DE19935695A1 - Verfahren zum Umrüsten und gleichzeitigen Modernisieren einer Offenend-Rotorspinnmaschine - Google Patents
Verfahren zum Umrüsten und gleichzeitigen Modernisieren einer Offenend-RotorspinnmaschineInfo
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Abstract
Es wird ein Verfahren beschrieben, mit welchem eine bereits in Betrieb befindliche Offenend-Rotorspinnmaschine durch Umrüsten modernisiert werden kann. Hierbei werden insbesondere eine Anspinnvorrichtung und eine Spulenwechselvorrichtung durch ein neues Wartungsgerät ersetzt. Ferner wird an der Offenend-Rotorspinnmaschine eine neue Leerhülsen-Zuführvorrichtung installiert.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Umrüsten und gleichzeitigen Modernisieren einer
Offenend-Rotorspinnmaschine
- - mit mehreren Spinnstellen,
- - mit Mitteln zum Unterbrechen des Spinnprozesses einer Spinnstelle zum Zwecke eines Spulenwechsels,
- - mit wenigstens einer relativ zu den Spinnstellen bewegbaren Spulenwechselvorrichtung, die ein Leerhülsenmagazin sowie Einrichtungen zum Austauschen einer vollen Spule gegen eine zu bewickelnde leere Hülse aufweist,
- - mit einer Ladevorrichtung zum Nachfüllen des Leerhülsenmagazins mit leeren Hülsen,
- - mit Transportbändern zum Abtransportieren voller Spulen
- - sowie mit wenigstens einer relativ zu den Spinnstellen bewegbaren Anspinnvorrichtung, die dazu ausgelegt ist, nach einem Spulenwechsel an einer Spinnstelle einen Starterfaden anzuspinnen, der bereits mit der leeren Hülse verbunden ist.
Offenend-Rotorspinnmaschinen dieser Art werden von der Firma Schlafhorst Autocoro GmbH
unter dem Markennamen "Autocoro" seit vielen Jahren hergestellt und sind weltweit im Einsatz.
Die prinzipielle Funktionsweise dieser Offenend-Rotorspinnmaschine "Autocoro" ist in dem US-
Patent 4,125,990 beschrieben. Bei der bekannten Offenend-Rotorspinnmaschine sind die
Spulenwechselvorrichtung und die Anspinnvorrichtung jeweils unabhängig voneinander längs der
Spinnstellen verfahrbar. Zum Zweck eines Spulenwechsels wird an der betreffenden Spinnstelle
zunächst der Spinnprozess unterbrochen. Anschließend wechselt die verfahrbare
Spulenwechselvorrichtung die volle Spule der betreffenden Spinnstelle gegen eine neue zu
bewickelnde Hülse aus. Zu einem späteren Zeitpunkt verfährt die Anspinnvorrichtung zu dieser
Spinnstelle und setzt den Spinnvorgang wieder in Gang. Diese Anspinnvorrichtung, welche
zugleich dem Beheben normaler Fadenbrüche dient, benötigt zum Anspinnen ein mit der Spule
verbundenes Fadenstück. Damit ein solches Fadenstück, welches den Anspinnvorgang möglich
macht, auch bei einer neu eingesetzten Hülse vorhanden ist, ist beim Autocoro vorgesehen,
anstelle von leeren Hülsen solche mit einem Anspinnfaden zu verwenden. Das Anspinnen nach
einem Spulenwechsel kann somit in der gleichen Weise erfolgen wie das Anspinnen zum
Beheben eines Fadenbruches.
Diese an sich faszinierende Methode hat allerdings den Nachteil, dass der Starterfaden auf der
Spulenhülse bleibt und deshalb auch bei einer Weiterverwendung des gesponnenen Garnes,
beispielsweise bei einem Weben, mitverwendet wird. Es besteht die Gefahr, dass der
Starterfaden sich von dem anschließend gesponnenen Faden etwas unterscheidet,
beispielsweise durch die Garnnummer und/oder die Richtung der Drehung und/oder
möglicherweise auch durch das Fasermaterial. Da die Starterfäden in das Endprodukt,
beispielsweise ein Gewebe, gelangen, können sie das Aussehen und/oder die Qualität des
Gewebes stören oder verschlechtern.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, die bekannten, bereits im Einsatz befindlichen
Offenend-Rotorspinnmaschinen durch Umrüsten dadurch zu modernisieren, dass die
hergestellten Spulen keinen Starterfaden enthalten.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Spulenwechselvorrichtung und die Anspinnvorrichtung
durch wenigstens ein relativ zu den Spinnstellen bewegbares neues Wartungsgerät ersetzt
werden, welches dazu ausgelegt ist, sowohl eine volle Spute gegen eine starterfadenfreie leere
Hülse auszutauschen als auch einen mit den leeren Hülse nicht verbundenen Anspinnfaden
anzuspinnen und anschließend einen neu gesponnenen Faden mit der leeren Hülse zu
verbinden, und dass die Ladevorrichtung durch eine dem Wartungsgerät leere Hülsen
zuführende Leerhülsen-Zuführvorrichtung ersetzt wird.
