DE19937881A1 - Spender für Reinigungspapier, insbesondere Toilettenpapier - Google Patents
Spender für Reinigungspapier, insbesondere ToilettenpapierInfo
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Abstract
Ein Spender (SP1) für Reinigungspapier (1), insbesondere Toilettenpapier, mit einem Gehäuse (100) ist versehen mit einer drehbaren Lagerung (19) für eine Vorratsrolle (2) des Reinigungspapiers, mit einem motorischen Antrieb (17, 23) zur Drehung eines das Reinigungspapier durch einen Auslaßschlitz (3) des Gehäuses (100) nach außen fördernden Vorschubelementes (5), mit einer Sprüheinrichtung, bestehend aus einem Vorratsbehälter (6) für Reinigungsflüssigkeit, einem Sprühkopf (40) mit mindestens einer Sprühdüse (4) zum Aufsprühen der Reinigungsflüssigkeit auf das an ihm vorbeiführbare Reinigungspapier (1) und aus einer Pumpeinrichtung (18) zum Ansaugen der Reinigungsflüssigkeit aus dem Vorratsbehälter (6) und Zuführen letzterer zu den Sprühdüsen (4). Der motorische Antrieb (17, 23) ist mit dem Vorschubelement (5) über einen Freilauf (20), insbesondere einen Hülsenfreilauf, gekuppelt, welcher bei abgeschaltetem motorischen Antrieb (17, 23) ein manuelles Abziehen trockenen Reinigungspapiers (1) von der Vorratsrolle (2) gestattet, jedoch bei Einschaltung des motorischen Antriebs (17, 23) eine starre Kupplung zwischen letzterem und dem Vorschubelement (5) herstellt und so das Drehmoment des motorischen Antriebs auf das Vorschubelement (5) zum Fördern des Reinigungspapiers (1) vorbei an den aktivierten Sprühdüsen (4) überträgt.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Spender für Reingungspapier, insbesondere Toilet
tenpapier, mit einem Gehäuse, versehen mit einer drehbaren Lagerung für eine Vorratsrolle
des Reinigungspapiers, mit einem motorischen Antrieb zur Drehung eines das Reinigungspa
pier durch einen Auslaßschlitz des Gehäuses nach außen fördernden Vorschubelementes, mit
einer Sprüheinrichtung, bestehend aus einem Vorratsbehälter für Reinigungsflüssigkeit, einem
Sprühkopf mit mindestens einer Sprühdüse zum Aufsprühen der Reinigungsflüssigkeit auf
das an ihm vorbeiführbare Reinigungspapier und aus einer Pumpeinrichtung zum Ansaugen
der Reinigungsflüssigkeit aus dem Vorratsbehälter und Zuführen letzterer zu den Sprühdüsen,
gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
Durch die WO 9804177 ist ein gattungsgemäßer Spender für Toilettenpapiere oder Eu
terpapiere (allgemein: Reinigungstücher oder Reinigungspapier) bekannt, bei dem das Vor
schubelement aus mindestens einem Paar Walzen, von denen eine motorgetrieben ist, be
steht. Gemäß einer Ausführungsform wird auf Knopfdruck ein Antriebsmotor eingeschaltet,
der über Getriebe sowohl die Antriebswalze zur Papierförderung dreht als auch einen Pump
sprühkopf betätigt, so daß durch den Spender nur angefeuchtetes (besprühtes) Reinigungspa
pier geliefert werden kann. Gemäß einer anderen Ausführungsform kann der Walzenan
triebsmotor wahlweise alleine zur Förderung trockenen Papiers oder zusammen mit einem der
Betätigung des Pumpsprühkopfes zugeordneten zweiten Motor zur Förderung angefeuchteten
Papiers eingeschaltet werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Spender für Reinigungspapier, insbe
sondere Toilettenpapier, gemäß Gattungsbegriff zu schaffen, mit dem ebenfalls eine wahlwei
se Betätigung zur Lieferung feuchten oder trockenen Reinigungspapiers bzw. entsprechenden
Toilettenpapiers ermöglicht ist, bei dem jedoch bei der Anforderung und Lieferung trockenen
Reinigungspapiers ein motorischer Antrieb nicht eingeschaltet zu werden braucht. Unterauf
gaben bestehen u. a. darin, das Auswechseln der Vorratsrolle zu erleichtern, den Grad der Pa
pierbefeuchtung in Grenzen einstellbar zu machen und eine reibungsarme Führungsbahn für
das geförderte Reinigungspapier zu schaffen, die zugleich dem Sprühstrahl ein Widerlager
bietet.
