stöße dämpft. Hierfür ist der Hydrospeicher 42 mit sei
ner Fluidseite 46 über Verbindungsleitungen 50 sowohl an das Drosselven
til 32 als auch an das Drosselventil 34 angeschlossen. Über weitere Verbin
dungsleitungen 52 und 54 ist wiederum das Drosselventil 32 an den Stan
genraum 56 bzw. das Drosselventil 34 an den Kolbenraum 58 des Fede
rungszylinders 12 fluidführend angeschlossen.
Die Verbindungsleitungen 50 sind darüber hinaus an eine Fluidversorgung
P angeschlossen, mittels der es beispielsweise möglich ist, eine übliche Ni
veaueinstellung für das Fahrzeug vorzusehen oder Temperatur- und Ge
wichtsanpassungen vorzunehmen, beispielsweise im letzteren Fall, falls
eine Bedienperson die Kabine betritt und derart deren Betriebsgewicht er
höht. Verzichtet man hierauf, ist es auch möglich, auf die Fluidversorgung P
zu verzichten und das System geschlossen zu betreiben, d. h. die im System
befindlichen Fluidmengen über die Drosseleinrichtungen und unter Ver
wendung des Hydrospeichers 42 zwischen den Fluidräumen des Fede
rungszylinders 12 in Abhängigkeit vom Bewegungszustand des Fahrzeuges
hin und her zu verschieben. Da der Kolbenraum 58 über ein größeres
Fluidvolumen verfügt als der zugeordnete Stangenraum 56, befindet sich
zwischen den beiden Verbindungsleitungen 52 und 54 ein Rückschlagven
til 60, das in Richtung des Stangenraumes 56 hin öffnet und in eine Leitung
62 zwischen die Verbindungsleitungen 52 und 54 geschaltet ist. Beim Aus
fahren des Zylinders wird das ringseitige Verdrängervolumen über die
Drossel 32 geführt und damit gedämpft.
Des besseren Verständnisses wegen wird nunmehr das erfindungsgemäße
Federungssystem anhand seiner Funktion näher erläutert. Ist das Fahrzeug
system keinen starken Beschleunigungen weder in der einen noch in der
anderen Richtung ausgesetzt, ist die Dämpfungseinrichtung 30 im wesentli
chen in Ruhe, d. h. die beiden Proportional-Drosselventile 32,34 sind in
ihrer gezeigten durchgeschalteten Stellung, wobei der Hydrospeicher 42
die Grundfederung übernimmt, indem die Gasseite 44 die Federungsstöße
puffert, die durch die Fluidverschiebung zwischen Stangenraum 56 und
Kolbenraum 58 des Federungszylinders 12 gegeben sind. Kommt es nun
zum Auftreten von Beschleunigungen, beispielsweise bedingt durch einen
Bremsvorgang, hat die Fahrzeugkabine 10 aufgrund ihrer Massenträgheit
gegenüber dem Fahrzeug 16 das Bestreben, sich im Uhrzeigersinn um die
Gelenkstelle 14 zu bewegen. Dabei wird auch das Zylindergehäuse 20
nach oben bewegt mit der Folge, daß sich der Stangenraum 56 im Fluidvo
lumen verringert und der Kolbenraum 58, der vom Stangenraum 56 über
den Kolben 26 getrennt ist, nimmt volumenmäßig entsprechend zu. Des
weiteren bewegt sich die Steuermasse 38 des vorzugsweise mit dem Fahr
zeug 16 verbundenen Dämpfungssystems 30 in Blickrichtung auf die Fig. 1
gesehen nach rechts, und zwar entgegen dem Federdämpfersystem C1, C2;
D1, D2, so daß über die Drossel des Proportional-Drosselventils 32 die aus
dem Stangenraum 56 über die weitere Verbindungsleitung 52 zugeführte
Fluidmenge in Richtung der Verbindungsleitung 50 gedrosselt wird. Dabei
sind die Proportional-Drosselventile 32 und 34 derart ausgelegt, daß je stär
ker diese über die Steuermasse 38 betätigt werden, die Drosselung stetig
zunimmt. Da beim Bremsen das Proportional-Drosselventil 34 in seiner in
der Fig. 1 gezeigten voll durchlässigen Stellung verbleibt, erfolgt die Drosse
lung ausschließlich über das Ventil 32 und die derart gedrosselte Fluidmen
ge kann über die Verbindungsleitung 50 das durchgeschaltete Proportional-
Drosselventil 34 und die weitere Verbindungsleitung 54 in Richtung des
Kolbenraumes 58 des Federungszylinders 12 strömen. Durch die dahinge
hende Dämpfung über das Proportional-Drosselventil 32 ist der üblichen
Federung eine beschleunigungsabhängige Dämpfung oder Federung über
lagert, die auch bei extremen Bremsbeschleunigungen einen sicheren Sy
stemzustand zwischen Fahrzeugkabine 10 und Fahrzeug 16 erlaubt.