Eine Anspinnvorrichtung, die nach dem Anspinnen und Modernisieren die gewünschten
Anforderungen erfüllt, ist beispielsweise in dem US-Patent 5,676,322 beschrieben.
Dadurch, dass der Anspinnfaden nicht mehr ein mit der gewechselten Hülse verbundener
Starterfaden ist, kann in sehr einfacher Weise vermieden werden, dass der Anspinnfaden auf die
neue Hülse gewickelt wird. Es ist dann ohne Weiteres möglich, auf die neue Hülse nur Garn
aufzuwickeln, welches an der betreffenden Spinnstelle gesponnen worden ist.
Vorteilhaft ist es, wenn der Anspinnfaden mit einer in dem neuen Wartungsgerät mitgeführten
Hilfsspule verbunden ist und nach dem Anspinnen eliminiert wird, wonach der neu gesponnene
Faden mit der leeren Hülse verbunden wird. Um das zu erreichen, muss nach dem Erzeugen der
Anspinnstelle mit der Übergabe des neu gesponnenen Fadens an die Hülse nur so lange
gewartet werden, bis der von der Hilfsspule genommene Anspinnfaden vollständig eliminiert
werden kann. Danach ist nur noch ein neu gesponnener Faden vorhanden, der auf die Hülse
aufgewickelt wird.
Das neue Wartungsgerät ist zweckmäßig zusätzlich dazu ausgelegt, einen Fadenbruch zu
beheben, indem ein mit der wenigstens teilweise bewickelten Spule verbundener Faden als
Anspinnfaden benutzt wird. Das Wartungsgerät nimmt dann das gebrochene Fadenende von der
Spule auf und benutzt dieses Fadenende zum Anspinnen. Die Hilfsspule wird in diesem Falle
nicht benötigt. Das neue Wartungsgerät kann somit zwei unterschiedliche Anspinnvorgänge
durchführen, nämlich den Anspinnvorgang mit Hilfsspule nach einem Spulenwechsel und den
Anspinnvorgang mit von der Spule der Spinnstelle entnommenem gesponnenem Garn nach
einem Fadenbruch.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine durch Umrüsten zu modernisierende Offenend-
Rotorspinnmaschine,
Fig. 2 einen Querschnitt durch eine Spinnstelle einer zu modernisierenden Rotorspinnmaschine,
Fig. 3 eine Draufsicht auf eine durch Umrüsten modernisierte Offenend-Rotorspinnmaschine,
Fig. 4 einen Querschnitt durch eine Spinnstelle, an der gerade ein neues Wartungsgerät tätig
ist, bei welchem lediglich die Funktionselemente für einen Spulenwechsel dargestellt sind,
Fig. 5 das gleiche Wartungsgerät wie bei Fig. 4 an einer Spinnstelle, wobei diesmal lediglich
die Funktionselemente für ein Anspinnen dargestellt sind.
Die durch Umrüsten zu modernisierende Offenend-Rotorspinnmaschine 1 nach Fig. 1 ist
bezüglich einer Längsmittelebene 2 im Wesentlichen symmetrisch ausgebildet und auf beiden
Maschinenseiten 3 und 4 mit einer Vielzahl nebeneinander angeordneter Spinnstellen 5
versehen. An den beiden Enden der Offenend-Rotorspinnmaschine 1 befinden sich in bekannter
Weise Headstocks 6 und 7, in welchen die Antriebs- und Versorgungseinrichtungen
untergebracht sind.
Mittels Fahrschienen 8, die strichpunktiert lediglich in einem Kurvenbereich angedeutet sind, sich
jedoch in beiden Längsrichtungen der Offenend-Rotorspinnmaschine 1 erstrecken, ist eine
Anspinnvorrichtung 9 in den Fahrtrichtungen A und B verfahrbar. Diese Anspinnvorrichtung 9
dient dem Zweck, im Falle eines Fadenbruches an einer Spinnstelle 5 den Spinnvorgang wieder
herzustellen und nach einem Spulenwechsel durch einen Anspinnvorgang den Spinnvorgang
einzuleiten.
Längs der Offenend-Rotorspinnmaschine 1 ist ferner eine Spulenwechselvorrichtung 10 in
Fahrtrichtungen C und D verfahrbar. Hierfür sind gesonderte Fahrschienen 11 vorgesehen, die
ebenfalls nur angedeutet sind. Die Fahrschienen 8 und 11 sind getrennt, damit die
Anspinnvorrichtung 9 und die Spulenwechselvorrichtung 10 sich nicht behindern, wenn sie
aneinander vorbeifahren müssen.
Die Spulenwechselvorrichtung 10 ist mit einem Leerhülsenmagazin 12 versehen, welches ständig
eine gewisse Anzahl leerer Hülsen 15 an der Spulenwechselvorrichtung 10 auf Vorrat hält. Bei
Bedarf werden neue leere Hülsen 15 mittels einer an einem Headstock 6 befindlichen
Ladevorrichtung 16 nachgeliefert. Diese neuen leeren Hülsen 15 kann entweder die
Spulenwechselvorrichtung 10 an der Ladevorrichtung 16 abholen oder sich mittels eines
zusätzlichen Ladewagens bringen lassen. Die Ladevorrichtung 16 ihrerseits erhält neue leere
Hülsen 15 über eine am Maschinenende angebrachte Hülsenvorlage 17.