Erfindungsgemäß wird die gestellte Aufgabe durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1
angegebenen Merkmale gelöst, nämlich dadurch, daß der motorische Antrieb mit dem Vor
schubelement über einen Freilauf, insbesondere einen Hülsenfreilauf, gekuppelt ist, welcher
bei abgeschaltetem motorischen Antrieb ein manuelles Abziehen trockenen Reinigungspa
piers von der Vorratsrolle gestattet, jedoch bei Einschaltung des motorischen Antriebs eine
starre Kupplung zwischen letzterem und dem Vorschubelement herstellt und so das Drehmo
ment des motorischen Antriebs auf das Vorschubelement zum Fördern des Reinigungspapiers
vorbei an den aktivierten Sprühdüsen überträgt.
Vorteilhafte Weiterbildungen des Spenders nach der Erfindung sind in den Ansprüchen 2
bis 17 angegeben. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das Vorschubelement ein
drehbar am Gehäuse gelagerter Aufnahmedorn für eine Vorratsrolle, wobei auf einem fest mit
dem Aufnahmedorn verbundenen Lagerzapfen ein Antriebsglied, vorzugsweise ein Antriebs
ritzel, unter Zwischenschaltung eines Hülsenfreilaufs sitzt und wobei das Antriebsglied mit
einem Getriebe des motorischen Antriebs gekuppelt ist.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile sind vor allem darin zu sehen, daß der Benut
zer des Spenders von seiner Gewohnheit, trockenes Reinigungspapier von Hand abzuziehen,
nicht abzugehen braucht. Die Förderautomatik schaltet er nur dann mittels Knopfdruck ein,
wenn er feuchtes (mit Reinigungsflüssigkeit besprühtes) Reinigungs- bzw. Toilettenpapier
wünscht. Die Vorratsrolle kann mit wenigen Handgriffen ohne Öffnen des Spendergehäuses
ausgewechselt werden. Abhängig von der Stärke des Reinigungspapiers können Sprühstärke
und -menge eingestellt werden.
Weitere Merkmale und Vorteile des Erfindungsgegenstandes sowie dessen Aufbau und
Funktion werden im folgenden anhand zweier, in der Zeichnung dargestellter Ausführungs
beispiele noch näher erläutert. In der Zeichnung zeigt in vereinfachter Darstellung:
Fig. 1 die perspektivische Außenansicht eines Spenders nach der Erfindung,
Fig. 2 den Gegenstand nach Fig. 1 in schematischer Frontansicht bei abgenom
mener frontseitiger Abdeckung,
Fig. 3 den Schnitt nach der Ebene III-III aus Fig. 2, d. d. den Aufnahmedorn mit
Lagerung und Hülsenfreilauf,
Fig. 4 die Einzelheit des Hülsenfreilaufs, perspektivisch und etwas vergrößert
herausgezeichnet,
Fig. 5 die Ansicht V aus Fig. 2, d. h. den Aufnahmedorn mit aufgeschobener Vor
ratsrolle mit Blick auf dessen freies Ende,
Fig. 6 einen Querschnitt durch die Sprüheinrichtung, die dieser vorgelagerte
Führung des Reinigungspapiers und durch die davor befindliche frontseiti
ge Abdeckung und
Fig. 7 ein zweites Ausführungsbeispiel für einen Spender mit Walzenantrieb in
schematischer, vereinfachter Darstellung.
Fig. 1 zeigt einen Spender SP1 für Reinigungs-, insbesondere Toilettenpapier 1, das von
der Vorratsrolle 2 durch den Schlitz 3 entweder im trockenen Zustand von Hand gezogen oder
angefeuchtet mittels Sprühdüsen 4 eines Sprühkopfes 40 und mit motorischem Antrieb (der in
Fig. 1 nicht zu sehen ist) gefördert werden kann. Das Gehäuse des Spenders SP1 ist generell
mit 100 bezeichnet, dessen seitliche Zugangsöffnung mit 103. Das Gehäuse 100 ist unterteilt
zum einen in einen ersten seitlichen Gehäuseabschnitt 101 zur Aufnahme des Antriebs, einer
elektronischen Steuerung, einer Elektropumpe und eines Stromversorgungsteils (in Fig. 1
nicht ersichtlich) und zum anderen in den angrenzenden (größeren) zweiten Gehäuseabschnitt
102, in dem sich die Voratsrolle 2 und darunter der Vorratsbehälter 6 befinden.