Kommt es in der anderen Richtung zu Beschleunigungen, beispielsweise
beim Anfahren, bleibt trägheitsbedingt die Fahrzeugkabine 10 gegenüber
dem Fahrzeug 16 zurück und das Fluidvolumen auf seiten des Kolbenrau
mes 58 nimmt ab. Da dann die Steuermasse 38 in der entgegengesetzten
Richtung gemäß dem Doppelpfeil 40 in Blickrichtung auf die Fig. 1 gesehen
nach links sich verschiebt, verbleibt das Ventil 32 in der durchgeschalteten
Stellung und die Drosselung des Proportional-Drosselventils 34 wird mit
zunehmender Beschleunigung in drosselnder Weise betätigt. Auch hier
durch wird wiederum der schädlichen Beschleunigung in dämpfender Wei
se entgegengewirkt. Je stärker die Beschleunigungs- und Verzögerungswerte
sind, umso mehr wird die jeweilige Steuermasse 38 ausgelenkt und umso
mehr wird die jeweils freie Querschnittsfläche bei den Ventilen 32,34 ver
ringert mit der Folge, daß die veränderliche Dämpfung zunimmt und der
Auslenkbewegung der Fahrzeugkabine 10 entgegenwirkt.
Aufgrund des Federdämpfungssystems C1, C2, D1 und D2 ist gewährleistet,
daß zum einen die Steuermasse 38 nicht zum Schwingen kommt und im
übrigen in einer Grundsituation bei einer gleichmäßigen Fahrgeschwindig
keit in die Ursprungslage zurückkehrt, so daß die beiden Ventile 32,34 in
ihre in der Fig. 1 geschaltete Durchlaßstellung gelangen können. Federele
mente der Ventile 32,34 unterstützen die dahingehende Rückstellbewegung
in die durchgeschaltete Grundfederstellung.
Die Ausführungsform nach der Fig. 2 entspricht im wesentlichen der ge
schilderten Ausführungsform nach der Fig. 1, so daß insofern für diese Bau
teile dieselben Bezugszeichen eingesetzt werden. Das bisher Gesagte gilt
insoweit auch für die Ausführungsform nach der Fig. 2.
Die Ausführungsform nach der Fig. 2 unterscheidet sich von der nach der
Fig. 1, daß die angesprochene Steuermasse 38 in zwei Teilsteuermassen 64
bzw. m1, m2 aufgetrennt ist. Sind die beiden Steuerteilmassen 64 von ihrer
Masse her gleich ausgebildet, ergibt sich im wesentlichen kein anderes
Verhalten als das bei dem Federungssystem nach der Fig. 1. Vorzugsweise
sind jedoch die Steuerteilmassen 64 unterschiedlich ausgebildet, beispiels
weise die mit m2 bezeichnete Steuerteilmasse 64 im Gewicht schwerer
gewählt als die mit m1 bezeichnete Steuerteilmasse 64, so daß beim Ab
bremsen die Masse m2 stärker anspricht und eine verstärkte Drosselung
über das Proportional-Drosselventil 32 vornimmt. Demgemäß können für
die Federungen andere Federungswerte im Hinblick auf Anfahren und Ab
bremsen vorgegeben werden.
Über die Fluidversorgung P läßt sich beispielsweise über eine nicht näher
dargestellte weitere Steuereinrichtung eine Niveauregulierung für das Fahr
zeug 16 erreichen oder das System an vorgegebene Temperatur- und Ge
wichtsbedingungen anpassen. Auch ist denkbar, daß bei einer extremen
Neigung des Fahrzeuges 16 die Kabine 10 über die Einstellung des Fede
rungszylinders 12 im wesentlichen in einer horizontalen Stellung gehalten
wird, um die Bedienung zu erleichtern.