Beidseits der Längsmittelebene 2 erstrecken sich in Längsrichtung der Offenend-
Rotorspinnmaschine 1 zwei Transportbänder 13 und 14, von denen jeweils eines einer
Maschinenseite 3 oder 4 zugeordnet ist. Die Transportbänder 13 und 14 sind in den
Transportrichtungen E und F angetrieben und dienen dem Abtransport gefüllter Spulen nach
einem Spulenwechselvorgang. Die umzurüstende Offenend-Rotorspinnmaschine 1 arbeitet mit
leeren Hülsen 15, die mit sogenannten Starterfäden 52 (siehe später unter Fig. 2) versehen
sind, damit nach einem Spulenwechselvorgang durch ein Anspinnen der Spinnvorgang wieder
eingeleitet werden kann. Die Starterfäden 52 werden im Bereich des Headstocks 6 durch eine
Starterspuleneinrichtung 18 auf die leeren Hülsen 15 aufgebracht.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Spinnstelle 5 einer durch Umrüsten zu modernisierenden
Offenend-Rotorspinnmaschine 1 erkennt man sowohl eine nur angedeutete Anspinnvorrichtung 9
als auch eine ein Leerhülsenmagazin 12 mit sich führende Spulenwechselvorrichtung 10.
Dadurch stehen immer einige leere Hülsen 15 mit einem Starterfaden 52 für einen
Spulenwechselvorgang zur Verfügung, und anschließend kann die Anspinnvorrichtung 9 mittels
des Starterfadens 52 einen Anspinnvorgang an der Spinnstelle 5 durchführen. Bei normalem
Betrieb wird an der Spinnstelle 5 in bekannter Weise aus einem zugeführten Faserband 19 ein
gepunktet dargestellter Faden 20 gesponnen.
Jede Spinnstelle 5 enthält eine Zuführwalze 21 zum Zuführen des Faserbandes 19, eine
Auflösewalze 22 zum Vereinzeln des Faserbandes 19 zu Einzelfasern sowie einen Spinnrotor 23,
in welchem die Einzelfasern zu einem Faserring zusammengefasst und zu dem Faden 20
versponnen werden. Der Spinnrotor 23 läuft in einer Unterdruckkammer 24 um, die an eine
Saugleitung 25 angeschlossen ist. Der mit dem Spinnrotor 23 verbundene Schaft 26 ist in nicht
dargestellter Weise gelagert und angetrieben.
Bei Betrieb ist die Unterdruckkammer 24 durch eine Abdeckung 27 verschlossen, welche in
bekannter Weise einen Faserzuführkanal 28 zum Zuführen der Einzelfasern in den Spinnrotor 23
sowie einen Fadenabzugskanal 29 zum Abziehen des ersponnenen Fadens 20 aufweist.
Der Faden 20 wird bei Betrieb in Abzugsrichtung G durch ein Abzugswalzenpaar 30 abgezogen,
welches der Spinnstelle 5 zugehört und welches aus einer in Maschinenlängsrichtung
durchlaufenden Antriebswelle 31 und einem Druckroller 32 besteht. Der abgezogene Faden 20
gelangt dann zu einer Wickelwalze 33, die ebenfalls zur Spinnstelle 5 gehört und auf welcher die
zu bewickelnde Spule 34 aufliegt. Die mit einer in Maschinenlängsrichtung durchlaufenden
Antriebswelle 35 verbundene Wickelwalze 33 treibt die Spule 34 zu Drehungen an, so dass unter
Mitwirkung eines Changierfadenführers 36 eine Kreuzspule hergestellt werden kann. Zum
Spannungsausgleich ist der Wickelwalze 33 noch ein Umlenkfadenführer 37 vorgeschaltet.
Bei Betrieb wird die rotierende Spule 34 in einem ebenfalls der Spinnstelle 5 zugehörigen
Spulenrahmen 38 gehalten, welcher beidseits der Spule 34 jeweils einen Spulenteller 39
aufweist. Der Spulenrahmen 38 ist um eine maschinenfeste Schwenkachse 40 verschwenkbar,
so dass der Spulenrahmen 38 mit zunehmender Spulenfülle nach oben von der Wickelwalze 33
abschwenken kann, wobei die Spule 34 ständig von der Wickelwalze 33 angetrieben ist. Die
Schwenkrichtungen des Spulenrahmens 38 sind mit H und K bezeichnet.
Bei erreichtem Füllungsgrad muss die strichpunktiert dargestellte volle Spule 41 gegen eine neue
zu bewickelnde Hülse 47 ausgewechselt werden. Der erwünschte Füllungsgrad ist dann erreicht,
wenn - beispielsweise gesteuert durch eine Längenmesseinrichtung für den gesponnenen Faden
20 - ein entsprechendes Signal gegeben wird. In einem solchen Falle hebt, wie gezeichnet, die
volle Spule 41 in bekannter Weise von der Wickelwalze 33 ab, so dass die Spule 41 nicht mehr
angetrieben ist. Gleichzeitig muss dabei der Spinnvorgang an der Spinnstelle 5 unterbrochen
werden.