Im Gehäuseabschnitt 102 ist der Aufnahmedorn 5 zum Aufstecken oder Aufschieben der
Vorratsrolle 2 angeordnet und an zwei planparallelen Wandelementen 104, 105 des ersten
Gehäuseabschnitts 101 an einem verdeckten Ende einseitig, d. h. frei fliegend, gelagert. Un
terhalb des Aufnahmedorns 5 mit Vorratsrolle 2 ist im Gehäuseabschnitt 102 mit geringem
Abstand der Vorratsbehälter 6 für Reinigungsflüssigkeit 7 gelagert, welcher seitlich aufge
schnitten dargestellt ist. Der Vorratsbehälter 6 hat in seiner Deckwand einen Nachfüllstutzen
8 mit Schraubkappe 9, so daß nach Abschrauben letzterer Reinigungsflüssigkeit 7 nachgefüllt
werden kann, was wegen der seitlichen Zugangsöffnung 103 schnell und bequem möglich ist.
Der Vorratsbehälter 6 faßt zweckmäßigerweise mindestens 0,5 l Reinigungsflüssigkeit. Zum
gelegentlichen Reinigen kann er aus dem Gehäuse 100 herausgenommen werden. Dazu wird
ein oberer, an Scharnieren 10a angelenkter Klappdeckel 10 nach oben und ein unterer, eben
falls an Scharnieren 11a angelenkter Klappdeckel 11 nach unten geklappt. In diesem Falle
sind die Düsen 4 der Sprüheinrichtung 40 frei zugänglich und können auch gereinigt werden.
Der obere Klappdeckel 10 weist an seinem unteren Ende Abreißkanten 12 auf, an welchen das
Reinigungspapier 1 austritt und abgerissen werden kann. Die Auskerbung 13 dient zur besse
ren Erfassung des Reinigungspapiers 1.
Die Bedienschalteranordnung 14 an der Frontseite des Gehäuses 100 bzw. des Gehäuse
abschnitts 101 umfaßt einen ersten Taster bzw. Druckschalter 15 zum gleichzeitigen Ein
schalten eines ersten Elektromotors 17 zum Drehantrieb des Aufnahmedorns 5 und eines
zweiten (nicht näher dargestellten) Elektromotors zum Antrieb einer Pumpeinrichtung in
Form einer Elektropumpe 18 (siehe auch Fig. 2). Beim Betätigen des Druckschalters 15 (Fig.
1) wird somit das Reinigungspapier 1 automatisch aus dem Gehäuse 100 befördert und
gleichzeitig über die Düsen 4 mit Reinigungsflüssigkeit 7 besprüht. Mit den unterhalb von
(15) angeordneten Druckschaltern 16a und 16b kann man Sprühstärke (Menge) und Sprühin
tensität (Druck) des von den Düsen 4 abgegebenen Sprühstrahls regulieren. Wünscht man
feuchteres Reinigungspapier, wird die Plus-Taste 16a gedrückt; soll es weniger feucht sein,
drückt man die Minus-Taste 16b. Diese Regulierung kann durch Steuerung der Elektropumpe
18 (Fig. 2) erreicht werden, wobei mindestens zwei Drehzahlen des Pumpenanrtiebsmotors
einstellbar sind, oder alternativ durch Verstellen der Sprühdüsen 4.
Nach Vorstehendem kann man aus Fig. 1 in Verbindung mit Fig. 2 erkennen, daß der
Spender SP1 für Reinigungspapier 1 die folgenden Komponenten umfaßt: ein Gehäuse 100,
versehen mit einer drehbaren Lagerung 19 für die Vorratsrolle 2 des Reinigungspapiers 1,
einen motorischen Antrieb 17 zur Drehung eines das Reinigungspapier 1 durch einen Auslaß
schlitz 3 des Gehäuses 100 nach außen fördernden Vorschubelementes in Form des Aufnah
medorns 5, eine Sprüheinrichtung, bestehend aus dem Vorratsbehälter 6 für Reinigungsflüs
sigkeit 7, einem Sprühkopf 40 mit mindestens einer Sprühdüse 4 zum Aufsprühen der Reini
gungsflüssigkeit auf das an den Sprühdüsen 4 des Sprühkopfes 40 vorbeiführbare Reini
gungspapier 1 und eine Pumpeinrichtung 18 zum Ansaugen der Reinigungsflüssigkeit 7 aus
dem Vorratsbehälter 6 und Zuführen letzterer zu den Sprühdüsen 4. Erfindungsgemäß ist der
motorische Antrieb 17 mit dem Vorschubelement 5 über einen Freilauf 20 gekuppelt, welcher
bei abgeschaltetem motorischen Antrieb 17 ein manuelles Abziehen trockenen Reinigungspa
piers 1 von der Vorratsrolle 5 gestattet, jedoch bei Einschaltung des motorischen Antriebs 17
eine starre Kupplung zwischen letzterem und dem Vorschubelement 5 herstellt und so das
Drehmoment des motorischen Antriebs 17 auf das Vorschubelement 5 überträgt. Weil er nur
geringen Raum benötigt und zuverlässig arbeitet, hat sich ein Hülsenfreilauf als Freilauf 20
als besonders zweckmäßig erwiesen (vergl. auch Fig. 3 und 4).