Mit dem erfindungsgemäßen Federungssystem muß man mithin nicht wie
bisher einen Kompromiß eingehen zwischen weicher Federung zum Fahren
und einer harten Dämpfung zur Vermeidung des Durchschlagens in die
mechanischen Endlager eines Fahrzeuges, beispielsweise bei extremen An
fahr- und Bremsbedingungen, bei denen große negative oder positive Be
schleunigungen auftreten. Vielmehr ist mit dem erfindungsgemäßen Fede
rungssystem eine angenehme Grundfederung erreicht, die bei den ange
sprochenen extremen Fahrbedingungen beschleunigungsabhängig mit einer
angepaßten Dämpfung überlagert wird, wobei die dahingehenden Einregel
vorgänge sehr rasch von statten gehen.
Claims (10)
1. Federungssystem mit mindestens einem mit einer Last beaufschlagbaren
Federungszylinder (12), dessen Fluidräume mit einer Dämpfungseinrich
tung (30) fluidführend verbunden sind, die der freien Bewegung der Last
entgegenwirkend den damit verbundenen Fluidstrom drosselt.
2. Federungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Dämpfungseinrichtung (30) mit mindestens einer wegabhängig einstell
baren Drosseleinrichtung versehen ist, insbesondere in Form eines Pro
portional-Drosselventils (32, 34).
3. Federungssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß für
die Ansteuerung des jeweiligen Proportional-Drosselventils (32, 34) die
Dämpfungseinrichtung (30) mit einer die Beschleunigungen erfassenden
Sensoreinrichtung (36) versehen ist.
4. Federungssystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Sensoreinrichtung (36) eine den Beschleunigungen unterliegende Steu
ermasse (38) aufweist, die mit einem Federdämpfersystem
(C1, C2; D1; D2) zusammenwirkt und die die jeweilige Drosseleinrich
tung direkt betätigt.
5. Federungssystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwei
Drosseleinrichtungen vorgesehen sind und daß in der einen Beschleuni
gungsrichtung die eine Drosseleinrichtung und in der entgegengesetzten
Beschleunigungsrichtung die andere Drosseleinrichtung für eine mit
wachsender Beschleunigung zunehmende Drosselung betätigbar sind.
6. Federungssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
eine Drosseleinrichtung an den Kolbenraum (58) und die andere Dros
seleinrichtung an den Stangenraum (56) als Fluidräume des jeweiligen
Federungszylinders (12) anschließbar sind.
7. Federungssystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Last aus einer Fahrzeugkabine (10) gebildet ist, die mit einem Fahrzeug
(16), insbesondere in Form einer Arbeitsmaschine, über mindestens eine
Gelenkstelle (14) schwenkbar verbunden ist sowie mit dem Gehäuse
(20) des jeweiligen Federungszylinders (12), das an die Fahrzeugkabine
(10) sowie an das Fahrzeug (16) schwenkbar angelenkt ist.
8. Federungssystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
beiden Drosseleinrichtungen in Richtung des jeweiligen Federungszy
linders (12) über eine Verbindungsleitung (52, 54) fluidführend mitein
ander in Verbindung stehen, die mit einem Rückschlagventil (60) verse
hen ist, das in Richtung des Stangenraumes (56) öffnet.
9. Federungssystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß min
destens ein Hydrospeicher (42) zumindest in unbetätigtem Zustand der
Drosseleinrichtungen auf die Fluidräume einwirkt und derart die Grund
federung der Fahrzeugkabine (10) sicherstellt und daß die Dämpfungs
einrichtung (30) an eine Fluidversorgung (P) anschließbar ist.
10. Federungssystem nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Steuermasse (38) in zwei Steuerteilmassen (64) aufge
teilt getrennt die jeweilige Ansteuerung der Drosseleinrichtungen vor
nimmt.
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|---|---|---|---|
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| DE50001150T DE50001150D1 (de) | 1999-08-12 | 2000-08-10 | Federungssystem, insbesondere kabinenfederungssystem |
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