Zu diesem Zweck enthält die Spinnstelle 5 Mittel 43 zum Unterbrechen des Spinnprozesses.
Diese Mittel 43 können eine Kupplung 44 enthalten, durch welche die Zuführwalze 21 von einem
nicht dargestellten Antrieb getrennt werden kann. Um dennoch, zum Zweck eines nachfolgenden
Anspinnens, die Zuführwalze 21 trotz unterbrochenen Antriebes vorübergehend antreiben zu
können, ist die Zuführwalze 21 mit einem aus der Spinnstelle 5 zur Bedienungsseite
herausragenden Antriebsritzel 45 für einen externen Antrieb verbunden.
Ein Spulenwechsel wird mit der bereits erwähnten Spulenwechselvorrichtung 10 durchgeführt, die
in nicht näher dargestellter Weise mittels Laufrädern auf den Fahrschienen 11 relativ zu den
Spinnstellen 5 verfahrbar ist. Die Spulenwechselvorrichtung 10 enthält Einrichtungen 46 zum
Austauschen einer vollen Spule 41 gegen eine zu bewickelnde Hülse 47, die von der
Spulenwechselvorrichtung 10 bereits mitgeführt wird.
Zum Entfernen der vollen Spule 41 aus dem Spulenrahmen 38 enthält die
Spulenwechselvorrichtung 10 einen Auswerfer 48, welcher entsprechend den
Schwenkrichtungen L und M um eine Schwenkachse 49 der Spulenwechselvorrichtung 10
verschwenkbar ist. Der entsprechende Antrieb ist nicht mit dargestellt. Dabei wird der
Spulenrahmen 38 seitwärts geöffnet, so dass die volle Spule 41 über eine Rutsche 50 der
Spinnstelle 5 in Abrollrichtung N auf das zugeordnete Transportband 13 oder 14 rollen kann.
Mittels dieses Transportbandes 13, 14 kann die volle Spule 41 zur weiteren Behandlung an das
Maschinenende transportiert werden.
Die Spulenwechselvorrichtung 10 enthält ferner einen Hülsengreifer 51, der beispielsweise
ebenfalls um die Schwenkachse 49 entsprechend den Schwenkrichtungen P und Q
verschwenken kann, wobei der Antrieb auch hier nicht mit dargestellt ist. Mittels des
Hülsengreifers 51 kann eine neu zu bewickelnde Hülse 47 in den Spulenrahmen 38 eingesetzt
werden, wie dies bei der eingangs beschriebenen Offenend-Rotorspinnmaschine 1 der Firma
Schlafhorst der Fall ist.
Da bei der umzurüstenden Offenend-Rotorspinnmaschine 1 zum Zwecke des Spulenwechsels
der Spinnvorgang unterbrochen ist, muss eine Möglichkeit geschaffen werden, den Spinnvorgang
wieder in Gang zu setzen. Dies geschieht bei der umzurüstenden Offenend-Rotorspinnmaschine
1 dadurch, dass jede neu zu bewickelnde Hülse 47 mit einem Starterfaden 52 verbunden ist,
welcher wenigstens so lang ist, dass er für einen Anspinnvorgang ausreicht. Das Anspinnen
selbst geschieht bei der umzurüstenden Offenend-Rotorspinnmaschine 1 mittels der
Anspinnvorrichtung 9, von der lediglich die Kontur dargestellt ist, da ja diese Anspinnvorrichtung 9
durch ein anderes Wartungsgerät 53 (siehe Fig. 3 bis 5) ersetzt werden soll. Die bisherige
Anspinnvorrichtung 9 ist ebenfalls längs der Spinnstellen 5 verfahrbar und dazu ausgelegt, den
mit der neuen Hülse 47 verbundenen Anspinnfaden 52 an der Spinnstelle 5 anzuspinnen.
Auf Grund des mit der neu zu bewickelnden Hülse 47 verbundenen Anspinnfadens 52 ist jede
Spule 34 am Anfang ihrer Bewicklung verfahrensbedingt mit einer Anspinnstelle versehen. Auch
wenn es heute möglich ist, solche Anspinnstellen praktisch fadengleich zu machen, ist der
verwendete Starterfaden 52 unter Umständen nachteilig. Dieser Starterfaden 52 bleibt nämlich
auf der zu bewickelnden Spule 34 und bleibt deshalb auch bei der Weiterverarbeitung in dem
gesponnenen Garn, beispielsweise bei einem Weben. Es besteht dann die Gefahr, dass der
Starterfaden 52 sich von dem normalen gesponnenen Faden 20 unterscheidet, beispielsweise
durch die Garnnummer und/oder die Richtung der Spinndrehung und/oder durch das
Fasermaterial. Da die Starterfäden 52 in das Endprodukt, beispielsweise ein Gewebe, gelangen,
können sie das Aussehen und/oder die Qualität des Produktes beeinträchtigen.