Wie bereits erwähnt, ist das Vorschubelement bevorzugt ein drehbar am Gehäuse 100
gelagerter Aufnahmedorn 5 für die Vorratsrolle 2, wobei auf einem fest mit dem Aufnahme
dorn 5 verbundenen, insbesondere mit diesem verschraubten, Lagerzapfen 21 ein Antriebs
glied, vorzugsweise ein Antriebsritzel 22, unter Zwischenschaltung des Hülsenfreilaufs 20
sitzt und wobei das Antriebsglied 22 mit einem Getriebe 23 des motorischen Antriebs 17 ge
kuppelt ist.
Wie bereits angedeutet, ist der erste seitliche Gehäuseabschnitt 101 zwischen zwei plan
parallel mit Abstand zueinander und in montierter Lage des Spenders SP1 senkrecht verlau
fenden Wandelementen oder Platinen 104, 105 gebildet, wobei im ersten Gehäuseabschnitt
101 der erste Elektromotor 17 mit seinem Getriebe 23, üblicherweise ein Untersetzungsge
triebe, und die Elektropumpe mit ihrem (zweiten) Elektromotor untergebracht sind. An den
beiden Wandelementen 104, 105 ist der Lagerzapfen 21 des Aufnahmedorns 5, mit seinem
Antriebsritzel 22 kämmend mit einem Antriebszahnrad 24 des Untersetzungsgetriebes 23,
gelagert (Lagerstellen 19).
Die elektronische Steuerschaltung (Chip) 25 ist im oberen Bereich des ersten Gehäuseab
schnitts 101 angeordnet. Sie steuert das Zusammenwirken des motorischen Antriebs 17, 23
und Elektropumpe 18 und ist so ausgelegt, daß beim Loslassen des Druckschalters 15 ein
Nachlauf von z. B. 10 cm des Reinigungspapiers 1 erfolgt, so daß letzteres für die nächste Be
nutzung griffbereit ist.
Das freie konisch verjüngte Ende 5a des Aufnahmedorns 5 ist über die offene (oder,
wenn geschlossen, öffenbare) Gehäuseseitenflanke 103 von außen zugänglich, wie es Fig. 1
und 2 zeigen, so daß die Vorratsrolle 2 von außen auf den Aufnahmedorn 5 bedienerfreund
lich aufsteckbar bzw. leicht auswechselbar ist. Der Aufnahmedorn 5 weist drei über seinen
Umfang verteilte Rippen 26 auf, so daß die Vorratsrolle 2, wenn aufgeschoben, mit dem In
nenumfang ihrer üblicherweise vorhandenen inneren Papphülse 27 in Dreipunkt- bzw. Dreili
nien-Auflage auf den Aufnahmedorn 5 sitzt (Fig. 3 und 5). Damit sie sich nicht lockern kann,
ist der Aufnahmedorn 5 am Außenumfang seines inneren Endes 5b konisch erweitert, so daß
hier ein leichter (rutschfreier) Preßsitz zwischen den Rippen 26 und der Vorratsrolle 2 zustan
de kommt.
Der Außenring 28 des Hülsenfreilaufs 20 nach Fig. 4 ist mit dem Antriebsritzel 22 des
Aufnahmedorns fest verbunden, z. B. besteht ein Preßsitz zwischen dem Innenumfang von
(22) und dem Außenumfang von (28). Ein solcher Hülsenfreilauf 20 ist eine Einwegkupplung,
bestehend aus dem dünnwandigen Außenring 28 mit Klemmrampen, Kunststoffkäfigen 29,
Andruckfedern 30 und Nadelrollen 31. In Drehrichtung f1 kann sich der Wellenzapfen 21 im
Hülsenfreilauf 20 frei drehen und mit ihm der Aufnahmedorn 5 (wenn das trockene Reini
gungspapier von Hand abgezogen wird). Wird dagegen das Antriebsritzel 22 in Drehrichtung
f2 angetrieben, dann kuppeln sich die Kupplungselemente 30, 31 am Innenumfang 32 des
Hülsenfreilaufs 20 starr mit dem Außenumfang des Wellenzapfens 21, so daß dieser in Rich
tung f2 der Aufnahmedorn 5 mitgenommen wird.
Zurückkommend auf Fig. 2: Die kleine Elektropumpe 18 ist mit einem Selbstansaugstut
zen 33 und mit einem Druckstutzen 34 versehen, welch letzterer über die Leitung 35 und die
beiden Zweigleitungen 35a, 35b an die Spritzdüsen 4 angeschlosssen ist und diese mitr Reini
gungsflüssigkeit 7 aus dem Vorratsbehälter bzw. Tank 6 versorgt. Die Stromversorgung von
Elektromotor 17 und Elektropumpe 18 sowie der elektronischen Steueranordnung 25 erfolgt
durch eine Batterieanordnung 36, die im unteren Teil des Gehäuseabschnitts 101 unterge
bracht ist. Schematisch dargestellt sind vier Monozellen 37. Zur Stromversorgung können
auch Akkus oder gängige Netzteile verwendet werden.
Fig. 6 in Verbindung mit Fig. 1 zeigt, daß zwischen der frontseitigen Abdeckung 10 und
dem Vorratsbehälter 6 der Sprühkopf 40 angeordnet ist, welcher mit seinen Sprühdüsen 4 auf
das zwischen diesen und der frontseitigen Abdeckung 10 in einem Transportspalt 38 hin
durchleitbare Toilettenpapier 1 ausgerichtet ist (die Sprühkegel sind gestrichelt angedeutet).
Hierzu bildet eine die Sprühdüsen 4, vorzugsweise deren zwei, halternde Wand 39 mit einem
mittigen Rücksprung 39a eine Sprühdüsenkammer 41 und mit je einer beidseits des Rück
sprungs vorgelagerten Wandpartie 39b eine Transportbahn für das Reinigungspapier 1. Der
obere Klappdeckel 10 überdeckt die Sprühdüsen 4 und bildet zusammen mit der Transport
bahn 39b der Sprüheinrichtung 40 den keilförmig sich verjüngenden Transportspalt 38 für das
Reinigungspapier, in welchen letzteres von oben einläuft. Auf der Transportbahn 39b, 39b
beidseits der Sprühdüsen 4 und auf der gegenüberliegenden Innenseite des oberen Klappdec
kels 10 sind runde Führungsstäbe 42, paarweise einander gegenüberliegend, angebracht, zwi
schen denen das Reinigungspapier 1 mit Spiel und mit linienförmiger Berührung hin
durchleitbar ist. Dadurch wird verhindert, daß das besprühte oder auch trockene Reinigungs
papier 1 sich bei der Beförderung staut oder an der Transportbahn 39b bzw. der Innenseite des
Klappdeckels 10 anklebt. Im übrigen wird der Durchlauf des Reinigungspapiers 1, wenn es
feucht ist, durch sein höheres Gewicht begünstigt. Der untere Klappdeckel 11 ist im Bereich
der Sprühdüsen 4 rechteckig ausgespart. Die Srüheinrichtung 40 ist gegenüber der Vertikalen
leicht geneigt montiert, und zwar dient vorzugsweise eine entsprechend abgeschrägte Wand
6a des Vorratsbehälters 6 als Montagefläche.
Die Funktion des Spenders SP1 ist am deutlichsten aus Fig. 1 und 2 erkennbar: Wenn
durch Drücken des Druckschalters 15 der motorische Antrieb 17, 23 eingeschaltet wird, so
nimmt dieser über sein Zahnrad 24 das Ritzel 22 und damit über den eingerückten Hülsen
freilauf 20 den Lagerzapfen 21 mit dem Aufnahmedorn 5 mit. Gleichzeitig wird die elektri
sche Pumpe 18 in Gang gesetzt. Die beiden Sprühdüsen 4 befeuchten das vor ihnen vorbeilau
fende, von der Vorratsrolle 2 abgewickelte Reinigungspapier 1. Das Übersetzungsverhältnis
des Getriebes 23 ist so gewählt, daß ein zügiges Abwickeln des Reinigungspapiers 1 gewähr
leistet ist. Bei Loslassen des Druckschalters 15 stoppt der Sprühvorgang und - mit einem
Nachlauf - auch die Drehung des Aufnahmedorns 5. Nach Abreißen des feuchten Reini
gungspapiers 1 in der erforderlichen Länge (der Vorgang kann ggfs. wiederholt werden)
braucht nun zur Entnahme trockenen Reinigungspapiers 1 nur an dessen Ende gezogen zu
werden, weil der Freilauf, insbesondere Hülsenfreilauf 20, eine vom motorischen Antrieb 17,
23 entkoppelte Drehung zuläßt. Durch das Leerlauf-Reibungsmoment des Hülsenfreilaifs 20
beim Abziehen des Reinigungspapiers von Hand sind ein unkontrolliertes Nachlaufen der
Vorratsrolle 2 und somit ein Papierstau ausgeschlossen.