Aus diesem Grunde wird die Offenend-Rotorspinnmaschine 1 durch Umrüsten verbessert, indem
die alte Anspinnvorrichtung 9 und die alte Spulenwechselvorrichtung 10 in noch zu beschreiben
der Weise durch ein neues Wartungsgerät 53 ersetzt werden, ohne dass dann ein mit einer
Hülse verbundener Anspinnfaden 52 benötigt wird.
In Fig. 3 ist schematisch in der Draufsicht eine durch Umrüsten modernisierte Offenend-
Rotorspinnmaschine 54 dargestellt. Soweit Bauteile der alten Offenend-Rotorspinnmaschine 1
verwendet werden, wurden die Bezugszeichen beibehalten.
Wie ersichtlich, sind die Spulenwechselvorrichtung 10 und die Anspinnvorrichtung 9 durch ein
kombiniertes neues Wartungsgerät 53 ersetzt worden. Zum Steigern der Leistung kann
gegebenenfalls ein identisches, nur strichpunktiert gezeichnetes weiteres Wartungsgerät 55
ergänzt werden. Die Wartungsgeräte 53 und 55 übernehmen jedes die Funktionen des
Anspinnens und des Doffens. In später noch zu beschreibender Weise führen die
Wartungsgeräte 53, 55 jeweils eine Hilfsspule 56 mit sich, die das Verwenden eines bereits
beschriebenen Anspinnfadens 52 überflüssig macht.
Da kein Leerhülsenmagazin 12 mehr mitgeführt wird, wurde beim Umrüsten die Offenend-
Rotorspinnmaschine 54 mit einer Leerhülsen-Zuführvorrichtung 57 ausgestattet, die später noch
im Detail beschrieben wird. Sie enthält einen hochkant angeordneten, umlaufenden
Tangentialriemen 58, der sich entsprechend den Pfeilrichtungen R, S, T und U bewegt. Die
Leerhülsen-Zuführvorrichtung 57 beginnt an der bereits beschriebenen Hülsenvorlage 17 und
endet dort auch wieder. Die bisherige Ladevorrichtung 16 sowie die bisherige Starterspulenein
richtung 18 werden nicht mehr benötigt, müssen aber nicht unbedingt demontiert werden.
Der ständig umlaufende Tangentialriemen 58 ist in der Lage, auf Anforderung immer eine leere
Hülse 59 dem Wartungsgerät 53 zuzuführen. Diese leere Hülse 59 enthält keinen Starterfaden.
Das Wartungsgerät 53 (und analog das eventuell vorhandene Wartungsgerät 55) enthält einen
Anschlag 60, welcher dem Tangentialriemen 58 derart zustellbar ist, dass die zugeführte leere
Hülse 59 am Wartungsgerät 53 angehalten und von diesem mit einer noch später zu
beschreibenden Greifeinrichtung übernommen werden kann.
Das Wartungsgerät 53 enthält ständig eine leere Hülse 59 gespeichert. Bei einem Spulenwechsel
wird diese gespeicherte Hülse 59 dann verwendet. Da, durch die Kombination mit einer
Anspinnvorrichtung, das Wartungsgerät 53 noch eine Weile an der Spinnstelle 5 in Funktion ist,
wird von der Hülsenvorlage 17 sofort wieder eine neue leere Hülse 59 angefordert, die mit dem
Tangentialriemen 58 bis zum Anschlag 60 zugeführt wird. Nach einem erforderlichen
Spulenwechsel mit anschließendem Anspinnen hat somit das Wartungsgerät 53 wieder eine
neue leere Hülse 59, die mitgeführt wird.
In Fig. 4 wird jetzt der Spulenwechselvorgang mittels des nachgerüsteten Wartungsgerätes 53
beschrieben. Die Bezugszeichen bereits beschriebener Bauteile werden beibehalten,
insbesondere im Bereich der Spinnstelle 5.
Wie ersichtlich, ist der alte Spulenteller 39 durch einen anderen Spulenteller 61 ersetzt worden,
weil für das neue Wartungsgerät 53 am Spulenteller 61 sogenannte Fadenfangschlitze 62
benötigt werden, deren Zweck später noch erläutert wird.
Das Wartungsgerät 53 enthält einen Spulenauswerfer 63, der im Wesentlichen eine in
Schubrichtung V betätigbare Kolben-Zylinder-Einheit ist. Der Kolben ist mit einem Schubblech 65
verbunden, welches in Zweipunktauflage an der vollen Spulen 41 angreift und diese aus dem
geöffneten Spulenrahmen 38 auf die Rutsche 50 in Abrollrichtung N ausschiebt. Am Schubblech
65 sind Seitenwangen 66 angebracht, welche die auszuwerfende volle Spule 41 an den beiden
Stirnseiten umgreifen und dadurch ausrichten. Die Auswurfposition des Schubbleches 65 ist
strichpunktiert mit dem Bezugszeichen 67 dargestellt. Von der Rutsche 50 gelangt die Spule 41
dann auf eines der Transportbänder 13 oder 14, die beim Umrüsten beibehalten wurden.