Beim zweiten Ausführungsbeispiel nach Fig. 7, dessen Grundaufbau demjenigen nach
Fig. 3 der eingangs genannten WO 98/04177 entspricht, besteht das Vorschubelement aus
mindestens einem Paar Walzen oder Andruckrollen 50, 51, von denen eine (50) motorgetrie
ben ist, wobei das zwischen den beiden Walzen 50, 51 hindurchziehbare Reinigungspapier 1
mit diesen in reib- und kraftschlüssigem Kontakt steht und wobei gemäß der vorliegenden
Erfindung zwischen dem motorischen Antrieb 17', 23' der motorgetriebenen Walze 50 und
der Walze 50 selbst, vorzugsweise zwischen ihrer Welle 50a und einem Antriebselement 52
in Form eines Zahnrades, ein Freilauf 20', insbesondere ein Hülsenfreilauf, eingefügt ist. Zur
besseren Übersicht ist die angetriebene Walze 50 im Aufriß etwas vergrößert herausgezeich
net. Wird der Motor 17' eingeschaltet, so treibt er über die Schnecke 53 und das Zahnrad 52
die Walze 50 an, wobei zwischen dieser und der federbelasteten (nicht angetriebenen) Ge
genwalze 51 das Reinigungspapier 1 hindurchgezogen wird. Das Zahnrad 52 ist über weitere
Getriebeelemente in Form der Zahnräder 54, 55 mit der Exzenterwelle 56 einer Pump- und
Sprüheinrichtung 57 gekuppelt, welche einen Sprühkopf 40' mit Sprühdüsen 4' betätigt, so
daß die Papierbahn 1 angefeuchtet wird. Wird der Motor 17' nicht eingeschaltet, dann kann
das Reinigungspapier 1 im trockenen Zustand zwischen den Walzen 50, 51 von Hand abge
zogen werden, weil die Walze 50 aufgrund des Freilaufs 20' sich in Abzugsdrehrichtung frei
drehen kann und von Motor 17' und Getriebe 23' entkuppelt ist. Man kommt also zum Spen
den feuchten und trockenen Reinigungspapiers 1 bei diesem Beispiel mit nur einem Motor
17' aus. Der Aufnahmedorn für die Vorratsrolle 2 ist mit 5' bezeichnet. Im übrigen tragen im
Vergleich zum ersten Ausführungsbeispiel gleiche Teile oder sinngemäß gleiche Teile die
gleichen Bezugszeichen.
SP1 Spender
1
Reinigungspapier
2
Vorratsrolle
3
Schlitz
4
Sprühdüsen
100
Gehäuse
101
erster Gehäuseabschnitt
102
zweiter Gehäuseabschnitt
103
Zugangsöffnung
104
Wandelement
105
Wandelement, weiteres
5
Aufnahmedorn
6
Vorratsbehälter
7
Reinigungsflüssigkeit
8
Nachfüllstutzen
9
Schraubkappe
10
Klappdeckel, oberer
11
Klappdeckel, unterer
10
a,
11
a Scharniere an (
10
) bzw. (
11
)
40
Sprühkopf
12
Abreißkanten
13
Auskerbung
14
Bedienschalteranordnung
15
Taster bzw. Druckschalter
16
a,
16
b Druckschalter, weitere
17
Elektromotor
18
Elektropumpe
19
Lagerung
20
Freilauf bzw. Hülsenfreilauf
21
Lagerzapfen
22
Antriebsglied/Antriebsritzel
23
Getriebe
24
Antriebszahnrad
25
Steuerschaltung, elektronische
5
a verjüngtes Ende von (
5
)
26
Rippen
27
Papphülse
28
Außenring von (
20
)
29
Kunststoffkäfig
30
Andruckfedern
31
Nadelrollen
32
Innenumfang von (
20
)
f1 Drehrichtung von (
f1 Drehrichtung von (
21
)
f2 Drehrichtung von (
f2 Drehrichtung von (
22
)
33
Selbstansaugstutzen von (
18
)
34
Druckstutzen von (
18
)
35
Leitung
35
a,
35
b Zweigleitungen
36
Batterieanordnung
37
Monozellen
38
Transportspalt
39
Wand
39
a Rücksprung an (
39
)
39
b Wandpartie
41
Sprühdüsenkammer
42
Führungsstäbe
50
Walze/Andruckrolle
51
Walze, weitere
17
' Antriebsmotor
23
' Getriebe
50
a Welle von (
50
)
52
Zahnrad/Antriebselement
20
' Freilauf
53
Schnecke
54
,
55
Zahnräder, weitere
57
Pump- und Sprüheinrich
tung
56
Exzenterwelle
40
' Sprühkopf, weiterer
4