Das neue Wartungsgerät 53 enthält außerdem einen Leerhülsengreifer 68, der ebenfalls eine
Kolben-Zylinder-Einheit aufweist und um eine Schwenkachse 69 verschwenkbar ist. Der
Leerhülsengreifer 68 steht bei einem Spulenwechsel von vornherein mit einer leeren Hülse 59 in
der Nähe des Spulenrahmens 38 bereit, damit unmittelbar nach einem Ausstoßen der vollen
Spule 41 eine neue leere Hülse 59 eingesetzt werden kann. Die punktiert dargestellte Position 70
kennzeichnet die Lage des Leerhülsengreifers 68.
Nach einem Spulenwechsel muss der in Fig. 5 noch zu beschreibende Anspinnvorgang
durchgeführt werden. Bis dahin holt sich aber der Leerhülsengreifer 68 eine neu angeforderte
leere Hülse 59, die auf dem ständig umlaufenden Tangentialriemen 58 herbeigeführt wird, und
zwar bis zu dem erwähnten Anschlag 60. Mittels Greiffingern 71 und 72, die an dem
Leerhülsengreifer 68 bewegbar angebracht sind, holt sich Letzterer eine leere Hülse 59 von der
Leerhülsen-Zuführvorrichtung 57.
Der Tangentialriemen 58 ist, wie in Fig. 4 zu erkennen, zwischen Stützschienen 73 und 74 mit
Spiel eingefasst.
Nunmehr muss gemäß Fig. 5 noch ein Anspinnvorgang durchgeführt werden. Auch diesmal sind
die bereits beschriebenen Bauteile mit gleichen Bezugszeichen wie bisher versehen.
Das neue Wartungsgerät 53 führt gemäß Fig. 5 ständig eine Hilfsspule 56 mit sich, von welcher
zum Anspinnen ein Hilfsfaden 75 abgewickelt werden kann. Auf die Beschaffenheit des
Hilfsfadens 75 kommt es an sich nicht an, da er ohnehin vor dem Aufwickeln auf eine neue Hülse
59 eliminiert wird. Der Hilfsfaden 75 muss lediglich für ein Anspinnen geeignet und insbesondere
genügend reißfest sein.
Der Hilfsfaden 75 ist durch ein Hilfsfadenlieferwerk 76 des neuen Wartungsgerätes 53 stets
geklemmt. Das Hilfsfadenlieferwerk 76 ist an einem Schwenkhebel 77 angeordnet, der mittels
nicht dargestellter Antriebe um eine Schwenkachse 78 des Wartungsgerätes 53 verschwenkbar
ist. Die Schwenkrichtungen sind mit W und X bezeichnet.
Im Zusammenhang mit einem nach einem Spulenwechsel bedingten Anspinnvorgang schwenkt
der Schwenkhebel 77 in eine strichpunktiert dargestellte Position 79 in die Nähe einer Saugdüse
80. Das Hilfsfadenlieferwerk 76 ist dabei angetrieben. Die Saugdüse 80 kann danach das
Hilfsfadenende 81 des Hilfsfadens 75 ergreifen und ansaugen. Es wird so viel angesaugt, wie für
einen Anspinnvorgang erforderlich ist.
Das Hilfsfadenlieferwerk 76 öffnet nun und schwenkt in die mit durchgezogenen Linien
dargestellte Ausgangsposition zurück, also in die Nähe der Hilfsspule 56. Dadurch kann ein
weiterer Schwenkhebel 82, welcher an seinem Ende ein Anspinnlieferwalzenpaar 83 enthält, in
den Hilfsfadenlauf 84 zwischen der Saugdüse 80 und dem Hilfsfadenlieferwerk 76
einschwenken, wie mit durchgezogenen Linien dargestellt. Das zunächst geöffnete
Anspinnlieferwalzenpaar 83 wird nach dem Ergreifen des Hilfsfadens 75 geschlossen, so dass
letzterer geklemmt ist.
Eine zwischen dem Anspinnlieferwalzenpaar 83 und dem Hilfsfadenlieferwerk 76 befindliche
Fadenschere 85 erzeugt nunmehr einen Anspinnfaden 86. Der Rest des Hilfsfadenendes 81
verbleibt dabei im Innern der Saugdüse 80.
Nunmehr kann der Schwenkhebel 82 zusammen mit dem Anspinnfaden 86 in eine strichpunktiert
dargestellte Anspinnposition 87 verschwenken, in welcher das Anspinnlieferwalzenpaar 83 dem
Fadenabzugskanal 29 benachbart ist. Das Anspinnlieferwalzenpaar 83 ist bei dieser
Schwenkbewegung relativ zum Schwenkhebel 82 verdrehbar, so dass der Anspinnfaden 86 in
eine anspinngerechte Position 88 überführt werden kann. Für diese Schwenkbewegung des
Schwenkhebels 82 ist eine Schwenkachse 89 vorgesehen.
Gesteuert durch eine nicht dargestellte Steuereinrichtung, liefert das Anspinnlieferwalzenpaar 83
den Anspinnfaden 86 bis in den Spinnrotor 23 zurück, wo er an einen bereits dort befindlichen
Faserring angesetzt wird. Der Faserring kann dadurch erzeugt werden, dass vorübergehend
durch einen externen Antrieb 90 des Wartungsgerätes 53 die Zuführwalze 21 über das
Antriebsritzel 45 antreibbar ist. Der externe Antrieb 90 ist in Pfeilrichtung Y dem Antriebsritzel 45
zustellbar und kann später in Pfeilrichtung Z wieder entfernt werden. Gesteuert durch die nicht
dargestellte Steuereinrichtung, zieht das Anspinnlieferwalzenpaar 83 im richtigen Augenblick in
an sich bekannter Weise den angesponnenen Faden wieder aus dem Spinnrotor 23 ab, der aber
nach wie vor in die Saugdüse 80 läuft. Der angesponnene Faden läuft so lange in die Saugdüse
80, bis der zum Anspinnen benötigte Hilfsfaden 75 zur Gänze abgesaugt ist. Dadurch lässt sich
der Hilfsfaden 75 eliminieren.
Sobald ein neu gesponnener Faden 91 mit korrekter Fadennummer den Fadenabzugskanal 29
verlässt, übergibt das Anspinnlieferwalzenpaar 83 den neu gesponnenen Faden 91 ins geöffnete
maschinenseitige Abzugswalzenpaar 30, welches danach geschlossen wird. Das
Anspinnlieferwalzenpaar 83 öffnet gleichzeitig und schwenkt seitlich aus.
Während des beschriebenen Anspinnverfahrens ist die neu eingesetzte leere Hülse 59 von ihrer
betriebsmäßigen Wickelwalze 33 ständig abgehoben und liegt vorübergehend auf einer
Hilfswickelwalze 92 des Wartungsgerätes 53 auf, die entsprechend dem Doppelpfeil mittels eines
Schwenkhebels 96 um eine Achse 97 verschwenkbar ist. Die Hülse 59 kann dabei von der
Hilfswickelwalze 92 in gesteuerter Weise angetrieben werden.
Eine in der Saugdüse 80 befindliche Trenneinrichtung 93 durchtrennt den noch immer mit in die
Saugdüse 80 einlaufenden neu gesponnenen Faden 91. In an sich bekannter Weise, wie
beispielsweise in dem US-Patent 5,676,322 beschrieben ist, kann nunmehr der abgetrennte
ersponnene Faden 91 seitlich auf die Hülse 59 zu einer Fadenreservewicklung aufgewickelt
werden, während das abgetrennte Ende in der Saugdüse 80 als Abfall abgeführt wird. Damit
diese Fadenreserve erzeugt werden kann, wurde der bisherige Spulenteller 39 gegen einen
neuen Spulenteller 61 ausgetauscht, welcher mit Fangschlitzen 62 versehen ist.
Das Hinführen des ersponnenen strichpunktiert dargestellten Fadens 91 zu den Fangschlitzen 62
geschieht mittels der Saugdüse 80, die zu diesem Zweck in nicht näher dargestellter Weise in
eine Position 94 bewegbar ist. Der ersponnene Faden 91 nimmt dabei den gepunktet
dargestellten Laufweg 95 ein, der vom Fadenabzugskanal 29 durch das Abzugswalzenpaar 30
und über den Umlenkfadenführer 37 bis zu der in den Spulenrahmen 38 eingesetzten leeren
Hülse 59 geht. Danach kann der Spulenrahmen 38, nach Entfernen der Hilfswickelwalze 92,
wieder in Pfeilrichtung K abgesenkt werden, bis die Hülse 59 auf ihrer Wickelwalze 33 aufliegt.
Der Faden gelangt dabei in den sich ständig bewegenden Changierfadenführer 36.
Das neue Wartungsgerät 53 unterscheidet sich somit von der ursprünglichen Anspinnvorrichtung
9 im Wesentlichen dadurch, dass der Anspinnfaden 86 mit einer in dem neuen Wartungsgerät 53
mitgeführten Hilfsspule 56 verbunden ist und nach dem Anspinnen eliminiert wird, wonach der
neu gesponnene Faden 91 mit der zu bewickelnden leeren Hülse 59 verbunden wird. Bei diesem
Vorgang wird die Anspinnstelle vollkommen eliminiert und gelangt nicht auf die zu bewickelnde
leere Hülse 59.
Des weiteren enthält das neue Wartungsgerät 53 jetzt auch die für einen Spulenwechsel
benötigten Funktionselemente.
Das Wartungsgerät 53 ist nicht nur in der Lage, nach einem Spulenwechsel einen
Anspinnvorgang mittels eines Hilfsfadens 75 vorzunehmen. Das Wartungsgerät 53 kann
zusätzlich in herkömmlicher Weise nach einem Fadenbruch ein Anspinnen vornehmen. Wenn
während des normalen Spinnvorganges ein Fadenbruch auftritt, nimmt die Saugdüse 80 das
gebrochene Fadenende von der nur strichpunktiert dargestellten Spule 99 auf und benutzt dieses
Fadenende zum Anspinnen. Die Hilfsspule 56 wird in diesem Fall nicht benötigt. Das Anspinn-
Lieferwalzenpaar 83 kann dann in eine Position 100 bewegt werden, wo es in der Lage ist, einen
von der Spule 99 abgezogenen Anspinnfaden 98 aufzunehmen. Mittels einer Trenneinrichtung
101 wird dann der Anspinnfaden 98 auf das benötigte Maß abgelängt, bevor er dem
Fadenabzugskanal 29 in bereits beschriebener Weise zugeführt wird.