' Sprühdüsen, weitere
5
b inneres Ende von (
5
)
Claims (17)
1. Spender für Reinigungspapier, insbesondere Toilettenpapier, mit einem Gehäuse, versehen
mit einer drehbaren Lagerung für eine Vorratsrolle des Reinigungspapiers, mit einem motori
schen Antrieb zur Drehung eines das Reinigungspapier durch einen Auslaßschlitz des Gehäu
ses nach außen fördernden Vorschubelementes, mit einer Sprüheinrichtung, bestehend aus
einem Vorratsbehälter für Reinigungsflüssigkeit, einem Sprühkopf mit mindestens einer
Sprühdüse zum Aufsprühen der Reinigungsflüssigkeit auf das an ihm vorbeiführbare Reini
gungspapier und aus einer Pumpeinrichtung zum Ansaugen der Reinigungsflüssigkeit aus
dem Vorratsbehälter und Zuführen letzterer zu den Sprühdüsen,
dadurch gekennzeichnet, daß der motorische Antrieb (17, 23; 17', 23')mit dem
Vorschubelement (5; 50) über einen Freilauf (20; 20'), insbesondere einen Hülsenfreilauf,
gekuppelt ist, welcher bei abgeschaltetem motorischen Antrieb ein manuelles Abziehen troc
kenen Reinigungspapiers (1) von der Vorratsrolle (2) gestattet, jedoch bei Einschaltung des
motorischen Antriebs (17, 23; 17', 23') eine starre Kupplung zwischen letzterem und dem
Vorschubelement (5; 50) herstellt und so das Drehmoment des motorischen Antriebs auf das
Vorschubelement (5; 50) zum Fördern des Reinigungspapiers (1) vorbei an den aktivierten
Sprühdüsen (4) überträgt.
2. Spender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorschubelement
ein drehbar am Gehäuse gelagerter Aufnahmedorn (5) für eine Vorratsrolle (2) ist, daß auf
einem fest mit dem Aufnahmedorn (5) verbundenen Lagerzapfen (21) ein Antriebsglied (22),
vorzugsweise ein Antriebsritzel, unter Zwischenschaltung eines Hülsenfreilaufs (20) sitzt und
daß das Antriebsglied (22) mit einem Getriebe (23) des motorischen Antriebs (17, 23) gekup
pelt ist.
3. Spender nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmedorn (5)
frei fliegend gelagert und sein freies Ende (5a) über eine offene oder öffenbare Gehäusesei
tenflanke (Zugangsöffnung 103) von außen zugänglich ist, so daß die Vorratsrolle (2) von
außen auf den Aufnahmedorn (5) aufsteckbar bzw. auswechselbar ist.
4. Spender nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahme
dorn (5) drei über seinen Umfang verteilte Rippen (26) aufweist, so daß die Vorratsrolle (2)
mit dem Innenumfang ihrer Papphülse (27) in Dreipunkt- bzw. Dreilinien-Auflage auf den
Aufnahmedorn (5) aufbringbar ist.
5. Spender nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahme
dorn (5) am Außenumfang seines inneren Endes (5b) konisch erweitert ist.
6. Spender nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der motorische Antrieb einen ersten
Elektromotor umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter Elektromotor zum
Antrieb einer die Reinigungsflüssigkeit (7) zu den Sprühdüsen (4) des Sprühkopfes (40) för
dernden Pumpe (18) vorgesehen ist.
7. Spender nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bemessung der
Stärke des Sprühstrahls wenigstens zwei Drehzahlen des Pumpenantriebsmotors einstellbar
sind.
8. Spender nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß an
der Frontseite des Gehäuses ein Taster bzw. Druckschalter (15) zum gleichzeitigen Einschal
ten des ersten und des zweiten Elektromotors (17) bzw. Elektromotor von (18) vorgesehen ist.