Claims (4)
1. Verfahren zum Umrüsten und gleichzeitigen Modernisieren einer Offenend-
Rotorspinnmaschine
- - mit mehreren Spinnstellen,
- - mit Mitteln zum Unterbrechen des Spinnprozesses einer Spinnstelle zum Zwecke eines Spulenwechsels,
- - mit wenigstens einer relativ zu den Spinnstellen bewegbaren Spulenwechselvorrichtung, die ein Leerhülsenmagazin sowie Einrichtungen zum Austauschen einer vollen Spule gegen eine zu bewickelnde leere Hülse aufweist,
- - mit einer Ladevorrichtung zum Nachfüllen des Leerhülsenmagazins mit leeren Hülsen,
- - mit Transportbändern zum Abtransportieren voller Spulen
- - sowie mit wenigstens einer relativ zu den Spinnstellen bewegbaren Anspinnvorrichtung, die dazu ausgelegt ist, nach einem Spulenwechsel an einer Spinnstelle einen Starterfaden anzuspinnen, der bereits mit der leeren Hülse verbunden ist,
dass die Spulenwechselvorrichtung und die Anspinnvorrichtung durch wenigstens ein relativ
zu den Spinnstellen bewegbares neues Wartungsgerät ersetzt werden, welches dazu
ausgelegt ist, sowohl eine volle Spule gegen eine starterfadenfreie leere Hülse auszutauschen
als auch einen mit der leeren Hülse nicht verbundenen Anspinnfaden anzuspinnen und
anschließend einen neu gesponnenen Faden mit der leeren Hülse zu verbinden, und dass die
Ladevorrichtung durch eine dem Wartungsgerät leere Hülsen zuführende Leerhülsenzuführ
vorrichtung ersetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anspinnfaden mit einer in dem
neuen Wartungsgerät mitgeführten Hilfsspule verbunden ist und nach dem Anspinnen
eliminiert wird, wonach der neu gesponnene Faden mit der leeren Hülse verbunden wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das neue Wartungsgerät
zusätzlich dazu ausgelegt ist, einen Fadenbruch zu beheben, indem ein mit der wenigstens
teilweise bewickelten Spule verbundener Faden als Anspinnfaden benutzt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999135695 DE19935695A1 (de) | 1999-07-29 | 1999-07-29 | Verfahren zum Umrüsten und gleichzeitigen Modernisieren einer Offenend-Rotorspinnmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999135695 DE19935695A1 (de) | 1999-07-29 | 1999-07-29 | Verfahren zum Umrüsten und gleichzeitigen Modernisieren einer Offenend-Rotorspinnmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19935695A1 true DE19935695A1 (de) | 2001-02-01 |
Family
ID=7916510
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999135695 Withdrawn DE19935695A1 (de) | 1999-07-29 | 1999-07-29 | Verfahren zum Umrüsten und gleichzeitigen Modernisieren einer Offenend-Rotorspinnmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19935695A1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10125992A1 (de) * | 2001-05-29 | 2002-12-05 | Rieter Ingolstadt Spinnerei | Verfahren zur Modernisierung einer Spinnmaschine sowie eine mit Hilfe eines derartigen Verfahrens hergestellte Spinnmaschine |
| EP1524340A3 (de) * | 2003-10-16 | 2006-06-07 | SAVIO MACCHINE TESSILI S.p.A. | Vorrichtung zum Anspinnen eines Fadens in einem Spinnrotor einer Offenend-Spinnvorrichtung |
| EP2345612A3 (de) * | 2010-01-15 | 2015-03-18 | Murata Machinery, Ltd. | Abziehvorrichtung |
| EP2876071A1 (de) * | 2013-11-26 | 2015-05-27 | Murata Machinery, Ltd. | Spulenhaltevorrichtung, Spuleneinstellvorrichtung und Garnwickelmaschine |
| CN111960189A (zh) * | 2020-08-31 | 2020-11-20 | 四川大学 | 自动卷纱设备 |
-
1999
- 1999-07-29 DE DE1999135695 patent/DE19935695A1/de not_active Withdrawn
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10125992A1 (de) * | 2001-05-29 | 2002-12-05 | Rieter Ingolstadt Spinnerei | Verfahren zur Modernisierung einer Spinnmaschine sowie eine mit Hilfe eines derartigen Verfahrens hergestellte Spinnmaschine |
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| EP2876071A1 (de) * | 2013-11-26 | 2015-05-27 | Murata Machinery, Ltd. | Spulenhaltevorrichtung, Spuleneinstellvorrichtung und Garnwickelmaschine |
| CN104671000A (zh) * | 2013-11-26 | 2015-06-03 | 村田机械株式会社 | 筒管保持装置、筒管设置装置及纱线卷绕机 |
| CN111960189A (zh) * | 2020-08-31 | 2020-11-20 | 四川大学 | 自动卷纱设备 |
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