9. Spender nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß dem ersten (17) und
dem zweiten Elektromotor der Elektropumpe (18) sowie dem Taster (15) eine elektronische
Steuerschaltung (25) zugeordnet ist, durch welche nach Loslassen des Tasters (15) der erste
Elektromotor (17) im Sinne eines Nachlaufs steuerbar ist, so daß ein entsprechender Nachlauf
des jeweils geförderten Reinigungspapiers (1) von z. B. 10 cm erzeugbar ist.
10. Spender nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß benachbart
zum Taster (15) zwei Sprühmengen-Taster (16a, 16b) angeordnet sind, der eine zur Erhöhung,
der andere zur Erniedrigung der Sprühmenge.
11. Spender nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß ein
erster seitlicher Gehäuseabschnitt (101) zwischen zwei planparallel mit Abstand zueinander
und in montierter Lage des Spenders (SP1) senkrecht verlaufenden Wandelementen (104,
105) gebildet ist und daß im ersten Gehäuseabschnitt (101) der erste Elektromotor (17) mit
einem Untersetzungsgetriebe (23) und der zweite Elektromotor untergebracht sind.
12. Spender nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß an den beiden
Wandelementen (104, 105) der Lagerzapfen (21) des Aufnahmedorns (5), mit seinem An
triebsritzel (22) kämmend mit einem Antriebszahnrad (24) des Untersetzungsgetriebes (23),
gelagert ist.
13. Spender nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß seitlich
benachbart zum ersten Gehäuseabschnitt (101) ein zweiter, größerer Gehäuseabschnitt (102)
in seinem oberen Bereich den Aufnahmedorn (5) mit Vorratsrolle (2) aufnimmt, daß unterhalb
der Vorratsrolle (2) der Vorratsbehälter (6) untergebracht ist und daß zwischen einer frontsei
tigen Abdeckung (10) des Spenders (SP1) und dem Vorratsbehälter (6) der Sprühkopf (40)
angeordnet ist, welcher mit seinen Sprühdüsen (4) auf das zwischen diesen und der frontseiti
gen Abdeckung (10) in einem Transportspalt (38) hindurchleitbare Reinigungspapier ausge
richtet ist.
14. Spender nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß eine die Sprühdüsen
(4), vorzugsweise deren zwei, halternde Wand (39) mit einem mittigen Rücksprung (39a) eine
Sprühdüsenkammer (41) und mit je einer beidseits des Rücksprungs (39a) vorgelagerten
Wandpartie (39b) eine Transportbahn für das Reinigungspapier (1) bildet.
15. Spender nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die frontseitige Ab
deckung aus einem unteren (11) und einem oberen Klappdeckel (10) besteht, die jeweils im
Bereich einer unteren bzw. oberen Gehäusekante schwenkbar angelenkt sind, wobei der obere
Klappdeckel (10) die Sprühdüsen (4) überdeckt, mit seiner Unterkante eine Abreißkante (12)
für das Reinigungspapier (1) sowie zusammen mit der Transportbahn (39b) des Sprühkopfes
(40) einen keilförmig sich verjüngenden Transportspalt (38) für das Reinigungspapier (1) bil
det, in welchen letzteres von oben einläuft.
16. Spender nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Transport
bahn (38) beidseits der Sprühdüsen (4) und auf der gegenüberliegenden Innenseite des oberen
Klappdeckels (10) runde Führungsstäbe (42), paarweise einander gegenüberliegend, ange
bracht sind, zwischen denen das Reinigungspapier (1) mit Spiel und mit linienförmiger Be
rührung hindurchleitbar ist.
17. Spender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorschubele
ment aus mindestens einem Paar von Walzen (50, 51) oder Andruckrollen besteht, von denen
eine (50) motorgetrieben ist, wobei das zwischen den beiden Walzen (50, 51) hindurchziehba
re Reinigungspapier (1) mit diesen in reib- und kraftschlüssigem Kontakt steht und wobei
zwischen dem motorischen Antrieb (17', 23') der motorgetriebenen Walze (50) und der Wal
ze selbst, vorzugsweise zwischen ihrer Welle (50a) und einem Antriebselement (52), ein
Freilauf (20'), insbesondere ein Hülsenfreilauf, eingefügt ist.
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|---|---|---|---|
| DE19937881A DE19937881B4 (de) | 1999-08-15 | 1999-08-15 | Spender für Reinigungspapier, insbesondere Toilettenpapier |
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